N(13) — Prora

Format: LP
Label & Cat.Number: Droehnhaus DRH # 7
Release Year: 2009
Note: minimal organic guitar drone ambience, two long pieces by N (member of MULTER); comes w. stamped labels and full-colour inlay
Price (incl. 19% VAT): €13.50
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" N, das Soloprojekt des Landschaftsarchitekten & Schreiberlings (Unruhr) Hellmut Neidhardt, den vielleicht Einige durch seine Mitarbeit bei [multer] kennen, publiziert nach einer langen Veröffentlichungspause einen Vinyllangspieler, welcher minimalistische wie einnehmende Drones preisgibt, die die Begebenheiten des Seebades Prora & der Gemeinde Wiek (Rügen) beleuchten.

“Prora” erblickte im 12inch Format über die Tonträgermanufaktur Droehnhaus das Licht der Welt & findet in einer ansprechenden wie sehr passenden Verpackung Auslieferung, welche sich aus Bildern der vertonten Örtlichkeiten in verschwommener Optik zusammensetzen.

Als Inspirationsquelle für “Prora” liegen sicherlich nicht nur Photos zugrunde, sondern Besuche der Insel Rügen, wo der “Koloss von Prora”, ein nationalsozialistischer Propagandabau (Architekt Clemens Klotz (1886 – 1969), der zur Unterbringung von unzähligen Urlaubern (10.000 Gästezimmer) diente & der neu gestaltete Hafen von Wiek + die schöne Natur auf dem Programm standen, welche der Protagonist im Direktverfahren in Sounds transformierte.

Alle zu vernehmende Tonkunst auf “Prora” (2 Tracks) basiert auf verfremdeten Gitarrenlinien, die im Gegensatz zu anderen Genrekollegen minimalistisch roh klingen, aber über die gleiche Intensität bzw. Ausdruckskraft verfügen, weshalb gerade Freunde der experimentelleren Drones hier zufassen sollten. Wo die A-Seite noch zurückhaltend fast anmutig wirkt, präsentiert sich die Rückseite filigran schneidend, wodurch das Oeuvre eine (un-)gewollte “Spannungskurve” bereithält, welche für einen krönenden Abschluss von “Prora” sorgt.

Für das druckvolle Mastering zeigt sich der Belgier von Fear Falls Burning verantwortlich, der das Gesamtergebnis nicht total auf “Hochglanz” polierte, sondern “Ecken & Kanten” ließ, die ein authentisches Hörerlebnis bescheren, das über einen Wiedererkennungswert verfügt.

Auf die Nennung eines Anspieltipps kann bei “Prora” aufgrund der exzellenten musikalischen Geschlossenheit verzichtet werden, weshalb die Empfehlung zum aufmerksamen Komplettdurchlauf ergeht, der ein Fest für die Gehörgänge darstellt.

Fazit: Hellmut Neidhardt offenbart mit “Prora” ein ergreifendes Release im Genre Drone, welches durch absolute Eigenständigkeit in den Punkten Inhalt & Sound (Rohheit) überzeugt – meine absolute Empfehlung, wenn man nicht auf glatt geschmirgelte Drones fixiert ist, die mittlerweile zu Hauf am Markt kursieren!" [Raphael Feldmann / Kulturterrorismus.de]


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