FEINE TRINKERS BEI PINKELS DAHEIM (F.T.B.P.D.) — A Bug's Life
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"Jrgen Eberhard aka Feine Trinkers Bei Pinkels Daheim celebrates 25 years of his artistic activity with the first full-length album on Zoharum entitled "A Bug's Life". keen observers of our activity certainly know his name, for instance from a common vinyl 7-incher entitled "Both Sides of The Looking Glass" shared with Bisclaveret duo or from the composition "Enigmatic Visions", which appeared on a commemorative compilation "07|100|15".
"A Bug's Life" is the tenth full-length album in the discography of Feine Trinkers Bei Pinkels Daheim. It was being created, like the previous ones, for several years and is another conscious artistic statement. Seven compositions included here are of a collage nature and combine echoes of post-industrial ambient, drone music, musique concrete, field recordings and even plunderphonics. On his first studio album since "Die Legende vom Heiligen Trinker" from 2011, Jrgen Eberhard consciously continues his sonic quest on a depleted terrain and he manages to avoid traps of empty experiments. "A Bug's Life" is at the same time an atmospheric, and even accessible, album, and sonically elaborate and demanding of the listener." [label info]
www.zoharum.com
"FEINE TRINKERS BEI PINKELS DAHEIM ist ein Projekt, das ja eher unregelmig in der Musiklandschaft auftaucht, dabei aber bereits recht langlebig ist. Das letzte regulre Album von JRGEN EBERHARD unter diesem Banner erschien 2011. A Bugs Life so hie brigens auch der Pixar-Film Das groe Krabbeln im Original widmet sich dem Namen entsprechend den Geruschen von Insekten, die Grundlage fr die Soundgestaltung des Albums gewesen sein sollen. Hierbei sollte man aber kein dauerndes, mglichst naturnahes Gezirpe oder Gesirre im Kopf haben quasi ein Field-Recording-Overkill, sondern Klnge, die extrem stark bearbeitet und verfremdet wurden, wobei am Ende dennoch der Charakter von Sounds, die von Insekten erzeugt werden auch knisternde, schabende Gerusche , erhalten bleibt.
Tatschlich ist der Sound auf A Bugs Life aber relativ vielschichtig, teils auch wuchtig und massiv oder mit Drones durchsetzt, sodass das Ganze recht gut funktioniert und eben nicht an einen Abend auf der Terrasse erinnert. Auch Stimmen werden verfremdet oder nicht eingesetzt und Abwechslung kommt zustzlich durch Stcke ins Spiel, die mit weiblichen Gesangslinien, die quasi als Zusatzinstrument fungieren, ausgestattet sind. Hier wre wohl auch der Punkt, an dem man die Untersttzung von diversen Gsten wie u.a. MISS POLYESTER, FRL. LINIENTREU oder GENEVIVE PASQUIER erwhnen knnte. Das Klangspektrum reicht letztendlich von orientalisch angehauchten Sounds inklusive Rhythmus (Metallifekuwagamon) bis hin zu dsteren Soundcollagen, die auch aufgrund der Bilder, die im Kopf entstehen, Unruhe auslsen knnen. Somit ist A Bugs Life eine spannende Sache fr Freunde des Ambient oder der experimentellen Elektronik. Idee und Ausfhrung passen in jedem Fall hervorragend zueinander und die Qualitt stimmt hier sowieso."
[Tony F. fr nonpop.de]
"In der Geruschmusik und berall sonst, wo mit Samples gearbeitet wird, sind Tiergerusche eine beliebte Soundquelle, und zu den gefragtesten Geruschproduzenten zhlen seit jeher Insekten was wre ein sommerliches Kitschkolorit ohne das Zirpen von Grillen und Zikaden, und dass man aus dem Summen fliegender Insekten Noise und elektroakustiche Musik machen kann, ist hinlnglich bekannt.
Beliebt sind Feldaufnahmen, bei denen die Sounds weitgehend naturbelassen bleiben und nur gelegentlich etwas Struktur eingebracht wird wie bei Dave Phillips und Hasegawa Hiroshis Insect Apocalypse oder The Progeny of Flies von Daniel Manche und Andrew Liles. Seltener sind Aufnahmen, bei denen die Sounds so stark verfremdet sind, dass man ohne Hintergrundwissen die Quelle kaum erkennen kann. Etwas derartiges hat der feine Pinkel, hm: Trinker Jrgen Eberhard vor Kurzem unter dem Titel A Bugs Life zustande gebracht.
Die komplette CD wirkt wie ein Zoom, bei dem die Kamera dem lebenden Objekt so nah auf den Panzer rckt, dass man nur noch kleinteilige Strukturen in bergre erkennt, whrend grere Zusammenhnge nur noch zu erahnen sind. Vieles klingt wie ins Monstre vergrert: Maschinell klingendes Summen, dass zeitweise in Noisewnde bergeht, Detonationen, verursacht von einem enormen Insekt, das gegen eine berdimensionierte Scheibe knallt. Zirpen und Flattern, das eher nach einem Vogel klingt, und dem Tier, dessen rhythmischer Flgenschlag gegen Ende zu hren ist, mchte ich nicht im Dunkeln begegnen. So furchteinflend es hier zugeht, hat die bizarre Szenerie auch irrsinnig Komisches zu bieten.
Neben all dem gibt es zahlreiche Stellen, an denen kaum zu erkennen ist, ob die Aufnahmen ganz unkenntlich gemacht wurden oder anderen, z.B. elektronischen Ursprungs sind. Dies gilt fr geschliffenen Ambientsound und zirkushafte Melodien ebenso wie fr den entspannten Ethnosound, der irgendwann ganz berraschend eine Sngerin begleitet (die meisten Stimmbeitrge von Genevive Pasquier, Allseits vs Troum, Frl. Linientreu und Joke Lanz sind spoken words). Ebenso gilt dies fr monstrses Brllen, dass hoffentlich von einem Wirbeltier stammt.
Aber warum eigentlich? Im Unterschied zu naturbelassenen Insektensounds lassen die Aufnahmen hier die Tiere enorm gro erscheinen und brechen so mit gnigen Wahrnehmungsgewohnheiten. Die nachhaltige, ber den bloen Schock weit hinausgehende Wirkung, kann im besten Fall in einem vernderten Blick auf das Tierreich mnden." [J.G./U.S./African Paper]
"A Bug's Life" is the tenth full-length album in the discography of Feine Trinkers Bei Pinkels Daheim. It was being created, like the previous ones, for several years and is another conscious artistic statement. Seven compositions included here are of a collage nature and combine echoes of post-industrial ambient, drone music, musique concrete, field recordings and even plunderphonics. On his first studio album since "Die Legende vom Heiligen Trinker" from 2011, Jrgen Eberhard consciously continues his sonic quest on a depleted terrain and he manages to avoid traps of empty experiments. "A Bug's Life" is at the same time an atmospheric, and even accessible, album, and sonically elaborate and demanding of the listener." [label info]
www.zoharum.com
"FEINE TRINKERS BEI PINKELS DAHEIM ist ein Projekt, das ja eher unregelmig in der Musiklandschaft auftaucht, dabei aber bereits recht langlebig ist. Das letzte regulre Album von JRGEN EBERHARD unter diesem Banner erschien 2011. A Bugs Life so hie brigens auch der Pixar-Film Das groe Krabbeln im Original widmet sich dem Namen entsprechend den Geruschen von Insekten, die Grundlage fr die Soundgestaltung des Albums gewesen sein sollen. Hierbei sollte man aber kein dauerndes, mglichst naturnahes Gezirpe oder Gesirre im Kopf haben quasi ein Field-Recording-Overkill, sondern Klnge, die extrem stark bearbeitet und verfremdet wurden, wobei am Ende dennoch der Charakter von Sounds, die von Insekten erzeugt werden auch knisternde, schabende Gerusche , erhalten bleibt.
Tatschlich ist der Sound auf A Bugs Life aber relativ vielschichtig, teils auch wuchtig und massiv oder mit Drones durchsetzt, sodass das Ganze recht gut funktioniert und eben nicht an einen Abend auf der Terrasse erinnert. Auch Stimmen werden verfremdet oder nicht eingesetzt und Abwechslung kommt zustzlich durch Stcke ins Spiel, die mit weiblichen Gesangslinien, die quasi als Zusatzinstrument fungieren, ausgestattet sind. Hier wre wohl auch der Punkt, an dem man die Untersttzung von diversen Gsten wie u.a. MISS POLYESTER, FRL. LINIENTREU oder GENEVIVE PASQUIER erwhnen knnte. Das Klangspektrum reicht letztendlich von orientalisch angehauchten Sounds inklusive Rhythmus (Metallifekuwagamon) bis hin zu dsteren Soundcollagen, die auch aufgrund der Bilder, die im Kopf entstehen, Unruhe auslsen knnen. Somit ist A Bugs Life eine spannende Sache fr Freunde des Ambient oder der experimentellen Elektronik. Idee und Ausfhrung passen in jedem Fall hervorragend zueinander und die Qualitt stimmt hier sowieso."
[Tony F. fr nonpop.de]
"In der Geruschmusik und berall sonst, wo mit Samples gearbeitet wird, sind Tiergerusche eine beliebte Soundquelle, und zu den gefragtesten Geruschproduzenten zhlen seit jeher Insekten was wre ein sommerliches Kitschkolorit ohne das Zirpen von Grillen und Zikaden, und dass man aus dem Summen fliegender Insekten Noise und elektroakustiche Musik machen kann, ist hinlnglich bekannt.
Beliebt sind Feldaufnahmen, bei denen die Sounds weitgehend naturbelassen bleiben und nur gelegentlich etwas Struktur eingebracht wird wie bei Dave Phillips und Hasegawa Hiroshis Insect Apocalypse oder The Progeny of Flies von Daniel Manche und Andrew Liles. Seltener sind Aufnahmen, bei denen die Sounds so stark verfremdet sind, dass man ohne Hintergrundwissen die Quelle kaum erkennen kann. Etwas derartiges hat der feine Pinkel, hm: Trinker Jrgen Eberhard vor Kurzem unter dem Titel A Bugs Life zustande gebracht.
Die komplette CD wirkt wie ein Zoom, bei dem die Kamera dem lebenden Objekt so nah auf den Panzer rckt, dass man nur noch kleinteilige Strukturen in bergre erkennt, whrend grere Zusammenhnge nur noch zu erahnen sind. Vieles klingt wie ins Monstre vergrert: Maschinell klingendes Summen, dass zeitweise in Noisewnde bergeht, Detonationen, verursacht von einem enormen Insekt, das gegen eine berdimensionierte Scheibe knallt. Zirpen und Flattern, das eher nach einem Vogel klingt, und dem Tier, dessen rhythmischer Flgenschlag gegen Ende zu hren ist, mchte ich nicht im Dunkeln begegnen. So furchteinflend es hier zugeht, hat die bizarre Szenerie auch irrsinnig Komisches zu bieten.
Neben all dem gibt es zahlreiche Stellen, an denen kaum zu erkennen ist, ob die Aufnahmen ganz unkenntlich gemacht wurden oder anderen, z.B. elektronischen Ursprungs sind. Dies gilt fr geschliffenen Ambientsound und zirkushafte Melodien ebenso wie fr den entspannten Ethnosound, der irgendwann ganz berraschend eine Sngerin begleitet (die meisten Stimmbeitrge von Genevive Pasquier, Allseits vs Troum, Frl. Linientreu und Joke Lanz sind spoken words). Ebenso gilt dies fr monstrses Brllen, dass hoffentlich von einem Wirbeltier stammt.
Aber warum eigentlich? Im Unterschied zu naturbelassenen Insektensounds lassen die Aufnahmen hier die Tiere enorm gro erscheinen und brechen so mit gnigen Wahrnehmungsgewohnheiten. Die nachhaltige, ber den bloen Schock weit hinausgehende Wirkung, kann im besten Fall in einem vernderten Blick auf das Tierreich mnden." [J.G./U.S./African Paper]