ATRIUM CARCERI — Souyuan

Format: CD
Label & Cat.Number: Cold Meat Industry CMI189
Release Year: 2008
Price (incl. 19% VAT): €13.00
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"Ein Atrium Carceri Album kommt anfangs immer etwas undurchsichtig daher, einem unbekannten, düsteren Haus gleich, das man sich nachts Flur für Flur und Zimmer für Zimmer erschließen muss. Stellt man in dieser Allegorie jedem Song einem Zimmer gegenüber, so erlaubt der gerade gelungene Zugang zu einem Zimmer aber nicht unbedingt den Zugang zu einem weiteren. Doch er bedeutet unweigerlich, dass man, zumindest für bestimmte Zeit, in diesem Haus gefangen ist. Simon Heath hat dieses Haus mit größter Präzision entworfen. Emotionen entstehen gewollt und auf den Punkt genau. Wenn man so will, ist "Souyuan" eine reine Kopfgeburt und hat mit Bauchgefühl rein gar nichts zu tun. Das klingt wie ein Widerspruch, funktioniert bei klassischer Musik aber genauso. Der Komponist verpackt die Emotionen in einer komplexen musikalischen Form. Atrium Carceri dringt deshalb auch in versteckte Winkel der Gefühlswelt vor, die er mit mathematischer Präzision auslotet. Daher verändern sich die Songs ständig, Töne überlagern sich, ein tiefes Brummen wird durch hohe Töne zerteilt. Ziemlich gespenstisch sind ganz dünn gehauchte, fast gestöhnte oder extrem verzerrte, regelrecht ausgespuckte Worte, die in beiden Ausprägungen aber nicht zu verstehen sind und wie zwei verschiedene Arten von Dämonen klingen. Stimmen findet man auf "Souyuan" überall. Sie tragen zum Mysterium des Albums bei, da man nie weiß, was sie einem sagen wollen.
Sehr gekonnt koppelt Atrium Carceri Töne an Bässe, lässt damit die Songs pulsieren und verleiht den spärlich eingesetzten Melodien damit mehr Raum und Tiefe. Dazu noch vereinzelte melancholische Klänge und fertig ist der Soundtrack, der direkt in die Psychiatrie führt. Doch da kommt man nie an, denn das Album hat trotz seiner Perfektion ein großes Manko: Es ist scheinbar zu kurz. Für drei Jahre Entstehungszeit erscheint das einfach ein wenig zu dürftig, was aber natürlich ein Trugschluss ist, denn "Souyuan" bringt es auf immerhin 45 Minuten Spielzeit. Aber so ist das eben, wenn man sich in einem Album verliert. Zur Versöhnung hört man sich dann einfach den grandios traurigen Klaviersong "Alternate Sides" noch einmal an." [Veit, Medienkonverter]

"3 years in the making, Atrium Carceri is back with another visceral masterpiece entitled Souyuan. After careful psychological observeration of test listeners, Simon Heath has done it again - renewing the genre through careful planning and painstaking attention to each fragment and detail, however minute. With fresh atmospheres, and a depth previously unfathomable, Souyuan will amaze initiates and pundits alike with its complexity and pureness of form. Never before has the artists innermost recesses been so sublimely conveyed to any medium. Simon, born in 1977, started producing when he early on played around with his Amiga and a microphone. In the years that have followed, Simon got involved in numerous projects and developed his knowledge and skills. During the process and through the years, he has been part of writing 16 albums and additionally many other tracks on compilations and other albums, released under various names, touching a broad range of ambient, dub, IDM, psy, folk, medieval, classical and black ambient. Simon is known for having reached a very high level both in story telling and production technique. Atrium Carceri has been praised by music critics and embraced by a cult audience for its depth of atmosphere. As described by one reviewer, "Heath creates a world where time collapses, where the ancient world of conjured spirits, the physical limitations of being all too human, and the infinite outreach of potential futuretech, all coexist." [press release]