EASTLEY, MAX — Installation Recordings (1973-2008)
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"This 2CD is essentially a retrospective of Eastleys installation work. As such, it updates and adds many new examples to the 1975 release New and Rediscovered Musical Instruments, which was released as a split LP with David Toop on Brian Enos Obscure Records.
This is Eastleys first solo CD. Of the 35 tracks, only the last 2 have any guests or playing (the most virtuosic moment being George Lewis playing a grass blade). All the other pieces are either powered by the natural forces of wind and water, or else are motor driven gallery installations.
The ethereal sounds of the aoelian harp, the haunting aeolian flutes, and the violent tension of his aerophone installations are hallmark Eastley sounds. These sounds, and many others, sit amidst a wide range of acoustic settings, from windy hill tops to quiet brooks, residential street scenes to coastal shores. The indoor recordings are no less varied, ranging across a rich variety of acoustics and gallery spaces from tiny micro sounds to large scale amplification. Wood, metal and stone are brought to life with electricity. Although there are many photos in the 20 page booklet, much is left to the imagination to work out how the sounds are made. With this limited access to the visual, the focus is pulled towards the musicality of the sounds themselves. This musicality is reinforced by the slow crossfades of most of the pieces from indoors to outdoors to form a series of suites.
The recordings mostly date from the mid 70s, but there are pieces from later decades. Nearly everything was recorded either to Revox or Uher and occasionally cassette, using what microphones were available at the time. Recent recordings are digital. The varying quality of the recording set-ups across this 2CD adds yet another dimension to the shifting sound fabric of this anthology." [label info]
www.stalk.net/paradigm
"Max Eastley begann 1972 damit Skulpturen mit Klang zu verbinden, indem er Bewegung und Materialien seiner Skulpturen mit den Grundprinzipien des Instrumentenbaus verband. Dies fhrt fr die vorliegende Retrospektive, die Aufnahmen aus den Jahren 1973 2008 auf 2 CDs enthlt, notwendig dazu, dass nur Klang dokumentiert wird, doch die ihn erzeugenden Installationen trotz der zahlreichen Fotos nicht adquat abgebildet werden knnen. Immerhin kann man auf ihnen die verschiedenen
Instrumente zumindest sehen. Die Aerophone sind teilweise sehr schlanke Kreuze, deren Arme im rechten Winkel auen mit Saiten verbunden sind, die im Wind schwingen, und erinnern beinahe an Antennen, in deren Zentrum noch ein Stck bunter Stoff geknotet wurde. Auch an den schmalen dnnen aufrechten Ksten der Aeolian Flutes finden sich diese bunten Bnder wieder, so dass sie an abstrakte Figuren erinnern, deren Schals im Winde wehen. An den Hydrophonen fllt ihre Schlichtheit auf, wie sie als verschieden lange dnne Rohre aus dem sie antreibenden Wasser ragen. Klanglich erinnern die Skulpturen berwiegend an vom Wind betriebene Klangspiele und meist archaische Drones sowie verfremdete Tierstimmen und seltener an prparierte Saiteninstrumente. Da bei den Innenraum-Installationen die natrlichen Krfte fehlen, um sie erklingen zu lassen, wurde auf mechanische Antriebe zurckgegriffen, die jedoch die unregelmigen Strukturen natrlicher Ereignisse nachahmen sollen. Nichts desto trotz erinnern einige ihrer Aufnahmen eher an Loops als an Klangereignisse, denen jedes Muster fehlt. Fr diese Retrospektive wurden alle Aufnahmen auf radiotaugliche Ausschnitte von oft nur zwei bis fnf Minuten gekrzt. Doch da die kinetischen Installationen keinen kompositorischen Aufbau haben, der einen bestimmten Anfang und Ende erfordert, lassen die als einzelne Tracks dokumentierten Ausschnitte fragen, ob eine einzelne Installation auf einer eigenen dann wohl leider weitgehend unverkuflichen CD nicht besser reprsentiert worden wre, da dies dem fortdauernden Klang einer Installation angemessener wre. Ohnehin sind die Mehrzahl der Aufnahmen durch Ein- und Ausfaden zu collagenartigen kleinen Suiten arrangiert, was dem Material eine dem bloen Hren angemessene neue Form gibt. Da die Ebene eines Dokuments, das den fr Eastley gleichberechtigten visuellen Teil ausspart, verlassen wird und etwas Neues entsteht. Damit wird ebenfalls deutlich, dass auch eine kinetische Kunst letztlich das Werk eines oder mehrer Knstler ist und damit einen sozialen Charakter hat. Leider findet sich dazu nichts in dem 20seitigen Beiheft, das keine konzeptionellen berlegungen enthlt. Mit dieser Eastley-Retrospektive macht Paradigm Disc einmal mehr Musik zugnglich, die sonst kaum auf Tontrgern zu bekommen ist. Denn nach der 1975 auf Brian Enos Obscure Records Label erschienen Split-LP New And Rediscovered Musical Instruments mit David Toop, ist diese Doppel-CD erst die zweite Verffentlichung, die Eastleys Klanginstallationen dokumentiert. Wer sich fr Musik jenseits chromatischer Tonleitern, in der Zufall eine zentrale Rolle spielt, interessiert,
dem ist diese Doppel-CD sehr zu empfehlen."
[Ingo Techmeier / Bad Alchemy]
This is Eastleys first solo CD. Of the 35 tracks, only the last 2 have any guests or playing (the most virtuosic moment being George Lewis playing a grass blade). All the other pieces are either powered by the natural forces of wind and water, or else are motor driven gallery installations.
The ethereal sounds of the aoelian harp, the haunting aeolian flutes, and the violent tension of his aerophone installations are hallmark Eastley sounds. These sounds, and many others, sit amidst a wide range of acoustic settings, from windy hill tops to quiet brooks, residential street scenes to coastal shores. The indoor recordings are no less varied, ranging across a rich variety of acoustics and gallery spaces from tiny micro sounds to large scale amplification. Wood, metal and stone are brought to life with electricity. Although there are many photos in the 20 page booklet, much is left to the imagination to work out how the sounds are made. With this limited access to the visual, the focus is pulled towards the musicality of the sounds themselves. This musicality is reinforced by the slow crossfades of most of the pieces from indoors to outdoors to form a series of suites.
The recordings mostly date from the mid 70s, but there are pieces from later decades. Nearly everything was recorded either to Revox or Uher and occasionally cassette, using what microphones were available at the time. Recent recordings are digital. The varying quality of the recording set-ups across this 2CD adds yet another dimension to the shifting sound fabric of this anthology." [label info]
www.stalk.net/paradigm
"Max Eastley begann 1972 damit Skulpturen mit Klang zu verbinden, indem er Bewegung und Materialien seiner Skulpturen mit den Grundprinzipien des Instrumentenbaus verband. Dies fhrt fr die vorliegende Retrospektive, die Aufnahmen aus den Jahren 1973 2008 auf 2 CDs enthlt, notwendig dazu, dass nur Klang dokumentiert wird, doch die ihn erzeugenden Installationen trotz der zahlreichen Fotos nicht adquat abgebildet werden knnen. Immerhin kann man auf ihnen die verschiedenen
Instrumente zumindest sehen. Die Aerophone sind teilweise sehr schlanke Kreuze, deren Arme im rechten Winkel auen mit Saiten verbunden sind, die im Wind schwingen, und erinnern beinahe an Antennen, in deren Zentrum noch ein Stck bunter Stoff geknotet wurde. Auch an den schmalen dnnen aufrechten Ksten der Aeolian Flutes finden sich diese bunten Bnder wieder, so dass sie an abstrakte Figuren erinnern, deren Schals im Winde wehen. An den Hydrophonen fllt ihre Schlichtheit auf, wie sie als verschieden lange dnne Rohre aus dem sie antreibenden Wasser ragen. Klanglich erinnern die Skulpturen berwiegend an vom Wind betriebene Klangspiele und meist archaische Drones sowie verfremdete Tierstimmen und seltener an prparierte Saiteninstrumente. Da bei den Innenraum-Installationen die natrlichen Krfte fehlen, um sie erklingen zu lassen, wurde auf mechanische Antriebe zurckgegriffen, die jedoch die unregelmigen Strukturen natrlicher Ereignisse nachahmen sollen. Nichts desto trotz erinnern einige ihrer Aufnahmen eher an Loops als an Klangereignisse, denen jedes Muster fehlt. Fr diese Retrospektive wurden alle Aufnahmen auf radiotaugliche Ausschnitte von oft nur zwei bis fnf Minuten gekrzt. Doch da die kinetischen Installationen keinen kompositorischen Aufbau haben, der einen bestimmten Anfang und Ende erfordert, lassen die als einzelne Tracks dokumentierten Ausschnitte fragen, ob eine einzelne Installation auf einer eigenen dann wohl leider weitgehend unverkuflichen CD nicht besser reprsentiert worden wre, da dies dem fortdauernden Klang einer Installation angemessener wre. Ohnehin sind die Mehrzahl der Aufnahmen durch Ein- und Ausfaden zu collagenartigen kleinen Suiten arrangiert, was dem Material eine dem bloen Hren angemessene neue Form gibt. Da die Ebene eines Dokuments, das den fr Eastley gleichberechtigten visuellen Teil ausspart, verlassen wird und etwas Neues entsteht. Damit wird ebenfalls deutlich, dass auch eine kinetische Kunst letztlich das Werk eines oder mehrer Knstler ist und damit einen sozialen Charakter hat. Leider findet sich dazu nichts in dem 20seitigen Beiheft, das keine konzeptionellen berlegungen enthlt. Mit dieser Eastley-Retrospektive macht Paradigm Disc einmal mehr Musik zugnglich, die sonst kaum auf Tontrgern zu bekommen ist. Denn nach der 1975 auf Brian Enos Obscure Records Label erschienen Split-LP New And Rediscovered Musical Instruments mit David Toop, ist diese Doppel-CD erst die zweite Verffentlichung, die Eastleys Klanginstallationen dokumentiert. Wer sich fr Musik jenseits chromatischer Tonleitern, in der Zufall eine zentrale Rolle spielt, interessiert,
dem ist diese Doppel-CD sehr zu empfehlen."
[Ingo Techmeier / Bad Alchemy]