NU & APA NEAGRA — Descantecul Apei negre
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"As if it were taken from a story which has not been written yet, this new album of NU & APA NEAGRĂ remains true to its original influences - the Romanian & Turkish folklore and the electroacoustic madness of the 20th Century. With field recordings, pseudo sampling and instruments such as caval, divan saz, prepared cymbalom, synthesizers and vintage sound effects, to name just a few, the group offers a vertical approach towards the sound, one that explores the cultural and primary layers of Balkan & Carpathian spaces which are put into an occidental equation. A sort of amorphous sound psychism, whose depths reveal all of a sudden some recognizable fragments, which could help reconstruct an archaeology of all four musicians' trajectories." [label info]
www.myspace.com/projectnu
"Mich wundert es nicht, dass die Banater Heide beste Schwarzerde bietet fr weirde Folklore. Alexandru Hegyesi, Călin Torsan, Vlad Sturdza & Sașa-Livio Stoianovici, in Temeswar zuhause, machen mit Cimbalon & Bassgitarre, Klarinette & Pfeifen, Zither, Gitarre, Ebow, Glocken & Percussion bzw. Saz, Cobza, Gusle, also Lauten von den trkischen Crossroads auf dem Balkan, aber auch mit Korg, Moog, Harmophon und noch mehr Percussion und Effekten eine Pilgerfahrt. Zum Schwarzen Meer? Es scheint eher so, als wre das Ziel kein Ort auf dieser Welt, sondern ein mystischer Ort, oder eine Anomalitt in der Zeit. Da kreuzt sich spacewrts orientierte Sonic Fiction mit klanglichen Phantomen der Vergangenheit. Einer verleugneten Vergangenheit, denn warum sonst sollte der Hahn dreimal krhen ('Al treilea Cntat al cocoșilor')? Im Vorwrtsdrang wirbeln in einer halluzinatorischen Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen alte Klnge auf. Uraltes Saitenspiel, Pfeifen, Schellen und Getrommel, auch raunende Gesnge, die, sich berlappend, durch die Erinnerung wabern, durch die Zeit kaskadieren, mit Echos von den Karpatenwnden und Klangfetzen, die sich in den transsylvanischen Wldern verfangen haben, oder an den Mauern von Piteşti verstummt sind.
Lautengeschrammel und Hackbrettgedengel bringen das Blut in Wallung, Stimmfetzen werden zu einem Krhenschwarm, die Zeit kreist in sich selbst. Beim anfnglich orientalisch anmutenden 'Alt Pelerin' (Noch ein Pilger) schlt sich wehmtiger Gesang von Maria Balabaș aus dem Drhnfluss. Ich denke, schwarzes Wasser meint nicht das Marea Neagr, sondern ein Wasser, das die Vergangenheit lscht. Doch vielleicht ist es, wie bei Telephos und Amfortas die Lanze, als das, was verwundete, auch das Heilmittel. Daher die Wiedertaufe mit schwarzem Wasser. 'The Black Water' badet lang in harmonisch rauschenden Spacewellen, mit Bassklarinette, Kaval und Pfeifen als bukolischem Widerhall, mit zartem Zither- oder Gitarrenklang, knurrigem Moog, jaulenden Synthies. Ist das jetzt Ruderschlag? Oder lappt die Zeit rckwrts? Man wird mitgerissen in dieser psychedelischen Odyssee (wie Dave Bowman beyond the infinite). Bei 18:50 reit das Band.
[Schluck]" [Bad Alchemy]
www.myspace.com/projectnu
"Mich wundert es nicht, dass die Banater Heide beste Schwarzerde bietet fr weirde Folklore. Alexandru Hegyesi, Călin Torsan, Vlad Sturdza & Sașa-Livio Stoianovici, in Temeswar zuhause, machen mit Cimbalon & Bassgitarre, Klarinette & Pfeifen, Zither, Gitarre, Ebow, Glocken & Percussion bzw. Saz, Cobza, Gusle, also Lauten von den trkischen Crossroads auf dem Balkan, aber auch mit Korg, Moog, Harmophon und noch mehr Percussion und Effekten eine Pilgerfahrt. Zum Schwarzen Meer? Es scheint eher so, als wre das Ziel kein Ort auf dieser Welt, sondern ein mystischer Ort, oder eine Anomalitt in der Zeit. Da kreuzt sich spacewrts orientierte Sonic Fiction mit klanglichen Phantomen der Vergangenheit. Einer verleugneten Vergangenheit, denn warum sonst sollte der Hahn dreimal krhen ('Al treilea Cntat al cocoșilor')? Im Vorwrtsdrang wirbeln in einer halluzinatorischen Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen alte Klnge auf. Uraltes Saitenspiel, Pfeifen, Schellen und Getrommel, auch raunende Gesnge, die, sich berlappend, durch die Erinnerung wabern, durch die Zeit kaskadieren, mit Echos von den Karpatenwnden und Klangfetzen, die sich in den transsylvanischen Wldern verfangen haben, oder an den Mauern von Piteşti verstummt sind.
Lautengeschrammel und Hackbrettgedengel bringen das Blut in Wallung, Stimmfetzen werden zu einem Krhenschwarm, die Zeit kreist in sich selbst. Beim anfnglich orientalisch anmutenden 'Alt Pelerin' (Noch ein Pilger) schlt sich wehmtiger Gesang von Maria Balabaș aus dem Drhnfluss. Ich denke, schwarzes Wasser meint nicht das Marea Neagr, sondern ein Wasser, das die Vergangenheit lscht. Doch vielleicht ist es, wie bei Telephos und Amfortas die Lanze, als das, was verwundete, auch das Heilmittel. Daher die Wiedertaufe mit schwarzem Wasser. 'The Black Water' badet lang in harmonisch rauschenden Spacewellen, mit Bassklarinette, Kaval und Pfeifen als bukolischem Widerhall, mit zartem Zither- oder Gitarrenklang, knurrigem Moog, jaulenden Synthies. Ist das jetzt Ruderschlag? Oder lappt die Zeit rckwrts? Man wird mitgerissen in dieser psychedelischen Odyssee (wie Dave Bowman beyond the infinite). Bei 18:50 reit das Band.
[Schluck]" [Bad Alchemy]