TIETCHENS, ASMUS & THORSTEN SOLTAU — Lichthöfe
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The musical material on „Lichthöfe“ is based on modular recordings by Thorsten Soltau. Conceptually these recordings deal with the spaciality of sound and the stereo field, while still maintaining an improvisational character. Asmus Tietchens has treated the material to intensive deformations, ranging from reductionist clusters to brittle textures. In each treatment a fragment of the original material remains audible.
Thorsten Soltau
Thorsten Soltau works in the field of sound design and electroacoustics since 2005. Main interests are sonic disintegration, conceptualism and dualism. Thorsten Soltau is a citizen of KonungaRikena Elgaland-Vargaland. He resides in Friesland, Lower Saxony.
Asmus Tietchens
Tietchens was born in Hamburg in 1947. Since 1975 he has been working as an independent musician; in 1980 he released his first solo record Nachtstücke. After producing a series of rhythmic and harmonic albums for the Sky label in the early 1980s he released his first industrial record Formen letzter Hausmusik in 1984 on United Dairies. Here Tietchens articulated his musical interests clearly: everyday noises were treated and at times deformed beyond recognition and placed into new contexts. Until now Asmus Tietchens has released more than 80 albums on international labels where he continues to explore the posibilities presented to him by specific sound sources (ranging from water sounds to pure sine wave tones). He has a more rhythm-oriented fake band project called Hematic Sunsets. Tietchens’ work is rooted in a deeply sceptic gesture, marked by frequent quotes from the works of philosopher E.M. Cioran on his album covers. Asmus Tietchens has been awarded with the prestigious Karl Sczuka Prize of the Südwestrundfunk (SWR) twice: in 2003 for his work Heidelberger Studien 1-6 and in 2006 for Trois Dryades. He lives and works in Hamburg.
https://aufabwegen.bandcamp.com/album/lichth-fe
"Zuletzt hatte uns der Hamburger Asmus Tietchens mit der jünsgten Veröffentlichung seines anagrammatischen Projekts Statische Musen begeistert und wir attestierten, er erschaffe „Musik, der man durchaus das Attribut wunderschön verleihen kann.“
Im Laufe seiner langen Karriere hat Tietchens neben seinen zahlreichen Soloalben auch immer wieder mit anderen zusammengearbeitet, deren Klangmaterial er be- und verarbeitete.
Er selbst sagte in der vor Jahren ebenfalls bei Auf Abwegen erschienenen „Monographie“ zum Thema Kollaborationen: „Zumeist bekomme ich Material angeliefert. […] Da es […], wenn ich mit jemandem zusammenarbeite, eigentlich immer um das Verändern von Sounds geht, muß es nolens volens so aussehen, daß ich Material angeliefert bekomme und es dann bearbeite.“ Hier ist das Ausgangsmaterial modulare Aufnahmen Thorsten Soltaus. Seine auf Drone veröffentlichte CD „Gewächse im Zwielicht“ hatten wir hier besprochen.
Auf “Lichthöfe” geht es konzeptionell um “the spaciality of sound and the stereo field, while still maintaining an improvisational character.“ Dabei sind die insgesamt 13 lapidar schlicht durchnummerierten Tracks durchaus heterogen: Da ist etwa der flirrende, hektische Opener. Es gibt kristallines Knrischen und Kratzen (“Lichthof 3″). Mein Favorit ist vielleicht “Lichthof 5″, ein transparentes, fragil-tastendes Stück, bei dem man an den Klang von Wasser erinnert wird. Bei dem leicht bedrohlichen “Lichthof 7″ meint man, seltsame Vögel wären zu hören, während “Lichthof 8″ metallischer klingt. Das unruhige “Lichthof 9″ schabt an der Grenze zur Dissonanz, auf dem verspielten “Lichthof 10″ klingt die Elektronik wie Vogelzwistschen; der teils hektische Track endet schließlich in Brummen. “Lichthof 12″, das mit gut sieben Minuten längste Stück, beginnt kaum hörbar, entwickelt sich bis hin zu fast unanagenehmen Hochtönen und schrillen, kritallinen Sounds. Das das Album abschließende kurze, verspielte “Lichthof 13″ lässt an einen Spielzeugroboter denken. (MG)
https://africanpaper.com/2026/01/17/asmus-tietchens-thorsten-soltau-lichthofe/
Thorsten Soltau
Thorsten Soltau works in the field of sound design and electroacoustics since 2005. Main interests are sonic disintegration, conceptualism and dualism. Thorsten Soltau is a citizen of KonungaRikena Elgaland-Vargaland. He resides in Friesland, Lower Saxony.
Asmus Tietchens
Tietchens was born in Hamburg in 1947. Since 1975 he has been working as an independent musician; in 1980 he released his first solo record Nachtstücke. After producing a series of rhythmic and harmonic albums for the Sky label in the early 1980s he released his first industrial record Formen letzter Hausmusik in 1984 on United Dairies. Here Tietchens articulated his musical interests clearly: everyday noises were treated and at times deformed beyond recognition and placed into new contexts. Until now Asmus Tietchens has released more than 80 albums on international labels where he continues to explore the posibilities presented to him by specific sound sources (ranging from water sounds to pure sine wave tones). He has a more rhythm-oriented fake band project called Hematic Sunsets. Tietchens’ work is rooted in a deeply sceptic gesture, marked by frequent quotes from the works of philosopher E.M. Cioran on his album covers. Asmus Tietchens has been awarded with the prestigious Karl Sczuka Prize of the Südwestrundfunk (SWR) twice: in 2003 for his work Heidelberger Studien 1-6 and in 2006 for Trois Dryades. He lives and works in Hamburg.
https://aufabwegen.bandcamp.com/album/lichth-fe
"Zuletzt hatte uns der Hamburger Asmus Tietchens mit der jünsgten Veröffentlichung seines anagrammatischen Projekts Statische Musen begeistert und wir attestierten, er erschaffe „Musik, der man durchaus das Attribut wunderschön verleihen kann.“
Im Laufe seiner langen Karriere hat Tietchens neben seinen zahlreichen Soloalben auch immer wieder mit anderen zusammengearbeitet, deren Klangmaterial er be- und verarbeitete.
Er selbst sagte in der vor Jahren ebenfalls bei Auf Abwegen erschienenen „Monographie“ zum Thema Kollaborationen: „Zumeist bekomme ich Material angeliefert. […] Da es […], wenn ich mit jemandem zusammenarbeite, eigentlich immer um das Verändern von Sounds geht, muß es nolens volens so aussehen, daß ich Material angeliefert bekomme und es dann bearbeite.“ Hier ist das Ausgangsmaterial modulare Aufnahmen Thorsten Soltaus. Seine auf Drone veröffentlichte CD „Gewächse im Zwielicht“ hatten wir hier besprochen.
Auf “Lichthöfe” geht es konzeptionell um “the spaciality of sound and the stereo field, while still maintaining an improvisational character.“ Dabei sind die insgesamt 13 lapidar schlicht durchnummerierten Tracks durchaus heterogen: Da ist etwa der flirrende, hektische Opener. Es gibt kristallines Knrischen und Kratzen (“Lichthof 3″). Mein Favorit ist vielleicht “Lichthof 5″, ein transparentes, fragil-tastendes Stück, bei dem man an den Klang von Wasser erinnert wird. Bei dem leicht bedrohlichen “Lichthof 7″ meint man, seltsame Vögel wären zu hören, während “Lichthof 8″ metallischer klingt. Das unruhige “Lichthof 9″ schabt an der Grenze zur Dissonanz, auf dem verspielten “Lichthof 10″ klingt die Elektronik wie Vogelzwistschen; der teils hektische Track endet schließlich in Brummen. “Lichthof 12″, das mit gut sieben Minuten längste Stück, beginnt kaum hörbar, entwickelt sich bis hin zu fast unanagenehmen Hochtönen und schrillen, kritallinen Sounds. Das das Album abschließende kurze, verspielte “Lichthof 13″ lässt an einen Spielzeugroboter denken. (MG)
https://africanpaper.com/2026/01/17/asmus-tietchens-thorsten-soltau-lichthofe/