Drone Records
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MONOCUBE - Substratum

Format: CD
Label & Cat.Number: Cyclic Law 137th Cyclie / Malignant Records TUMORCD120
Release Year: 2019
Note: awesome fourth album by the now Berlin-based "transcension drone" ambience artist, whose creations appear like direct transformation of unconscious matter, the radiating slow motion expanses have an almost uncanny suction into otherworlds, filled with reverberation drones, amorph low fi winds and sparse harmonic arrangements.. "The outcome is considered as a reflection of non-verbal communication - An alchemy of mysterious spirit."; ed. of 500 copies
Price (incl. 19% VAT): €13.00


More Info

"Monocube’s new album since 2016’s “The Rituals”, a suite of wide landscapes painted in modular synth and stringed instruments.
A spellbinding new album for Cyclic Law and Malignant Records, employing eight long-form pieces for the most expansive solo release by Monocube to date. Taking into account its haunting and elegiac quality - the result of no less than two years assiduous work it is elevated to the another level, presenting an analog purification of Monocube’s overtones.

Purposefully evoking the feelings which are usually avoided in more scholastic examples of dark and drone music, Monocube voices the soul, while improvising on modular synth and stringed instruments, intimates a transcendental quality and approaches to the shape and density, delicacy and relation to transient and everlasting subjects, reaching the depth that was not present before.

The outcome is considered as a reflection of non-verbal communication: from the flowing blossoms of Sehnsucht to the palsied depth of Prima Materia to the stirring crescendo of Luft and through the burned-out distortions of Visiones V to the 10 minute+ misty-eyed panorama of The Opposite Of Nadir following the helical torques and instilled eschatological atmosphere of Opaque, tempting the longing souls to the valerian vortex of Action In Distans and consummating with ultra-wide Limen. An alchemy of mysterious spirit.

The mixed media artwork employs analog techniques, as cameraless photography and illustrations, which spawn silhouettes and haunting figures, recurring entropic motifs, a transition into worlds within worlds, coaxed out of gelatine silver prints. Enchanting, often deeply mysterious and disquieted is the visual part of Substratum created by sukkeret.og.pepper studio in Berlin."



https://monocube.bandcamp.com/album/substratum


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Neben seiner Teilnahme an der Kollaboration mit Anemone Tube und Jarl zum Jahreszeitenzyklus von Pieter Brueghel dem Älteren hat der ukrainische Ambientmusiker Andrzej Gladuszewski alias Monocube dieses Jahr gleich noch einen Nachfolger des vor drei Jahren erschienenen Debütalbums “The Rituals” herausgebracht. Atmosphärisch intensiver und kompositorisch ausgereifter wirkt das unter punktueller Unterstützung von Antti Litmanen (Arktau Eos) und Frederic Arbour (Visions) entstandene “Substratum” schon auf den ersten Eindruck, und doch knüpft das Werk stilistisch deutlich an seinen Vorgänger an, dessen Opener “Visiones” gleich in einem neuen Track fortgesetzt wird.

Modulare Synthies und an ausgesuchten Stellen einmontierte Klänge verschiedener Saiteninstrumente bilden das Fundament der acht dröhnenden Klangflächen, deren düster-harmonische Schwere zum passiven Träumen verführen kann und so ein Grund sein mag, die unterschwellige Dynamik dieser Musik erst nach und nach mitzubekommen. Doch auch nachdem man sich an die Stimmung der Musik akklimatisiert hat, bleibt diese in ihrem Wesen diffus.

Wer auf die Macht der Worte vertraut, kann durch die Tracktitel zumindest etwas Orientierung in den abstrakten Klanglandschaften bekommen. Von der Sehnsucht erzählen sie, die sich unter verhalltem Rauschen und plötzlich losbrechenden Noisebrocken etwas Schmerzhaftes offenbart und nach Veränderung schreit. Vom Element Luft und der Prima Materia, der aristotelischen Urmatierie, aus der alles Irdische hervorgegangen ist, künden sie, und lassen so einen kosmogonischen Hintergrund erahnen. Noch erhabener wirken so die Echos von angedeuteten Choralgesängen, ebenso die melodischen Synthietupfer, die irgendwann in akustische Klagelaute übergehen und an Orpheus in der Unterwelt denken lassen. Am Ende steht mit dem Limen die Schwelle, die die Grenze zum Zustand der Vollendung markiert.

Letztlich drehen sich all diese Dinge um ein Schöpferisches, um eine Welt, die im Entstehen begriffen ist und die Musik, dem Titel entsprechend, zum Substrat macht. Die oft langsame und subtile Veränderlichkeit von Klangfarben, Harmonien und dezenten Rhythmen schärfen die Wahrnehmung und lassen die Abfolge von beunruhigendem Vibrieren, entspanntem kosmischen Bimmeln, fast schrillen bläserartigen Sounds und all den anderen Gegensätzen, ohne die laut William Blake kein Vorwärtsdrang möglich ist, noch deutlicher auf dem dunklen Nährboden aufscheinen. [U.S./African Paper]