JACKMAN, DAVID (=ORGANUM) — Herbstsonne
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"A new work by David Jackman (Organum), Herbstsonne consists of a single 47 min. long track which is the result of recording sessions at RMS Studios South London in 2018.
Using the sounds of Tanpura, Piano, Organ and Bells the music perfectly captures the title of the piece which translates to Autumn Sun.
Precision editing by Alan Jones. Excellent artwork by Jonathan Coleclough." [label info]
www.diestadtmusik.de/DS119.html
"Bevor David Jackman als Organum in der ersten Hlfte der 80er begann, hatte er eine Reihe von Aufnahmen unter seinem eigenen Namen gemacht, aber auch danach verffentlichte er immer wieder als David Jackman. Whrend er als Organum aus zahlreichen Schichten zu bestehende, beeindruckende schabende Drones kreierte, die teilweise sehr krachig, spter aber (auch) kontemplativ(er) sein konnten, arbeitete er bei anderen Aufnahmen mit Loops, z.B. auf den auf historischen Aufnahmen aus dem Imperial War Museum basierenden Verffentlichungen, auf denen man dann tatschlich machine guns fighting hren konnte. Man denke auch an den geloopten Orchesterkitsch auf Verhalte dich ruhig, der in Verbindung mit Titel und Artwork eine durchaus sinistre Note bekam.
Herbstsonne ist ein Album, das allerdings (sthetisch wie musikalisch) sehr (stark) an die (reduzierten) Organum-Aufnahmen der vergangenen Jahre erinnert. Nach lngerer Pause erschien im vergangenen Jahr das Album Raven, ber das es hier hie: Waren die frheren Aufnahmen oft enorm verdichtet, so finden sich hier zahlreiche Momente des Innehaltens, Leerstellen vielleicht auch der Leere (und das ist nicht als pejorative Beschreibung der Musik zu lesen, sondern als existentielle Aussage). Und nicht nur, was das Innehalten, sondern auch was die verwendeten Instrumente anbelangt, so knnte Herbstsonne fast aus den gleichen Sessions stammen: Ein Klavier wird angeschlagen und der Ton verklingt, im Hintergrund hrt man der Tampura, einer Langhalslaute, und einer Orgel entlockte Drones. Glocken setzen ein. Jackman hatte vor Jahren einmal gesagt, seine neuen Arbeiten seien von Wiederholung(en) geprgt. Waren auf Raven 13 fast identische dreimintige Stcke zu hren, findet auf Herbstsonne die Wiederholung innerhalb des 47-mintigen Stcks statt.
Insgesamt finden sich bei Jackman kaum Hinweise auf Deutungen, Hinweise, wie die Alben einzuordnen sind (bezeichnenderweise nannte er in einem frheren Interview the blind desire to make sounds als Motivation). Andere haben die Musik der letzten Jahre sicher nicht unzutreffend als Abschiedssoundtracks gedeutet und die Musik auf Herbstsonne lsst von der erzeugten Stimmung auch eher an den Herbst des Lebens und die nherrckende Begegnung mit dem Schnitter denken als an die noch wrmende Sonne, die die verfrbten Bltter illuminiert. Letztlich ist es aber vllig egal, wie man diese Verffentlichung deutet oder zu verstehen glaubt, denn wie bei allen anderen Arbeiten Jackmans gelingt es auch hier, den Zuhrenden in einen Zustand zu versetzen, der im positivsten Sinne kaum greifbar ist." (MG - African Paper)
Using the sounds of Tanpura, Piano, Organ and Bells the music perfectly captures the title of the piece which translates to Autumn Sun.
Precision editing by Alan Jones. Excellent artwork by Jonathan Coleclough." [label info]
www.diestadtmusik.de/DS119.html
"Bevor David Jackman als Organum in der ersten Hlfte der 80er begann, hatte er eine Reihe von Aufnahmen unter seinem eigenen Namen gemacht, aber auch danach verffentlichte er immer wieder als David Jackman. Whrend er als Organum aus zahlreichen Schichten zu bestehende, beeindruckende schabende Drones kreierte, die teilweise sehr krachig, spter aber (auch) kontemplativ(er) sein konnten, arbeitete er bei anderen Aufnahmen mit Loops, z.B. auf den auf historischen Aufnahmen aus dem Imperial War Museum basierenden Verffentlichungen, auf denen man dann tatschlich machine guns fighting hren konnte. Man denke auch an den geloopten Orchesterkitsch auf Verhalte dich ruhig, der in Verbindung mit Titel und Artwork eine durchaus sinistre Note bekam.
Herbstsonne ist ein Album, das allerdings (sthetisch wie musikalisch) sehr (stark) an die (reduzierten) Organum-Aufnahmen der vergangenen Jahre erinnert. Nach lngerer Pause erschien im vergangenen Jahr das Album Raven, ber das es hier hie: Waren die frheren Aufnahmen oft enorm verdichtet, so finden sich hier zahlreiche Momente des Innehaltens, Leerstellen vielleicht auch der Leere (und das ist nicht als pejorative Beschreibung der Musik zu lesen, sondern als existentielle Aussage). Und nicht nur, was das Innehalten, sondern auch was die verwendeten Instrumente anbelangt, so knnte Herbstsonne fast aus den gleichen Sessions stammen: Ein Klavier wird angeschlagen und der Ton verklingt, im Hintergrund hrt man der Tampura, einer Langhalslaute, und einer Orgel entlockte Drones. Glocken setzen ein. Jackman hatte vor Jahren einmal gesagt, seine neuen Arbeiten seien von Wiederholung(en) geprgt. Waren auf Raven 13 fast identische dreimintige Stcke zu hren, findet auf Herbstsonne die Wiederholung innerhalb des 47-mintigen Stcks statt.
Insgesamt finden sich bei Jackman kaum Hinweise auf Deutungen, Hinweise, wie die Alben einzuordnen sind (bezeichnenderweise nannte er in einem frheren Interview the blind desire to make sounds als Motivation). Andere haben die Musik der letzten Jahre sicher nicht unzutreffend als Abschiedssoundtracks gedeutet und die Musik auf Herbstsonne lsst von der erzeugten Stimmung auch eher an den Herbst des Lebens und die nherrckende Begegnung mit dem Schnitter denken als an die noch wrmende Sonne, die die verfrbten Bltter illuminiert. Letztlich ist es aber vllig egal, wie man diese Verffentlichung deutet oder zu verstehen glaubt, denn wie bei allen anderen Arbeiten Jackmans gelingt es auch hier, den Zuhrenden in einen Zustand zu versetzen, der im positivsten Sinne kaum greifbar ist." (MG - African Paper)