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No. 100 (Dezember 2018)

Format: mag Year: 2018
die Jubiläumsausgabe, Nr. 1 erschien (damals noch mit Cassette) 1985. Herzlichen Glückwunsch! => Freakshow Artrock-Festival 2018, THE INSTANT VOODOO KIT, LOLLIPOPPE SHOPPE, DENIS FRAJERMAN & PSYCH KG., MYSTERY OF THE BULGARIAN VOICES, GEORGISCHE Szene, CRANIOCLAST, GRUENREKORDER, MIKROTON Rec., RUDOLF EB.ER, EMPREINTES DIGITALES, FIREWORK ED., etc.. 88 Seiten, handliches Format, günstig & geistreich!
€4.00
Sugarbush

Sugarbush

Format: CD Year: 1995
*Überraschung! Nach zwei sehr ruhigen, eher ambient-fokussierten CD's ist nun die dritte Bee Queen erschienen, welche sich weitaus komplexer, konkreter tönend und abwechslungsreicher darstellt als die Vorgänger. Eine Weiterentwicklung zu einer ganz eigenen Form kreativer Soundentwicklung, sprich: Bee Queen haben ihre ganz eigene Dimension geschaffen und es fällt schwer, überhaupt noch Vergleiche mit anderen Gruppen zu praktizieren. Acoustical psychwork!* - BACK IN STOCK last copies!!
€8.00
Tonlose Lieder
RLW

Tonlose Lieder

Format: CD Year: 2004
22 Stücke aus der Zeit von 1990/1991, kurz bevor das erste RLW-Album "Acht" erschien. Brilliante (De-)Konstruktionen von instrumentellen + Alltags-Soundquellen (Piano, Gongs, MIDI-Keyboard, Rhythmen, Staubsauger) vermischt mit Sample-Technik, gescratchten Platten, obskuren Feldaufnahmen. Eine unglaubliche Fülle von Ideen wird hier schonungslos umgesetzt - meist sehr dynamisches und vitales Material, zwischen Atonalität und Geräuschimprovisation, no easy listening guaranteered! [Drone Rec] BACK IN STOCK
€13.00
An Uns Memento

An Uns Memento

Format: CD Year: 1999
Re-Release einer Cassette, die 1996 in einer 100er Auflage auf Subterranean erschien. - with booklet, lim. 1000
€13.00
Open Doors

Open Doors

Format: CD Year: 2021
15 Degrees Below Zero is Mark Wilson, Daniel Blomquist, &Michael Addison Mersereau. The first release by this project was in 2000, so 21 years later we get to see how the project has progressed. Despite this album being started over 10 years ago it fully expresses a great maturity and beautiful diversity of styles. This is a truly epic album and I'm proud to present it to the world along with the members of the project. Mastered by Thomas Dimuzio for full effect as well. https://oxidation.bandcamp.com/album/open-doors "For those unfamiliar with this project, 15 Degrees Below Zero is the work of Daniel Blomquist, Michael Addison Mersereau, and Mark Wilson (who also performs under the name Conure). This project began after the demise of Imperial Floral Assault Unit, and the structured improvisations that they have become known for would continue for the next 20 years. This album has been 10 years in the making. To give you a sense of how long it has been, a live version of "Horizon, Skyline" originally appeared on the Conure/15DBZ split cassette that was released on Danvers State Recordings in 2012. Still, this album still holds up as if it were recorded yesterday. I have often enjoyed 15 Degrees Below Zero’s music because of its cinematic qualities. In previous reviews I've compared it to In The Nursery’s Optical Music series. One of the things that is consistent in 15 Degrees Below Zero is, ironically, their inconsistency. One album kind of reminded me of The Durutti Column with a little bit more of an edge to it. Others have a cinematic quality that sounds like it’s straight out of a soundtrack (they have often referred to their music as “cinematic isolationism”). This one is a slight departure in that the soundtrack would be for a very unhappy post-apocalyptic film where there is no happy ending. If you want a microcosm of this album, you can look no further than the first track Horizon, Skyline. This track begins with lush drone combined with a beautiful harmony. However, just beneath the surface is a wall of static that continually threatens to overrun the track. Toward the end we’ve achieved a kind of uneasy equilibrium with equal parts rumbling static and drone. 15 Degrees Below Zero enjoys messing with the listener and giving us what we don't expect. Just when you think they are moving back into beautiful soundscape territory, we find ourselves being slowly dragged back into a sea of squalling feedback and static. Sometimes the static comes completely to the forefront, as in “The Dead Sea.” In this track, we have high pitched squeal and harsh noise that would be right at home on any noise album. This is unsurprising, as I saw both Mark Wilson’s solo project Conure and Daniel Bloomquist’s solo project at this year’s Northern California Noise Festival. This album is the best of all possible worlds in experimental music. In some ways, there is something for everyone. If you have a friend that wishes that bands like Godspeed You! Black Emperor would let loose and be more experimental and chaotic, hand them this disk. This is what that would sound like. Do you know someone who is not really into harsh noise because they think it all sounds the same, or they simply want something more to it? Hand them this disk. There is all of the noise, but also all of the beauty. That is precisely what makes 15 Degrees Below Zero such an engaging act. You never quite know what you are going to get but you know it's always going to be worth getting. Highly recommended." [Eskaton, Chain D.L.K.] "Eine offene Tür ist ein ausgesprochen vielgestaltiges Symbol, und das erstrecht, wenn es sich gleich um mehrere handelt. Sie zeigen unmissverständlich, dass der vor ihnen stehende weder ein- noch ausgesperrt ist und dass jede Wand, jede Grenze durch sie passierbar ist. Dem Auge jedoch offenbart sich in einer offenen Tür nur ein rahmenhafter Ausschnitt, der meist mehr versteckt als offenbart. Und mit dem, was man durch die Tür zu sehen vermag, steht und fällt jede Hoffnung, die ihre Offenheit suggeriert. Das Ausschnitthafte, Unbestimmte, mitunter Mysteriöse offener Türen ist beinahe ein perfektes Motto für die musikalische Erkundungsreise, die das Drone- und Noise-Trio 15 Degrees Below Zero auf ihrem vor einigen Monaten erschienenen Album „Open Doors“ unternehmen. 15 Degrees Below Zero ist das Projekt der drei Kalifornier Mark Wilson (besser bekannt als Conure), Daniel Blomquist und Michael Addison Mersereau, die in den 90ern bereits unter dem Namen Imperial Floral Assault Unit zusammenarbeiteten, und machte vor allem in den Nullerjahren von sich reden. Nach Wilsons Umzug nach Berlin und der Konzentration der Musiker auf andere Projekte wurden die Aktivitäten irgendwann seltener, und so brauchte es beinahe ein Jahrzehnt, bis „Open Doors“ fertig gestellt wurde. Wenn es einen roten Faden auf „Open Doors“ gibt, dann dass die in den einzelnen Stücken entworfenen, meist düsteren Settings nie klar definiert bleiben, sondern immer wieder ihre Gestalt durch subtile Überblendungen und Verästelungen modifizieren. „Horizon, Skyline“ – der Opener und gleich längste Track des Albums – startet mit verunsichernden Rumpel- und Kratzgeräuschen, eingehüllt in eine mysteriöse Wolke aus dichtem Rauschen. Doch von titelgebenden Horizont dringt bald ein tief erdendes Ambientdröhnen ins Zentrum des Geschehens, intensiviert sich und verdrängt alle Kantigkeit, um am Ende Platz für weitere, perkussive Details zu schaffen, und so entpuppt sich jeder Moment, in dem man verweilen möchte, als vergänglicher Übergang zu weiteren, unbestimmten Orten. Die abgeklärte Desolatheit, die sich bereits hier erahnen lässt, scheint in den folgenden Tracks deutlicher hervor: Im „The 5:15“ betitelten Stück breiten sich rauschende Wellen wie schwerer Atem über monotones Saitenspiel aus und mutieren zu etwas, das an gequälte Stimmen erinnert – alles scheint sich hier auf eine Eskalation zuzubewegen, während das Gitarrenmotiv stoisch unverändert bleibt, bis perkussives Klopfen für etwas Erleichterung sorgt. In manchen Stücken scheint es in emotionaler, atmosphärischer Hinsicht am Ende doch so etwas wie ein kleines Fazit zu geben. Noch weitaus unbestimmter und wechselhafter offenbart sich der Titeltrack, der sich zunächst als knarriger Ambietdowner in die Gehörgänge bohrt. Hat man sich erst einmal eingelebt in seiner resignativen Statik, so sorgen allerhand kleine feine Bewegungen für Erleichterung: Helle Sounds bimmeln wie abstrahierte Glöckchen durch den Raum, doch das wiederum ist nur die Ankündigung für einen durch donnernde Detonationen eingeleiteten Sturm, der viel ungehörtes aufwirbelt. Interessant ist dass all diese gegensätzlich wirkenden Bestandteile der Kompositionen sich nie gegenseitig in Frage stellen, sondern in all ihrer Ambiguität zu koexistieren verstehen – vielleicht ist dies am deutlichsten spürbar in “White Sands”, dessen treibende Dynamik aus dem Hintergrund wirkt und die anrührende Melodie im Vordergrund nie antastet. es ist eines der kraftvollsten Stücke des Albums. So haben letztlich alle Stücke ihre eigene kleine innere Dramatik, ihre eigenen Brüche und Richtungswechsel, und natürlich auch ihre Schwerpunkte. Lässt der nach dem Roten Meer benannte Track eine wuchtige Ambientwelle eine fast meditative Unbewegtheit in dem mit Klappern erfüllten Raum entstehen, so offenbart sein am Ende des Albums verortetes Pendant “The Dead Sea ” die größte Ambiguität zwischen Ruhe und Unruhe, zwischen getriebener Bewegung, schönen Synthie-Soundscapes und einem rabiaten Noise, der von etwas, das an Schreie erinnert, durchzuckt ist. “Open Doors” ist ein ungemein reichhaltiges Album und jedes enthaltene Stück würde den Stoff für einen kongenialen Filmscore abgeben. Wenn die so untermalten Stoffe – mehrere Kollegen schrieben zurecht über postapokalyptische Dystopien – durch zahlreiche Ereignisse und zugleich durch eine nie zu eindeutige Stimmung auffallen würden, wären sie der Musik am ehesten angemessen." [U.S./African Paper]
€13.00
Amateur

Amateur

Format: CD Year: 2007
"ALOG zählen seit 1997 zu den besten experimentellen Elektromusikern in Norwegen. Seit ihrem Debüt "Red Shift Swing" sind sie ihrem Label Rune Grammofon treu geblieben, wo die Nachfolger "Duck-Rabbit" und "Miniatures" erschienen. Letzteres gewann 2005 den norwegischen Grammy für den besten Electronica-Release. ALOG reisten für "Amateur" durch Norwegen und nahmen in Musikschulen und Musiksälen von Grundschulen auf, um den Sound eines jeden Instrumentes optimal darstellen zu können, was im Studio dann zu "Amateur" geformt wurde. Das Ziel aller Computersoftware ist es heute, den individuellen Sound eines jeden Musikers zu überdecken und alles gleich klingen zu lassen; ALOG gehen auf "Amateur" den genau entgegengesetzten Weg. // Alog are duo Espen Sommer Eide and Dag-Are Haugan, and this is their fourth full-length release for the Rune Grammofon label. Since forming in 1997, Alog have been among Norway's leading performers of experimental electronic music. They are mainstays at Rune Grammofon and have been with the label since their debut album Red Shift Swing was released in 1999. They have increasingly worked with various acoustic instruments and in collaboration with other musicians for long recording sessions in special locations. Travelling around the west coast of Norway with Nicholas H. Møllerhaug and Nils Økland sidekick Sigbjørn Apeland, they recorded in music schools in an attempt to capture the unique sound of each selection of instruments found. Because of bad weather they could be stuck for days on islands off the wild northern coast recording themselves playing any instruments they could find and building more of their own. These sessions were subsequently worked on in the studio to bring out the unique spirit of this release, characterized by a curious and fresh approach to playing that is often lost in the process of becoming a virtuoso on a singular instrument. The word "amateur" originally denotes a person who is motivated by a passion or love for their activity. It has been the goal of Alog on this album to preserve and enhance this special energy in their songs, and to do this they use their "augmented acoustics" technology and bring out the hidden "amateur" energy of each song." [press release] www.runegrammofon.com "Music by Alog have never ceased to amaze me. The duo of Espen Sommer Eide and Dag-Are Haugan have by now released a bunch of works on Melektronikk, Smalltown Supersound and En/Of, and here return with a strange CD, once again. Apparently 'it was recorded on various locations in the western and northern parts of Norway, often using instruments found or built for the sole purpose of this recording', which is something that is hard to believe. But 'these sessions were subsequently worked on in the studio to bring out the unique spirit of the 'Amateur'. In the post-production world of the studio anything is possible, I then think. To describe the music of Alog is not easy, but 'amateur' is a good description, in the most positive sense of the word. 'Childlike' and 'naive' are two others that fit the description quite well. There are hints of minimal music, microsound, folk and improvisation - and perhaps any category in between these that could be applied to the music of Alog. They play their instruments (whatever lost and found they might be) like children, not banging around but with a curious interest in seeing what a sound does. Carefully as not make too many sounds. Beautiful electronic sound scapes, with interesting electro-acoustic sounds here and there. Very nice. Once again." [FdW / Vital Weekly]
€15.00
Disaster (Lüüd Noma)

Disaster (Lüüd Noma)

Format: do-LP Year: 2023
Im September 1968 spielte AMON DÜÜL bei den "Internationalen Essener Songtagen", dem ersten fünftägigen Rockfestival Deutschlands, das der spätere Ohr-Labelchef Rolf-Ulrich Kaiser initiiert hatte. Der Berliner Musikproduzent Peter Meisel hörte und sah die Band dort und nahm sie spontan unter Vertrag, zusammen mit Tangerine Dream und Birth Control. AMON DÜÜL stand der Berliner "Kommune 1" nahe und entstand zu einer Zeit, da jeder ein Künstler war, der einer sein wollte. Und so konnte auch jeder, der wollte, ein Musiker sein. Zusammen, im Kollektiv, war alles möglich. Angelika und Helge Filanda, Wolfgang Krischke, Ulrich Leopold, Rainer und Ella Bauer, Peter Leopold sowie Uschi Obermaier spielten in Meisels Studio zeitgemäß high in the sky eine Session ein, die alle Regeln durchbrach und alle Hörgewohnheiten auf den Kopf stellte. Die Aufnahmen wanderten zunächst in den Giftschrank, erst ein Jahr später traute sich Meisel, sie unter dem Titel Psychedelic Underground zu veröffentlichen. Hier ist die Fortsetzung: Die Doppel-LP Disaster/Lüüd Noma erschien 1972, als es die Gruppe AMON DÜÜL schon nicht mehr gab, und sie präsentiert weitere Aufnahmen aus derselben Session. Alle Titel sind surreale, unübersetzbare Wortspielereien, die Stücke sind klanglich besser organisiert, weniger fragmentarisch, klarer voneinander abgesetzt und ausgefeilter nachbearbeitet als auf der ersten LP - der ausgenzwinkernd mitgelieferte Hinweis, alle Störungen und Fehler seien beabsichtigt, hat aber gleichwohl einen wahren Kern. Nun sind diese denkwürdigen Aufnahmen wieder zugänglich, remastered von den analogen Originalbändern. Sie sind das Dokument einer Zeitstimmung, die unwiederholbar geblieben ist. Wer sich für die Anfänge des Krautrocks ernsthaft interessiert, kommt an diesem Album nicht vorbei - das Disaster wartet auf Sie!
€26.00
 Calliphon Draft (Sonosketches 1991-1994)

Calliphon Draft (Sonosketches 1991-1994)

Format: CD-R Year: 2008
Wiederveröffentlichung eines alten Tapes des tschechischen Concrete Noise / Experimental Ambience-Pioniers (erschien im Original 1998, mit frühen Aufnahmen die 1991-1994 entstanden), sehr aufwendiges Cover im Glassrahmen mit Vollfarbdrucken auf beiden Seiten! Wiegt 400 Gramm pro Kopie, nummerierte Auflage 120 Stück! www.myspace.com/impulsystetoskopu
€12.00
HITWA

HITWA

Format: CD Year: 2008
Gespenstischer & sehr dunkel glühender esoterischer dark ambient, mit leichten Folk-Einflüssen. Müsste das vierte Album der Polen sein (nach drei CDRs, die ebenfalls auf Beast of Prey erschienen). Zu entdecken für Fans des Genres! Limitiert auf 444 Exemplaren in grossformatiger Hülle. " - dark ambient with dark post-industrial rhythms - If symbol can be received by senses, then combining with a sound, how much a concept does it make? Is this something more, that can move our imagination a step forward? New album of Polish project Atum is a try in creating such images in our minds. As a guests on the album participated: INFAMIS, DEAD FACTORY i EQUUS. 47 minutes long album of strong dark ambient. Sounds, calm, and growing, pulsing create a grim atmosphere. Album diversified by rhythm loops, industrial hits and also acoustic guitar. Sounds for a Cold Meat fans, something between Desiderii Marginis and Megaptera. Unconventional release in 135mm by 150mm format, printed on a cardboard 45cm long. Folded in three parts, minimalistic graphic form with specially designed symbolics. CD mounted on a rubber dot. All foiled and hand numbered to 444 copies." [label info] www.beastofprey.com
€13.00
Dolmen Factory

Dolmen Factory

Format: CD Year: 2008
Re-Release dieses klassischen (zweite CD) BAD SECTOR-Albums aus dem Jahre 2000, damals erschienen auf dem inzwischen längst nicht mehr aktiven MEMBRUM DEBILE PROPAGANDA-Label (basierend auf einer MC Version auf einem italienischen Cassettenlabel von 1997, das Material wurde bereits zwischen 1994-1996 aufgenommen). DOLMEN FACTORY hat all das was BAD SECTOR zu einem ganz besonderen Projekt aus dem "experimentellen drone/ambient" Sektor werden liess: den typischen Synth-Sound, die rauhen Störgeräusche, die endlose Weite & Melancholie, ein industriell-futuristischer "Nährboden".. "Wiederveröffentlichung des raren "dolmen factory" – Tapes, 1997 auf Soffitta Macabra in 60er Auflage erschienen. Hier geht es stark in Richtung "AMPOS", sphärische monumental-distorted Synths, harmonisch und elegisch, dazu " a small set of samples of echocardiogram machine, Stimmen aus dem Nichts... the best synth-music you can get!!!" [Drone Rec. info 2000] "Reprint of the classic Bad Sector release. Harmonic, noisy, emotional electronic tracks set the trademark sound of the one-man project from Tuscany. It includes an unreleased track. Limited edition of 500 pieces, FAR-21, 2008 www.faria.ru" [label info]
€12.50

Gathering Blue

Format: do-LP Year: 2009
Doppel-LP im Gatefold-Cover, edelst designed von ALAN McCLELLAND. Eine Sammlung von neuem (erste LP) und in Kleinauflagen bereits erschienenem Material (zweite LP), die beiden mCDRs "Cicatrice" (Dreamland, 2003, vier Stücke die alle mit CI beginnen) und "The Taste of Summer on your Skin" (Taalem, 2004), zwei Remixe von BAKER-Stücken von der "Remixes"-CDR (Arcolepsy, 2005) von BUILDING CASTLES OUT OF MATCHSTICKS und TROUM, sowie eine JOY DIVISION-Coverversion von "24 Hours" !! Die Auflage von 444 Stück kommt in insgesamt drei Vinylfarben!! "A work of blissful delight. Aidan Baker provides 4 sides of enchantment in this long-in-the-making 2xLP set. Gathering Blue provides new original material plus a stunning cover of the Joy Division track "24 Hours" as well as an extended work-out of the amazing remix of "The Cicada Sings Our Love Song" by Building Castles Out Of Matchsticks which was originally released in 2005 on the ultra-limited and long-deleted Arcolepsy Records CD "Remixes". This really is Aidan Baker at his very best and a record that is sure to charm. Comes in a gatefold sleeve, numbered card insert and pressed on heavy 180g virgin vinyl in 3 editions (55 copies on black vinyl, 95 on sky blkue vinyl [with white blend] and 294 copies on mottled peacock blue vinyl)." [label info] "It's been a (little) while since we've had some brand new Aidan Baker / Nadja for the store, thankfully this week heralds two new releases. To be reviewed next time, there's long awaited Nadja all- covers disc (which we'll tell you right now is great), and then there's this, a brand new, limited double lp from Baker solo, and as always it's a doozy, sprawling and shimmery and expansive, that sort of blissed out ambient dronemusic he does so well. But it's far from more of the same. The first track we threw on was almost jungle, with skittery beats buried beneath softly undulating layers of warm whir and deep drifts of soft swirling sound. There's also a bit of Spacemen 3 like processed psych guitar, which gives way to some buzzing raga like blur, draped over still more dreamlike dronescapes, although here, it's laced with chunks of processed alien crunch, and weird little bits of scrape and fragmented riffage. Long stretches of underwater Oval-like wooziness, shot through with streaks of space-y effects and muted bits of glitch and buzz, some of the most washed out and wondrous space (not quite) rock ever! Warped warbly organs are stretched and smeared into warped Philip Jeck like doomy drifts, one of which is apparently a cover of Joy Division's "Twenty Four Hours", although we could only tell by the vocals, and even then, they're so hushed and barely there, that any sense of the original seems to melt into a gorgeously oozing expanse of thrum and shimmer and softly warped rumble. Another fantastic and gorgeous and of course WAY too limited chunk of droney dreaminess from Mr. Baker. Released on the always amazing Equation Records, who really go all out with the packaging as well. Thick swirled/splattered blue vinyl, thick full color gatefold jacket, and a printed full color postcard, each of which is hand numbered, LIMITED TO 444 COPIES!" [Aquarius Records review] www.chronoglide.com/equation.html
€24.00
Invisible Cities II

Invisible Cities II

Format: LP Year: 2020
AIDAN BAKER (NADJA, B/B/S) and bass clarinetist GARETH DAVIS continue their fruitful collaboration with „Invisible Cities II“ - five new tracks of finest ambient / chamber jazz / subtle drones of a highly meditative quality. Available as 180gr LP and download. 2 years ago, the Canadian guitar player AIDAN BAKER and clarinetist GARETH DAVIS from Belgium released their duo debut „Invisible Cities“ that surprised many by its quiet, even meditative quality. DAVIS had made himself a name in a wide range of fields, from the postrock of A-SUN AMISSA or OISEAUX-TEMPÊTE, new music (PETER ABLINGER, BERNHARD LANG), or experimentation with the likes of ELLIOTT SHARP, MERZBOW or SCANNER, while BAKER is mostly known for his drone / postmetal duo NADJA, but that‘s just one out of several steady projects (e.g.B/B/S with ANDREA BELFI and ERIK SKODVIN aka SVARTE GREINER) and a multitude of solo albums. On „Invisible Cities“ the duo explored the calmer side of things – from chamber jazz to ambient / drone and back, giving much space and air to breathe to their respective instrument. Subtle guitar drones, sonore clarinet sounds, a sonic scenery of peacefullness and meditative introspection – all this you‘ll also find on the new album „Invisible Cities II“ which is an accomplished continuation and refinement of the duo‘s first collaborative effort from 2018. Recorded between 2018 and 2019 in Berlin and Amsterdam, mastered and cut at D&M Berlin by KASSIAN TROYER. https://karlrecords.bandcamp.com/album/invisible-cities-ii "Vor zwei Jahren machten sich der bekannte Gitarrendröhner Aidan Baker und der in Belgien lebende Klarinettist Gareth Davis an die musikalische Umsetzung von Italo Calvinos Roman “Die unsichtbaren Städte” aus dem Jahr 1972. Ohne textliche Referenzen wie Lyrics entstand durch meditative Drones und den orientalisch anmutenden Ornamenten der Bassklarinette eine eher vage Interpretation der semifantastischen Reiseerzählung um den Entdecker und Geschichtenerzähler Marco Polo, bei der einem auch ohne Textkenntnis nichts entging. “Invisible Cities” wurde ein ganz eigener, von der Ausgangsidee unabhängiger Kosmos, der sich soweit verselbständigte, dass die beiden Musiker weiter an den Ideen arbeiteten. Mit “Invisible Cities II” ist nun eine Fortsetzung des Stoffs erschienen, die nahtlos an den Vorgänger anknüpft. Mit stilvollem Rauschen und Knistern, das sich bald als Sendersuche auf einem alten Radio entpuppt, gönnen die beiden sich eine kurze Bedenkzeit, bis der Opener “Hidden” dem Titel entsprechen zunächst versteckt im Hintergrund zu dröhnen beginnt. Über längere Strecken bewahrt der Track seine mysteriöse Aura, lässt das Rauschen gemächlich auf und abebben und bleibt doch vage im Bezug auf die Soundquelle. Sind das die Geräusche einer nächtlichen Landstraße, auf der jemand auf den Spuren des berühmten Entdeckers die Seidenstraße entlang den unsichtbaren Städten entgegenfährt? Die Frage ist interessant, v.a. wenn man sie nicht beantwortet. Mit der Zeit zeichnen sich die musikalischen Strukturen deutlicher ab: von tiefen Klarinettentönen gezogene Kurven in schwermütigem Moll, undefinierte Hochtöner am nächtlichen Firmament, die warme, erdige Dröhnung der angeschlagenen Saiten und einiges mehr. Heller, verhuschter, tremolierender gibt sich die Musik in “Eyes”, wo sich das Blasinstrument langsam vorantastet, als lauere Unheilvolles hinter jeder Biegung des Weges – eine Spannung, die im folgenden “The Dead” bestehen bleibt, dort allerdings eine geradezu trotzige Energie mobilisiert: in rauer, kreisender Dröhung, im Trillern einer imaginären Alarmsirene, im jaulenden Feedback und im Summen des Geigenbogens, der hektisch über Bakers Gitarrenhals fährt. In “Continuity” diffundiert all dies wieder in einen Nebel aus sensiblen Andeutungen, um in der Harmonie von “Names” in friedvolle Ruhe zu münden. Ist das der Sound des Ankommens in den unsichtbaren Städten, oder geht die Fahrt weiter? Wie auf dem ersten Teil hat jedes Stück seine eigenen Geschichte voll stetig wandelnder Stimmungnuancen und subtil eingesetzter Soundideen, die bei dem kleinen Instrumentarium beeindrucken. Ich empfehle beide Teile hintereinader zu hören – auf Vinyl im von üppig duftenden Oud-Kerzen beleuchteten Salon oder als Download auf nächtlicher Fahrt durch die Weiten Zentralasiens. (U.S./African Paper]
€18.00
Soundpostcards

Soundpostcards

Format: CD Year: 2009
Das Cover dieser CD sieht wirklich wie eine "Klangpostkarte" aus, mit verschiedenen atmosphärischen Klangfeldern der Natur darauf. Das melancholische Duo entwirft auf 11 Stücken äusserst fragile, nostalgische, minimal instrumentierte Soundlandschaften, meist auf analogen Synth/Keyboard basierend, aber auch mit sanften field recordings durchsetzt. "Soundpostcards" ist ihre erste Zusammenarbeit von 2004 & 2005, die bisher nur als MP3 erschien... "Sound Postcards is a sound representation of determinated time-space, of its moods and atmospheres, it's a sort of soundpostcard in which the artists portray a familiar and hypothetical landscape. The listener is induced to ''identify'' the represented subjects through interpretative processes which directly compare sound suggestions with subjective/collective imagination. A semanthic game of mirrors reflecting forms in perpetual transition between auditive dimension and symbolic/mnemonic one. "Soundpostcards" is the first collaboration of this two artist, originally releasesd (2004) in two different mp3 work, now reissue for the first time in CD after a been REWORKED and added with an unreleased track. The Sounds is really inmost and peacefully melancholy. Lost and naked melodies (some times near to the feeling of the most dilatated post rock other time much more near to the aesthetics sounds of the avant folk music) on a soft background of field recordings and drones.] *** Since 2004 the italian compositors Gianluca Becuzzi and Fabio Orsi are a strong and stable duo. Gianluca Becuzzi is a very well known character of the Italian experimental scene since the '80s, under many different alias. Fabio Orsi is a young and unexpected talent. After his first album, "Osci", produced by Gianluca Becuzzi, he got a lot of positive feedbacks, worldwide, by the most important international media. The unexpected uncounter between different forces, experiences and visions of this two artists is prefectly melted in their intense and fascinating productions made of guitars, old keyboards, field recordings and sound objects. Compositions where everything plays with big emotions: visionary soundscapes, deep drones and sudden noises." [label info] www.centreofwood.com
€12.00
Wireless - Live Arnolfini, Bristol

Wireless - Live Arnolfini, Bristol

Format: CD Year: 2009
"Biosphere ist das Hauptprojekt des norwegischen Künstlers Geir Jenssen, der auf eine ansehnlich Discographie zurückblicken kann. "Microgravity" and "Patashnik", zwei weg- und stilbereitende Alben erschienen auf dem legendären R&S-Label in Belgien, prägten in diesem Kontext neben Alben von Aphex Twin, Carl Craig, Sun Electric und Ken Ishii den Begriff "Electronica" maßgeblich mit. Aus dem Album "Patashnik" wurde die Single "Novelty Waves" ausgekoppelt, die auch die Spots einer der Levis TV-Kampagnen untermalte.Remixes für bekannte Künstler wie Nicolette, James oder Frontline Assembly zeigten zwar weiterhin gleichsam das Interesse der Musikszene an seiner Kunst, aber auch Geir Jenssens Willen Musikstücke völlig nach seinen Vorstellungen zu transformieren.Live während des "Arnolfini" Festivals in Bristol, am 27.Oktober 2007 von Chris Watson aufgenommen. Er benutzte hierfür 2x Sony ECM 77s mit einem Nagra P11 Ares Flash Recorder. Gemixt, editiert und gemastered wurde das Stück final von BJNilsen in Berlin im März 2009.Dieses Konzert war Teil des "Touch 25 Live", die auch eine "Storm" Performance von Chris Watson & BJNilsen beinhaltete." [label info / Cargo ] "... What we do know is that 'Wireless' is the first live album by Biosphere, one of the master minds of ambient music. Starting out in ambient techno (releasing a classic with 'Patashnik' in 1994), and then moving out of the techno, deeper into the land of ambient music, leaving off any pulses at some point. On 'Wireless' he returns to use pulses and rhythms: minimal but not in a click n cut sense. Warm, fourth world alike. which guide the soft synths, field recordings and, for the first time around the trumpet of Anders Karlskas. As such this live album is not a distinct break with the 'old' Biosphere, the one calm sound tapestries on 'Substrata' for instance, but it seems to have come to a full circle now. The more simple, rhythmic samples refer to what I can call Biosphere 'mark 1', but not as dance oriented, more trance inducing, lay down, sit back music, whereas the deep atmospheric textures of before are still part of it, that has become a trademark of Biosphere. Changes in the sound of Biosphere are small, but crucial. 'Wireless' is once again a refined ambient from one of the true masters of the genre." [FdW / Vital Weekly] www.myspace.com/biosphereofficial
€16.00
Fragment for Balance

Fragment for Balance

Format: CD Year: 2019
After 4 years of work on their 11th release for ReR, this extraordinary, reclusive, and highly individual audio-visual collective continues to evolve through the painstaking accumulation and disposition of a seemingly incompatible range of both exotic and familiar musical languages, instruments, techniques and studio manipulations into one of the few genuinely original bands at work today. It took a long time to refine their unique process of composition to this level of ambiguity and depth and newcomers will wonder how they strayed so far from orthodoxy and yet managed to retain a lucidity and transparency that is quite rare in contemporary music. Timeless, almost weightless - yet teeming with life, motion and complexity - this is a music that suggests an untroubled world in which nostalgia, tragedy and agon, while rudely present, remain subservient to deeper, calmer currents. Sic transit gloria mundi. The bullet points are that Biota is a unique project, defying genre with, like all such cult artists, a small but extremely dedicated public that, over the last 15 years has grown continuously as new listeners discover them. BIOTA Founded in Colorado in the late 1970s, Biota's first recordings were released under the name of the Mnemonist Orchestra who, between 1980 and 1984, released five albums on its own label, before linking up with ReR in 1984. That was also the year in which they split into an independent visual arts collective - retaining the Mnemonist name - and the recording project, Biota. Since then, their releases have presented the work of both groups in tandem. http://biotamusic.com/ https://biota.bandcamp.com/album/fragment-for-balance "Für ihren 11ten bei Recommended Records (oder ReR Megacorp) veröffentlichen Tonträger (EP, LP oder CD) haben sich Biota aus Fort Collins in Colorado wieder etwas mehr Zeit gelassen. Nachdem 2014 "Funnel to a Thread" erschienen war, legte man erst einmal eine längere Pause ein, um dann vom Frühjahr 2016 bis in den Herbst 2018 hinein das neue Album einzuspielen. Das Ergebnis - "Fragment for Balance" - wurde schließlich im Frühling 2019 veröffentlicht. Das Album kommt in einem bunten Digipack, versehen mit einem dicken Beiheft voller expressionistisch-tiefsinniger Bilderwerke. Die ersten 150 Exemplare beinhalten - wenn man direkt beim Label bestellt - zudem einen kleinen Pappschuber, in dem ein originale, von Tom Katsimpalis gestaltete Bildcollage steckt. Sehr edel! Offenhörlich haben Biota ihren Stil gefunden, bewegt sich doch die auf "Fragment for Balance" zu findende Musik in sehr ähnlichen Gefilden, wie die des direkten Vorgängers. Die Besetzung ist zudem identisch. Allerdings scheint mir "Fragment for Balance" etwas homogener und klangvoller voran zu fließen. Eine recht eigenartige folkig-elektronische Kammermusik gibt es auf "Fragment for Balance" zu hören, oder einen seltsamen elektronisch-kammermusikalischen Avant-Folk, bestimmt von filigranem Akustikgitarrengeschrammel, Violinenklängen, allerlei Blaswerk, analog-elektronischen Tastensounds, Piano, Harmonium, Akkordeon und diverser Perkussion. Deren Tonerzeugnisse werden (teilweise effektverfremdet) mit verschiedensten Elektronikgebilden, komplexen Tonskulpturen und prozessierten Klangfragmenten unterlegt, bzw. von diesen verwoben, so dass sich das Album als lange und vielteilige, elektronisch-akustische Suite voran arbeitet, bei der die einzelnen Nummern ineinander übergehen. Über all dem schwebt Kristianne Gales wunderbarer, gälisch-folkiger und ätherisch-luftiger Gesang. Im Vergleich zu früheren Alben, insbesondere denen aus den 80er- und 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts, ist die rezentere Musik von Biota eher ruhig, fast sanft gehalten, wobei dieselbe immer ausgesprochen unkonventionell dahin gleitet. Dies trifft auch auf "Fragment for Balance" zu, welches stilistisch Folk, experimentelle Elektronik, moderne Kammermusik und eine Art von Avantrock zu einem dichten, sehr homogenen und seltsam gewichtslosen Ganzen vereinigt. Sorgfältig geplant und komponiert arbeitet sich die Musik voran, dissonant aber friedlich, gleichzeitig erstaunlich harmonisch, rund und vertraut, dann aber wieder sperrig und ausgesprochen fremdartig. E-Gitarre, Bass und Schlagzeug sorgen dafür, dass es immer mal wieder rockt, doch arbeitet sich der Großteil der Musik eher formlos voran, ohne aber auf Struktur und Zielstrebigkeit zu verzichten. Momente unglaublicher, fast absurder Schönheit wechseln sich mit schrägem Plingen und Hallen ab, mit voluminös-symphonischen Tonschüben, wolkigen Klanggebilden, akustisch-kammermusikalischen Abschnitten, dynamischen RIO-Prog-Momentaufnahmen, repetitiv-minimalistischen Exkursen und wirren Tondurcheinandern. Chris Cutler bezeichnet Biota als eine der 'few genuinely original bands at work today', und dem möchte ich durchaus zustimmen. So wie Biota klingt derzeit keine andere Band auf dieser Welt. Wer progressive Musik in einem folkig-elektronisch-freiformatigen Kontext schätzt, der sollte "Fragment for Balance" (und "Funnel to a Thread") kennen." [Achim Breiling / Babyblaue Seiten] "As obvious as this may sound, the years run way faster as one grows older. When Biota announced the release of Fragment For Balance, my delight in receiving a new bulletin from the collective “after not so long” was soon replaced by the mild shock of realizing that their previous outing Funnel To A Thread had been published in 2014. I wasn’t paying attention to all those months flying away (to paraphrase another title from the group’s discography). Even worse, this period was rendered heavier by two major losses in Biota’s universe. In 2015, visual artist Joy Ann Froding left this planet following the successful surfing of an ocean wave; in 2018, multi-instrumentalist Charles “Chuck” O’Meara (formerly Vrtacek) suffered a heart attack while he was cutting wood to warm his winter. In the sadness, it is somewhat relieving to note the natural ambience of these occurrences, presuming that Froding and O’Meara were in a comfortable place inside when the call from nowhere came. The album is dedicated to them, and the artwork commemorating the pair on the accompanying booklet – a flower and a bird embedded in unique Mnemonists shades – nearly caused this writer’s tired eyes to well up. That ear-gracing piano inevitably puts the soul in “still here with us” mode; Chuck was, and forever will be, a certified Biot. Every single snippet of the multitude of sketches, proposals and fully fledged visions represents a piece of fertile ground for sensible roots. Yet the process of absorption doesn’t really happen through the listener’s mind, exploiting instead the most unconventional features of sympathetic resonance. There’s always been a touch of magic in William Sharp’s slight defacement of arrangement and equalization, be it a chiaroscuro of off-key echoes or the enhancement of quietly intertwining arpeggios. Throughout the 26 (!) consecutive tracks comprised by the program – duration from 0’38” to 9’48” – the achievement of a flawless amalgamation of tunings, melodic intelligibility and aural daydreaming remains at the core. The instruments shine brighter than ever, with particular regard to guitars (Tom Katsimpalis and Mark Piersel) and violin (David Zekman). They seem to trace coordinates and paths to places of blinding light amidst the hand-woven textural patchworks and gentle superimpositions informing the orchestration. Apropos of that, flashes of enlightenment are born from the melting of a larger number of voices (including Kristianne Gale’s apparitions, a singing mermaid in a sea of wistful refractions). Keyboard constructions totally deprived of preset futility lie at the basis of revealing harmonic disseminations, Gordon Whitlow’s accordion and Hammond organ strengthening the sonic tissue with typical wisdom. Also notable is the role of Randy Miotke, his trumpet and flugelhorn supporting the contrapuntal constitution, and its various transmutations. Larry Wilson’s drums emerge in unexpected spots, attributing hues of temporal non-existence to otherwise regular rhythmic cells. And so on and so forth, one would have to conclude. It’s been decades by now, yet attempting to describe the essences emanated by Biota’s garden still makes me feel stupid, or useless, or both. Nevertheless, the sensation of understanding a little morsel every time – of the music itself, of the fight against big-mouthed superficiality, of the painful impossibility of communicating with lesser levels of perception – is incomparable. In less than ten minutes, a track like “Walking Is Missing” teaches much more than the millions of words spewed by cretins most everywhere. When that packet from Colorado materializes, my gradually greying beard doesn’t matter anymore. All it takes is sniffing the cover’s scent, observing once again the profound art of human beings who do not accept commands, or foolish indications, by anyone. And, of course, spinning the disc without putting the finger on the whys and the whos. Just intuiting the actual reasons of aliveness, and envisioning our future merging with the meaningful consequences of the acoustic laws. Or, as good ol’ Chuck would have it, “learning to be silent”." [Massimo Ricci]
€15.00

Psyche noMine

Format: CD Year: 2006
Erste "volle" CD für dieses polnische Dark Ambient / Esoteric Drone-Duo, erschienen auf dem israelischen EASTERN FRONT-Label. "... Diese Kompositionen offerieren ein Dickicht aus Synths-Schwaden und einem Gewirr von gesprochenen, geflüsterten oder klagend gemurmelten Stimmen, gelegentlich aufgelockert von Piano-Klängen und dezenten rhythmischen Erschütterungen, und strahlen eine sich langsam verbreitende beklemmende Atmosphäre aus, die insbesondere nach intensivem Rotwein-Genuss ihren Platz beanspruchen kann und auch inhaltlich gestützt wird. Songtitel wie „Ritual of the all-embracing madness“ und „Voices from another state of…mind, heart and body“ dürften insoweit für sich sprechen, mit “Akeldama XIV” wurde zudem Mr. Aleister Crowley vertont. „Psyche noMine“ erscheint auf dem israelischen Label The Eastern Front. Dieses hebräische Bataillon hat keine Kosten gescheut und dem Silberling eine überdimensionierte Pappverpackung mit Einlegekarte und allen Texten spendiert. Es kann also endgültig losgehen für BISCLAVERET, die für 2007 neben einer neuen EP auch noch eine Wiederveröffentlichung ihrer Erstwerke in Planung haben." [Terrorverlag] "Bisclaveret - A Polish dark ambient/dark wave duo presents its album Psyche noMine. It took two years to conceive, resulting in 6 songs (clocking at around 53 minutes). Musically, it's a piece for those interested in moving, yet extraordinary art. Lush strings, industrial rhythms and even noise tones at times summarize the background for Dragos' voice coming from the other, subconscious side of his mind. Lyrically, it's a concept-album of sorts. All the lyrics deal with human sub consciousness. The words on 'Psyche noMine' shows a man entangled in the arcane of the world, somebody who does not notice phenomena around him. The man whose recklessness or even arrogance so natural for him is the cause for him being lost in the surrounding reality. The album's ambiguous title suggests what receivers will deal with when listening to new Bisclaveret album. A must-have album for fans of Nordvargr, Dead Man's Hill and Cold Meat Industry acts, such as In Slaughter Natives & Sanctum." [label info] www.theeasternfront.org
€13.00

Cylindre / Oeur (S+C)

Format: 12 Year: 2008
"To show an aeroplane in motion, one should not paint still lives" (*) Kryptische neue VÖ des griechischen Projekts, das ständig den Namen ändert (nach NIXILX.NIJILX und HELICE PIED - als DR-83 auch auf Drone Records verewigt) - und damit wirkliches Neuland betritt, denn der Wiedererkennungswert anhand eines festen Band-/Projektnamens ist wohl der Grundkonsens aller Musikschaffenden. Diese 45rpm 12" enthält 3 Stücke, die alle auf Aufnahmen von Flugzeugen (wahrscheinlich Innenräume) basieren. Dazu kommen absolut undefinierbare rumpelige Klänge und Sirr-Sounds, und diverse kryptische Zitate von MARCEL DUCHAMP(*), ANTONIN ARTAUD, JEAN COCTEAU, ARTHUR RIMBAUD und anderen auf dem Cover. Bestimmte Klänge auf den Stücken sind wiederum verbunden mit vorher erschienenden Tonträgern. Sokratis Martinopoulos produziert keine gewöhnliche Musik, sondern akustische Rätsel. "blanco estira nuestro (+), hermana Hélice is Socrates Martinis’ (1984, Athens, Greece) third pseudonymous project, following nixilx.nijilx and Hélice Pied. This installment, composed in 2006–7 using found sounds and objects, focuses on the sounds and sights of a distant aeroplane, the vanishing drone of which Martinis’ finds to be particularly beautiful. The subject of planes was first explored in Aputi (released by Authorised Version, 2005), the final section of which makes a return appearance here in the .oeur diptych. This piece also reuses a guitar sound from E.2, which originally appeared on the debut nixilx.nijilx CDR published by absurd in 2004. Cylindre. also revisits past recordings, borrowing a bell sound from Conduit no. 2 (Drone Records, 2006). Martinis is also a member of ‘silkworms cannot be confiscated until they’ve become perfect cocoons’ with absurd’s Nicolas Malevitsis. First edition of 200 copies. Co-published with absurd." [label info]
€12.00
Schwarzer Sabbat für Dean Martin

Schwarzer Sabbat für Dean Martin

Format: 7inch Year: 2020
"Streng limitierte, remasterte Wiederveröffentlichung der 1995 erstmals erschienenen Konzept-EP als Kollaboration von BOHREN & DER CLUB OF GORE und MARK SIKORAs Musikprojekt WALD als 7“-Single mit 4c-Cover. Die 200 weltweiten Exemplare sind auf dem Etikett der B-Seite leicht angebohrt, das weiße Innersleeve ist mit einer Probe von getrocknetem Laub beklebt. WALD war eine Formation, die neben dem Autor (Spex), Musikvideoregisseur und Grafikdesigner MARK SIKORA aus einer Sängerin und JÖRG FOLLERT (WUNDER) bestand. Auf der A-Seite bearbeiten WALD vier Demosongs des befreundeten Vorläuferprojekts BOHREN, die zwei restlichen Songs sind Akustikversionen, darunter ein AUTOPSYCoversong. Auf der B-Seite sind die Mühlheimer unter dem vollen Namen BOHREN & DER CLUB OF GORE mit dem Song „Schwarzer Sabbat Für Dean Martin Pt. 1&2“ vertreten. Das 4c-Artwork stammt von JÖRG FOLLERT, die Aufnahmen wurden 2014 komplett neu von den Originalbändern gemastert." https://www.youtube.com/watch?v=NQKrfdhFIZY
€17.50

Symphony No. 1

Format: CD Year: 2000
BRANCA’s erste Symphonie erschien 1981 – ein Meilenstein des monumentalen Gitarren-Orchester-Minimalismus! Reine archaische Klänge & Rhythmen von ehrfurchtseinflössender Grösse & mit unglaublichen Spannungsbögen! "Mr. Branca's music is an aural hurricane. He has created perhaps the most impressive wall of sound yet heard."[Robert Palmer, New York Times, November 19, 1981] "Symphony No. 1 alternates between relentless thundering guitar chords and primal rhythmic pounding. As instrumental layers build, overtones clash to produce melodies of their own and can trick the listener into hearing instruments that are not there." [Trouser Press Record Guide]
€14.00

The Beekeeper's Dream

Format: CD Year: 2006
Eine Art Retrospektive von der BEEQUEEN-Hälfte mit seinen melancholisch-süssen, folk-angehauchten Homerecording-Ambient-Songs… einiges davon ist wohl bereits auf anderen Formaten schonmal erschienen, aber vieles scheint auch neues Material zu sein. “Brunnen reveals that part of Beequeen's Freek Kinkelaar which is the strange wandering minstrel/alchemist (half-orc cleric with a +2 mace). If only more records were so cogently perplexing. A slightly cinematically arranged, quasi-psychedelic little dear of a hushed pop song opens the album. Freek's vocals sublimate in a pleasant whisper, not unlike (ahem) a quieter Yo La Tengo song. Freek, perhaps true to his name, does not hesitate to then very, very slowly weave together a spacious tone poem whose initial notes live counties apart, concocting an outré sort of high lonesome that might sonically drift across the same sort of plain as Wenders' Paris, Texas does visually. Kinkelaar's vocal delivery tugs at shirt tails ala Just Drifting era Psychic TV balladry or introspective LPD. Subtly amplified guitars chime quietly against slo-mo keyboards, occasional samples, tablas and air. An understated rave-up of Trust In Me from The Jungle Book is a nice exclamation point. A musical sandwich, really, with the outer psychedelic pop buns keeping the avant-garde middle meat warm.” [label info]
€10.00

The Beekeeper's Dream

Format: LP Year: 2006
Eine Art Retrospektive von der BEEQUEEN-Hälfte mit seinen melancholisch-süssen, folk-angehauchten Homerecording-Ambient-Songs… einiges davon ist wohl bereits auf anderen Formaten schonmal erschienen, aber vieles scheint auch neues Material zu sein. Diese limitierte Vinyl-Version ist auch gleichzeit Teil 3 der RECORDS ARE NOT FOR BAKING – Serie, die es im Abo auch mit Bonus pic-12“ gibt! “Brunnen reveals that part of Beequeen's Freek Kinkelaar which is the strange wandering minstrel/alchemist (half-orc cleric with a +2 mace). If only more records were so cogently perplexing. A slightly cinematically arranged, quasi-psychedelic little dear of a hushed pop song opens the album. Freek's vocals sublimate in a pleasant whisper, not unlike (ahem) a quieter Yo La Tengo song. Freek, perhaps true to his name, does not hesitate to then very, very slowly weave together a spacious tone poem whose initial notes live counties apart, concocting an outré sort of high lonesome that might sonically drift across the same sort of plain as Wenders' Paris, Texas does visually. Kinkelaar's vocal delivery tugs at shirt tails ala Just Drifting era Psychic TV balladry or introspective LPD. Subtly amplified guitars chime quietly against slo-mo keyboards, occasional samples, tablas and air. An understated rave-up of Trust In Me from The Jungle Book is a nice exclamation point. A musical sandwich, really, with the outer psychedelic pop buns keeping the avant-garde middle meat warm.” [label info]
€17.00
All's well

All's well

Format: CD Year: 2006
Endlich wieder erhältlich, die CD mit dem Gesamt-Material der THIS HEAT-Nachfolgeband! "1982 lössten sich This Heat auf, bzw. verwandelten sich in Camberwell Now. Gareth Williams hatte die Gruppe verlassen und sich nach Indien aufgemacht, um neue künstlerische Herausvorderungen zu suchen (er starb im Dezember 2001). Bullen und Hayward hielten This Heat danach noch eine Weile am Leben, zeitweilig unterstützt von dem Bassisten Trefor Goronwy. Doch irgendwann stieg auch Bullen, der sich ein eigenes Tonstudio aufgebaut hatte, aus. Damit war das Projekt This Heat beendet. Hayward und Goronwy machten allerdings gleich weiter. Zusammen mit dem Klangkonstrukteur Stephen Richards hoben sie Camberwell Now aus der Taufe, benannt nach dem Wohnort der Gruppe (und auch dem ehemaligen von This Heat), dem Londoner Vorort Camberwell. Camberwell Now haben zwei EPs ("Meridian" von 1984 und "Greenfingers", 1987) und eine LP ("The Ghost Trade", 1986) eingespielt. Alle drei Alben wurden 1992 zur CD "All's Well" zusammengefasst, die beim schweizer RecRec-Label erschienen ist. Zusätzlich wurde noch ein Stück daraufgepackt, welches vorher nur auf einem Kassettensampler veröffentlicht worden war ("Daddy Needs A Throne"). "All's Well" bietet somit das komplette Œuvre der Band. Die Musik von Camberwell Now unterscheidet sich recht deutlich von den Klängen von This Heat, obwohl es gewisse Gemeinsamkeiten gibt. Bizarr und schräg ist die Musik immer noch, der gequälte Gesang von Hayward hat sich auch nicht allzu sehr verändert und auch sein virtuoses Schlagzeugspiel ist sofort wiederzuerkennen. Gab es auf den This Heat-Alben aber rohe Klangexperimente und kaputte Songs zu hören, ist die Musik von Camberwell Now melodischer und musikalischer geworden. Experimentelles Tonschweben, industriellen Krach und bizarre Tonkollagen sucht man hier fast vergebens. Sehr virtuos musizieren Bass und Schlagzeug miteinander, treiben die Musik bestimmt und energiegeladen voran, angereichert mit diversen Sounds und Geräuschen vom Tonband und verschiedenen Keyboards, gelegentlichen Einlagen an der Gitarre und dem sehr eigenen Gesang Haywards. Auf den Stücken von "Greenfingers" gibt es zusätzlich noch Saxophon, Flöte und Viola von Maria Lamburn zu hören. Das Ergebnis sind sehr intensive, meist sehr rhythmische, etwas klaustrophobisch wirkende, schräge Rocksongs, neo-canterbury-artige Artrocker, mit Postpunk-Flair und einer unterkühlten, fast depressiven, stellenweise sehr hektischen Atmosphäre. Reichlich seltsam, rhythmisch und schwebend zugleich, kalt, aber sehr direkt ist diese Musik. Heutzutage würde man diese Klänge wohl in die Postrock-Schublade stecken. Wer This Heat schätzt, insbesondere Haywards Gesang, oder auch die Solo-Scheiben von Robert Wyatt (es gibt da gewisse atmosphärische und stimmliche Ähnlichkeiten), der sollte versuchen sich "All's Well" zu besorgen." [Achim Breiling / Babyblaue Seiten] "After the demise of This Heat, Charles Hayward continued to work with Trefor Goronwy, bassist from the last manifestation of the group, the two of them joining forces with Steve Rickard who, for the new band, designed the cassette switchboard a kind of proto-sampler - but thats not the half of it (Steves article fully explaining the device is reprinted in the new, expanded booklet that comes with the CD). Musically, Camberwell both followed and departed from the style of This Heat. Formally and gesturally there are common elements, but there is far greater transparency and the sound palette is quite different: the music is more placed than grown, as the slow accumulation and evolution of material in This Heat gives way to a more immediate and orderly development of the material in Camberwell Now. The songs - nostalgic, scary, quietly desperate - peer into the future to find harbour but confront only fragments of ruin. Debris and disturbance eat away at the root and corrode each shiny surface (this is mostly the musical work of the cassette switchboard). The juxtaposition of powerful, virtuosic playing and the eerie, often unidentifiable keenings, chords and constant motion of the cassettes is one of the things that make Camberwell Now so expressive of its time - when the whole social and political fabric of a no-longer-great Britain was unravelling. This definitive edition collects the entire released output of the group together (two EPs and an LP) newly re-mastered by the band and repackaged with full notes, lyrics, additional photographs and artwork." [label info] www.rermegacorp.com
€14.00
ELYTRA

ELYTRA

Format: CD Year: 2020
New insect music release by Greek sound artist Thanos Chrysakis About ΕΛΥΤΡΑ Everyone has heard the marvelous sound of crickets in the summer especially in the countryside. The sound is produced by raising and scraping against each of their protective fore-wings the elytra. Their burrow act as a resonator bringing at times a transcendent quality to the place. The music in this album with myriads of sounds, regular and irregular pulses, unfolds a similar transforming quality. Thanos Chrysakis About Thanos Chrysakis Thanos Chrysakis is a Greek composer, musician, producer and sound-artist. He is best known for his work in electronic and contemporary music, free improvisation, and electro-acoustic music. With several albums to his name his work has appeared in festivals and events in many countries. His music was among the selected works at the International Competition de Musique et d'Art Sonore Electroacoustiques de Bourges 2005, in the category oeuvre d'art sonore électroacoustique, while received an honorary mention in 2006 at the 7th International Electroacoustic Competition Musica Viva in Lisbon (the jury was constituted by Morton Subotnick (USA), François Bayle (France), and Miguel Azguime (Portugal). He operates the Aural Terrains record label since 2007 where he has released part of his work until now, alongside releases by Kim Cascone, Franscisco López, Tomas Phillips, Dan Warburton, Szilárd Mezei, Michael Edwards, Wade Matthews, Dganit Elyakim, Edith Alonso, Christian Skjødt, Luis Tabuenca, Christian Kobi, Jeff Gburek, Steve Noble, and Milo Fine. He has written music for musicians of the Hyperion Ensemble, the Stockholm Saxophone Quartet, the Konus Saxophone Quartett, and the Shadanga Duo among others. Close collaborations with Tim Hodgkinson, Vincent Royer, Chris Cundy, Yoni Silver, Lori Freedman, Jason Alder, William Lang, Wilfrido Terrazas, Philippe Brunet, Wade Matthews, Ernesto Rodrigues, Abdul Moimême, Zsolt Sőrés, Ove Volquartz to name but a few. https://aufabwegen.bandcamp.com/track/tortoise-pilgrimage "Insekten üben seit langem eine (nicht nur) klangliche Faszination aus: Man denke an die vielen Filme, in denen das Zirpen der Zikaden fast schon ein alternativer Soundtrack ist oder an die symbolische Bedeutung der Geräusche der Grillen in einem Stück wie Sam Shephards „True West“. Eine Reihe von Musikern wurden vom Klangpotenzial der Insekten angezogen: 1986 veröffnetlichte Graeme Revell „The Insect Musicians“, sein Versuch einer auf dem Geräusch von Insekten basierenden “micro-musique” (gerade ist das Album auf Old Europa Cafe neu herausgebracht worden), jüngst erschien noch ein Album namens “The Life Of Insects” von der in Berlin lebenden Peruanerin Ale Hop. Der 1971 in Athen geborene Thanos Chrysakis hat zahlreiche Alben veröffentlicht und betreibt das Label Aural Terrains, “a creative space for exploratory contemporary music in its different manifestations”, auf dem er u.a. Alben von Francisco López, Tomas Phillips oder Michael Edwards veröffentlicht hat. Auf “ΕΛΥΤΡ” basieren die Stücke auf dem Klang von Grillen, der für Chrysakis fast eine “transcendent qualitiy” hat. Das das Album eröffnende 8-minütige „Alabaster Tide“ ist eine dichte Klangfläche, die anfangs in ihrer rabiaten Unruhe durchaus an einige der perkussiven Arbeiten von Z’EV denken lässst. Hier fühlt man sich, als befinde man sich geradewegs inmitten zahlloser Insekten. Das Unruhige wird aber im Verlaufe des Stücks zurückgefahren, schließlich hört man ein paar hochfrequentere Passagen und Knirschen. „Coral Aether“ knüpft mit seinem Knistern und Flüstern daran an. „Tortoise Pilgrimage“ besteht aus flirrenden und sirrenden kristallinen Sounds, die gar nicht so weit von einigen Aufnahmen Asmus Tietchens entfernt sind, dann plötzlich meint man, ein Windspiel erklinge. Eine größere Reduktion hört man auf „Tranquil Edge“ mit seinem Knistern, das den Eindruck erweckt, als ob kleine Zweige brechen würden. Dann gibt es „Delphic Maxims“ mit fast schon wasserartigen Sounds oder das Rascheln bei „Pierian Roses, das sich im weiteren Verlauf verdichtet. Schließlich endet das Album mit „ A Shadow’s Dream“ mit erratischen perkussiven Momenten, und dann plötzlich – unerwartet – etwas, das wie ein Piano klingt. Auch ohne die Faszination, die vielleicht vom Ausgangsmaterial ausgeht, ist das ein sehr starkes Album." [MG / African Paper]
€13.00

In this World

Format: CD Year: 2007
Nach "Camouflage Heart" von 1984 verschwanden CINDYTALK für vier Jahre in der Versenkung, die sie allerdings damit verbrachten, das epische Nachfolgewerk "In This World" zu schreiben und aufzunehmen. "In This World" erschien als zwei separate Vinyl LPs, die beide "In This World" betitelt, aber mit verschiedenem Cover Artwork ausgestattet waren. Die Neuauflage erscheint als Doppel-Vinyl oder einfache CD. "In This World" is a noble venture. It's every inaccessible racket you could imagine but creeps gently in on the delectable title instrumental before kicking you in the navel with a hybrid broth of Motorslug, Swans, Red Lorry Yellow Lorry, and generally alienating cacophonies." [Chris Roberts (Melody Maker)] " So the rumor goes that Gordon Sharp was invited to join Duran Duran after Sharp dissolved his Edinburgh glam-punk band The Freeze in the late '70s. He turned them down. Elizabeth Fraser and Robin Guthrie also put out the request for Sharp to join the Cocteau Twins. After a brief stint accompanying the Cocteau Twins for a Peel Session in 1982 and a guest spot on This Mortal Coil's It'll End In Tears, he opted for his own project -- the obscure, yet majestic Cindytalk. In This World is an opus in every sense of the word. Originally, In This World came out in 1988 as two separate albums under the same name, each with slightly different artwork. One album, a masterpiece of abject post-punk that in all honesty is the closest parallel to Swans' Children Of God; the other, a delicate ambient construct of melancholy piano scarred with surface noice prognosticating pretty much everything that Type Records has released (e.g Machinefabriek, Jasper TX, etc.). It's very good thing that both of these albums have been repackaged into one self-contained object, as the only half of In This World that seemed to be floating around was the piano-laced ambient one. As good as that half is, you need the grit and dirge of its companion album to complete Cindytalk's ideas of grand dualities: heaven / hell, pleasure / pain, holiness / transgression, etc. While billed by Sharp as the 'disgusting' part of the In This World diptych, the first half begins with a lovely tonefloat of scratched violin drones and painterly piano notes. Yet, with the crushing rhythm and noise attack of "Janey's Love," Sharp does not disappoint with his disgusting tag. This is a monstrous industrial dirge with huge monotone slabs of distortion and atonal drones counterpointing Sharp's soaring falsetto. The punk poet Kathy Acker supplies a brief spoken word interlude as the coda to this incendiary number. Immediately hereafter, Cindytalk continue their turgid rhythmic marches with an angular distorted rhythm, slippery bassline mired in audio rust, and twin guitars spitting acid, fire, and brimstone on such tracks as "Gift Of A Knife" and "Circle Of Shit." As the first half of the album progresses, the songs steadily disintegrate as rhythm, song structure, and noise all collapse into a blur of smeared grey that is eerily reflective of William Basinski's Disintegration Loops. The piano which opened In This World becomes the dominant sound in Cindytalk's soundscapes, also marking the delineation between the two halves of In This World. Yes, this is the beautiful side of Cindytalk, coated in ash, snow, bruises, and rust. Gordon Sharp's piano playing comes from Brian Eno's Thursday Afternoon, which in turn came from Erik Satie; and that impressionist sentiment continues forward amidst subterranean drones and field recordings of barren spaces. Sharp's voice is mostly absent from these tracks, although the eponymous finale to the album showcases one of Sharp's most emotive croons. They really don't make albums like this any more, with such attention to detail and dynamics between rage and beauty. Fortunately, both of these records were concise enough that they could both fit onto one CD; and if you've not had the opportunity to hear Cindytalk, please do not let this album and its predecessor Camouflage Heart pass you by!" [Aquarius Records review]
€14.00

Grosses Wasser

Format: CD Year: 2009
"Kammermusikalischer Minimalismus: 1979er-Album des Avantgardeduos. Auftakt einer 23-teiligen Reissue-Serie mit Elektronik-, Ambient- und Krautrock-Alben: 1971 gründeten Hans-Joachim Roedelius und Dieter Moebius Cluster, eine der einflussreichsten deutschen Bands der 70er-Jahre. Cluster zählen zu den Protagonisten der internationalen Elektronik-Avantgarde, gelten je nach Standpunkt als Erfinder der Ambientmusik, als Wegbereiter des Synthiepop, der Industrial-Musik, oder einfach als strahlender Stern im Krautrock-Universum. "Großes Wasser" erschien erstmals 1979, wurde von Peter Baumann (Tangerine Dream) produziert und ist Clusters fünftes Album. Das Cover illustriert seinen Minimalismus, steht für die Konzentration, Transparenz und Abgeklärtheit der Musik, die fast kammermusikalisch anmutet. Mehr als jemals zuvor bei Cluster sind akustische Schallquellen zu hören, allen voran ein sauber gestimmter Steinway-Flügel, aber auch E-Bass, Gitarre, Percussion und Stimme. Das Reissue des Albums ist Start einer 23-teiligen Wiederveröffentlichungsreihe von Elektronik-, Ambient- und Krautrock-Alben der Firma SKY Records. Der Begleittext stammt von Asmus Tietchens." [label info] www.bureau-b.com
€16.50
35 Project

35 Project

Format: 10inch Year: 2022
"Black Rose Recordings are proud to present the new 10” single from Contrastate containing four brand new tracks. The release will be limited to 250 white vinyl copies and comes in a beautiful gloss finished cover. Active from the late 1980s through to the present day Contrastate have released several critically acclaimed albums. Their early experiments in music were heavily influenced by the industrial and experimental music and art scene of the 70’s and 80’s. Contrastate’s idiosyncratic take on challenging, industrial tinged music has certainly changed and evolved through the years. Their current sound insinuates itself inside the dark ritual ambience of the electronic avant-garde shot through with a vein of experimental noise and stentorian vocals that are strewn amongst touches of industrial surrealism and sonic soundtracks." “Contrastate achieve an amazing equilibrium between organic sound and brooding electronics.” – Heathen Harvest “Contrastate covers a bit of everything in their sound, and that black humor component…makes for a project that I can never predict what they will sound like next, but I know it will be fascinating no matter what” – Brainwashed.com https://www.facebook.com/contrastate/ "Contrastate haben über die Jahr(zehnt)e einen ganz eigenen Klang entwickelt, der sich sicher aus dem reichen Fundus der Industrialculture speist(e), enge Genrekorsetts aber schon früh abstreifte. Sie waren auch vielleicht auf reflektiertere Weise politisch als die an Transgressionen reiche Insustrialszene und klanglich immer im besten Sinne unvorhersehbar. Nach einer etwa zehnjährigen Pause zwischen 2000 und 2010 sind in den letzten Jahren eine Reihe von Aufnahmen veröffentlicht worden. Auf ihrer neuen 10” „35 Project“ finden sich insgesamt vier unbetitelte Stücke. Der erste Track beginnt mit vereinzelten Töne, leichten Dissonanzen, dann setzen melodisch-flächige Sounds ein, die abebben. Eine verfremdete, roboterhafte Stimme deklamiert u.a.: „you do not have the right to physically harm“ oder „you do not have the right to go to war“. Man hört rückwärts abgespielte Stimmen, dunkles Pulsieren und von leichter Unruhe durchzogene ambiente Passagen. Das zweite Stück der A-Seite besteht aus melodischen Flächen und perkussiven Momenten, in Teilen so, als schlage man auf Pauken. Der dritte Track ist von einer melancholischen Melodie durchzogen, in der Ferne tönen Glöckchen, man hört erneut verfremdete Stimmen und dann fast so etwas wie eine opulent klingende verrauschte Orgel. Das letzte Stück ist dagegen treibender und erneut mit verlangsamt-verfremdeter Stimme. Worauf die 10 ” konzeptionell abzielt, bleibt unklar; in einem Promovideo, das die Band anlässlich der Veröffentlichung des Vinyls verfügbar machte, werden Ausschnitte aus Willy Zielkes 1934 erschienenen Film „Das Stahltier“, einem Industrie- und Wirtschaftsfilm über die Reichsbahn, verwendet. Der Film gefiel damals allerdings weder der Reichsbahn noch dem „Dämon aus der Reklame-Abteilung“ (Klaus Mann). „Contrastate’s sound insinuates itself inside the dark ritual ambience of the electronic avant-gard “ heißt es auf ihrer Facebookseite und in der Pressemitteilung wird die Band in einem Spannungsfeld von „dark ritual ambience [und] experimental noise industrial surrealism sonic soundtracks“ verortet. In einem 1991 gemachten Interview meinte Stephen Meixner: „I would like to see Contrastate progressing in new areas with each new release“ – nachträglich kann man feststellen, dass ihm und Contrastate das sicher mehr als gelungen ist und auch diese auf 250 Exemplare in weißem Vinyl limitierte Veröffentlichung bezeugt das." [MG / African Paper]
€16.50
Tutti

Tutti

Format: LP Year: 2019
TUTTI is comprised of eight soundscapes: an audio self portrait comprising of manipulated sound recordings from Cosey’s life, music and art: “It’s the only album I’ve made that is an all encompassing statement expressing the totality of my being. A sense of the past in relation to the present and everything in between. TUTTI besteht aus acht Tracks und ist ein Audio-Selbstporträt, das aus manipulierten Tonaufnahmen aus Cosey Fanni Tuttis Leben, Musik und Kunst besteht: "Es ist das einzige Album, das ich gemacht habe, das eine allumfassende Aussage ist, die die Gesamtheit meines Seins ausdrückt. Ein Gefühl der Vergangenheit in Bezug auf die Gegenwart und alles dazwischen." Diese acht Stücke waren ursprünglich als Soundtrack zum autobiografischen Film ,Harmonic Coumaction" konzipiert und wurden im Februar 2017 im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zur Retrospektive über COUM Transmissions live aufgeführt. COUM Transmissions war eine subkulturelle Gruppe von britischen Musikern, Undergroundfilmemachern, Aktions- und Konzeptkünstlern, der Cosey anghörte und die Anfang der 1970er Jahre durch aggressive, provokante und schockierend-verstörende Performances medienpräsent auf sich aufmerksam machte und zu den Wegbereitern des späteren Industrial zählt. ,Harmonic Coumaction" wurde ebenfalls als audio-visuelle Installation bei Cosey Fanni Tuttis Einzelausstellung in der Cabinet Gallery, London, präsentiert. Cosey Fanni Tutti erklärt: "Die Arbeit an der Ausstellung COUM Transmissions fiel auch mit dem Schreiben meiner Autobiografie zusammen - dem Sammeln von Archivmaterial und dem Wiedereinbringen in meine Vergangenheit. Meine Arbeit ist ein Kontinuum, die Vergangenheit speist die Gegenwart und umgekehrt. Das Album ist eine Interpretation meiner Vergangenheit und Gegenwart, meines Verständnisses der wechselnden Wahrnehmungen, wie sie sich gegenseitig beeinflussen. Eine Form, die eine andere durch einen metamorphen Prozess erzeugt." Auf ,TUTTI" wurde die Musik aktualisiert und mit Elementen der Original-Tracks ergänzt, die neu aufgenommen und speziell weiterverarbeitet wurden, um ein einzigartiges eigenständiges Dokument zu erstellen, das von der Live-Performance und Installation getrennt ist. Das in ihrem Studio in Norfolk aufgenommene Album, wie auch ihre Debütveröffentlichung ,Time To Tell" von 1982, verbindet Cosey's künstlerische Aktivitäten mit ihrer Erforschung des Sounds: Das autobiografische Thema des Albums ist nicht an eine bestimmte Zeit oder einen bestimmten Ort gebunden, die "Stimmen", Instrumente und Klänge reichen zusammen über Jahrzehnte ihres Lebens, Musik und Kunst. In diesem Zusammenhang verschiebt sich ihr Name ,TUTTI" von seiner Rolle als Substantiv, um das Konzept des Albums perfekt darzustellen und gleichzeitig als Zeichen für Cosey als Künstlerin zu fungieren. ,TUTTI" ist Cosey Fanni Tutti's einziges Soloalbum seit ,Time To Tell" 1982. Sie ist Mitbegründerin von Throbbing Gristle und des Genres Industrial Music, bekannt für ihre Kunst, ihre Arbeit in der Sexindustrie, für ihren Beitrag zur elektronischen Musik als Teil von Chris & Cosey, Carter Tutti und Carter Tutti Void und für ihr bahnbrechendes Solowerk. Ihr Motto: ,Mein Leben ist meine Kunst, meine Kunst ist mein Leben". Coseys Autobiografie ,ART SEX MUSIC" wurde 2017 von Faber & Faber weltweit mit großem Erfolg veröffentlicht, eine japanische Ausgabe ist gerade erschienen, mit weiteren Übersetzungen und einem Hörbuch, das folgen wird.
€29.50
Tutti

Tutti

Format: CD Year: 2019
UTTI is comprised of eight soundscapes: an audio self portrait comprising of manipulated sound recordings from Cosey’s life, music and art: “It’s the only album I’ve made that is an all encompassing statement expressing the totality of my being. A sense of the past in relation to the present and everything in between.” These eight pieces were originally conceived as the soundtrack to the autobiographical film ‘Harmonic Coumaction’, and performed live in February 2017, part of a series of events that accompanied the COUM Transmissions retrospective which opened Hull UK City of Culture 2017. Later that year, ‘Harmonic Coumaction’ was presented as an audio-visual installation for Cosey Fanni Tutti’s solo exhibition at Cabinet Gallery, London. Cosey Fanni Tutti explains: “Working on the COUM Transmissions exhibition also coincided with writing my autobiography - collating archive material and re engaging with my past. My work is a continuum, the past feeding the present and vice versa. The album is an interpretation of my past and present, of my understanding the shifting perceptions of how they inform one another. One form creating another through a metamorphic process.” On TUTTI, the music has been updated and enhanced with elements of the original tracks re-recorded and further processed specifically to create a unique stand-alone document, separate to the live performance and installation. Recorded at Cosey Fanni Tutti’s studio in Norfolk, the album, as on her debut release, Time To Tell, merges Cosey’s art activities with her exploration of sound: The album’s autobiographical theme is not locked into any specific time or place, the ‘voices’, instruments and sounds together span decades of my life, music and art. In this context my name 'TUTTI’ shifts from its role as a noun to perfectly represent the concept of the album, also acting as sign for me the artist. TUTTI is Cosey Fanni Tutti’s only solo album release since 1982’s Time To Tell. Time To Tell was recently given its first release on vinyl, on a long awaited official deluxe edition. The interim years between solo releases has seen a blisteringly prolific output as an artist and musician. Renowned for her art, her work in the sex industry, as co-founder of Industrial music and Throbbing Gristle, and her pioneering electronic music solo and as Chris & Cosey, Carter Tutti and Carter Tutti Void, she has created throughout with the motto “my life is my art, my art is my life”. Cosey’s autobiography ART SEX MUSIC was published to worldwide acclaim by Faber & Faber in 2017, a Japanese edition has just been published with further translations and an audio book to follow. TUTTI TRACK LISTING Tutti Drone Moe Sophic Ripple Split Heliy En Orenda TUTTI besteht aus acht Tracks und ist ein Audio-Selbstporträt, das aus manipulierten Tonaufnahmen aus Cosey Fanni Tuttis Leben, Musik und Kunst besteht: "Es ist das einzige Album, das ich gemacht habe, das eine allumfassende Aussage ist, die die Gesamtheit meines Seins ausdrückt. Ein Gefühl der Vergangenheit in Bezug auf die Gegenwart und alles dazwischen." Diese acht Stücke waren ursprünglich als Soundtrack zum autobiografischen Film ,Harmonic Coumaction" konzipiert und wurden im Februar 2017 im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zur Retrospektive über COUM Transmissions live aufgeführt. COUM Transmissions war eine subkulturelle Gruppe von britischen Musikern, Undergroundfilmemachern, Aktions- und Konzeptkünstlern, der Cosey anghörte und die Anfang der 1970er Jahre durch aggressive, provokante und schockierend-verstörende Performances medienpräsent auf sich aufmerksam machte und zu den Wegbereitern des späteren Industrial zählt. ,Harmonic Coumaction" wurde ebenfalls als audio-visuelle Installation bei Cosey Fanni Tuttis Einzelausstellung in der Cabinet Gallery, London, präsentiert. Cosey Fanni Tutti erklärt: "Die Arbeit an der Ausstellung COUM Transmissions fiel auch mit dem Schreiben meiner Autobiografie zusammen - dem Sammeln von Archivmaterial und dem Wiedereinbringen in meine Vergangenheit. Meine Arbeit ist ein Kontinuum, die Vergangenheit speist die Gegenwart und umgekehrt. Das Album ist eine Interpretation meiner Vergangenheit und Gegenwart, meines Verständnisses der wechselnden Wahrnehmungen, wie sie sich gegenseitig beeinflussen. Eine Form, die eine andere durch einen metamorphen Prozess erzeugt." Auf ,TUTTI" wurde die Musik aktualisiert und mit Elementen der Original-Tracks ergänzt, die neu aufgenommen und speziell weiterverarbeitet wurden, um ein einzigartiges eigenständiges Dokument zu erstellen, das von der Live-Performance und Installation getrennt ist. Das in ihrem Studio in Norfolk aufgenommene Album, wie auch ihre Debütveröffentlichung ,Time To Tell" von 1982, verbindet Cosey's künstlerische Aktivitäten mit ihrer Erforschung des Sounds: Das autobiografische Thema des Albums ist nicht an eine bestimmte Zeit oder einen bestimmten Ort gebunden, die "Stimmen", Instrumente und Klänge reichen zusammen über Jahrzehnte ihres Lebens, Musik und Kunst. In diesem Zusammenhang verschiebt sich ihr Name ,TUTTI" von seiner Rolle als Substantiv, um das Konzept des Albums perfekt darzustellen und gleichzeitig als Zeichen für Cosey als Künstlerin zu fungieren. ,TUTTI" ist Cosey Fanni Tutti's einziges Soloalbum seit ,Time To Tell" 1982. Sie ist Mitbegründerin von Throbbing Gristle und des Genres Industrial Music, bekannt für ihre Kunst, ihre Arbeit in der Sexindustrie, für ihren Beitrag zur elektronischen Musik als Teil von Chris & Cosey, Carter Tutti und Carter Tutti Void und für ihr bahnbrechendes Solowerk. Ihr Motto: ,Mein Leben ist meine Kunst, meine Kunst ist mein Leben". Coseys Autobiografie ,ART SEX MUSIC" wurde 2017 von Faber & Faber weltweit mit großem Erfolg veröffentlicht, eine japanische Ausgabe ist gerade erschienen, mit weiteren Übersetzungen und einem Hörbuch, das folgen wird. http://www.coseyfannitutti.com/content/tutti-lp-resources.html
€16.00
If a City is set upon a Hill [coloured vinyl]

If a City is set upon a Hill [coloured vinyl]

Format: LP Year: 2022
"Das neue Current 93-Album verweist mit dem auf den ersten Blick untypischen Fliesen-Artwork, auf denen der Mord Kains an Abel dargestellt ist, auf Current 93s „Rockalbum“ „Aleph At Hallucinatory Mountain“, auf dem es hieß: „In the beginning was the murderer“. Musikalisch-personell knüpft es stark an das 2018 erschienene Album „The Light Is Leaving Us All“ an, wurde „If A City Is Set Upon A Hill“ doch in fast der gleichen Besetzung aufgenommen – im direkten Vergleich ist „If A City“ vielleicht etwas elegischer und mit seinen sieben Stücken und 37 Minuten Laufzeit recht kurz, dabei allerdings nicht weniger gehaltvoll. Schaut man in die Entwicklung Current 93s, dann ist es sicher kein Zufall, dass viele der als Referenzwerke gesehenen Alben aus den 90ern, die nicht unerheblich zum Kultstatus des Projekts um David Tibet beigetragen haben, durch eine relativ stabile Kernbesetzung eingespielt wurden und darüberhinaus eine Vielzahl starker – solch ein Begriff mag bezogen auf Current 93 vielleicht etwas profan anmuten – Songs enthielten. Die Qualität der einzelnen Stücke trug dann auch sicher nicht unerheblich dazu bei, dass das 2018 erschienene „The Light Is Leaving Us All“ das vielleicht stärkste Album seit “Black Ships Ate The Sky” war. Seit “The Light…” erschienen die weitgehend instrumentalen, von Soundscapes durchzogenen Alben „Invocations Of Almost“, „If A Star Turns Into Ashes“ sowie die beiden Soloalben Tibets („Ferelith“ und „Fontelautus“), die in ihrer somnambulen (Alp-)Traumatmosphäre und atmosphärischen Dichte zumindest zum Teil an das Verstörende und Irritierende des Frühwerks anknüpften. Das schon vorab veröffentlichte das Album eröffnende „If A City…“ legt den Ton, die Stimmung fest: Im Zusammenspiel von Drones, Klavier und Geige entsteht ein elegisch-melancholisches Stück und Tibet, der hier – wie schon auf seinen Soloalben – nur noch unter seinem Vornamen firmiert, intoniert: „If under G+D’s Wing/By the JawBone and HeeHaw/The donkey creeps silently/Through the door in the hall/Then plague and mice/And the woodlice stream…“. Wenn man einem Instrument eine tragende und zentrale Rolle zusprechen will, so dann sicher der von Aloma Ruis Boada gespielten Geige, die das gesamte Album prägt. Auf „There Is No Zodiac“ setzt der dezente Einsatz von E-Gitarre leicht dissonate Akzente. Auf dem dann folgenden „Joke Moon“ gibt es ein fantastisches Zusammenspiel von Alisdair Roberts wunderschön gezupfter Gitarre und der Violine. Auch auf „A Column Of Dust“ erzeugen Gitarre und Geige und der dramatische Gesang Tibets eine beeindruckende Atmosphäre – man möchte dem von ihm besungenen “Final Express Train” nicht unbedingt begegnen. „The Child, And Fire” erinnert mit seinen Pianopassagen entfernt an „Soft Black Stars“. Textlich finden sich die thematischen Obsessionen, die das Werk Current 93s seit Jahr(zehnt)en prägen: Apokalyptische Szenarien werden entworfen: „It it rains razors, and murders, and slaughters“, „The Moon is dead now—Joke Moon!“, „A castle or Moloch“, „And the noise in your eyes/Has the rumours of wings/And the fly and the hornet/From the Scorpion RainBow“, „In the walls the colourful cartoons/Are covered with sores“), das Zusammenspiel von Profanem und Erhabenem („In time for tea, in time for end“), Nursery Rhymes („By the butcher, and the baker, /And the candlestick maker“, “Just memories stretched out/From nursery rhymes or spectres”), (der) Gott in all seiner Ambivalenz: „Vengence in His Eye/I AM THE LORD! – THE KILLER AND THE CREATOR“. Muss man beim Titel des Albums vielleicht unweigerlich an die von John Winthrops aus der Bergpredigt (“You are the light of the world. A city set on a hill cannot be hidden“) entlehnte Fortmulierung denken, der so eine zentrale Rolle beim Selbstverständnis der amerikanischen Nation zukommt, denken, erfährt man im Booklet, dass die Inspiration für das Album ein akkadischer Text namens „If A City Is Set Upon A Height“ ist. Passenderweise dankt Tibet im Booklet seinen Hebräisch-, Akkadisch-, Koptisch- und Ugaritischlehrern, erneut sein Interesse an (ur-)alten Sprachen, am logos betonend, der ja “im Anfang” war. Letztlich ist es so erfreulich wie erstaunlich, dass nach dem fast 40-jährigen Bestehen Current 93s, “your favourite hallucinatory skipping-rope”, wie es auf dem Albumcover heißt, noch immer Alben entstehen, die beeindrucken können und beeindruckend sind und ein Spätwerk einläuten, das viel verspricht." [MG, African Paper]
€37.50
If a City is set upon a Hill

If a City is set upon a Hill

Format: CD Year: 2022
"Das neue Current 93-Album verweist mit dem auf den ersten Blick untypischen Fliesen-Artwork, auf denen der Mord Kains an Abel dargestellt ist, auf Current 93s „Rockalbum“ „Aleph At Hallucinatory Mountain“, auf dem es hieß: „In the beginning was the murderer“. Musikalisch-personell knüpft es stark an das 2018 erschienene Album „The Light Is Leaving Us All“ an, wurde „If A City Is Set Upon A Hill“ doch in fast der gleichen Besetzung aufgenommen – im direkten Vergleich ist „If A City“ vielleicht etwas elegischer und mit seinen sieben Stücken und 37 Minuten Laufzeit recht kurz, dabei allerdings nicht weniger gehaltvoll. Schaut man in die Entwicklung Current 93s, dann ist es sicher kein Zufall, dass viele der als Referenzwerke gesehenen Alben aus den 90ern, die nicht unerheblich zum Kultstatus des Projekts um David Tibet beigetragen haben, durch eine relativ stabile Kernbesetzung eingespielt wurden und darüberhinaus eine Vielzahl starker – solch ein Begriff mag bezogen auf Current 93 vielleicht etwas profan anmuten – Songs enthielten. Die Qualität der einzelnen Stücke trug dann auch sicher nicht unerheblich dazu bei, dass das 2018 erschienene „The Light Is Leaving Us All“ das vielleicht stärkste Album seit “Black Ships Ate The Sky” war. Seit “The Light…” erschienen die weitgehend instrumentalen, von Soundscapes durchzogenen Alben „Invocations Of Almost“, „If A Star Turns Into Ashes“ sowie die beiden Soloalben Tibets („Ferelith“ und „Fontelautus“), die in ihrer somnambulen (Alp-)Traumatmosphäre und atmosphärischen Dichte zumindest zum Teil an das Verstörende und Irritierende des Frühwerks anknüpften. Das schon vorab veröffentlichte das Album eröffnende „If A City…“ legt den Ton, die Stimmung fest: Im Zusammenspiel von Drones, Klavier und Geige entsteht ein elegisch-melancholisches Stück und Tibet, der hier – wie schon auf seinen Soloalben – nur noch unter seinem Vornamen firmiert, intoniert: „If under G+D’s Wing/By the JawBone and HeeHaw/The donkey creeps silently/Through the door in the hall/Then plague and mice/And the woodlice stream…“. Wenn man einem Instrument eine tragende und zentrale Rolle zusprechen will, so dann sicher der von Aloma Ruis Boada gespielten Geige, die das gesamte Album prägt. Auf „There Is No Zodiac“ setzt der dezente Einsatz von E-Gitarre leicht dissonate Akzente. Auf dem dann folgenden „Joke Moon“ gibt es ein fantastisches Zusammenspiel von Alisdair Roberts wunderschön gezupfter Gitarre und der Violine. Auch auf „A Column Of Dust“ erzeugen Gitarre und Geige und der dramatische Gesang Tibets eine beeindruckende Atmosphäre – man möchte dem von ihm besungenen “Final Express Train” nicht unbedingt begegnen. „The Child, And Fire” erinnert mit seinen Pianopassagen entfernt an „Soft Black Stars“. Textlich finden sich die thematischen Obsessionen, die das Werk Current 93s seit Jahr(zehnt)en prägen: Apokalyptische Szenarien werden entworfen: „It it rains razors, and murders, and slaughters“, „The Moon is dead now—Joke Moon!“, „A castle or Moloch“, „And the noise in your eyes/Has the rumours of wings/And the fly and the hornet/From the Scorpion RainBow“, „In the walls the colourful cartoons/Are covered with sores“), das Zusammenspiel von Profanem und Erhabenem („In time for tea, in time for end“), Nursery Rhymes („By the butcher, and the baker, /And the candlestick maker“, “Just memories stretched out/From nursery rhymes or spectres”), (der) Gott in all seiner Ambivalenz: „Vengence in His Eye/I AM THE LORD! – THE KILLER AND THE CREATOR“. Muss man beim Titel des Albums vielleicht unweigerlich an die von John Winthrops aus der Bergpredigt (“You are the light of the world. A city set on a hill cannot be hidden“) entlehnte Fortmulierung denken, der so eine zentrale Rolle beim Selbstverständnis der amerikanischen Nation zukommt, denken, erfährt man im Booklet, dass die Inspiration für das Album ein akkadischer Text namens „If A City Is Set Upon A Height“ ist. Passenderweise dankt Tibet im Booklet seinen Hebräisch-, Akkadisch-, Koptisch- und Ugaritischlehrern, erneut sein Interesse an (ur-)alten Sprachen, am logos betonend, der ja “im Anfang” war. Letztlich ist es so erfreulich wie erstaunlich, dass nach dem fast 40-jährigen Bestehen Current 93s, “your favourite hallucinatory skipping-rope”, wie es auf dem Albumcover heißt, noch immer Alben entstehen, die beeindrucken können und beeindruckend sind und ein Spätwerk einläuten, das viel verspricht." [MG / African Paper]
€18.50
Sketches of my Nightmares and Dreams occuring

Sketches of my Nightmares and Dreams occuring

Format: CD Year: 2024
"Neben den regulären Studioalben „The Light Is Leaving Us All“ und „If A City Is Set Upon A Hill“, die sicher zum stärksten Material Current 93s seit Jahren zählen, erschienen immer wieder weniger songorientierte Veröffentlichungen, wie etwa „If A Star Turns Into Ashes“ oder auch die zwei Soloalben Tibets. Diese waren geprägt von somnambulen Klanglandschaften, die weitgehend auf Text/Vocals verzichteten. Auch die massive 7CD-Box „The Long Shadow Falls“ knüpfte von der Stimmung her daran an. Über „Sketches Of My Nightmares And Dreams Occuring“ schreibt Tibet: „These scribbles in sound and spellings, trying to make senses of nonsenses that followed the clouds at teatimes, were recorded during the creation of Current 93′s 2025 album“. Das Album, neun unbetitelte Stücke enthaltend, erstmalig auf der kurzen Skandinavientour der Band verkauft und nun regulär erhältlich, beginnt mit leicht sakralen Loops, dann scheint jemand immer und immer wieder einen Würfel zu werfen. Nach etwa einer Minute setzt Tibets Stimme ein, die wenig Frohes verkündet: Er singtspricht von „futile endings“, verkündet „I’m so weary of it all“. Der zweite Track beginnt mit Ballroommusicsamples; hier heißt es zwar auch „the end is drawing nigh“, aber insgesamt ist das Stück eine Liebeserklärung: „I shall love you till I die“. Glocken läuten, am Ende kann man eine Spieluhr hören. Track 3 ist eine Kaskade aus Stimmen und Geräuschen. Das vierte Stück beginnt mit Jahrmarktmusik. „Let us despair pathologies“, hört man da (an Leonard Cohen anspielend), eine E-Gitarre dröhnt im Hintergrund , die Stimme klingt verzerrt und dann geht alles im Fiepen des Feedbacks unter. Im weiteren Verlauf des Albums hört man dramatische Streicher (Track 5), so etwas wie angestrengtes Atmen (6), Tibets Stimme im Schrei endend (8) Der siebte Track enthält die Feststellung: „if hearts could only be content with love and sympathy/how sweetly we could live/we both of us have so much love to give/no matter how our minds conspire imprisoned by our own desire/we are not free to choose what love we gain/what love we lose“. Im Vergleich zu den großen kosmischen Entwürfen, die man auf vielen Current 93-Veröffentlichungen findet, wirkt dieses Album eher auf das (Allzu)Menschliche fokussiert. Erst im letzten Track wird es wieder größer: “in the beginning six faces fell from the unmade sky/no name for this and no face for that”. All das ist untermalt von einer verzerrten E-Gitarre. Das ist ein fragmentarisches (“Sketches”), einer (Alp-)Traumlogik folgendes Album. „These Fragments I Have Shored Against My Ruins“ konnte man erstmalig vor weit über hundert Jahren in Eliots “The Waste Land” lesen und vielleicht ließe sich dies auch unter dieses Album schreiben." [MG / African Paper]
€16.00

Same Time Same Place

Format: 10 Year: 2002
Gerade erst ist die Debut-CD auf STATE ART erschienen, da kommt auf Blade bereits dieses neue Vinyl der Russen heraus! Hier sind sie überraschenderweise wesentlich melancholischer, songorientierter und elektronischer als auf den eher industriellen vorherigen Releases – aber nicht weniger düster. 7 tracks. First vinyl (as far as we know) for the russian Industrial-project (who just have their debut CD on stateart out) – here they sound much more electronic, melancholic and songoriented, but still very dark. As dark as the russian soul.. as always on Blade Records, strictly limited. [Drone Rec. 2002]
€12.00

The Night just keeps coming in

Format: CD Year: 2009
"Tieftraurige Melodien und melancholische Schwermut zeichnen den Singer/Songwriter Chris Hooson von Dakota Suite aus. Das waren auch die Hauptanregungen der letzten Platte "The End Of Trying", welche Anfang 2009 erschien. Das Nachfolgealbum "The Night Just Keeps Coming In" wiederum enthält Versionen und Remixe von einer illustren Schar Musikern aus den Bereichen neuer und elektronischer Musik. Auf Hoosons eigenem Label Navigators Yard erschien bereits 2009 eine auf 300 Exemplare limitierte Auflage des Albums. Die Originale erzählen von Kummer und Schmerz des Komponisten aus Leeds. Künstler wie Machinefabriek, Peter Broderick und The Boats hauchen den einzelnen Tracks ein völlig neues Leben ein. Dadurch wirken die einzelnen Lieder graziöser (Jasper Leylands "Hands Swollen With Grace"), tragischer (Hauschkas "A Quietly Gathering Tragedy") und manchmal auch unheimlich wie Elegis "All The Love I Had Was Not Enough". Neben der CD wird es auch eine streng limitierte Vinylauflage geben. *** 01. Machinefabriek „One Day Without Harming You“ // 02. Peter Broderick „This Failing Sea“ // 03. Jasper Leyland „Hands Swollen With Grace“ // 04. Hauschka „A Quietly Gathering Tragedy“ // 05. Elegi „All The Love I Had Was Not Enough“ // 06. Deaf Center „Very Early Morning On Old Road“ // 07. Arve Henriksen „The End Of Trying Part 1“ // 08. Greg Haines „The End Of Trying Part 2“ // 09. Hannu „The End Of Trying Part 3“ // 10. Tape „The End Of Trying Part 4“ // 11. Swod „Een Langzaam Lekkende Wond“ // 12. The Boats „The Night Keeps Coming In“ // 13. Jacaszek „How Could You Let Me Go“ // 14. Emanuele Errante „Second Hand Light“ // 15. Loscil „Things We Lost Along The Way“ // 16. Dakota Suite & Nick Hawley „Z-Cars“ " [label info]
€15.50
Chant de dune

Chant de dune

Format: mCDR Year: 2003
Endlich wird eines der genialen field recordings von YANNICK DAUBY (gerade als ENTRELACS auf Drone Records erschienen!) einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht – auf CHANT DE DUNE hören wir faszinierende SAND-Geräusche aus der Wüste ! “ Yannick Dauby is a french composer, known for his collaborations with alio die ("descendre cinq voiles à l'ombre d'une voile" cdsingle on amplexus), mnortham (the "entrelacs" project) or thomas köner (the recent "zyklop" 2cd set on mille plateaux). this 3" is a re-release of a piece yannick dauby self-released in 1999, now accompanied by a new piece. deep concrete ambient music... "sounding sands are found in many places in the whole world. this rare natural phenomenon, is represented most of the time by beaches, whose sand is squeaking when it is struck or pushed. however, in some deserts, we meet some large dunes which have a more astonishing activity. sand avalanches, mostly provocated by the wind, create very deep sounds, extremely powerful, accompanied by tremors and lasting for several minutes. unexplained, these singings from the desert are despicted like roarings, voices from surnatural beings or the rumbling of the thunder." (yannick dauby) http://taalem.free.fr/ https://taalem.bandcamp.com/album/chant-de-dune-alm-12
€5.00

Son of Concrete

Format: pic-LP Year: 2007
Starke 4-track long-play EP einer Art Supergroup des US-amerikanischen Experimental-Dub & Hip-Hop Undergrounds, mit erstaunlichem Ergebnis zwischen melancholischer slow-Dub Ambience und frei flottierenden Experimenten, viel vokales Material & halluzinogene Atmo...und auch ruhig-harmonische parts tauchen auf. Leute von DÄLEK, DESTRUCTO SWARMBOTS, ODDATEE sind beteiligt. Erschien auf dem wahrhaft grenzüberschreitendem Label PUBLIC GUILT aus Baltimore, MD. "The Deadverse Massive 12" picture disc brings together three intense forces in music-- avant hip-hop unit, Dälek, ambient guitarist, Destructo Swarmbots and hip-hop madman, Oddateee. Spontaneity, open-mindedness to the recording process and a collective cohesiveness sprung forth an album that none of them would have every created alone and none of them would have imagined before the moment of creation. Easily, the strangest record any of these artists have ever touched. Artwork from the amazing Paul Romano rounds out the release." [label info] "When hip-hop gets weird, it gets "Deadverse Massive". Mescaline dreams from the deep unconscious rise through psych-ambient guitar drones to meet street socially-conscious poetry and spoken-word in a no less than stellar collision... 8/10 "[Foxy Digitalis] "A stunning mashup of heavy beatscapes, surrealist avant hip hop, and spacey drones from beyond the wall of sleep... a surreal and drifting collage of beats and psychedelic drones, powerful rhymes and voice transmissions, as informed by classic krautrock and cassette experiments as it is by actual hip hop." [Crucial Blast] www.publicguilt.com
€15.00
Omniphony 1

Omniphony 1

Format: CD Year: 2002
„Omniphony 1“ ist die Neuauflage der gleichnamigen, 1966 auf OWL Records erschienenen LP. 1963 komponierte Tod Dockstader eine Reihe von Tonbandstücken, „cells“, bestehend aus natürlichen Klangquellen (Glocken, menschliche Stimmen etc.) und elektronischen Klängen (z.B. Oszillatoren). Der Filmkomponist James Reichert (1932 ¬ 1995) entwarf, der Klangintention der „cells“ entsprechende Orchesterstücke, sogenannte „inparts“, die anschließend nochmals durch Filter und Ringmodulatoren gejagt wurden, um den instrumentalen Klangumfang und die Dynamiken zu verändern. Die anschließende Re-Komposition zeitigte ein sehr homogen angelegtes Ergebnis, das auch heute noch in Erstaunen versetzt. Elekronisches umschwirrt reißend und manchmal ein bischen frech die moog-manipulierten Bläsergruppen. Ständige Wechsel der Dynamik verwirren die Fäden der Klänge so weit, dass Elektronik und konkreter Instrumentalklang jeweils mit der Sprache des anderen zu sprechen scheinen. So wirken manche Stellen glatt wahnwitzig: wenn die kammermusikalischen „inparts“ im Zusammenspiel mit Dockstaders prä-Industrial-elektronischen „cells“ eher Hollywood denn Donau-Eschingen beschwören, werden Bereiche des Grotesken befühlt. Das ist nicht schlimm, sondern erzählt vielmehr von der Besessenheit mit der echte Freaks am Werke waren, um in einem Jahr 100.000 Fuß an Tapematerial zu bearbeiten. Als Bonusmaterial gibt es Dockstaders „Study no.7“ (1961) in einer Stereoversion, sowie seine dringliche „Past prelude“ von 1990. // „Omniphony 1“ is the rerelease of the OWL-LP from 1966. In 1963, Tod Dockstader composed a set of taped sounds which he called „cells“ consisting of natural sounds (bells, wind, voice) and electronically sounds (as from oscillators, recording circuitry, etc.). James Reichert (1932 ¬ 1995) composed a series of orchestrated parts which were based upon the sound intention of Dockstader’s „cells“. Those „inparts“ were transmuted using R.A. Moog music processing equipment to change the instrumental ranges and dynamics. With the following re-composition they produced a very homogeneous result wich is today still amazing. Electronically sounds pungent and sometimes a kind of saucy are flowing through a moog-manipulated brass group. The permanent changing of dynamics entangles the sounds. It seems that electronic and concrete instruments have particular swapped their very own sound. So some parts might have a strange atmosphere: when the chamber music -like „inparts“ together with Dockstader’s prä-industrial-electronically „cells“ evoke Hollywood more than Donau-Eschingen it is getting grotesque. But it is cool, because it tells from the truly obsessive fashion of two music freaks who edited and mixed down over 100.000 feet oftapes for that release. Further bonus tracks are Dockstader’s „study no.7“ (1961) in a stereo version and his „past prelude“ from 1990." [Peter Schlewinski for Drone Records] "In the early 1960's Tod Dockstader was a young maverick composer of electronic 'organised sound', and James Reichert a film composer and music supervisor. They met in New York in 1963, and launched one of the most extraordinary collaborations in modern music, a unique attempt to integrate electronic sounds and the classical orchestra. Unlike Varese's Deserts, and Stockhausen's Kontakte, it does not merely have the orchestra play along with a tape, or even process orchestral sounds live. What makes this project unique is that the orchestra was transformed by electronic processes at a fundamental level, and organically fused with the purely electronic sounds. The completed work is a bizarre blend of Dockstader's fundamentally intuitive approach to sound, and Reichert's more conservatoire-based feeling for melody and orchestration. It often sounds like an unlikely collaboration between Stravinsky and Frank Zappa in avant garde mode, or Stockhausen and his alter-egos, Stock, Hausen and Walkman. Its not simply an important historical document, but an intriguing and entirely convincing listen; a truly extraordinary combination of electronic and orchestral textures, in which the orchestra seems to have been drenched in Technicolor, and dragged through a cartoon sound studio." [label info]
€14.00
The Uncanny little Sparrows

The Uncanny little Sparrows

Format: CD Year: 2018
"Formed in November 2006, Dream Weapon Ritual is the duo of Simon Balestrazzi and Monica Serra. They play free-form music that draws equally from droning electronica soundscapes and imaginary folk visions. Simon Balestrazzi is an electronic/electroacoustic composer and sound artist active since the 80's. He released many albums and performed live around Europe under various names. Monica Serra is a talented actress whose artistic research led to double as vocalist since 1999. Both are members of the long-lived Italian cult band T.A.C. (Tomografia Assiale Computerizzata). Togheter as Dream Weapon Ritual they released their music through Radical Matters, Old Europa Cafe and Magick With Tears. All music by Dream Weapon Ritual Mastered by James Plotkin Masks by Gabriela Mulas Photos by Franco Casu Artwork by Daniele Serra" "Gut drei Jahre nach „Ebb and Flow“ lassen die beiden Multiinstrumentalisten Simon Balestrazzi und Monica Serra zum fünften Mal von sich hören und erzählen mit allerhand schrägen Ideen im Gepäck die Geschichte einer Gruppe von unheimlichen kleinen Spatzen – das klingt auf den ersten Blick vielleicht nach Ironie und Spielerei, v.a. wenn man von dem hierzulande üblichen Image dieser nicht gerade gruseligen Vogelart ausgeht. Doch „The Uncanny Little Sparrows“ lädt nicht gerade zu letztgültigen Interpretationen seines Inhalts ein, und das ist auch gut so. Bei dem langsam an- und abschwellenden Drone, das an elektrisch aufgeladene Harmoniumklänge erinnert, den trunkenen Echolalien undeutbarer Stimmen, dem Rasseln und Scheppern und den seltsamen Bläserklängen des eröffnenden „Bird Mother“ zeigt sich schnell, dass die beiden sich in grundlegender Hinsicht treu geblieben sind, denn ihre „Freeform-Musik“, die ebenso von dröhnender Elektronik wie von folkigen Spuren durchdrungen ist, bewegt sich in den bekannten Bahnen, die quer durch moderne und primordiale Gefilde führen. In diesem Rahmen kommt es aber zu einigen Verschiebungen, denn auf den neuen Stücken scheint die Musik noch um einiges unregelmäßiger und unruhiger als auf den Aufnahmen zuvor. Kratzige Spielereien, eventuell erzeugt mit dem von Massimo Olla entworfenen [d]Ronin, allerhand Gereusel und geheimnissvolle Perkussion rufen Balestrazzis Projekte Hidden Reverse und A Sphere of Simple Green in Erinnerung, bei der Mischung aus untergründigem Brummen und falsettigen Hochtönereien denkt man vielleicht an so unterschiedliche Musiker wie Ka Baird oder die viel zu wenig beachteten Mailänder Sothiak – Vergleiche, mit denen nur eine vage Richtung angedeutet sein soll. Deutlich erkennbare Vogelstimmen treten erstmals in dem kurzen, in einem seltsam schleppenden Rhythmus hinkenden „Mating Call“ auf den Plan, wo sie sich sanft und verhuscht in mysteriöse Rückwärtspassagen einweben. In dem folgenden Track, der von „zwei kleinen Spatzen, die auf einem Zweig sitzen und auf die Erleuchtung warten,“ kündet, erinnern sie eher an übermütige Spechte. Weiter geht es durch noisige Gefilde, in denen man nicht mit dem Klang orientalischer Flöten gerechnet hätte, hin zu einer Urwald-Kulisse, in der ekstatische Perkussion und tremolierende Stimmen wie das Echo eines schamanischen Rituals wirken. „The One with the Iron Beak“ ist das letzte Stück betitelt, und wieder beschleicht einen der Verdacht, dass all die tiefschürfenden rituellen Elemente, die ebenso wie rhythmische und melodische Pop-Ansätze um jede zweite Ecke lugen, zwar auch, aber nicht nur mit erhabenem Ernst eingebracht werden. Das Album erschien jüngst bei Boring Machines als LP mit achtseitigem Booklet und ist darüber hinaus natürlich in den üblichen digitalen Formaten zu ergattern." (U.S./African Paper]
€16.50
Mariyammal

Mariyammal

Format: LP Year: 2015
"Ambient-Puzzle aus Frankreich. Zahlreiche Soundlandschaften von Musikern werden zu einer Fläche verbaut. Organisch und handfest. mit einer ganz besonderen, kränklichen, geheimnisvollen Stimmung und irren Vocals. Achtung Sogwirkung! Vor vier Jahren veröffentlichte der in Berlin lebende Franzose BENJAMIN BEX mit "Rosegger" ein Album auf TREUE UM TREUE / REUE UM REUE. Für seine neue Projektarbeit, zusammen mit befreundeten Musikern als DUHKHA auf IDÉOBLASTE erschienen, übernimmt das Label zwar 'nur' den Vertrieb. "Mariyammal" klingt aber so stark nach der mysteriösen Ambientwelt von TUT / RUR, dass das Album perfekt in die Labelwelt gepasst hätte. (Wer mit der entsprechenden Musik vertraut ist, kann sich den Rest des Artikels theoretisch sparen und blind zugreifen.) Für mich stellt sich die Arbeit von DUHKHA wie ein großes, schönes Puzzle dar, mit BENJAMIN BEX als Chef am Tisch. Er hat sich von befreundeten Musikern Klänge, Töne, improvisierte Tonfolgen, Geräusche et cetera einspielen lassen und diese auf sehr kunstvolle, magische Weise zusammengebaut. Ergänzt durch eigene Beiträge, insbesondere durch bemerkenswerte Gesangsparts. PIERRE GORDEEFF zum Beispiel hat Aufnahmen seiner verrückten Maschinen beigesteuert. Das Turntablism-Projekt VINYL -TERROR & -HORROR lieferte einige Klanglandschaften. Andere Freunde spielten Cello-Improvisationen oder Echtzeit-Soundbasteleien ein. Der ganze Prozess, inklusive des Verwebens der Bestandteile, dauerte rund zwei Jahre. Das ansteigende, dröhnende Rauschen im Opener "Mariyammal" (A1) lässt sich viel Zeit, bevor sich Streicher mit sirenenartigen Sounds einmischen. Eine eigenartige und recht bedrohliche Atmosphäre, die plötzlich umschwingt: Als würden Wolken weggeblasen, taucht der Gesang auf. Verletzlich, hoch, fast Falsett, und dazu ein Kratzen – als ob die Singstimme gleich wieder weggewischt werden sollte. Weitere Zutaten: Arienansätze im Hintergrund und improvisierte Streichertöne. Sehr filmisch und sehr, sehr intensiv. In "Whidama" (A2) stammen die ersten Töne zwar von einer Akustikgitarre (nicht von Streichern), ansonsten bleibt vieles gleich. Die knarzenden, fordernden Sounds, der hohe Gesang (kurze Momente lang erinnert er mich an DAVID TIBET), und später quietscht auch das Cello wieder, zu- und abnehmend. "Teufelssee" (A3) bleibt instrumental, mit bearbeitetem Piano und einem Potpourri aus bisherigen Klängen, etwas enervierend mutet dabei das heftige Vinylknacken an. Die B-Seite startet ("Dans La Nuit Et L'Oubli", B1) mit Gitarrendrones, dem Klirren von Münzen und extrem hingebungsvollem, mystischem und beschwörendem Gesang. Durch längere Instrumentalparts, repetitive Geräusche mit Streicherimprovisation und später wieder dem verrückt machenden Plattenknistern und -knacken ist das Stück zerhackter, collagenartiger als die Tracks auf der ersten Seite. In "De La Lumière Et De La Mémoire" (B2) übt ein ganzes Orchester, mit fanfarenartigen, sägenden Tönen im Vordergrund. Der Gesang: noch höher, lyrisch und manisch, dagegen geschnitten sind ängstliche, fliehende Frauengeräusche und schräge Engelschöre. "Mariyammal" ist ein organisches, handfestes Werk zum Anfassen. Gleichzeitig scheint es mir durchzogen von Vergangenem, Morbidem und erinnert phasenweise an unsaubere, entfernte Schellackaufnahmen. Erstaunlich, dass sich die ungeheure Vielfalt stets zu dieser ganz besonderen, kränklichen, geheimnisvollen Stimmung mischt. Sorgfältig geschichtete Ambientmusik, bei der vor allem die Stimme – im Vergleich zu vielen sonstigen Basteleien auf dem Markt – den Unterschied macht. Achtung Sogwirkung." [Michael We. für nonpop.de ] https://vimeo.com/116551690
€15.00
Angels Of Darkness, Demons Of Light II

Angels Of Darkness, Demons Of Light II

Format: pic-do-LP Year: 2012
"In den selben Sessions in den Avast Studios Seattle, mit Producer Stuart Hallerman (Soundgarden, Mudhoney, Built To Spill und EARTH2) aufgenommen wie das im März 2011 erschienene "AODDOL I" trägt dieses Album die Inspirationen des ersten Teils fort. Wiederum tief inspiriert vom britischen Folk solcher Heroen wie Pentangle und Fairport Convention sowie der Musik der nordafrikanischen Tuareg-Band Tinariwen präsentieren sich EARTH melodischer als je zuvor, ohne dabei an Heavyness einzubüßen. Im Gegensatz zum Vorgänger wagen EARTH hier jedoch den Blick weit über den konstruktivistischen Kontext hinaus und geben Improvisationen Raum wie nie zuvor. Das LineUp besteht abermals neben Adrienne Davies (drums) und Dylan Carlson (Gitarre) aus der Violinistin Lori Goldston (Nirvana, David Byrne, Black Cat Orchestra) und Karl Blau am Bass (K Records, Laura Veirs, Microphones). TRACKLISTING: 01. SIGIL OF BRASS 02. HIS TEETH DID BRIGHTLY SHINE 03. MULTIPLICITY OF DOORS 04. THE CORASCENE DOG 05. THE RAKEHELL" [label info] www.southernlord.com
€30.00
Installation Recordings (1973-2008)

Installation Recordings (1973-2008)

Format: do-CD Year: 2010
"This 2CD is essentially a retrospective of Eastley’s installation work. As such, it updates and adds many new examples to the 1975 release “New and Rediscovered Musical Instruments”, which was released as a split LP with David Toop on Brian Eno’s Obscure Records. This is Eastley’s first solo CD. Of the 35 tracks, only the last 2 have any guests or ‘playing’ (the most virtuosic moment being George Lewis playing a grass blade). All the other pieces are either powered by the natural forces of wind and water, or else are motor driven gallery installations. The ethereal sounds of the aoelian harp, the haunting aeolian flutes, and the violent tension of his aerophone installations are hallmark Eastley sounds. These sounds, and many others, sit amidst a wide range of acoustic settings, from windy hill tops to quiet brooks, residential street scenes to coastal shores. The indoor recordings are no less varied, ranging across a rich variety of acoustics and gallery spaces from tiny micro sounds to large scale amplification. Wood, metal and stone are brought to life with electricity. Although there are many photos in the 20 page booklet, much is left to the imagination to work out how the sounds are made. With this limited access to the visual, the focus is pulled towards the musicality of the sounds themselves. This musicality is reinforced by the slow crossfades of most of the pieces from indoors to outdoors to form a series of suites. The recordings mostly date from the mid 70s, but there are pieces from later decades. Nearly everything was recorded either to Revox or Uher and occasionally cassette, using what microphones were available at the time. Recent recordings are digital. The varying quality of the recording set-ups across this 2CD adds yet another dimension to the shifting sound fabric of this anthology." [label info] www.stalk.net/paradigm "Max Eastley begann 1972 damit Skulpturen mit Klang zu verbinden, indem er Bewegung und Materialien seiner Skulpturen mit den Grundprinzipien des Instrumentenbaus verband. Dies führt für die vorliegende Retrospektive, die Aufnahmen aus den Jahren 1973 – 2008 auf 2 CDs enthält, notwendig dazu, dass nur Klang dokumentiert wird, doch die ihn erzeugenden Installationen trotz der zahlreichen Fotos nicht adäquat abgebildet werden können. Immerhin kann man auf ihnen die verschiedenen Instrumente zumindest sehen. Die Aerophone sind teilweise sehr schlanke Kreuze, deren Arme im rechten Winkel außen mit Saiten verbunden sind, die im Wind schwingen, und erinnern beinahe an Antennen, in deren Zentrum noch ein Stück bunter Stoff geknotet wurde. Auch an den schmalen dünnen aufrechten Kästen der Aeolian Flutes finden sich diese bunten Bänder wieder, so dass sie an abstrakte Figuren erinnern, deren Schals im Winde wehen. An den Hydrophonen fällt ihre Schlichtheit auf, wie sie als verschieden lange dünne Rohre aus dem sie antreibenden Wasser ragen. Klanglich erinnern die Skulpturen überwiegend an vom Wind betriebene Klangspiele und – meist archaische – Drones sowie verfremdete Tierstimmen und seltener an präparierte Saiteninstrumente. Da bei den Innenraum-Installationen die natürlichen Kräfte fehlen, um sie erklingen zu lassen, wurde auf mechanische Antriebe zurückgegriffen, die jedoch die unregelmäßigen Strukturen natürlicher Ereignisse nachahmen sollen. Nichts desto trotz erinnern einige ihrer Aufnahmen eher an Loops als an Klangereignisse, denen jedes Muster fehlt. Für diese Retrospektive wurden alle Aufnahmen auf „radiotaugliche“ Ausschnitte von oft nur zwei bis fünf Minuten gekürzt. Doch da die kinetischen Installationen keinen kompositorischen Aufbau haben, der einen bestimmten Anfang und Ende „erfordert“, lassen die als einzelne Tracks dokumentierten Ausschnitte fragen, ob eine einzelne Installation auf einer eigenen – dann wohl leider weitgehend unverkäuflichen – CD nicht besser repräsentiert worden wäre, da dies dem fortdauernden Klang einer Installation angemessener wäre. Ohnehin sind die Mehrzahl der Aufnahmen durch Ein- und Ausfaden zu collagenartigen kleinen Suiten arrangiert, was dem Material eine dem bloßen Hören angemessene neue Form gibt. Da die Ebene eines Dokuments, das den für Eastley gleichberechtigten visuellen Teil ausspart, verlassen wird und etwas Neues entsteht. Damit wird ebenfalls deutlich, dass auch eine kinetische Kunst letztlich das Werk eines – oder mehrer – Künstler ist und damit einen sozialen Charakter hat. Leider findet sich dazu nichts in dem 20seitigen Beiheft, das keine konzeptionellen Überlegungen enthält. Mit dieser Eastley-Retrospektive macht Paradigm Disc einmal mehr Musik zugänglich, die sonst kaum auf Tonträgern zu bekommen ist. Denn nach der 1975 auf Brian Enos Obscure Records Label erschienen Split-LP New And Rediscovered Musical Instruments mit David Toop, ist diese Doppel-CD erst die zweite Veröffentlichung, die Eastleys Klanginstallationen dokumentiert. Wer sich für Musik jenseits chromatischer Tonleitern, in der Zufall eine zentrale Rolle spielt, interessiert, dem ist diese Doppel-CD sehr zu empfehlen." [Ingo Techmeier / Bad Alchemy]
€20.00
Gather Love

Gather Love

Format: CD Year: 2022
Elizabeth S., long time contributor/performer with duo Eyeless In Gaza is about to release her first solo album. Happy in the past to remain on the sidelines with her collaborations she is now ready to reveal some of her story. These songs are her personal journey through many stormy years and the development of this work was many years in the making. All the songs were written, performed and produced by her with the only additional contributions being made by Martyn Bates and Alan Trench. In a recent review (www.bigbeautifulnoise.com) Lee Henderson wrote that her work extends from an almost mournful reminiscence to ethereal portraits and symbolic aural illustrations. Elizabeth S. has an approach that combines electronic treatments while having a tight grasp on her early British folk beginnings: this in-depth collection is a beacon on dark and intensely stormy years and yet it still offers a warm invitation to inspire hope and goodness to the human race. Consisting of twelve tracks of such an intimate autobiographical diary this body of work leaves the listener with no doubt that we have been allowed into a very private space inhabited by most of us at some point in our lives - with Elizabeth’s music gently moving from the tender to the abstract, all the while staying firmly rooted within a range of sparse musical arrangements. Elizabeth S. has been likened to a curious hybrid of Dolly Collins, June Tabor, Laurie Anderson and Kate Westbrook – but, it is truly difficult to label her music, and this is a task that we leave to the listener. Full tracklist: 1. Misborn 2. Will Your Love 3. The Carer 4. The Carter Girl 5. Weathered Life 6. Measured Greed 7. The Hill 8. The Long Farewell 9. Wanderlove 10. Gather Love 11. No Rain 12. To. https://www.klanggalerie.com/gg384 "Warum Elizabeth S., langjährige Mitwirkende bei der Band Eyeless in Gaza, erst nach Jahrzehnten ein Album im Alleingang produziert hat, ist nicht weiter bekannt. Schon die ersten beiden Tracks ihres vor kurzem erschienenen Debüts “Gather Love” geben jedoch bereits eine Vorstellung von der enorm aufwühlenden Emotionalität, die sich in unterschiedlichen Facetten durch das ganze Werk zieht. Ein solches Album braucht nicht nur eine Weile, um fertig gestellt zu werden, sondern noch mehr Zeit, um überhaupt als Idee heranzureifen. Ein solches Album ist, so will es die Redensart, keine leichte Geburt, und so beginnt “Gather Love” wie ein Donnerschlag mit dem heftigen “Misborn”, bei dem die Sängerin inmitten einer lärmenden Karambolage aus Drums, Noiserockgitarren und anderen Instrumenten beschwörende Verse anstimmt, während kleine Melodiefragmente auch hier bereits die Sanftheit ahnen lassen, die im weiteren Verlauf immer deutlicher in den Vordergrund treten wird. Alles dreht sich um den titelgebenden Begriff, und es scheint, als wollten Gesang und Lärm durch eine unsichtbare Wand dringen. Hinter der verbirgt sich vielleicht die gelöste, sehnsuchtsvolle Trauer, in die das darauffolgende “Will Your Love” getaucht ist – dieser vielleicht eingängigste Song des Albums, dessen eindringliches Gitarrenspiel und feuriger Gesang die Energie des Folkrevivals der 70er channelt, stellt die Frage nach einer Liebe, die den Tod überdauert. Alles in diesem Stück scheint dem Schmerz abgerungen und ist dabei frei von jeder lieblichen Romantik. Die zwölf Stücke, in denen die oftmals verschwimmenden Klänge von Gitarre, Piano, Melodica, dezenter Elektronik und Streichern den Sound prägen, drehen sich immer wieder um Themen des Verlusts und des Vermissens und strahlen dabei eine große Zärtlichkeit aus, die mehr als alles andere die Wertschätzung des Verlorenen deutlich macht. Der Journalist Lee Henderson, der einiges über die persönlichen Hintergründe des Albums weiß, erwähnt den Bezug einiger der Songs auf die Familie der Sängerin. So enthält das verweht dröhnende “The Carter Girl” eine Tape-Aufnahme, die Elizabeth als Kind von ihrer Mutter, einer Opernsängerin, machte, die später an Alzheimer erkrankte. Andere Songs wie das so entrückte wie exaltierte “Weathered Life” erzählen in ihren Texten von den Herausforderungen, mit denen der Sängerin nahestehende Personen leben und kämpfen mussten. Was die Opulenz der Stücke betrifft, die in ihrem unklaren Ort zwischen dunklen Folkballaden und abstrakteren Soundscapes immer wieder auch an Elizabeths Stammband erinnern, könnte “Gather Love” durchaus das Werk einer Band sein. Und doch bleibt stets der Eindruck einer persönlichen, autobiografischen Stimme, wie sie nur in wirklichen Soloarbeiten sprechen kann – ganz gleich, ob die Sängerin sich dabei wie in dem schleppenden, fast an No Wave erinnernden “No Rain” oder im gemächlich rauschenden “The Long Farewell” eher zurücknimmt und den Instrumenten den vorderen Platz überlässt, oder ob sie auch gesanglich wie in “The Hill” oder dem monumentalen “Measured Greed” alle Barrieren durchbricht und sich in fast wahnhafter Ekstatik Ausdruck verschafft. Zu den gemächlicheren Stücken zählt auch das Mason Williams-Cover “Wanderlove”, bei dem mit Alan Trench (Temple Music, 12 Thousand Days u.v.a.) und Ehemann Martyn Bates auch Gäste mit Drones und begleitendem Gesang zu Wort kommen. In das sanfte Dröhnen mischt sich etwas unruhig drängendes, das sich durch die emotionale Grund-DNA des ganzen Albums zieht, eine sich heftig aufbäumende Eruption, die gleichermaßen rastlos und konzentriert, magisch und kathartisch ist. Erst im kurzen Abspann von “To” glätten sich die Wogen – wie auf der letzten, versöhnlichen Seite einer autobiografischen Erzählung. Zweifelsohne ein mehr als gelungenes Debüt." [U.S./African Paper]
€15.00
Similes

Similes

Format: CD Year: 2010
"Matthew Cooper wurde 2003 zu ELUVIUM und brachte sogleich frischen Wind in eine Ambient Electronic Szene, deren Luft zusehends stickiger geworden war. Beeinflusst von neoklassischen Helden wie Erik Satiey und Philip Glass schmuggelte ELUVIUM emotional mitreißende Melodien ins Auge eines Hurricanes aus Nebel und Fuzz und wurde so eher zufällig zu einem Komponisten, der gern in einem Atemzug mit den Namen seiner Helden genannt wird. Nach "Copia" aus dem Jahr 2007 waren ELUVIUM ein Jahr lang auf Tour unterwegs - oft und gern auf einer Bühne mit den Labelkollegen von EXPLOSIONS IN THE SKY. Doch mitten im Jahr 2008 drängte es Cooper in eine neue Richtung. Nach fünf Alben in ebenso vielen Jahren setzte eine gewisse Selbstzufriedenheit ein. Ein Jahr verging, ohne dass ein neues ELUVIUM Album erschien. Tatsächlich vergingen ganze drei Jahre. In der Zeit veröffentlichte Cooper mit "Miniatures" ein Soloalbum, schrieb den Soundtrack zu dem Kinofilm "Some Days Are Better Than Others" und brachte ein Vinyl Boxset heraus, das jedem Hörer den Atem verschlug. Nachdem "Copia" geschrieben und wieder verworfen wurde, wagte Cooper mit "Similes" den kreativen Quantensprung: erstmalig finden sich hier Percussion, eine Songstruktur und Gesang. "Similes" verschmelzt die typische traumartige Aura von ELUVIUM mit dem lakonischen Gesang von Cooper - als ob sich ein extrem grüblerischer Ian Curtis Gedanken über MAGNETIC FIELDS und Brian Eno macht. www.myspace.com/eluviumtaken " [Label info / Cargo] "The long-awaited follow-up to the acclaimed Copia, ELUVIUM takes a courageous creative leap with Similes, an eight-song album featuring three key musical elements previously uncharted by Eluvium: percussion, a verse-chorus song structure, and singing. For a celebrated experimental musician, it was just about the bravest and scariest direction to go. In this way, Similes is the most truly experimental Eluvium album yet, and also the most accessible. Written, performed and recorded as always by MATTHEW COOPER’s own Watership Sounds studio, Similes marries Eluvium’s trademark dream-like aura with Cooper’s unique, laconic vocals, akin to an especially contemplative Ian Curtis with trace reflections of Magnetic Fields and Brian Eno. It is the most daring—and ultimately most rewarding—work of Eluvium’s impressive and prolific career." [original label info] www.temporaryresidence.com
€13.00

71 Minutes

Format: CD Year: 1998
" '71 Minutes' erschien in etwas abgewandelter Form 2001 als Teil der 5-CD-Box "The Wümme Years" mit verändertem Cover (schwarzweiß, anderer Schriftzug) und teilweise anderen Betitelungen der Stücke. Nach den Angaben auf der Website von Faust stammen die Stücke "Munic A" und "Munic B" (in der Wümme-Box heißen sie "Munic/Yesterday" und "Knochentanz") von 1975, die anderen Aufnahmen aus den Jahren 1971-1973. Es handelt sich hier um eine ähnlich kuriose Sammlung wie "The Faust Tapes", vielleicht nicht ganz so wüst und durcheinander. Faust zeigen auch hier wieder ihre Ausnahmestellung in der Krautrockszene, wobei die Musik oft recht wenig mit "Rock" im eigentlichen Sinne zu tun hat. Herausragend sind die beiden Teile oder Variationen von "Munic", vor allem "Munic A". Monoton hämmern sich elektronische Rhythmen, die eher einer Fabrik als einem Instrument entsprungen scheinen, ins Ohr, hämmern sich gnadenlos ins Hirn. Dazu ein ebenso monotones Schlagzeug, seltsame Stimmen und Geräusche - viel mehr passiert eigentlich nicht. Heutzutage würde man so was "Industrial Music" nennen. Ein zeitloses Werk, das man nicht ohne weiteres in die 70er Jahre einordnen würde! Ansonsten gibt es hier seltsame Klangcollagen, gnadenlos sägende Gitarren bis hin zu punkigen Ausbrüchen ("Baby"), aber auch leisere, manchmal geradezu lyrische Stücke wie "Das Meer", "Party 8" oder "Psalter". Insgesamt zeigt sich hier mal wieder, dass der Krautrock nicht einfach nur eine vorübergehende Erscheinung war, sondern die Entwicklung der populären Musik bis heute ganz entscheidend beeinflusst hat. Empfehlenswert!“ [Babyblaue Seiten] “Re-released, now in digipak packaging. Combines the late 80s posthumous 5th & 6th Faust LPs: Munich & Elsewhere/Return Of A Legend LP ("various unreleased tapes intended for release") and The Last LP (the '71 "Faust Party" tapes ). Recordings are from Faust's classic era, 1971-3.” [label info]
€14.00
Faust

Faust

Format: LP Year: 2007
Russische Wiederveröffentlichung des ersten Albums von 1971 (als CD von ReR wiederveröffentlicht) in Reproduktion des Original-Covers auf klarem Vinyl. ".... "Faust", in vielen Discographien auch als "Clear" geführt, erschien auf durchsichtigem Vinyl in einer ebenso durchsichtigen Plastiktasche, auf der das Röntgenbild von "Zappi" Diermaiers Faust neben dem Gruppennamen zu sehen war. Auf einer wiederum durchsichtigen Plastikfolie waren in Rot die Texte und Produktionsdaten abgedruckt. Ähnlich eigenartig wie die Verpackung war (ist) auch die auf "Faust" zu findende Musik. Eine bizarre Mischung aus Psychedelik, 60s-Punk, The Velvet Underground, Pink Floyd, Klangkollagen, Dada-Durcheinender, Elektronischen Sounds, Ton- und Gesprächsfetzen und Musique Concrete setzen Faust hier dem Hörer vor, die ausgesprochen wild, wenn auch nicht sonderlich schräg, laut oder heftig geraten ist. Hauptsächlich herrscht hier ein ziemliches Durcheinander. In Deutschland wurden Faust recht kritisch aufgenommen (sie verkauften weniger als 1000 Kopien ihres Debuts), während die auswärtige Presse meist voll des Lobes war. Bis heute spalten sich wohl die Meinungen über dieses Album. Für die einen ist es einfach nur ein dilletantisches Tohuwabohu, für die anderen ein geniales Klangexperiment, mit dem sich Faust einen Platz in der vorderen Reihe der Rockavantgarde gesichert haben...." [Achim Breiling / Babyblaue Seiten] "Legendary German post-rock band formed in 1971 by undisputed noise pioneer Uwe Nettelbeck, Faust garnered an immediate following due to its artistically extreme experimentations with music cut-ups and other mixed sources hinging on cacophony and distortion. Don't miss their 1971 cult classic debut, now reissued with its original clear printed sleeve on clear vinyl." [label info]
€25.00

Woes of the desolate Mourner

Format: CD Year: 2010
"Ursprünglich als kleine durchsichtige 7″ auf gleichem Label erschienen gibt es Woes Of The Desolate Mourner nun in voller Länge mit Bonusmaterial auf CD. Der Titeltrack, hier nur mit seiner Gesamtspieldauer betitelt und gegenüber der Single eben uneditiert und deshalb um gute fünf Minuten länger rieselt wie feiner Staub von der Decke. Die Drones sind äußerst fein und kaum greifbar: wie aus einer ultrafein eingestellten Spritzdrüse. Sie setzen immer mit einem Sirren ein, einen Anschlag oder einen klar gegriffenen Akkord kann man hier nicht erkennen. Wie eine Farbe wirken die zarten Gitarrenklänge auf ihre Umwelt ein. Sie überziehen alles und verändern den Charakter der materiellen Welt. Litany In A Time Of Plague setzt dem Ganzen die Krone auf. In wahrhaftigen, seufzenden fast schon orgelartigen Klängen schraubt sich eine Spirale empor. Die beklemmende Atmosphäre erinnert an die ersten Synthakkorde auf Coils Astral Disaster Album. Jauchzend, isoliert, düster. Passend zum etwas pathetischen Titel des Tracks. Großartiger Reissue!" [Zipo / Auf Abwegen] www.tonefloat.com
€10.00
A Bug's Life

A Bug's Life

Format: CD Year: 2016
"Jürgen Eberhard aka Feine Trinkers Bei Pinkels Daheim celebrates 25 years of his artistic activity with the first full-length album on Zoharum entitled "A Bug's Life". keen observers of our activity certainly know his name, for instance from a common vinyl 7-incher entitled "Both Sides of The Looking Glass" shared with Bisclaveret duo or from the composition "Enigmatic Visions", which appeared on a commemorative compilation "07|100|15". "A Bug's Life" is the tenth full-length album in the discography of Feine Trinkers Bei Pinkels Daheim. It was being created, like the previous ones, for several years and is another conscious artistic statement. Seven compositions included here are of a collage nature and combine echoes of post-industrial ambient, drone music, musique concrete, field recordings and even plunderphonics. On his first studio album since "Die Legende vom Heiligen Trinker" from 2011, Jürgen Eberhard consciously continues his sonic quest on a depleted terrain and he manages to avoid traps of empty experiments. "A Bug's Life" is at the same time an atmospheric, and even accessible, album, and sonically elaborate and demanding of the listener." [label info] www.zoharum.com "FEINE TRINKERS BEI PINKELS DAHEIM ist ein Projekt, das ja eher unregelmäßig in der Musiklandschaft auftaucht, dabei aber bereits recht langlebig ist. Das letzte reguläre Album von JÜRGEN EBERHARD unter diesem Banner erschien 2011. „A Bug’s Life“ – so hieß übrigens auch der Pixar-Film „Das große Krabbeln“ im Original – widmet sich dem Namen entsprechend den Geräuschen von Insekten, die Grundlage für die Soundgestaltung des Albums gewesen sein sollen. Hierbei sollte man aber kein dauerndes, möglichst naturnahes Gezirpe oder Gesirre im Kopf haben – quasi ein Field-Recording-Overkill, sondern Klänge, die extrem stark bearbeitet und verfremdet wurden, wobei am Ende dennoch der Charakter von Sounds, die von Insekten erzeugt werden – auch knisternde, schabende Geräusche –, erhalten bleibt. Tatsächlich ist der Sound auf „A Bug’s Life“ aber relativ vielschichtig, teils auch wuchtig und massiv oder mit Drones durchsetzt, sodass das Ganze recht gut funktioniert und eben nicht an einen Abend auf der Terrasse erinnert. Auch Stimmen werden – verfremdet oder nicht – eingesetzt und Abwechslung kommt zusätzlich durch Stücke ins Spiel, die mit weiblichen Gesangslinien, die quasi als Zusatzinstrument fungieren, ausgestattet sind. Hier wäre wohl auch der Punkt, an dem man die Unterstützung von diversen Gästen wie u.a. MISS POLYESTER, FRL. LINIENTREU oder GENEVIÈVE PASQUIER erwähnen könnte. Das Klangspektrum reicht letztendlich von orientalisch angehauchten Sounds inklusive Rhythmus („Metallifekuwagamon“) bis hin zu düsteren Soundcollagen, die auch aufgrund der Bilder, die im Kopf entstehen, Unruhe auslösen können. Somit ist „A Bug’s Life“ eine spannende Sache für Freunde des Ambient oder der experimentellen Elektronik. Idee und Ausführung passen in jedem Fall hervorragend zueinander und die Qualität stimmt hier sowieso." [Tony F. für nonpop.de] "In der Geräuschmusik und überall sonst, wo mit Samples gearbeitet wird, sind Tiergeräusche eine beliebte Soundquelle, und zu den gefragtesten Geräuschproduzenten zählen seit jeher Insekten – was wäre ein sommerliches Kitschkolorit ohne das Zirpen von Grillen und Zikaden, und dass man aus dem Summen fliegender Insekten Noise und elektroakustiche Musik machen kann, ist hinlänglich bekannt. Beliebt sind Feldaufnahmen, bei denen die Sounds weitgehend naturbelassen bleiben und nur gelegentlich etwas Struktur eingebracht wird wie bei Dave Phillips’ und Hasegawa Hiroshis “Insect Apocalypse” oder “The Progeny of Flies” von Daniel Manche und Andrew Liles. Seltener sind Aufnahmen, bei denen die Sounds so stark verfremdet sind, dass man ohne Hintergrundwissen die Quelle kaum erkennen kann. Etwas derartiges hat der feine Pinkel, ähm: Trinker Jürgen Eberhard vor Kurzem unter dem Titel “A Bug’s Life” zustande gebracht. Die komplette CD wirkt wie ein Zoom, bei dem die Kamera dem lebenden Objekt so nah auf den Panzer rückt, dass man nur noch kleinteilige Strukturen in Übergröße erkennt, während größere Zusammenhänge nur noch zu erahnen sind. Vieles klingt wie ins Monströße vergrößert: Maschinell klingendes Summen, dass zeitweise in Noisewände übergeht, Detonationen, verursacht von einem enormen Insekt, das gegen eine überdimensionierte Scheibe knallt. Zirpen und Flattern, das eher nach einem Vogel klingt, und dem Tier, dessen rhythmischer Flügenschlag gegen Ende zu hören ist, möchte ich nicht im Dunkeln begegnen. So furchteinflößend es hier zugeht, hat die bizarre Szenerie auch irrsinnig Komisches zu bieten. Neben all dem gibt es zahlreiche Stellen, an denen kaum zu erkennen ist, ob die Aufnahmen ganz unkenntlich gemacht wurden oder anderen, z.B. elektronischen Ursprungs sind. Dies gilt für geschliffenen Ambientsound und zirkushafte Melodien ebenso wie für den entspannten Ethnosound, der irgendwann ganz überraschend eine Sängerin begleitet (die meisten Stimmbeiträge von Geneviève Pasquier, Allseits vs Troum, Frl. Linientreu und Joke Lanz sind spoken words). Ebenso gilt dies für monströses Brüllen, dass hoffentlich von einem Wirbeltier stammt. Aber warum eigentlich? Im Unterschied zu naturbelassenen Insektensounds lassen die Aufnahmen hier die Tiere enorm groß erscheinen und brechen so mit gänigen Wahrnehmungsgewohnheiten. Die nachhaltige, über den bloßen Schock weit hinausgehende Wirkung, kann im besten Fall in einem veränderten Blick auf das Tierreich münden." [J.G./U.S./African Paper]
€12.00
Stille Nacht / Dark King

Stille Nacht / Dark King

Format: 7inch Year: 2005
Als Schwester-Release zur doppel-mini-CD erschien diese split 7“ der beiden Projekte mit den wahnwitzigen (und sehr ähnlich aussehenden) Kürzeln! Ähnlich wahnwitzig ist die völlig durchgeknallte & wirklich abgespacete Cover-Version von STILLE NACHT, die DER BEKANNTE POST-INDUSTRIELLE TROMPETER hier beigesteuert hat, während das Stück DARK KING von FEINE TRINKERS eher einen melancholisch-verstörenden Charakter hat... Nummerierte Auflage. “White Rabbit Records is proud to announce this joint release by two of the most intriguing names in the world of music; the Der Bekannte Post-Industrielle Trompeter (the famous post-industrial trumpetplayer) and the Feine Trinkers Bei Pinkels Daheim (fine drinkers at snobs home). This single features tracks, such as DBPIT’s Silent Night and FTBPD’s dark king, which were particularly for this Christmas season, and will absolutely introduce new fire to this winter’s candlelight. Silent Night, a particularly outstanding piece, has all the eerie atmosphere of a David Lynch Noel; while the music of "Der Bekannte" emerges as a brilliant lesson in the proper use of a trumpet! dark king is an experience in gazing through the eclectic eyepiece of an industrial kaleidoscope: a multi-layered sound-collage resounding with textured drones and penetrating rhythms, fused together in a unique (x)MASterpiece. A single you shouldn’t miss for this Xmas season, and a taste of what the New Year promises to bring! "Frohes Fest!" with bugs and toads under the christmas tree. numbered 299 piece (WRR06)” [press release]
€7.50
Seven Stars

Seven Stars

Format: maxi-CD Year: 2011
"Der erste Solo-Release von Fennesz nach seinem hochgelobtem Album "Black Sea", das 208erschien, ist die neue 4-Track 10" Vinyl "Seven Stars". Mit elektrischen und akustischen Gitarren, Bass, Synthesizern und Computern fährt er auch dieses Mal damit fort, die Hörer zu fesseln und in seinen Bann zu ziehen. Fennesz selbst schreibt:"seven Stars wurde im Januar 2011 in Wien aufgenommen. Das Album habe ich innerhalb von drei Wochen eingespielt und gemixt. ,Liminal" und ,July" waren bereits bestehende Stücke, die ich weiter bearbeitet habe (Eine erste Version von ,Liminal" entstand 2010 in einem Hotelzimmer auf Bali). Eine andere Version davon spiele ich schon seit einiger Zeit live. Mein Freund Steven Hess, mit dem ich schon vorher zusammenarbeitetet, war zu der Zeit zufällig ebenfalls in Wien, und ich lud ihn ein, zu mir ins Studio zu kommen. Christoph Amann hat mit einer Auswahl großartiger Microphone die Drums aufgenommen, darunter auch sein tolles neues Josephson. Ich wollte eine Platte machen, die eine gewisse Leichtigkeit vermittelt und gleichzeitig neues Terrain betreten, indem ich bei einem Track Drums verwende. Dies könnte ich mir auch in der Zukunft vorstellen." Im September wird ,Seven stars" auch als CD erscheinen. Außerdem wird die dritte Kollaboration von Fennesz mit Ryuichi Sakamoto, Flumina, noch dieses Jahr erwartet." [label info] www.touchmusic.org.uk "Its been indeed a while since we last heard solo music by Christian Fennesz, the absolute genius when it comes to laptop music. His previous release was 'Black Sea' (see Vital Weekly 653) and the new one is a four track 10", recorded earlier this year. Fennesz says he wanted to record something with more lightness and one track he uses drums, played by Steven Hess. Fennesz himself plays acoustic and electric guitars, synth, bass and computers. Fennesz explores the route he choose for 'Black Sea' further. Moving away from the strict laptop music, by incorporating more clearly guitars and bass, which in 'Liminal' goes towards popmusic - although not really of course - and in 'July' makes a dense piece of improvised sounds. 'July' is the most ambient piece, dark but with shimmering lights. 'Seven Stars' is the piece with Steven Hess and has nice acoustic guitars, laidback percussion and fine granular synthesis. Almost a piece of lounge music. Excellent, all four. A pity, only four. Can'twait for the next longplayer." [FdW/Vital Weekly]
€9.00
The Dark Orb

The Dark Orb

Format: CD-R Year: 2018
Christian Fiesel (also known from Modul303 web radio) is an electronic musician, mostly into all kinds of ambient, dark ambient and drone. His work is based on musique concrete, treatments and analogue synthesizer sounds. His approach to creating music is deeply moody, dark, creating small otherworldly spaces within the soundscapes. Having about an hour long, The Dark Orb album is probably the most intense and expressive work from him. It can be described as cinematic dark ambient, with traditional electronic (analogue) music parts that give it a touch of originality and making it also a very enjoyable release. https://essentiamundi.bandcamp.com/album/the-dark-orb-em041 "Christian Fiesels musikalische Produktivität ist schon erstaunlich, ist doch The Dark Orb sein mindestens drittes Album (ich weiß nicht, wie vollständig seine Diskographie auf unseren Seiten ist) im Jahre 2018 - und als es erschien (Ende Mai), war das Jahr nicht einmal zur Hälfte vorbei! Aber wie eine Rezension höher schon zu lesen ist, sind hier Aufnahmen aus den letzten fünf Jahren versammelt. Der Infozettel des Labels bezeichnet die Musik als „cinematic dark ambient“, eine durchaus passende Kategorisierung, bei der das „cinematic“ allerdings meist im Vordergrund steht. Über weite Strecken wirkt die Musik geradezu abweisend, und auch in den Momenten, wo die Musik Form annimmt, sich eine melodische Struktur herausbildet, scheint sie von Einsamkeit und Verlorenheit zu künden. Wie die akustische Umsetzung eines Schneetreibens klingt etwa Of Passing Clock and Time, bei dessen später einsetzender, Oboen-artig klingender, elegischer Melodie über einem stoischen Mellotron-Chor man sich vorstellen kann, selbigem aus einer nicht gut beheizten Hütte heraus zuzuschauen. Und bei den mächtigen, dunkel und drohend wabernden Mellotron-Klängen von Cinematic, die noch von einem klagenden Cello begleitet werden, fühlt man sich endgültig mitten in einer nächtlichen Schneelandschaft. Beide Stücke zeigen übrigens deutliche Reminiszenzen an die frühen Tangerine Dream, also ihrer Prä-Sequenzer-Zeit; diese Einflüsse zeigen sich auf diesem Album immer wieder mal. Gänzlich oder zumindest weitgehend abstrakt wird es in Winds of East II, das phasenweise schon wie eine Geräuschcollage anmutet, wenn sich seltsames Rasseln oder Klackern in den Vordergrund schiebt. Ansonsten steht die Musik im Spannungsfeld zwischen melodischen und Ambient-artigen Klängen, wobei letztere in den drei abschließenden Stücken noch einmal verstärkt zur Geltung kommen. Somit ist The Dark Orb ein schönes Werk elektronischer Musik, das geschickt bis ins Abstrakte reichende Dark-Ambient-Klänge mit Einflüssen aus der Frühzeit deutscher Elektronik verbindet. Auf Bandcamp kann man reinhören und neben der Download-Variante auch die auf 50 (!) Exemplare limitierte CD erwerben." [Babyblaue Seiten] www.babyblaue-seiten.de/album_17436.html
€8.00
Stardust

Stardust

Format: CD Year: 2011
"Dedicated to the 50th anniversary of the manned flight into space a Russian label Nitkie presents a new recording by a Ukrainian project First Human Ferro. "Stardust" is an ambient anthem tribute to the scientists, engineers and space pilots who contributed to the remarkable date. Their earthly dust is drifting like particles of god in the infinite space now, endlessly multiplying through the minds eye of the enthusiasts to come and carry the banner of scientific and technological revolution further. The album was recorded in 2004-2010 and featured by collaborations with Claustrum, Oda Relicta, and Louisa John-Krol. Designed by Marcin Lojek the release is limited to 500 copies in a digisleeve." [label info] www.nitkie.ru "Vor einiger Zeit hat OLEGH KOLYADA im NONPOP-Interview Bedenken geäußert, dass ihn sein Studium wohl zukünftig von musikalischen Aktivitäten abhalten würde. Dies scheint nicht der Fall zu sein, denn die Dichte an Veröffentlichungen, die auf den Ukrainer zurückgehen, hat eher noch zugenommen. Immerhin kümmert sich OLEGH mit seinem zweiten Hauptprojekt FIRST HUMAN FERRO nun schon zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit um eines seiner Lieblingsthemen, den Weltraum. Erst vor wenigen Monaten erschien mit "Homo Shargey" (NONPOP-Besprechung) die Hommage an den ukrainischen Raumfahrtvordenker YURI KONDRATYUK, nun folgt mit "Stardust" eine allgemeine Reminiszenz an die bemannte Raumfahrt, die am 12. April 2011 ihren 50sten Jahrestag feierte; JURI GAGARIN umkreiste 1961 als erster Mensch in einem Raumschiff die Erde. Von der Anlage her ist "Stardust" ähnlich wie "Homo Shargey": OLEGH hat Stücke zusammengestellt, an denen er schon seit einigen Jahren arbeitet und die klanglich gut zusammen passen. Die zehn neuen Tracks sind in den Jahren 2004 bis 2010 entstanden, und wie auch auf dem Vorgänger merkt man dem Album diese Zeitspanne nicht an, es klingt wie aus einem Guss. Neu sind dagegen die Gäste: OLEGH KOLYADA war ja schon immer ein Bastler, hat mit seinem anderen Großprojekt ODA RELICTA mehrfach bewiesen, wie er ganz unterschiedliche Puzzleteile zusammenfügen kann. Diese Eigenschaft schlägt nun auch bei FIRST HUMAN FERRO durch, denn "Stardust" ist eine wohldosierte Mischung aus Dark Ambient, majestätisch-sakralen Klängen und einigen weiteren Einflüssen von CLAUSTRUM und LOUISA JOHN-KROL, die – neben dem eigenen Projekt ODA RELICTA – auf dem Cover genannt werden. Mit dem Dark Ambient-Projekt CLAUSTRUM aus Lettland ist es nicht die erste Zusammenarbeit, wohl aber mit der australischen Folk Pop-Nymphe LOUISA JOHN-KROL, die das hier schon häufiger besprochene PRIKOSNOVÉNIE-Programm ziert. Mit den ersten Tönen fängt die Reise an, alles klingt und riecht nach kühlen, fremden Welten und Sternenstaub. Flirrende Synthieklänge werden ab und an unterbrochen von Morsezeichen, später setzen auch bedrohlichere Klänge ein, dröhnend navigiert das Sonar durch unbekannte Sonnensysteme. Überraschend, aber nicht unpassend sind die sich langsam einschleichenden, klassischen Klänge, militärische Bläserfanfaren wie aus einem Filmsoundtrack mit Verweis auf das erste (Marsch)Album von ODA RELICTA (NONPOP-Besprechung). Die Stimmung wechselt im weiteren Verlauf, hinter bedrohlichen Drones lauert ein Knistern und Kratzen, der eingespielte Funkverkehr eines Weltraumspaziergangs mit dem Klassiker "one small step for man" klingt wie ein Original, und die zahlreichen Geräusche symbolisieren perfekt die Zerbrechlichkeit und Gefährlichkeit des Unterfangens. Über klassischen, höhligen und grollenden Dark Ambient arbeitet sich OLEGH in geheimnisvollere Gefilde vor, russischer Funkverkehr kratzt zwischen militärischen Trommeln und weichen, gleitenden Drones, dann dringt "Stardust" endgültig in die unendlichen Weiten vor. Einzelne Signale verschwinden im All, hinterlassen trommelnde Schallwellen. Eines der beeindruckendsten Stücke des Albums ist "Spectra Of Sferics" (08), Weltraumgefühl mit wenigen Mitteln: nur ein leises Knistern, dazu fremde, schöne und schwerelose Töne. Die Feenstimme macht "Of Earth Pristine" (09) zum ätherischsten Stück auf "Stardust"; wenige Keyboarddrones, auf die die Stimme von LOUISA JOHN-KROL vor sich hinsummt. Erinnert ein wenig an JACK OR JIVE. Das eindeutig ergreifendste Stück ist das letzte und längste, "Stars Scattered Pain" (10) zusammen mit CLAUSTRUM. Wunderschön und glänzend wird der Moment im Spacefilm vertont, an dem in der Einsamkeit ein Planet sichtbar wird und die Crew ahnt, dass sie doch nicht den Kältetod sterben muss. Eine langsame und majestätische Melodie, viele Klänge und Geräusche dazugepackt, wie ein 'Best Of' des ganzen Albums. OLEGH kann es halt, so einfach ist das. Seine All-Epen verkörpern immer die richtige Mischung aus Erhabenheit, Melancholie und düsteren Gedanken. "Stardust" sticht dabei noch einmal besonders hervor, weil zusätzliche Elemente beigemischt wurden, die einzelnen Songs – vor allem den drei letzten – ein besonderes Gesicht geben. Feines Album!" [Michael We. für nonpop.de]
€12.00

Further

Format: CD Year: 1995
„F.S.A. gelten schon seit Jahren als die Vorzeige Drone-Rocker, die feedbackende Hallwände mit psychedelischen Strukturen zu verbinden wissen... Dieses Album erschien 1994 und vereint zarte Akustik-Gitarren & Gesang mit himmelwärts strebenden sphärischen Gitarrenwänden, was sich mitunter in noisigere Gefilde steigert.. Old Album of the guitar-drone-rock-band from England, who create very sensible, emotional, at times noisy guitar-drones. Gatefold cover.” [old Drone Rec. info] "Wish pulses and wish structure. Make the time to take the time to get stoned on reality." [label info] www.dragcity.com
€14.50
The Salt Garden III

The Salt Garden III

Format: 10inch + CD Year: 2019
Janet Records, in association with Headphone Dust and Die Stadt present Fovea Hex The Salt Garden III Cat No HDFH1034 (vinyl) / HDFHCD32 (CD) (Bonus CD Cat. No: HDFHCD33) Shipping Date - 26/11/2019 Ltd Edition - 10" vinyl + CD + bonus remix CD Standard Editions - 10" vinyl + CD / CD / DL "The starlit nocturnes of Fovea Hex bind electronics, drones and voices into song-spells that are untimely in the best possible sense; their intimacy and raw emotional power feel centuries old, but the experimental sound-design can be shockingly modern." Drew Daniels (Matmos) The new EP from Fovea Hex THE SALT GARDEN 3 will be released on November 26th 2019 on Steven Wilson's Headphone Dust label. The Salt Garden 3 is the final word, and the concluding instalment to the critically lauded The Salt Garden Trilogy. Issued in 3 standard editions; 10 inch vinyl + CD, CD only, and Digital Download. There will also be a limited edition release featuring a bonus remix CD by Steven Wilson. The pre-sale for this limited edition, featuring 4 remixes by Steven, presented in individual and combination treatments, will only be available online via Janet Records. The core ensemble of Clodagh Simonds, Michael Begg, Colin Potter, Cora Venus Lunny and Kate Ellis is joined by special guests Guido Zen, and the Medazza and Dote Moss choirs. Critical Reaction to The Salt Garden 1 and 2 5 Against 4 (UK) "Whenever Irish experimental electronic folk group Fovea Hex put out something new, it's not just a cause to rejoice but a guarantee of something unique and indescribably wonderful..." The Wire (UK) "...fragile baroque instruments and synthy atmospheres surround Simonds's singing and songwriting, both on better and less predictable form than ever... A Robert Wyatt's Rock Bottom for the 21st Century: emotionally deepens with extra listens" Brainwashed (US) (Readers Poll Winner: Single of the Year, 2016 for Salt Garden 1) "Another beautiful piece in a flawless catalog..." Igloo (US) "The superlatives left to describe this unique chamber ensemble are fast running out..." Dusted (US) "... a blending of acoustic and electronic that attains a kind of smooth, vatic timelessness. Every element feels precisely placed and oddly haunting... Spellbinding". Subjectivisten (NL) "...an almost indefinable sound...the music is a hybrid of (dark) ambient, experimental music, neoclassical and ethereal folk and yet no label feels completely comfortable. . It is of an unearthly beauty!" Touching Extremes (IT) "no actual comparison is conceivable - sonic poetry" Gonzo Circus (NL) "if you like unique sirens like Nico, Dead Can Dance and This Mortal Coil, you will also unconditionally embrace Fovea Hex." Fovea Hex Background Having first emerged at the tender age of 15 as the main writer behind 70s cult Irish psych-folk band Mellow Candle, and with sessions for both Thin Lizzy and Mike Oldfield under her belt by the age of 21, Irish singer Clodagh Simonds relocated to New York and subsequently "went quiet" for almost two decades, before re- emerging in 2005 with Fovea Hex, supported by an extraordinary assembly of friends and colleagues, including Brian Eno, Robert Fripp, Carter Burwell, Donal Lunny, Roger Doyle, and Steven Wilson. Their first trilogy of eps, NEITHER SPEAK NOR REMAIN SILENT, was, upon its release, greeted by a growing momentum of critical acclaim. Their nascent cult reputation was further affirmed by a personal invitation from David Lynch to perform live in Paris at the Cartier Foundation in Paris as part of his THE AIR IS ON FIRE exhibition. In 2008 a full length album, HERE IS WHERE WE USED TO SING, was released, to yet more glowing reviews. The album made several end-of-year lists and was awarded album of the year in periodicals in the UK, North America and Italy. THE SALT GARDEN 1 was released in 2016 and THE SALT GARDEN 2 in 2017, consolidating and deepening the high esteem and critical regard in which this most beguiling of ensembles continues to be held. The frequently claimed "impossible to categorise" tag applies well to Fovea Hex. The songs are dominated by a voice that's too strong to be deigned ethereal, but remains too otherworldly to file alongside more conventional female singer-songwriters. The pace tends to be languid, the arrangements intricate and fragile. Comparisons have been made to This Mortal Coil, Emily Dickinson, Nico, Dead Can Dance, and even Schubert, but really this music is quite unique, a mix of electronic and acoustic sounds from a palette which ranges from state-of-art to ancient and arcane. "If Emily Dickinson had ever been allowed to make a record, this is probably what it would have sounded like" (The Wire) janetrecords.com/SG3/press-release.html "2019 findet die “The Salt Garden”-Trilogie mehr als zwei Jahre nach Veröffentlichung des zweiten Teils ihren Abschluss. Das Projekt von Clodagh Simonds – die (u.a. mit Mellow Candle) schon in den 60er Jahren Musik machte – kehrt mit „The Salt Garden“ wieder zur kleine(re)n Form der EPs zurück, mit der Fovea Hex in der zweiten Hälfte der 00er Jahre debütierte. Erneut beeindruckend ist die Konsistenz und Kohärenz dieser drei EPs. Anlässlich des ersten Teils der Trilogie wurde Fovea Hex hier attestiert: “[Die] Musik, die Begriffe wie Ambient, Folk oder experimentelle Musik überflüssig erscheinen lässt, ist erdverhaftet und zugleich entrückt, ist ebenso traumwandlerisch wie meditativ. Die meisten der getragenen Stücke haben starke Songqualitäten und sind doch von der verschwimmenden Struktur abstrakter Kompositionen. Und was in dieser Musik emotional passiert, lässt sich besser empfinden als rational erfassen.” Über das 2011 erschienene Langzeitdebüt “Here Is Where We Used To Sing” schrieben wir: „[T]rotz aller hypnagogischen, traumhaften Momente [...] verlier[t] sich [Simonds] nie im Unterholz und inmitten aller getragenen Momente gibt es auch immer die Gewissheit des Gelingens” und diese zumindest vom Rezensenten so wahrgenommene „Gewissheit des Gelingens“ trifft die auf dem dritten Teil von “The Salt Garden” evozierte Stimmung gut. Denn obwohl die Musik wieder getragen und elegisch ist, sollte man die vier Stücke nicht als Soundtrack zu einer Reise in den Untergang verstehen. Sucht man nach (eigentlich unnötigen) Vergleichen, so kommen einem manche Soundtrackarbeiten Hilmar Örn Hilmarssons oder aber (geographisch vielleicht etwas naheliegender) Richard Skeltons immer wieder von Orten und Plätzen geprägten Streicherdrones in den Sinn. Eröffnet wird die EP von „The Land’s Alight“, einem von Keyboarddrones geprägtem Stück, auf dem Simonds singt: “I dreamed I flew, the whole night long…./Ah but the light is on the land/and the hand upon the heart/and the open road is a real thing”. Diese Haltung erinnert an Coils “Bee Stings”, auf dem es heißt: “Don’t believe A.E./See for yourself the summer fields”. Wenn Simonds dann intoniert, “The land’s alight/And this vital eye/and the view…”, dann bekommt ihr Gesang etwas Hymnenhaftes. “Trisamma” ist ein instrumentales Stück, auf dem dezente Klavierpassagen mit Streichern kombiniert werden. „A Million Fires“ ist das vielleicht beeindruckendste Stück: Simonds’ Gesang wird von Harmoniumdrones und den Stimmen des The Date Moss Choir untermalt. Wenn sie singt “glory be upon the hapless writer/ glory be upon the spotless page/to call the woman with the fire inside her/to bring the luminous from age to age”, dann kann man das fast schon programmatisch lesen. Beendet wird diese Veröffentlichung und damit die Trilogie mit “The Given Heat”, auf der traurige Streicher zu hören sind, wobei es am Ende heißt: “suddenly there it is –/ the molten gold on the city street”. Wie auch schon bei allen anderen EPs liegt einer limitierte Version eine Remix-CD bei. Steven Wilson hat unter dem Titel “Is Lanza Light & Given” die vier Stücke zu einem Track verschmelzen lassen und gerade zu Anfang gibt seine Neuinterpretation den Stücken einen leicht entrückteren Charakter." [MG/African Paper]
€17.50
The Salt Garden III

The Salt Garden III

Format: CD-EP Year: 2019
Janet Records, in association with Headphone Dust and Die Stadt present Fovea Hex The Salt Garden III Cat No HDFH1034 (vinyl) / HDFHCD32 (CD) (Bonus CD Cat. No: HDFHCD33) Shipping Date - 26/11/2019 Ltd Edition - 10" vinyl + CD + bonus remix CD Standard Editions - 10" vinyl + CD / CD / DL "The starlit nocturnes of Fovea Hex bind electronics, drones and voices into song-spells that are untimely in the best possible sense; their intimacy and raw emotional power feel centuries old, but the experimental sound-design can be shockingly modern." Drew Daniels (Matmos) The new EP from Fovea Hex THE SALT GARDEN 3 will be released on November 26th 2019 on Steven Wilson's Headphone Dust label. The Salt Garden 3 is the final word, and the concluding instalment to the critically lauded The Salt Garden Trilogy. Issued in 3 standard editions; 10 inch vinyl + CD, CD only, and Digital Download. There will also be a limited edition release featuring a bonus remix CD by Steven Wilson. The pre-sale for this limited edition, featuring 4 remixes by Steven, presented in individual and combination treatments, will only be available online via Janet Records. The core ensemble of Clodagh Simonds, Michael Begg, Colin Potter, Cora Venus Lunny and Kate Ellis is joined by special guests Guido Zen, and the Medazza and Dote Moss choirs. Critical Reaction to The Salt Garden 1 and 2 5 Against 4 (UK) "Whenever Irish experimental electronic folk group Fovea Hex put out something new, it's not just a cause to rejoice but a guarantee of something unique and indescribably wonderful..." The Wire (UK) "...fragile baroque instruments and synthy atmospheres surround Simonds's singing and songwriting, both on better and less predictable form than ever... A Robert Wyatt's Rock Bottom for the 21st Century: emotionally deepens with extra listens" Brainwashed (US) (Readers Poll Winner: Single of the Year, 2016 for Salt Garden 1) "Another beautiful piece in a flawless catalog..." Igloo (US) "The superlatives left to describe this unique chamber ensemble are fast running out..." Dusted (US) "... a blending of acoustic and electronic that attains a kind of smooth, vatic timelessness. Every element feels precisely placed and oddly haunting... Spellbinding". Subjectivisten (NL) "...an almost indefinable sound...the music is a hybrid of (dark) ambient, experimental music, neoclassical and ethereal folk and yet no label feels completely comfortable. . It is of an unearthly beauty!" Touching Extremes (IT) "no actual comparison is conceivable - sonic poetry" Gonzo Circus (NL) "if you like unique sirens like Nico, Dead Can Dance and This Mortal Coil, you will also unconditionally embrace Fovea Hex." Fovea Hex Background Having first emerged at the tender age of 15 as the main writer behind 70s cult Irish psych-folk band Mellow Candle, and with sessions for both Thin Lizzy and Mike Oldfield under her belt by the age of 21, Irish singer Clodagh Simonds relocated to New York and subsequently "went quiet" for almost two decades, before re- emerging in 2005 with Fovea Hex, supported by an extraordinary assembly of friends and colleagues, including Brian Eno, Robert Fripp, Carter Burwell, Donal Lunny, Roger Doyle, and Steven Wilson. Their first trilogy of eps, NEITHER SPEAK NOR REMAIN SILENT, was, upon its release, greeted by a growing momentum of critical acclaim. Their nascent cult reputation was further affirmed by a personal invitation from David Lynch to perform live in Paris at the Cartier Foundation in Paris as part of his THE AIR IS ON FIRE exhibition. In 2008 a full length album, HERE IS WHERE WE USED TO SING, was released, to yet more glowing reviews. The album made several end-of-year lists and was awarded album of the year in periodicals in the UK, North America and Italy. THE SALT GARDEN 1 was released in 2016 and THE SALT GARDEN 2 in 2017, consolidating and deepening the high esteem and critical regard in which this most beguiling of ensembles continues to be held. The frequently claimed "impossible to categorise" tag applies well to Fovea Hex. The songs are dominated by a voice that's too strong to be deigned ethereal, but remains too otherworldly to file alongside more conventional female singer-songwriters. The pace tends to be languid, the arrangements intricate and fragile. Comparisons have been made to This Mortal Coil, Emily Dickinson, Nico, Dead Can Dance, and even Schubert, but really this music is quite unique, a mix of electronic and acoustic sounds from a palette which ranges from state-of-art to ancient and arcane. "If Emily Dickinson had ever been allowed to make a record, this is probably what it would have sounded like" (The Wire) janetrecords.com/SG3/press-release.html "2019 findet die “The Salt Garden”-Trilogie mehr als zwei Jahre nach Veröffentlichung des zweiten Teils ihren Abschluss. Das Projekt von Clodagh Simonds – die (u.a. mit Mellow Candle) schon in den 60er Jahren Musik machte – kehrt mit „The Salt Garden“ wieder zur kleine(re)n Form der EPs zurück, mit der Fovea Hex in der zweiten Hälfte der 00er Jahre debütierte. Erneut beeindruckend ist die Konsistenz und Kohärenz dieser drei EPs. Anlässlich des ersten Teils der Trilogie wurde Fovea Hex hier attestiert: “[Die] Musik, die Begriffe wie Ambient, Folk oder experimentelle Musik überflüssig erscheinen lässt, ist erdverhaftet und zugleich entrückt, ist ebenso traumwandlerisch wie meditativ. Die meisten der getragenen Stücke haben starke Songqualitäten und sind doch von der verschwimmenden Struktur abstrakter Kompositionen. Und was in dieser Musik emotional passiert, lässt sich besser empfinden als rational erfassen.” Über das 2011 erschienene Langzeitdebüt “Here Is Where We Used To Sing” schrieben wir: „[T]rotz aller hypnagogischen, traumhaften Momente [...] verlier[t] sich [Simonds] nie im Unterholz und inmitten aller getragenen Momente gibt es auch immer die Gewissheit des Gelingens” und diese zumindest vom Rezensenten so wahrgenommene „Gewissheit des Gelingens“ trifft die auf dem dritten Teil von “The Salt Garden” evozierte Stimmung gut. Denn obwohl die Musik wieder getragen und elegisch ist, sollte man die vier Stücke nicht als Soundtrack zu einer Reise in den Untergang verstehen. Sucht man nach (eigentlich unnötigen) Vergleichen, so kommen einem manche Soundtrackarbeiten Hilmar Örn Hilmarssons oder aber (geographisch vielleicht etwas naheliegender) Richard Skeltons immer wieder von Orten und Plätzen geprägten Streicherdrones in den Sinn. Eröffnet wird die EP von „The Land’s Alight“, einem von Keyboarddrones geprägtem Stück, auf dem Simonds singt: “I dreamed I flew, the whole night long…./Ah but the light is on the land/and the hand upon the heart/and the open road is a real thing”. Diese Haltung erinnert an Coils “Bee Stings”, auf dem es heißt: “Don’t believe A.E./See for yourself the summer fields”. Wenn Simonds dann intoniert, “The land’s alight/And this vital eye/and the view…”, dann bekommt ihr Gesang etwas Hymnenhaftes. “Trisamma” ist ein instrumentales Stück, auf dem dezente Klavierpassagen mit Streichern kombiniert werden. „A Million Fires“ ist das vielleicht beeindruckendste Stück: Simonds’ Gesang wird von Harmoniumdrones und den Stimmen des The Date Moss Choir untermalt. Wenn sie singt “glory be upon the hapless writer/ glory be upon the spotless page/to call the woman with the fire inside her/to bring the luminous from age to age”, dann kann man das fast schon programmatisch lesen. Beendet wird diese Veröffentlichung und damit die Trilogie mit “The Given Heat”, auf der traurige Streicher zu hören sind, wobei es am Ende heißt: “suddenly there it is –/ the molten gold on the city street”. Wie auch schon bei allen anderen EPs liegt einer limitierte Version eine Remix-CD bei. Steven Wilson hat unter dem Titel “Is Lanza Light & Given” die vier Stücke zu einem Track verschmelzen lassen und gerade zu Anfang gibt seine Neuinterpretation den Stücken einen leicht entrückteren Charakter." [MG/African Paper]
€10.00

An Opening of the Earth : recovered

Format: CD Year: 2009
Remasterte Wiederveröffentlichung dieser Zusammenarbeit von MNORTHAM mit dem TUU-Mitglied MARTIN FRANKLIN, erschien bereits 1991 als MC auf dem legendären SOUNDS FOR CONSCIOUSNESS RAPE, dann 1993 als CD auf SDV Tonträger. Das ganze ist eine improvisierte Aufnahme vom September 1991, die erstaunlich rauh und fast schon ungestüm ausfällt, wenn Drone-Loops auf knirschend-feedbackende Objekt-Sounds stossen, oder obskure Diktaphon- & Cassetten Recorder-Versatzstücke auftauchen.. von der Original 3 Stunden-Session hat FRANKLIN nun die besten Passagen erneut re-mastered, es sind dabei auch vorher ungehörte Sektionen auf diesem Re-Release gelandet, der zudem in typischer FARIA-Manier in einem Hochglanz Klappcover mit 3 Postkarten / Inlays angeboten wird. "...excavating the sonic crust with heavy synthesised drones, trebly buzzes and popping bursts of sound……eerie as hell.” Darren Bergstein, I/E (from review of original release). "An Opening Of The Earth: Recovered" revisits a spontaneous collaboration between the two musicians, captured in the early 90's. Recorded in an obsolete format, no longer playable with today's technology. The old playback device, recovered from dusty storage for one last use, and the recording of this event brought back into the present - recovered once again.At once a sonic artifact of the recent past and a touchstone for contemporary developments in lo-fi electronic sound. Franklin and Northam's original meeting saw them both on the cusp of developments in their own careers. Franklin's seminal Ambient trio, TUU shortly after embarked on an enduring series of CD releases and performances across Europe. Michael Northam's nomadic life as a travelling sound artist continued from this point onward, leaving a trail of recorded evidence from projects in 25 countries. Mythic imagery of man descending into the mysteries of the Inner Earth is conjured in this intense recorded performance.Using lo-fi sampling, eerie drones, percussive metal instruments and effects, the players trace an intuitive path through a midnight electronic improvisation. Snippets of sound from other projects of that time slip in and out of the mix, roughly recorded Theatre rehearsals, and audio of UK street life appear from dictaphone tapes. Like an unearthed archeological find, the recordings of this ritualistic performance tie the pieces to their location, as well as the events of their time. After unearthing the original tapes, Martin Franklin has created all new mixes for this Faria Records release, including previous unheard sections, re-interpreted and enhanced for the 21st Century listener." [label info] "Martin Franklin and Michael Northam began communicating in the early '90s, both engrossed with the realm of possibilities extant in the laboratory that was the experimental cassette culture. At the time, Northam was beginning a career of sound-art globetrotting by way of festivals, residencies, and the generosity of others, having emerged from the Austin, Texas sound community that spawned the likes of John Grzinich, Olivia Block, Rick Reed, and Seth Nehil. Martin Franklin had gone on to form the British ambient ensemble Tuu, with releases through Beyond, Hic Sunt Leones, and Amplexus. It seems that Franklin and Martin enjoyed a single three hour session back in 1991, and out of that session came the original set of recordings which made their way on to a cassette, released by Sounds For Consciousness Rape, and later onto cd by SDV Tontrager. As both the cd and the tape have been long out of print, we can't comment on the differences between the original recording and this 'recovered' remix of the original source material. Franklin and Northam settle organic textures from metal, dirt, and wood clattering against each other and building softened drones amidst the aggregated sounds. It makes perfect sense that Northam would later work with Darren Tate in one of the final Ora recordings, as these sodden ambient passages and quietly gritty noises share plenty of similarities. Northam had also brought to the session a cassette deck rewired to generate feedback systems, and Franklin had a handheld dictaphone with static and white noise broadcasting through the hypercompressed speakers. These elements give the recordings a rough hewn edge which counterpoint Franklin's sinewy ambience and ghostly half-melodies which are evidence of the contemporary remix work. Altogether, this redux has a darkly ritualized feel of isolationist drones divining something tactile out of the void, much like one would expect from the occluded sounds of the recent Drone Records catalogue." [Aquarius Records review] www.faria.ru
€13.00

World as Will II

Format: CD Year: 2002
"Re-Aktivierung des Labels von SCOT JENERIK aus San Francisco, der v.a. als Konzertveranstalter aktiv ist, mit dem zweiten Teil der Zusammenarbeit von Karkowski & Furudate (Teil I erschien auf Staalplaat). In Sachen apokalyptischer, orchestraler, irgendwie „neo-klassischer“ Komposition wohl mit das intensivste und extremste, was es zur Zeit gibt! " [Drone Rec 2002] “Legendary composers Zbigniew Karkowski and Tetsuo Furudate complete their second installment of World As Will. This powerful collaboration results in a furiously intense music with Wagner-esque orchestrations and instrumentation with vigorous electronic manipulations, voice and mastery. A truly epic piece of work.” [press release] "The orchestral madness it evokes makes Laibach (to compare with a group who have used loads of orchestral sounds) into childplay." -Frans de Ward, Vital Weekly, Amsterdam
€14.00
The Winds Rise in the North

The Winds Rise in the North

Format: do-CD Year: 2008
One long multi-layer drone-minimalism piece (more than 100 minutes, in 4 movements) played on five strings, which reveals lots of inner micro-movements and developments (kind of intense micro-(dis)harmonics) with almost dramatic effects, a great piece by this modern US-composer. Originally released on Titanic Records in 1976 as do-LP. Linda Cummiskey (Violine), Malcolm Goldstein (Violine), Kathy Seplow (Violine), Stephen Reynolds (Viola), David Gibson (Violoncello) " "Natürlich verstehe ich" - so räumte Harley Gaber, der Komponist, ein - "dass dies nicht jedermanns Sache ist". Er meinte sein 1973/74 entstandenes und über hundert Minuten dauerndes Streichquintett "The Wind Rise in the North", dessen magische, rau schimmernde Klangwelt sich in vier Abschnitten nur extrem langsam wandelt - ohne erkennbare temporale Textur, ohne Eindeutigkeit und ohne Ziel. Man könnte beim Hören an das Lied einer verstimmten Äolsharfe denken, die, bespielt vom schroffen Wind an den Klippen Irlands, von den Unendlichkeiten des Meeres singt. Doch wer es versteht, konzentriert lauschend die subtilen energetischen Wandlungsprozesse wahrzunehmen, von denen diese Musik getragen wird, der schult nicht nur sein Ohr, dem fließen vor allem Heiß und Kalt zusammen. Es hat schon seine Richtigkeit, dass vom CD-Cover der geschmackvoll ausgestatteten Produktion flammenden Blickes, mit drittem Auge auf der Stirn, eine Gottheit die Dämonen im Zaum hält. Das gold-braune Thanka-Bild aus dem Umfeld des tibetischen Buddhismus öffnet den Assoziations-Raum, dem die Musik sich verdankt. Gaber selbst erlebte sein Werk als einen "Spiegel, in dem man sich selbst und dann auch dahinter schauen kann". (Kein Geringerer als Pierre Boulez hat übrigens mit Musikern der New Yorker Philharmoniker Teile daraus aufgeführt.) Die 1976 dezidiert nicht in einem Studio entstandene Aufnahme des einzigartigen Quintetts für drei Violinen, Viola und Violoncello erschien nun digital remastered auf einer Doppel-CD bei der Berliner Edition RZ - bei einem Label mithin, das immer wieder für Glanzlichter der besonderen Art zu sorgen weiß. Bewundernswert sind die Konzentration und der Musiziergeist der fünf Interpreten. (Malcolm Goldstein spielt mit, ein Geiger und Komponist, für den John Cage oder Christian Wolff geschrieben haben und dessen Affinitäten zur New York School und der Kunst des Abstrakten Expressionismus evident erscheinen.) Harley Gaber selbst wurde 1943 in Chicago geboren. Er gehört zur bunten Gilde amerikanischer Künstler, die prägende Eindrücke in Europa empfangen haben (in den 60ern u.a. bei Aldo Clementi, Franco Evangelisti, Darius Milhaud) um dann im Zeichen jenes spezifischen Freiheitsgeistes ihrer Heimat neue Wege zu beschreiten. Im New York der siebziger Jahre schien seine Kunstproduktion zunächst zu versiegen, um dann in Kalifornien in den Bereichen Photographie, Malerei, Klanginstallation und Mixed-Media erfolgreich und nachhaltig wieder aufzublühen. Zu seinem Quintett meinte Gaber, man möge es als Ganzes anhören wollen/können oder auch nicht. Ein verkrampftes Durchhalten würde dem Geist des Stückes jedoch nicht entsprechen. Und er gab der Musik einen Text des Dschuang Dsi mit auf den Weg, in dem es fragend heißt: "Die Wolken bewirken den Regen, der Regen bildet Wolken. Wer ist's, der sie hernieder sendet? Wer ist es, der weilt und uns diesen Segensfluss schickt? Der Wind entsteht im Norden. Er weht bald nach Westen, bald nach Osten; bald steigt er auf als Wirbelwind. Wer ist's, der ihn blasen lässt?" [Helmut Rohm, BR-online] " Questions How endlessly the heavens turn. And yet the earth remains at rest. Do the sun and the moon quarrel as to their positions? Who rules over and orders all these things? By whom are they in harmony? Who effortlessly causes and maintains them? Is there, perhaps, some hidden tension that prevents them from being other than as they are? Must the heavenly bodies move as they do, powerless to do otherwise? Look how the clouds drop the rain! And how the rain rises again to form the clouds! Who moves them to this abundance? Who effortlessly produces the primary orb and stimulates it? The winds rise in the north and blow to the east and west. Others move upward uncertainly. Whose breath moves them? Who effortlessly causes them to blow? What is the cause? [Chuang Tzu] " [from the label info] www.edition-rz.de
€21.50
A Consommer Sans Moderation

A Consommer Sans Moderation

Format: CD Year: 2024
Fünfte Folge des Reissue-Projekts auf Klanggalerie mit den französischen Industrial-Pionieren. "A Consommer Sans Moderation" erscheint erstmals überhaupt als CD (remastered, im Digipack). Geins‘t Nait wurde 1986 in Nancy, Frankreich von Thierry Merigout und Vincent Hachet, beide Studenten der dortigen Architekturschule, gegründet. Ein Jahr später trat Laurent Petitgrand der Band bei. Ihr Sound wird oft als Äquivalent zu Acts wie Einstürzende Neubauten, Coil oder Test Dept. bezeichnet, aber Geins‘t Nait ist kein reiner Industrial-Klassiker. Während sie rohe Basistracks als Resultat ihrer Punk-Attitüde produzieren, verfeinert Petitgand sie, und erzeugt innerhalb der postindustriellen Collagen Musikalität, indem er Gitarren, Klavier und klassische Instrumente hinzufügt. Geins‘t Nait und Laurent Petitgand schärfen Klänge, verleihen ihnen eine Art Ausgewogenheit und Dichte und sorgen dafür, dass die musikalische Sprache ein tiefes Erlebnis evoziert. Ihre Musik ist roh und faszinierend und weitgehend von Surrealisten und Situationisten beeinflusst. Während ihre ersten vier Alben vom französischen Label Permis De Construire als Kassetten veröffentlicht wurden, erschien "A Consommer Sans Moderation", ebenfalls als Kassette in den 1980ern auf dem US-Label Subterranean Subliminal Subversion Music, die 14 Tracks wurden für diese erste Neuauflage sorgfältig von Martin Bowes remastert. Unverzichtbar für Genre-Fans! Geins't Naït was founded in Nancy, France, in 1986 by Thierry Merigout and Vincent Hachet, both students at the Architecture School of Nancy. A year later Laurent Petitgrand joined the band. Their sound is often described as an equivalent of bands like Einstürzende Neubauten, Coil or Test Dept., but Geins't Naït is not pure classic Industrial. While Geins't Naït offers rough pieces of music as an extension of its punk attitude, Petitgand refines them to create some musicality within the post-industrial collages, adding guitars, piano, and classical instruments. Geins't Naït and Laurent Petitgand sharpen sounds, giving them a kind of balance and density and ensuring that the musical language evokes a deep experience. Their music is raw and fascinating, and largely influenced by Surrealists and Situationists. Their early albums were released by French label Permis De Construire. A Consommer Sans Moderation was originally released on cassette on American label Subterranean Subliminal Subversion Music and was remastered for CD by Martin Bowes of Attrition. https://klanggalerie.bandcamp.com/album/a-consommer-sans-moderation
€15.00

The Mirror Pool

Format: CD Year: 1995
"Anfang der Achtziger gründete Lisa Gerrard zusammen mit Brendan Perry die legendäre Band Dead Can Dance. Ihre Alben erschienen auf 4AD und prägten den Sound dieses jungen Labels für mehr als eine Dekade. 1995 startete Lisa Gerrard parallel ihre Solokarriere und produzierte "The Mirror Pool" mit Hilfe des Victoria Philharmonic Orchestra. Seither avancierte sie auch zu einer der gefragtesten Soundtrackkomponisten Hollywoods (Ali, Black Hawk Dawn, The Insider, Gladiator, Whale Rider)." [Indigo] www.4ad.com
€10.00
Message

Message

Format: LP Year: 2022
Grim is the one-man project of Jun Konagaya - formed from the ashes of White Hospital, his legendary early 1980s noise duo with Tomosada Kuwahara - which, accepting a long hiatus in the middle, has bridged the worlds of industrial music, power electronics, and noise for nearly three decades. Belonging roughly to the first wave of Japanese noise, Konagaya is particularly noteworthy among his peers for casting an eye further afield, drawing influences from bands like Whitehouse and SPK, rather than members of his own scene, as well varied reference points as far afield as the traditional folk music of Tibet. That understood, nothing was likely to prepare the context of Japanese noise for what was delivered by his 1987 EP “Message”. It belongs to a body of three releases created by Grim during the 1980s, including the full length, “Folk Music”, issued by Eskimo Records in 1986, and the EP, “Amaterasu”, released by G.A. Propaganda in 1985. While its two predecessors are brilliant and more or less what you might expect from a seminal artist of Japanese noise, “Message” follows a markedly different path, delving toward the realm of pop and folk via a series of six songs that emit a stronger connection to Daniel Johnson, Syd Barrett, Sebadoh, and Tenniscoats than anything the noise scene has ever produced; it feels like walking through an ancient fairy tale forest, all hazy, magical and slightly eerie. Dreamy and meandering, drawing on '60s psychedelia, DIY aesthetics, and folky undercurrents, Grim’s “Message” is a masterstroke in underground Japanese pop, pushing radically forward, while challenging the boundaries of the scene to which the project predominately belongs. Following the album’s original release in 1987, Jun Konagaya followed different paths beyond the world of sound, before unexpectedly relaunching an incredibly prolific career, returning to more explicit territories of noise. As such, “Message” remained a coveted, rare artefact of a road less traveled and a window into the diverse talents and temperaments that rest below all of his output. One of the most distinct and unexpected artifacts of the Japanese scene during the period, rather than the full throttle fury for which it has been widely known, here we encounter the one-man project of Jun Konagaya weaving stunningly beautiful passages within the realm of pop and folk, incorporating elements of '60s psychedelia and Lo-Fi DIY, with Yukio Nagoshi, founding member of the Vasilisk unit, on guitar and percussion and A. Takahashi on vocals, with collaboration and technical support from Tomosada Kuwahara, partner and co-founder with Jun Konagaya of the legendary group White Hospital. First ever reissue of the album furthers these insights, extending the original EP with an entirely new body of noise-oriented reworks by Grim of the original six tracks, effectively doubling in length to a full-length release. https://urashima.bandcamp.com/album/message "Hätten die subkulturellen Phänomene, die irgendwann von Juristen und Journalisten als Wreckers of Civilization oder England’s Hidden Reverse bezeichnet worden sind, ein Pendant in Japan gehabt, dann wäre Jun Konagaya alias Grim wahrscheinlich das zentrale Flaggschiff dieser Bewegung gewesen, denn sein Interesse am Abseitigen hatte – in Ansätzen bereits bei seiner Band White Hospital – Züge des okkult-autistischen Dandyismus, die man häufig bei den englischen Kollegen beobachtete. Nachdem Konagaya bereits einige Erfahrungen mit lärmenden Soundcollagen gesammelt hatte, entdeckte er Mitte der 80er seine Leidenschaft für das Songformat und für eine Art folkigen Pop, der Schrägheit mit gut dosiertem Kitsch verbindet, und so erschien 1986 das heute als heimlicher Klassiker geltende Album “Folk Music” auf Grims eigenem Label Eskimo Records. Zu dessen Nachwehen gehört auch die im Jahr darauf erschienene EP “Message” (ebenfalls Eskimo), die mit einer Handvoll an Gästen eingespielt wurde und jüngst von Urashima Records neu aufgelegt wurde. Während Grims Wurzeln in der Geräuschmusik in “Folk Music” noch deutlicher zu hören waren, könnte man diese in “Message” eher subtil in einer unterschwelligen Unbehaglichkeit aufspüren, denn rein stilistisch bewegen sich die sechs Stücke fast komplett im Bereich poppig angehauchter Folk-Lullabies, in denen sanfte Gitarrenakkorde und dazu passender Gesang, bei dem nicht immer ganz klar ist, ob man gerade eine Sängerin oder einen Sänger hört, das Bild prägen. Der Opener “Heritage” startet gleich mit Picking und lieblichem Gesang, und schon in diesem Stück fällt in der gefühlvollen Mollastigkeit eine galoppierende Euphorie auf, deren verhuschte Exzentrik durch die launige Trompete gegen Ende noch einmal extra unterstrichen wird. Jedes der Stücke hat seine eigenen Marotten: Bei “Deep in Meditation” ist es das Zusammenspiel von Walzertakt und etwas, dass wie eine Melodika klingt, bei “Parable & Cole” das Paradox einer lieblich-pastoralen Monotonie als Kulisse intimer Flüsterstimmen. Bei “Mooncalf’s Walz” der leicht verzerrte Moment zu Beginn, der aber recht schnell einer noch fiepsigeren Lieblichkeit die Tür öffnet. Diese erreicht bei “Klara’s Song” den Höhepunkt an Kindlichkeit, und trotz psychedelischer Twangs schwebt über all dem eine 80er Jahre-Stimmung, die sich neben der rauen und sicher gewollt einfachen Klanggestaltung einem Esprit verdankt, den man nicht künstlich erzeugen kann. Man sollte als weitere Klammer aber auch das leicht unbehagliche Element einmal mehr betonen – eine seltsame Weltfremdheit, die sich in den allzuschönen Arrangements bei genauerem Hinhören offenbart und den Eindruck entstehen lässt, dass dieses Idyll nicht nur von Feen und Folksternchen bevölkert ist, sondern ebenso sehr von dämonischem Gesindel. Heute werden gerne renommierte Sängerinnen und Sänger aus Folk und Psychedelic der Jahre um 1970 genannt, wenn man sich auf Grims hier durchgezogenen Stil einen Reim machen will. Wer allerdings zu Konagayas eigener Generation gehört und mit undergroundigen Songs der 80er und 90er sozialisiert worden ist, hat vielleicht spezifischere Assoziationen, und die können von Strawberry Switchblade über frühe Psychic TV und die Legendary Pink Dots bis zu den ersten folkigen Versuchen von Current 93 oder Death in June reichen – ein merkwürdiges Kuriosum, bei dem ich nie ganz über den Gedanken hinweg komme, wie nah das alles an einem potentiellen Pop-Hype vorbeigeschlittert ist. Interessant und hervorhebenswert ist dabei, das Grim eine solche Musik bereits perfektionierte, als diese auch in Europa erst im Entstehen begriffen war. Der Wiederveröffentlichung, die diese Songs erneut auf Vinyl präsentiert, sind einige Remixe als Bonustracks hinzugefügt – ultranoisige Versionen, die die Spuren späterer Entwicklungen Konagayas tragen, die aber die süßlich säuselnden Stimmen immer noch geisterhaft im von Lärm erfüllten Raum schweben lassen." [U.S./ African Paper] "Returning off the back of an incredible run of deep dives into numerous historical contexts of noise, Urashima brings us the first ever vinyl reissue of Grim's legendary 1987 EP, “Message”, now expanded to a full album's length. One of the most distinct and unexpected artifacts of the Japanese scene during the period, rather than the full throttle fury for which it has been widely known, here we encounter the one-man project of Jun Konagaya weaving stunningly beautiful passages within the realm of pop and folk, incorporating elements of '60s psychedelia and Lo-Fi DIY. This highly sought-after holy grail of the 1980s underground is issued by Urashima in a limited edition of 199 copies, and won't sit around for long. Grim "Message"(LP) Since its founding during the late 2000s, the Italian imprint, Urashima, has become a definitive voice in the landscape of noise, sculpting a singular vision of one of the most vibrant and revolutionary bodies of experimental sound to have graced the globe. Already in 2022, they’ve delivered beautiful, ambitious limited edition releases like Controlled Death’s “Death Synth Box”, Merzbow’s “Collection 001-010” and “Hybrid Noisebloom”, as well as Masonna’s “Masonna Vs. Bananamara” and Hijokaidan’s “Zouroku No Kibyou”. Beginning the label’s final push toward the end of the year is the first ever vinyl reissue of Grim’s legendary, highly sought after 1987 EP, “Message”, now expanded with new material to a full LP in length. An inexplicable hybrid of folk, indie pop, electronic music, and experimentalism, there’s almost nothing like it within the territory and context of sound within in which it rests. A true holy grail of the 1980s Japanese underground, with original pressings commanding crazy money on the collector’s market, this very limited edition of 199 copies is going to be gone in a flash. Don’t sleep! Grim is the one-man project of Jun Konagaya - formed from the ashes of White Hospital, his legendary early 1980s noise duo with Tomasada Kuwahara - which, accepting a long hiatus in the middle, has bridged the worlds of industrial music, power electronics, and noise for nearly three decades. Belonging roughly to the first wave of Japanese noise, Konagaya is particularly noteworthy among his peers for casting an eye further afield, drawing influences from bands like Whitehouse and SPK, rather than members of his own scene, as well varied reference points as far afield as the traditional folk music of Tibet. That understood, nothing was likely to prepare the context of Japanese noise for what was delivered by his 1987 EP “Message”. “Message” belongs to a body of three releases created by Grim during the 1980s, including the full length, “Folk Music”, issued by Eskimo Records in 1986, and the EP, “Amaterasu”, released by G.A. Propaganda in 1985. While its two predecessors are brilliant and more or less what you might expect from a seminal artist of Japanese noise, “Message” follows a markedly different path, delving toward the realm of pop and folk via a series of six songs that emit a stronger connection to Daniel Johnson, Syd Barrett, Sebadoh, and Tenniscoats than anything the noise scene has ever produced. Dreamy and meandering, drawing on '60s psychedelia, DIY aesthetics, and folky undercurrents, Grim’s “Message” is a masterstroke in underground Japanese pop, pushing radically forward, while challenging the boundaries of the scene to which the project predominately belongs. Following the album’s original release in 1987, Jun Konagaya followed different paths beyond the world of sound, before unexpectedly relaunching an incredibly prolific career, returning to more explicit territories of noise. As such, “Message” remained a coveted, rare artefact of a road less traveled and a window into the diverse talents and temperaments that rest below all of his output. Urashima’s first ever reissue of the album furthers these insights, extending the original EP with an entirely new body of noise-oriented reworks by Grim of the original six tracks, effectively doubling in length to a full-length release. Visionary, wild, and weird, this beautifully produced LP is issued in a very limited edition of 199 copies, and is an absolute must for any fan of Grim, Japanese noise, and '80s DIY psychedelic pop." [Soundohm]
€29.00
An Utterance of the Supreme Ventriloquist

An Utterance of the Supreme Ventriloquist

Format: CD Year: 2005
Wiederveröffentlichung einer der besten H30-LPs, erschienen 1996 auf Soleilmoon. Auf den beiden Stücken klingt Andrew Mc Kenzie noch weitaus „fordernder“ und elektro-akustisch-experimenteller als auf den heutzutage erscheinenden, eher ruhig-dronigen Werken: minimale elektronische Klangwellen und Pulsationen, dazwischen aber auch immer Breaks & hereinbrechende Soundeffekte, „konkrete“ field-recording-Schnipsel, dabei aber in derart fremdartige Klang-dimensionen vordringenden, dass es (zumindest für uns) eine wahre Freude ist! Geniales Werk in wunderschöner Verpackung !! "An Utterance of the Supreme Ventriloquist was originally issued by Soleilmoon in 1996 in a hand-numbered edition of 451 clear vinyl LPs. Utterance consists of two 21-minute pieces, 'Placing the Seed' and 'Seeding the Place.' It's a psychedelic head-trip that reaches a similar plane of consciousness occupied by Nurse With Wound. The material has been completely remastered for maximum digital appreciation, and is presented in a deluxe embossed folder with lavishly printed inserts, all wrapped in semi-transparent paper, very much in the style of the recent reissues of 'The Sea Org' and 'Mastery of Money.'" [press release]
€15.00

Tracks and Traces

Format: CD Year: 2009
"...Im Spätsommer 1976 lagen die Dinge allerdings anders, Neu!-Gitarrist Michael Rother verstärkt das Projekt und Brian Eno, der gerade die Arbeit an zwei stilprägenden Klassikern abgeschlossen hatte, (das eigene 'Another Green World' und 'Low' von David Bowie), war noch nicht vom World-Music-Virus infiziert, sondern voll auf einem düster, organisch, minimalistischen Ambient Sound. Was wiederum hervorragend zu Harmonia passte, die auf 'Deluxe' zwar mit echtem Schlagzeug und Gesang experimentiert hatten, in Anwesenheit Enos allerdings schnell und zielstrebig zu den vollelektronischen Tönen ihres Debüts zurückfanden. Und so entsteht ein endlos faszinierender musikalischer Fluss, eine saubere Kreuzung aus der sakralen, instrumentalen Hälfte von 'Low', den pastoralen, spacigen Elementen von 'Musik von Harmonia' und den organisch wuchernden Atmosphären von 'Another Green World'. Die Töne fließen, kreisen, pluckern, tragen den Hörer davon und sind in jeder Sekunde als ein Produkt aus dem Hause Harmonia/ Cluster/ Eno erkennbar. Zentrum ist das fünfzehnminütige 'Sometimes In Autumn', ein bedrohlich tropfendes Kraut- Stück, welches eine eiskalte Weltraumigkeit ausstrahlt und sich gemächlich dreht und windet wie ein Spiralnebel. Kontrastiert wird dieses Monster durch kürzere Tracks, in denen immer wieder wunderbare, seltsam melodiöse Kürzel auftauchen, kurz durch die Boxen wandern und wieder verschwinden. Das Verrückte: Für einen kurzen, schönen Augenblick waren die Herren Rother, Moebius, Roedelius und Eno Kraftwerk um Längen voraus, während deren zeitgleiche Musik mit ihrer teutonischen Statik fest in den Siebzigern verwurzelt ist, könnte 'Tracks And Traces' locker als früher Proto-Techno der Marke Warp durchgehen. Aphex Twin oder Boards Of Canada beispielsweise. Exakt so gut ist dieses Album. Hätte man es 1976 auf den Markt geworfen, wäre es recht schnell zum Klassiker avanciert. So ist es zumindest eine nachträgliche Offenbahrung, remastert und gegenüber der 1997er Ryko CD Version mit drei Bonustracks und neuem Artwork versehen...." [Whiskey-Soda] "Magische Momente entstehen einfach so. Die Musiker von HARMONIA ereilte so ein Moment völlig unerwartet im Spätsommer 1976. Zwei Alben lagen zum damaligen Zeitpunkt hinter der Band, "Musik von Harmonia" (1974) und "Deluxe" (1975). Beide Werke gelten heute als Klassiker des Krautrock und der elektronischen Musik, doch danach endeten die gemeinsamen Planungen. Bis ein gewisser BRIAN ENO auf den Plan trat. Er wusste längst über HARMONIA Bescheid, hatte sich 1974 sogar mal spontan in ein Konzert der Band eingeklinkt. Zwei Jahre später meldete sich Eno bei HARMONIA und schlug eine Zusammenarbeit vor. Er war damals gerade auf dem Weg nach Montreux, um mit David Bowie an "Low" zu arbeiten. "Mit Eno kam ein Geist mit großer Offenheit, unendlicher Spielfreude und einem enormen Fundus an Erfahrungen im Bereich populärer neuer Musik ins Spiel, und das hat offenbar die bereits verschlossene Tür öffnen können", so Roedelius. Trotzdem hat die Öffentlichkeit lange nichts von diesen Aufnahmen gehört, zum Teil deshalb, weil sie nicht für kommerzielle Zwecke bestimmt waren, zum Teil aber auch deshalb, weil die Originalbänder bei Eno lange Zeit als verschollen galten. Zum Glück hatten sich Roedelius und Rother Kopien von den Vierspurbändern gemacht. 1997 erschien aus heiterem Himmel das HARMONIA-Album "Tracks & Traces" mit Ausschnitten aus den sagenumwobenen '76er-Sessions. Roedelius hatte das in seinem Besitz befindliche Material sondiert und in einem aufwändigen technischen Prozess editieren lassen. Die Musik ist wundervoll. Forsch rauscht in "Vamos Compañeros" ein Groove in Gestalt eines sich wiederholenden Dampflok-Sounds heran. Nach dem idyllischen Abstecher "By The Riverside" geht es sogleich in eine experimentell-abstrakte Phase mit düsterem Unterton über. Man hebt den warnenden Zeigefinger: "Don't get lost on Lüneburg Heath!" Nach einem "Weird Dream" hellt sich die Stimmung wieder auf, vernimmt man wärmere, pop-ähnliche Akkorde und die von späteren Arbeiten Enos bekannte, hier jedoch von Rother gespielte Slide-Gitarre. Aber natürlich war das nicht alles. Rother hatte ja auch noch seine Kopie in der Hinterhand, die seit 1976 bei ihm im Studio lag. Eines Tages entschloss auch er sich, die darauf enthaltenen Fragmente, 27 an der Zahl, zu digitalisieren. Daraus ließe sich womöglich ein ganzes Album machen, aber man verständigte sich darauf, drei Stücke als Ergänzung für die Wiederveröffentlichung des 97er Albums zu verwenden. Mit dem Entree "Welcome" und dem anschließenden Track "Atmosphere" baut sich das Album nun langsam auf, bevor es mit "Vamos Compañeros" in der gewohnten Form wieder Fahrt aufnimmt. Am Ende verstärkt "Aubade" den Eindruck eines versöhnlichen Ausklangs. Gut Ding will bekanntlich Weile haben. Nun liegt, 33 Jahre nach Entstehung des Materials, endlich eine rundum befriedigende Version eines lange verloren geglaubten Schatzes aus der Krautrock-Ära vor. Damit dürfte nun auch ein Schlussstrich unter das Kapitel HARMONIA gezogen sein. Die Band war zwar nach Veröffentlichung des gefeierten Konzertmitschnitts "Live 1974" vor zwei Jahren wieder aktiv und hat einige umjubelte Konzerte in Berlin, Großbritannien, USA und Australien gegeben, aber Rother und Roedelius haben übereinstimmend erklärt, dass es keine Fortsetzung der Live-Auftritte geben werde... Gute Musik entsteht ungefiltert aus der Künstlerseele heraus, nicht aufgrund von wie auch immer gearteten Strategien und Gedankenspielen. Und wie man an HARMONIA & ENO '76 - "Tracks and Traces" sieht, verblasst Qualität unter diesen Umständen nicht." [press release] www.groenland.com
€13.00
Five Eyes

Five Eyes

Format: CD Year: 2014
"Credits: reeds, trombone, key, misc: Alfred 23 Harth drums, percussion, misc: Wolfgang Seidel vocals: Nicole van den Plas, Bill Shute (04), Boris Stout (06), A23H (08) compositions: Alfred 23 Harth, Wolfgang Seidel-Meissner recorded in Berlin and Seoul produced & mastered by A23H at LaubhuetteStudio Moonsun, Korea, 2014 cover drawing: Wolf Pehlke cover: Robert Schalinski Thanks to Bill Shute from Kendra Steiner Editions for triggering this album. Five Eyes Long Distance Call Seoul und Berlin – das ist weit voneinander entfernt. Bei heutiger Musikproduktion sind geografische Entfernungen kein Hindernis. Und die beiden Komponisten von Five Eyes sind sich zugleich nah und fern, gibt es doch in unseren Biografien trotz unterschiedlicher Wege und Orte immer wieder Punkte, wo wir aus unterschiedlichen Richtungen kommend zu gleichen künstlerischen Fragestellungen gelangt sind. Alfred Harth ist in der Nähe von Frankfurt/Main geboren, wo man in der Philosophie und Kunst nach Westen, nach Frankreich und über den Atlantik blickte. Ich bin im selben Jahr in West-Berlin geboren, das damals eine mit viel Subventionen künstlich am Leben erhaltene Geisterstadt, der Hinterhof der westlichen Welt war. Für Alfred war Jazz die klangliche Verheißung, dass es etwas anderes geben muss, als das verdruckste Nachkriegsdeutschland. Für mich als Hinterhofgöre und in einer Stadt, die keine nennenswerte Jazz-Szene hatte, erfüllte Rock n’ Roll die gleiche Funktion. Für Alfred führte der Weg in die freie Improvisation, seine Gruppe Just Music verkündete Ende der 60er in einem Flyer als Konzept ein „Modell für annähernd herrschaftsfreie Kommunikation und Interaktion“ sein zu wollen. Zur selben Zeit passierte eine ähnliche Entwicklung bei denen, die von der Rockmusik her kamen. In der experimentierfreudigen Phase des Psychedelic Rock lösten sich vorgegebene Strukturen auf. Das brachte uns das erste Mal am gleichen Ort zusammen, in Conrad Schnitzlers Zodiak Free Arts Lab, wo sich für ein knappes Jahr Free Jazz, Happening und das, was später mal Krautrock genannt werden sollte, mischte. Die Sessions mit Conrad Schnitzler, die in eine langjährige Zusammenarbeit mündeten, waren meine erste Begegnung – wie es ein Flyer verkündete – mit „Total freie[r] Musik“. Schnitzler, ein Beuys-Schüler, bezeichnete sich als Intermedia-Künstler, um bewusst alle Kategorisierung und alle Begrenzung auf ein Medium zu vermeiden. Auch wenn Alfred diesen Begriff nie verwendete, würde er auf ihn passen als jemandem, der gleichermaßen in der Musik, Literatur und den visuellen Künsten unterwegs ist. Für beide war Fluxus und die Begegnung mit Künstlern wie Nam June Paik eine Weichenstellung. Den nächsten Schritt vollzogen Alfred und ich von unterschiedlichen Ausgangspositionen in dieselbe Richtung – hin zum gesprochenen oder gesungenen Wort. Ich schloss mich einer Lehrlingstheatergruppe an, aus der dann die Band Ton Steine Scherben hervorging, die Rockmusik und radikale, auf Deutsch gesungene Texte zusammenbrachte und auf deren erster Platte auch ein Stück von Hanns Eisler zu hören ist. Mit dessen Musik und der Verbindung von Musik und Poesie jenseits des Jazz und Lyrik-Klischees beschäftigte sich auch Alfred zusammen mit Heiner Goebbels. Während die Scherben das Straßentheater bald zugunsten der Rock-Bühne hinter sich ließen, gehörten die beiden zu den Mitbegründern des Sogenannten linksradikalen Blasorchesters, das die Musik auf die Straße brachte. Der nächste Schub kam durch Punk und vor allem durch die in dessen Windschatten blühenden Experimente, die Stilmittel der musikalischen Avantgarde, Collage- und Montagetechniken mit der Energie von Rock zusammenbrachte. Für Alfred war das dann unter anderem die Band Cassiber zusammen mit Chris Cutler, Christoph Anders und Heiner Goebbels. Für mich war das in Berlin die Gruppe Populäre Mechanik, die noch als reine Gitarrenband in der Rocktradition begann und sich mehr und mehr Elektronik, als auch durch die Erweiterung mit Bläsern Jazzeinflüssen hin öffnete. Diesmal bewegte sich Alfreds und mein musikalischer Weg so weit aufeinander zu, dass es tatsächlich 1983 zu einem gemeinsamen Konzert kam. Ein Ausschnitt aus diesem Konzert fand dann seinen Weg auf Alfreds Platte Sweet Paris, einer 1990 erschienenen Text- und Musikcollage – ein multimediales Tagebuch, in dem Alfred seinen Briefwechsel mit dem damals in Paris lebenden Maler Wolf Pehlke – er machte die 5E-Coverzeichnung - umsetzte und in das Solos, Fieldrecordings und Ausschnitte aus zahlreichen musikalischen Begegnungen einflossen. Zu Cut-up mit seiner Eröffnung neuer Zusammenhänge und zu Collage, mit der man Realität in die Komposition holen konnte, hatte Alfred vor allem auch über Literatur, über Brinkmann und Burroughs, und seine Arbeit als visueller Künstler gefunden. Die Entwicklung des Samplers machten die vorher ans Studio gebundenen, geduldigen Techniken der Musique Concrète musikalisch handhabbarer und zu einem Ausweg aus einem linearen Zeitbegriff, der sich mit seinem Versprechen einer höheren Ordnung in der Musik immer weniger durchhalten ließ. Für mich führte der Weg von der noch von diesem Heilsversprechen angetriebenen Musik der Scherben, über die Auflösung der Zeit in psychedelischen Krautrock-Erfahrungen in die Fluxus-inspirierte Zusammenarbeit mit Conrad Schnitzler, der Ende der 1970er mehr als ein Dutzend Kassettenrecorder stapelte, mit denen er eigenes und gefundenes Material bei Konzerten mischte. Mit Five Eyes, für die wir monatelang Tracks her- und hinschickten, auseinandernahmen und neu zusammensetzten, konnten wir den Faden wieder aufnehmen – denn nach der Session, die auf Sweet Paris dokumentiert ist, trennten sich die Wege erst einmal wieder. Für mich gab es Ende der 80er mit dem Untergang des alten Westberlins auch persönlich eine Umbruchzeit, die dazu führte, dass die Musik erst einmal weitgehend Pause machte. Als ich dann wieder anfing, aktiv zu werden, sah man sich als Musiker einer veränderten Situation gegenüber. Eine Musik, die sich mehr oder weniger gradlinig auf ein Ziel bewegt, war endgültig obsolet geworden. Die Durchsetzung von There-Is-No-Alternative als herrschender Ideologie brauchte ebenfalls eine musikalische Antwort. Dazu kommt die durch die Digitalisierung gigantisch beschleunigte Bilderflut, in deren Geflicker alle Konflikte dieser Welt gleich aussehen. Die Frage nach Gut und Böse reduziert sich da auf die Frage, welche Seite die emotionaleren Bilder liefern kann, die dann am effektivsten wirken, wenn sie an vorhandenes Ressentiment andocken können. Als dann beim Anschlag auf das World Trade Center etliche Antiimperialisten im Anblick der Katastrophe applaudierten, wurde klar, dass man noch einmal neu nachdenken muss. Alfred zog es nach Südkorea, das in den letzen 100 Jahren von der Geschichte nicht gut behandelt wurde. Japanische Besetzung, Unterdrückung und Ausbeutung, dann der Koreakrieg, in dem das Land nur Figur auf dem Schachbrett des Konfliktes zwischen Ost und West war. Jetzt ist das Land eingezwängt zwischen dem autoritären Nordkorea und dem wirtschaftlich dominierenden Japan, das nie eine Debatte über seine gewalttätige Vergangenheit geführt hat. Ich dagegen brauchte keinen Ortswechsel vorzunehmen. In Berlin wechselte sich der Ort in rasantem Tempo selber aus – zumal aus der Sicht des Westberliners. Aus der verschlafenen Nische wurde eine Wir-sind-wieder-wer-Hauptstadt eines Landes, das ziemlich schnell an seine alten Hegemonialansprüche anzuknüpfen begann. Nach außen wie innen wurde dies zunehmend aggressiv durchgesetzt, begleitet und gefeiert von einem Kulturbetrieb, der mehr und mehr nationales Pathos produziert. Vor ein paar Jahren kam über den inzwischen verstorbenen Conrad Schnitzler der Kontakt zwischen Alfred und mir wieder zustande. Dabei stellten wir fest, dass wir von den beiden Enden der Welt, an denen wir inzwischen gelandet waren, zu ähnlichen Überlegungen gekommen waren. Zumal die Enden der Welt sich immer ähnlicher werden. War in den 60ern ein Lied, dass man gerne sang, Break on through to the other side, ist man heute damit konfrontiert, dass es auf der anderen Seite genauso oder schlimmer aussieht. Die Propaganda für das Bestehende funktioniert heute nicht mehr durch Lügen. Man gibt alle Kritik zu, um dann darauf zu verweisen, dass alles andere schlimmer ist, was durch den tatsächlich stattfindenden Angriff der Barbarei auf das Bisschen erreichten Fortschritts eine fatale Komplizenschaft erzeugt. Wie positioniert man sich als Musiker in einer Welt, die sich gleichzeitig in zwei nur scheinbar entgegengesetzten Richtungen entwickelt? Auf der einen Seite eine fast unendliche individuelle Freiheit, die keine Emanzipation von gesellschaftlichen Zwängen ist, sondern bloßes Selbstunternehmertum in einem Dog-eats-dog-Kapitalismus. Parallel dazu entwickelt sich der Staat, den die neoliberalen Apologeten angeblich mindestens verschlanken, am liebsten aber abschaffen wollen, zu einer immer perfekteren Kontroll- und Repressionsmaschine. Mittlerweile ist eine Generation herangewachsen, die gar keine persönliche Erinnerung mehr daran hat, dass irgendwann einmal etwas Anderes war. Dabei war das Andere nicht automatisch besser, aber allein durch seine Existenz machte es klar, dass die Beschaffenheit der Gesellschaft, in der wir leben, verhandelbar ist. „Herrschaftsfreie Musik“ ist nach wie vor eine mögliche Antwort. Wobei das nicht nur heißt, frei von einer vorgegebenen Komposition oder einer Führungsfigur zu sein. Herrschaft maskiert sich heute vor allem als Sachzwang. Dagegen steht eine Musik, in der die Musiker stets die freie Entscheidung über die Musik und ihre Weiterentwicklung haben, als eine ständige, für den Hörer nachvollziehbare Verhandlung. Die andere Antwort ist das Hereinnehmen und Rekontextualisieren von ausgewählten Klangsplittern als Spuren von Realität, Zitate, Field-Recordings, um das abstrakte Medium Musik mal assoziativ, mal verwirrend und zum Neudenken auffordernd an die umgebende Wirklichkeit anzubinden. Beides kann zu einer Entdeckungsreise werden. Wolfgang Seidel, 23.10.2014" [credits & liner notes]
€15.00
Aroma Club Adieu 5

Aroma Club Adieu 5

Format: LP + 12inch Year: 2020
"Final release by Asmus Tietchens’ death lounge project Hematic Sunsets Farewell greetings by Michael Rother, Felix Kubin, Heinz Funk, Okko Bekker and more The Hematic Sunsets shut down the Aroma Club with a final release. The album “Aroma Club Adieu” features 12 exquisite pieces of death lounge electronic pop performed on electronic organs and entertainment devices of various kinds. Under the moniker Hematic Sunsets, legendary avantgarde composer Asmus Tietchens has explored his love of the Darth Vader organ sound – a cheesy, spooky, deranged but still catchy form of electronic pop. The body of work of Hematic Sunsets stands out as unique, displaced and in a sexy way out of fashion. As a bonus to the final album of the project artist friends of Asmus Tietchens have composed short hommages and farewell greetings that are included here in the form of a single sided 12” on white vinyl. Among those saluting are such illustrious musicians as Heinz Funk, Felix Kubin and Michael Rother." [label info] https://aufabwegen.bandcamp.com/album/aroma-club-adieu "And so it ends for the Aroma Club, adieu, so long and farewell. The fifth album by Hematic Sunsets, with such illustrious members as Hans Tim Cessteu, Assistent Meuch, Titus Mascheens, Suse Mittach sen and Asmus Tietchens. Or if you are clever, just Asmus Tietchens since all the other names are anagrams. Hematic Sunsets, check the anagram, is Tietchens' love for cheesy electronic music, which resulted in five LPs and two Christmas songs. The organ plays an important and I would think one of those organs that people had in the '70s. Well, my cousin had one, complete with a ton of ditto cheesy rhythms and chords and a big speaker below; the easy two-finger method of play. I seem to remember my cousin was pretty apt at it. I'd love to have one. Tietchens loves the sound of such organs as well as other machines that produce similar cheesy stuff. In the early days of his record releasing career, Tietchens did four albums for Sky Records, which had a more poppy electronic streak, and later he decided he enjoyed doing that stuff resulting in the fictitious Aroma Club, which, no doubt, in Tietchens mind was a place where you could drink coffee and smoke your cigarette. In the corner there would be such an organ and someone playing his take on lounge music, But, this is Tietchens, a man with quotes of Cioran on most of his record (replaced by Klopstock on Hematic Sunsets releases), so this Aroma Club is not necessarily full of colour and on second thought the lounge music is not so cheesy and lounge-like at all. It comes with a strange hook, a dark undercurrent, and on this fifth album it all seems a bit darker than before, maybe the dark times we experience and with all clubs closed (well, here in The Netherlands at least). This is, however, still great dark lounge music, with those minimal rhythms, and melodies, ranging from lightweight to almost industrial, showing the veracity of the music. Excellent album, once again. As a bonus, there is a one-sided LP which gives space to friends of Tietchens to say goodbye and bow their heads to the Aroma Club. There is Okko Bekker (owner of the studio in which Tietchens works), Felix Kubin, Michael Rother (early Kraftwerk member, and of Neu and Harmonia), Jetzmann, Heinz Funk, Ebinger, Chestnut Ameis, Maik Willing & Der Botox Lucas Chor and Unknown Singing Objects, who all have their take on Hematic Sunsets; spacious guitars, obviously, for Rother and Kubin with some fun pop song madness, or the super slick jazzy flutes of Ebinger. Maik Willing & Der Botox Lucas Chor tops it all with a schlager (look that up for yourself) going out of control. This is all a fitting tribute to the fun side of Tietchens. It could very well that you think it's stupid, but I think it is great fun." [FdW/Vital Weekly] "Auch wenn fast jede Veröffentlichung Asmus Tietchens von einem Cioran-Zitat begleitet und geziert wird, so hat sich schon immer auch Humor im Werk des Hamburgers gezeigt, was sich u.a. teilweise in der Titelgebung seiner Tracks widerspiegelte, jedoch war dieser Humor nie so dominant wie auf seinem „death lounge project “ Hematic Sunsets (auf dem seine anagrammatischen Mitspieler Achim Stutessen, Assistent Meusch, Hans Tim Cessteu, Mischa Suttense und Tussi Schemante heißen), auf dem Tietchens seiner Liebe zum – wie es in der Pressemitteilung heißt – „Darth Vader organ sound“ frönt; Attribute wie „cheesy, spooky, deranged but still catchy“ zeigen das Spannungsfeld, in dem sich diese Musik situieren lässt. Das erste Album erschien 1998, diese finale Veröffentlichung, auf der jetzt „Adieu“ gesagt wird, besteht aus einer LP mit neuen Kompositionen und einem weiteren, einseitig bespielten Album, auf dem Weggefährten „Tschüss“ sagen, da es sich „Ausgeduftet“ hat, wie es bei Jetztmann heißt. Die Hematic Sunsets-LP ist voller kurioser und zum Teil natürlich durchaus „catchy“ Tracks: Da gibt es die skurril-zerhäckselte Stimme auf „Zum Geleit“, das in TOPY-Diktion betitelte „Thee Church Ov Aroma“ mit seltsamen Stimmen und unheinlichen Flächen, das fast schon zu düster für dieses Album ist. Auf „Ungesungene Tanzrückstände“ hört man monotone hochrfrequente Loops. Es gibt das großartig betitelte „Stuhlwasser“ mit Billigorgel oder die seltsamen Kirmesstimmen bei „Der im Keller“. „Liebelei“ mit cheesy Streichern und Gesang hätte den einen oder anderen Partykeller in den 70ern beschallen können. Auf „Schrittbinder“ hört man kuriose Schellen, „Fiasko“ wäre in einem Paralleluniversum vielleicht ein Soundtrack zu einer Krimiserie gewesen, zu einer Zeit, als es nur zwei Fernsehprogramme gab. Interessanterweise hätte man ein Stück wie „Dem Morgen graut“ durchaus auch auf einer reinen Tietchens-Veröffentlichung der letzten Jahre finden können. Das lapidar betitelte „Das war’s dann“ schließt die erste LP ab. Chestnut Ameis eröffnet das zweite Album mit der seltsamen Kirmesmusik von „Speckpumpe“. Otto Bekkers lässt den Hörenden bei „Peyote-Melodie“ zu Bontempiorgel schunkeln, Unknown Singing Objects, die bisher ein paar Singles veröffentlicht haben, steuern eine seltsame Ballade voll “Blut” und “Knochenmark” bei. Auf “Phantomschmerz” ist Felix Kubin mit Retroscifi Lounge zu hören. Sehr schön ist “Martellato” des 2013 verstorbenen Heinz Funk. Jetztmann „endet lo-fi mit dementen Vocals. Im beiliegenden Blatt wird die Geschichte des Aroma Clubs augenzwinkernd dargelegt. Höhepunke waren etwa „Mikadotanz-Abende“, „Kriechkeller-Parties“ und „Hodenbaden unter der fachkundigen Observanz von Dr. Kurt Euler“ – ob die Liedertafel Margot Honecker dabei Lieder schmetterte, bleibt unerwähnt." [MG / African Paper]
€32.00
Places of Worship

Places of Worship

Format: CD Year: 2013
"Es kann auf viele verschiedene Weisen an den verschiedensten Orten gebetet werden. Musik kann sich überall eine Kirche errichten. Mit "Places Of Worship" bewegt sich ARVE HENRIKSEN endgültig in die erste Reihe der Weltklassemusiker. Der norwegische Trompeter hat seine Duftmarke über einige Jahre hinweg regelmäßig hinterlassen, nicht nur als Bläser für die stetig fordernde und langjährige Gruppe SUPERSILENT, sondern auch als Lieferant exquisiter Soloarbeit, die sich seit 2011 auf vier Soloalben erstreckt, die kürzlich als retrospektives Boxset auf Rune Grammofon erschienen. Tief verwurzelt in der himmlischen Geologie seiner norwegischen Heimat hat sich die Musik von HENRIKSEN zu etwas Wunderschönem entwickelt, das die kosmopolitische Umwelt des 21. Jahrhunderts an natürliche Orte entführt. Auf "Places Of Worship" bewohnt HENRIKSEN beide dieser Welten und versammelt eine Serie von Tondichtungen und Stimmungsbildern, die sich um religiöse Gebäude und Ruinen ranken. // Norwegian trumpet player Arve Henriksen has made his mark over many years, not only as the horn player with the consistently challenging and long lived group Supersilent, but also as the purveyor of exquisite and distinctive solo work. Deeply rooted in the sublime geology of his homeland, Henriksen's music has developed into something beautifully at one with natural habitats and reflecting the hybrid, cosmopolitan environments of the twenty-first century. On 'Places Of Worship' he inhabits the space between these two worlds, in a series of tone poems and mood pieces located around religious buildings and ruins." [label info] www.runegrammofon.com
€14.50
Places of Worship

Places of Worship

Format: LP Year: 2013
"Es kann auf viele verschiedene Weisen an den verschiedensten Orten gebetet werden. Musik kann sich überall eine Kirche errichten. Mit "Places Of Worship" bewegt sich ARVE HENRIKSEN endgültig in die erste Reihe der Weltklassemusiker. Der norwegische Trompeter hat seine Duftmarke über einige Jahre hinweg regelmäßig hinterlassen, nicht nur als Bläser für die stetig fordernde und langjährige Gruppe SUPERSILENT, sondern auch als Lieferant exquisiter Soloarbeit, die sich seit 2011 auf vier Soloalben erstreckt, die kürzlich als retrospektives Boxset auf Rune Grammofon erschienen. Tief verwurzelt in der himmlischen Geologie seiner norwegischen Heimat hat sich die Musik von HENRIKSEN zu etwas Wunderschönem entwickelt, das die kosmopolitische Umwelt des 21. Jahrhunderts an natürliche Orte entführt. Auf "Places Of Worship" bewohnt HENRIKSEN beide dieser Welten und versammelt eine Serie von Tondichtungen und Stimmungsbildern, die sich um religiöse Gebäude und Ruinen ranken. // Norwegian trumpet player Arve Henriksen has made his mark over many years, not only as the horn player with the consistently challenging and long lived group Supersilent, but also as the purveyor of exquisite and distinctive solo work. Deeply rooted in the sublime geology of his homeland, Henriksen's music has developed into something beautifully at one with natural habitats and reflecting the hybrid, cosmopolitan environments of the twenty-first century. On 'Places Of Worship' he inhabits the space between these two worlds, in a series of tone poems and mood pieces located around religious buildings and ruins." [label info] www.runegrammofon.com
€24.00

Singles

Format: CD-R Year: 2006
Das norwegischer Explorer-Weblabel TIBPROD wird von JAN-M. IVERSEN betrieben, der zur Generation neuer unabhängiger „Networker“ gehört - seine Welt besteht aus digitalen Medien und ‚freien’ MP3-Releases. Auf SINGLES zeigen 24 Stücke das ganze Spektrum seines « experimental drone« - Sounds auf: alien ambience, minimale GeräuschKonturen, digitale Verfremdungen, sphärisch-sehnsuchtsvolle Flächen...... Widersprüchliches wird vereint. Die tracks hier sind oft bisher nur als MP3-Singles erschienen, Titelnamen entstehen durch Übernahme von nicht-verstehbaren Phrasen aus SPAM-mails. JAN IVERSEN entführt augenzwinkernd in eine autonome Zone freier Experimentierfreudigkeit, obskur und verwunschen, wie geschaffen um neue Erfahrungen mit SOUND zu machen....
€6.00
Silence in that Time

Silence in that Time

Format: CD Year: 2020
"The follow up to last year's critically acclaimed album HERBSTSONNE (Die Stadt / DS119), SILENCE IN THAT TIME is a direct offshot of the former album, adding more sounds to the overall sound palette. Recorded at RMS Studios South London in 2019, the single 42 min. long track stands as another distinctively beautiful and haunting work in the artist's discography. Artwork by Jonathan Coleclough. Running time: 42:08 Edition: 300 copies, Digisleeve Release date: 09.02.2020" [label info] "Nach dem Organum-Album “Sorow” aus dem Jahr 2010 herrschte erst einmal Stille und David Jackman schien verstummt zu sein. Dann plötzlich erschien 2018 mit „Raven“ ein neues Album und 2019 mit „Herbstsonne“eine Veröffentlichung unter eigenem Namen. Vor ein paar Monaten brachten Siren Records mit dem lapidar betitelten „Electronics“ ein erstaunlich noisiges Organum-Album heraus, das aus den Alben der letzten Jahre herausstach. Das neue auf Die Stadt veröffentlichte Jackman-Album knüpft dagegen (stark) an “Herbstsonne” an: Der ganze 42-minütige Track wird durchzogen von dem kurz angeschlagenen und langsam nach- und verhallenden Klavier, man hört die leicht flirrenden Klänge der Tampura, Orgeldrones und Kirchenglocken, dazu kommt das Rabenkrähen, das auf “Raven” zu hören war. Jackman arbeitet (natürlich wieder) mit der Repetitio, die auch schon die „Holy“-Trilogie prägte, und während des gesamten Stücks fragt man sich immer wieder, ob man leichte (Ver-)Änderungen, Variationen hört. Nach etwa 14 Minuten gibt es eine kurze Pause, nach 27 eine weitere. Wie auch auf fast allen anderen Arbeiten Jackmans finden sich so gut wie keinerlei Hinweise auf eine mögliche (Be-)Deutung. Bezogen auf „Herbstsonne“ hieß es auf diesen Seiten: “Andere haben die Musik der letzten Jahre sicher nicht unzutreffend als Abschiedssoundtracks gedeutet und die Musik auf ‘Herbstsonne’ lässt von der erzeugten Stimmung auch eher an den Herbst des Lebens und die näherrückende Begegnung mit dem Schnitter denken als an die noch wärmende Sonne, die die verfärbten Blätter illuminiert.“ Gerade das Verhallen, das allmähliche Verschwinden der einzelnen Klangquellen und Instrumente könnte auch hier solch eine Interpretation nahelegen. Zudem fällt bei näherer Betrachtung des Artworks auf, dass auf dem Cover von “Herbstsonne” D Jackman zu lesen war, auf “Silence In That Time” nur noch Jackman steht, also scheinbar auch der Künster langsam verschwindet. Hilft es, wenn man nun weiß, dass die titelgebende Formulierung dem Buch Amos (in der Übersetzung aus der King- James-Bible) entnommen ist, in dem der Prophet spricht: „For I know your manifold transgressions and your mighty sins: they afflict the just, they take a bribe, and they turn aside the poor in the gate from their right.Therefore the prudent shall keep silence in that time; for it is an evil time.“ Bezogen auf die “Holy-Trilogie” sagte Jackman in einem seiner seltenen Interviews: “The first two parts of the threesome have an obvious flavour of Christianity, an ambience which probably does not merit much discussion beyond saying that it is an echo from my childhood. One gets old. One considers these things.” Im selben Interview hieß es auch auf mögliche Interpretationen: “I am just making my own music, nothing more. I am not offering a ‘position’. I do get a little tired of saying that. People expect far too much of a few sounds ” Wie auch immer – die “few sounds”, die Jackman auf seinen letzten Veröffentlichungen variiert, schaffen es (immer wieder aufs Neue) den Hörenden in eine ganz eigene, kaum greifbare Welt zu transportieren." (MG/African Paper]
€15.00
Raining

Raining

Format: CD Year: 2012
" "Raining" ist der dritte Teil einer kleinen Musikserie und die erste Veröffentlichung, die nach dem Tod von ROLF JULIUS erscheint. Das Titelstück ,Raining" erschien ursprünglich als Teil der Installation ,Drawing (Dot)" von 2007. Spielt man das Stück mit großer Lautstärke ab, steht der Hörer mitten in einer Welt aus dichtem Regen, windgeschüttelten Bäumen und durchnässten Wiesen voller Leben. Wenn man das Stück jedoch durch den kleinen, flachen Lautsprecher abspielt, den JULIUS für die Installation benutzte, werden die Sounds zu sanften, zyklischen Mustern, wie eine üppige Landschaft, auf die man vom Flugzeug aus herabsieht. Das zweite Stück ,Weitflächig" ist ein Beispiel dessen, was JULIUS ,Musik für eine weite Ebene" nannte - aus einem kleinen Sound eine weite Soundlandschaft zu erschaffen. ,Music For A Glimpse Inward" tauchte ursprünglich 2005 als Teil einer Installation auf. Kleine Lautsprecher wurden am Rand eines sehr großen, leeren Raumes platziert. Die Musik erklang leise und vermittelte dem Betrachter so einen noch stärkeren Eindruck von Raum und Leere. Die Arbeiten von ROLF JULIUS wurden in wichtigen Museen auf der ganzen Welt gezeigt: im PS1 in New York (1983), 1985 auf der Pariser Biennale, auf der 8. Doucmenta in Kassel, im Hamburger Bahnhof, in Berlin (1998), in der Mattress Factory in Pittsburgh 2001, im Pariser Centre Pompidou (2004), in Japan und in den verschiedensten Galerien auf der ganzen Welt. ########################################### Raining is the third installment in the small music series and the first posthumous Rolf Julius release. The title piece “Raining” originally appeared as part of the 2007 installation “Drawing (Dot)". When played on room speakers the piece engulfs the listener in a dense world of rain, wind rattled trees, and soaked pastures full of life. However, when played in the context of the small flat speaker which Julius originally chose for the installation, the sounds become soft and cyclical patterns, similar to a lush landscape being viewed from a plane many miles above. The second piece, “Weitflächig”, is an example of what Julius called “Musik für eine weite Ebene” (Music for a Wide Plain) - a method of "sketching" which allows small sounds to flourish into vast landscapes. “Music for a Glimpse Inward” originally appeared in a 2005 installation. With small speakers placed along the edge of very large empty room, the music played softly, heightening the listener's perception of space and stillness." [label info] www.westernvinyl.com "Western Vinyl occupy themselves with the release of the archive of Rolf Julius. They started doing so when he was alive and continue doing so after his death, last year. This is the first release since then, from his archive. Julius is a man of 'small sounds', making 'small music' in mostly empty spaces with a minimum of equipment. His work could either be installations or compositions. Small speakers in small or large rooms, or even outdoors, using field recordings of say rain, such as the almost fifty-four title piece on this CD. Its very minimal music, of rain sounds and 'something else' which I found very hard to define, but it gives that electronic texture to the piece. That something which I think also very much defines music by Julius. More water like field recordings can be heard in 'Weitflachig' - music for a wide plain. Here too we hear insect like sounds, over water sounds. Are they tape loops, real time recordings? Its hard to say. 'Music For A Glimpse Inward' has insect and bird sounds and was originally a piece for small speakers in a large room. All of these pieces are very minimal, and show hardly any development. But that's hardly the point of Rolf Julius' music. Its more about perceiving space and silence and it works best when played softly in your space. Open up windows - if you are in a quiet surrounding I should think - and have this on repeat for a long time. It will definitely alter your perception of space and time. An excellent release - once again, and hopefully with more to follow." [FdW/Vital Weekly]
€13.00

Big Time Crash Bang 2008

Format: LP Year: 2008
Passend zur Wirtschaftskrise & Abwrackprämie erschien Anfang 2009 dieses Album von "THE HATERS" G.X. JUPITTER-LARSEN, das komplett aus Sounds von Autounfällen / Crashes komponiert wurde. Das repetitive Gekrache bildet allmählich flirrende Obertöne aus, und erzeugt eine seltsam kathartische Hypnose... Composed entirely of car crashes - tires squeeling, glass shattering, metal crunching, a total wreck. 500 copies - full color printed cover. 'My best LP yet!!!' (GX) [label info] "The next time someone makes that old joke about noise sounding like a car crash can offer this LP as proof: its nothing but the sound of car crashes, all mangled up as only GX can do it -- tires squealing, glass shattering, metal crunching, wrecked, totalled -- SCREEEEEEEEEEEEE SMASH CRASH SCREEEEEEECH SMASH SMASH CRASH -- quite possibly the perfect noise album. GX says its his best LP to date. Im inclined to agree -- wear your seatbelt. 500 copies." [Fusetron] www.rrrecords.com
€15.50
Schemen

Schemen

Format: LP Year: 2023
11. Album des einzigartigen Kollektivs: Psychedelia und Free Form Jazz (not Jazz) bilden die Grundlage für ausgedehnte Exkursionen mit eigentümlichen Texturen und drastischen Wendungen. Disloziert dichte Musik voller geheimer Zusammenhänge! Bevor die Vernunft siegt, auf die sich jene berufen, die wollen, dass alles so bleibt wie es ist, unterbricht das Kammerflimmer Kollektief die etablierten Lieferketten der Töne. Es sucht interessantere Wege, sie zusammenzusetzen. Im Vertrauen darauf und besonders im Satthaben dessen, dass sowieso jeder Ton, der noch aus Gitarre und Bass und Harmonium und Schlagwerk und Elektronikapparaturen heraus geschliffen kommt, schon in die Bedeutungsmangel genommen worden ist. Schluss damit. Hier wird nichts mehr erklärt. Hier wird in Schemen gesprochen. Verschliffen und ruckartig. Die Bilder, die das Kammerflimmer Kollektief heraufbeschwört, passieren daher nicht im Fokus des Bewusstseins, sondern in dessen äußeren Bereichen. In jenen, denen man gerade nicht seine volle Aufmerksamkeit schenkt, die aber trotzdem wahrgenommen werden. Wenn beispielsweise im Augenwinkel ein Blatt vom Boden zurück an den Baum fällt und ein Moment entsteht, in dem du das für möglich hälst, bevor du erkennst, es war ein kleiner Vogel, der in den Baum fliegt: In solchen irritierenden Momenten zwischen Wahrnehmung und Erkenntnis findet auch die Kunst des Kollektiefs statt. Wenn nämlich auf »Schemen« vertraute Fragmente sanft um ihren Kern schweben – ein Fender-Rhodes-Ton, eine Bassfigur, ein Gitarrenmotiv, ein meisterlicher Drum-Shuffle, ein dem Harmoniumspiel Christa ›Nico‹ Päffgens entlehnter Moment der eisigen Stase – und dabei kurze Assoziationen triggern, bis sie durch Free-Jazz-informierte Editierarbeit langsam in andere Richtungen abrauschen, dann können ebenfalls solche Zonen entstehen, in denen die Wahrnehmung ein paar Tricks bereit hält und sich früheres Erleben plötzlich ganz anders ins Jetzt bricht. Halb vermutet, halb gesehen. Halb-Musik wie sie auch die Kölner Can – ebenfalls Meister des Impro-Editierens – vor ein paar Jahrzehnten bisweilen in ihren Zwischenmomenten produziert haben. Dort wo gerade nicht der Liebezeitliche Groove den augenblicklich nachvollziehbaren Takt gibt. Die ersten Minuten von »Future Days« etwa, die sich sachte einblenden und von allen Richtungen des Raums aus eine kaum konkret zu greifende Gestalt skizzieren. Auf ähnlich offene Entwicklungsmomente lässt sich auch das Kammerflimmer Kollektief ein. Locker entzieht es sich den ersten prägenden Eindrücken und hält sich für Zeitpunkte bereit, die keiner Verabredungslogik folgen. Diese Lockerheit im Umgang macht das Kammerflimmer Kollektief so fluide hörbar, selbst wenn sich dissonante Spitzen und freies Spiel zeigen. Was für Cans Kompositionsverständnis Karlheinz Stockhausen ist, sind für das Kammerflimmer Kollektief dabei vielleicht die Aufnahmen von The Cocoon. Letzteres eine Zusammenkunft von Garagenpsychedelikern aus dem Raum Hannover mit freien Jazzern der Galaxie Dream Band, dessen 1985 in unbeobachteten Augenblicken aufgenommenes Album »While The Recording Engineer Sleeps« in ganz ähnlicher Weise mit dezentralen Wahrnehmungsambivalenzen operiert und erst vier Jahre später mehr oder weniger heimlich auf Wilhelm Reich Schallspeicher erschienen ist. Andere Spuren von »Schemen« führen zum Debutalbum der Quicksilver Messenger Service. Die ungezwungen auf sich Bezug nehmenden Gitarren von Gary Duncan und John Cipollina sind Anleitungen zum Loslassen. Sie wollen nicht in jeder Note als Solo nachgespürt werden, sondern sie geben ihrer Musik ein Gefühl, dass sich das Wesentliche außerhalb des Zentrums abspielt, im gegenseitigen und intuitiven Beschenken von liebevollen Hinwendungen. Bewusstseinsfrei. Liebevolle Hinwendungen wie diese eine kleine Gitarrenphrase, die wie eine Art Leitmotiv immer mal wieder mehr oder weniger unverändert durch die Alben des Kammerflimmer Kollektiefs geistert. Eine Coricidin induzierte, sehr einprägsame, aus uraltem Æther herausgefilterte Slide-Idee, die – wer weiß – vielleicht sogar schon vor Jahrhunderten ihren Weg von irgendwo nach Amerika fand – das alte, das unheimliche – und von da aus durch die Zeiten weiterwaberte in das südliche Deutschland, in ein verräuchertes Studio in der oberrheinischen Tiefebene. Als eine Erinnerung, von der selbst die Erinnerung nicht mehr weiß, an was sie einmal erinnerte. Ungesagt, dann vergessen. Im Kammerflimmer Kollektief findest du zudem einen Freund sich langsam aufbauender, ungehetzter Musik, die wohl auch der alte Franz Mesmer geschätzt hätte, der vor gut 200 Jahren nach tranquillierenden Behandlungen seinen Patienten manchmal noch ambiente Weisen auf der monströsen Glasharmonika vorzuspielen pflegte. Um sich jedoch nicht vollständig dem Fluss der eigenen Lebensenergie hinzugeben, wie es Mesmers Therapien vorschwebte, legt das Kammerflimmer Kollektief beizeiten noch hektische Spannungen unter, sanft umarmt vom Dröhnen eines Sinusgenerators, als könnte man in Trance noch mal kurz eine Erfrischung nehmen. Dieser alte, analoge Sinusgenerator ist neu im kammerflimmerischen Sortiment der Töne. Die Kunst des Kollektiefs dockt also gerne mal an moderne Zeiten an, während sie Vergangenheit im Schilde führt. Zustände beginnen zu flackern zwischen Einbildung und Gewissheit, zwischen kulturgebundener Kunstäußerung und Zufällen: Ein Krächzen und Schaben kann bei ihnen auch immer einfach nur ein Krächzen und Schaben sein, wie bei Andy Warhol ein Pilzesser einfach nur einen Pilz isst. Heike Aumüllers Cover-Arbeiten, die alle Alben des Kammerflimmer Kollektiefs illustrieren, wirken zusätzlich als Verstärker nicht erklärter Brechungen. Ihr Stil besteht aus Augenwinkel-Kunst, die es auch dann noch bleibt, wenn sie direkt angeschaut wird. Ihre Aufnahmen bleiben unbehaglich, weil sie sich auch im Nachhinein nicht zurecht ruckeln in eine beruhigende Ordnung. Statt sich aber der aufkommenden Angst beim Betrachten durch den Versuch zu entziehen, sich irgendeinen irrationalen Reim darauf zu machen, gilt es sie auszuhalten. Das gilt auch für die Musik. Der Trick besteht darin, Teile Teile sein zu lassen, ohne sie zwanghaft zu in falsche Sicherheit wiegende wahnhafte Muster zu verknüpfen und sich dadurch womöglich selbst etwas vorzumachen. Freiheit bedeutet in diesem Zusammenhang, nicht ängstlich in allem einen herbeifantasierten übergeordneten Sinn sehen zu müssen. »Schemen« wirkt antiverschwörerisch. Liner notes: Werner Ahrensfeld https://karlrecords.bandcamp.com/album/schemen www.kammerflimmer.com
€19.50
Schemen

Schemen

Format: CD Year: 2023
11. Album des einzigartigen Kollektivs: Psychedelia und Free Form Jazz (not Jazz) bilden die Grundlage für ausgedehnte Exkursionen mit eigentümlichen Texturen und drastischen Wendungen. Disloziert dichte Musik voller geheimer Zusammenhänge! Bevor die Vernunft siegt, auf die sich jene berufen, die wollen, dass alles so bleibt wie es ist, unterbricht das Kammerflimmer Kollektief die etablierten Lieferketten der Töne. Es sucht interessantere Wege, sie zusammenzusetzen. Im Vertrauen darauf und besonders im Satthaben dessen, dass sowieso jeder Ton, der noch aus Gitarre und Bass und Harmonium und Schlagwerk und Elektronikapparaturen heraus geschliffen kommt, schon in die Bedeutungsmangel genommen worden ist. Schluss damit. Hier wird nichts mehr erklärt. Hier wird in Schemen gesprochen. Verschliffen und ruckartig. Die Bilder, die das Kammerflimmer Kollektief heraufbeschwört, passieren daher nicht im Fokus des Bewusstseins, sondern in dessen äußeren Bereichen. In jenen, denen man gerade nicht seine volle Aufmerksamkeit schenkt, die aber trotzdem wahrgenommen werden. Wenn beispielsweise im Augenwinkel ein Blatt vom Boden zurück an den Baum fällt und ein Moment entsteht, in dem du das für möglich hälst, bevor du erkennst, es war ein kleiner Vogel, der in den Baum fliegt: In solchen irritierenden Momenten zwischen Wahrnehmung und Erkenntnis findet auch die Kunst des Kollektiefs statt. Wenn nämlich auf »Schemen« vertraute Fragmente sanft um ihren Kern schweben – ein Fender-Rhodes-Ton, eine Bassfigur, ein Gitarrenmotiv, ein meisterlicher Drum-Shuffle, ein dem Harmoniumspiel Christa ›Nico‹ Päffgens entlehnter Moment der eisigen Stase – und dabei kurze Assoziationen triggern, bis sie durch Free-Jazz-informierte Editierarbeit langsam in andere Richtungen abrauschen, dann können ebenfalls solche Zonen entstehen, in denen die Wahrnehmung ein paar Tricks bereit hält und sich früheres Erleben plötzlich ganz anders ins Jetzt bricht. Halb vermutet, halb gesehen. Halb-Musik wie sie auch die Kölner Can – ebenfalls Meister des Impro-Editierens – vor ein paar Jahrzehnten bisweilen in ihren Zwischenmomenten produziert haben. Dort wo gerade nicht der Liebezeitliche Groove den augenblicklich nachvollziehbaren Takt gibt. Die ersten Minuten von »Future Days« etwa, die sich sachte einblenden und von allen Richtungen des Raums aus eine kaum konkret zu greifende Gestalt skizzieren. Auf ähnlich offene Entwicklungsmomente lässt sich auch das Kammerflimmer Kollektief ein. Locker entzieht es sich den ersten prägenden Eindrücken und hält sich für Zeitpunkte bereit, die keiner Verabredungslogik folgen. Diese Lockerheit im Umgang macht das Kammerflimmer Kollektief so fluide hörbar, selbst wenn sich dissonante Spitzen und freies Spiel zeigen. Was für Cans Kompositionsverständnis Karlheinz Stockhausen ist, sind für das Kammerflimmer Kollektief dabei vielleicht die Aufnahmen von The Cocoon. Letzteres eine Zusammenkunft von Garagenpsychedelikern aus dem Raum Hannover mit freien Jazzern der Galaxie Dream Band, dessen 1985 in unbeobachteten Augenblicken aufgenommenes Album »While The Recording Engineer Sleeps« in ganz ähnlicher Weise mit dezentralen Wahrnehmungsambivalenzen operiert und erst vier Jahre später mehr oder weniger heimlich auf Wilhelm Reich Schallspeicher erschienen ist. Andere Spuren von »Schemen« führen zum Debutalbum der Quicksilver Messenger Service. Die ungezwungen auf sich Bezug nehmenden Gitarren von Gary Duncan und John Cipollina sind Anleitungen zum Loslassen. Sie wollen nicht in jeder Note als Solo nachgespürt werden, sondern sie geben ihrer Musik ein Gefühl, dass sich das Wesentliche außerhalb des Zentrums abspielt, im gegenseitigen und intuitiven Beschenken von liebevollen Hinwendungen. Bewusstseinsfrei. Liebevolle Hinwendungen wie diese eine kleine Gitarrenphrase, die wie eine Art Leitmotiv immer mal wieder mehr oder weniger unverändert durch die Alben des Kammerflimmer Kollektiefs geistert. Eine Coricidin induzierte, sehr einprägsame, aus uraltem Æther herausgefilterte Slide-Idee, die – wer weiß – vielleicht sogar schon vor Jahrhunderten ihren Weg von irgendwo nach Amerika fand – das alte, das unheimliche – und von da aus durch die Zeiten weiterwaberte in das südliche Deutschland, in ein verräuchertes Studio in der oberrheinischen Tiefebene. Als eine Erinnerung, von der selbst die Erinnerung nicht mehr weiß, an was sie einmal erinnerte. Ungesagt, dann vergessen. Im Kammerflimmer Kollektief findest du zudem einen Freund sich langsam aufbauender, ungehetzter Musik, die wohl auch der alte Franz Mesmer geschätzt hätte, der vor gut 200 Jahren nach tranquillierenden Behandlungen seinen Patienten manchmal noch ambiente Weisen auf der monströsen Glasharmonika vorzuspielen pflegte. Um sich jedoch nicht vollständig dem Fluss der eigenen Lebensenergie hinzugeben, wie es Mesmers Therapien vorschwebte, legt das Kammerflimmer Kollektief beizeiten noch hektische Spannungen unter, sanft umarmt vom Dröhnen eines Sinusgenerators, als könnte man in Trance noch mal kurz eine Erfrischung nehmen. Dieser alte, analoge Sinusgenerator ist neu im kammerflimmerischen Sortiment der Töne. Die Kunst des Kollektiefs dockt also gerne mal an moderne Zeiten an, während sie Vergangenheit im Schilde führt. Zustände beginnen zu flackern zwischen Einbildung und Gewissheit, zwischen kulturgebundener Kunstäußerung und Zufällen: Ein Krächzen und Schaben kann bei ihnen auch immer einfach nur ein Krächzen und Schaben sein, wie bei Andy Warhol ein Pilzesser einfach nur einen Pilz isst. Heike Aumüllers Cover-Arbeiten, die alle Alben des Kammerflimmer Kollektiefs illustrieren, wirken zusätzlich als Verstärker nicht erklärter Brechungen. Ihr Stil besteht aus Augenwinkel-Kunst, die es auch dann noch bleibt, wenn sie direkt angeschaut wird. Ihre Aufnahmen bleiben unbehaglich, weil sie sich auch im Nachhinein nicht zurecht ruckeln in eine beruhigende Ordnung. Statt sich aber der aufkommenden Angst beim Betrachten durch den Versuch zu entziehen, sich irgendeinen irrationalen Reim darauf zu machen, gilt es sie auszuhalten. Das gilt auch für die Musik. Der Trick besteht darin, Teile Teile sein zu lassen, ohne sie zwanghaft zu in falsche Sicherheit wiegende wahnhafte Muster zu verknüpfen und sich dadurch womöglich selbst etwas vorzumachen. Freiheit bedeutet in diesem Zusammenhang, nicht ängstlich in allem einen herbeifantasierten übergeordneten Sinn sehen zu müssen. »Schemen« wirkt antiverschwörerisch. Liner notes: Werner Ahrensfeld https://karlrecords.bandcamp.com/album/schemen www.kammerflimmer.com
€13.00
Teilstück für totalen Schwung

Teilstück für totalen Schwung

Format: LP & DVDr Year: 2016
10 YEARS LATER - 10 STEPS AHEAD! Above party lines – below the horizon of forgiveness...Kein Zweiter return stronger than ever! 10 years after the „Muskeln + Kraft = Überlegenheit“ album – a new release by Kein Zweiter! And nine pieces that are very difficult to categorize: - electronic music? - dance-able? - strong voices? -still a bit sweat of DAF? - uninspired 1980s pure-cult-machine YES! YES! YES! MAYBE! NO! KEIN ZWEITER STAY AS ORIGINAL AS UNIQUE! “...fantastic, sticky, garish nobleman-fetish-fantasies and pre-communistic oaths of knights take possession of me…" (Felix Kubin) Released as 12“vinyl including the „Eine Richtung – Eine Saat“ video on DVD-R, a postcard and an A4-inlay containing the lyrics & liner notes! Also available on Bandcamp! www.90-prozent-wasser.de "GORT KLÜTH, der Bände sprechende Vokalist und KLAUS-HELENE RAMP, der elektronische Musikverantwortliche, bilden zusammen das Berliner Duo KEIN ZWEITER. Dieses hat dieser Tage ihr zweites Album auf dem Label 90% WASSER herausgebracht. Und das hält sich, was die Aufmachung betrifft, elegant zurück. Das heißt, das mir vorliegende Cover ist schlicht in Pappkarton verpackt, auf dem nur der Bandname und der Titel der Platte aufgestempelt sind. Die Klebchen sind weiß, mit einem stilisierten K versehen. Mehr nicht. Doch mehr braucht es auch nicht ... Gegründet wurde KEIN ZWEITER von den genannten zwei Herren bereits 1989. Allerdings dauerte es nicht allzu lang, bis es wieder still um die beiden wurde. Die Stille währte dann bis 1998. Dann taten sie sich wieder zusammen. Nach mehreren Anläufen inklusive einer unveröffentlichten 7inch begannen sie 2003 damit, ihre erste, hier bereits besprochene LP "Muskeln + Kraft = Überlegenheit" aufzunehmen, die drei Jahre später erschien. Darauf folgt jetzt, etwas verzögert, weil GORT KLÜTH einige Probleme mit der Obrigkeit hatte und deshalb dann und wann in Staatsvoll- bzw. Halbpension war, die zweite "Teilstück Für Totalen Schwung". Und die ist nun noch verstrickter, der Gesamtklang voller, die Arrangements komplexer und die Texte derart hintersinnig aufklärerisch, dass einem die Augen auf- ja übergehen, in Anbetracht bzw. Anhörung dessen, wozu die Sprache fähig ist. Doch zur Sache ... Das Album nimmt sich zunächst, hört man es durch, verstreuter Teilstücke an. Da hören wir etwas vom Glied, von einem Kuchenstück, vom Tanzen, von Fügsamkeit und Widerstand, vom Wegsperren der Mütter und der Befreiung von den Vätern, von wilden Horden und vom Wagenmann, der dem, der sagt: Du sollst oder sollst eben nicht, den Kopf mit dem Hammer einschlägt. Da haben wir National- und auch nur Sozialismus, Aufbau, Zerstörung und Sexualität, die ja in all ihren Ausformungen eigentlich nie wider die Natur sein kann, aber auch schon mal wehtut ... "Genitalmetamorphosenovid", das erste Stück, gibt dabei die Stoßrichtung vor. Da wird der römische Dichter Ovid herangezogen, bzw. wird ihm etwas angehängt, an das er sicher damals nicht dachte. Seine Meatmorphosen, könnte man meinen, bilden dann auch gleich das Album ab. Denn stehen die einzelnen Stücke ähnlich wie die Ovidschen Verwandlungen in keinem direkten Zusammenhang. Man könnte gar meinen, ihre Zusammenstellung wär völlig wahllos. Doch so ist das nicht. Nein. In Wahrheit sind alle Teile sowohl der Metamorphosen als auch die des Albums kunstvoll miteinander verknüpft … “Komm herein” (02) verbindet z.B. gekonnt und mit einem tiefschwarz humorigen Anfang ("ss die wirklichkeit/ die mich von hinten treibt") Faschismus und Homosexualität. (Die ersten zwei Buchstaben werden als Laute gesprochen.) "Die Saat" (03) trägt dann in seiner auf youtube zu bewundernden bildlichen Darstellung Anleihen an den vergangenen Realsozialismus zur Schau. Was dann den im zweiten Stück genannten Faschismus nun wohl um die Dimension des Sozialismus, der die Vorstufe zum Kommunismus sein sollte, reicher macht, also ganz allgemein Diktatur bedeuten dürfte oder repressives System. Sowohl textlich als auch musikalisch kann das mindestens doppeldeutig genannt werden. Und das ist auch gut so. Denn das Eindeutige, bzw. all die Vormünder, die sich stets auf der richtigen Seite wähnen, nerven ob ihres ausschließlichen Hoheitsanspruches enorm. Es bedarf nun mal keiner Oberaufsicht. Das hat sicherlich auch Ovid, als er, so wie GORT KLÜTH, und zwar als das Werk fast abgeschlossen war, in die Verbannung geschickt wurde, gerufen ... Ob die Kunst nun also Kot isst, bleibt eben ihr überlassen … Mit "Kreislauf" (04) holen KEIN ZWEITER dann noch einmal Schwung, um sich im "Tanzlied" (05) dem Tanzen zu widmen … Die B-Seite umfasst dann noch vier weitere Titel. "Endstation Gürtel" (06), "Miteinander" (07), "Der Weg" (08) und "Der Wagenmann" (09) … Oh, der Wagenmann! Der hat es mir nun wirklich angetan. Dieses Stück Musik ist wohl das Epischste, das mir seit Jahren zu Ohren gekommen ist – sagenhaft. Man hört hier sogar einen klassischen Chor, der die Handlung der im Text beschriebenen Tragödie kommentiert ... großartig! Und dann ... dann fällt der Hammer ... Aufgenommen wurde "Teilstück Für Totalen Schwung" zwischen 2007 und 2013 in Morgenitz und Berlin. Die Produktion übernahmen PAUL VIEBEG und JÜRGEN ECKLOFF." [andrewkorsch für nonpop.de]
€17.00
Klopfzeichen

Klopfzeichen

Format: LP Year: 2012
"Angstmusik: Reissue des Debüts der bahnbrechenden deutschen Elektronikband. Kluster war ein kurzlebiges Projekt der drei Musiker, Künstler und Performer Dieter Moebius, Hans-Joachim Roedelius und Konrad Schnitzler. 1970 nahmen sie mit Conny Plank zwei Alben auf, die in ihrer experimentellen Radikalität bahnbrechend waren. Chaotische, apokalyptisch klingende (Geräusch-)Improvisationen (später nannte man diesen Sound Industrial), teilweise angereichert durch rezitierte Texte. Wer heute zum ersten Mal das 1970 auf Schwann AMS Studio (einem Label für Kirchenmusik) erschienene "Klopfzeichen" hört, bekommt Geheimnisvolles und auch nicht einfach zu Entzifferndes aus einer längst vergangenen Zeit mitgeteilt. Die drei "Verfasser" formulierten mit "Klopfzeichen" vor allem eine radikale Forderung: anarchische, völlige Freiheit der Kunst und der Musik. Klopfzeichen war mit Abstand das radikalste Album der frühen deutschen Popmusik-Avantgarde. Kluster-Musik war reine Angstmusik. Die Linernotes des Reissues stammen von Asmus Tietchens, erhältlich als CD, Download und 180g-Vinyl." [label info] www.bureau-b.com
€25.00
Zwei Osterei

Zwei Osterei

Format: LP Year: 2012
"Wiederveröffentlichung des zweiten Albums der Elektronikpioniere. Das 1971 erschienene Album "Zwei Osterei" ist das Ergebnis des zweiten Teils einer legendären Aufnahmesession, die im November 1970 an einem einzigen Tag stattfand. Mit dabei: die drei Musiker, Künstler und Performer Dieter Moebius, Hans-Joachim Roedelius und Konrad Schnitzler sowie Conny Plank als Produzent. Der erste Teil, die Platte "Klopfzeichen", erschien bereits ein Jahr zuvor. Allerdings übertrifft "Zwei Osterei" in seiner Konsequenz, in seiner harschen Geräuschhaftigkeit und seinen brutalen Lärmattacken das vorangegangene Album ganz erheblich. Alles, was an revolutionärer Verve der späten 60er-Jahre noch aktiv war, scheint in dieser Musik brennglasartig konzentriert zu sein: ästhetische Destruktion, um den Kopf und die Ohren freizubekommen für utopische Entwürfe; endgültige Verschmelzung von Kunst und Pop zu etwas völlig Neuem; schrankenlose musikalische Freiheit, gepaart mit der Lust am Geräusch. Alles das ist "Zwei Osterei". Die Linernotes des Reissues stammen von Asmus Tietchens, erhältlich als CD, Download und 180g-Vinyl." [label info] www.bureau-b.com
€25.00
Klopfzeichen

Klopfzeichen

Format: CD Year: 2012
"Angstmusik: Reissue des Debüts der bahnbrechenden deutschen Elektronikband. Kluster war ein kurzlebiges Projekt der drei Musiker, Künstler und Performer Dieter Moebius, Hans-Joachim Roedelius und Konrad Schnitzler. 1970 nahmen sie mit Conny Plank zwei Alben auf, die in ihrer experimentellen Radikalität bahnbrechend waren. Chaotische, apokalyptisch klingende (Geräusch-)Improvisationen (später nannte man diesen Sound Industrial), teilweise angereichert durch rezitierte Texte. Wer heute zum ersten Mal das 1970 auf Schwann AMS Studio (einem Label für Kirchenmusik) erschienene "Klopfzeichen" hört, bekommt Geheimnisvolles und auch nicht einfach zu Entzifferndes aus einer längst vergangenen Zeit mitgeteilt. Die drei "Verfasser" formulierten mit "Klopfzeichen" vor allem eine radikale Forderung: anarchische, völlige Freiheit der Kunst und der Musik. Klopfzeichen war mit Abstand das radikalste Album der frühen deutschen Popmusik-Avantgarde. Kluster-Musik war reine Angstmusik. Die Linernotes des Reissues stammen von Asmus Tietchens, erhältlich als CD, Download und 180g-Vinyl." [label info] www.bureau-b.com
€16.00
Eruption

Eruption

Format: CD Year: 2012
"Kluster war ein kurzlebiges Projekt von Dieter Moebius, Hans-Joachim Roedelius und Konrad Schnitzler. 1970 erschienen zwei bahnbrechende Alben mit Geräuschimprovisationen: "Klopfzeichen" und "Zwei Osterei". Weil Moebius und Roedelius das finanzielle Risiko, ein drittes Album herauszubringen, zu hoch war, trennten sich Kluster, und Schnitzler veröffentlichte das gemeinsam eingespielte Material auf eigene Kosten. In der offiziellen Werkliste Schnitzlers wird das 1971 erschienene "Eruption" als erstes Schnitzler-Album mit dem Titel "Schwarz" geführt. Tatsächlich ist "Eruption" aber die dritte und endgültig letzte Kluster-LP. Das Album unterscheidet sich dennoch ganz erheblich von seinen Vorgängern. Auf Texte wird verzichtet, die Musik ist nichts weiter als sie selbst, und der Hörer kommt in den Genuss einer puren Geräuschsinfonie, deren geschickte Dramaturgie ihn bis zum Schluss konzentriert zuhören lässt. Kluster sind bei "Eruption" auf dem Höhepunkt ihrer musikalischen Ausdruckskraft. Die LP erscheint auf 180-Gramm-Vinyl, die Linernotes stammen von Asmus Tietchens." [label info]
€16.00
Zwei Osterei

Zwei Osterei

Format: CD Year: 2012
Das 1971 erschienene Album "Zwei Osterei" ist das Ergebnis des zweiten Teils einer legendären Aufnahmesession, die im November 1970 an einem einzigen Tag stattfand. Mit dabei: die drei Musiker, Künstler und Performer Dieter Moebius, Hans-Joachim Roedelius und Konrad Schnitzler sowie Conny Plank als Produzent. Der erste Teil, die Platte "Klopfzeichen", erschien bereits ein Jahr zuvor. Allerdings übertrifft "Zwei Osterei" in seiner Konsequenz, in seiner harschen Geräuschhaftigkeit und seinen brutalen Lärmattacken das vorangegangene Album ganz erheblich. Alles, was an revolutionärer Verve der späten 60er-Jahre noch aktiv war, scheint in dieser Musik brennglasartig konzentriert zu sein: ästhetische Destruktion, um den Kopf und die Ohren freizubekommen für utopische Entwürfe; endgültige Verschmelzung von Kunst und Pop zu etwas völlig Neuem; schrankenlose musikalische Freiheit, gepaart mit der Lust am Geräusch. Alles das ist "Zwei Osterei". Die Linernotes des Reissues stammen von Asmus Tietchens, erhältlich als CD, Download und 180g-Vinyl. https://kluster-official.bandcamp.com/album/zwei-osterei
€16.00
Le Combat Occulte

Le Combat Occulte

Format: CD Year: 2005
Rares und live-Material dieser französischen « Avant Post-Punk »-Band, die in ihrer aktiven Zeit ingesamt mehr als 30 Mitglieder hatte!! Anklänge an DDAA (die erste Single von LA STPO erschien übrigens 1986 auf Illusion Production!), VOLCANO THE BEAR, und die wildesten RECOMMENDED RECORDS-Sachen.....Grosse weirde wilde DADA-Energie! “It's strange to think that a score of years ago the world was just emerging from the last of its new wave haze, only to enter a brave new era of over produced, digitally recorded schlock. La STPO was borne into this miasma of mediocrity with knives out. They have remained bastions of outré ever since their bloodied birth. Vive La STPO! To celebrate two decades of one of the finest, most fractured & indefatigable European avant post punk bands, BlRR has nailed together this 11 track retrospective of 7300 days in the life of La STPO. & rather than trying to shape this into some sort of "best of" or "greatest hits," BlRR & La STPO have done the reverse by leaning more heavily in on the group's more exploratory moments. This also makes for a better album that, in its own skewed way, fits together as if all recorded in the same session. As presented here, La STPO are truly Rock In Opposition. Unlike their Zeuhl spewing forbears, however, STPO are not trying to fuse jazz & rock. Their rock is in opposition of all things safely established, including Rock In Opposition. Jagged & bleated arrangements with familiar rock instrumentation clash to form screaming, dada-pregnant, contorted punk concertos. Oddly timed & full of changes, this is music to fall down escalators to. Sometimes this is music to lay at the bottom of escalators to. Just as your fingers begin to snap, STPO leaps off the page into a droning menace. A cadence of broken buzzsaw guitar hums ejaculate into soft & staggering staccato strings. La STPO's propensity for quiet tension gives the tumult of their caterwauls that much more weight. The vocalist is as likely to coo & chirp as he is to chant & caw. Reeds, vibes & trumpets walk freely with the rest, making this as dynamic & interesting a record as one could hope for in this hopelessly metering post rock era. Any group that can take The Ex to task & come out singing an aria afterwards is certainly worth falling down an escalator for.” [label press release]
€10.00

Le Combat Occulte

Format: LP Year: 2005
Stark limitierte Vinyl-Version! Rares und live-Material dieser französischen « Avant Post-Punk »-Band, die in ihrer aktiven Zeit ingesamt mehr als 30 Mitglieder hatte!! Anklänge an DDAA (die erste Single von LA STPO erschien übrigens 1986 auf Illusion Production!), VOLCANO THE BEAR, und die wildesten RECOMMENDED RECORDS-Sachen... Grosse weirde wilde DADA-Energie! “It's strange to think that a score of years ago the world was just emerging from the last of its new wave haze, only to enter a brave new era of over produced, digitally recorded schlock. La STPO was borne into this miasma of mediocrity with knives out. They have remained bastions of outré ever since their bloodied birth. Vive La STPO! To celebrate two decades of one of the finest, most fractured & indefatigable European avant post punk bands, BlRR has nailed together this 11 track retrospective of 7300 days in the life of La STPO. & rather than trying to shape this into some sort of "best of" or "greatest hits," BlRR & La STPO have done the reverse by leaning more heavily in on the group's more exploratory moments. This also makes for a better album that, in its own skewed way, fits together as if all recorded in the same session. As presented here, La STPO are truly Rock In Opposition. Unlike their Zeuhl spewing forbears, however, STPO are not trying to fuse jazz & rock. Their rock is in opposition of all things safely established, including Rock In Opposition. Jagged & bleated arrangements with familiar rock instrumentation clash to form screaming, dada-pregnant, contorted punk concertos. Oddly timed & full of changes, this is music to fall down escalators to. Sometimes this is music to lay at the bottom of escalators to. Just as your fingers begin to snap, STPO leaps off the page into a droning menace. A cadence of broken buzzsaw guitar hums ejaculate into soft & staggering staccato strings. La STPO's propensity for quiet tension gives the tumult of their caterwauls that much more weight. The vocalist is as likely to coo & chirp as he is to chant & caw. Reeds, vibes & trumpets walk freely with the rest, making this as dynamic & interesting a record as one could hope for in this hopelessly metering post rock era. Any group that can take The Ex to task & come out singing an aria afterwards is certainly worth falling down an escalator for.” [label press release]
€16.00
L'Empreinte

L'Empreinte

Format: CD Year: 2018
Gatefold card case with 8 page inner booklet Les Liquidateurs : dedicated to the liquidators of Chernobyl and Fukushima Armenian translation : Alice Godjikian Obsküre Mag : 4/1/2019 - Max Lachaud "Un nouvel album de La Société des Timides à la Parade des Oiseaux est toujours une joie : la promesse d’une plongée dans un univers inventif, délirant et poétique." A new release from La STPO is always a joy : the promise of a dive into an inventive, delusional and poetic universe. "Comme d’habitude, la production est impeccable, les graphismes inspirés et les textes toujours aussi énigmatiques. Un très bon cru, donc, et un des plus apocalyptiques." As usual, the production is impeccable, the graphics inspired and the texts always as enigmatic. A very good vintage and one of the most apocalyptic. https://lastpo.bandcamp.com/album/lempreinte "Heimlich, still und leise haben La Société des Timides à la Parade des Oiseaux im Herbst 2018 doch tatsächlich ein neues Studioalbum veröffentlicht. Allerdings haben die auf "L'Empreinte" zu findenden Aufnahmen schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Die vier Tracks waren nämlich schon im Herbst 2012 fertig abgemischt, und sollten eigentlich zeitnah auf CD veröffentlicht werden. Allerdings gab es dann Probleme mit der Plattenfirma (Beta-lactam Ring Records), und das Material landete erst einmal in der Schublade. Ein Teil davon, das lange "Les Liquidateurs", erschien dann 2015 auf LP (parallel zur inzwischen eingespielten nächsten CD "L'imparfait multiple de dieu"). Drei Jahre später haben es La STPO dann mit Hilfe von Azafran Media doch noch geschafft das gesamte Album zu veröffentlichen. "L'Empreinte" kommt in einem platzsparenden, im typischen Stil der Band bunt bedruckten Pappklappcover, in dessen einer Seite die CD steckt. Dieselbe sollte man allerdings vorsichtig herausziehen, um Kratzer zu vermeiden, was sich als gar nicht so einfach erweist. Gut 60 Minuten an Musik ist auf "L'Empreinte" zu finden, wobei das schon erwähnte "Les Liquidateurs" die Hälfte der Spielzeit ausmacht. Dasselbe, zum Entstehungszeitpunk das längste und ambitionierteste Stück der Formation, ist den Liquidatoren von Tschernobyl und Fukushima gewidmet, also den Arbeitern, die bei beiden Reaktorkatastrophen in vorderster Front in den stark verstrahlen Gebäudeteilen gearbeitet und aufräumt haben. Viele von denselben haben ihren Einsatz mit dem Leben bezahlt. Die meisten leiden bis heute an den gesundheitlichen Folgen. Im Zentrum des Stücks steht ein junger armenischer Liquidator, und anhand seines Schicksals werden die Ereignisse von Tschernobyl klanglich (und textlich) nachgezeichnet. Mehr Informationen findet der interessierte Leser hier. Ein dichtes Gemenge an Klang arbeitet sich hier suitenartig aus den Boxen, beginnend mit von einem Cello erzeugten Alarmheulen, hektisch und schräg, bedrohlich brodelnd, sehr abwechslungsreich und farbig, gehalten natürlich im typischen multiinstrumentalen, punkig-sperrigen RIO-Avant-Stil, den La STPO auch sonst pflegen. Dazu gibt es allerlei Text und Gesang, in Englisch, Französisch und offenbar Armenisch. Das Ergebnis wirkt ein wenig wie ein Theaterstück, oder eine Avantprog-Oper (wobei der Gesang natürlich kaum etwas opernartiges an sich hat). Zumindest könnte ich mir das gut in einem multimedialen Gewand bei einer Aufführung vorstellen, als Spectacle (wie man in Französisch sagen würde), begleitet von allerlei Filmmaterial, Projektionen und entsprechenden Kostümen. Die drei kürzeren Nummern bieten musikalisch-stilistisch Ähnliches, kommen aber trotz der auch hier zu findenden exaltierten Vokaldarbietungen Godjikians etwas weniger theatralisch daher. Die für die Band typische, wild-deftige bis klangmalend-hallende Musik wird geboten, bestimmt von der schräg jaulenden Gitarre, umfangreichem Tastenwerk, der kraftvollen Rhythmusabteilung, und verschiedenen weiteren instrumentalen Ergänzungen (Blechgebläse, Klarinettenklänge, Celloeinlagen und allerlei Perkussives). Gegen Ende von "Offre Spéciale de Lancement de la Chute" kommt sogar fast mediävale Stimmung auf, wenn Godjikian madrigal-artig seine Stimme erklingen lässt. "30000 Fois" ist offenbar die älteste Nummer der Sammlung, ist hier doch noch Benoît Delaune an Bass und Cello zu hören, der La STPO 2008 verlassen hat. Mein Lieblingsstück ist aber "La Vallée des Empreintes", das auf beeindruckende Art und Weise zwischen fast lyrischem Klangschweben und heftigen Ausbrüchen hin- und herwechselt. "L'Empreinte" ist ein weiteres hervorragendes Album der Société des Timides à la Parade des Oiseaux, welches allen RIO-Avantprog-Freaks, so sie denn keine Aversionen gegen bisweilen exaltierte menschliche Lautäußerungen haben, sehr viel Spaß machen sollte. Fazit: Besser spät als nie!" [Achim Breiling/Babyblaue Seiten]
€15.00
White Night

White Night

Format: CD Year: 2007
minimal ambience recorded 1974 ! Edition of 500 Ein wunderschön schimmernder, fast 30minütiger Drone von 1974 offenbart sich auf WHITE NIGHT, der aus vier sich umtänzelnden, schwingenden Tönen besteht. Obwohl hierzu Sinus-Töne auf einem MOOG-Synthesizer kreiert wurden, ergeben sich Obertöne und eine "wavende" Räumlichkeit, die das ganze eher nach Gitarrendrones klingen lassen, wie ihn heutzutage STARS OF THE LID oder ULTRASOUND machen... Erschienen auf dem Label von TOBIAS FISCHER (FEU FOLLET) und MIRKO UHLIG (ex AALFANG MIT PFERDEKOPF). "Back in 1974, one year before Brian Eno’s first landmark in Ambient-music, some young musician from New York wrote down a fragment of beauty’s hidden story with the minimal vocabulary of sine waves on the young black skin of a Moog synthesizer. The first release on CD features Richard Lainhart’s masterpiece in its original 29-minutes-version. There’s no single second to add, after this time everything is told though nothing has been said. Richard Lainhart about the work’s origin: "White Night" was composed and recorded in the late fall of 1974 at the State University of New York at Albany in the Coordinated Electronic Music Studio (CEMS). CEMS was created by my composition teacher Joel Chadabe with design and custom fabrication by Robert Moog and was, at the time, the largest integrated Moog modular synthesizer studio in the world. The piece consists of a dense, continuous four-note chord, each note in the chord recorded in a separate pass to one track on a Scully 4-track studio recorder. Each track consists of a single sine wave oscillator which is frequency modulated by a group of eight additional sine wave oscillators. Those oscillators are all tuned to different tones, each harmonically related to the fundamental chord tone. The amplitude of each harmonic oscillator is continuously varied under the control of an individual sequencer, and each sequencer is free-running - that is, the sequencers are not synchronized to each other, but rather running in their own independent timebases.The result is a continuously-changing complex harmonic waveform which modulates the frequency of the chord tone oscillator, generating a continuously-changing complex timbre based on the fundamental pitch of the note. The center tone of "White Night" is 212 Hz, slightly higher than the G below Middle C. The other notes create a chord consisting of a perfect fifth below the center tone, a major seventh just below the center tone, and a major second above the center tone. "White Night" was composed without reference to the standard A-440 tuning system, as we had no such pitch reference in the studio; I just picked a center tone that felt right, and went from there. As such, "White Night" lives in its own pitch world. The title "White Night" came about so: it was late December in upstate New York when I was finishing the piece, and a blizzard passed through town the night of the final mix. As I sat in the glow of the sequencers and tape decks in the University studio listening to the final version, I looked out the window and saw a security light on a building opposite the studio illuminating the blowing snow as it drifted off the roof. All I could see was the snow swirling in the light against the blackness; a moving painting continually drawn, erased, and redrawn, always changing, but always the same. It may sound bleak, but it wasn't - it was beautiful. It seemed to me that the image of the dancing whiteness perfectly matched the sound of the piece, and so I called it "White Night" to commemorate that evening of wind and snow." [label info] www.exovo.org
€12.00

Our Inventions

Format: CD Year: 2010
"2004 erschien ihr letztes Album "Faking The Books", dennoch ist Lali Punas Einfluss auf die elektronische Popszene immer noch spürbar. Gemeinsam mit The Notwist zeichnet die Band um Valerie Trebeljahr für moderne, experimentell angehauchte Popmusik verantwortlich. Mit "Our Inventions" rücken sie die Grenzen des Genres wieder mal ein Stück weiter. Der Song "Rest Your Head" schlägt eine souveräne Brücke zur vergangenen Bandhistorie. Hier pulsieren die Keyboards in warmen Wellen und begleiten Trebeljahrs Flüstern mit einlullenden Melodien - bis einen der Drumcomputer aus versponnenen Tagträumen reißt. Während das Vorgängeralbum förmlich auf die Bühne strebte, zeugt "Our Inventions" von intensiver, fast schon introvertierter Studioarbeit. Gleichzeitig unterstreichen Songs wie "Remember" und "Everything Is Always", was Lali Puna so besonders macht: überschwängliche Mitsingharmonien mit Feinschliff, die ihre Seele nicht hinter der Technik verstecken. Das Album schließt mit "Out There", Lali Punas Kollaboration mit Yukihiro Takahashi (Yellow Magic Orchestra). // More than half a decade has elapsed since the release of Faking The Books, Lali Puna's third (and hitherto most recent) long-player, but the band's impact on the climate of electronic rock music remains palpable. Along with sister-group The Notwist, this Weilheim quartet have helped map out the musical landscape for modern, experimentally minded pop music, and Our Inventions finds Lali Puna continuing to push the frontiers of their medium. 'Rest Your Head' serves as a perfectly poised re-introduction to the band and all they've become. Initiated by waves of glassy pulsations and warm, swelling synths, the song has the feel of a reverse-lullaby - gently winding its way through reposeful melodies, guided by the welcoming whisper of Trebeljahr's vocal until the final third kicks in with drum machine hits, and you're wide awake. While Faking The Books, with its vibrant riffs and extrovert tendencies, had the sound of a record begging to be played live, Our Inventions exhibits the hallmarks of an album spun from intensive studio-bound introspection. Two of the most explosive and ebullient songs here - 'Remember' and 'Everything Is Always' - confirm so much of what's special about Lali Puna: all the elements are at once precision engineered and delivered with absolute heartfelt conviction; perhaps never before have such jubilant pop hooks been so meticulously and fastidiously crafted, yet you can always hear the soul behind these machines. This is an album that's made for and about the modern world, concerning itself with the driving forces of progress and technological obsession. Trebeljahr's lyrics are suggestive of alienation and disenfranchisement from nature during the irony-laced title-track: "The birds in the trees/Singing our mobile melodies/What a sweet, sweet world", later stipulating that 'progress' never really gets us anywhere on 'Everything Is Always' ("Nothing new/These days"), while hinting at the ultimate bankruptcy of the all-devouring consumer age during 'Safe Tomorrow': "Never going anywhere/Don't stop by and get to know/Stuff your memory with facts/Save Save Save". The final song on the tracklist is 'Out There', a collaboration with the Yellow Magic Orchestra's Yukihiro Takahashi. The version appearing here is an alternate rendering of the track that appeared on Takahashi's Page By Page album in 2009. Here Trebeljahr addresses the global financial collapse ("Their kingdom's past, their kingdom's gone/Just ruins and plain desert/It's all burnt down, we're left alone"), and sure enough, Our Inventions is a body of work that keenly engages with the concerns of its time, one that confronts the excesses and ever-accelerating pace of modernity. The sublime, virtuoso electronic arrangements of Our Inventions directly lock onto the record's recurrent key themes, depicting a world inundated with technology and consumed by a fixation on progress - simultaneously passing commentary on this state of affairs and overcoming it. When Trebeljahr intones "Things move on/I'm gonna work fast because tomorrow comes quick" it sounds like it's being sung from the perspective of someone who's already there." [label info] www.morrmusic.com
€16.00

Our Inventions

Format: LP Year: 2010
"2004 erschien ihr letztes Album "Faking The Books", dennoch ist Lali Punas Einfluss auf die elektronische Popszene immer noch spürbar. Gemeinsam mit The Notwist zeichnet die Band um Valerie Trebeljahr für moderne, experimentell angehauchte Popmusik verantwortlich. Mit "Our Inventions" rücken sie die Grenzen des Genres wieder mal ein Stück weiter. Der Song "Rest Your Head" schlägt eine souveräne Brücke zur vergangenen Bandhistorie. Hier pulsieren die Keyboards in warmen Wellen und begleiten Trebeljahrs Flüstern mit einlullenden Melodien - bis einen der Drumcomputer aus versponnenen Tagträumen reißt. Während das Vorgängeralbum förmlich auf die Bühne strebte, zeugt "Our Inventions" von intensiver, fast schon introvertierter Studioarbeit. Gleichzeitig unterstreichen Songs wie "Remember" und "Everything Is Always", was Lali Puna so besonders macht: überschwängliche Mitsingharmonien mit Feinschliff, die ihre Seele nicht hinter der Technik verstecken. Das Album schließt mit "Out There", Lali Punas Kollaboration mit Yukihiro Takahashi (Yellow Magic Orchestra). // More than half a decade has elapsed since the release of Faking The Books, Lali Puna's third (and hitherto most recent) long-player, but the band's impact on the climate of electronic rock music remains palpable. Along with sister-group The Notwist, this Weilheim quartet have helped map out the musical landscape for modern, experimentally minded pop music, and Our Inventions finds Lali Puna continuing to push the frontiers of their medium. 'Rest Your Head' serves as a perfectly poised re-introduction to the band and all they've become. Initiated by waves of glassy pulsations and warm, swelling synths, the song has the feel of a reverse-lullaby - gently winding its way through reposeful melodies, guided by the welcoming whisper of Trebeljahr's vocal until the final third kicks in with drum machine hits, and you're wide awake. While Faking The Books, with its vibrant riffs and extrovert tendencies, had the sound of a record begging to be played live, Our Inventions exhibits the hallmarks of an album spun from intensive studio-bound introspection. Two of the most explosive and ebullient songs here - 'Remember' and 'Everything Is Always' - confirm so much of what's special about Lali Puna: all the elements are at once precision engineered and delivered with absolute heartfelt conviction; perhaps never before have such jubilant pop hooks been so meticulously and fastidiously crafted, yet you can always hear the soul behind these machines. This is an album that's made for and about the modern world, concerning itself with the driving forces of progress and technological obsession. Trebeljahr's lyrics are suggestive of alienation and disenfranchisement from nature during the irony-laced title-track: "The birds in the trees/Singing our mobile melodies/What a sweet, sweet world", later stipulating that 'progress' never really gets us anywhere on 'Everything Is Always' ("Nothing new/These days"), while hinting at the ultimate bankruptcy of the all-devouring consumer age during 'Safe Tomorrow': "Never going anywhere/Don't stop by and get to know/Stuff your memory with facts/Save Save Save". The final song on the tracklist is 'Out There', a collaboration with the Yellow Magic Orchestra's Yukihiro Takahashi. The version appearing here is an alternate rendering of the track that appeared on Takahashi's Page By Page album in 2009. Here Trebeljahr addresses the global financial collapse ("Their kingdom's past, their kingdom's gone/Just ruins and plain desert/It's all burnt down, we're left alone"), and sure enough, Our Inventions is a body of work that keenly engages with the concerns of its time, one that confronts the excesses and ever-accelerating pace of modernity. The sublime, virtuoso electronic arrangements of Our Inventions directly lock onto the record's recurrent key themes, depicting a world inundated with technology and consumed by a fixation on progress - simultaneously passing commentary on this state of affairs and overcoming it. When Trebeljahr intones "Things move on/I'm gonna work fast because tomorrow comes quick" it sounds like it's being sung from the perspective of someone who's already there." [label info] www.morrmusic.com
€16.00
Shortwave Transmission

Shortwave Transmission

Format: CD Year: 2009
"Ist es wirklich schon fünf Jahre her seit das letzte Land:Fire-Album "Physical : Mental : Psychological" erschien? Ja, das Herbst9-Nebenprojekt von Henry Emich und Frank Merten hat tatsächlich so lang mit neuem Material auf sich warten lassen. Und trotz der grossen Zeitspanne ist das Thema des Albums ähnlich gewählt, geht es wieder um die Auswirkungen radioaktiver Techbologien. "Physical : Mental : Psychological" beschäftigte sich mit den Auswirkungen von 'Trinity', der ersten Atombombe 1945. Land:Fires neues Album "Shortwave Transmission" steckt den Rahmen etwas anders ab und beschäftigt sich mit dem Einsatz radioaktiver Substanzen in der modernen Kriegsführung, vor allem während der Kriege im Nahen Osten gegen Ende des letzten Jahrhunderts und den daraus resultierenden Folgen. Das Duo zeichnet ein apokalyptisches Bild der Welt, das wir uns so kaum vorstellen können, waren diese Kriege doch zu weit weg oder sind schon zu lang her. Da erscheint es fast beschämend, wenn einem die Musik aus "Shortwave Transmission" gefällt. Dieses mit Sprachfetzen aus alten Aufnahmen angefüllte Inferno klingt wie der düstere Nachhall einer Menschheit, die sich selbst vernichtet hat und deren auditives Vermächtnis alles ist, was übrig geblieben ist und nun in Radiowellen transformiert durch den Äther schwebt. Eine verlorene, einsame Melodie hallt knarzend vor sich hin. Bedrohliches Donnern macht Angst, genauso wie starkes, pulsierendes Rauschen. Blubberndes und kratzendes Grollen, von hellen, metallenen Tönen begleitet und mit unkenntlich verzerrten Sprachsamples führt zu einem abrupten Ende. Land:Fires Musik hat aber auch unweigerlich schöne Momente. Trostlosigkeit und Zerstörung sind nicht allumfassend. Der Schrei eines Raubvogels zum Beispiel oder die melancholische aber spärliche Melodie in "Most People Were Silent". Dieses Album ist eine Warnung, eine Aufforderung aufzuhören, bevor uns die Radioaktivität verschlingt. "Shortwave Transmission" ist kein Soundtrack für den Weltuntergang, sondern schon eher ein Nachruf." [Medienkonverter] "Coming back with an all new album after more than 5 years the Alter Ego of HERBST9 delivers another outstanding soundtrack about radiological warfare and it´s debris during the last century. SWT is like a massive energy spike with a surrounding maelstrom of machine noises, rhythms, interferrences and electromagnetic waves. The complex arrangement of technical sounds creates a deadly atmosphere of fallout and devastated landscapes with an apocalyptic aura reflected by dissonant harmonies and deep shimmering ambient scapes. Presented in a 6 panel digipack. Mastered by Andreas Wahnmann." [label info] www.loki-found.de "With a title like 'Short Wave Transmissions', you could perhaps easily think that the album of Land:Fire is along that of S.E.T.I. That is only partly true. There is indeed a lot of talking on this record, snippets from the radio, but the music is somewhat different. Land:Fire is an alter-ego of Herbst9, and it has been five years since he last released a record. This is all about radiological warfare, nuclear fall out and other somewhat unpleasant things in life. Here too we have some analogue synthesizers, computerized effects but also rhythm machines, which create a cold clinical and mechanical sound. That may seem like something negative, but its not. The music is very dynamic, moving back and forth between blocks of synthesized sound and soft spoken ambient textures, all spiced up with radio talk. Its not easy to say wether the music really reflects the radiological/nuclear holocaust theme (would you be aware if it wasn't told?), but there is certainly a spooky atmosphere surrounding this record. Excellent soundtrack to an imaginary film about these kind of subjects." [FdW / Vital Weekly]
€13.00
Abomination of Desolation

Abomination of Desolation

Format: CD Year: 2017
"Desolation: total, utter, without remit. Departure, loss, absence, yawning valleys of noise. The overture moans from the terminal ward. The humiliation of the cadaver, the scouring of abandoned houses and rubbish heaps, a planet blasted by the fruits of hubris. The last sigh of bathos: "It is finished“. Such is the subject matter and sentiment of this follow-up to the much acclaimed albums “Snowdrops From A Curate's Garden“ and „Towers of Silence“ which put Last Dominion Lost firmly on the throne of post-industrial music. “Abomination of Desolation” is consistent with their development into a dark and profound direction, and yet saturated with the noise and feedback that taps deep into the genre’s conscience: Metallic percussion and the screams of terror, ritual chants and anxious atmospheres, all used and abused in order to create the most accurate soundtrack of desolation. By the fans, “Abomination of Desolation” will be met with mixed feelings – as recordings began with John Murphy in 2015 and through his untimely death that year had to be finished without him, the acknowledged grandsigneur of post-industrial music. The album’s theme and musical approach were originally intended by John for a KRANK release: An electronic album, reflecting on John’s experiences when he was first hospitalized, comatose, and hooked to a breathing machine which was constantly creating bizarre sounds. The result stands as a brief and concise display of the group’s ability to create an unmistakable old school sound with contemporary production value. The album runs for ten tracks clocking in less than 40 minutes total and features new member Till Brüggemann (Gerechtigkeits Liga), as well as guests Nikolas Schreck, Lori Goldston and John Murphy’s beloved wife Annie Stubbs among others. With a firm electronic/analogue backbone, a delicate contrast of percussions of various origins and uncanny vocals, this is a truly dark affair, and while towards the end of the journey some more aggravating feedback loops crawl in, it never gets upfront aggressive. With the crisp mastering job of Hunter Barr it is safe to say that “Abomination of Desolation” will not lag behind its predecessors at all, but forge their deserved status as genre icons." https://epicureanescapism.bandcamp.com/album/abomination-of-desolation "Nachdem der Name Last Dominion Lost ursprünglich rückwirkend für Aufnahmen verwendet wurde, die John Murphy, Jon Evans und Dominic Guerin Anfang der 90er gemacht hatten, wurde in den letzten Jahren aus Last Dominion Lost eine aus Murphy, Evans sowie Julian Percy bestehende und in Berlin ansässige Band, die eine durchaus an den Ursprüngen des Industrials orientierte Geräuschmusik spielte, aber dem 21. Jahrhundert klanglich angemessen agierte. Über „Tower Of Silence“, das eigentliche Debüt, hieß es dann auch auf diesen Seiten, „dass Last Dominion Lost einen transparenten Klang schätzen, keinen Soundbrei, der vielleicht kurzfristig dem Hörer die Ohren zum Klingen bringt, dessen Effektivität sich aber schnell abnutzt.“ und man kann diese Einschätzung auch bzgl. des Nachfolgers – zwischendurch erschien das 2011 aufgenommene Livealbum „Snowdrops From A Curate’s Garden“ – „Abomination of Desolation“ äußern, denn wenn eine Reihe von Vertretern atonaler Geräuschmusik auf maximale Verzerrung und Statik setzen (am offensichtlichsten bei dem selbst so betitelten Wall Noise), beschreiten Last Dominion Lost einen anderen Weg, bei der statt Statik Dynamik oder besser gesagt: Unruhe herrscht – und das ist bei diesem „uneasy listening“ durchaus als Kompliment zu verstehen. Mit einem dem Buch Daniel entliehenen Titel, der auch schon Morbid Angel und Clark Ashton Smith inspirierte, macht die Band deutlich, in welche Richtung das Album geht. Von Labelseite heißt es auch: „Desolation: total, utter, without remit. Departure, loss, absence, yawning valleys of noise. The overture moans from the terminal ward. The humiliation of the cadaver, the scouring of abandoned houses and rubbish heaps, a planet blasted by the fruits of hubris. The last sigh of bathos: “It is finished“.” Diese Sätze scheinen nur auf den ersten Blick hyperbolisch, denn natürlich kann bzw. muss man das Album auch vor dem Hintergrund von John Murphys Tod lesen. Murphy hatte Konzept und musikalische Ausrichtung ursprünglich für sein Projekt Krank angedacht, um seine Krankenhauserfahrungen zu verarbeiten. Beendet wurden diese Aufnahmen von Percy, Evans sowie Till Brüggemann von Gerechtigkeits Liga, der seit einiger Zeit festes Mitglied von Last Dominion Lost ist. Letztlich ist das dystopische Musik, bei auf der der Stimme wenn nicht unbedingt eine zentrale, dann doch nicht zu unterschätzende Rolle zukommt: So etwa die Schreie, die auf „Overture To Desolation“ zu hören sind, während es scheppert und Glas zu zerbrechen scheint. Man hört aggressiv-derangierte Vocals auf „Dimunitive Cruciform“, irrsinnig dämonisches Stimmengewirr auf „Irrumatio Del Mortis“ oder aber im Hintergrund schreiende Personen auf „Bludger’s Kill“. „Devil’s Path, ein fast schon leicht atonales, analoges Ambientstück , wird von Flüstern durchzogen, „Beyond The Valley Of The Flies“ knüpft daran musikalisch an. Auf dem von ritueller Perkussion durchzogenen „Blueprint for Urban Warfare“ erklingen schmerzverzerrte Vocals, die eine psychische wie physische Auflösung zu illustrieren scheinen. Lediglich “Cursed Earth” erinnert vom Gesang an Power Electronics. Das ist vielleicht im positivsten Wortsinn pathologische Musik. In Anlehnung an Throbbing Gristle könnte man auch von einer “Journey through a diseased body” sprechen. Die Landschaften, die hier vor dem Auge des Hörenden entstehen, sind wahrlich (ver)wüst(et). In Klarkash-Tons Prosagedicht “The Abomination of Desolation” heißt es:„Of this horror, many tales are told, and nearly all of the tales are different. Some say that the thing has neither visible form nor audible voice“, Last Dominion Lost haben dem Grauen eine mehr als adäquate Stimme gegeben." [MG/African Paper]
€12.00

Brutal Calling

Format: LP Year: 2006
"Diese Kollaboration von Bass-Master Laswell mit dem Drum‘n‘Bass-Finsterling und OHM Resistance-Macher Kurt Gluck war 2004 zwischen der Photo Op Before A Long Hard Fuck-Split-10“ (2003) und Todd Bridges On Lockdown (Temulent Remix) / Summery Execution (Corrupt Souls Remix) (2005) als CD beim japanischen Label Avant erschienen und wurde nun durch einen Laswell-Aficionado für Vinyl-Liebhaber neu aufgelegt. Optisch verfinstert mit Totenköpfen Schwarz auf Schwarz, wird nun auch deutlicher sichtbar, dass die beiden New Yorker mit ihren Breakbeats und dem untergründig grollenden Bassbeben einen Nachhall von 9/11 inszeniert hatten. Auf Anschlag, was die Raserei der Beats angeht, hallt in Tracks wie ‚Mass graves‘ oder ‚Decapitation strike‘ Panik wider. Venetian Snares zerrt ähnlich an den Nerven, Brutal Calling greift aber direkter an, durchwegs fiebrig überdreht und bei ‚Lockdown on bridges and tunnels‘ mit einer WahWah-Gitarre, die Hals über Kopf Treppen hinab kreischt und blind nur noch dem Fluchtinstinkt gehorcht. Laswell zeigt hier den zerstörerischen Aspekt Shivas (wie in Chaos Face, Death Cube K, frühe Painkiller, Time Zone), den Crooklyn-Pol der Existenz, zu dem die Deep Vibrations seines Sacred Dub, die Healing Force seiner Ambient-Mantras, Innerrhythms und Space-Psychedelix (Asana, Charged, Divination, Equations Of Eternity, Pete Namlook, Tabla Beat Science, Jah Wobble) die Gegenkraft bilden. Wobei nach Laswells Philosophie wohl nur unterschiedliche Aspekte der gleichen Kraft ihr Spiel treiben. Seine Basslinien pulsieren nämlich hier wie dort mit der gleich sonoren und souveränen Vitalität und Funkiness. Falls Brutal Calling den Fall der babylonischen Türme kommentiert, dann jedenfalls nicht larmoyant. Und wie sehr auch Glucks D’n’BHysterie sarkastisch helterskeltert, durch Laswells Bass werden selbst Kalis Tanzzuckungen auf dem round Zero zu Dynamiken der Transformation." [Bad Alchemy] www.karlrecords.net
€20.00
10 to the Power of 9 -  Vol. 2

10 to the Power of 9 - Vol. 2

Format: LP Year: 2015
"This is the Second Volume of a complex story about conspiracy, magic, and spirituality. Minimal synths, guitars, syncopated rhythms that are making weird, psychedelic and transcendental noises which are of course accompanied by the distinctive voice of Ka-Spel. Lying on your sofa, pumping up the volume and just dream away on their ethereal sounds. 10 to the Power of 9 is a dark and exceptional trip into their warped and bizarre musical psyche." [label info] www.rustblade.com "Die Kult-Fomation meldet sich mit dem zweiten Teil der Konzeptreihe über Konspirativität, Magie und Spiritualität zurück, erscheinend auf RUSTBLADE als limitierte Colored-Vinyl-Edition (499 Exemplare, minzgrünes Vinyl)! Selten passt das Attribut legendär so gut wie auf die Gruppe um EDWARD KA-SPEL und PHIL „THE SILVERMAN“ KNIGHT, die seit nun mehr als drei Dekaden für ihren unverkennbaren, einzigartigen Soundkosmos verehrt wird, bei dem Psychedelic- Heads, Dark Waver und Freunde experimenteller (Elektronik-) Klänge gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Vor gut einem Jahr erschien der erste Teil dieser Konzeptserie einer komplexen Story über Konspirativität, Magie und Spiritualität. Minimale Synths, Gitarren, synkopische Beats, die Verwirrung stiften, psychedelische und transzendentale Geräusche, welche wie gewohnt von der charakteristischen Stimme KA-SPELs begleitet werden. „Ten To The Power Of Nine Vol.2“ ist abermals ein dunkler und außergewöhnlicher Trip in die musikalische Psyche der LEGENDARY PINK DOTS, die hier wieder einmal ihren Status als absolut unverkennbare musikalische Ausnahmeerscheinung bestätigen." [Broken Silence info]
€22.50
Come out from the Shadows 4  - Live at Lounge AX Chicago 1993

Come out from the Shadows 4 - Live at Lounge AX Chicago 1993

Format: do-LP BOX Year: 2021
COME OUT FROM THE SHADOWS PART 4 Lounge Ax ,Chicago 1993 This is the third and final instalment from The Silverman’s cassette archive which had been gathering dust in a dark cupboard- and it’s a special one, especially for those who hold the "Shadow Weaver" and "Malachai" albums close to their hearts. It’s hard to downplay the importance of the show presented here. Four years earlier, in 1989, The Dots anxiously anticipated their first show in Chicago (a city they viewed as one of the music capitals of The World) only for the date to vanish without explanation. In 1991, they were due to play third on the bill to Einsturzende Neubauten and old friends, Front Line Assembly at The Vic.In a chaotic scenario The Dots played filling in the sandwich between the 2 more famous bands, allowed a mere 15 minutes. It was a fiery show but most of the audience didn’t know who we were, as The Dots’ name was missing from the poster. Consequently this show at Lounge Ax in 1993 felt like our first “real” show in the city. Can you imagine the horror when EK succumbed to a throat infection in Milwaukee a night earlier? That show, in front of 30 people, was curtailed after 30 minutes. It was thanks to Nicoletta Stephanz and her box of medical wonders that the singer found his voice 24 hours later- and we have her to thank for this storming recording. Enjoy. The Silverman-keys,Ryan Moore-bass, Martijn De Kleer-guitars;Niels van Hoorn-horns;Edward Ka-Spel-voice,keys; Ray Steeg-sonix. https://legendarypinkdots1.bandcamp.com/albumcome-out-from-the-shadows-4-live-at-lounge-ax-1993 Erstmalige Veröffentlichung dieses bis dato unveröffentlichten Konzerts (1993, Lounge Ax Club Chicago) der Kultformation LEGENDARY PINK DOTS feat. EDWARD KA-SPEL. Erscheint als limitierte Doppel-CD Version im Digipack, als Doppelvinyl (Gelbes Vinyl, auf 299 Stück limitiert!) sowie als streng limitierte (199 Stk.) 3-LP-Box mit allerlei Gimmicks: Doppel-LP „Lounge Ax Chicago“ in Orange marmoriertem Vinyl, Doppel-CD, Bonus LP „Live in Philadelphia“ und ein Poster!). 1980 in London von EDWARD KA-SPEL und PHIL ‚THE SILVERMAN‘ KNIGHT gegründet, avancierten THE LEGENDARY PINK DOTS mit ihrem unverkennbaren, Genregrenzen überschreitenden Soundmix aus Progressive- / Jazz-Rock, (Dark) Wave, Psychedelia, Folk, Ambient und experimenteller Elektronik zu einer bis heute kultig verehrten Band. Seitdem erschienen von der anglo-niederländischen Formation bis dato neben diversen Singles / EPs und Compilation-Beiträgen mehr als achtzig Longplayer! RUSTBLADE macht nun dieses verloren geglaubte Kleinod erstmalig im Handel erhältlich: Ausgegraben aus dem Bandarchiv und bisher nur für den Eigengenuss der Band und deren Umfeld bestimmt, gibt es nun das komplette Konzert von 1993, aufgenommen im Lounge Ax Club in Chicago, mit allerhand Klassikern der Band (u.a. „Golden Dawn“ & „Maniac“) in drei Ausführungen!
€36.00

Death of the Moon

Format: CD Year: 1997
Obskure historische Aufnahmen von 1953-1960 von diesem sehr unbekannten schwedischen Composer, der ein Pionier war im Gebrauch und Entwickeln von Multimediaeinsatz und –ideen. Seine Musik ist ziemlich strange & surreal, fast unbeschreibbar, field recordings, Radiosounds, Geräusche allerlei Art, ruhige Trompeten, Flöten, geisterhafte Atmos, konkreter Irrsinn...(?) Auf einem Konzert 1957 wurde seine Musik als "pure torture" betitelt. Dies ist eine Wiederöffentlichung einer LP die vorher auf RADIUM erschienen ist. ############# label-website: www.pogus.com
€13.00
Yule

Yule

Format: LP Year: 2020
"Upstate New York artist Tor Lundvall's music often evokes a sense of soft-focus autumnal melancholia but nowhere is this atmosphere more explicit and evocative than his self-released 2006 holiday album, Yule, newly reissued by Dais Records. Inspired by childhood memories of "cold, dark evenings" waiting for his mother outside shops and supermarkets while seasonal songs drifted faintly on the frozen air, the collection feels appropriately hushed and hypnagogic, half-remembered melodies heard through falling snow. Steady muted rhythmic pulses wind through wintry landscapes of icy synthetic textures, glass bells, and distant metallic echoes, occasionally framed by Lundvall's soft, dazed vocals, narrating scenes of "slushy, illuminated train stations" and "the lonely trees of January, still entangled with blue lights long after the season has ended." It's a music of barren branches, crescent moons, and willowy figures shuffling and shivering on their way somewhere, viewed from a fogged window passing by, or high above. As with Lundvall's signature oil paintings, Yule's sonic vignettes are works of observation, poetic glimpses rendered in gradients of color and quiet. He has referred to his music in the past as "ghost ambient" and, although his songwriting here skews more foreground than background, the phrase aptly captures the haunted, half-light quality of these fragile tracks. 10 miniatures of wreathed streets and silent woods, of twinkling store windows seen from a distance, the sensation of being outside of life looking in - the sentiments that seeded Lundvall's vision remain undimmed: "There was a special melancholic beauty about these moments that has never left me." https://torlundvall.bandcamp.com/album/yule "Das damals noch über World Serpent vertriebene Minilabel des in Neuengland ansässigen Malers und Musikers, auf dem seine frühen Aufnahmen erschienen, trug im Namen schon die Jahreszeit, die am ehesten die von Musik und Bildern Lundvalls hervorgerufene Atmosphäre zu illustrieren schien: Eternal Autumn Editions. Seine visuellen wie auch akustischen Arbeiten strahlten nämlich immer eine gewisse Melancholie aus und auch eine seltsame (un)heimliche Atmosphäre, in der Absenz und Präsenz, „the weird and the eerie“, zusammenkamen. Lundvall selbst sprach vor Jahren einmal von „Ghost Ambient“ zur Beschreibung seiner Musik. „Yule“ erschien ursprünglich 2006 auf dem kurzlebigen nordamerikanischen Label Strange Fortune. Eigentlich eine EP, wurde diese Veröffentlichung schon damals durch die Langversion von „The Falling Snow“ (gekürzt in einer 4-minütigen Version auf dem Eisteddfod-Sampler des französischen Labels Cynfeirdd erschienen) ergänzt. Bezogen auf „Yule“ sagt Lundvall, er habe die „special, melancholic beauty“ der Zeit abseits des Weihnachtsstresses zum Ausdruck bringen wollen (und – möchte man ergänzen – abseits des exzessiven Konsumrausches, der Batailles Überlegungen zum Potlatsch fast ad absurdum führt). Auf „Yule“ finden sich instrumentale Tracks wie „Busy Station“ aus Rauschen, vereinzelten Pianotupfern und seltsamen Geräuschen oder „The Train Home“ mit seinem gedämpften Pulsieren. Auf „12AM“ erklingt perkussives Rasseln, „Snowy Morning“ ist eine verrauschte melodische Fläche und Glocken scheinen zu läuten. Auf „Fading Light“ meint man irgehdwo eine Stimme zu hören. „White On Grey“ klingt fast wie Radiorauschen und ist vielleicht das ambienteste Stück. Es gibt auch Stücke mit Vocals wie „Christmas Eve“: ein Pusieren wie Schritte durch den Schnee, verhallte entfernte Geräusche und eine aus ein paar Tönen bestehende Painomelodie. Dann singt Lundvall mit fragiler Stimme über ein Mädchen „staring at the moon/candle light fills her room“. Auf „Yule Song“ ist die Stadt still und leer. „January“ enthält entrückte Vocal/Choral-Samples und dann heißt es: „Darkness falls early now/The city’s tired“. Zum Schluss bietet dann “The Falling Snow” noch einmal 20 Minuten, die einen tatsächlich glauben lassen, man gehe durch eine schneebedeckte Landschaft, in der schemenhafte Entitäten irgendwo die Tasten eines einsamen Klaviers drücken." [MG/African Paper]
€23.00
 [O T H E R]

[O T H E R]

Format: CD Year: 2022
Das zehnte Studioalbum »Other« der Elektronik-/Industrial-Musikpioniere Lustmord wurde 2008 veröffentlicht und ist bis heute das einzige Lustmord-Album mit Gitarren, gespielt von Adam Jones (Tool), King Buzzo (The Melvins) und Aaron Turner (Isis). Das Album erschien ursprünglich auf dem unabhängigen Plattenlabel Hydra Head Records, das von Isis-Frontmann Aaron Turner gegründet wurde und früher Bands wie Converge, Pelican, Jesu, Sun O))) oder Boris beherbergte. Wie ein Journalist es damals formulierte, ist »Other« ein "düsteres Beispiel für einen vollendeten Künstler, der genau innerhalb der Parameter arbeitet, die er sich im Laufe der Jahre selbst gesetzt hat." Dieses Album zeigt Lustmord von seiner charakteristischsten Seite, und das eisige, unheilvolle Gitarrenspiel von Jones, Turner und Ozborne fügt sich perfekt in die tiefen Klanglandschaften ein, die diese beängstigende und doch inspirierende Reise ausmachen. Tatsächlich sind die Songs so kraftvoll, dass es Williams dazu bewegte, zwei Ambient-Remix-Versionen und eine Dub-Remix-EP zu erstellen, die die Klänge dieses Albums so weit wie möglich erforschen. Im Jahr 2022 arbeitet Lustmord für The Others (Lustmord Deconstructed) mit Künstlern wie Godflesh, Mono und Zola Jesus, um nur einige zu nennen, an Neuinterpretationen der »Other«-Songs zusammen, die ebenfalls jetzt erhältlich sind. Reissued in all its incarnations plus re-interpreted: Electronic/Industrial music pioneer LUSTMORDs tenth studio album [ O T H E R ], originally released in 2008 and to date the only LUSTMORD album with guitars on it, performed by Adam Jones (TOOL), King Buzzo (THE MELVINS) and Aaron Turner (ISIS). [ O T H E R ] originally came out on independent record label Hydra Head Records, founded by ISIS frontman Aaron Turner and former home of bands such as CONVERGE, PELICAN, JESU, SUN O))) or BORIS. As one journalist put it at the time, [ O T H E R ] is a "grim example of a consummate artist who is working frmly within the parameters that he has laid out for himself over the years." This album shows Lustmord at his most characteristic, and the icy, ominous guitar playing of Jones, Turner and Ozborne resonates perfectly within the deep soundscapes that make up this frightening yet inspiring journey. As a matter of fact, the material on [ O T H E R ] is so powerful that it moved Williams to create two ambient remix versions of it, and one dub remix EP exploring the sounds of this record to the greatest extend of his ability. In 2022, and also available now, LUSTMORD further collaborates with artist such as GODFLESH, MONO and ZOLA JESUS, to name but a few, for THE OTHERS (LUSTMORD DECONSTRUCTED) on re-interpretations on [ O T H E R ] tracks. LUSTMORD is the artistic moniker of Brian Williams. Born in North Wales, he started his musical career in 1980 and soon became a pioneer in the early industrial music scene in the UK. He was a former member of SPK during arguably their most crucial era, and went on to work with THROBBING GRISTLE members Chris & Cosey as well as appearing on early albums by CURRENT 93, NURSE WITH WOUND and others. After relocating to Los Angeles in 1993, Williams worked on dozens of motion picture soundtracks including The Crow, Underworld and Paul Schrader's First Reformed. Additionally he created several video game soundtracks, television scores and solo albums, as well as collaborating with artists as varied as THE MELVINS, CLOCK DVA, JARBOE, John Balance of COIL, Paul Haslinger (TANGERINE DREAM), PUSCIFER, Wes Borland and more, including Grammy Award-winners TOOL on their much acclaimed effort Fear Inoculum. To this day, Lustmord is actively recording and releasing music, his latest release being the collaborative album Alter with Karin Park of A°RABROT, and he is considered to be the founding father of the dark ambient music genre. [press release]
€16.00
Much Unseen is also here (col. vinyl)

Much Unseen is also here (col. vinyl)

Format: do-LP Year: 2024
Dark ambient pioneer, Stygian drone legend and near-mythical entity LUSTMORD pierces the veil once more with ‘Much Unseen Is Also Here’; the artist’s latest, solo full-length release in a formidable, 40-year creative career at the forefront of industrial music. Brian Williams assumed the mantle of Lustmord in 1980 and began working with sound because the music he wanted to listen to simply didn’t exist. Nine years of field-recording experimentation and near-constant collaboration later, Lustmord released his third album, ‘Heresy’, which became a milestone in the industrial scene and is now universally regarded as the origin of the dark ambient genre. 35 years later, ‘Much Unseen Is Also Here’ continues the legacy established by ‘Heresy’ and echoes its enthralling narrative arc. Sequenced in three distinct parts; ‘Much Unseen Is Also Here’ is meant to be listened to in a single, uninterrupted sitting; transporting listeners away to an uncompromising parallel world that only exists within the music, before casting them back out at the end, forever changed. Der Dark-Ambient-Pionier, die stygische Drone-Legende und das fast schon mythische Wesen LUSTMORD durchstößt mit "Much Unseen Is Also Here" einmal mehr den Schleier - die neueste Solo-Veröffentlichung des Künstlers in einer beeindruckenden, 40-jährigen kreativen Karriere an der Spitze der Industrial-Musik. Auf Drängen von Cosey Fanni Tutti und Chris Carter von Throbbing Gristle, Musik zu machen, die seine unverwechselbare Aura einfängt, übernahm Brian Williams 1980 Lustmord und begann mit Sounds zu arbeiten, weil die Musik, die er hören wollte, einfach nicht existierte. Lustmord veröffentlichte 1989 sein drittes Album "Heresy", das zu einem Meilenstein in der Industrial-Szene wurde und heute allgemein als Ursprung des Dark-Ambient-Genres gilt. 35 Jahre später führt Much Unseen Is Also Here" das Vermächtnis von Heresy" fort und knüpft an dessen fesselnden Erzählbogen an. "Much Unseen Is Also Here" besteht aus drei verschiedenen Teilen und ist dazu gedacht, in einer einzigen, ununterbrochenen Durchgang angehört zu werden; es entführt den Hörer in eine kompromisslose Parallelwelt, die nur in der Musik existiert, bevor es ihn am Ende für immer verändert wieder hinauswirft. Lustmord, der seit 1994 in L.A. lebt, hat auch als Komponist und Sounddesigner an der Musik für ikonische Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt, darunter "The Crow", "Strange Days", "From Dusk Till Dawn", "Underworld" und in jüngerer Zeit die FX-Serien "Fear The Walking Dead" und "First Reformed"von "Taxi Driver"-Autor Paul Schrader aus dem Jahr 2017. Immer noch entschlossen, die Grenzen von Sound, Genre und Medien zu erweitern, hat Lustmord auch zu den Soundlandschaften von Videospielen wie Assassin's Creed, League of Legends und, passenderweise, dem von H.R. Geiger inspirierten Survival-Horror-Spiel Scorn von 2022 beigetragen. Other Woes Are Yet To Come Edition (single colored (pink) vinyl, ltd to 220 copies ww) "Im Vorfeld der Veröffentlichung des neuen Abums von Brian Williams wurde ein Vergleich zu dem 1989 erschienenen Album „Heresy“ gezogen: „[Much Unseen Is Also Here“] continues the legacy established by ‘Heresy’ and echoes its enthralling narrative arc“. Das ist natürlich eine ziemliche Ansage, ist doch „Heresy“ der Höhepunkt der prädigitalen Ära Lustmords. Dabei trugen zur (mehr als berechtigten) Auratisierung des Werks sicher auch das apokalyptische das Cover zierende John Martin-Gemälde (das sich jeder Londonbesucher einmal in der Tate ansehen sollte) und vor allem auch die Aufnahmeorte bei: So hieß es doch auf der Rückseite, das Album „utilises subterranean location recordings originated within crypts, caverns, mines, deep shelters and catacombs together with meterial of a seismic and volcanic origin“. Diese Art des Aufnehmens ist lange vorbei und Brian Williams zeigte kurz noch auf seiner Instagramseite ein Bild seiner Soundbibliothek, das deutlich machte, dass für die nächsten Jahrzehnte mehr als genug zu bearbeitendes Material vorhanden ist. In den letzten Jahren gab es das 2016 bei Touch veröffentlichte „Dark Matter“, ein überaus reduziertes Album, “70 Minuten tiefster Schwärzer“ aus den Tiefen des Alls, es erschien mit dem leider nur als Download verfügbaren „Trinity“ Williams’ Auseinandersetzung mit der Atombombe, es gab seinen Soundtrack zu Paul Schraders „First Reformed“ sowie die Kollaborationen mit Karin Park („Alter“) und mit dem Pianisten Nicolas Horvath (das recht atypische „The Fall“). Zuletzt konnte man ihn als Komponisten für das von den Bildern H. R. Gigers inspirierte Horroradventure “Scorn” erleben und hören, wie auf “The Others [Lustmord Deconstructed]” zahlreiche Künstler sich des Albums “[Other]” annahmen. Verglichen mit „Dark Matter“ ist „Much Unseen Is Also Here“ wesentlich opulenter ausgefallen. Der Opener „Behold The Voice Of Thunder“ ist durchzogen von diesem so typischen tiefschwarzen Brummen, dunke, „donnernde“ Schläge sind zu hören. Dann entwickeln sich nach und nach melodische Passagen, die entfernt an Momente auf „The Monstrous Soul“ erinnern. Hier ist fortwährend die Antizipation der (Be-)Drohung, die dann kommen mag. Ein wenig erinnert mich das Ende des Stücks an Simon Boswells Score zu Richard Stanleys „Hardware“. „An Angel Dissected“ ist eine dunkel-melancholische Klage mit einem wellenartigen An- und Abschwellen, vielleicht in etwa so, als habe Williams Steven Stapletons Dronemeisterwerk „Salt Marie Celeste“ geremixt. Auf „A Shadow Cast Upon The Deep“ meint man, die dunklen Drones habe Williams aus Stimmen geschmiedet. „Invocation Of The Nameless One“ beginnt mit melodischen, an ein Blasinstrument erinnernen Sounds, auf „Their Souls Asunder“ meint man, dunkel singende Stimmen zu hören, die dem Stück einen fast sakralen Charakter geben. Die Sounds am Ende lassen dann an „Heresy“ denken. „Hence Shall They Be Devoured All Of Them“ wird mit Glockenläuten eingeleitet, dann klingt es so, als habe ein Cello als Soundquelle gedient. Schließlich lässt „Other Woes Are Yet To Come“ das Album mit einem mehr als wahren Titel enden. Das ist vielleicht das melodischste Lustmord-Album seit langem. Wer aufgrund der Titelgebung und Covergestaltung mit dem aus Wayne Barlowes „Hell“-Serie stammenden Bild „Saragatanas Before The Behemoths“ meint, hier sei ein dunkler Metaphysiker am Werk, dem sei gesagt, dass im Innern des Albums eines der berühmtesten Zitate Epikurs zu finden ist, in dem das Epikureische Paradoxon formuliert wird, das die berühmte Frage nach dem Verhältnis von Güte und Allmächtigkeit von Göttern stellt. Auf einem vor etlichen Jahren erschienen Lustmord-T-Shirt hieß es dann auch passenderweise „The only good god is a dead god“." [MG/African Paper]
€37.50
Much Unseen is also here

Much Unseen is also here

Format: do-LP Year: 2024
https://lustmord.bandcamp.com/album/much-unseen-is-also-here Dark ambient pioneer, Stygian drone legend and near-mythical entity LUSTMORD pierces the veil once more with ‘Much Unseen Is Also Here’; the artist’s latest, solo full-length release in a formidable, 40-year creative career at the forefront of industrial music. Brian Williams assumed the mantle of Lustmord in 1980 and began working with sound because the music he wanted to listen to simply didn’t exist. Nine years of field-recording experimentation and near-constant collaboration later, Lustmord released his third album, ‘Heresy’, which became a milestone in the industrial scene and is now universally regarded as the origin of the dark ambient genre. 35 years later, ‘Much Unseen Is Also Here’ continues the legacy established by ‘Heresy’ and echoes its enthralling narrative arc. Sequenced in three distinct parts; ‘Much Unseen Is Also Here’ is meant to be listened to in a single, uninterrupted sitting; transporting listeners away to an uncompromising parallel world that only exists within the music, before casting them back out at the end, forever changed. Der Dark-Ambient-Pionier, die stygische Drone-Legende und das fast schon mythische Wesen LUSTMORD durchstößt mit "Much Unseen Is Also Here" einmal mehr den Schleier - die neueste Solo-Veröffentlichung des Künstlers in einer beeindruckenden, 40-jährigen kreativen Karriere an der Spitze der Industrial-Musik. Auf Drängen von Cosey Fanni Tutti und Chris Carter von Throbbing Gristle, Musik zu machen, die seine unverwechselbare Aura einfängt, übernahm Brian Williams 1980 Lustmord und begann mit Sounds zu arbeiten, weil die Musik, die er hören wollte, einfach nicht existierte. Lustmord veröffentlichte 1989 sein drittes Album "Heresy", das zu einem Meilenstein in der Industrial-Szene wurde und heute allgemein als Ursprung des Dark-Ambient-Genres gilt. 35 Jahre später führt Much Unseen Is Also Here" das Vermächtnis von Heresy" fort und knüpft an dessen fesselnden Erzählbogen an. "Much Unseen Is Also Here" besteht aus drei verschiedenen Teilen und ist dazu gedacht, in einer einzigen, ununterbrochenen Durchgang angehört zu werden; es entführt den Hörer in eine kompromisslose Parallelwelt, die nur in der Musik existiert, bevor es ihn am Ende für immer verändert wieder hinauswirft. Lustmord, der seit 1994 in L.A. lebt, hat auch als Komponist und Sounddesigner an der Musik für ikonische Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt, darunter "The Crow", "Strange Days", "From Dusk Till Dawn", "Underworld" und in jüngerer Zeit die FX-Serien "Fear The Walking Dead" und "First Reformed"von "Taxi Driver"-Autor Paul Schrader aus dem Jahr 2017. Immer noch entschlossen, die Grenzen von Sound, Genre und Medien zu erweitern, hat Lustmord auch zu den Soundlandschaften von Videospielen wie Assassin's Creed, League of Legends und, passenderweise, dem von H.R. Geiger inspirierten Survival-Horror-Spiel Scorn von 2022 beigetragen. Other Woes Are Yet To Come Edition (single colored (pink) vinyl, ltd to 220 copies ww) "Im Vorfeld der Veröffentlichung des neuen Abums von Brian Williams wurde ein Vergleich zu dem 1989 erschienenen Album „Heresy“ gezogen: „[Much Unseen Is Also Here“] continues the legacy established by ‘Heresy’ and echoes its enthralling narrative arc“. Das ist natürlich eine ziemliche Ansage, ist doch „Heresy“ der Höhepunkt der prädigitalen Ära Lustmords. Dabei trugen zur (mehr als berechtigten) Auratisierung des Werks sicher auch das apokalyptische das Cover zierende John Martin-Gemälde (das sich jeder Londonbesucher einmal in der Tate ansehen sollte) und vor allem auch die Aufnahmeorte bei: So hieß es doch auf der Rückseite, das Album „utilises subterranean location recordings originated within crypts, caverns, mines, deep shelters and catacombs together with meterial of a seismic and volcanic origin“. Diese Art des Aufnehmens ist lange vorbei und Brian Williams zeigte kurz noch auf seiner Instagramseite ein Bild seiner Soundbibliothek, das deutlich machte, dass für die nächsten Jahrzehnte mehr als genug zu bearbeitendes Material vorhanden ist. In den letzten Jahren gab es das 2016 bei Touch veröffentlichte „Dark Matter“, ein überaus reduziertes Album, “70 Minuten tiefster Schwärzer“ aus den Tiefen des Alls, es erschien mit dem leider nur als Download verfügbaren „Trinity“ Williams’ Auseinandersetzung mit der Atombombe, es gab seinen Soundtrack zu Paul Schraders „First Reformed“ sowie die Kollaborationen mit Karin Park („Alter“) und mit dem Pianisten Nicolas Horvath (das recht atypische „The Fall“). Zuletzt konnte man ihn als Komponisten für das von den Bildern H. R. Gigers inspirierte Horroradventure “Scorn” erleben und hören, wie auf “The Others [Lustmord Deconstructed]” zahlreiche Künstler sich des Albums “[Other]” annahmen. Verglichen mit „Dark Matter“ ist „Much Unseen Is Also Here“ wesentlich opulenter ausgefallen. Der Opener „Behold The Voice Of Thunder“ ist durchzogen von diesem so typischen tiefschwarzen Brummen, dunke, „donnernde“ Schläge sind zu hören. Dann entwickeln sich nach und nach melodische Passagen, die entfernt an Momente auf „The Monstrous Soul“ erinnern. Hier ist fortwährend die Antizipation der (Be-)Drohung, die dann kommen mag. Ein wenig erinnert mich das Ende des Stücks an Simon Boswells Score zu Richard Stanleys „Hardware“. „An Angel Dissected“ ist eine dunkel-melancholische Klage mit einem wellenartigen An- und Abschwellen, vielleicht in etwa so, als habe Williams Steven Stapletons Dronemeisterwerk „Salt Marie Celeste“ geremixt. Auf „A Shadow Cast Upon The Deep“ meint man, die dunklen Drones habe Williams aus Stimmen geschmiedet. „Invocation Of The Nameless One“ beginnt mit melodischen, an ein Blasinstrument erinnernen Sounds, auf „Their Souls Asunder“ meint man, dunkel singende Stimmen zu hören, die dem Stück einen fast sakralen Charakter geben. Die Sounds am Ende lassen dann an „Heresy“ denken. „Hence Shall They Be Devoured All Of Them“ wird mit Glockenläuten eingeleitet, dann klingt es so, als habe ein Cello als Soundquelle gedient. Schließlich lässt „Other Woes Are Yet To Come“ das Album mit einem mehr als wahren Titel enden. Das ist vielleicht das melodischste Lustmord-Album seit langem. Wer aufgrund der Titelgebung und Covergestaltung mit dem aus Wayne Barlowes „Hell“-Serie stammenden Bild „Saragatanas Before The Behemoths“ meint, hier sei ein dunkler Metaphysiker am Werk, dem sei gesagt, dass im Innern des Albums eines der berühmtesten Zitate Epikurs zu finden ist, in dem das Epikureische Paradoxon formuliert wird, das die berühmte Frage nach dem Verhältnis von Güte und Allmächtigkeit von Göttern stellt. Auf einem vor etlichen Jahren erschienen Lustmord-T-Shirt hieß es dann auch passenderweise „The only good god is a dead god“." [MG/African Paper]
€31.50
Antimateria

Antimateria

Format: LP Year: 2023
Allies: GNAW THEIR TONGUES (Netherlands); RICHARD RAMIREZ (USA, founder of Black Leather Jesus); TORTURING NURSE (China) ZENABI (Philippines); GRODOCK (Germany); TOSHIJI MIKAWA (Japan, founder of Incapacitants); MANY BLESSINGS (USA; with Ethan Lee of Primitive Man); UNSIGNIFIED DEATH (Thailand) MAURIZIO BIANCHI is one of the founders of early industrial and noise music and should be familiar to the most. For ANTIMATERIA he contributed two brand new, merging pieces in which he approaches the theme through sounds of iluminescent and rushing keyboard clusters. COALMINER establishes several harshnoise tracks, for which they collaborated with the most diverse artists of the genre, from different countries. in the next few days, the various supporters will be presented here. Art by: Paul van Trigt, M.B. and Bruno Erber https://grubenwehrfreiburg.bandcamp.com/album/antimateria "Schon vor etlichen Jahren haben Kernphysiker verschiedene Untersuchungen zu den Klängen von Antimaterieteilchen durchgeführt. Die Ergebnisse sind mittlerweile vermutlich Legion und mir weitgehend unbekannt. Wenn im Zuge dessen allerdings so etwas wie der Sound auf der vor einigen Monaten erschienenen Compilation “Antimateria” möglich ist, dann wäre ich prinzipiell dafür. Auf der LP “Antimateria”, die wenn man genau sein will ein zwischen Kollaboration, Compilation und Split-Release angesideltes Objekt darstellt, arbeitet auf der ersten Seite das hierzulande hoffentlich bald wesentlich bekanntere philippinische Harsh Noise-Duo Coalminer mit einer Reihe an Acts zusammen, die trivial formuliert fast wie ein Who is Who internationaler Lärmkünste anmuten. Die Resultate offenbaren einen starken verbindenden Rahmen, unterscheiden sich aber im Detail sowohl in der klanglichen Beschaffenheit (Rauheit versus relativ glatte Politur, oder besser leicht abgemilderte Rauheit) als auch in der Struktur (Fluss versus Stakkato und alle Zwischenstufen). Den Auftakt bildet ein Track, den die beiden (wie vermutlich in fast allen Stücken) in Mail Art-Manier zusammen mit der ursprünglich mal als Band gegründeten und heute von Junkie im Alleingang betriebenen Shanghaier Institution Torturing Nurse und dem deutschen Noise- und Experimental-Act Grodock aufgenommen haben. Nach wenigen brummenden Sekunden bricht eine Lawine aus Schutt und Geschrei auf die Ohren nieder, und was anfangs noch eher wie im Fluss wirkt, in welchem man die Schreie von Kindern und Schmerzgeplagten hört, wird irgendwann von einem ohrenbetäubenden Donnern und Rattern und Rumpeln zerstampft. Anschließend geht es in Zusammenarbeit mit Richard Ramirez und dem Landsmann Zenabi zunächst etwas zurückgenommener zur Sache, man hört verhaltenes Brodeln und Kratzen, bei dem sich zum einen die vielzitierte Noise-Wall mit rauer Tapete abzeichnet, aber auch das, was ungeübte Ohren gerne einen “Kaputte Boxen-Effekt” nennen. Das ist aber nur die Kulisse, auf der sich viele andere zum Teil entgrenzte Dinge wie schwindelerregender Drehungen oder höllisches Gekeife aus einem riesigen Mund ereignen. Die qualvollen Schreie zeigen sich am eindrücklichsten in dem Track, den Coalminer zusammen mit dem aus dem experimentellen Black Metal stammenden niederländischen Projekt Gnaw Their Tongues und dem Amerikaner Ethan Lee McCarthy alias Many Blessings aufgenommen hat. Hier mischen sich die Todesschreie in ein furioses ambientes Rauschen, das mit der Zeit immer mehr zu einem kleinteiligen, schnellen Flickerbild mutiert. Zusammen mit Toshiji Mikawa (seines Zeichens Mitgründer der Incapacitants) und dem von Bangkok aus operierenden Polwach Beokhaimook alias Unsignified Death schließt die erste Seite mit einem Track, in welchem eine anfangs fast noch angenehm klingende Wall durch hochtönendes Feedback, beängstigendes Lachen und herausgekotzte Vocals zum Einsturz gebracht wird. So wird Antimaterie zu einem Fest für die Ohren. Zu einem kompletten Tapetenwechsel (ohne Raufaser, pun intended) kommt es beim Auflegen der zweiten Seite, denn die beiden jeweils rund zehnminütigen Stücke, die Maurizio Bianchi hier unter seinem Kürzel M.B. abliefert, könnten zum bisher gehörten kaum eindrucksvoller kontrastieren. Was vom Label als “sounds of iluminescent and rushing keyboard clusters” beschrieben wird, erweist sich als Labsal von flirrender ambienter Struktur, deren helle, obertonreiche Gestalt immer in Bewegung bleibt. Im Verlauf der beiden Stücke entfalten sich – beim zweiten “Yangnay” mehr noch als beim eröffnenden “Gnayang” – leisere und lautere Abschnitte, in denen kleine Unregelmäßigkeiten, die manchmal wie Tonstörungen anmuten, für eine im besten Sinne unspektakuläre Dynamik sorgen. Und durchgehend sorgt eine sonnengeblendete Flimmerästhetik für ein fast nostalgisches Deja-Vu zu klassischen Synthesizer-Kompositionen besserer Zeiten. Weit davon entfernt den Veröffentlichungsturnus v.a. im Harsh Noise zu überblicken schätze ich, dass “Antimateria” zu den herausragenden Releases in diesem Bereich zählt. Das betrifft natürlich primär die Coalminer und seinen Kollegen gewidmete Seite, aber auch in dem hier adressierte Dunstkreis tut ein Blick über den Tellerrand, hinter dem Bianchi seine sanften Keyboardsounds spielt, sicher ganz gut. Tolle Platte, die hoffentlich nochmal neu aufgelegt werden wird." [U.S./African Paper] "First off, this album has six different vinyl versions, ranging from 10 copies in pristine white to 90 copies in red/brown flamed. Some are with additional CDs, some without, but Grubenwehr really put some effort into this release. I give compliments to you guys; your effort and energy paid off. The two sides of this album are unrelated to each other. With this, I mean, it's not artists remixing each other or collaborative work using each other's sounds or so. It's 20 minutes per artist, and I think I have never had a better opportunity to present two fully different definitions of noise music in the same review to you, the reader. First of all, Side A: Coalminer. A duo from Manilla. Philippines, on their four tracks, work together with friends from all over the world. How about (and it's just half of them) Torturing Nurse, Richard Ramirez, Gnaw Their Tongues and Unsignified Death? And the music is so intense!!! I couldn't tell you the content of the lyrics, but the titles kinda imply it. "Dissection", "Gaping Crevice", "Decomposition" and "Electrocution". I mean ... It's probably all lullabies for the sick and twisted (pun intended). The reverse side contains two 10-minute pieces by M.B., a.k .a. Maurizio Bianchi. M.B. started working on his art in 1979 using pre-recorded sounds and, in 1980, worked more with the generation of his own sounds. He is absolutely one of the pioneers of early industrial and noise, and on the two pieces presented here - "Gnayang" and "Yangnay" - he approaches the theme of "Antimateria" through sounds of luminescent and rushing keyboard clusters. How does that translate to sound? Two lengthy pieces in which not much happens but where a lot happens. It sounded like a combination of organs and vocoders and was never-ending, always moving. I had a few moments where I was drawn into the atmosphere of Wendy Carlos works, but then more of a static/non-static drone. IF M.B.'s interpretation of the subject was that while nothing happens, a lot happens, and at the same time, because a lot happens, nothing happens, then he succeeded cum laude. Beautiful works, but in all honesty, It's an acquired taste." [BW/Vital Weekly]
€20.00
Wendingen

Wendingen

Format: CD Year: 2016
"A selection of my favorite remixes made between 2005 and 2015. Great to have these copmiled on one disc! Most of these reworking have been released elsewhere, but used here with kind permission." www.zoharum.com "Mit „Wendingen“, wobei ich einmal vermute, dass sich der Name auf das Kunst-Magazin bezieht, das von 1918 bis 1932 in den Niederlanden erschienen ist, veröffentlicht RUTGER ZUYDERVELT unter seinem Projektnamen MACHINEFABRIEK eine Zusammenstellung von Remixen, die er zwischen 2005 und 2015 aus dem Material anderer Künstler angefertigt hat. Die vorgelegte Sammlung macht dabei vor allem auch deshalb Sinn, weil die einzelnen Remixe teilweise nur als Download oder auf Tape oder CD-R veröffentlicht wurden. Die ge-remixten Künstler entstammen zumeist dem experimentellen Musikspektrum, wobei einige Künstler dabei sind, mit denen ZUYDERVELT auch bereits direkt zusammengearbeitet hat, wie DAG ROSENQVIST von DE LA MANCHA oder GARETH HARDWICK. Bekanntere Namen dürften zudem noch AMON TOBIN und DJIVAN GASPARYAN, der an einigen bekannten Soundtracks (u.a. „Gladiator“ und „The Last Temptation Of Christ“) mitgearbeitet hat, sein. Deutlicher Pluspunkt der Zusammenstellung ist die Homogenität des dargereichten Ergebnisses, so dass „Wendingen“ glatt als reguläres Album des Niederländers durchgehen könnte. Gegenüber einem gewöhnlichen MACHINEFABRIEK-Album, das in der Regel stark durchkonzeptioniert ist, zeigen sich hier allerdings größere Spielräume, was den Klang und die jeweilige Herangehensweise an ein Stück betreffen. Von knackiger Elektronik, melodischer Electronica, über schwebende, surrende Drones bis hin zu akustischen Momenten zieht sich dieses Klangbild und doch verbindet ZUYDERVELT diese Elemente atmosphärisch zu einem Gesamtbild, das in sich überraschend stimmig ist und dennoch angenehm abwechslungsreich erscheint. Dabei verzichtet man vor allem auch auf die übliche Sitte, bei einem Remix möglichst alles unter Dance-Beats zu begraben und eine Tanzflächenkompatibilität herzustellen. Lediglich bei dem Remix des AMON TOBIN-Materials sind industrielle Rhythmuselemente vorhanden, die aber auch schon so ähnlich im Original zu finden sind. Somit ist „Wendingen“ ein recht rundes und soundtechnisch spannendes Album, das den originären MACHIENFABRIEK-Veröffentlichungen in nichts nachsteht." [Tony F. für nonpop.de]
€12.00
Cycles / Nocturnes

Cycles / Nocturnes

Format: do-LP Year: 2022
"Cycles is the latest album of work by Irish composer Jules Maxwell whose music has featured at London's National Theatre, The Royal Opera House, Shakespeare's Globe Theatre and The Roundhouse. Most recently he has been working with the band Dead Can Dance and in 2021 he released an album entitled Burn with singer Lisa Gerrard. Cycles is an exquisite album of meditative instrumental music. It is quiet and circular in nature but deeply atmospheric and dramatic at moments. Cycles will be released on Friday 25th March on Berlin based label Ghost Palace. A limited double vinyl edition will also be available featuring the Cycles album and its predecessor Nocturnes." "Heute morgen, kurz nach fünf, kurz nach Wecker klingeln. Noch ist es verdächtig ruhig und entgegen meiner Gewohnheit, eines jahrelang antrainierten Automatismus folgend, schalte ich nicht erst den Wasserkocher und dann Deutschlandfunk ein. Sondern ich lege, während der Tee vor sich hin zieht, „Cycles“ von Jules Maxwell auf. Genauer gesagt, die erste der Doppel-LPs. Mit dem Opener „Deeper Sleeper“ in den Tag zu starten ist ungewohnt entspannt, denn sogar noisy Kinder und Jugendliche verstummen mit einem „Ohhh“ und bewegen sich auf einmal fast lautlos. Wer hätte das gedacht. Warum ich das jetzt in einer Review erwähne? Weil diese Szene vermutlich am besten beschreibt, was Jules Maxwell auf dieser Platte für eine Stimmung erzeugt. „Cycles“ ist ein ruhiges, meditatives Instrumental-Album, welches mit den ersten Tönen den Pulsschlag entschleunigt. Dennoch schafft es Maxwell Spannung aufzubauen. So, dass der*die Hörer*in ganz bei und in der Musik bleibt. In „A Rose On The Road“ führt ein Klavier, wie ein langsamer, rhythmischer Glockenschlag in den Song ein, im Hintergrund bauen sich sphärische Klänge auf, werden intensiver, dringlicher und bauen eine Dramatik auf, die ab rund dreieinhalb Minuten von einer Geige (oder ist es eine Bratsche, ich tue mich schwer damit das rauszuhören) aufgenommen wird. Nach rund fünfeinhalb Minuten haben sich die Klänge, die Töne, vereint und lösen sich auf, so dass ein sanfter Übergang zum nächsten Song geschaffen wurde. Und das, was ich hier für diesen Song beschrieben und versucht habe in Worte zu fassen, ist exemplarisch und findet auch in den anderen Songs statt. Immer anders, aber dennoch ist das Album eine Einheit und als solches zu hören. Zu hören ist Jules Maxwell zur Zeit auch Live. Er tourt mit Dead Can Dance. Termine findet ihr hier. Doch kommen wir zur zweiten LP, die sich im Gatefoldcover befindet. Hierbei handelt es sich um die, digital schon im März vergangenen Jahres erschienene LP „Nocturnes“. Jetzt auf Vinyl sind „Nocturnes“ und „Cycles“ vereint und auch musikalisch bilden sie eine Einheit. Eventuell ist „Nocturnes“ stellenweise ein wenig verspielter, zum Beispiel in „April 1964“ oder auch „Virgin Territory“ wird im Laufe des Songs verspielter. Grundsätzlich wird aber die Stimmung, die Jules Maxwell auf „Nocturnes“ kreiert hat, in „Cycles“ aufgenommen und intensiviert. Und wer jetzt bei den Stichwörtern meditativ und ruhig denkt, es wäre sicherlich nicht so seine*ihre Musik, dem*der empfehle ich mal reinzuhören. Denn die Platte berührt, egal ob man jetzt vorwiegend Progressiv Rock, Metal oder Radio-Pop hört. Wer’s nicht glaubt, spule nochmal zurück zum zweiten Absatz, oder hört halt mal rein. Erschienen ist das Vinyl auf dem Label Ghost Palace und liegt mir als Testpressung in schwarzem Vinyl vor. [Vinyl Keks]
€26.50
Hab keine Angst, hab keine Angst, ich bin Deine Angst

Hab keine Angst, hab keine Angst, ich bin Deine Angst

Format: do-LP Year: 2021
STANDARD 2LP VINYL EDITION - LIMITIERT "Geboren 1970 in Tokio, verbrachte Jonathan Meese seine frühe Kindheit in Japan, und kam mit drei Jahren 1973 gemeinsam mit seiner Mutter zurück nach Deutschland. Als Kind sprach er nur japanisch und englisch. 1995-1998 Studium an der HfbK in Hamburg, 1998 Durchbruch als bildender Künstler auf der Berlin Biennale. In seinen Gemälden, Performances und Aktionen thematisiert Meese immer wieder die Rolle Deutschlands und deutsche Mythen. Eine ursprünglich beauftragte Meese-Inszenierung des Parsifal 2016 in Bayreuth wurde 2014 wegen angeblicher Unfinanzierbarkeit gekündigt. Der Münchener Techno- und House-Produzent Hell ist seit zwei Jahrzehnten ein Bewunderer Meeses. Als Hell vor zwei Jahren bei Jonathan Meese anfragte, ob dieser das Cover für Hells neues, kürzlich erschienenes Album House Music Box gestalten wolle, sagte dieser sofort zu. Die Wertschätzung entpuppte sich als gegenseitig. Man verabredete eine experimentelle Studiosession, um auszuloten, ob die polarisierenden Sprachperformances von Jonathan Meese in Verbindung mit Musik von Hell eine eigene Qualität entwickeln würden. 2019 nahmen Hell und Meese zum ersten Mal gemeinsam auf. Meese steuerte Textideen auf Papier bei, Hell hatte Instrumentals vorbereitet, die sowohl Hells stilistische Interessen, als auch Meeses musikalische Vorbilder - von DAF über Sisters of Mercy bis hin zu Kraftwerk - berücksichtigten. Hell: Mir wurde in vielen gemeinsamen Gesprächen klar, wie musikaffin er eigentlich ist und wie viel unterschiedliche Musik er kennt. Und vor allem: Wie sehr die Musik ihm auch in seiner Kunst als Inspirationsquelle dient. Die Sessions - insgesamt drei, davon zwei gemeinsam mit Meeses 91-jähriger Mutter Brigitte - fanden im Trixx-Studio am Berliner Moritzplatz statt. Meese assoziierte Freestyle über Beats und Loops von Hell. Hell: Ich bewundere Jonathan Meese nicht zuletzt als performativen Künstler - und gerade auch seinen stimmlichen Vortrag. Im Studio sang, sprach oder flüsterte er dann seine improvisierten Texte über die Tracks, die ich vorbereitet hatte. https://meesexhell.bandcamp.com
€25.00
Hab keine Angst, hab keine Angst, ich bin Deine Angst  (special edition)

Hab keine Angst, hab keine Angst, ich bin Deine Angst (special edition)

Format: do-LP & BOOK Year: 2021
Limitiertes Hardcoverbook + 2 LP + 24-Seiten Künstlerbuch und Poster! Geboren 1970 in Tokio, verbrachte Jonathan Meese seine frühe Kindheit in Japan, und kam mit drei Jahren 1973 gemeinsam mit seiner Mutter zurück nach Deutschland. Als Kind sprach er nur japanisch und englisch. 1995-1998 Studium an der HfbK in Hamburg, 1998 Durchbruch als bildender Künstler auf der Berlin Biennale. In seinen Gemälden, Performances und Aktionen thematisiert Meese immer wieder die Rolle Deutschlands und deutsche Mythen. Eine ursprünglich beauftragte Meese-Inszenierung des "Parsifal" 2016 in Bayreuth wurde 2014 wegen angeblicher Unfinanzierbarkeit gekündigt. Der Münchener Techno- und House-Produzent Hell ist seit zwei Jahrzehnten ein Bewunderer Meeses. Als Hell vor zwei Jahren bei Jonathan Meese anfragte, ob dieser das Cover für Hells neues, kürzlich erschienenes Album "House Music Box" gestalten wolle, sagte dieser sofort zu. Die Wertschätzung entpuppte sich als gegenseitig. Man verabredete eine experimentelle Studiosession, um auszuloten, ob die polarisierenden Sprachperformances von Jonathan Meese in Verbindung mit Musik von Hell eine eigene Qualität entwickeln würden. 2019 nahmen Hell und Meese zum ersten Mal gemeinsam auf. Meese steuerte Textideen auf Papier bei, Hell hatte Instrumentals vorbereitet, die sowohl Hells stilistische Interessen, als auch Meeses musikalische Vorbilder - von DAF über Sisters of Mercy bis hin zu Kraftwerk - berücksichtigten. Hell: "Mir wurde in vielen gemeinsamen Gesprächen klar, wie musikaffin er eigentlich ist und wie viel unterschiedliche Musik er kennt. Und vor allem: Wie sehr die Musik ihm auch in seiner Kunst als Inspirationsquelle dient." Die Sessions - insgesamt drei, davon zwei gemeinsam mit Meeses 91-jähriger Mutter Brigitte - fanden im Trixx-Studio am Berliner Moritzplatz statt. Meese assoziierte Freestyle über Beats und Loops von Hell. Hell: "Ich bewundere Jonathan Meese nicht zuletzt als performativen Künstler - und gerade auch seinen stimmlichen Vortrag. Im Studio sang, sprach oder flüsterte er dann seine improvisierten Texte über die Tracks, die ich vorbereitet hatte."
€40.00

Nova Lux

Format: LP Year: 2006
Solo-Album des ISIS-Gitarristen M. GALLAGER auf dem neuen Berliner Label VIVA HATE, dies ist die lim. Vinyl-Version der bereits auf NEUROT erschienenen CD ! Wenn man MGR zuhört, weiss man wer für die melancholischen Stimmungen bei ISIS zuständig ist. Sehr reduzierte, rein instrumentelle Gitarren-Klänge, die unglaubliche Einsamkeit & Trauer ausstrahlen.... „MUSTARD GAS AND ROSES (kurz MGR) ist das Solo Projekt von ISIS Gitarrist Mike Gallagher, der sich durch den Bandnamen auf Kurt Vonneguts semiautobiographischen Roman ,Slaughterhouse Five" bezieht. Das Album umfasst fünf unbetitelte Stücke mit einer Spielzeit von 52 Minuten. Gallagher wurde bei Track#1 von Greg Burns (RED SPAROWES) am Pedal Steel und bei Track 4 von Octopus (DÄLEK) durch dessen geniale Sampletüftelei unterstützt. ,Nova Lux" schifft sich, nicht untypisch für Neurot, durch eher ruhige Ambient-Post-Rock Gewässer und steht dabei ISIS sehr nahe. Gallagher generiert majestätische Atmosphäre mit telekinetischer Kraft, die auf Gitarrenarbeit basierenden Songs lassen in Verbindung mit Homerecording-Electronica Landschaften erwachsen, die deutlich greifbar auftauchen und sich dann doch wieder in unscharfer Formlosigkeit verlieren...“ [Cargo] "...Okay we blew it. We did. We let this MGR record slip right under our radar. And we regret it. We do. As we've said before, the only thing better than discovering some new record that totally kicks your ass, is discovering some record you ignored or missed for some reason, only to have your ass kicked retroactively. Such is the case with MGR. And to prove just how sorry we are, not only are we listing this disc (a few months late) but we also got a super limited cd-r direct from the band reviewed elsewhere on this list. Not sure why we didn't give this a listen when it first came out, our defense, as flimsy as it may seem, is that we thought MGR was the abbreviation for manager, so we just sort of figured, that was kind of a dumb name so why bother. MGR actually stands for Mustard Gas And Roses and is the work of one M. Gallagher from postrock metal heavyweights Isis, and is actually quite amazing. Imagine Isis with all the bombast stripped away, all traces of metal removed, leaving only sinewy minor key guitars to drift over vast expanses of droning shimmer, skeletal but incredibly lush. Dark, moody, melancholy soundscapes, the background a warm swirl of sound, guitars drifting in the fuzzy haze above, unfurling gorgeously melancholic melodies, while all around huge swaths of sound shimmer and shift. There's some lap steel, but it's just another gauzy layer of sound, there are beats here and there, but those already minimal rhythms are processed into indistinct throbs and minimal shuffles and buried way down in the murk, making those tracks sound like some sort of post rock Gas. So good." [Aquarius Records]
€15.00
The impossible Humane

The impossible Humane

Format: LP Year: 2014
"Limitiertes Vinyl-Reissue des einzigen Albums der Industrial-Kultband. Aufgenommen in den Jahren 1984 bis 1986 ist "The Impossible Humane" das einzige Album von Mixed Band Philanthropist, einem Nebenprojekt der The New Blockaders. Ursprünglich war die Platte 1987 auf dem deutschen Label Selektion erschienen und ist natürlich längst ein begehrtes Sammlerstück. Das Label Staubgold macht dieses Juwel aus Industrial und Musique concrete in einer Kleinauflage wieder erhältlich. Das Reissue enthält zwei Bonustracks, die der 7-Zoll-Single "The Man Who Mistook A Real Woman For His Muse And Acted Accordingly" entnommen wurden. Am Album war das Who’s who der damaligen Industrial-Szene beteiligt, u. a. Nurse With Wound, Organum, Andrew Chalk, The New Blockaders, Etant Donnes, H.N.A.S., P16.D4, Asmus Tietchens, Controlled Bleeding, Smegma und Merzbow. "A totally great listening experience", meinte das Magazin "The Wire". Die Vinyl-only-Produktion ist auf 400 Platten limitiert." [label info] www.staubgold.com "Recorded from 1984 to 1986, "The Impossible Humane" is the sole album by The New Blockaders side project Mixed Band Philanthropist. Originally released on the German Selektion label in 1987 and impossible to find nowadays, Staubgold makes this rare gem of Industrial goes Musique Concrete available again in a strictly limited edition of 400 copies. Furthermore the reissue contains two bonus tracks taken from the 7" single "The Man Who Mistook A Real Woman For His Muse And Acted Accordingly". The album is assembled of exclusive source material by the who's who of the Industrial music scene of the time, including contributions by Nurse With Wound, Organum, Andrew Chalk, The New Blockaders, Etant Donnes, H.N.A.S., P16.D4, Asmus Tietchens, Controlled Bleeding, Smegma, Merzbow and many more. "A classic chunk of destroyed musique concrete. Assembled from a variety of musical and spoken sources, this is a nonstop barrage of genius. Filled with headsnapping changes, sexual innuendo and general confusion, it's a totally great listening experience," said The Wire magazine. Idwal Fisher wrote: "This car crash tape collage still stands today as one of the best examples of the genre. Its perpetual barrage of split-second samples are a dizzying mess of '60's Pop songs, scrapes, industrial whirr, uncategorizeable racket, ghostly voices, electronic beebles and burrs, sped-up records, tape whizz, machine rumble, snatches of Reggae, bucket damage, kazoo farts, Disco spots and about three-thousand or more (I'm guessing) other samples that really shouldn't work but, by some slight of hand or genius, actually do. On paper snatches of steel bands shouldn't be found on the same side of tape as Geordie MCs, Michael Jackson, pneumatic drills, early Merzbow and '50's Doo Wop but here they are and it works. Totally. Then comes the added bonus of being able to listen to this to the point of ad nauseam, mainly due to the fact that there are so few reference points that every listen brings something new." [label info]
€16.00

Skin Turns to Glass

Format: CD Year: 2008
So ziemlich alles was NADJA in ihre Frühphase jemals herausgebracht haben, wird dieser Tage wiederveröffentlicht, so auch SKIN TURNS TO GLASS; die drei Stücke erschienen 2003 als CDR auf Nothingness Records und präsentiere NADJAs unnachahmlichen "Ambient Metal"-Sound, vom emotionalen Charakter her betrachtet sind das Drone-Stücke mit Hang zum Unendlichen und Dunkel-Kosmischen, als stilistische Mittel werden Metal-Elemente benutzt.. Als besonderes Schmankerl gibt es hier noch einen wunderbaren vierten, unbetitelten Track (fast 30 min lang), der NADJA von ihrer ambient-experimentellen Seite zeigt, mit endlosen Wellen von an- und abschwellenden Soundflächen...... "Dirge-like metal riffs & heavy, minimal percussion w/ ethereal melodicism & something of a shoegazer asthetic, creating a swirling amorphous wall of sound that strives to be both obliterating & uplifting. 3 tracks with a running time of 80 minutes." [label info] "....So why buy this one? Or the two forthcoming releases? Or the 30 or 40 past releases? Well, if you're like us, we can't get enough of the sound of Nadja. And like we mentioned above, we HAVE figured out a way to make this sound go on forever. Each record, takes the dense blissed out buzz, the lurching doomic trudge, the gloriously effulgent majesty of Nadja, and stretches it out just a little bit further. Each time adding something crucial that wasn't there before. On Skin Turns to Glass, the songs are evenmore meditative and repetitive, looped endlessly, the riffs churning mantra-like, a buzzing slow motion hynorock, separated by spaced out stretches of glimmering ambience, and deep cavernous drones. Every Nadja record we're tempted to declare it the best yet, but we'd bet you if we went back to one of the first releases, we'd immediately think that it was in fact the best one. Such is the magic of Nadja, the sound they've created, the soundworld, each piece is as important as any other, the sound wouldn't be complete, in fact can naver be truly complete, until there are no more records, no more songs, no more pieces to add to the ever expanding puzzle. Hopefully that will never happen. Includes an unlisted bonus track, nearly thirty minutes of shimmering doomic minimalism, droning dark bliss, that explodes in the last minute or so, in a flurry of incendiary white noise, a drum damaged blown out psychguitar metallic meltdown, that ends quite abruptly, leaving us to wait patiently for the next movement, coming soon..." [Aquarius Records review] label-website: www.theendrecords.com
€12.00

Oppressfield

Format: CD Year: 2017
"Ebenfalls mit Sielwolf sind Nam Khar vor etwa zwei Jahren mit „Atavist Craft“ an meinem akustischen Horizont erschienen, an dem sie sich auch mit der Kollaboration mit „Alone in the Hollow Garden“ problemlos halten konnten und an dem sie nun mit „Oppressfield“ erneut erklingen. Mit „Platinum insert“ beginnt das Album zunächst sehr leise, doch etwa in der zweiten Hälfte des Track drängt sich der unbarmherzige Maschinenrhythmus, der zunächst wie entfernt zu hören war, in den Vordergrund, bis er gegen Ende wieder verebbt. Die nun folgenden „Cron tabs“ erinnern mich an einen Dialog zweier Maschinen über eine Klangebene hinweg, die voller elektrischer Spannung zu sein scheint und stellenweise nach den grandiosen „Elph“ klingt. Etwas mehr als sechs Minuten sorgen hier abwechslungsreiche Sounds dafür, dass keine Langeweile, sondern vielmehr fantastische Bilder vor dem vielbeschworenen Auge aufkommen. Der Titeltrack des Albums beginnt wieder leiser und erneut kommt es einen so vor, als geschehe etwas in der Entfernung und womöglich in einer Art Nebel. Dann schneidet sich ein irgendwie ‘nagelnder’, recht schneller Rhythmus durch das Ganze: Weiterhin erklingen klagende (?) Töne in der Entfernung, doch – meditative (?) – Ruhe kann sich beim Hörer hier nur einstellen, wenn er die komplexen werdenden und immer noisigeren Geräusche integrieren kann. Auch diese indes verklingen und der Hörer wird in in die „Failed states“ entlassen: Hier schlagen harte Töne durch eine rauschende, wehende Hintergrundfläche und ich meine sogar, gegen Ende etwas wie Schreie zu hören. Der Titel tut ein Übriges, angenehme wie beunruhigende (Klang-)Landschaften zu evozieren. Der sich langsam entwickelnde und längste Track „Crypt trap“ führt diese Atmosphäre gewissermaßen fort: Es gibt zunächst genug Stille, um auch die leisen Töne zu hören, doch wird man auch immer wieder mit Maschinenklängen konfrontiert: Rituale? Attacken? Irgendetwas scheint sich auch bei „Exorial“ durch eine dystopische Landschaft zu bewegen, Genaueres mag sich jeder selbst vorstellen oder sich auch ganz auf die Musik einlassen. Dazu fordert einen Sielwolf & Nam Khar hier immer wieder auf: Quasi mitzugestalten, wenn sich die Stücke zusammensetzen, hinzuhören, versuchen zu verstehen und sich sicher auch immer wieder auf seine Assoziationen zu verlassen. Kein „easy“, sondern irgendwie „analytical“ listening, dabei nicht nur „oppressive“, sondern „impressive“ und daher Freunden des nicht einlullenden, sondern ansprechenden und aufweckenden „(Industrial) Ambient“ zu empfehlen." [Flake777, Black Mag]
€12.00
YPGPN (A young Person's Guide to Phill Niblock)

YPGPN (A young Person's Guide to Phill Niblock)

Format: do-CD Year: 2002
Wiederveröffentlichung der do-CD, die 1995 auf Blast First erschien und Material des Drone-Meisters von 1978-1994 versammelte. "YPGPN (Young Person's Guide to Phill Niblock) is the long-awaited re-release of a 2 CD-set that was a joint production by the UK based Blast First label and The Wire magazine in 1995. It includes the following works: Held Tones (1982-94) Barbara Held, flute; Didjeridoos and Don'ts (1992) Ulrich Krieger, didjeridu; Ten Auras (1994) Ulrich Krieger, tenor saxophone; Ten Auras Live (1994) Ulrich Krieger, tenor saxophone; A Trombone Piece (1978-94) James Fulkerson, trombone; A Third Trombone (1979-94) Jon English, trombone; Unmentionable Piece for Trombone and Sousaphone (1982-94) George Lewis, trombone and sousaphone. Phill Niblock and his music have been with us now for quite some time. In 1972 he guided an audience that had come to the New York venue the Kitchen for a concert of his compositions, to his loft... Now, some thirty years later, Niblock's work continues to draw new audiences. What is extraordinary about this, is that the principles of his music have not changed much over the years; that with the long timespan covered by each piece and the sparseness of the musical material and its elaboration, one could be forgiven to think that it is at odds with contemporary hasty tastes. In fact, just because of that, it has the power to draw attention to itself. The apparently immobile string of tones that is basic to his compositions, has a singular mesmerizing quality." [Rene van Peer] www.xirecords.org
€18.00
Play Wooden Child

Play Wooden Child

Format: LP Year: 2019
NODDING GOD were formed 666 years ago by Andrew Liles, David Tibet, and The UnderAge Shaitan-Boy in a Boys-Only preparatory boarding school in Babylon, since shut down by unfortunate events that took place there, in the night, in the dark. Their first album, WOODEN CHILD, is released on House Of Mythology in May 2019. Sung 93% in Akkadian by David, who has studied this language for many years, this New Baby God Who Nods - a Nodding God, a Godding Nod - WOODEN CHILD is powered by Stars and Cuneiform and Pop and Drop and One Thousand Liles In One Thousand Axes. Nodding God’s Virgin Boards Appearance will be at the Islington Assembly Hall on Saturday May 11, where they will PLAY WOODEN CHILD in its entirety; the event is presented by Old Empire & Born Again Concerts, in association with Mythology. Joining Andrew and David on the boards will be Reinier van Houdt and Michael J. York on Analogue Synthesisers and Drone Planks and Organ Lords, with FluorescentFilms by Davide Pepe and Lasers by Rob of StanWaxLasers. The UnderAge Shaitan-Boy is, unfortunately, under Police Curfew and will be unable to attend this time, despite legal representations to the authorities to allow him to appear. https://www.youtube.com/watch?v=62KVH4bEe8k "Die meisten der in den letzten Jahren entstandenen Projekte David Tibets außerhalb von Current 93 – die Zusammenarbeit mit ZU als ZU93 auf dem kammermusikalischen „Mirror Emperor“, das opulenter instrumentierte mit Youth aufgenommene „Create Christ, The Sailor Boy“-Album (beide Alben erschienen ebenfalls auf House of Mythology) oder die Hommage an John Balance zusammen mit James Blackshaw – waren musikalisch sicher nicht so weit von Current 93-Arbeiten entfernt. Anders dagegen verhält es sich bei dem aus Tibet, Andrew Liles und dem anonymen „Shaitan Boy“ (ein anderer Otto Avery?) als Nodding God eingespielten Album – ein Projektname, der auf eine von Tibets frühe(re)n Obsessionen verweist. Schon die Ästhetik macht deutlich, dass die Stimmung eine andere ist: Pazuzu(s) als Springteufel vor pinkem Hintergrund und die Darstellung der drei Beteiligten als Cartoonfiguren. Das spiegelt sich auch in der komplett elektronischen Musik wider. Wie soll man das nennen, was man auf den sieben Tracks hören kann? Retrofuturismus? Progressive auf einem C64 komponiert? Auf dem Opener „Trapezoid Haunting“ hört man Tibets elektronisch verfremdete Stimme, die aus Ištars Gang in die Unterwelt vorträgt (der akkadischen Version der sumerischen Göttin Innana). Dazu erklingen repetetive Synthpassagen, Arpeggios und auch die folgenden sechs Tracks sind ähnlich ausgerichtet. „Natron Skipping Rope“ lässt an Jahrmarktsmusik denken, man hört Lasershots. Auf „Xanthosis Sabbat Clock“ kann man inmitten des Akkadischen englische Wörter erahnen (“quicksilver”, “Mercury”). „Salamander Candy“ wird zwischendurch von seltsamen Schreien durchzogen. Bei aller Verspieltheit haftet manchen der Tracks allerdings durchaus ein Moment des Unheimlichen an, was auch, aber nicht alleinig, an der durch die Bearbeitung so nichtmenschlich klingenden Stimme liegen mag. Sucht man im umfangreichen Werk Tibets nach (muikalischen) Referenzen, so kommt einem vielleicht noch am ehesten entfernt der „Love Dance Of The Nodding Folk“ in den Sinn, aber letztlich wird auf “Play Wooden Child” eine ganz eigene Welt entworfen. Tibets Arbeiten waren/sind häufig geprägt von einem Kontrast(ieren) von Erhabenem und Profanem: Zum 5-Uhr-Tee erscheint Pazuzu an der Tür. Der Gegensatz zwischen der ausgestorbenem akkadischen Sprache, von der auch Linguisten nicht genau sagen können, wie sie ausgesprochen wurde, und der pinken Ästhetik und der Musik könnte wahrscheinlich nicht größer sein. In einem anlässlich der Veröffentlichung gemachten Interview fasst es Andrew Liles vielleicht auch ganz gut zusammen: “For me Akkadian just sounds great, otherworldly, something Christopher Lee would recite at some nefarious ritual in a Hammer movie. High camp or high art – it’s all interchangeable for me.” Wer das Album direkt beim Label bestellt hat, bekommt eine Zwei-Track-CD, auf der neben der Albumversion von “Calcination Totem Station” noch ein Remix des Tracks namens “In A Foreign LandScape” zu finden ist. Diese etwas dunklere Version wurde für den Soundtrack von “In A Foreign Town” komponiert, einem 11-minütigen Kurzfilm, der eventuell zu einer auf Kurzgeschichten Thomas Ligottis basierenden Anthologieserie ausgeweitet wird." [Michael Göttert / African Paper]
€29.50

Memory of A

Format: mCD-R Year: 2009
Ungefähr zur gleichen Zeit wie die SUHINA 10" in unserer SUBSTANTIA INNOMINATA-Reihe erschien diese mini-CDR bei TAALEM. Enthalten ist ein ca. 21minütiger one-tracker mit röhrenden, fast mechanischen Drones, die er auf einem "tubular zylophone" einspielt; die Statik des Beginns ist aber nur eine scheinbare, wenn sehr schön schwingende metallische Obertöne dazukommen, wallende organ-drones und sich fast auflösende rauschender Regenklänge... ein sehr feines Stück!! "Micheal Northam travels a lot and presents here a work that was recorded in India in december 2007, with his microtuned tubular zylophone along with winter rain. Its unclear what (or if at all) he has done with the recordings, but its a pretty neat work. Maybe a bit more rougher than usual, but the various shifting tones of the metallic object he is playing, along with the processed field recordings make this a slow yet always evolving piece of work. A classic Northam piece of drone like acoustic sounds and field recordings. " [FdW / Vital Weekly] "artwork: delphine ancelle-b. based on cassette recordings on a microtuned tubular zylophone while under an unusual winter rain at the adishakti center, vazhakulam, pondicherry, india (december 2007). mixed at the hobbit hole, kreuzberg, berlin (july/aug 2008. michael northam could be considered as much as a sound artist as a world traveller... his work is the continuation of more than fifteen years of visiting, working with and learning from over ninety artists (jgrzinich, yannick dauby, loren chasse, martin franklin, francisco lopez or hitoshi kojo/spiracle to name a few) over fifty locations in twenty-five countries! a perfect example is this piece recorded in india then mixed in germany, probably rawer and rougher than some of his other works..." [label info] www.taalem.com
€5.00
Sans Fin

Sans Fin

Format: LP Year: 2012
"NOSTALGIE ETERNELLE (,ewige Sehnsucht") (NE) wurde im Oktober 1986 von Stefan Heinze und Dieter Mauson in Leer / Ostfriesland gegründet. Dieter hatte zuvor in diversen NoWave und PostPunk-Bands Bass gespielt. Stefan hatte schon über längere Zeit Elektronikmusik gemacht und seit 1982 einige Tapes in geringen Auflagen veröffentlicht. In der ersten Zeit spielte NE vor allem auf diversen Festivals in Ostfriesland. 1987 begann die Band erste Aufnahmen im ,Heimstudio' zu machen, die dann auf Cassettensamplern zuerst in Deutschland, dann in ganz Europa und später in Japan und den USA veröffentlicht wurden. Verbreitet durch Fanzines, Flyer und Briefe bestand in den 80ern eine riesige internationale Cassettenszene. NE wurde ein Teil von ihr. Viele Freundschaften entstanden, die teilweise bis heute bestehen. Die Szene veranstaltete Festivals - vor allem in den Niederlanden und Belgien. Im Sommer 1991 verlies Dieter Mainz und kehrte in den Norden zurück. Er zog nach Hamburg und gründete dort eine Familie. Zunächst glaubten Stefan und Dieter über die Distanz mit NE weitermachen zu können. Es entstand ein letztes Tape (COURAGE AND DESPAIR) das einzige Studiosolotape. Danach stellte NE seine Aktivitäten ein, doch die Freundschaft zwischen Stefan und Dieter blieb. Über die Jahre redeten Inox und Dieter immer von einem Neuanfang von NE. Und 2009 trafen sich die beiden, 18 Jahre nach ihrer letzten Aufnahmesession, wieder im Studio von INOX in Wespbaden. Die ersten neuen Stücke entstanden. Im Januar und Februar 2011 wurde weiteres Material im neuen Heimstudio von Dieter in Hamburg-Altona aufgenommen. In diesen Sessions in 2009 und 2011 entstanden die Stücke für das Vinylalbum SANS FIN (,ohne Ende"), dass nun - im Januar 2012 - auf HAFENSCHLAMMREKORDS in Hamburg erschienen ist. Im Juni 2011 war bereits NE-Archive-Material auf einer Vinyl-EP auf dem belgischen Label EE-Tapes, sowie auf einer CD mit dem Namen NOTRE DEBUT auf FINAL MUZIK in Italien erschienen. Ein weiteres Doppelalbum mit Musik von 1988 bis 1991 ist auf dem französischen Label INFRASTITION in Arbeit. NOSTALGIE ETERNELLE is back!" [label info]
€14.00
Entropy

Entropy

Format: CD Year: 2009
Wiederveröffentlichung des ersten ONODERA-Albums von 2005 (als CDR erschienen auf seinem eigenen kleinen Label), zu dem wir vermerkten: "A new project from Tokyo with minimal “concrete” & drone-compositions....extremely nice & dense......hyper-subtle stuff.... ..derived from field recordings, guitar-sounds, electronics. Definitely Recommended ! 10tracks/total time 47m11s." "A new label from Japan, this Trumn and the presentation is nice: sturdy card stock, like a small folder. The first one is by Yui Onodera, no stranger in the land of the weekly (see for instance the weeklies 590, 608 and 611), with his carefully constructed sonic silence. He uses field recordings, electric guitars and computer processing for his music - lots of computer processing. The result is a work in ten parts, all untitled, all flowing right into eachother. Each is a block by itself - static without many moving around and each has a similar built up, fade in, fade in and stays where it is, so small gaps of silence appear between the songs, but essentially, I think, its a one unified work. Highly microsound, and nothing new as such in that particular line of music, but Onodera does things pretty well, I think. 'Entropy', in all its silence-ness is a great work." [FdW / Vital Weekly] www.trumn.com
€13.00
Quietude

Quietude

Format: CD Year: 2023
"Organum Electronics ‘Quietude’ is another intense aural experience. A dense work, consisting of buzzing washes of electronic sounds, reminiscent of the very first Organum recordings. In common with other recent works, the piece uses a carefully chosen set of sound sources, overlaid and structured to form a tapestry of shifting textures. Recorded in 2021 and edited by Alan Jones at RMS Studios South London, the CD comes in a 4-panel Digisleeve with graphic artwork by Jonathan Coleclough. UK-based composer and visual artist David Jackman began his career in the late 1960s in the experimental group Scratch Orchestra, co-founded by Cornelius Cardew. He started recording solo work in the late 1970s, mostly on self-released cassettes in very small numbers. In the early 1980s he established his main project, Organum, which evolved into a new version under the name Organum Electronics in 2019. Five OE albums have been released by Japanese imprint Siren Records. ‘Quietude’ (DS128) is the first OE release on Die Stadt.. This is the second of seven albums scheduled for release on Die Stadt up until the end of 2024. As well as several albums under the OE moniker these will include works under David Jackman’s own name." [press release] "David Jackman sprach einmal bzgl. seiner sogenanten „Holy“-Trilogie davon, diese Arbeiten seien geprägt von „a lot of repetition; more accurately, near repetition. It is a quality which I find most elegant.“ Dieses Motiv der (Fast-)Wiederholung zeigte sich auch auf Alben wie dem 2018 erscheinenen Organum-Album „Raven“ oder auf den unter eigenem Namen erschienenen Alben „Herbstsonne“ und „Silence In That Time“. Die dort zu hörenden verhallenden Klavierakkorde, manchmal mit Glockenläuten, Orgeldrones oder dem Krähen von Vögeln, waren eine fast schon zirkuläre, vielleicht auch meditative Musik. Dann erschien plötzlich mit Organum Electronics 2019 ein Album, das dieses Zurückhaltende, Meditative rabiat beendete. Über den Nachfolger „Stilness“ aus dem Jahr 2020 konnte man hier lesen: „Frühere Organumaufnahmen (z.B. die auf L.A.Y.L.A.H.) waren geprägt von einer Unruhe, die neuen Aufnahmen sind auf gewisse Weise etwas statischer, ganz so, als wolle Jackman seine eigene Interpretation von Wall Noise spielen. Auf 35 Minuten wird der Hörende von einem massiven Drone umgeben.“ Hier klang Jackman plötzlich wieder, wenn auch unter „elektronischer“ Fokussierung, so „noisy“, wie auf seinen frühe(re)n Aufnahmen. Nach insgesamt fünf Alben unter diesem Projektnamen auf Siren Records kündigte Die Stadt aus Bremen vor einiger Zeit eine umfangreiche Reihe mit weiteren Veröffentlichungen an: Im Abstand von drei bis vier Monaten werden bis 2024/2025 insgesamt sieben Jackman/Organum-Alben (von denen zwei Doppel-CDs sind) veröffentlicht werden. Gerade erschienen sind die ersten zwei Alben dieser Reihe: Die Tradition der (manchmal kurios geschriebenen) Einworttitel fortführend, sind „Quietude“ und „Darcknes“ – natürlich, möchte man sagen – von Ästhetik wie auch vom Klang sehr eng miteinander verbunden: Auf „Quietude“ gibt es einen langen Track (hier 40 Minuten lang), der den Hörer unter sich zu begraben droht (ganz im Gegensatz zu der im Titel angesprochenen „Ruhe“). Es gibt immer wieder leichte (Ver-)Änderungen, kaum wahrnehmbare Verschiebungen in der Textur, so dass diese Lärmwand – das Label spricht nicht unzutreffend von „buzzing washes of electronic sounds“ – sich durchaus (ver-)ändert. Was im Gegensatz zu den fünf vorhergegangenen Alben auffällt, ist, dass tatsächliche neue (bzw. alte) Elemente hinzukommen. Plötzlich tauchen auf „Quietude“ nämlich inmitten des Surrens und Dröhnens Glocken auf, die auf früheren Aufnahmen zu finden waren. Das gleichzeitig veröffentlichte Album „Darcknes“ besteht aus einem 48 Minuten langen Track, auf dem neben dem Läuten von Glocken auch noch das Krähen von Raben zu hören ist. Es ist mit Hinblick auf David Jackmans Zurückhaltung hinsichtlich öffentlicher Äußerungen letztlich müßig, herauszulesen zu wollen, was seine Konzeption hinter diesen Aufnahmen ist, aber letztlich spielt das auch keine Rolle, schließlich sagte er selbst einmal vor vielen Jahren in einem Interview mit Paul Lemos: “Really, there’s no mystery to the music; I just make it because I want those sounds to exist. There’s no other reason.” Ich habe in einer früheren Besprechung von Jackmans Arbeit einmal – in Anlehnung an eine Studie zum literarischen Expressionismus, in der u.a. die Prosa Benns dieses Attribut bekam – diese als “absolut” bezeichnet. Man kann gespannt sein, was die nächsten Veröffentlichungen bringen werden." [MG / African Paper] "It's never easy to review music by David Jackman, not work under his own name, or work as Organum, or as it is these days, Organum Electronics. He used the latter on five releases by Siren Records, and when they announced the fifth would be the last, I assumed (for no particular reason) that would be the end of that name. Maybe because Die Stadts hasn't been too active with new releases, I didn't realise they could release more work, as basically it's the other go-to place for Jackman to release his music. They announced a series of seven works by Jackman, and their announcement didn't say whether they'll all be by Organum Electronics. The first two are. I didn't return to the five previous albums, partly out of the usual lack of time and maybe because I thought of this as making a fresh start. Listening to these two new releases, I remember what the previous ones sounded like. Here also comes what I find 'difficult' about reviewing Jackman's work, and that's a lot of it is very similar, but then, if you see the cover, four panels with the band name and the title, and nothing else, you know the man likes repetition. And yet, most curious indeed, one is never too sure if the repeat is a one-on-one copy or a slight variation thereof. These two works may sound the same, but they aren't. In 'Darckness', some field recordings pop up, church bells, among the dense mass of electronic sound, whereas 'Quietude' seems all electronic throughout. Both seem to have been cut from more extensive work, ending quite abruptly. The overall sound design is quite similar in both pieces, and they share a general grimness about these works, as with many of his works. Think of this as being locked up in a factory, with sounds buzzing everywhere, and reminding me of the early harshness of Organum, sans electronics: dense, minimal and dark. Can I finish with 'another excellent work'? It's most likely I have used that before in connection with Jackman's work, and I will probably repeat that in the future." [FdW / Vital Weekly]
€15.00
Difference and Repetition - A Musical Evocation of GILLES DELEUZE

Difference and Repetition - A Musical Evocation of GILLES DELEUZE

Format: do-LP Year: 2021
"This new album (the tenth in their discography) was born from two ambitions: to pay tribute to Soft Machine's Third on form (4 sides / 4 titles) and to philosopher Gilles Deleuze (Difference and Repetition is the title of his thesis) on the contents. The 4 long pieces of this double concept album were developed over 2 years and each has a different style and climate. Bold and kaleidoscopic, Difference and Repetition perfectly synthesizes the musical and literary obsessions of Palo Alto. Palo Alto Formed in Paris in 1989, Palo Alto released his first album (a cassette) on the Italian label Old Europa Cafe in 1990. The year 2020 is therefore an opportunity to celebrate the 30th anniversary of this first stone, the founder of a discography rich with 10 albums. The band is now composed of Jacques Barbéri (also a science fiction author), Laurent Pernice (ex-member of the French industrial band Nox) and Philippe Perreaudin (also coordinator of several compilations and reissues: Legendary Pink Dots, Un Département, Nino Ferrer Revisited, Ptôse, Hardy Fox…). Literature, and particularly science fiction, is a leitmotiv in the band's work. Antoine Volodine, Thomas Pynchon, Philip K. Dick, Lewis Carroll or J. G. Ballard have been invoked many times. In recent years, Palo Alto has multiplied musical collaborations with, among others, The Residents, Ptôse, Klimperei, Tuxedomoon... From industrial music to inextricable electronic ramifications, by making a detour through improvisation, the musical universe of Palo Alto is multifaceted. Their new album is no exception to this rule… " https://subrosalabel.bandcamp.com/album/difference-and-repetition-a-musical-evocation-of-gilles-deleuze "Palo Alto aus Paris gibt es seit 1989 und mit "Le Clos" erschien 1990 ein erstes Album (auf Tonbandkassette), dem bisher ein gutes Dutzend weitere gefolgt sind. Das Projekt um Jacques Barbéri nennt als Einflussgeber Tuxedomoon, Art Zoyd, The Legendary Pink Dots, Coil, The Residents, Can und Cabaret Voltaire, und betätigt sich vornehmlich in experimentell-elektronischen Gefilden, verunreinigt seine Musik aber auch mit Punkig-Schrägem, New-Wave-Artigem oder Modern-Kammermusikalisch-Klassischem. Ich machte erstmals mit dem 1998 beim Musea-Unterlabel Gazul Records erschienenen Album "Transe Plan" Bekanntschaft mit der Formation, und auf jenem geht es auch weitestgehend elektronisch und experimentell zu. Zum 30sten hat man dann das wohl bisher ambitionierteste Projekt verwirklicht. Ein Doppelalbum hat man sich vorgenommen, von der Form her wie "Third" von Soft Machine, also mit vier seitenlangen Nummern, welches sich mit dem Werk des 1995 durch Selbstmord verstorbenen französischen Philosophen Gilles Deleuze befasst. Dazu hat man sich einige musikalische Gäste gesucht: Den von Deleuze beeinflussten SF-Schriftsteller Alain Damasio als Vorleser, Richard Pinhas, der einstmals bei Deleuze studiert hat, an der E-Gitarre, Thierry Zaboïtzeff am Cello und Rhys Chatham an der Trompete. Das fertige Werk wurde schließlich Ende 2020 vom Belgischen Label Sub Rosa als 2xLP oder CD veröffentlicht. Mit Soft Machine hat die Musik eher wenig gemein. Aber, es ging ja auch nur darum ein ähnlich ausladendes und gestaltetes Album zu veröffentlichen. Ein paar jazzig-rockige Spuren sind auf "Difference And Repetition - A Musical Evocation Of Gilles Deleuze" aber auch auszumachen. Ansonsten ist dies eine Art von elektronischer Musik, oft rhythmisch voran schreitend, bestimmt von programmierter Perkussion, vornehmlich aber dominiert von allerlei Synthesizererzeugnissen und bisweilen heftigst verfremdeten Saxophonklängen, in die je nach Stück weitere Blasinstrumente, Cello, Bass, E-Gitarre und Textrezitationen eingewoben wurden. Vor allem im dreiteiligen "Triptych" verliest Damasio Texte, einen eigenen bisher unveröffentlichten über Deleuzes Tod (der auch im Inneren des Digipacks abgedruckt ist), aus Deleuzes Buch "Capitalisme et Schizophrenie" (1980) und aus seinem Roman "Les Furtifs" (2019), durchaus engagiert und intensiv, ganz im Stile des "Concerto Delle Menti" von Pholas Dactylus. Man kann, auch wenn man den französischen Text kaum folgen kann, nur gebannt zuhören. Die restlichen Stücke sind vorwiegend instrumental gehalten, nur im einleitenden "The Tears of Nietzsche" wird kurz ein Text von Richard Pinhas’ verlesen (aus "Les Larmes de Nietzsche – Deleuze et la musique“, 2001), und sind recht stark von den jeweiligen Gastsolisten geprägt. Im eben genannten ersten Track ist Pinhas’ E-Gitarre klangbestimmend und die Nummer klingt dann über weite Strecken wie das recht typische Gitarrendröhnen, welches auch auf den Soloalben des Franzosen meist zu hören ist. Palo Alto, insbesondere Berberis Sax, sorgen aber für eigenen Charakter. In "Rhizom" knarzt Zaboitzeffs Cello erst bedächtig, dann immer wüster, eingebettet in eine hypnotisch dahin schreitende Space-Elektronik, in der das 'Tibetanische Horn' Barberis aber auch exotische Akzente setzt. Im abschließenden Titelstück ist dann Rhys Chatham tonangebend, allerdings nicht an der E-Gitarre, sondern mit einer heiser-krächzenden Trompete, übrigens oft begleitet von einem Damenchor (genannt 'Les Bottines'), der stellenweise fast für Zeuhl-Atmosphäre sorgt. Eine recht schwer zu kategorisierende Musik ist auf "Difference And Repetition - A Musical Evocation Of Gilles Deleuze" zu finden. Als dynamischen Avant/Kammerprog, dröhnenden E-Gitarren-Elektrorock, krautige Elektronik oder als pulsierendes Electronicagemenge könnte man das bezeichnen, oder als eine dichte Verschmelzung dieser Ingredienzien, angereichert mit allerlei freiem Klangbasteln. Das Ergebnis ist jedenfalls reichlich originell, intensiv, voluminös, packend und auf jeden Fall sehr progressiv. Ich denke einmal, dass Avantprog-Freaks bzw. Zaboitzeff- und/oder Pinhas-Fans, die zudem die weiter oben genannten Vorbilder (oder einige derselben) schätzen, von "Difference And Repetition" (übriges auch ein Buchtitel Deleuzes) begeistert sein sollten. Ein später Höhepunkt des Progjahres 2020!" [Babyblaue Seiten]
€20.00
Black Dawn

Black Dawn

Format: CD Year: 2017
"Ein in dichte, undurchdringliche Dunkelheit gehülltes Szenario, in welchem sich nur schemenhaft kleine Details zu erkennen geben. Erst mit der Zeit scheint sich das Dunkel etwas zu lichten, nach und nach geben sich immer mehr Gegenstände zu erkennen, die langsam aber merklich in Bewegung geraten. Und doch bleibt all dies so rätselhaft und unklar wie zuvor, und ganz auflösen wird sich das Dunkel ohnehin nicht. Was bleibt ist der Eidruck einer diffusen Bedrohung. So in etwa könnte man sich eine schwarze Morgendämmerung oder ein schwarzes Erwachen vorstellen. Phallus Dei haben für ihr neues Album einen wahrlich passenden Titel gewählt. Phallus Dei besteht als Projekt bereits seit Ende der 80er – damals noch als Solo-Projekt von Oliver St. Lingam, doch bald kamen andere Musiker hinzu, und seit langem bilden Lingam, Marc Ernsting und Richard Van Kruysdijk eine feste Band, die sich aber immer wieder Gassänger und andere Kollaborateure aus ganz unterschiedlichen Ecken ins Boot holt. Dies und ein wahrscheinlich ohnehin recht breit gefächertes Interesse an Musik sorgt bis heute dafür, dass die Gruppe ihren stilistischen Ort auf fast jedem Release immer wieder neu definiert hat, und so kann man auf Phallus Dei-Platten phasenweise rituellen Industrial, Ambient, Crossover oder, wie zuletzt bei „A Day in the Life of Brian Wilson“ melancholische Songs in teilweise akustischer Instrumentierung hören. In einer schwer zu definierenden düsteren Verschrobenheit findet man erst mit der Zeit ein vage verbindendes Element. Das vor kurzem wieder beim alten Stammlabel Dark Vinyl erschienene „Black Dawn“ wirkt von der musikalichen Gestalt her wie eine radikale Antithese zum besagten Vorgänger, denn während „A Day in the Life of Brian Wilson“ äußerst eingängig war und einen leichten, luftigen Sound hatte, findet sich auf dem aktuellen Longplayer die schwerste Dröhnung, die man von der Band bislang zu hören bekam. Gleich das eröffnende „Slewed“ besteht vordergründig betrachtet aus einer tonnenschweren, statischen Klangdecke von zähem, klebrigem Material. Assoziationen zu mittlerweile klassischen Sunn O)))-Alben oder deren Zusammenarbeit mit Boris liegen nahe, auch wenn man aus Distinktionsgründen sicher obskurere Vergleiche finden könnte. Doch Phallus Dei klingen elektrifizierter, schaffen ein meliertes Amalgam aus Gitarrendöhnen, Beckenrauschen und Elektronik. Am interessantesten jedoch sind die vielen Beigaben, die die vermeintliche Statik durcheinanderbringen und immer wieder für Dramatik sorgen: kurze, hektische Rhythmen, die so schnell von der Bildfläche verschwinden, wie sie erschienen sind, eine Schuttlawine aus bedrohlich heranrollenden Sounds, desolates, rituell angehauchtes Pochen, seltsame Hochtönereien. Ist „Slewed“ noch mehr „black“ als „dawn“, so ändert sich dies zumindest bei den nächsten beiden Tracks, bei denen sich die einzelnen Komponenten weit mehr an die Oberfläche wagen. Bei „Starman“ ist dies – nach einem längeren Vorlauf aus verrauschtem Pulsieren und hypnotischem Celloeinsatz – das Tenorsaxophon keines Geringeren als Peter Brötzmann, dessen Spiel perfekt mit dem Rest interagiert und zugleich für die emotional entfesseltsten Momente sogt. Das Cellospiel von Jacqueline Hamelink prägt auch das folgende „Zauberwald“, das mit seiner beklemmenden Atmosphäre fast einen Gegenpart bildet. Durchgehende Rhythmen und die einzigen Sprachfetzen auf dem Album geben diesem Stück vorübergehend die Klarheit eines luziden (Alb-)Traums. Das fast zwanzigminütige „Krieger“, das Phallus Dei wieder im Alleingang bestreiten, knüpft in seinem zähen Bombast an den Opener an. Würde das Album nach der ersten Hälfte des Songs enden, hinterließe es den Eindruck eines äußerst fatalistischen Zyklus, doch entrückt über der Dröhnung schwebende Synthies und das Hauchen einer sanften Stimme lassen schon ahnen, dass die doomige Schwere nur ein retardierendes Moment darstellt – eine Erwartung, die sich im kraftvollen Drumeinsatz erfüllt. „Stigmata“ (das auf der mir vorliegenden CD-Version enthalten ist, auf der 2LP-Version findet ich stattdessen der Track „Corpus“) sorgt mit dem tiefen, ornamentalen Saxophonspiel Niels van Hoorns und verspielter Elektronik für einen ereignisreichen Abschluss. Letzteres stammt aus der Ideenschmiede Merzbows, der dem Charakter des Stücks jedoch keinen derart individuellen Stempel aufdrückt wie die anderen Gastmusiker. „Black Dawn“ ist ein ungemein intensives Album, das garantiert ganz unterschiedliche Hörergruppen jenseits von Genregrenzen zu begeistern versteht, wenn es denn die entsprechende Verbreitung erfährt. Sanfte Gemüter, die beim Vorgängeralbum gerade die relativ leichte, stellenweise fast poppige Gestalt mochten, sollten sich diesen Brocken jedoch mit einer festen Grundlage im Magen zu Gemüte führen. (U.S.)" [African Paper]
€13.00
Mouthless

Mouthless

Format: LP Year: 2009
"... So hat FdW neuerdings mit Martin Luiten, der vorher mit Girlfriends aktiv war, einen neuen Partner für ein weiteres Projekt namens PICK-UP, von dem nun gleich zwei Tonträger Kunde geben. Das Debut Mouthless (imprec 123, LP) erschien bei Important Records in Newburyport, MA, einem Label, das mit seinem Faible für Psychedelic, Noise, Avantness und Orginalität Daniel Johnston, Jad Fair, Kimya Dawson, Diane Cluck, Merzbow, Acid Mothers Temple, Fe-Mail, Larsen, Angels Of Light, Kluster, Pauline Oliveros, Grails und Conrad Schnitzler zu Bettgenossen machte und auch schon einiges von Beequeen herausgebracht hat. Luiten spielt Gitarre & Electronics, so dass FdW, der diese Klänge, ein Fahey‘eskes Twanging und Picking, an seinen Laptop verfüttert, um gitarristische Loops und elektronische Drones mit zusätzlicher Modulation und Ornamentierung aufzumischen, quasi an sein Gitarrenprojekt Shifts anknüpft. Bei ‚Klemmend‘ vibrieren Stimmengewirr und Beifallklatschen als klickernder Rauschvorhang hinter Luitens countrybluesigem Strumming." [Bad Alchemy] "Pick-up is a new duo of Frans de Waard (Beequeen) on laptop and Martin Luiten (Girlfriends, Uw Hypotheek Advies) on guitar. Limited edition of 300. Hand made cover artwork. This is the 9th release in our Arts & Crafts series which pairs music with handmade artwork by the artists responsible for the recordings." [label info] "Hot on the heels of their first album comes this bright orange-colored vinyl follow up. 'Mouthless' however was recorded prior to their first release, so this is really - with some delay - Pick Up's debut. The concept of Pick Up is simple; the music is based upon the (resonator) guitar playing by Martin Luijten, which is reworked via Frans de Waard's laptop. At times field recordings are added. 'Mouthless' contains 4 long tracks. The title tracks opens the proceedings with gentle John Fahey-ish picking. Luiten uses a resonator guitar (also known as a Dobro) on this album. The body of this guitar contains one or more metal cones, instead of wood, which makes the sound louder and gives the guitar a distinctive blues-grass sound. The style of Luiten's fingerpicking is friendly and traditional, using the occasional slide. After a while looping and gentle feedback sets in, which makes 'Mouthless' a wonderful, restrained track. In contrast, the second track 'Klemmend' is far more chaotic with dominant field recordings of what sounds like a kindergarten. In the background the guitar is fighting to be heard. Side two opens with 'Magnifying Glasses', which features reflective guitar playing by Luiten only, showing his versatile skills. Very nice. If you like this sort of guitar picking I can highly recommend any of the early Takoma LP's by John Fahey. On the second track, 'Tracing', the electronics set in again with looping. A mirror image of side two, here too the sound is less structured. As a whole, this is a very fine album (with an original combination of electronics and resonator guitar), even though you could argue that it would have been an idea to put the two more quiet tracks on one side and the more chaotic tracks on the other. But that is just a thought. Packed in two heavy cardboard sheets (like the previous Pick Up album) with a hand-colored paste-on sheet, this looks very sturdy indeed. And, if you're lucky, you will find the album in luminous orange vinyl (the first 100 of a total of 300 copies) inside." [FK, Vital Weekly]
€15.00

Raspad

Format: CD Year: 2006
"Post Scriptum fiel mir zuerst mit einer CD auf dem französischen Label Hermetique auf, das vor allem durch die Veröffentlichungen der Powerelektroniker Propergol bekannt sein dürfte. Bereits auf dem ersten Album waren dick verwobene Schichten von atmosphärischem Noise und gelegentliche energetische Ausbrüche zu verzeichnen, man hatte jedoch etwas das Gefühl, hier halte sich jemand bewusst zurück. Die aktuelle CD "Raspad", die nun auf dem Industrial-Kultlabel Tesco erschienen ist, knüpft stilistisch an das Debüt an, erscheint jedoch etwas differenzierter und dramaturgisch raffinierter. Man ist bei der bräunlich-monochromen Covergestaltung geblieben, die auf dem matten Digipak zu voller Geltung kommt. Der zunächst verhaltene Aufbau der Soundscapes erscheint hier als Methode, um eine fast nervenzerrende Spannung aufzubauen. Manche Störfrequenzen werden lange durchgehalten, so dass sie langsam ins Unterbewusstsein des Höreres einsickern. Vor allem das erste lange Stück 'crepusculum' erinnert so an die Hohphase von Schloss Tegal: morbid, befremdlich, düster. Wer mit Propergol nicht nur die krachigen Tanzflächenfeger kennt, wird die Verbindung zwischen beiden Projekten erkennen. In beiden Fällen geht man fast cinematografisch vor, was u.a. durch den massiven Einsatz von Samples bedingt ist. Auch sind die Strukturen von Post Scriptum nicht unbedingt immer repetitiv, wie man es von Postindustrial gewohnt ist, sondern abwechslungsreich, voller Entwicklungen. Positiv fallen die gelegentlich eingesetzten apokalyptisch-rauhen Metalperkussions auf, die man länger nicht vernommen hat in diesem Bereich. In Track 5 'Exacerbation' kommt dann alle aufgestaute Energie zum Ausbruch: mit flirrenden Hochfrequenzen, pumpenden Subbässen, Ethnosamples und verzerrt-aggressiven Vocals erinnert man hier zeitweise gar an Genocide Organ. Zugleich sorgten Propergol hier für ein kraftvolles Mastering, das die zahlreichen Stereoeffekte gut herausstellt. Es erscheint also wenig erstaunlich, dass Post Scriptum den Schritt in den größeren Aufmerksamkeitsbereich geschafft haben, denn 'Raspad' ist ein geschlossenes und stilistisch überzeugendes Album, das zahlreiche Hörer verdient." [IKONEN] "Raspad is Russian for disintegration-zerfall. This is the third full length album by Post Scriptvm. It was mastered by Jerome Nougaillon(Propergol) Dense, thickly-layered industrial ambient music, exploring the abysmal pathology of modernity--illusion of progress, dissolution of memory, abandonment of higher meaning and paralysis of the will. The advanced lethargy of human spirit. Rich structure of music plays subtle tricks on the listener's subconsciousness, and the mood slowly drifts from quiet melancholy to visceral intensity. An example on how to use analog and digital equipment in creating a special way of sound, a brilliant example of innovative music outstanding form the mass of releases." [label info]
€15.00
Gauze

Gauze

Format: LP Year: 2016
"LP reissue of the first full-length album by Post Scriptvm, recorded in late 2001 and originally released as CD-r. Unlike the project's later works that are characterized by subtlety and meticulous production, Gauze is an unvarnished, gritty 4-track recording of lo-fi death ambient from the wasteland of southern Brooklyn, NYC, enshrouded in the lingering haze of razed buildings and burnt human remains. The boundary between what is considered normal everyday life and sheer insanity, carnage, personal and social collapse-true horrible face of humanity-is but an ephemeral layer of gauze that can be torn in a heartbeat, throwing reality out of balance, violently and irrevocably. "This game is prompted by a rip in the fabric of life." [Gauze] has the same hypnotic and overwhelming power as a strong fever dream. It hauls you into a contorted world of loose association, an industrial landscape in which humans lose their form and randomly merge with animals and bizarre machinery, where perception is warped and hours flicker by in an instant. -Nulll Oppressive drones and bleak atmospheres, interjected with twisted samples and cavernous, haunted basement noises. [Gauze] has a very cool old school feel to it that's been sadly missing within the 'death industrial' genre. -Jason Mantis/Malignant Records "Gauze" is a hazy swirl of dark ambient, subtle ritual elements, esoteric samples and mild death industrial textures. The deep tones and the cryptic vocals samples and chants combine to make some truly eerie atmospheres. -Scott Candey/Worm Gear "Gauze" sounds quite a bit like a live recording, like being immersed in a real-time psychosis simulation. -Industrial.org Post Scriptum construct their pieces from a varied mixture of drones, analogue sounds, post-industrial samples, strongly maintaining a claustrophobic atmosphere at the same time...thick with an uneasy sense of a catastrophe about to happen. -Corridor of Cells Ragged dark ambience full of trepidation and strangeness, as scratched into the flesh of weird, dimly lit corners of aural resonance. -SEVEN Tracklist: Cunctator Trepan On the brink Pore The Binding Vox Calamantis Gentle Diversions." www.tesco-germany.com "Gerade hat Kollege ENDSAL die aktuelle Live-Werkschau "Séance" (Besprechung) des russischen Industrial-Duos POST SCRIPTVM gewürdigt. Nun möchte ich noch ein paar Infos zu "Gauze" nachschieben, um die Diskografie komplett zu machen. Es handelt sich um die allerersten Aufnahmen von POST SCRIPTVM, die ursprünglich im Jahr 2001 auf CDR erschienen sind. TESCO ARCHAIC DOCUMENTS, eine Serie des Mannheimer Industrial-Labels TESCO, presst hier ältere – teils auch unveröffentliche oder live entstandene – Werke auf Vinyl, und so ist auch "Gauze" als nicht mehr erhältlicher Baustein des Gesamtwerkes nun als LP wieder zugänglich. Womit wir auch wirklich alle Veröffentlichungen der in den USA lebenden Russen auf NONPOP geehrt hätten. "Cunctator" (01) startet mit einem höhligen, gefährlichen und vibrierenden Drone. Dumpf klingende Sprachsamples und ein kratziges Geräusch ergänzen den Track, ab der Mitte tauchen sporadisch sakrale Mönchsgesänge auf; eher Atmosphäre als Musik, sehr stimmungsvoller Dark Ambient. Das Frickeln und Bratzeln in "Trepan" (02) formt sich nach und nach zu Frequenzdonner. Auch hier tönt eine Sprech- und später schamanische Singstimme aus der Gruft. Mit metallenem Scheppern ergibt sich auch ein erster Ansatz von Rhythmus, der in "On The Brink" (03) weiter verfolgt wird. Gelooptes Kratzen hält Drones zusammen, später übernimmt diese Funktion ein Herzschlag – das Stück ein geisterhaftes Schweben. "Pore" (04) besteht aus weitem, maschinellem Rumpeln und Dröhnen, dezent von noisigen Sounds unterstützt, die in "The Binding" (05) zunehmen: Zwischen Weltuntergangs-Blitzen ruft eine russische Frauenstimme ganz sicher den Notfall aus. Wasserplätschern, Wind und schwimmende Drones lassen "Vox Calamantis" (06) ruhiger wirken, in wiederholende Loops fügt sich eine nachdenkliche, mahnende russische Stimme ein. Und zum Schluss besteht "Gentle Diversions" (07), ganz klassisch, überwiegend aus rotierendem Dröhnen zwischen Noise und Industrial. Für mich sind POST SCRIPTVM einer der besten und intelligentesten Industrial-Acts auf dem Markt. "Gauze" hat bereits alle Grundbausteine für die spätere Entwicklung. Klanglich noch recht roh und rau, man könnte auch sagen 'old school', wirkt das Album fast wie eine Liveaufnahme. So unmittelbar und direkt. Ich habe permanent das Gefühl, mich in einem dunklen Schiffsbauch zu befinden, schwankend, zwischen stampfenden Maschinen. Diese LP gehört natürlich, wie alle anderen Veröffentlichungen von POST SCRIPTVM auch, in den Plattenschrank. Nicht nur als abzuhakendes Frühwerk, sondern als spannender Ausgangspunkt für folgende Meilensteine." [Michael We. für nonpop.de]
€23.00

Alpha Lemur echo two

Format: CD Year: 2001
Auf MICHAEL PRIME’s Label erschien diese CD mit zwei langen, älteren Mitschnitten: LEMUR wurde 1994 in London aufgenommen und zeigt O’ROURKE, PREVOST und PRIME bei der „Arbeit“, bei ALPHA haben O’ROURKE und PRIME noch Verstärkung von ADAM BOHMAN und ANDY HAMMOND, aufgenommen 1991 in Catford. Improvisierte Musik mit verschiedenensten Elementen vermischt mit minimal-droniger Ästhetik.. Strong CD on Michael Primes own label, with two live-recordings.
€13.50
Paradise Land

Paradise Land

Format: CD Year: 2012
"new propergol...spec.pack. - incl. 3 postacrds ...A deaf & sepulchral sound // The door suddenly opens A voice announces : it's ongoing // Preparations in silence There will be no good bye // Defective electrical installations direction : airport // Anxiety-provoking situation Flight-plan : Direction> PN - (48° 52' 36'' S 123° 23' 36'' W) Feverous take-off then cruising phase // Engine shutdown... Silence... Fly over & scope of the disaster // In top view, mankind tears away A rupture, a break with civilization // Separation / isolation - arrival Final approach phase - Stabilization - Ejection... .. . What happens now? ----------------------------------------------------------------- end of transmission." [label info] www.tesco-germany.com "Allein, dass PROPERGOL ein neues Album veröffentlicht, geht fast schon als Überraschung durch. Liegt das letzte offiziell gelistete doch schon sechs Jahre zurück. Zwischendurch hat sich JÉRÔME NOUGAILLON mal um die Klänge von Kollegen (wie zum Beispiel POST SCRIPTVM aus Russland) gekümmert, aber ansonsten musikalisch recht zurückgezogen gelebt, 2012 immerhin ein Stück zu einem Sampler beigesteuert und den 25sten Geburtstag von TESCO – siehe Video unten – mit einem Liveauftritt gewürdigt. Nun ist eben "Paradise Land" erschienen, das aktuelle Werk des Ein-Mann-Projektes, schön verpackt im Din A5-Format, quer, edel und mit drei ästhetischen Postkarten. Die eigentliche Sensation ist aber der radikale Stilwechsel. Weder Power Electronics noch aggressive Noiseorgien, sondern überwiegend angenehmer und warmer Ambient! Stimmsamples, die nach Quietschen und animalischem Knurren einsetzen, spielen eine wichtige Rolle auf "Paradise Land" und tauchen deshalb gleich zum Beginn im Opener "Running Scored" (01) auf. Wehende Geräusch-Drones sorgen – hier wie auf dem gesamten Album – für eine sehr räumliche Atmosphäre, die Collagen – vor allem aus vielen Stimmen – und andere, meist natürliche Elemente wie zum Beispiel Uhrticken sorgen für Bezug zur Realität. "911 Dispatche" (02) verstärkt den Eindruck von Ambient; die wabernden, angenehmen, synthetischen Drones haben etwas Strahlendes, Kosmisches. Dazu stoßen weitere Stimmsamples, die für mich stets wie Bahnhofs- oder Flughafendurchsagen tönen, sowohl vom Klang als auch vom Stimmduktus her. In "Ymene" (03) steht längere Zeit eine Art Unterhaltung mit hallenden Stimmen im Raum, durchbrochen nur von wenigen Sounds, und geht über in eine lange Ambientfläche. Etwas bedrohlicher nun liegen wie Insekten vibrierende Drones über einem Grundbrummen. Regen und gewitterähnliche Klänge ("Torquenada", 04) bilden den Übergang zu sehr maschinellen, kurzatmigeren Gebilden aus Tönen. Es folgen mal mehr geräuschorientierte, mal mehr flächige Ambientstrukturen, zwischendurch auch (wenige) noisige Elemente wie Pfeifen und Fiepen mit entsprechenden Verzerrungen. Rhythmische Strukturen hat sich PROPERGOL für "Bushman" (08) und "Impossible Landing" (09) aufgehoben, dann aber richtig losgelegt. Diese beiden Tracks sind als 'Songs' zu bezeichnen, haben etwas Technoides, bilden das Vorspiel zu einem nie einsetzenden Rhythmusgewitter mit tuckerndem Beat – groovender Minimal-Techno! Das längste Stück am Ende ("Bleu Nuit", 10) mischt noch einmal Vieles: eine verfremdete Stimme (die an Sprachausgaben alter Computer erinnert), Geräusche wie schweres Atmen (der Monolog eines Sterbenden?), weitere Solostimmen und Bahnhofsatmosphäre, um dann in angenehme und erneut rhythmische, federnde Ambientmusik überzugehen. Es fehlen zwar inhaltliche Infos zum Album, woher zum Beispiel die Stimmen kommen und was genau die Thematik ist. Macht aber nichts. Die Klangmalerei funktioniert so gut, dass jeder Track ein Gemälde ist und eine Reihe von Assoziationen zulässt. Ich stelle mir ein Kontrollzentrum vor, und zwar in allen Facetten, mit Kommunikation, dem Raum selbst und den Informationen, die durch Leitungen übertragen werden. Einige dezente Hinweise (durch Titel und die knappe Labelinfo) könnten auch so verstanden werden, dass sich der Hörer an Bord eines 9/11-Fluges befindet. Dafür ist "Paradise Land" aber musikalisch fast zu gut verdaulich. Streckenweise könnten auch die Belgier von KRAKEN mit ihren Unterwasserthematiken Pate gestanden haben. Sehr elegante, kluge und erzählende Ambientmusik mit vielen Stimmen und Field Recordings. Sticht in diesem Genre deutlich aus der Masse der Veröffentlichungen heraus. Fans älterer Alben sollten nur wissen, dass dieses ganz anders, viel weniger brutal klingt." [Michael We., NON-POP]
€14.50

Meet the Residents

Format: CD Year: 2011
"Re-Issue des Klassikers von THE RESIDENTS, der ursprünglich 1974 auf Ralph Records erschien. Der komplette, abgefahrene RESIDENTS Trip begann mit diesem Debüt! In den riesengroßen Sound-Fleischwolf wurden seinerzeit Versatzstücke von FRANK ZAPPA über CAPTAIN BEEFHEART und RAYMOND SCOTT bis zu SUN RA geworfen. Dieses Release ist der beste Ort, um die wilde und wundervolle Welt der RESIDENTS zum ersten Mal zu betreten. www.myspace.com/theresidents " [label info]
€12.50
Sam's Enchanted Evening

Sam's Enchanted Evening

Format: do-CD Year: 2024
The Residents are an American art collective best known for their over 60 studio albums that were recorded over a period of over forty years. They also created some outstanding multimedia works, mainly three CD ROM projects and ten DVDs. Working as an anonymous collective, their identitites were kept secret until in 2017 Hardy Fox revealed himself as their primary composer. Hardy died in October 2018, but the group continue to record and perform. Sam's Enchanted Evening is a theatrical performance by Randy Rose, lead singer of The Residents. It was performed between October 2011 and March 2012 in Berkeley, California and New York City. Rose's only companion on stage was long-time Residents collaborator Joshua Raoul Brody on piano. A one-man cabaret performance consisting largely of re-interpreted renditions of popular songs from the mid-to-late 20th century, interpreted by Rose in the guise of "Sam the Stranger", it was the first Residents-related performance piece to be credited to an individual member of the group. Full tracklist: 1. Introduction 1 2. The Ballad Of Davy Crockett 3. Sam's Opening Monolog 4. Teddy Bear's Picnic 5. Monolog - Favorite Songs 6. September Song 7. Sixteen Tons 8. Monolog - The Nightgown/The South 9. Ode To Billy Joe 10. Ring Of Fire 11. Monolog - I Got Married 12. True Love Never Runs Smooth 13. I'm So Lonesome I Could Cry 14. Monolog - Creosote 15. Willow Weep For Me 16. Monolog - Little Sam 17. Livin' La Vida Loco 18. Introduction 2 19. Who Do You Love 20. Moon River 21. Walk On By 22. Tracks Of My Tears 23. Monolog . Duane & Ronnie 24. Born To Be Wild 25. Monolog - Drafted 26. Chinatown By Chinatown 27. Mack The Knife 28. Monolog - Vietnam 29. Paint It Black 30. Monolog . Torture 31. The Windmills Of Your Mind 32. End Monolog 33. Happy Trails 34. I'm So Lonesome I Could Cry (Rehearsal). Soloperformance von Residents-Leadsänger Randy Rose als CD im Digipack auf Klanggalerie. In San Francisco beheimatet und seit Ende der sechziger Jahre aktiv, zählen The Residents, deren Mitglieder ihre wahre Identität seit Anbeginn geheim hielten und sich dabei stets in bizarren Kostümierungen präsentierten, zu den experimentierfreudigsten Formationen der zeitgenössischen Musikszene, die ihre Veröffentlichungen zudem auf dem bandeigenen Label Ralph Records präsentierten. So erschienen von der für ihren höchst eigenwilligen Mix aus Experimental-Rock, Elektronik und Avantgarde / E-Musik bekannten Band, die 1974 mit „Meet The Residents“ ihr wegweisendes Albumdebüt vorlegte, bis dato mehr als sechzig Studioalben (mit zumeist gesamtkünstlerischem Konzept). „Sam‘s Enchanted Evening“ ist eine Performance von Randy Rose, dem Leadsänger von The Residents. Zwischen Oktober 2011 und März 2012 in Kalifornien und New York City aufgeführt, war Roses einziger Begleiter auf der Bühne dabei der langjährige Residents-Mitarbeiter Joshua Raoul Brody am Klavier. Die Ein-Mann-Kabarettaufführung bestand größtenteils aus neu interpretierten populären Liedern des 20. Jahrhunderts und wurde von Rose in der Gestalt von „Sam the Stranger“ vorgetragen. https://www.klanggalerie.com/gg449
€19.50
Fire Music Reloaded

Fire Music Reloaded

Format: CD Year: 2022
Fire Music Reloaded, by REYNOLS Fire Music was composed by Reynols in 2002 with fire recordings made at Tigre (Río Capitán) and different locations in Buenos Aires city and around. With some of this material, a CD EP appeared in Japan in 2002 through the Digital Narcis label, however the complete version of this piece remained unreleased for decades. In a recent research the masters of the whole work were found and rescued from the group's archives. So twenty years later, finally the full version of this piece is now ready to see the light on a brand new CD album carefully released by German label Aufabwegen. Fire Music Reloaded stands on the most conceptual side of Reynols' catalogue, along with works such as: 10.000 Chickens Symphony, Whistling Kettle Quartet, Computer Music, Gordura Vegetal Hidrogenada or Blank Tapes. In its four parts journey, the group explores a wide range of frequencies coming from fire as the only sound source. A release which pays tribute to the igneous aurality. Let your ears get on fire! REYNOLS Reynols is one of the most notable experimental music groups to ever emerge from Argentina. The band started in 1993 in Buenos Aires and was formed by Miguel Tomasín, Roberto Conlazo, Pacu Conlazo and Alan Courtis. The project counts over 150 releases by labels from Japan, Europe, USA, Oceania and Latin America. Reynols has been tagged as a “cult group” by British magazine The Wire, while the French festival Sonic Protest proclaimed it as groupe phare (lighthouse group) of inclusive music. Throughout 2003, Reynols occupied the 1st place on the “Top 10 Downloads” section of former website Space-Rock (UK). A year later, their song “Manisero Mufuso” was #1 on Larry “Fuzz-O” Dolman’s Blastitude Top10 (USA). Japanese magazine Studio Voice included Reynols’ album Barbatrulos in their “Best 100 Western Alternative Music Records” ranking, and Reynols/No Reynols among the “300 Legendary Discs” of all times, while The Wire ranked their boxset Minecxcio Emanations 1993-2018 in their 2019 Top50.Reynols has appeared in countless exhibitions, radio shows, TV shows, magazines, newspapers, books and documentary films from around the world. Reynols has collaborated live and in studio with acclaimed artists such as Pauline Oliveros, Lee Ranaldo, The Nihilist Spasm Band, Damo Suzuki, Paul Dutton, John Oswald, Michael Snow, Alan Licht, Birchville Cat Motel and Acid Mothers Temple, amongst others https://aufabwegen.bandcamp.com/album/fire-music-reloaded "Die aus Argentinien stammende und seit der ersten Hälfte der 90er aktive Band Reynols hat ein umfangreiches Werk veröffentlicht, das zwischen Stilen und Genres hin- und herspringt: Von skurillem Noise-/Anti-Rock bis zu Drone. Das jetzt auf Auf Abwegen erschienene Album „Fire Music Reloaded“ ist eine vollständige Version der 2002 auf dem japanischen Label Digital Narcis Corporation,. Ltd. erschienenen 20-minütigen EP „Fire Music“. Vielleicht spielt die sehr niedrige Auf Abwegen-Katalognummer auf das Alter der Aufnahmen an. Reynols bearbeitete -wie der Titel vermuten lässt – den Klang von Feuer; insofern knüpft diese Veröffentlichung mit der Konzentration auf ein Ausgangsmatrial an die „10.000 Chickens’ Symphony“-7” auf Drone oder etwa „Whistling Kettle Quartet“ an. Der erste kurze Teil mit seinem helllen und transparenten Klang lässt einen denken, ein knisterndes Feuer brenne im Raum und hier wirkt das Ausgangsmaterial (scheinbar) wenig bis gar nicht bearbeitet. Teil 2 dagegen ist eine dichte wie verdichtete Klangwand, in der man zwischendurch immer wieder das Knistern von Flammen hört. „Fire Music Part III“ ist wieder fragiler, hier lässt das Knistern der Flammen an einen Gang durchs Unterholz denken oder an das Zirpen von Zikaden. Darauf folgt Teil 4 als dunkles Dröhnen und Brummen: das ist ein zähflüssiger Klangsud, so als lausche man dem Ächzen eines Gletschers und man fühlt sich durchaus an den frühen Thomas Köner erinnert. Die neun Minuten von „Fire Music V“ sind hektisch, während Teil 6 das Album fast schon mit einer Art Noisestück beendet: Der Track ist eine Kakophonie, bei der man sich vorkommt, als stünde man in einer Turbine. Diese nun vollständige “Fire Music” ist sowohl in ihrer konzeptionellen Konsistenz als auch in ihrer (zumindest partiellen) Heterogenität beeindruckend." [MG / African Paper]
€13.00
Jardin au fou

Jardin au fou

Format: CD Year: 2009
"Anmutig, entrückt und friedlich: das 1979er-Album des Krautrock-Pioniers; plus Bonus. Eines der bemerkenswertesten Alben aus dem sogenannten Krautrock-Umfeld ist das 1979 erschienene "Jardin au Fou" von Hans-Joachim Roedelius (Cluster, Harmonia). Bemerkenswert, weil es rein gar nichts mit dem zu tun hat, was man sich damals unter Avantgarde-Elektronik oder gar Krautrock vorstellte. Roedelius setzt mit großem Vergnügen ein Karussell von Kirmesorgeln, knallenden Flaschenkorken, Walzern und süßen Melodien in Gang. Rhythmusmaschinen, Sequenzer und abstrakte Sounds fehlen fast völlig. So entstand eines der schönsten, anmutigsten, entrücktesten und friedlichsten Alben der deutschen Rockgeschichte. Produziert hat "Jardin au Fou" Peter Baumann, kurz nachdem dieser Tangerine Dream verlassen hatte. Das französische Plattenlabel EGG hatte ihn mit drei Produktionen aus der deutschen Avantgardeszene beauftragt: Alben von Konrad Schnitzler, Asmus Tietchens und eben "Jardin au Fou" von Roedelius. Asmus Tietchens schrieb auch die Linernotes dieser Reissue, die als CD sechs Bonustracks enthält: drei Remixe, drei neu eingespielte Titel." [label info]
€16.00
Jardin au fou

Jardin au fou

Format: LP Year: 2009
"Anmutig, entrückt und friedlich: das 1979er-Album des Krautrock-Pioniers; plus Bonus. Eines der bemerkenswertesten Alben aus dem sogenannten Krautrock-Umfeld ist das 1979 erschienene "Jardin au Fou" von Hans-Joachim Roedelius (Cluster, Harmonia). Bemerkenswert, weil es rein gar nichts mit dem zu tun hat, was man sich damals unter Avantgarde-Elektronik oder gar Krautrock vorstellte. Roedelius setzt mit großem Vergnügen ein Karussell von Kirmesorgeln, knallenden Flaschenkorken, Walzern und süßen Melodien in Gang. Rhythmusmaschinen, Sequenzer und abstrakte Sounds fehlen fast völlig. So entstand eines der schönsten, anmutigsten, entrücktesten und friedlichsten Alben der deutschen Rockgeschichte. Produziert hat "Jardin au Fou" Peter Baumann, kurz nachdem dieser Tangerine Dream verlassen hatte. Das französische Plattenlabel EGG hatte ihn mit drei Produktionen aus der deutschen Avantgardeszene beauftragt: Alben von Konrad Schnitzler, Asmus Tietchens und eben "Jardin au Fou" von Roedelius. Asmus Tietchens schrieb auch die Linernotes dieser Reissue, die als CD sechs Bonustracks enthält: drei Remixe, drei neu eingespielte Titel." [label info]
€19.50

Grosor

Format: CD Year: 2005
MIGUEL A. RUIZ gehörte zu den aktiven spanischen Experimental-Komponisten der 80er & 90er Jahre und betrieb das TORACIC-Tapelabel. GROSOR besteht aus 14 Stücken düsterer Sample-Elektronik, die eine postindustrielle, apokalyptische Atmosphäre heraufbeschwören. Erinnert durchaus an z.B. ASMUS TIETCHENS. Ein Teil des Materials erschien 1991 auf der “Encuentros en la Tercera Edad” LP. MONOCHROME VISION ist ein russisches Label, das sich auf die Wiederzugänglichmachung vergessener Klassiker spezialisiert hat! “This is the new, remastered version of classic material recorded back in 80s, next to postindustrial aesthetics priority in electronic music. Rigorous and austere, ascetic but dynamic, this music rearranges everyday being into mindchallenging imagination, reserving the leading parts for the habitual processes and domestic objects. From the deep underground of Spanish industrial music, it comes to be rediscovered after 15 years. Release date is 10 December 2005. Limited edition of 500” [label info]
€13.00
Gelbe Tupfen

Gelbe Tupfen

Format: CD Year: 2006
Zum Weihnachtsfest 2003 erschien in der (Anti)-Xmass-7"-Reihe von Meeuw Muzak eine kleine wahnsinnige Single von RALF WEHOWSKY mit Bearbeitungen von IHR KINDERLEIN KOMMET, basierend auf Original-Aufnahmen des RLW-Töchterchens Sonja. Dies führte dann sukzessive zu weiteren Bearbeitungen anderer Klangforscher (und zur RLW-CD "I.K.K.-Purpur" auf SIRR) und einem sehr langen (34.30min) Stück des italienischen Bassisten DOMENICO SCIAJNO, welches hier verewigt ist. SCIAJNO hat das Material bis zur Unkenntnlichkeit auseinandergenommen und ein spannendes Geräuschmusikstück kreiert, welches durch stete Wechsel der "Weite" der Klangräume, von ganz nahen konkreten granularen Sounds bis hin zu weitflächigen dreidimensionalen Hallen, besticht. RLW führt in der nachfolgenden Bearbeitungen das ganze noch weiter, wenn er sich selbst bei der Bearbeitung des Stückes im Studio aufnimmt und dieses wieder einarbeitet - einen endlosen Zirkel von Rückbezüglichkeit schaffend. Seine 22 Minuten (in 3 Teilen und mit einem Schlussteil) präsentieren feinste "RLW"sche konkret-Atmosphären mit unglaublichem Detailreichtum, das gebanntes Lauschen fast erzwingt. Wieder ein Geniestreich von einem von Deutschlands kreativsten Klangbastler, der nie ohne hintersinnige Konzepte agiert ! TIP ! "A work is never finished. Last week we noted that the 'self-remix' by Norbert Möslang that is an act that is hardly done these days, but that Ralf Wehowsky makes this stock trade and takes matters always further. This new CD with Domenico Scianjo is another aspect of life started with the release of his Christmas 7" for Meeuw (which is dutch and not belgium, as its wrongly noted on the cover) and that was recently continued with a CD on Sirr-ecords. On that CD, various composers take their hands on the original 7" (which was composed by Christoph Schmid in 1794 and sun by Wehowsky's daughter) material, but perhaps the piece that Domineco Scianjo was either too long or it arrived too late? His piece is thirty-four minutes and is entirely made with self-made Max/msp patches, which transform the original sounds into a big electro-acoustic cloud of sound. None of the original is to be recognized here. Scianjo recommends headphones here and normally I wouldn't bother with that, but I must admit that the stereo field is wide apart, which, played with headphones adds a rather hallucinatory effect to the piece. It moves away from Scianjo's previous noise related works into the world of serious, almost academic sounding pieces. As such it's one of the best pieces I heard from him. Wehowsky of course is also present here with another piece, 'based on sound fragments from I.Dk.Sk, a recording of my myself sitting in the studio and working on the piece, plus some new transformations of Sonja's original take'. This piece is shorter and focusses more on RLW's recent interest of drone like material, that is of course RLW's private version of drone music. Sounds are clustered together until they form densely patterns, of sound blocks that glide together until the collide onto eachother and they start moving in separate directions. It's drone music that is based on collage methods, but that form a homogeneity through the piece. A captivating piece with a funny coda at the end." [FdW / Vital Weekly]
€13.00
Mbira

Mbira

Format: CD-R Year: 2015
"mbira ist seetycas beytrag zum label-jubileum und rein technisch gesehen eyn gigantischer remix von verschiedenen auf mbira records bisher erschienenen tracks, verwoben zu etwas ganz neuem. vielleicht erkennt wer was wieder? eyn paar neue sounds sinds auch darunter. aufgenommen und geremixt im frühjahr und sommer 2015 im mbira v.08 mit unterstützung von artin mucht und dr. dipl.-ing. johann e. mildenberg." [label info] www.seetyca.org
€12.00

Sacrificium Intellectus

Format: 7 Year: 2003
Sehr neoklassisch angehauchte Stücke von einem frischen Projekt (bisher nur eine CDR erschienen) auf dieser neuen 7“ des Berliner Labels, man denke an IN THE NURSERY oder bombastischere RAISON D’ETRE. Neoclassical influenced pieces from this new project on the dark symphonic ambience label from Berlin, reminds on IN THE NURSERY or more bombastic RAISON D’ETRE. Eternal Soul - website: www.eternal-soul.de
€7.50

State of Union

Format: CD Year: 2007
Wiederveröffentlichung der CDR die 2001 auf dem LPD eigenen "Terminal Kaleidoscope"-Label erschien, jetzt mit 21minütigen Bonus-Track, in der schönen "Black Series" von Beta-Lactam. "The Silverman is one of the two remaining founding fathers of The Legendary Pink Dots and this release serves partly as a sketch book of ideas and stuff he did on a solo tour with the addition of a new 20 minute bonus track. The music by The Silverman only has a far away resemblance of the Legendary Pink Dots, like just one layer is distilled and used as the backbone of an entire new world. It could be described by that dreaded term ambient, but it doesn't justify it. The sounds inside this release are at times far too alien to be filled under ambient. It moves along many different territories, ambient, cosmic, but it takes out the best elements and it is presented in a rather own way. Music that is like a disturbing dream, not a nightmare but a surrealistic dream." [FdW / Vital Weekly] www.blrrecords.com
€15.00
split

split

Format: LP Year: 2013
"SKULLFLOWER presents a trinity of sombre meditations evoking Europe after the rain, drowned ruins, sunken dreams: spiders run across harpsichords in deserted schlosses and chateaus, doors slam and phantom demon choirs are summoned at seances by Blatavskian crones, whose impenetrable china blue dolls eyes open onto Tibetan vistas, terrible, ancient and remote… MASTERY is improvised one man cosm(ag)ick from Ephemeral Domignostika. Total berzerker black metal, rooted in the tradition of true grim blackness, but filtered through Mastery’s cracked perception, transforming this into something beyond true; a droned out and damaged, outsider blackness, that sounds pretty much unlike almost any other black metal. Ltd x 500 copies. Standard edition: 400 copies on purple vinyl. Special edition: 100 hand-numbered copies on green vinyl through Cold Spring mailorder only!" [label info] " 'We offer an invocation to, and an evocation of the hidden, averse, heathen power that seethe within our native soil. Come leave your timid gelded civilised masks, bow down and rise up, reborn, within our whirlwind', schreibt SKULLFLOWER-Mastermind MATTHEW BOWER unter der Überschrift „Skullflower: What we are ...“ in seinem Blog und vermittelt so eine Ahnung des – ich nenn' es mal – ganzheitlichen Aufforderungscharakters, den er mit der Musik seiner, 1987 gegründeten und 1988 mit der 12'' Skullflower-Birthdeath/release/142281">"Birthdeath" auf BROKEN FLAG debütierenden Band verbindet. Kurzum, der Mann hat Sendungsbewusstsein, und das nicht ohne Grund. Bis zum, durch interne Streitigkeiten zwischen den Mitgliedern verursachten Bruch im Jahre 1996 handelte es sich bei SKULLFLOWER, ungeachtet ihrer Einbindung in die klassische englische Industrial-Szene der frühen 80er Jahre, um eine Band im engeren und bei ihrer Musik um Noise Rock, im – nun ja – sehr weiten Sinne. Dies änderte sich, als Gründungsmitglied MATTHEW BOWER SKULLFLOWER 2003 als Quasi-Soloprojekt ins Leben zurück rief. Zwar umfasst das derzeitige Line-Up immer noch die Mitstreiter SAMANTHA DAVIES und LEE STROKE, man tut den beiden aber sicherlich kein Unrecht, wenn man in ihnen eher Begleitmusiker für die Realisierung von Visionen sieht, die in allererster Linie BOWER'scher Provenienz sind. Der Sound verschob sich von Album zu Album nachdrücklicher in den Bereich des Noisig-Atonalen, bisweilen auch Dronigen – wobei man sich das, was hier behelfsmäßig als "Drone" bezeichnen wird, im Falle von SKULLFLOWER selbstverständlich dezidiert unbehaglich vorzustellen hat. Den bisherigen Gipfelpunkt dieser Entwicklung bezeichnet zweifellos das, 2011 bei COLD SPRING erschienene Album "Fucked On A Pile Of Corpses", mit dem BOWER ein infernalisches Noise-Monster abgeliefert hat, das sich in der Brutalität und Kompromisslosigkeit seiner musikalischen Umsetzung dem überaus charmanten Albumtitel als absolut ebenbürtig erweist. Umso überraschter – und das durchaus positiv – ist man nun, auf der vorliegenden, ebenfalls auf COLD SPRING veröffentlichten Split-LP wieder eine Rückwendung in vergleichsweise strukturiertere musikalische Territorien zu verzeichnen. Der Begriff skullflowertruth.blogspot.de/2012/07/black-psychedelia-one-of-these-days-im.html">"black psychedelia", den BOWER in seinem Blog auf das Side-Project VOLTIGEURS anwendet, scheint mir für die Beiträge auf der vorliegenden Split-LP wahrlich nicht minder passend: Was für ein Getöse! Was für eine Wucht! Wer den jüngeren Output bis hin zum besagten, Nerven und Gehör gleichermaßen zerschreddernden Meisterwerk von 2011 ebenso zu schätzen weiß wie ältere, tendenziell „rockigere“ (Anführungszeichen sind hier durchaus angebracht) Veröffentlichungen wie Skullflower-Obsidian-Shaking-Codex/master/54292">"Obsidian Shaking Codex" von 1993, der wird von diesen drei Stücken begeistert sein. Zur Darbietung gelangt eine Melange aus den beiden zentralen stilistischen Betätigungsfeldern der umtriebigen Band aus London – das Beste aus beiden Welten sozusagen. Wie auf den meisten späteren SKULLFLOWER-Veröffentlichungen kommt man komplett ohne den Einsatz von Drums bzw. ganz generell ohne irgend einen Beat aus: Der Sound baut sich alleine aus schneidend-knirschenden, durch Verzerrer und Effektgeräte gemarterte, im aktuellen Fall – passend zum compagnon de guerre auf der B-Seite – ziemlich Black-Metal-lastig tönenden Gitarrenriffs auf, die in der Gesamtschau etwas generieren, das man wohl am treffendsten als apokalyptisches Noisedronehochamt umschreiben könnte. Letztlich mündet der Versuch einer konkreteren Charakterisierung der Musik von SKULLFLOWER fast zwangsläufig in ein Ringen um wohlfeile Worte, denn seit die Band nach ihrer Interimsauflösung im Jahre 1996 und der Wiederauferstehung im Jahre 2003 wieder auf Kurs ist, oszilliert der "typische" SKULLFLOWER-Sound irgendwo im Niemandsland zwischen Gitarrenwänden, Feedbackexperimenten und brutalem Noise – und ist überdies immer im Fluss, will heißen, der Schwerpunkt, um den herum sich die Musik jeweils kristallisiert, ändert sich von Veröffentlichung zu Veröffentlichung. Die Atmosphäre der drei Stücke der Split-LP ist getragen, man könnte sie schon fast ein wenig pathetisch – nicht im abwertenden Sinne – nennen, doch mag das der Thematik geschuldet sein, die sie laut Promotext umkreisen, es handelt sich nämlich um "a trinity of sombre meditations evoking Europe after the rain, drowned ruins, sunken dreams". Im Übrigen darf es, wer für einen derartigen Alleszermalmer wie das mehrfach angesprochene Vorgängeralbum verantwortlich zeichnet, guten Gewissens mal ein wenig ruhiger und getragener angehen – gar kein Problem. Das sei MATTHEW BOWER und uns, dem enthusiasmierten Publikum, von ganzem Herzen gegönnt. Zumal "ruhig" in diesem Fall ohnehin nur sehr, sehr bedingt etwas mit dem landläufig üblichen Verständnis von ruhig zu tun hat. Langer Rede kurzer Sinn: Großartiger Beitrag – Musik, die im Raum steht wie ein schwarzer Monolith. Und damit kommen wir zur B-Seite und ... äh ... MASTERY. – Vorweg sei das Eingeständnis ausgesprochen, dass ich mich in der schillernden Welt des Black Metal keiner allzu fundierten Sachkenntnis erfreue, obgleich ich dem Genre im Laufe der letzten Jahre zunehmend mehr Sympathie entgegenbringe. Der geneigte Leser möge meine folgenden Worte also als subjektive Meinung eines Interessierten und keinesfalls als kanonisches Urteil eines Eingeweihten – oder eines solchen, der sich dafür hält – interpretieren. Denn in der Tat: So lange ich mich bei der A-Seite aufgehalten habe, so kurz kann ich mich bei der B-Seite fassen: Laut discogs handelt es sich bei MASTERY um ein, seit 2005 aktives Ein-Mann-Black-Metal-Projekt aus der Gegend um San Francisco; die Musik beschreibt der Promotext als "[t]otal berzerker black metal, rooted in the tradition of true grim blackness, but filtered through Mastery's cracked perception […]; a droned out and damaged, outsider blackness, that sounds pretty much unlike almost any other black metal." Nun ja. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach wäre hier ein wenig mehr Bescheidenheit unbedingt am Platze gewesen: "Blood Electric" ist summa summarum eine ebenso brutale wie uninteressante Uptempoprügelnummer, dominiert von einer Stimme, die irgendwo zwischen genretypischem BM-Krächzgeschrei und Death-Metal-Gegrowle changiert. Und aufregend, geschweige denn "droned out and damaged outsider blackness", geht nun wirklich anders. Nicht nur, dass man dergleichen schon x-mal anderswo und obendrein besser gehört hat – wenn auch nicht unbedingt auf knapp 18 ununterbrochene und mit Fortschreiten der Laufzeit zunehmend nervigere Minuten ausgedehnt. Man fragt sich zudem, worin eigentlich das verbindende Glied zwischen SKULLFLOWERs grandiosem Opus auf der A-Seite und diesem mediokren Gekloppe bestehen soll – und zwar ebenso in qualitativer wie in stilistisch-formaler Hinsicht. Ich jedenfalls bin einigermaßen davon überzeugt, dass so ziemlich jeder, der – mit absoluter Berechtigung! – von der SKULLFLOWER-Seite begeistert ist, die MASTERY-Seite mit einem Gähnen quittieren wird – et vice versa. Doch sei's drum: Allein für den beispiellosen musikalischen Furor, den SKULLFLOWER auf der A-Seite entfalten, lohnt sich die Anschaffung allemal." [Endsal für nonpop.de]
€23.00
Soundless Sphere

Soundless Sphere

Format: CD Year: 2022
New album Soundless Sphere by avantgarde veterans Strafe F.R. Soundless Sphere is the all new album by Duesseldorf duo Strafe F.R. It contains eight pieces combining treated vocals, multidimensional rhythmic structures and heavy electronics forming a bright and lively sonic landscape. The album also emanates a sense of urgency fitting for our times. Soundless Sphere was mastered by Kai Blankenberg. A sister release with different and yet amazing unheard sounds, entiteled Octagon Sphere, will be released later this year by aufabwegen as a vinyl LP. STRAFE FÜR REBELLION (or STRAFE F.R.) STRAFE FÜR REBELLION was founded in 1979 in Düsseldorf by the two artists Siegfried Michael Syniuga and Bernd Kastner. Conceived as an experimental project rather than a band, the duo is active since the early 1980s, they continue to work together to this day. They demonstrated their subtle abilities in numerous performances and concerts. The members of STRAFE FÜR REBELLION see themselves as researchers on different visual and acoustic levels; they always make use of their idiosyncratic and unusual humor. The duo emphasize that they not only explore the world of music, but also incorporate elements of knowledge, and thus all usable influences, into their experiments. Working plans, storyboards, and compositional schemas usually serve as the basis for new musical projects. Their texts reflect their interest in science, history, philosophy, as well as everyday phenomena, mass media, and popular culture: in their experimental sound experiences, performances, and installations STRAFE FÜR REBELLION are absolutely avant-garde, working at the forefront of research-performatively, acoustically, visually, and in a variety of media. Their motto always remains aesthetically uncompromising with serious pleasure. Gregor Jansen Kunsthalle Düsseldorf https://aufabwegen.bandcamp.com/album/soundless-sphere "Es gibt Namen, die man gefühlt seit Ewigkeiten kennt. Das aus Bernd Kastner und Siegfried Michail Syniuga bestehende Düsseldorfer Duo begann 1979 unter dem damals noch längeren Namen Strafe Für Rebellion und brachte bis Mitte der 90er eine Reihe von Arbeiten heraus, bevor es still wurde. Seit 2014 sind einige Alben erschienen und nach dem jüngst veröffentlichten “Soundless Sphere” soll im Laufe des Jahres ein so-betiteltes “sister release” namens “Octagon Sphere” erscheinen. Oftmals ist davon die Rede, Strafe F.R. seien schwer kategorisierbar, ließen sich keinen Genre zuordnen, was sicher meistens als Lob zu verstehen ist. Und tatsächlich: “Soundless Sphere”, von Touch-Designer Jon Wozencroft gestaltet, ist ein im besten Wortsinne eigenwilliges Album: Der Opener„Cannot“ mit seltsmen perkussiven Loops und Samples von Frauengesang (dem auf dem gesamten Album eine zentrale Rolle zukommt) erinnert entfernt an Coil in ihrer mittleren Schaffensphase. „Silver Attack“ knüpft etwas daran an. “Black Camel” ist ein hektisches technoides Stück mit bizarren Stimmsamples (“A gorilla is an animal. Gorillas are black. Have you ever seen an elephant?”). “Twenty Two Steps” wird durchzogen von (retro-)futuristischen fiependen Sounds, während “Nox Piano” anfangs eher ambienten Charakter hat. Was bei allen acht Stücken auffällt, ist ein Moment des Skurrilen, des leichten Augenzwinkerns und zudem eine Fülle, ein Füllhorn an Brüchen und ganz eigenen Sounds. Wenn es wenn es von Labelseite heißt, die Band forme „a bright and lively sonic landscape”, dann möchte man uneingeschränkt zustimmen, denn im Gegensatz zu vielen anderen aus dem (weiten Feld des) Postindustrial stammenden Künstlern wohnt der Musik von Strafe F.R. tatsächlich etwas Leichte(re)s inne." [MG / African Paper]
€13.00
Delog

Delog

Format: CD Year: 2024
Sechstes Album der tschechischen Dark Ambient / Ritual-Band als CD im Digipack auf Klanggalerie. Schon 2001 erschien das erste Werk von Tabor Radosti als selbstvertriebene CD-R, seit dem 2016 erschienenen "Egregor" veröffentlicht das geheimnisvolle Duo auf dem Wiener Label Klanggalerie. Der einzigartige Sound aus Drones, Stimmen und Samples enthält auch Beats und analoge Instrumente, die okkulten Themen der Lyrics finden in beeindruckenden Licht- und Videoinszenierungen bei den Liveauftritten ihre beeindruckende Ergänzung. Der tschechische Sprechgesang erinnert willkürlich an die frühen Laibach, genauso wie die elektronischen Beats an die heutige Inkarnation der Ikonen aus Slowenien. Acht Jahre nach "Egregor" präsentieren Tabor Radosti elf neue Tracks, im gewohnt erstklassigen klassischen Industrial / Ambient-Style. https://klanggalerie.bandcamp.com/album/delog Tábor Radosti is a fantastic band from the Czech Republic. Their debut album came out in 2001 as a self-released CDR that is now totally impossible to find. Tábor Radosti have created a very unique sound that includes drone, voice, samples, but also beats and analogue instruments. Their visuals and lyrics are very much centered around occult themes, if you have ever seen them live you will have been stunned. The vocals are spoken in Czech - to Western European or American ears there is a certain similarity to early Laibach, they share the same roughness, but Tabor Radosti also include electronic beats which again is reminiscent of present day Laibach. We at Klanggalerie stumbled across Tabor Radosti at Castle Festival in Moravia and were so impressed by their performance that we signed them immediately. Delog is the new album a after a long break, again centered about occult themes and in their classic Industrial style.
€15.00
I II III IIII

I II III IIII

Format: CD Year: 2022
Die 4 Titel auf / // /// //// sind in ihrem Ursprung auf Reisen entstanden, an unterschiedlichen Orten oder auf dem Weg. Dann weitergeführt in unterschiedlichen Situationen an diesem festen Ort hier bis sie eine endgültige Form angenommen haben, die sich aber erst nach vielen Stimmungsschwankungen gefunden hat. Ein manchmal langer Weg dessen Resultat nur aus der Stimmung entscheidet, die die Musik in diesem Moment entgegenbringt. Tarkatak Ende 1981 war der Anfang: Punk und die Kassettenszene machten alles möglich. Unter dem Namen „Der Pilz“ erschienen die Geräusch-Collagen aus selbst geschnittenen Tonband-Loops und Kassetten-Overdubs. Das Harsche blieb bei „Der Pilz“, das Ruhige wurde zu „Tarkatak“, mit der ersten Kassette „slow“ (1999). Die Quellen und Wege blieben gleich (hören, sammeln, schneiden, unkenntlich machen), das Medium wurde Digital, obwohl es oft noch immer nach Kassette rauscht. Und immer wieder geht es tief in das dunkle, zähe Unbekannte – um sich dann vom Klang irgendwo erfüllt und umschlossen zu verlieren. Neben zwei Kassetten, einer LP, div. 7“s bei Drone Rec. (z.T.Features mit Klangwart und Deep), CD/Rs (u. a. zusammen mit Anemone Tube und Florian Filsinger) und ein bisschen Digitales, gab es Konzerte oder Live-Kollaborationen mit Troum, A Thousand Vows, Melt Banana, Christina Kubisch, Kapotte Muziek, EA 80 etc." https://aufabwegen.bandcamp.com/album/i-ii-iii-iiii "You could think that is a label that hands me two new CDs, and one of these is new work by Asmus Tietchens, that would be the one first to hear. But a new CD by Tarkatak! Hold on. I can't remember I last heard or reviewed his music. I have known the musical project from Lutz Pruditsch since he started it in 1992. Before that, he had a cruder, industrial act, Der Pilz. As Tarkatak, he plunges into the world of ambient and industrial. 'I II III IIII" is his first release since the 2007 release 'Mormor' (not reviewed). There are four long pieces on this CD: ' I', 'II', etc. The pieces are from 2011, 2012, 2015 and 2017/2021. I have no idea what kind of instruments Tarkatak uses; only the piano is recognizable in 'IIII'. Otherwise, I think he uses electronics, effects, guitars, synthesizers and such. There is a robust drone approach in these pieces, of slowed-down tapes and rusty sounds, slowly evolving. With pieces between thirteen and twenty minutes, there is enough time to let them grow and develop naturally. This works best in the longest of the four pieces, 'II'. Tones arrive from nowhere, make a few slow and majestic moves and then disappear, replaced by new ones. The resulting music is dark, atmospheric and ambient. It ticks all the right boxes for me; I have been a fan since the early days, even when I am ashamed to say I haven't played many in recent years. Oddly enough, the one that didn't work well for me was 'IIII', with the piano sounds. Whereas the other was akin to amorphous clouds, the musical element of the piano, slightly unorganized, banging out slow tones against a drone background, became after a while a bit boring. But a good hour of great music has passed by then, so nothing to complain about. Let's hope we don't wait another fifteen years for the next album." [FdW / Vital Weekly] " „I II III IIII“ ist das erste neue Album von Tarkatak seit dem 2007 erschienen Album „Mormor“ auf Genesungswerk. Ende 2021 erschien ein starker Track auf einer Compilation. Die hier enthaltenen Aufnahmen entstanden zwischen den Jahren 2011 und 2021, geremixed wurden sie im Frühjahr 2021. Lutz Pruditsch, dessen Werk in den 80ern/90ern als Der Pilz stark von der Industrial Culture beeinflusst war und der das kleine Label Trümmer Kassetten betrieb, macht als Tarkatak eine ziemlich variantenreiche Musik, die sich im Drone verorten lässt. Konzipiert während des Reisens und Unterwegsseins, bekommt man vier lange Tracks, die sich fortwährend entwickeln: So kommen auf “I” im Laufe der 16 Minuten zu dem in der Ferne anschwellenden Drone immer weitere Elemente hinzu, die sich nach und nach verdichten. Das ist eine sich langsam entwickelnde, aus zahlreichen Schichten bestehende Musik: Zwischendurch wird man an eine Sirene erinnert, Dissonanzen tauchen auf, es pulsiert, brummt und irritiert (und das ist durchaus positiv zu verstehen). “II” wirkt anfangs von der Stimmung wesentlich positiver, weniger dunkel. Man kann sich diesen weitgehend sehr melodischen Track zur Untermalung eines Sonnenaufgangs vorstellen. In der Ferne erklingen Pianotöne, die verhallen, im Rauschen gerade noch erahnbar sind. Dann glaubt man, Wellen schlügen gegen das Ufer, dann setzen dunkle, unheilschwangere Drones ein, um dann am Ende doch hoffnungsvoll zu enden. “III” ist wesentlich reduzierter, beginnt fast unhörbar, dann kommen seltsam-melodische Passagen dazu. Dem Track haftet ein Moment des Mysteriösen an, bevor der Rest Schweigen ist. Der das Album abschließende Track “IIII” beginnt dunkel, tastend, dann kommen Klavierpassagen dazu, die wesentlich dominanter als zuvor sind. Diese vier langen, organisch wirkenden Tracks loten aus, was der Drone alles kann. Sehr schöne, auf 200 Exemplare limitierte Veröffentlichung mit einem zum Poster ausfaltbaren Siebdruckcover." [MG / African Paper] "An edition of 200 copies only in silk-screened hand numbered poster-cover sounds nice and lovely but is in fact a bit unhandy, the poster folds out to more of the organic structure in bronze / brown / black. Thankfully a regular booklet is included here so at least some basic infos can be gained from the artwork. Tarkatak is actually no new name to me, it's a project by Lutz Prueditsch (who was active as Der Pilz, run his experimental tape label Trümmer Cassetten and later Dachstuhl a.o. activities) I've listened to in awe years ago already when his album 'Mormor' appeared on the much missed Genesungswerk label, in a cardboard box with a CD on felt. Ambient drones for the thinking man or something like that I wrote back then. At least back then he gave the tracks some titles but for this collection, recorded between 2011 and 2021 and finally mastered in 2021 even those have left and the tracks are titled as the release, just four numbered sections. Well, freedom of speech, association or of thought or both this is. The most recognizable instrument used here in small doses is a piano, spreading a few melodic highlights throughout these organic drones, built from field recordings and found but altered sounds and voices. Reworked over and over again the continuos movement and the flow hardly ever stops until everything is dissolving. The mood is shifting from brooding to wallowing in various stages of post-romantisicm not completely unlike contemporaries Troum (f.e. with 'Mare Morphosis'). Maybe also reflection of a period of travels and changes in the artists life. A pleasure to listen to. Dreamy Movements in a deep wakefulness sleep." [CHAIN D.L.K.]
€13.00
Invocation

Invocation

Format: CD Year: 2016
"in our lives we meet various people and we get to spend some quality time with a couple of them. depending on who we spend our time with and in what state of mind the time together is spent, we talk about friendship. and the more honest and unconditional this friendship is, the more it adds to the quality of our respective lives. it's a rare thing when you meet someone and right from the first moment you know you add to each others lives. it only happens a few times - and maybe not even that often - but we have all been there and we all recognize those moments; as well as the people it concerns. and yes, those times bring back a warm and fuzzy feeling. but then there are the many ways a friendship can end: a wrongfully interpreted word, a misunderstood thought, incompatible visions or simply because it started to cost more energy then it gave back. as incomprehensible a friendship can begin, it can also end. sadly there are also true and deep friendships that have never ended, even when said friend has left this dimension. the feeling that we're left with is just about the worst feeling ever ... with 'invocation' the [law-rah] collective and cinema perdu present a split album with personal views and interpretations of the emptiness that remains. finding closure in a process of grief. not the most happy of feelings, but it's a feeling we all recognize, an emotion we can all relate to and maybe the one thing we all have problems with giving it a place in our lives. the process of composing, writing, producing and finishing 'invocation' has helped us seeing things in perspective again after loosing loved ones. 'invocation' - simply to have that final conversation, to share that final drink, or just to say you care ..." [label info] "So today we will be looking at (and listening to, of course) some darkly pulsing ambient and asking, “just what is it about this music that makes it so great for processing inarticulate emotions?” Well before I answer that, and while I try not to ‘zone out’ entirely, let me just articulate my feelings right now by saying: This... Is... Great. And, furthermore, it pulses darkly and in all the right places. Ahhh… It’s a collaborative effort, this, between The [Law-Rah] Collective (Bauke van der Wal) and Cinema Perdu (Martijn Pieck) -- each performing and contributing two individual tracks and a fifth track wherein they combine their compositional efforts. Opening track, ‘1’, by [Law-Rah], pleasantly and gently throbs like the aural equivalent of a deep red Rothko painting. For musical touchstones, think Nurse With Wound and Locust. His second individual track, ‘5’, drones slightly more ominously and is accompanied by a glitchy ‘popping’ sound which is not unlike that made earlier when we were preparing the post here at Norman and a trolley rolled over a long sheet of bubble wrap. These sounds phase in and out and pan woozily to leave the listener a little disorientated. Cinema Perdu similarly explores the empty psychological spaces which remain once you are all cried out. Really, this is perfect for the final part of the day when this reviewer has precious little more strength to muster. The two tracks Martijn Pieck brings to this disc are as sublime as the previous two by Bauke, in that the music is the contemplative, irresistible, seemingly boundless evocation of space, of internal conflicts easing and resolving themselves outside of time. Plus, his second track features metallic chiming under mallets. I’m a sucker for resonating metal and mallets. Martijn and Bauke’s collaborative track, ‘4’, is possibly the most affecting of all. What sounds like a sample from a long lost choral masterpiece is used as a bed for found sounds and plucked electroacoustic instruments, with an industrial throb underpinning it all… there’s an organ playing. For a minute there, I thought it was coming from the cathedral in my mind. Then silence. The CD whirrs its death throes and I feel a little more alive." [Norman Rec.] "THE [LAW-RAH] COLLECTIVE ist ein mehr oder weniger loser Zusammenschluss von Künstlern rings um den niederländischen Musiker BAUKE VAN DER WAL, der das Projekt mit dem enigmatischen Namen um das Jahr 2000 herum gründete. Bevorzugt tummelt man sich im Experimental-, Drone- und Dark Ambient-Sektor, zeigt aber auch keine Berührungsängste mit harscheren, ja dezidiert noisigen Spielarten, was exemplarischen Ausdruck in Kollaborationen mit NAVICON TORTURE TECHNOLOGIES (Box Edition von "The Gospels Of The Gash" und "Your Suffering Will Be Legendary") findet. Überhaupt ist man, was die stilistischen Details betrifft, um relativen Abwechslungsreichtum bemüht, und so reicht das bei discogs aufgespannte Genre-Spektrum von "Elektronik, Pop" über "Experimental, Abstract" bis hin zu "Dark Ambient, Drone". Seiner Grundrichtung bleibt das Kollektiv nichtsdestoweniger treu; nicht umsonst hat man schließlich – nomen est omen – der eigenen Homepage die Adresse "darkambient.net" verpasst. Entsprechend gerne arbeitet man freilich mit stilistisch benachbarten Künstlern wie CISFINITUM oder eben CINEMA PERDU zusammen. Der Mann dahinter, MARTIJN PIECK, ist langjähriger Freund VAN DER WALs, seit 2008 Vollmitglied von THE [LAW-RAH] COLLECTIVE und seit 2011 unter dem nom de guerre CINEMA PERDU aktiv, unter dem er bislang mehrere Alben im File- und Tape-Format veröffentlicht hat. Die vorliegende CD "Invocation" ist nach dem gemeinsamen Split mit WOODBNDR, "Blue Ruins Under Yellow Skies" von 2014, die zweite dezidierte Zusammenarbeit mit CINEMA PERDU und folgt stringent jener kontemplativen Drone-Programmatik, die im Großen und Ganzen das Leitmotiv für die Arbeit VAN DER WALs mit dem [LAW-RAH] COLLECTIVE abgibt, hier allerdings in ganz besonders vielschichtiger, facettenreicher Form zelebriert wird. Das Thema der CD fordert eine gewisse Besinnlichkeit freilich nachgerade heraus, beschäftigt sich die inhaltliche Ebene von "Invocation" doch mit dem Zerbrechen, Erlöschen, in jedem Fall aber mit dem Ende intensiver Freundschaften und enger Beziehungen, sowie insbesondere mit jener gähnenden Leere, die eine solche, mehr oder weniger gewaltsame Trennung einer tiefen emotionalen Verbindung nach sich zieht – egal, ob sie "nur" einem menschlichen Zerwürfnis, einer individuellen, existenziellen Krise oder gar dem physischen Ableben eines der Beteiligten geschuldet ist: "Invocation" versteht sich, so führt der Promotext aus, als "split album with personal views and interpretations of the emptiness that remains. Finding closure in a process of grief." Vor diesem Hintergrund erschließt sich denn auch ganz zwanglos der Hintersinn jener Sentenz, die sich auf der Innenseite des CD-Kartonschubers findet: "Some things were never meant to change but here we are" ... Das beim Berliner RAUBBAU-Label erschienene Album enthält sechs unbetitelte, lediglich durchnummerierte Tracks zwischen knapp acht und knapp zwölf Minuten Länge – etwas Zeit, Muße und Geduld sollte der interessierte Hörer also schon mitbringen, möchte er sich mit dieser, ohne Worte auskommenden, "conversation about what really matters" auseinandersetzen. Wer nun allerdings vom leidlich bekannten, sich über die komplette Laufzeit spannenden, mediokren Einheitsgebrumme ausgeht, das so betrüblich oft unter der Bezeichnung "Dark Ambient" firmiert, wird erfreulicherweise eines besseren belehrt: Lediglich das erste und das letzte Stück, beide von THE [LAW-RAH] COLLECTIVE eingespielt, präsentieren sich als ausgesprochen dronige, tiefenentspannte, einzig durch allerlei Rascheln, Knistern und anderweitige Störfrequenzen in minimale Regung versetzte, dabei jedoch niemals langweilige Soundmeditationen, während die von CINEMA PERDU beigesteuerten Beiträge 2 und 3 deutlich experimenteller und collagenhafter daherkommen – streckenweise fühlte sich der Rezensent durchaus ein wenig an NURSE WITH WOUND erinnert. Die eigentliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Outfits, Track Numero 4, gibt denn auch das interessanteste Stück des Albums ab und entwickelt sich, ausgehend von einem sakralen, durch rotorartiges Flattern fragmentierten Choraleinstieg, hin zu einem, schon fast treibend-rhythmischen Mittelteil, um schließlich in einem amorphen, alle Strukturen wieder einschmelzenden Klangbad zu verhallen. Nicht alles auf "Invocation" ist also gar so meditativ, wie es auf den ersten Eindruck und nach Lektüre des zitierten Begleittextes scheinen mag – nach einigen Hördurchgängen entpuppt sich das versammelte Material in der Gesamtschau vielmehr als erfreulich abwechslungsreich und immer wieder für das eine oder andere überraschte "Oho!" gut. Fazit: THE [LAW-RAH] COLLECTIVE & CINEMA PERDU legen mit "Invocation" ein rundum gelungenes Werk vor, das routiniert mit den Genregrenzen spielt, sie ausweitet und bisweilen beinahe transzendiert, ohne dabei jemals bemüht zu klingen, sich in Beliebigkeiten zu verheddern oder in akademischen Frickeleien zu verlieren. Beide Projekte interagieren perfekt miteinander und realisieren so ein bemerkenswertes, ebenso meditativ-hypnotisches wie dramatisch dichtes Album, das durch seine implizite Programmatik und die unprätentiöse Art & Weise, in der diese präsentiert wird, noch zusätzlich punktet: "the process of composing, writing, producing and finishing 'invocation' has helped us seeing things in perspective again after loosing loved ones. we hope it can do the same to you." – Irgendwie ist die ganze Veröffentlichung ... einfach ... sympathisch. Und wer kann schon etwas gegen sympathische Musik haben? Der Autor dieser Zeilen jedenfalls nicht." [Endsal/NON-POP]
€13.00
Acid & Ecstasy

Acid & Ecstasy

Format: do-LP Year: 2025
Thighpaulsandra is a veteran of many music worlds, and displays it on his kaleidoscopic multi movement tracks. With his first album in six years, Acid & Ecstasy, he whizzes through a particularly electrifying set of stylistic left turns. ‘Princess Margaret’s Mellotron’ starts off with guttural spiritual ambience before swerving into a twisted rock ‘n’ roll breakdown. A tripped out, irreverent take on the 2020s Britpop re-revival powered ultimately by a vast array of electronics and Coily industrialism, the track somehow expertly blends trickling gamelan polyrhythms, marching band brass, and murky ambience into a genre defying art rock mixture. Acid & Ecstasy" ist das neunte Soloalbum des musikalischen Provokateurs Thighpaulsandra (u.a. ex-COIL/SPIRITUALIZED/JULIAN COPE) und seine erste Veröffentlichung seit dem 2019 erschienenen Album Practical Electronics. Willkommen zu einem weiteren tiefen Tauchgang in Thighpaulsandras anzüglicher Klangwelt, welche sich keinem Genre zuordenen lässt. Ein Doppelalbum, das eine Vielzahl von immersiven Soundscapes, rauen Rockmomenten und lyrisch geschärften Balladen enthält, die wir alle von diesem unruhigen Troubadour erwarten, plus eine Menge fleischiger Überraschungen. Sieben gewichtige Tracks, die dich auf die beste Art und Weise verwirren und dich durch einen eklektischen Zirkus von unverfälschter Genialität chauffieren. Verdränge den Unglauben und kreuzigen die Neugier, du wirst nicht enttäuscht. Erhältlich auf Doppel-LP und Einzel-CD. ##################### no bandcamp, sorry ###################### "If like me you loved Thighpaulsandra‘s debut or the panoramic nature of his Golden Communion album, I’m glad to report the big-band sound is back with a vengeance on this new offering. As sprawling as it is provocative, this beast is an accomplished double helping that happily mingles menace with glitzy pop-tastics skewered in plenty of Stockhausen detours and atonal splurges. A largely song-based soiree, dashes of black humour and grandiose synth work abound, each track never starting where it finishes, its malleable betweens mood-swinging like a tree-skipping gibbon, grinning with mischievous intent. The orator’s words shine, scenic playthings perversely weaselled, poking fun at the righteous. The music, just as anarchic, obsessively delighting in blushes of prog-like excess, scooping up funky spandex grooves or taut totem riffs beset with a warble of classical delicacies, suddenly slamming you unexpectedly into a host of bent-up and crumpled trauma. Bold and marauding, it’s an entertaining ride that draws you into its theatrics askew, starfishes you back from the wreckage on a refreshed stream of consciousness piggybacking on a grinding bassline and creamy wizardry – psychedelically triggered melodics and adrenalined rushes that push intriguing holes through the fabric of its own reality. The jazzabelled tribal mantra of “The Curtain” erased into an ECM coma to comb-over a lush Spanish guitar and flourished balladry. A Julian Cope-like cadence chasing slippery abstracts and trickling diodes. The songwriting free-flow doesn’t disappoint, pillows with possibility, offset in ovalling obliques and star-clustered satellites, leaping headlong into some weirded-out Cardiacs-like operatics. In anybody else’s hands this might fall foul, flounder messily; but Thighpaulsandra’s trip marvels with the improbable, alchemises the errant with seamless ease. The debauched hilarity of “Princess Margaret’s Mellotron” (bringing to mind Double Vulgar‘s ode to her royal highness) meal-worms the ridiculous, all raspberried and choral-tapered, “Sliding down the corridors of powerrrrr” skilfully subverting with toe-tapping tautness and genre-bending fluidity. That multifaceted voice plucking charismatic to later turn despotic on “Cattle Truck”, the music souring to blunted blows disembarking into some head-nodding wrongness and a zero-gravity suspense outage of rumble-roasted layers. I can’t begin to imagine the amount of work involved creating something this complex and widescreen, but my ears are enjoying every twist and turn. As the album ends on the sticky avant-garden of “The Brown Hare Remains”, I’m reminded again of Thighpaulsandra’s genius in conjuring a rarefied atmosphere. An oddly shimmering creature of a track, stabbed in reverbed-glowing rhythmics and gong-like metallics to skitter on an aftersun of chilled poetics slivering between French and English on this dusky purple pulse. A lilting ambience that tessellates like a slo-mo of broken petals wistfully lost to the gathering silence. Acid And Ecstasy is another extravagant triumph that I’m going to be listening to for years to come. [Michael Rodham-Heaps/FREQ]
€35.00
Deceit

Deceit

Format: CD Year: 2006
Re-issue from second regular LP from 1981. Remastered 2001. A milestone of experimental music. "...Im Vergleich zum Debut ist "Deceit" - was Betrug oder List bedeuten kann (Melodieselige und Neoprogger also vorsicht!), aber auch, wenn man den Titel ein paarmal schnell hintereinander auspricht, den Bandnamen ergibt - etwas songorientierter und weniger laut geraten. Um Betrug geht es in der Tat auf dieser Scheibe, zumidest stellenweise. So thematisiert "Makeshift Swahili" z.B. (unter anderem) die Vertreibung der nordamerikanischen Indianer und um die davor gemachten Versprechen. In "Independence" wird der Text der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung "kritisch" vertont. Zeitkritik unter dem Motto "history repeats itself" - der Anfang von "Cenotaph" - steht hier im Mittelpunkt, auch außermusikalisch, so ist z.B. "Suffer Bomb Disease", der Titel des letzten Tracks, in japanischen Schriftzeichen abgedruckt. Ansonsten sind die Texte recht kryptisch und mitunter schwer zu enträtseln, wie auch die dazugehörige Musik. Im Vergleich zum Erstling ist "Deceit" also nicht mehr so extrem und laut, ist reduzierter, dafür aber subtiler. Die industrialartigen Momente sind nicht mehr vorhanden, oder besser, sie sind verändert worden. Klang es auf "This Heat" mitunter nach einem Dampfhammer, so erweckt die Musik auf "Deceit" eher den Eindruck eines Uhrwerks, ein rhytmisch-monotones Klappern und Klopfen, das in seiner repetitiven Motorik am ehesten noch an Can erinnert ("Paper Hats" z.B., das nicht nur vom Titel her Erinnerungen an "Paperhouse" von "Tago Mago" weckt). Für diesen Effekt ist einmal mehr Haywards metronomenhaftes, aber gleichzeitig unglaublich vielseitiges und abwechslungsreiches Schlagzeugspiel verantwortlich. Dazu kommen Bullen und Williams, die hauptsächlich Töne, die ihren Ursprung in Gitarre und Bass haben, beisteuern, verfremdet, mehrfachst übereinandergelegt und durcheinander gemischt. Aber auch Klarinetten- und Keyboardklänge gibt es hier zu hören, ebenso fast unkenntlich gemacht, zusammen mit einer Myriarde anderer Sounds, Sprachfetzen und Geräusche, deren Ursprung kaum zu erahnen ist. Bullen und Hayward besingen die Stücke oft gemeinsam, in gleich - oder auch gegenläufigen, einander kontrastierenden Gesangslinien. Auch die Art und Weise zu singen ist sehr verschieden. Bullen singt die Texte recht emotionlos-gleichförmig vor sich hin, während Hayward durchaus Melodien von sich gibt, mitunter aber sehr schräg und fast verzweifelt kreischt ("Paper Hats", "Makeshift Swahili"), damit aber unglaublich intensive Emotionen freilegt. "Radio Prague", "Triumph" und "Suffer Bomb Disease" sind reine, minimalistische Klangkreationen, fast zerbrechliche Music-Concrete-Experimente. Alles auf dieser Scheibe ist schräg und seltsam, gibt aber das Zeitgefül der frühen 80er eindringlich wieder. Aber diese Musik ist zeitlos; wäre das Album 15 Jahre später erschienen, hätte es wohl unter Post-Rock-Freaks für Aufsehen gesorgt. So tat dies die Scheibe in New Wave-Kreisen. "Deceit" ist eine der wichtigen Scheiben der 80er, mit progressiver Musik einer Avantgarde-Formation, die sich, wie z.B. auch Art Zoyd, Univers Zero, Present, Shub Niggurath oder Fred Frith (und die diversen Formationen, mit denen er tätig war), erfolgreich von ihren 70er-Prog-Wurzeln gelöst hatten, um etwas wirklich Neues zu machen." [Babyblaue Seiten]
€14.00
same

same

Format: CD Year: 2006
Endlich wieder erhältlich, die erste LP (1979) der wegweisenden britischen Avantgarde-Band. Bis heute lässt sich ihr Stil nicht wirklich schubladisierend fassen, es ist halt THIS HEAT und nix anderes ! Auch in der gerade erschienenen „Out of Cold Storage“-Box enthalten! Eine bekannte Mainzer Buchreihe hat sich übrigens nach dem Intro dieser LP - TESTCARD - benannt. „Was diese so Band so ausnehmend macht und selbst unter heutigen Maßstäben so ungemindert bestechend, ist in meinen Ohren der Thrill zwischen schwebenden Momenten, in denen die Musik die Luft anzuhalten oder garottiert zu werden scheint und sich enorme Energie aufstaut, und den unglaublich intensiven Eruptionen in Gestalt des ostinaten Drummings und sich ins Gehirn fressender Loops. Dazu kommt dann noch an besonders sublimen Momenten HAYWARDs Gesang mit einem Timbre, das einem die Kehle zuschnürt durch den wehen Ton und mit heißkalter Dringlichkeit die Schädeldecke aufstemmt....“ [Bad Alchemy #51] “A landmark recording by one of most important British bands, full stop. this, their first release, tore up the book and laid new rules for band composition and performance. First, the music: without precedent, then, the musicians: all extraordinary, all uncompromisingly radical, then the way it was all put together: endlessly surprising, hammeringly intense, and the sound: hard, radical, crafted, rich, with complete control of the frequency range. Beautifully recorded, radically mixed, this was breathtakingly present. Stripped back to the bone but never simplified. And it hasn't aged. this is deep, complex work that creates its own world, anticipating much that was to follow in the next 15 years. A luminous release out of print (for almost a decade?). Re-mastered by the group for this re release.“ [label info]
€14.00
Health & Efficiency

Health & Efficiency

Format: maxi-CD Year: 2006
CD Re-issue of the genius 12" from 1980, re-mastered ! "1980 veröffentlichten This Heat die hier besprochene 12"-EP (oder Maxi-Single), die 1998 von These Records als Mini-CD wiederaufgelegt wurde. Gleichzeitig erschien das Material zusammen mit den Stücken von "Repeat" auf einer Doppel-LP (mit dem Titel "Health & Efficiency / Repeat"). "Graphic/Varispeed" ist zudem auch auf der "Repeat"-CD zu finden. Zwei sehr unterschiedliche Stücke haben This Heat hier auf die beiden Seiten der EP pressen lassen. Das Titelstück stellt ein Destillat der Musik der drei Engländer dar, eine energiegeladene Zusammenfassung ihrer musikalischen Ideen in 8 Minuten, ein dichtes und spannendes Konglomerat aus schrägem Song, Tonbandeffekten, RIO-Krach, Schlagzeug-Freakouts, quasiindustriellen Klängen, wavigem Rock, Canterbury-Rudimenten und nervösem Tonschweben. "Health & Efficiency" ist meiner Meinung nach das beste Stück, dass This Heat je gemacht haben. Wer sich nur eine Nummer der Gruppe antun möchte, sollte sich dieses Stück anhören. Genial! "Graphic/Varispeed" bietet dann, mehr oder weniger, nichts. Ein ewigliches, einförmiges Tonschweben kommt hier aus den Boxen, mal lauter mal leiser, mal hoch mal tief, mal weich mal hart. Wenn man das Brummen eines alten Kühlschranks aufnehmen würde, wäre das Ergebnis wohl ein ähnlich abwechslungsreiches Stück "Musik". Das Ganze ist eine extreme Minimal-"Kunst", die man wohl mit einem verblüfft-verständnislosen Lächeln hinnehmen muss. Man kann den Nichts-Effekt übrigens noch steigern, wenn man die EP bei 33 rpm abspielt ... den Besitz der Vinylversion vorausgesetzt (diese langsame Version der Nummer ist übrigens auf "Repeat" zu finden). Trotzdem, das Titelstück sollte man kennen (wenn man denn die beiden Studioalben von This Heat schätzt)!" [Achim Breiling / Babyblaue Seiten] www.rermegacorp.com
€9.50
Biotop

Biotop

Format: CD Year: 2003
Zweiter re-release in der Serie von Wiederveröffentlichungen des TIETCHENschen Oeuvres – BIOTOP erschien 1981 und ist pure analoge Elektro-Pop-Musik mit nicht zu vernachlässigem Obskur-Faktor, klingt nach 80ern wie irgendwas ! „Second in the rerelease series presenting the first of four albums that were issued by Sky Music in the early 80's. Incl. 2 unreleased bonus tracks. 1000 copies with poster booklet in jewel case. Playing time: 51:34 min.” [press release] “ With the release of this album, a 3 year interlude began which was dominated by the use of Roland 'CompuRhythm' drum-machine. In addition, I discovered new sounds and playing possibilities on the Moog which considerably expanded my creative armoury. I also added a conceptual self-limitation: no track should be more than four minutes long. In the end, the majority of the pieces on the first two Sky albums actually clocked in at under three minutes each. In the opinion of my musical mentor Okko Bekker, their sparseness and short lenght evoked the impression of radio time-signals (Radio-Zeitzeichen), a form of acoustic station identification which was already obsolete by then. This reference provided me with the name for my accompanying orchestra, which consisted solely of musicians from the experimental music scene in Hamburg. Because of the total absence of bass lines the commercial potential of the pieces was virtually non-existant. The album was recorded on an 8-track Otari tape-machine. The Eventide digital harmonizer and the Ursa Major 'Space Station' reverb-machine also played a part. All of the pieces were recorded in 1980. They were not commissioned by any label, the contact with Sky Records only happening in 1981. The two bonus tracks from 1979 mark a decisive break with previous work ('Nachtstücke'). 'Futurum Drei' was recorded between 6th and 9th of July 1979. 'Fast Food' came three weeks later. While the first of the pair does not totally make the break with the old way of working, the second points clearly into a new direction. I would particularly like to thank Günter Körber (Sky Records) for his kind permission to re-release 'Biotop' and the three other Sky albums, and for allowing me to use the orignal labels in facsimile.” [from the liner notes - Asmus Tietchens]
€15.00
Notturno

Notturno

Format: CD Year: 2007
Schon die 10te CD in der DIE STADT-Reihe mit Wieder-veröffentlichungen früher TIETCHENS-Werke. NOTTURNO erschien im Original 1987 und schaffte eine ganze eigene, verstörende "Alien"-Atmosphäre, recht schroff & konkret mit viel verfremdeten Klaviermaterial und wieder bemerkenswerten Titeln wie "Halbe Tanzmusik" - wie auch "Formen letzter Hausmusik" eines der frühen Meisterwerke auf denen sich der hier schon unverkennbare TIETCHENS-Stil deutlich niederschlug. "Tenth part in the ongoing re-release series of all early Tietchens albums between 1980-1991. Notturno was originally released by Spanish label Discos Esplendor Geometrico in 1987 and also by Barooni on CD in 1992. Remastered version in a first edition of 600 copies in jewel case with full color artwork and poster booklet also featuring the original front and back cover. By the time Studie für Klavier (Formen Letzter Hausmusik, DS84) was released, it actually wasn't my first attempt to use the piano as a sound source. Various pre-studies came before this, but all which either were not characterized as such in their title or simply didn't make it onto record. I was intrigued by the great range of sounds it offers in general, but also by the multiple possibilities to produce sounds inside of the piano. Of course I was fully aware that these techniques had already been used by other composers like Henry Cowell and John Cage in the past. Not only could I make use of a grand piano in 1986, I also had the technical equipment at hand which didn't leave nothing to be desired. I wasn't quite precise calling these pieces Studien für Klavier (Piano) by the way, as I was actually using a flügel (grand piano). I began preparing the strings in an almost old fashioned way, also producing sounds with unusual aids (electric gastr beater, wire brush, coins and others). Then in another step, with the help of the studio, I carefully started working on the recorded sounds. While doing this, I wasn't even afraid of using some good old avant-garde tricks, by the way. But I won't tell. The fact that Notturno was released by an industrial label, shows how much the interest in unusual electro-acoustic music had grown at the time. In fact, Notturno is nothing less than an industrial album. To my own delight and to the delight of the listeners as well, I used techniques which were introduced in the field of new music since several years already. As a result, Notturno can be seen as a cross between musical styles. On one hand it sounds academic, but in fact it isn't. But the question whether this was U (popular) or E (serious) was obsolete anyway, as electro-acoustic experiments didn't exclusively belong to the circle of serious composers anymore. Of course I wasn't the first or only non-academic composer who produced music, which couldn't be categorized easily then, and maybe even still not until today. As a result, the exchange of these new aesthetic strategies with other musicians and listeners in the mid-'80s, further encouraged the musicians to produce such music, and as a result, labels such as Discos Esplendor Geometrico could be sure to sell a small edition of 500 copies in a fairly short time. The ears had opened up for this genre-crossing music and the heads were ready to accept. We had succeeded breaking new ground." [label info / liner notes] "....Following 'Formen Letzter Hausmusik' and 'Hydrophonie', 'Notturno' was the third 'serious' attempt in composing more serious electro-acoustic music, and Tietchens limits himself to using the (grand) piano. In a good tradition, say starting with Cage's prepared piano, Tietchens treats the inside and outside of the piano with objects, like an electric gastr beater, wire brush, coins and others, but unlike Cage it's for Tietchens only a starting point. The recordings are processed in the studio, in no doubt true Tietchens style. Looping the sounds around, filtering through sound effects and synthesizers, after which they finally find their form in neatly constructed pieces of music. To use loops as to the extent that Tietchens does is something that sets him aside from the regular musique concrete composers. At the time for many, yours truly included, this was the first introduction to the more academic music, while now, we hear a record that is certainly a great one but perhaps not so academic as we thought back then. 'Notturno' is one the best Tietchens works that one can encounter and the mastering is much improved over the first edition on CD. While many seem to think that Tietchens music is quite distant and cold, 'Notturno' combines playful melodies and sturdy processing of the material. Certainly one to get if you are only remotely interested in his work." [Vital Weekly] www.diestadtmusik.de
€15.00

Das Vieh und sein Vater

Format: CD Year: 1996
Irgendwie sind uns nochmal einige Kopien dieser "rare tracks"-Zusammenstellung von 1996 in die Hände gefallen, erschienen auf einem Label das schon längst nicht mehr existiert. 18 Stücke sind hier enthalten, die von 1981 bis 1995 (bis auf 3 Stücken aber alles aus den 80ern) auf MC und LP-Compilations erschienen, das meiste davon ist rar & jetzt nirgendwo anders erhältlich. Einige Beispiele: "TINA, ICH LIEBE SIE!" von "Sex & Bestiality" 4 x MC (Bain Total, 1984, das DIE FORM-Label); "TRIUMPH DES WILDEN" von "Alternative Funk 1" MC (Audiologie 2, 1995), "KRYPTO-PHONOPHONIE" von "Captured Music" (Selektion 1987), etc. etc.
€13.00
Der fünfte Himmel

Der fünfte Himmel

Format: CD Year: 2014
Asmus Tietchens ist einer der bekanntesten deutschen Künstler im Bereich der abstrakten Musik. Anfang der 1980er-Jahre nahm er eine Handvoll Avantgarde-Synthiepop-Alben auf, auf denen er einen unnachahmlichen Mix aus stolpernden Beats und schrägen Harmonien zum Besten gab, was der Musik die Gattungsbezeichnung Pseudo-Pop einbrachte. "Der fünfte Himmel" versammelt Liegengebliebenes, Verworfenes, Unpassendes und Unerwünschtes aus jener Frühphase des Künstlers. Zu hören sind Arbeiten, die auf den originalen LPs der Jahre 1980 bis 1983 nicht erschienen, aber in den unmittelbaren Werkkontext gehören. Dabei blieben die Stücke nicht aus qualitativen Erwägungen, sondern aufgrund ihres teils exzentrischen, teils schlicht entlegenen Charakters im Archiv. Ferner enthält "Der fünfte Himmel" jene Stücke, die für ein weiteres Album für das Label Sky infrage gekommen wären. https://asmustietchens.bandcamp.com/album/der-f-nfte-himmel
€10.00
Seuchengebiete 4

Seuchengebiete 4

Format: CD Year: 2021
"Seuchengebiete 4, the continuation of Asmus Tietchens' almost legendary series of treated water sounds, consists of six Hydrophonies. The sonic palette ranges from deep gurgling bass pulses to fragile movements of showering bright particles. The overall mood is ernest, contemplative and dark. Seuchengebiete 4 is perhaps the ultimate soundtrack for our crises-ridden times." [press release] https://aufabwegen.bandcamp.com/album/seuchengebiete-4 "Der Hamburger Asmus Tietchens schätzt Serien, man denke etwa an die auf inzwischen sieben Teile angewachsene Mengenreihe. Auf den Alben der “Seuchengebiete”-Serie finden sich sogenannte Hydrophonien, Stücke, deren Basis das Geräusch von tropfendem Wasser ist. Der erste Teil erschien 1985, sechs Jahre später folgte Nummer zwei, 1997 auf Donna Klemms Label Artware Nummer drei. Schon in einem Interview im Jahre 2007 sprach Tietchens davon, an neuen Hydrophonien für einen vierten Teil zu arbeiten, jetzt erscheinen sechs neue Aufnahmen auf Auf Abwegen. Auf„Hydrophonie 21“ scheint Wasser in einer Höhle zu tropfen und zu (ver)hallen, im Vordergrund blubbert es, während im Hintergrund seltsam-melodische Flächen zu hören sind. Dann scheint Wasser ausgeschüttet zu werden und zu fließen. Dem Track wohnt eine leichte Unruhe inne. Die nicht nur numerisch, sondern auch auf dem Album darauf folgende Hydrophonie nimmt diese Bewegung zurück, ist tastender, reduzierter, minimalistischer. Zum Teil klingt das Fallen der Tropfen so, als zupfe jemand einen akustischen Bass. “Hydrophonie 24″ hat einen leicht metallischen Klang, ist vielleicht- etwas verkürzt gesagt- mit durchaus dissonanten Momenten das industriellste Stück auf diesem Album. Dagegen scheint “Hydrophonie 26″ zurückhaltender und weniger unruhig zu sein. “Hydrophonie” 32 hat einen leicht ambient-sakralen Charakter und ist der vielleicht atmosphärischste Track auf diesem Album. “Hydrophonie 27″ beginnt fast kaum wahrnehmbar, dann hört man entfernte, kristalline Momente, als würden Vögel zwitschern.Was klar gewoden sein sollte, ist, wie unterschiedlich trotz gleichen Ausgangsmaterials die einzelnen Stücke sind. Über die Jahre ist Tietchens immer sehr konsistent darin gewesen, wenn er über die (nicht vorhandene) “Botschaft” seiner Musik gesprochen hat. Schon 1991 meinte er: „I don’t try to create moods with my music, and I don’t try to tell stories, and my music doesn’t carry any message except an aesthetic one (now and then). Mostly my pieces are formalistic exercises, or better, the results of formalistic exercises. Music shall be no more than itself. Absolute Music.“ In einem jüngst erschienen Interview wird diese Haltung noch einmal klar artikuliert: “’Absolute Music’ is not connected with any political, spiritual, ideological or educational intention. The listener is totally free for his own impressions, feelings, possible pictures and thoughts when listening to ‘Absolute Music’. To me that is total freedom of perception. I am no teacher, no philosopher, no scientist – why should I intrude my thoughts on any other human being? I always try to let the music speak for itself. That should be enough.“ Dennoch darf auch auf diesem Album das obligatorische Cioran-Zitat natürlich nicht fehlen: “Der zügellose Optimismus hält der geringsten und bedeutungslosesten Offenbarung der menschlichen Natur nicht stand.” [MG / African Paper] "In the 80s, there was a small list of very hard to obtain records, records of the kind that everybody wanted. Among them was Seuchengebiete' by Asmus Tietchens, released by A-Mission Records. That label vanished quickly, and the records too. I am sure I traded some obscure Gerogerigegege LP for it, but it was worth the trade. I may have told this story when I reviewed the CD re-issue back in Vital Weekly 504. On 'Seuchengebiete', Tietchens explores the sound of water dripping in his studio sink. It was the first record on which Tietchens explored the quieter side of music. Later on, there were more volumes of this approach (although never called 'volume 2' etc.). The second volume was in 1991 (reviewed in Vital 23, when it was a paper fanzine; see advertisement elsewhere), and '3' was in Vital Weekly 121. I mentioned for the latter that I didn't get the design of the release, which is, maybe oddly, also the case here. As this CD arrived on Saturday, I took a whole Sunday off to play all four 'Seuchengebiete' instalments. Over the years, some things have changed in the music of Tietchens. It was the first 'Seuchengebiete', one of his first quiet works; these days, his music is soft. Many of his musical compositions contain sounds beyond recognition, but in this case, it is pretty clear what the source material is. The dripping of water can be recognized, but it is transformed in various ways, from delightful high-end splashes to low-end bass sounds; some of this sounds like it is changed with granular synthesis, but no doubt there is also another technology at work here. There is something profound about the music, slow, contemplative; maybe the music is a sign of the sorry state of our times. Perhaps it is the association I have with the water sounds here; that of leaky pipes in an abandoned industrial landscape. The soundtrack for a worse tomorrow? I am sure that is not what Tietchens put into his music, as I would think there is very little meaning put in by him, but it is all about the listener's associations. This time, Tietchens applies his current composing techniques to an older idea, working wonderfully well." [FdW / Vital Weekly]
€13.50
Conclusio

Conclusio

Format: CD Year: 2025
From the label : New album by German sound veteran Asmus Tietchens and a return to his more industrial music roots, typefied by the title of the albums opening track ‘German Angst’. Edition of 300 copies . Digipak cover. no Bandcamp! "Die Stadt hatte zwischen 2003 und 2022 eine umfangreiche, aus insgesamt 18 Alben bestehende, Wiederveröffentlichungsreihe des Frühwerks Asmus Tietchens’ gemacht. Nun erscheint mit „Conclusio“ neues Studiomaterial auf dem Bremer Label. Während auf dem kürzlich hier besprochenen Album „Lichthöfe“ Tietchens mit Thorsten Soltau zusammenarbeitete und dessen Ausgangsmaterial seinen Bearbeitungen unterzog, ist “Conclusio” wieder eine reine Soloveröffentlichung, was heißt, dass sich – der Tradition gehorchend – wieder ein Zitat des großen rumänischen, schlaflosen Pessismisten E. M. Cioran findet. Diesmal kann man lesen: „Alles steuert der Hässlichkeit und dem Gangrän entgegen: Dieser Erdball – er eitert, und die Lebenden stellen dabei ihre Wunden zur Schau, auf die die Strahlen des Leuchtgeschwürs herabfallen.“ Wer wolle angesichts des (nicht nur) gegenwärtigen Irrsinns da widersprechen? Oft finden sich bei Besprechungen des Werks des Hamburgers Wörter wie „Abstraktion“ (etwa hier), er selbst verwendet einen Begriff, den ich in einem leicht anderen Kontext einmal bzgl. des Werks von David Jackman verwendet habe: Absolute Musik. In einem Interview meinte Tietchens einmal: „’Absolute Music’ means that it contains no message except an esthetic one. ‘Absolute Music’ is not connected with any political, spiritual, ideological or educational intention. The listener is totally free for his own impressions, feelings, possible pictures and thoughts when listening to ‘Absolute Music’. To me that is total freedom of perception. I am no teacher, no philosopher, no scientist – why should I intrude my thoughts on any other human being? I always try to let the music speak for itself. That should be enough“. „German Angst“ eröffnet das Album mit unruhigen, leicht hektischen Klängen, denen durchaus (insbesondere im Verlauf des Stücks) ein Moment des Bedrohlichen innewohnt. Der binnengereimte Track „Die Schwere der Leere“ beginnt ruhiger, erzeugt dann aber eine ähnliche Unruhe. Anfangs meint man, auf „Lammkopf im Ofen“ würden Bleche über den Boden gezogen, dann klingt es zwischendurch, als solle hier kurzzeitig eine E-Gitarre s(t)imuliert werden. Dagegen wirkt „Imperial Logistics“ mit einzelnen stampfenden Passagen reduzierter. „Organischer Restbestand“ ist melodischer, gegen Ende wird man an Streicher erinnert. Die ersten Minuten des minimalistisch-rauschenden „Kotbeutel über Korea – hurra!“ lassen fast an Ambient denken, bevor ein Loop einsetzt, der an demente Zirkusmusik denken lässt. Das Titelstück erweckt des Eindruck, in einem Schneegestöber aufgenommen worden zu sein. Von den zuletzt erschienenen Alben Tietchens’ klingt „Conclusio“ in besonderem Maße unheimlich, ist durchzogen von einer Atmosphäre des Irritierenden. Das im Innern der CD abgebildete Gesicht einer Person, deren Mund zum Schrei geweitet ist, das karge Interieur des Covers und das die Rückseite zierende Bild mit dem Wort “Auflösung” tragen ihr Übriges dazu bei, ein Schaudern auszulösen." (MG / African Paper]
€15.00

Flussdichte

Format: CD Year: 2001
DAVID LEE MYERS ist auch als ARCANE DEVICE bekannt und hat v.a. Anfang der 90er unter diesem Namen hochinteressante Feedback-Musik veröffentlicht. Diese dritte Zusammenarbeit mit A.TIETCHENS nach „Speiseleitung“ (auf Raum 312) dringt in einem Mikrokosmos aus geheimnisvollen elektronischen Sounds ein, die sich schnell verändern und stets Spannung aufrechterhalten... erschienen auf einem neuen Hamburger Label. “ The artist's work consists of creating original circuitry that forces electronic effects devices to generate their own tones and patterns, often in unpredictable ways that are hard to tame. Myers fed his music to electro-acoustic artist Asmus Tietchens (aka Hematic Sunsets) who shaped it into strange soundscapes that could belong as much to Luc Ferrari and Pierre Henry as to modern sound artists like Koji Asano or Rafael Toral. Their soundscapes often hold a dark, almost Gothic atmosphere -- the resonances of electronic cathedrals. Although process-generated (at least in its initial stage), the music never sounds like a calculated exercise. Each piece has been carefully shaped, composed. The sound palette is varied, but always remains close to vintage musique concrète. If track titles like "T29:M5/3" or "T31:M5/10" are not very talkative, the album title already states the best description possible: a dense, rich electrical flux, sculpted with art. Recommended. [Francois Couture | ALL-MUSIC GUIDE]
€14.00
Leere und Zerfall

Leere und Zerfall

Format: CD Year: 2018
Asmus Tietchens: Leere und Zerfall Sechs Lesungen aus Lehre vom Zerfall von E. M. Cioran Catalog-Nr.: PLUS 101 Format: CD, Digipak Country: Germany Tracklist 01 Wir Troglodyten 02 Genealogie des Fanatismus 03 Mittel zur Selbstvernichtung 04 Aspekte der Dekadenz 1 05 Aspekte der Dekadenz 2 06 Bildnis eines Bösen Die Glockenspiele aller Denkerschulen läuten Sturm bevor sie platzen. Ditterich von Euler- Donnersperg, Pelzwurstlieder, drittes Buch Notes Aufgenommen im Audiplex Studio E, Hamburg Produktion: Okko Bekker Gestaltung: Robert Schalinski Lehre vom Zerfall (Zitate) Meine Abkehr von der Philosophie geschah in dem Augenblick, da ich die Unmöglichkeit erkannte, bei Kant auch nur die geringste menschliche Schwäche, auch nur den leisesten Akzent wahrer Trauer zu entdecken. Um Alles bringt uns diese Welt mit ihren Fesseln und ihrer stickigen Luft: außer um die Freiheit, Hand an uns zu legen; und diese Freiheit flößt uns eine derartige Kraft und einen solchen Stolz ein, daß wir der Last, unter der wir stöhnen, schließlich Herr werden. Im grunde sind alle Ideen falsch und absurd. Es bleiben nur die Menschen, so wie sie sind ... ich bin von jeder Ideologie geheilt. Wir haben sämtliche Wahrheiten gegen uns. Aber wir setzen unser Leben fort, weil wir sie einfach hinnehmen und uns weigern, die nötigen Schlüsse zu ziehen. Emil Cioran wird am 8. April 1911 in Răşinari (Siebenbürgen) als zweites von drei Geschwistern geboren. Der Vater Emilian praktiziert im Dorf als orthodoxer Priester. Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums Colegiul National Gheorghe Lazăr in Hermannstadt begann er siebzehnjährig das Studium der Philosophie und Ästhetik an der Universität Bukarest. Von 1933 bis 1935 hielt sich Cioran in Berlin auf. 1937 zog er nach Paris, wo er den Rest seines Lebens im Quartier Latin, ab 1960 in einer kleinen Dachgeschosswohnung, wohnte.1946: Sagt sich von jeglichem politischen Engagement los. Beschließt, nur noch auf Französisch zu schreiben. Die Exercices négatifs entstehen, eine erste Fassung der Lehre vom Zerfall, die 1949 erscheint.Er wählt für seine Autorschaft die Initialen „E.M.“ anstelle seines Vornamens. Etwa zu dieser Zeit verfaßt er Mon pays (posthum 1996 publiziertes Fragment), die Absage an sein einstiges pro-„gardistisches“ Denken.- Befreundet u.a. mit Gabriel Marcel , Arthur Adamov, Samuel Beckett, Henri Michaux, S. Mattá. 1995: Er stirbt am 20. Juni im Pariser Broca-Krankenhaus. Asmus Tietchens (* 3. Februar 1947 in Hamburg; Pseudonyme Hematic Sunsets und Club of Rome) ist ein deutscher Komponist elektronischer Musik und Klangkünstler. Mit zehn Jahren lernte er Musique concrète und elektronische Komposition durch das Nachtprogramm des Norddeutschen Rundfunks kennen. 1964 begann er eine Ausbildung als Reedereikaufmann und Schiffsmakler, allerdings arbeitete er anschließend nie in diesem Beruf. Stattdessen war er ab 1968 als Werbetexter tätig. Seit 1975 ist er freier Musiker; 1980 erschien sein erstes Soloalbum. Daneben ist er Teil von Radio Gagarin, einer Sendung im Freien Sender Kombinat Hamburg. Von 1989 bis 2009 lehrte er Klangforschung und Sounddesign an der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften, von 2010 bis 2013 Sounddesign an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.[1] Er lebt und arbeitet in Hamburg. Einige der Alben Asmus Tietchens' können auch dem Industrial bzw. der Noisemusik zugerechnet werden. Neben seinen Soloarbeiten hat er zahlreiche Kollaborationen mit Komponisten wie Merzbow oder Arcane Device (David Lee Myers) veröffentlicht. Tietchens' Arbeit ist ein skeptischer Gestus zu eigen, der sich nicht zuletzt in den regelmäßigen Zitaten des Philosophen E. M. Cioran auf seinen Tonträgern zeigt. Er hat sich mehrfach in Essays zu seiner Arbeit und dem entsprechenden musikalischen Umfeld geäußert (z. B. in Bekenntnisse eines ehemaligen Soundscapers, 2005). PLUS 101 | 2018
€15.00
Lumieres

Lumieres

Format: CD Year: 2024
listen: https://klanggalerie.bandcamp.com/album/lumi-res Kooperationsalbum der beiden lange befreundeten Hamburger Klangkünstler und Avantgardisten als CD im Digipack auf Klanggalerie. Asmus Tietchens ist Klangkünstler und Komponist aus Hamburg. Sein Interesse für Musique Concrete entdeckte er bereits im Alter von 10 Jahren als er eine deutsche Radiosendung hörte. Ab 1965 begann Tietchens mit Tapeloops zu experimentieren und daraus musikalische Collagen zu erstellen. Bald kam der Einsatz von Synthesizern hinzu. 1980 erschien sein Debütalbum “Nachtstücke”, produziert von Peter Baumann (Tangerine Dream). Es folgte eine Reihe von Alben mit elektronischer Popmusik für das Label Sky, Heimat vieler berühmter Krautrock-Bands. Tietchens verwendet für seine Kompositionen oft Klangquellen wie Wasser, menschliche Stimmen oder Papier. Auf Labels wie United Dairies, Esplendor Geometrico oder Dom Records vertreten, ist er mit der Industrial-Musikszene verbunden. Tietchens hat keinerlei akademischen Hintergrund, alles was er tut, ist autodidaktisch erlernt. Trotzdem war er viele Jahre Professor für Sounddesign in Hamburg (FH für Gestaltung). Tom Fleischauer aka. Alice Freshmouth ist als Musiker, Komponist, Engineer und Produzent seit Jahrzehnten im Hamburger Underground und darüber hinaus bekannt. Seit 40 Jahren miteinander befreundet, haben beide Musiker hier erstmals zusammengearbeitet, die elf Tracks bilden eine ideale Schnittmenge ihrer unterschiedlichen musikalischen Universen. Asmus Tietchens is a sound artist and composer from Hamburg, Germany. He got interested in Musique Concrete by listening to a German radio programme when he was 10 years old. In 1965, at the age of 18, Asmus started experimenting with tape loops and turned them into musical collages. Soon, the use of synthesizers was added. In 1980 his debut album Nachtstücke was released, produced by Peter Baumann of Tangerine Dream. This was soon followed by a series of albums of electronic pop music for the Sky label, home of many Krautrock bands. Tietchens often uses special source materials for his compositions such as water (Seuchengebiete), human voices (Von Mund zu Mund), paper (Papier ist geduldig). He is associated with the Industrial music scene through his collaborations and releases on labels such as United Dairies, Esplendor Geometrico or Dom Records. Tietchens never studied composition, he has no academic background, everything he does is self taught or learnign by doing. Nevertheless, he was professor for sound design in Hamburg in recent years. Alice Freshmouth is an anagram project by Tom Fleischhauer. Tom plays guitar and bass and has worked as producer, live sound engineer, booker, promoter and composer. Him and Asmus have been friends for over 40 years, they regularly meet in Hamburg, either as musicians or attending concerts. When Tom played Asmus his most recent musical compositions, the two decided that their work was not completely compatible, but shows enough similar approach to start a spontaneous collaboration. Soon afterwards first ideas were exchanged and half a year later an album was born. Both musicians think that there is equal measure of each of them to be heard on this CD. Full tracklist: 1. Courbé 2. Drone Léger 3. La Lueur 4. Bruit De Nuages 5. Sombre 6. Long Souffle 7. Sous La Lumière 8. À Partir De 9. Lune Souriante 10. Blanche 11. Claire. https://www.klanggalerie.com/gg482 "Let’s assume Asmus Tietchens needs no introduction; in about 1000 podcasts (yes, a small celebration coming up in Vital Weekly 1470), he appears 48 times. It’s also no secret I love his work very much. In recent years, Tietchens has worked with many people, mainly by exchanging sound files through the Internet. I am unsure if that’s also the case of Alice Freshmouth, which is an anagram of Tom Fleischhauer. I had not heard of him, but he’s a guitar and bass player and has worked as a producer, live sound engineer, booker, promoter, and composer. More importantly, he’s been friends with Asmus for 40 years, and they meet regularly at concerts. They believe their current work could have been more compatible, but a similar approach led to a spontaneous collaboration. Ideas were exchanged, and only a little later, there was an album. It could be like Tietchens’ approach to the studio-as-instrument that he could work with anybody. Yet, this album’s music also sounds a bit different from other recent Tietchens collaborations. The typical Tietchens sound he gets with the sort of processing he does is part of this, but unlike many other times, it’s embedded in whatever Fleischhauer brings. It is hard to say what that is, but the music sounds more musical or less abstract than what we usually hear from Tietchens (with or without guests). It is sometimes industrial or ambient, but always with that vague notion of a melody, or at least a trace. Also, there seems to be a greater diversity of sounds in the music here, with more field recordings, straightforward drone sounds, and vaguely industrial soundscapes. It is a vastly varied release, so it’s somewhat surprising. Indeed, this is the most different of his recent collaborations. Suppose what I suspect is accurate, and they recorded this together in the studio or sat together while working on the final mix. In that case, this might mean Tietchens should, perhaps, let more people in the studio and change his modus operandi, as these results are excellent. Following a string of re-issues, this is an all-new work for Tietchens on the Klang Galerie label." [FdW/Vital Weekly]
€15.00
Monoposto

Monoposto

Format: CD Year: 2020
17th and final part in the re-release series of all early Tietchens albums between 1980-1991 Originally released on Dragnet, Dom Elchklang in 1991. This new version incl. 3 Bonus tracks and is another joint release by German labels Die Stadt and aufabwegen. Jewel case with full color artwork and poster booklet also feat. the original front and back cover. First edition of 600 copies. Track listing: 1. 'Junge Hoden' 3'01 2. 'Drangsal am Hauptbahnhof' 3'09 3. 'Der Appelbeker Kreis' 3'14 4. 'Schlotzen' 2'47 5. 'Mit dem Zombiebus ins Totenreich der Killermumien' 10'07 6. 'DDR' 4'01 7. 'Frauenhygiene' 3'12 8. 'Vergessene Jungens' 3'40 9. 'Einfach Helden' 3'09 10.'Aus heiterem Himmel'2'07 Bonus tracks: 11. 'Prinzip Hoffmann' 2'49 12. 'Schwachholz vorsetzen' 2'06 13. 'Liquidsky spricht' 0'22 Asmus Tietchens + CV Liquidsky 'MONOPOSTO' (Dragnet & Dom Elchklang, Dradomel 03) 1991 It was just before the end of the so called heroic times when CV Liquidsky and I decided to record a studio album together. Almost a bit late considering that Liquidsky had already lived and worked in Hamburg since 1979. Our ways had crossed many times and a mutual friendship developed. Actually we discussed a possible collaboration several times. Liquidsky was a graphic designer, journalist, musician and someone who really moved things in all these areas. I got to know Liquidsky's musical side as him being one half of the industrial music duo 'Cinema Verite', and at the same time through his journalistic skill's, writing excellent reports about the Hamburg and International music and cultural scenes. As a trained artist he also did record covers and posters, illustrated Fanzines and created some disturbing free works. It was no secret that his chosen artist name derived from both ,Cabaret Voltaire'(CV) and 'Liquid Sky'(Liquidsky). His real name was Andreas Hoffmann. The recordings for 'Monoposto' were made between 1988-1990. The mention of the years 1981-1990 on the cover was deliberately misleading. Our work scheme was to try and record one track per nightly session, and when ever we met in the studio we clung to this strict working method. It was our intention to avoid making a perfect studio album. Improvisation, chance, errors and spontaneous decisions were the game plan. After a track was recorded it was mixed the same night or even early the next morning, so it was finished. No softening out and no corrections were made, no matter if the raw diamonds we created started to shine or not. It was Liquidsky (the "mover") who persuaded me to accept this almost Dadaistic concept, as I'm basically someone who takes longer to create a track. He concentrated on his guitar and myself on the electrical treatments. Later a good friend of ours described the music as a mixture of apathy and ecstasy, beauty and ugliness. In fact I never worked on an album with such a melancholic note before or ever after. The cover was created by Liquidsky within a couple of hours. The word 'Monoposto' has actually no meaning. It's a Blindtest to show the actual look of a certain typography common in the analog world back then. Liquidsky was fast and he always stood on the right side. Andrea Hoffmann died on 6th of September 1998. Editorial notes: All recordings were transferred from the original tapes, but in a different order than on the LP. The title 'Mit dem Zombiebus ins Totenreich der Killermimen' on the original album is actually written incorrectly. The corrected title is 'Mit dem Zombiebus ins Totenreich der Killermumien'. The track 'Liquidsky spricht' was taken from the compilation 'Das digitale Vetrauen' (Soleilmoon, SOL 54)." [label info] diestadtmusik.de/DS120.html "Die große, 2003 begonnene 18-teilige Wiederveröffentlichungsreihe von Asmus Tietchens’ früheren Arbeiten kommt mit Nummer 17 langsam an ihr Ende; in einer erneuten Zusammenarbeit veröffentlichen Die Stadt und Auf Abwegen das mit CV Liquidsky zwischen 1988 und 1990 entstandene und ursprünglich 1991 erschienene Album „Monoposto“. In den Linernotes schreibt Tietchens, dass er Andreas Hoffmann, so der bürgerliche Name des 1998 verstorbenen Musikers, Journalisten und Graphikers, schon lange kannte, bevor sie sich endlich dazu entschlossen, ein gemeinsames Album aufzunehmen. Es sei nicht darum gegangen, ein „perfektes Studioalbum“ aufzunehmen, sondern „Improvisation, Zufälle[...], Fehler[...] und spontane[...] Entscheidungen“ hätten eine wichtige Rolle gespielt. Das führte dazu, dass die einzelnen Stücke recht schnell entstanden und noch in der gleichen Nacht gemischt wurden. Nichts weiter wurde mit den Aufnahmen gemacht. Das Zusammenspiel von Liquidskys Gitarre und der elektronischen Bearbeitung von Asmus Tietchens führt “ zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Insgesamt ist „Monoposto“ allerdings ein stark von Wiederholung geprägtes Album, wie gerade der fast schon rhythmische Opener „Junge Hoden“ mit seinen immer nur leicht variierten Loops zeigt. Ähnlich konzipiert scheint „Drangsal am Hauptbahnhof“, das mit seltsamen kreischenden Passagen im Hintergrund etwas düsterer und variabler ist. „Mit dem Zombiebus ins Totenreich der Killermumien“, vielleicht der Titel eines verlorengegangen Drehbuchs von Don Swan, ist eine anfangs verrauschte, fast schon nach Ambient klingende Nummer mit dunklem Dröhnen und leichtem Pochen. Auf dem verglichen damit profan betitelten Track „DDR“ hört man Loops, Heulen und Dröhnen, seltsame Stimmen und im Hintergrund eine Hymne. “Fraueninnenhygiene” hat eine merkwürdige Westernatmosphäre, „ Auf „Einfach Helden“ glaubt man ein dissonantes Klavier zu hören und das Stück „Aus heiterem Himmel“ ist ein Cover von Neil Youngs „My my, hey hey (Out of the blue)“, das im Original die legendäre Zeile „It’s better to burn out/Than to fade away “ enthält. In Tietchens’ und Liquidskys Interpretation lässt sich das Original durchaus noch erahnen, von der Herangehensweise passt es aber gut zum Rest des Albums. Stampfende, primitive Rhythmik hört man auf den Bonustracks „Prinzip Hoffmann“ und „Schwachholz vorsetzen“ und gerade diese Tracks situieren dieses in Passagen monotone und ruppige Album durchaus an den Rändern des Industrials. (MG)
€15.00
Kainskult

Kainskult

Format: CD Year: 2017
https://trepaneringsritualen.bandcamp.com/album/kainskult »Fratricide! Fratricide! Fratricide!« On Kainskult — the follow-up proper to 2014’s much praised Perfection & Permanence — we find Trepaneringsritualen at its most visceral; utterly devastating in its feral ferocity, and utterly demented in its elemental ecstasy. Kainskult will undoubtably stand as a cornerstone album both in the T × R × P canon, and in the industrial scene at large. In their animalistic frenzy and emotional intensity, these nine songs immediately envelop the listener and threaten or promise to drive you to the brink of madness. Kainskult keeps all the basic building blocks of Perfection & Permanence: the tribal drumming, the atavistic propulsion, the clattering metal percussion, and the abysmal growls. But somehow it reaches a new level of intensity, both sonically and lyrically. The latter read like a hallucinatory celebration of Kain, the Original Heresiarch. He is cast in the role of archetypal transgressor; the brother to all who wage war against the tyranny of Yaldabaoth. He raises the stone above His head, and with one willful strike slays His brother, the cowering slave. Through this one action He draws the Mark upon his skin, and sets in motion a series of events that will ultimately lead to the dissolution of the created worlds. »Ravage Me! Death & Ecstasy« Kainskult was channeled by ᚦᛟᚦ ⅩⅠⅩ at the 63rd Link, 21 XII 2014—21 VI 2017 e.v., with assistance by Kim Sølve, Lina Baby Doll, Veil of Light, Nordvargr, Idlu Lili Regulus, Michael Idehall, Kim Larsen, Thomas Bøjden, Joachim Nordwall, Peter Bjärgö, DE · TA · US · TO · AS, Antti Litmanen, Daniel Hofmann, Aaron Turner, Fredrik Bergström, David S. Herrerías, Alone in the Hollow Garden. Vocals recorded at the 63rd Link by Dag Rosenqvist. Mixed by Peter Johan Nijland. Mastered by Linus Andersson at Element Studios. ########################################## Der postmoderne Apostat präsentiert sein schwarzes Kronjuwel "Eins, zwei, drei, im Sauseschritt, läuft die Zeit – wir laufen mit", reimte Wilhelm Busch einstmals so treffend, und in der Tat ist es kaum zu glauben, aber dennoch wahr: Über drei Jahre sind seit dem letzten "vollwertigen" Studioalbum von TREPANERINGSRITUALEN bereits wieder ins Land gegangen – 2014 löste das bei COLD SPRING erschienene Album "Perfection & Permanence“ mit seinem schmissigen Ritual-Death-Post-Industrial-Sound Begeisterungsstürme bei Kritik wie Publikum gleichermaßen aus. In der Folgezeit tourte THOMAS MARTIN EKELUND fleißig in der Weltgeschichte umher, veröffentlichte diverse, genretranszendierende Split- und Minialben und baute das Renommée seines Projektes kontinuierlich aus, um nun beim Mannheimer Traditionslabel TESCO mit einem zünftigen, vielsagend "Kainskult" betitelten, musikalischen Rundumschlag nachzulegen. Und ja, auch wenn der manisch kreative Schwede die Latte mit dem – nomen est omen – nahezu perfekten Vorgänger bereits bemerkenswert hoch gelegt hat, bekommt er dennoch das Kunststück hin, sie mit dem Nachfolger noch einmal souverän zu überspringen, denn wie der Promotext schon recht treffend formuliert, weist "Kainskult" zum einen zwar all die liebgewonnenen, konstitutiven Merkmale von "Perfection & Permanence" auf – "the tribal drumming, the atavistic propulsion, the clattering metal percussion, and the abysmal growls" –, hebt diese zudem aber auf ein "new level of intensity", will heißen, die Stücke sind noch dichter, energiegeladener druckvoller und atmosphärischer, das Ganze noch kohärenter und konsistenter – kurz gesagt: hier hat einer seine Hausaufgaben verdammt gründlich und dabei keine Gefangenen gemacht. Für die Realisierung des Ganzen hat sich der umtriebige EKELUND die Unterstützung diverser Zunftgenossen gesichert, und so liest sich deren Auflistung wie ein Who Is Who der skandinavischen Post-Industrial-Szene: PETER BJÄRGÖ (SOPHIA), THOMAS BØJDEN (DIE WEISSE ROSE), MICHAEL IDEHALL, KIM LARSEN (:OF THE WAND & THE MOON:), LINA BABY DOLL (DEUTSCH NEPAL) oder auch NORDVARGR, um nur einige zu nennen. Und das hört man denn auch, jedenfalls trumpft das neue Werk wieder mit maximalem musikalischen Facettenreichtum auf, wenn der grundlegende musikalische Kurs von TREPANERINGSRITUALEN auch um kein Jota verändert, sondern konsequent beibehalten wird. Thematisch bewegt man sich in den üblichen mystizistischen bzw. quasi-magischen Gefilden mit Einflüssen aus allen möglichen Kulturen von Ost nach West und Süd nach Nord, m.a.W.: MARTIN EKELUND fröhnt unbeirrt seinem leidenschaftlichen okkulten Eklektizismus, der von Runen-, Sigillen- und Sexualmagie über kabbalistische Theoreme und gnostische Modelle so ziemlich alles umfasst, was die globale Kult-Grabbelkiste so hergibt. Einen irgendwie chaosmagischen Ansatz hätte man da früher wohl diagnostiziert. Nachdem der Rezensent mit dergleichen exzentrischen Interpretationen von Welt & Wirklichkeit mittlerweile aber nicht mehr allzuviel am Hut hat, möchte er sich an dieser Stelle einer weitschweifigen Besprechung der zur Verwendung kommenden Einzelelemente diskret enthalten und im fraglichen Zusammenhang lediglich Friedrich Nietzsches bemerkenswerten Gedanken in den Raum stellen, "wir" seien "das erste studirte Zeitalter in puncto der „Kostüme“, ich meine der Moralen, Glaubensartikel, Kunstgeschmäcker und Religionen, vorbereitet wie noch keine Zeit es war, zum Karneval grossen Stils, zum geistigen Faschings-Gelächter und Übermuth, zur transscendentalen Höhe des höchsten Blödsinns und der aristophanischen Welt-Verspottung". Denn auch, wenn "Kainskult" auf den ersten, oberflächlichen Blick durchaus grimmig, ziemlich obskurantistisch und reichlich morbide daherkommt, so kann man sich angesichts des aufgebotenen Sammelsuriums interkultureller, -kultischer und -mythologischer Bezüge des Eindrucks eines da & dort aufblitzenden, ironischen Augenzwinkerns nicht gänzlich erwehren; exemplarisch sei auf das Titelbild des beiliegenden Booklets verwiesen, das EKELUND mit beidhändig über den Kopf gestemmtem Felsbrocken in der Pose des biblischen Kain just im Moment des schicksalsträchtigen Brudermordes zeigt – und insbesondere der irgendwo zwischen grinsend und animalisch grimassierend irrlichternde Gesichtsausdruck verleiht dem Foto eine gewisse, subtil ironische Brechung und damit ein ganz besonders charmantes G'schmäckle. Freilich auch nicht auszuschließen, dass der Rezensent sich das alles nur einbildet und der nihilistische Derwisch in der speckigen Lederjoppe das alles tatsächlich buchstäblich und bierernst meint ... – Doch was soll's: Uneindeutigkeit ist sexy! Nach dem einleitenden, hinsichtlich der Vocals fast ein wenig, ja: bluesig wirkenden "Death & Ecstasy" startet mit "Maðr Malformed" gleich der erste massive Kracher, der, ebenso wie der nicht minder druckvolle Folgetrack "All Flesh Has Corrupted", von der ebenso bewährten wie wohltemperierten Kombination aus archaischer Percussion und EKELUNDs unverwechselbarem, gutturalen Gegrowle lebt. Das unmittelbar anschließende "ᚲ ∴ ᚲ ∴ ᚲ" ist vergleichsweise schleppend und bedient eher das kontemplativ-rituelle Spielfeld, wenn auch in einem dezidiert unbehaglichen, durch & durch chthonischen Sinne, ist insofern also eher nicht für die sanfte Entspannungsmaßnahme zwischendurch geeignet. Die folgende, brandneu abgemischte Version des, ursprünglich 2014 auf der 7“ "Papist Pretender" erschienenen TREPANERINGSRITUALEN-Gassenhauers "Feral Me" weiß mit diversem Sturmglockengeläut, deutlich brachialerer Metallpercussion und einem absolut mitreißenden Gesamtaufbau noch mehr zu überzeugen als das an sich schon grandiose Original, und zählt zusammen mit dem anschließenden "Serpents Seed" wohl zu den unumstrittenen Hits des Albums, wenn es mit der beatlastigen, ohrwurmartigen Schmissigkeit in letzterem Fall auch fast ein wenig zu weit getrieben wird, was das Stück aber andererseits definitiv zu einer sicheren Bank für's genreaffine Tanzvergnügen macht. Mit dem Folgetrack "An Immaculate Body Of Water" betreten wir wieder besinnlicheres, wenn auch nicht minder mitreißendes Terrain, arbeitet sich EKELUNDs Organ im Verlauf dieser Hymne an Opfer und Urflut doch mit nachgerade beispielloser Intensität in immer schwindelerregendere Untiefen hinab und verleiht dem Stück dergestalt eine atmosphärische Dichte, wie man sie in dieser Formvollendung im Werk von TREPANERINGSRITUALEN bislang noch nicht kennenlernen durfte – close to perfection, so ist man ergriffen zu flüstern geneigt. Schließlich und endlich haut auch der, nach Ansicht des Rezensenten mit Vocals von MICHAEL IDEHALL unterfütterte, Abschlusstrack "V ∴ V ∴ V" bei leicht gehobenem Tempo und deutlich ausgeprägterer Ferozität noch einmal in dieselbe Kerbe und bildet so einen thematisch passenden und qualitativ würdigen Abschluss für ein rundum überzeugendes Album, das über brachiale Gewalt, abgründige Sinnlichkeit und kontemplative Tiefe gleichermaßen verfügt. – Nörgeln zwecklos, "Kainskult" ist schlichtweg ohne Fehl und Tadel. Was bleibt dem Rezensenten nach dieser, mit Überzeugung und Sendungsbewusstsein vorgetragenen Jubelarie noch Substanzielles hinzuzufügen? Wenig. Allenfalls dieses: "Kainskult" kommt selbstverständlich auch optisch wie haptisch so hochwertig unter die Leute, wie man das von Produkten aus dem Hause TESCO gewohnt ist. Die auf jeweils 250 Stück limitierte Vinylversion gibt’s in weiß oder schwarz im schnieken, in punkto Gestaltungselementen stilvoll reduzierten, dezent fast durchweg in Schwarzweiß gehaltenen Cover mit 12-seitigem Lyrics-Booklet; die CD ist unlimitiert, in einen edel anmutenden 6-Panel-DigiPak aus spürbar hochwertigem Karton gebettet und mit demselben Booklet in entsprechender Größe ausgestattet. – Im Grunde gibt es für "Kainskult" schlechterdings keine Ausrede: Wer TREPANERINGSRITUALEN ohnehin mag, kommt sowieso nicht drumherum, wer im speziellen "Perfection & Permanence" mochte, wird "Kainskult" zweifellos lieben, und für den, der TREPANERINGSRITUALEN noch nicht kennt, aber kennenlernen möchte, ist definitiv kein besserer Einstieg denkbar als dieses – ja, nennen wir das Kind ruhig mit gebührendem Pathos beim Namen: schwarze Kronjuwel im bisherigen Gesamtwerk des postmodernen Apostaten aus Göteborg. In diesem Sinne alle Daumen steil nach oben und ein dreifach donnerndes: "I am spirit, light, and flesh / And my seed shall know no death"! - Sela. [Endsal / NONPOP]
€14.00
Symballein

Symballein

Format: CD Year: 2007
Sechs Stücke aus der Frühphase von TROUM, erschienen auf obskuren & raren Compilations im Zeitraum 1997 - 1999; dunkel, dronig-morastig, tieffrequent, von massiver Konsistenz, post-industriell, jenseitig ...am ehesten zu vergleichen mit der ebenfalls damals erschienenen Debut-CD RYNA. "...alle sechs sind gute beispiele für die "kl_F/B-S/comp-Theorie", bilden trotzdem ein fast perfektes gesamtwerk und zeigen troum durchweg von ihrer düsteren seite; kavernenartig, rhythmen durch meterdicke wände gefiltert, stimmen aus der zwischenwelt. ein stärkerer kontrast zur aktuellen, dagegen fast leichten A.I.W.S. erscheint kaum möglich...... ps: die "kl_F/B-S/comp-Theorie", deren erste erwähnung hier nicht mehr eruiert werden kann, stellt die (unbewiesene) vermutung in den raum, dass bands kleinere Formate/B-Seiten/compilation-Beiträge gerne dafür nutzen, ein wenig abseitigere tracks zu platzieren. neben dem wunsch, auch mal über die eigenen stränge schlagen zu können, der experimentierlust zu frönen, wird vermutet, dass zum teil auch stücke dergestalt eine heimat finden, die aufgrund von laufzeitbeschränkungen der veröffentlichungsmedien in vorhergehenden releases gekippt werden mussten. psps: und des wird zeit, endlich einmal small voices aus italien zu loben; allgemein + besonders und jetzt besonders wegen der coverartworks: hier strukturpappe-aufklapper mit schlitz zur cd-aufnahme: eine weitere perfekte annäherung an das lp-cover als die sowieso perfekte verpackung." [n, Unruhr.de] "Symballein" is the second TROUM releases on SmallVoices label after the well ... "Autopoiesis" LP picture disc (SVV001) actually SOLD OUT. This album is a collection of very rare material, from the very beginning of Troum (period: 1997 - 1999). As Troum meaning the music is dreamy... The concept of the ‘Dream’ is the common thread running through Troum; the name, the music and the philosophy. For not only is TROUM the old German word for "DREAM" but, according to their website, ‘the dream, seen as a central manifestation of the unconscious, symbolizes the aim of TROUM to lead the listener into a hypnotizing dream-state of mind, a pre-verbal and primal consciousness sphere. TROUM uses music as the direct path to the Unconscious, pointing to the archaic "essence" of the human’s inner psyche. TROUM tries to create music that works like a direct transformation of unconscious matter’. In Symballein dreams are obscure and indecipherable..., in one word nightmares; the music is archaic and droney, with multi-layered guitar drones..., oneiric ambient industrial nearly to Maeror Tri best releases. The disc in packaged in a elegant and luxurious embossed cardboard digi-sleeve. Symballein: "perceivable & non-perceivable things fall into one" [label press release]
€10.00
Ljubimaya / Daur

Ljubimaya / Daur

Format: CD Year: 2009
CD-Wiederveröffentlichung zweier bisher nur als 10" Vinyl erschienenen Mini-Alben; DAUR ( 3 tracks) erschien 1998 auf dem KIRCHENKAMPF-Label COHORT und enthält allerfrühestes TROUM-Material bzw. Aufnahmen aus der Zeit entstanden "zwischen" MAEROR TRI und TROUM als der weitere Status des Projekts noch unklar war. Von DAUR gab es 300 Kopien auf blauen Vinyl in einem merkwürdigen Kork- & Alu-Cover, ein kleiner Teil der Auflage (24 Stück) kam in einem Aluminium-Gitter Cover. LJUBIMAYA war eine frühe WAYSTYX-Veröffentlichung (2003( mit ebenfalls drei Stücken... für das re-issue gibt es eine neue Coverartwork von HUM, Auflage 500 Stück. "Reissue of two 10" from the years 1998 and 2003. Daur is the very first release of TROUM and it resents very post-rock sounding material wth a lot of decipherable guitar parts and good drive. Ljubimaya was released by the Russian label Waystyx and carries you towards lyrical and touchy eternity of everbeginning melodies without an end, into emptiness of existence with all the uterine roar provided by YEN POX project in one of the tracks. The covers uses psychodelic image manipulations by Dmitri "HUM" Chistov" [press-release] "Troum means dream, and dream is a symbol for unconscious. Just like a daydream, this music can drive us to very deep, out of mind control domains from emotional side. Floating, blurred soundscapes takes you to the limits of everyday life. The enigmatic non-being, unreacheable ultimate harmony is far from mind capabilities and refuses to be rationally analyzed. This minialbum is the first vinyl release of Moscow based label Waystyx, and it remember us about russian tour of the legendary duo, which took place about a year ago. Dense and spheric, their sound progressed to the more subtle, fine aesthetics, carrying slightly minor intonations through all three pieces of this album, creating the wonderful shapes out of massive noise foundament. Especially speaking of “Meerestraum” (“The Sea Dream”), which is majestically eminent, enchanting your perception, drilling the dusky space of unconscious chaos, it fulfill your soul with confusion and yearning for mysteries and unknown places....." [Dmitry Vasilyev, IEM Magazine]
€12.50
The Smeared Cloth

The Smeared Cloth

Format: do-CD Year: 2023
"The Smeared Cloth" is a double CD compilation containing the TUNNELS OF ĀH recordings from 2012-2018, which have not yet been published on any medium. The first disc is filled with compositions from the period before the debut in Cold Spring and outtakes from the sessions for "Thus Avici", the next album for the British label. The second disc contains tracks recorded during and between the sessions for "Surgical Fires" and "Charnel Transmissions". Although they were created as loose compositions, out of the concepts clearly outlined on each of the mentioned albums, they sound incredibly coherent, giving impression of being part of a concept release, this makes them a pleasure to listen to; especially when we get carried away in the world created by Stephen Ah Burroughs with the sounds characteristic of his work. Sometimes they evoke associations with ancient rituals, intensifying the impression of Egyptian darkness, the feeling of coldness and emptiness coming as if from a deep dungeon, and with them an echo. All this is a superstructure for the 21 tracks filling both discs, outlined and maintained, in a convention that allows them to be stylistically located somewhere between isolating dark ambient and death industrial, where the gloom aura and dense, mechanical structures coexist as if in symbiosis, thanks to which the balance between building the atmosphere and reflecting the true nature of the industrial collision. This release is undoubtedly a must-have for TOĀH fans, but it can also delight those who appreciate death industrial at a high level. The album's released on two CDs folded in a six-panel ecopack. Tracks 1-11 taken from "The Smeared Cloth" CD1 Tracks 12-21 taken from "The Smeared Cloth" CD2 https://zoharum.bandcamp.com/album/the-smeared-cloth-2012-2018-unearthed "In den frühen 80ern gründete Stephen R. Borroughs zusammen mit Justin Broadrick und Dave Cochrane das Trio HEAD of David, das einen der noisigsten Grundsteine dessen legte, das später Industrial Metal genannt werden sollte. Im Lauf der Jahre konzentrierte er sich mehr und mehr auf Soloprojekte, und neben Frag war dies seit etwas über zehn Jahren Tunnels of Āh, mit dem er einen Ritualkosmos von fast räudiger Abgründigkeit entstehen ließ. Dass Tunnels of Ah trotz der starken Abstraktion seiner ästhetischen Konzepte ein konsequent verfolgtes atmosphärisches Thema hat, wird bereits deutlich, wenn man die mittlerweile sechs Alben, die seit 2013 auf Cold Spring und zuletzt Hypershape erschienen sind, im Vergleich hört, denn da fallen die verbindenden Elemente sehr deutlich ins Auge. Mehr noch beeindruckt einen die musikalisches Stringenz angesichts der jüngst auf Tape und Doppel-CD erschienenen Compilation “The Smeared Cloth 2012 – 2018 Unearthed”, denn hier lassen frühe Stücke und Outtakes aus verschiedenen Albumsessions ein überraschend zusammenhängendes Bild entstehen. “The Smeared Cloth” ist nichts für Hörer, die Probleme mit Beklemmung, Dunkelheit und niederdrückender Schwere haben. Eine finstere, bedrohliche Stimmung zieht sich durch die oft kreisenden Soundgebilde, lassen durch ambiente Dröhnung, Saitenrasseln oder sirrende Streichersounds filmreife Phasen der Spannung und durch paukende und prasselnde Takte und plötzliche Schuttlawinen aufwühlende Momente entstehen, steigern sich vom subtilen Hauch eines – nur oberflächlich sanft wirkenden, in Wirklichkeit höllischen – Windes zu infernalischen Szenen von hochtönendem, schleifenden Lärm. Klangfarben von Stein und noch stärker Metall prägt das Gesamtbild, doch ist in gewissen Abständen auch immer die Illusion des Organischen spürbar, als würde das harte und kalte Material mit dürren Reiserbesen und ähnlichem traktiert. Auch die entmenschlichte menschliche Stimme ist gelegentlich zu hören, mal in Rezitation, mal als finsteres Growlen und Keifen, mal in Form eines sakralen Gesangs. Wenn man in den 20 Stücken die Kohärenz betont, sollte man hinzufügen, dass in ihnen natürlich auch Raum für Variation ist. Sollte ich einige herausragende Stücke betonen, dann wären es wahrscheinlich “Keys King At Womb Door Again”, in welchem sich ein anfangs kaum spürbares lykanthropisches Hecheln langsam zu etwas (noch) Monströse(re)m steigert – eine Entwicklung, die vielleicht etwas vorhersehbar ist, doch die urige Soundgestaltung, die durchweg an etwas Altes, seit Urzeiten Verschüttetes denken lässt, fällt weitaus stärker ins Gewicht. Ferner “Fountain of Life”, das nach gängigem Verständnis wohl eher wie das Gegenteil seines Titels klingt und an einen zerbrochenen Brunnen erinnert, dessen Wasser ein paar Erdklumpen mit sich reißt und am Ende im Schlamm versiegt. Nicht zuletzt auch der Titeltrack, dessen Spoken Word-Passage wie das Monument eines sinnlosen Aufwands vor infernalischer Kulisse am Ende von einer Schuttlawine geschluckt wird. Nach den über zwei dystopischen Stunden scheiden sich wahrscheinlich die Geister: Während die einen fürs erste genug gelitten haben, sind die anderen nun gewappnet für die regulären Alben des Projektes, und “The Smeared Cloth” gibt da tatsächlich einen großartigen Einblick in einen Kosmos, den ich allen empfehlen kann, die frühe Coil, alte Broken Flag-Releases und ausgewählte Death Industrial-Platten nebeneinander im Regal stehen haben." [African Paper] "Eager to get back into the Tunnels. Not long ago, I gave 'Deathless Mind' another spin, and I had been looking forward to some new material from Burroughs. Still.. two whole CDs, dearie me. I'm curious if I can make it through in one go. Also, it is not exactly 'new' material, but rather excerpts and unused tracks from two distinct periods: the first CD collects all discards from the Lost Corridors and Thus Avici era; the second contains material from the period between Surgical Fires and Charnel Transmissions - compiled into this 2,5-hour lasting tour de force. Me, oh my. Though branded as 'dark ambient' on Discogs, we've come to know Tunnels of Āh for industrial ambient landscapes and complex saturated loops and textures that range timbrally from (seemingly) acoustic in origin to overtly synthetic. Also, the 'loops' here should mostly be taken less literally; there are elements that seem to repeat, but for the most part, the chopped-up complexity of the textures ensures we won't have the typical 'looper' kind of experience in which repetition is often an easy way of tricking our brain into believing it is listening to something musical. On CD 1, many sounds seem to have acoustic sources, which is much more noticeable than on the more recent albums. We also seem to get a lot more vocal delivery than usual, making tracks like 'Brute World' and 'To the Pschal Victim' almost have an early Current 93 or 'ambient Test Dept kind' of ring to them. It is also completely dissimilar in many ways, e.g., production-wise, but for fans of those bands, these tracks may be the right point of entry into the Tunnels. The vocals are often mixed in quite deeply, so you won't be listening to poetry with a noisy background. With the choppy granulated ambient of 'Lost Corridors', a track that did not feature on the eponymous 2013 album, there seems to be somewhat of a 'natural' ending to the first part of the first CD. The subsequent ambient track 'Fountain Of Life' ramps the intensity again with its swirling vortex of delayed grit. Both 'Great Darkness' and 'The Cloth is Smeared' really stand out as two of the more memorable pieces. Disc 2 starts with the interesting combination of 'To the Paschal Victim' and 'Circumcision', which seem to be variations on the same bass riff/loop - though the latter track slides off into a murky bass swamp about halfway through. 'Red Distribution' and 'White Distribution' wrap this disc up in a manner that reminded me of Charnel Transmissions. There is a certain kind of dense lo-fi elegance to them, which also made me fall for that album when it first came out. I've said this before, and I'll repeat it: What I love about Tunnels Of Āh is that though it is clearly tarnished with the brush of industrial and perhaps even reminiscent of some noise - due to its complex textures, it never becomes too harsh or punishing, which given the length of most tracks may be a very deliberate choice either during mastering or in the composition process. Moreover, a wise one, since especially with a leviathan of this length, balance is a thing to aim for. Does it work as an album, though, or is this merely a release for us to be complete? Tough question. The first CD is consistent, albeit on the long side. With 77 minutes, it is about half an hour longer than any Tunnels release on average, and I definitely had to listen to the whole release in phases. That said, when it comes to textures and intensity, there seems to have been some thought put into the dynamic distribution of the tracks and though longer than usual, I would say both these discs work as stand-alone albums. Another keeper in a long line of excellent works from the Tunnels." [LdW / Vital Weekly]
€17.00

Tel Aviv Aftermath

Format: CD Year: 2002
"Auch in ISRAEL formiert sich eine Post-Industrial / Elektronik / Experimental / Ambient – Szene, und diese erste VÖ von THE TOPHETH PROPHET bringt einen ersten Überblick auf CD. Enthalten ist hier Material von GRUNDIK + SLAVA, IGOR18 (gerade auf Pre-Feed veröffentlicht, siehe CDRs), CHAOS AS SHELTER (bekannt von der Drone EP und einigen CDs), SCREENING, FORMA, HU (die sich mit „Cryptoacoustics“ beschäftigen), VECTOR SCOPE, AGNIVOLOK (von ihnen erschien gerade eine LP auf StateArt), THE CROSSFISHES, und einem Collaborationsprojekt von IGOR18 und CAS. Hier gibt es einiges zu entdecken." [Drone Rec. 2002] “The Topheth Prophet is a new label aimed to reveal the most kept secret in Israel, the Industrial \ Dark \ Experimental music scene. Tel Aviv Aftermath is our first release , it is a compilation cd , a collection of ten tracks , each has a special idea and unique sound , each was carefully chosen , each represents a different aspect of the current experimental doing in Israel.” [from the press release]
€8.00
Text-Sound Compositions. A Stockholm Festival

Text-Sound Compositions. A Stockholm Festival

Format: 5 x CD-Box Year: 2005
Re-Release von den lange vergriffenen FYLKINGEN-LPs die zwischen 1968 und 1977 erschienen sind und die Stockholmer TEXT-SOUND COMPOSITION-Festivals dokumentiert haben. Experimental sound poetry and beyond ! “Fylkingen Records in collaboration with the Swedish Radio released a series of LP records with text-sound compositions between the years of 1968-77. All of these were documentations of the international festival text-sound Compositions-Stockholm Festival, which Fylkingen presented in Stockholm several times during these years. Most of the LPs were only pressed in batches of about 400-500 records, and most of the LPs sold out during the festivals. A re-release had long been planned, and this 5 CD box marks the complete re-release of the complete recordings. Apart from the 5 CDs with in all ca 6 hours of material, the CD box contains a 60 page booklet with essays by Teddy Hultberg and Sten Hanson, as well as historical photographs taken by Lütfi Özkök during the festivals. The term text-sound composition was coined in 1967 in Sweden by the composers writers Lars-Gunnar Bodin and Bengt Emil Johnsson, and was meant to serve to name a genre that was a vital art form in the no man's land between sound, poetry, and music. text-sound compositions had influences from previous modernistic waves such as futurism, dadaism, lettrism, etc., but perhaps the most important influence was the Swedish poet and visual artist Öyvind Fahlström, who had just over a decade earlier coined the term concrete poetry. The term concrete poetry related to Pierre Schaeffer's concrete music, and it is somewhere between concrete poetry and concrete music that text-sound compositions appear. The birth of the electronic music studio and concrete music's idea that every sound can be freed from its original context and given a new meaning when it is reworked and put together with other sounds in the electronic music studio became the catharsis for text-sound composition. In the electronic music studio, voice and language sounds can be broken down, unleashed, and then fused together to become a poetry that had never been heard before. Certain text-sound composers would come to work only with pure lingual sounds, but most eventually came to integrate lingual sounds with other sounds, both concrete and electronic. The CD box contains works by the following text-sound composers and sound poets: Charles Amirkhanian, Lars-Gunnar Bodin, Svante Bodin, Henri Chopin, Bob Cobbing, François Dufrêne, Gust Gils, Jarl och Sonja Hammarberg-kesson, Sten Hanson, Bernard Heidsieck, C. Christer Hennix, Ake Hodell, Bengt Emil Johnsson, Sandro Key-berg, Bengt af Klintberg, Ilmar Laaban, Annea Lockwood & Harvey Matusow, Arrigo Lora-Totino, Ghérasim Luca, Arne Mellns, Franz Mon, Ladislav Novák, Diter Rot & Emmet Williams, Erik Thygesen, Paul de Vree.” [press release]
€45.00
A tribute to the wor(l)ds of Jhonn Balance

A tribute to the wor(l)ds of Jhonn Balance

Format: CD Year: 2007
Die Popularität von COIL wird eindrucksvoll deutlich, wenn man sich nur die vielen "tribute" Compilations anschaut, die nach dem Tode von JHONN BALANCE erschienen sind. Dabei gibt es inzwischen ein grosses Spektrum, das sich v.a. regional aufteilen lässt (zwei russische Comps, eine französische, etc.); dies hier ist jetzt die "italienische" Version, eher elektronisch - rhythmisch - technoid ausgerichtet, aber auch dark wavige und experimentelle Stücke sind vorhanden, fokussiert sich insgesamt stark auf die lyrischen Aspekte von COIL. BLACK SUN PRODUCTIONS dürfen nicht fehlen, aber auch Projekte wie CORPOPARASSITA, CROPCIRCLE, unser neuer Geheimtip SELAXON LUTBERG, und WERTHAM sind dabei. "We start off with Black Sun Productions and their 'A List of Wishes' is very intense and convincing. Next up is Snuff 066. 'Blood from the Air' is a bit too simple for me and the beats sound somewhat cheap. Corpoparassita and Mariae Nascenti quickly recover the mood with their spherical tracks. PostmoRder[n]XS and Endtransmission continue this nice ambience. Mekhate's contribution awakes the listener from the quite dream with painful screeching noises. DBMG/RAF brings another more uptempo track. Two of the highlights are the contributions of Cropcircle and most certainly Selaxon Lutberg. 'Broccoli' is really very nicely built up and very convincing. Wertham shakes your bones one last time with 'Boy In A Suitcase'. In Broken Fields ends this all with 'The Sea Priestess' and gives the listener a modest but alienated feeling. My conclusion is: if you want a good compilation concerning the life, works and thinking of Jhonn Balance, then buy “X-Rated: The Dark Files”. If you already have this one and want more, then definitely try “A Tribute to the Wor(l)ds of Jhonn Balance". The contributions of Black Sun Productions, Mariae Nascenti, Selaxon Lutberg and In Broken Fields, among others, really make this a special tribute." [Gothtronic] www.creativefields.net
€12.00
Dark Ambient Radio Volume 2

Dark Ambient Radio Volume 2

Format: CD Year: 2009
"This compilation is the result of almost one year of careful design and polishing of cutting-edge dark ambient songs, good cooperation, and intense competition. After already releasing a very good compilation with Vol.1, Dark Ambient Radio managed to raise the level with this superb collection of dark ambient music. This is not a big surprise since the 11 songs on the CD were selected out of 26 quality tracks that have been submitted during 2008 and would have been sufficient to release a good 2CD compilation. The selection of the tracks was a painful but fair process as the participating artists voted for the tracks individually and the agglomerated rating decided which tracks ended up on the compilation. So you can be sure that there is no weak track on the CD. All tracks have been done exclusively for this compilation. Das Genre 'Dark Ambient' ist eine Randerscheinung einer Randerscheinung. Das liegt zum einen daran, dass im Gegensatz zur populären Ambient-Musik nicht auf Easy-Listening-Qualitäten gesetzt wird, sondern im Gegenteil das psychoaktive Potential der Vorarbeiten von innovativen Ambient-Künstlern wie z.B. Brian Eno bis in den letzten dunklen Winkel ausgelotet wird (ohne aber zu sehr in Noise- oder Industrial-Gefilde zu geraten bzw. sich in abstrakten Genüssen wie Minimalismus oder der meisten Elektroakustik zu ergehen). Zum Anderen fehlt dieser Art von experimenteller Musik eine angemessene Öffentlichkeit, etwa eine Club-Szene. Letzterer Mangel wurde allerdings mit der Gründung des Dark Ambient Radio ein wenig gelindert. Die 2. Compilation, die aus dem Umfeld dieses Web-Radio Projekts hervorging, ist Resultat eines rigiden Auswahlprozesses: Nicht weniger als 33 Acts aus dem Bereich Drone, Ritual, Black & Dark Ambient wollten wissen, wer der Beste ist und haben sich fast ein ganzes Jahr Zeit genommen, um an ihren Tracks zu feilen. Die elf besten Stücke wurden mit Hilfe eines Ratings der Künstler untereinander bestimmt. Schwache Tracks sucht man deshalb auf dieser Zusammenstellung vergeblich. Vertreten sind Künstler aus Argentinien, Bulgarien, Deutschland, Kroatien, Norwegen und Polen. 74 Minuten internationaler Underground-Ambient at its best! Wer jetzt noch nicht den Mut geschöpft hat, sich eine einmalige Sammlung zu zu legen, kann vielleicht erst einmal über das Internet auf Dark Ambient Radio hineinschnuppern. Aber vielleicht es doch der beste Weg, sich anhand einer repräsentativen Genre-Compilation einen Musikstil an zu eigenen... Manchmal ist es eben wie beim Kaffeetrinken: Zuerst das Sahnehäubchen -- das schmeckt am Besten! Künstler-Info: Tholen ist das Dark Ambient Projekt des leipziger Multi-Genre-Künstlers Eisen. Mit Sternklang hat er mit Sicherheit eines der besten Dark Ambient Alben des Jahres 2007 veröffentlicht. Mit dem grandiosen Auftakt-Stück auf Vol.2 lässt er erahnen, auf was wir uns beim 2. Tholen-Album, das demnächst bei Cyclic Law erschein, freuen dürfen. Inner Vision Laboratory ist das ambitionierte Dark Ambient Projekt des polnischen Musikers Karol Skrzypiec. Mit Arkhitektur Noir führt George Georgiev die Tradition der Beteiligung bulgarischer Künstler an DAR Compilations fort. THERRADAEMON ist das neueste Projekt des norwegischen Ambient-Künstlers Hærleif Langås, besser bekannt durch sein Vorgängerprojekt Northaunt. Aspectee ist das Solo-Projekt des kieler Musikers Michael Frenkel. Das Aspectee Debut-Album ist November ’09 bei First Fallen Star erschienen. Es ist das Nachfolge-Projekt von Evoke Scurvee, eines inzwischen (zu unrecht) in der Versenkung verschwundenen Elektronik-Projekts, das Ende der 90er aktiv war. Phelios scheint im Moment eines der rührigsten Dark Ambient Acts zu sein. Der wuppertaler Musiker hat in den letzten Jahren neben drei Alben und zahlreichen Compilation-Beiträgen vor allem live eine außerordentliche Präsenz gezeigt, u.a. auf dem WGT, in der Wuppertaler Schwebebahn oder als Initiator des Phobos-Festivals. Aktuell erscheint ein Vinyl-Split zusammen mit Kammarheit bei Loki Foundation. Ein weiteres Album wird demnächst bei Malignant Records (USA) erscheinen. CrepusculaR ist ein das Projekt des argentinischen Musikers Angel Jose Lozano. Dies ist seine erste Veröffentlichung auf Polycarbonat. Nagual Art ist das Dark Ambient Projekt des Freiberger Musikers Andreas Kantner, der mit diesem Projekt bereits mehrere Alben erschuf, die allesamt als freie MP3-Downloads verfügbar sind und von der Qualität her allemal eine CD-Veröffentlichung wert wären. Die Beschränkung auf Internet-Downloads hängt vielleicht mit seiner Funktion als Chef seines Netlabels Paralucid zusammen. Das bremer Duo Troum bedarf als Drone Ambient Urgestein sicher keiner weiteren Beschreibung. Phobos ist das elektronische Sammel-Projekt des kroatischen Musikers Petar Sakic, dessen Tracks sich auf zahlreichen Compilations tummeln, u.a. auch auf den zwei existierende DAR Volumes. False Mirror ist wiederum ein reines Dark Ambient Projekt. Der Ulmer Musiker Tobias Hornberger war - wie bei Vol.1 so auch bei Vol.2 - prädestiniert für den Schluss-Track mit seinen filigranen und extrem trance-induzierenden Kompositionen. Die ausgefeilte Technik und originelle Sound-Designs sind wohl seiner Experimentierfreudigkeit bei der Klangerzeugung, u.a. selbstgeschriebenen Soft-Synthies und deren Kopplung an optische Sensoren, zu verdanken. Auf Vol.2 kommt aber auch akustisches Instrumentarium zum Zug. Der vorliegende Compilation-Beitrag ist eine gute Einstimmung auf das demnächst auf Malignant Records erscheinende neue Album Derelict World." [full release info] www.darkambientradio.de
€13.00
DRONE-MIND // MIND-DRONE Vol. 8: AUME, K. ISHIGAMI, HIROSHIMABEND, BALDRUIN

DRONE-MIND // MIND-DRONE Vol. 8: AUME, K. ISHIGAMI, HIROSHIMABEND, BALDRUIN

Format: LP Year: 2021
Four "Drones" on one record! Volume EIGHT (MIND-08) is OUT NOW (11/2021) feat.: KAZUYA ISHIGAMI ҉ AUME ҉ HIROSHIMABEND ҉ BALDRUIN Drone on! We're finally back with a more 'pulsative' and post industrial-influenced issue, presenting the following artists: KAZUYA ISHIGAMI (*1972 / Osaka / Japan) is a prolific composer, engineer, sound designer and performer active for many years (also under the name DARUIN), with broadcasts of his works around the globe. His track 'Clean2020' works on the theme of 'memories" and is based on the idea to accept and acknowledge even the painful memories to reach a state of ease and to transform the subjective past... AUME is the duo of SCOT JENERIK (23five Inc. / Mobilization Records) and ALEPH OMEGA (ex CHROME), from the US west coast, both also active in F-SPACE before, creating stunning audio-visual 'immersion dark ambience" with true archaic energy.. HIROSHIMABEND (aka 'puppy38') hails from Austin, Texas but has been based in Vienna for many years now, and has impressed with many long-form works in the field of electronic / esoteric emanations, mostly self-released via Opiumdenpluto. He is also active as a visual and mastering artist...- "Listening to the music of hiroshimabend has been likened to swimming in a milky lake of black ink." BALDRUIN is a German project with a very electronic and musical edge. His pieces appear to be like excursions into a (bad) fairy-tale world.. - "well constructed cosmic ambient-scapes with a dark psychedelic / cinematic / surrealistic touch; when strange voices, subtle percussion and whistling noises enter the scenery.." Let your MIND be surrounded by adventurous sonic landscapes - organic repetitions as coming from a ghostly otherworld, oriental field recordings, layers of pipe organ-like drones, mysterious electric ether-potentials etc..- "Vier feine Synapsenputzer machen einem mal wieder so manches klar.." [Bad Alchemy} cover-art & mastering by puppy38 using two paintings by British artist PETE GREENING https://www.saatchiart.com/Pete_G Edition of 400 copies on VELVET PURPLE (solid purple and solid red mixed) coloured VINYL. listen: soundcloud.com/drone-records order: www.dronerecords.de basic concept: DRONE-MIND // MIND-DRONE - Volume 8 LP The series shows the various sides of today's experimental drone-music This LP-series from Drone Records is dedicated to the Drones of the World, and the Drones of our Minds. A kind of continuation of the Drone 7"-series, with artwork based on paintings by British artist PETE GREENING. Drone Music is seen as more than a mere 'music style', it expresses an approach to perceive and understand the world. DRONE-MIND and MIND-DRONE build a circle of diverse inter-relations. The Drone as a metaphor for everything that vibrates, that releases energy - from atoms and elementary particles to the hum of the earth and the universe. The Drone as an entity that connects everthing that exists within our own "mind-space", perception and self. ######################################### "Würden Drone Records den Begriff, der von Beginn an so etwas wie ihr Motto werden sollte, enger fassen, dann wäre ihre Reihe “Drone-Mind // Mind-Drone” wahrscheinlich auf viel weniger Interesse gestoßen und vielleicht sogar eine kurzweilige Angelegenheit geblieben. Stattdessen setzte das Bremer Label von Beginn an auf eine Idee des Drone, die, wie es in einer früheren Besprechung bereits zitiert wurde, pars-pro-toto für verschiedene Arten der Vibration und der Freisetzung von Energie im buchstäblichen wie im übertragenen Sinne stand. Und so sind auch auf dem gerade erschienenen achten Teil der Reihe wieder vier Geheimtipps aus drei Kontinenten vertreten, die die Dröhnung als eine Art verbindendes Element gemeinsam haben, diese jedoch in ganz unterschiedlichem Maß und auf unterschiedliche Art mit anderen Aspekten verknüpfen. Bereits in der Ankündigung hieß es, dass die neue LP pulsierender ausfallen und Einflüsse des Post-Industrial aufweisen sollte, und den Opener “Clean2020″ des aus Osaka stammenden Sound Designers Kazuya Ishigami kann man da bereits exemplarisch anführen. Der Track, der sich mit dem Thema (auch schmerzhafter) Erinnerugen und ihrer Akzeptanz befasst, entwift ein über zwölf Minuten langes, ansatzweise episodisches Narrativ, das mit Samples und zahlreichen Effekten ein veränderliches Stimmungsbild entwirft. Das an Zikaden (vielleicht nicht nur) erinnernde Zirpen zu Beginn zieht sich durch weite Teile des Stücks, lässt ein durchaus angenehmes Alltagskolorit entstehen, doch ein zwiespältiges Gemisch anderer Sounds – mechanisch anmutendes Klappern, beklemmende Hochtöner, Vögel, das Dudeln einer versteckten Melodie – kommt hinzu, und da die eizelnen Sequenzen in ihrer Dauer und Veränderlichkeit kaum vorhersehbar wirken, ist eine der zentralen Stimmungskomponenten Spannung. Ein ähnlich veränderliches Soundpanorama entwirft das amerikanische Duo Aume – namentlich Scot Jenerik und Aleph Omega aus dem F-Space-Umfeld. Ihr Beitrag wirft die auditiven Antennen mit rauem Knarren in die Mitte eines Geschehens, dessen Richtung man in den Sprachsamples und dem industriellen Hantieren zunächst noch nicht ausmachen kann. Während es unablässig reibt und schabt und knackt und ein unterschwelliges Dröhnen immer mehr anschwillt und irgendwann den ganzen Raum ausfüllt, treiben die Stimmen einen merkwürdigen Schabernack, scheinen wie Schafe zu blöken, bis alles in Kriegsgeschrei mündet. Doch in der zweiten Hälfte bekommt der Track noch einmal eine überraschende Wendung und prescht mit monoton-rhythmischer Perkussion dem Horizont entgegen. Insgesamt ist die zweite Seite um einiges “schöngeistiger”. “Puppy38″ des in Wien lebenden Amerikaners Hiroshimabend beginnt mit entrückten Orgelsounds, in die sich ein undefinierbares Summen mischt. Just wenn sich eine hypnotische Wirkung einstellt, setzt eine eindringliche Melodie ein und entführt den entsprechend angefixten auf einen Trip durch einen imaginären Raum voll mit plastischen, knisternden, vibrierenden Sounds und etwas, das wie menschlicher Atem klingt. Hier scheint jede Raumwahrnehmung (bzw. Projektion) so unsicher, das sich kaum sagen lässt, ob die so entrückt anmutenden Sounds nicht doch der Sog eines abgründigen Höllenschlundes sein könnte. Rituelles Pochen holt den Hörer zurück auf vertrauten Boden, wo ein beruhigender Abspann erfolgt. Baldruin ist das Projekt des deutschen Künstlers Johannes Schebler, der auch musikalisch – sowohl solo als auch mit seiner Band Diamantener Oberhof – sehr umtriebig ist. Seine drei etwas kürzeren Track offenbaren eine Schlagseite in Richtung Psychedelic und World Music eine weitere Facette offenbaren. Fast wie eine perfekte Miniatur führt das mit mollastigen Bläsersounds (einer Duduk?) beginnende “Die Katakomben von Tesco Libra” mit entspannten Handdrums zu einem kleinen Höhepunkt hin, kein Ton ist hier zu viel. Elektronischer und von einer gefahrvollen Spannung durchzogen mutet “Verstecken” an. Die schöne Loungemelodie, die einen mit Lärm, basslastigem Knarren, fiesen Hochtönern und Stimmen gefüllten Raum in einen Traum aus Plastik verwandelt, reizt fast zu einem NWW-Vergleich. Das abschließende “Klima und Psyche” dagegen zeigt Baldruin hier von seiner folkigsten Seite und lässt die Sammlung mit tremolierenden Bläsern, Saitenpicking und klapperden Handdrums in wehmütiger Heiterkeit – falls es so etwas gibt – ausklingen. Es scheint, als würde dem Phänomen Drone vielerorts eine große Ausschließlichkeit angedichtet: Musik ist entweder Drone oder nicht, und wenn, dann ist sie nur dies. Tatsächlich aber kann Drone sehr unterschiedliches bedeuten und in sehr unterschiedlicher Musik eine Rolle spielen – eine Rolle, die keineswegs an Bedeutung einbüßt, wenn sie ein Aspekt unter mehreren ist. Drone kann den Aufbau einer Musik gestalten, ihre Materialität prägen, eine Musik hypnotischer machen und ihr Rückgrad verleihen, und immer besteht eine starke Wechselbeziehung zwischen dem Dröhnen und dem suchenden, repziperenden und interpretierenden Geist. Dies unter der Formel “Drone-Mind // Mind-Drone” zu vereinen, ist auch beim achten Teil ein starkes Argument gegen alle, die behaupten, Drone hätte sich über die Jahre totgedröhnt." [U.S. / African Paper]
€16.00
DRONE-MIND // MIND-DRONE Vol. 9

DRONE-MIND // MIND-DRONE Vol. 9

Format: LP Year: 2024
listen to extracts: https://soundcloud.com/drone-records DRONE-MIND // MIND-DRONE Vol. 9 LP - new entries into the worlds of drones, and into the droning of your minds:: feat: DAINA DIEVA (deep emotional drone-poesis from Lithuania) - LIVING TEMPLES (shamanic tunes made in connection wtih the Curonia landscape) - ADRIANO ZANNI (spatial electroacoustic drones derived from field recordings + electronics. Italy) - ARE MUNDAL (surrealistic, phantasmagoric drones from Norway). Mastering: PETER ANDERSSON, Artwork by CHRISTIANO DEISON based on two paintings from PETE GREENING. comes on three colour vinyl "GREEN LEAVES" "Den achten Teil der seit 2011 bestehenden „Drone-Mind // Mind-Drone“-Reihe von Drone Records, die unter dem Motto „This series is dedicated to the Drones of the World, and the Drones of our Mind“ steht, hatten wir hier Ende 2021 besprochen, gerade ist der neunte Teil erschienen, auf dem erneut vier verschiedene Künstler ihre Version des, ihre Herangehensweise an den Drone zeigen. Bezüglich des achten Teils hieß es hier: „Drone kann den Aufbau einer Musik gestalten, ihre Materialität prägen, eine Musik hypnotischer machen und ihr Rückgrad verleihen, und immer besteht eine starke Wechselbeziehung zwischen dem Dröhnen und dem suchenden, repziperenden und interpretierenden Geist. Dies unter der Formel ‘Drone-Mind // Mind-Drone’ zu vereinen, ist auch beim achten Teil ein starkes Argument gegen alle, die behaupten, Drone hätte sich über die Jahre totgedröhnt.“ Gleiches lässt sich nun über Teil 9 sagen. Daina Dieva stammt aus Litauen und wurde auf diesen Seiten u.a. als Gastsängerin von Ô Paradis und als Mitglied des Projekts Calitys, das letztes Jahr auf Cyclic Law debüttierte, wahrgenommen. Dieva ist mit zwei eigentlich recht unterschiedlichen Stücken vertreten: „My Eyes Become Night“ besteht aus rauschigen, ziemlich dunklen Drones. „Budesiu“ scheint anfangs daran anzuknüpfen, entwickelt sich aber schnell zu einem deutlich melodischeren Stück, auf dem Dievas Gesang eine zentrale Rolle zukommt, der von so etwas wie Harmoniumdrones untermalt wird. Von der erzeugten Atmosphäre erinnert das Stück entfernt an getragenere Stücke von Dead Can Dance. Living Temples sind mit einem anlässlich der Frühlingstagundnachtgleiche live im Studio aufgenommenen Stück vertreten: „The Slaying Of The Serpent“ ist ein langer, sich langsam entwickelnder Track aus melodischen Flächen und in der Ferne rumpelnden und schabenden Sounds, die sich immer stärker perkussiv verdichten (passenderweise heißt es in den Credits „archaic shamanic instruments“ seien zum Einsatz gekommen). Adriano Zanni aus Italien arbeitet u.a. mit Feldaufnahmen, was besonders beim ersten Stück deutlich wird: „Melissophobia Hypnotherapy“ beginnt mit dem zunehmenden Summen von Insekten und dunkel hallenden Drones. „Exercise In Listening“ hat Passagen, auf denen man meint, eine E-Gitarre komme zum Einsatz, es gibt melodische flächige Sounds, die im Rahmen dieser Veröffentlichung fast schon bombastisch klingen. Das norwegische Projekt Are Mundal wird von Labelseite mit „surrealistic, phantasmagoric drones“ beschrieben, was sicher nicht falsch ist, beginnt das lange „Rustic Movement For An Accordeon“ mysteriös, dunkel-dröhnend, man hört einen Loop eines seltsamen Geräuschs, das eine Stimme sein könnte. In den Credits gibt es noch den Hinweis neben elektrischer Violine, bearbeitetem Klavier und einigem mehr seien „other curiosities“ zum Einsatz gekommen. Mit all diesen Kuriositäten erzeugt Mundal eine im doppelten Wortsinne unheimlich atmosphärische Musik, auf der im letzten Teil auch mal plötzlich seltsame, kaum zu lokalisierende Stimmen auftauchen können. Das ist vielleicht mein Favorit auf dieser an starken Tracks nicht armen Veröffentlichung." [MG / African Paper]
€18.00
The Mountains among us

The Mountains among us

Format: CD Year: 2008
Die bereits 200ste Katalognummer des Portlander Labels ist für VOLCANO THE BEAR reserviert, und diese präsentieren hier ganz besonderes Material, 2 urlange Stücke mit sehr geräuschhaften Instrumental- Drones & field recording-Quellen, sehr frei & voller überraschender Wendungen und wunderbarer dunkler Parts. Das Album weist mitunter fast schon neo-klassische Qualitäten auf, ist überraschend atmosphärisch, dabei aber von unheimlicher Stringenz. Unser definitiver Lieblingsrelease der britischen Band! Anklänge an NOISE MAKERS FIFES, ZEITKRATZER, MORPHOGENESIS.... erschien übrigens vor einigen Jahren bereits auf Beta-Lactam als LP in einer Auflage von nur 100 Stück! "Die wohl beste Band des CTM Festivals 2006 mit zwei über 20 Minuten langen Tracks in oberdickem und teurem Pappcover. Natürlich werden VTB in keinem Weird Folk Artikel erwähnt, dafür sind sie viel zu weit draußen, zu windig, hölzern, befremdlich und abseits von allem. Es blasen alte, nach Gauklerfest klingende Tröten, aber nur selten zum Tanz oder Marsch. Streicher werden gekappt und geschnitten, Vögel und ein anonymes Publikum schauen teilnahmslos zu, an der Harfe wird semi-improvisiert, Gesang in die Länge gezogen etc etc. Trotz aller Experimentierfreude an den Instrumenten steht deutlich VTBs famose Studioarbeit im Vordergrund. Alle Spuren sind meisterhaft abgemischt, so dass klar der Eindruck des steten Machens über dem der fertigen Arbeit steht. Unheimlich, mysteriös und spitzengut." [Ed Benndorf / DE BUG] "First edition of 500 numbered copies in a full color book bound cd case. This year sees the eruption of the Volcano with a myriad of releases leaving the town folk covered in a fine and mysterious silt of musical entropy. The limited release of "Mountains" finds our boy’s spelunking the creepiest of dream spawned caves, excavating crystalline fragments along the way, which are then set in beautiful mental jewelry appropriate for any formal occasion. Arpeggiated blurs and disinterred voices snap, crackle and pop as an unnamed rusted hulk is slowly pushed across an ever morphing open landscape. More accurately still, it's like that weird wind harp record from the 70's with a mid period NWW and Mauve Sideshow marching up opposite sides of the hill to claim the giant harp. And that's just in the first 19 minutes!. Afterwards, there is a slo-mo interlude battle between rarified VTB brand chamber music and the sounds of...things. As promised, the denouement is a brief, dare I say, pretty little whisper of pizzicato and drone. So pretty and little, in fact, that it caught the attention of my otherwise weirdness deaf partner. A real symphony of the spheres that showcases this Volcano's ability to blow its top and rain sweet tweeky kittens on the valley below." [label info] www.blrrecords.com
€15.00
NNOI#01

NNOI#01

Format: LP Year: 2020
NNOI#... In this series, the recordings and documents of the actors of the NNOI Festival gather and reveal the primitive anatomy of the NNOI that sinks onto the frosted glass of nature, like the printing ink unconscious in the letters of the newspaper. The design of the entire series is based on drawings by Frank Diersch - made for this project. forthcoming: NNOI#2: Rashad Becker & Robert Schalinski, NNOI#3: Asmus Tietchens & Frieder Butzmann, NNOI#4: Air Cushion Finish D.v. Euler-Donnersperg - side: unreleased tracks from his wild beehive. Felix Kubin - side: Felix Kubin accompanies René Clair‘s silent film »Entr’acte« from 1924 live with a new electro-acoustic soundtrack, which refers to the surreal choreography, the contrasts in content and the fast editing sequences of the film in rhythmic cut-ups. Rene Clair‘s film „Entr‘acte“ from 1924 is a real jewel of surrealism and is largely unknown to this day. The director radically experiments with cinematographic effects, provokes absurd exaggerations, which sometimes take on blasphemous proportions, and is not afraid to commit violence. The staff of actors is made up of famous artists such as Erik Satie, Francis Picabia and Marcel Duchamp, who, quite self-ironically, bounce through the image rather than stride. Men and women roles are reversed, a death procession turns into a roller coaster ride. The bizarre humor of the film also testifies, among other things, to the artistic daring of its time. Ditterich von Euler-Donnersperg »I hate long announcements now. Everyone writes something and brags about all kinds of information (especially celebrity names). Something has become completely uniform over time. I hate that. Simply state briefly: „The old gray gurnard from the Waterkant creaks and growls its funny and less funny ways ..“ GLÜCKAUF! Felix Kubin„I am a child living in the body of Juri Gagarin. He is empty like a corpse. His eyes move slowly like radars. First comes the idea then the technology. Children are angels, sometimes they fall into nothingness. I am Juri‘s ventriloquist.“ Felix Kubin, messenger of exploding lungs, lives and works against gravitation. At the age of 12 he started composing electronic 4-track music. His activities comprise futurist pop, electroacoustic and chamber orchestra music, radio plays, lectures, workshops and his label Gagarin Records. He has been involved with the noise project Klangkrieg, the communist singing group Liedertafel Margot Honecker and the tetchy teenage bands Die Egozentrischen 2 and x2. Frank Diersch - a German draftsman and painter. NNOI - festival for 12,756 tone music, obscure teaching & organ of the world-ventriloquist-lodge. https://www.facebook.com/donnersperg/ www.frank-diersch.de/ www.felixkubin.com www.nnoi.de https://www.youtube.com/watch?v=4YxuYqL52is https://www.facebook.com/nnoi.festival/ NNOI - festival for 12,756 tone music, obscure teaching & organ of the world-ventriloquist-lodge "In der NNOI Festival-Reihe werden Aufnahmen von Künstlerinnen und Künstlern veröffentlicht, die auf dem gleichnamigen Festival , “für 12,756 Tonmusik, obskure Lehren & Organ der Weltbauchrednerloge”, gespielt haben (u.a. werden noch Asmus Tietchens und Frieder Butzmann folgen). Den Auftakt macht eine Split-Veröffentlichung: Ditterich von Euler-Donnersperg, Sachwalter des Werkbunds, selbst so titulierter „Knurrhahn“ hat mit den zwischen 1996 und 2014 erschienenen “Pelzwurstliedern”, sogenannten „Reimdichtungen im Geiste Klopstocks mit elektronischem Zuspielband“, originellste, kaum kategorisierbare und von beißendem Humor durchzogene Lyrik herausgebracht. Felix Kubin hat neben zahllosen musikalischen Veröffentlichngen, auf denen auch immer ein absurder Humor deutlich wurde (im Presseinfo heißt es: „„I am a child living in the body of Juri Gagarin.“), eine ganze Reihe von Hörspielen produziert. Auf der ersten Seite befinden sich acht bisher unveröffentliche Stücke von Euler-Donnersperg, bei denen sich das Ausgangsmaterial, was bearbeitet wurde, nur erahnen lässt: „Krebs im Schlafrock“ beginnt mit einem ratterndem Loop, man hört zerhäckselte Stimmen. Einem Teil der Stücke haftet etwas Fragementiertes an. So auch bei „Kleiner Irrtum“ mit den hektischen Wassersounds, flirrenden Tönen und dann so etwas, das sich wie ein Echolot anhört. Auf „Mit geknickten Dichterschwingen“ hört man einen Loop, der an Jahrmarktsmusik erinnert, auf „Ein letzter großer Seher“ muss man zwischenzeitlich an Vogelkreischen denken. Die drei dann folgenden Stücke nehmen das Hektisch-Fragentierte zurück: „Verlangen, den Regenbogen zu fangen“ ist von ruhigen, kristallinen, flächigen Sounds durchzogen, die teilweise an ein Theremin denken lassen. Auf „Verknausertes Korn“ dröhnt und knistert es. Bei „Angenehm müde“ meint man das Ticken eines Metronoms zu hören, am Ende scheint eine bearbeitete Stimme aufzutauchen. Kubins Beitrag ist ein langes Stück, das als neuer Soundtrack für den 1924 entstandenen Stummfilm “Entr’acte” von René Clair konzipiert ist. Bei dem Film wirkten damals Erik Satie, Francis Picabia und Marcel Duchamp mit und gerade durch Clairs Einsatz von Effekten wie Zeitlupe und Überblendungen (ein Gesicht starrt einen aus dem Wasser an, ein Papierboot durchpflügt die Dächer von Paris) erzeugt Clair eine durchaus kurios-absurde Atmosphäre (Puppen verlieren ihre Köpfe, der Rock einer Tänzerin scheint eine Blume zu sein, ein Zauberer entsteigt einem Sarg). Der Track beginnt mit kuriosen Knarzen, Brummen, Loops, Fiepen, am Ende meint man ein Sample aus Coils “Things Happen” zu hören – in Passagen ist das durchaus nicht so weit entfernt von manchen Arbeiten Steven Stapletons und von der Stimmung und Herangehensweise ist das ein mehr als passender Soundtrack zu “Entr’acte”." [MG / African Paper]
€20.00

Jeux de Terre

Format: CD Year: 2003
Das erste VROMB – Album erschien 1993 auf Tesco und wird inzwischen zurecht als Klassiker betrachtet – irgendwo in der Grauzone zwischen dunklem ambient Industrial und rhythmisch-futuristischer Elektronik siedelte VROMB seinen ureigenen Stil an.. "until 1993, hugo girard's only appearance on record had been on a canadian compilation cd (adolphe présente), but these new ambient industrial sounds caused enthusiastic reactions in europe and canada. the first full length release was a canadian / german label collaboration: 'jeux de terre' . this cd was beautifully packaged in a 7"x10" cover and the disc was in a hand numbered paper sleeve. also included was a postcard and several large prints of nicely drawn insects - the text was in both french and english. the original 'jeux de terre' has been deleted for years. now there is the opportunity for vromb addicts to get it again. this re-release is in celebration of the ten year anniversary of vromb. the concept behind 'jeux de terre' (earth plays) was of a journey through an imaginary world of insects. insects that had not been identified yet - as you can now read in english for the first time. 'insects, go for food or discovery, warzone, life purpose at the insect dimension' as girard explains it. the sound on this disc is less beat oriented than later vromb releases, but nevertheless it is partly rhythmic. drones and basses create a hypnotic and sometimes threatening atmosphere. you might seem to hear natural, even sampled, insect sounds but there were no samplers used. just 'strictly analog and digital synthesis'. you can hear what makes vromb's music unique even on his debut. a soundtrack to a film yet completed. the ant-zen re-release contains one unreleased extra track which was intended for the original version and an 8 page booklet which includes a modified version of the original artwork." [label info]
€13.50

Journey into Space

Format: CD Year: 2002
Wiederveröffentlichung einer obskuren do-LP von 1973, die in unbekannter Höhe erschien. Vor allen Dingen werden hier field-recordings und found sounds (Alltagsgegenstände, konkrete Materialien) verarbeitet, um eine sound-allegorische Reise des Menschen hin zur Selbst-Bewußtwerdung zu symbolisieren: Der Mensch wacht auf wie aus einem Traum und begibt sich auf eine Reise, an deren Ende eine weitere Geburt steht...(deshalb auch die drei Teile BIRTH DREAM, JOURNEY und ARRIVAL).. aufgenommen im „Electronic Music Studio“ der Universität von York zwischen Jan. 1970 un Dez. 1972. Sehr außergewöhnlich, detailreich und schön !!! Re-release of an obscure do-LP from 1973, in which WISHART wants to symbolize the journey of man from a dream-like state into a higher sphere of self-realization (at the end there’s a new birth). “ York University's music department houses one of the UK's first ever electronic music studios, and during the early seventies it was a hotbed of creative activity. Much of the released output from the studio at this time revolved around the work of the dynamic composer Trevor Wishart. Journey Into Space was his first release, composed between 1970 and 72, and was privately pressed (shortly before the formation of YES records), as two separate LP's in 1973. (The CD cover amalgamates the 2 original designs). Along with other early private releases of experimental music in the UK (ie the LP of sound poems by Cobbing/Jandl, or the LP of musique concrète by Desmond Leslie), this record is also a total anomaly in the canon of British experimental music and has little to do with the current, or even subsequent work by Wishart. The vast length of this piece has many different styles. There are acoustic sections, mostly of junk and toys (bike bells, squeeze horns, bottles, metal tubes, combs etc.) as well as flute and brass sections that are used as raw material. There are also sections of everyday field recordings, scraps of NASA Apollo transmissions, as well as plenty of multitracking, editing, vocal acrobatics and musique concrète.” [from the label press release]
€15.00

Machine

Format: CD Year: 2008
Endlich wiederveröffentlicht, das erste grössere Werk des britischen Elektronikers von 1971, erschienen zuerst als Teil der "Electronic Music from York" 3LP-Box 1973. Bearbeitete Field Recordings von Maschinen und Fabriken kombiniert er mit "spoken word" und Chor-Elementen, "echte" Instrumente kommen gar nicht zum Einsatz! "Although Machine was completed in 1971 it was not released until 1972, shortly after the release of Journey Into Space. Machine is therefore the first major composition by Trevor Wishart. It was composed at York University and was originally issued on vinyl as 3 sides of a highly adventurous 3LP box set called Electronic Music From York, released by the University's own record label. In common with Journey Into Space (also on Paradigm Discs), Machine makes use of a large number of volunteer contributors, mostly from the student body at York. With this recording, however, there are no instruments used. Instead, the music of Machine is made up entirely from a combination of spoken text and carefully directed improvising choirs that take their lead from prerecorded factory sounds. These are extensively mixed and edited with yet more collected Machine sounds and other sources of musique concrète, as well as occasional use of basic electronic sources. The scale of this work, and the degree of preparation involved in scoring it, seem to have more resonances with the world of theatre or film rather than tape composition. Much of Wishart's early work involved the use of musicians and artists being directed to perform in new ways, outside of their usual remit. A combination of late 60s openness, detailed scores that provide frameworks for improvisation and slavish editing have resulted in an incomparable sound work. With a continuous playing time of one hour, the wild and previously unexplored terrain covered by this pioneering work of British experimental music moves in turn through the full range of possible audio landscapes from the oceanic calm of the doldrums to earsplitting factory mayhem. Jewel case cd with 12 page booklet." [label info]
€13.00
Untitled

Untitled

Format: CD Year: 2006
Diese CD erschien zum Anlass des - leider sehr mässig - besuchten Konzertes in Bremen am 11.November 2006, wo die Besucher Zeuge eines fantastischen DAVID LINTON-Konzertes werden durften. Auch die CD überzeugt mit 4 Stücken: ein kurzer obskurer Z'EV live-Mitschnitt mit cut-up voices aus London vom April 1990, ein exzellentes fast 20minütiges neues Power-Ätherdrone-Stück (Zusammenarbeit von LINTON und Z'EV), ein Live-Mitschnitt einer LINTON-Performance (New York Mai 2006), und ein ebenfalls sehr frischer Remix von LINTON von Z'EV source-Material. Ein kleiner, fast unauffälliger Release, der dem geneigten Drone-Fan aber sehr ans Herz gelegt sei!! "A four track CD released in conjunction with a live concert on the 11. November 2006 in the 'Lagerhaus' Bremen, feat. Exclusive tracks by Industrial Music legend Z'EV and New York based percussionist and multimedia artist DAVID LINTON who has worked with among others: Lee Ranaldo, Glenn Branca, Rhys Chatham, Diamanda Galas, Christian Marclay and Elliot Sharp. Each artist is featured with a solo track plus a remix of the other artists material. Limited edition of 500 numbered copies. Playing time: 60:36 min. Track listing: 1. Z'EV 'Soliloquy #1' 11'11 2. Z'EV 'Not Nil' 19'58 3. DAVID LINTON 'Emerald Portal Excerpt - Part 1' 22'27 4. DAVID LINTON '7/11 elective-RE:mix_Z'EV' 7'00" [label info]
€12.00
Solutiore of Stareau: Disc One

Solutiore of Stareau: Disc One

Format: CD Year: 2001
Ungewöhnlicher minimal/digital-Ambient auf einem neuen Label der RIOUXS-Betreiber! Dies ist die Wiederveröffentlichung einer CD eines ursprünglich als 3 xCDR erschienenen Werkes, mit warmen Klangfarben & -flächen, die aber stark fragmentiert werden durch klicks & cuts, immer wieder gibt es kleine Veränderungen im Sound, trotzdem „fliesst es“ sehr eindringlich, und Harmonien tauchen aus dem Untergrund auf.. entspannend und beruhigend und doch nicht gewöhnlich oder langweilig.. “This disc one is a quiet atmospheric minimal soundscape. Distant radio waves floating in the night, warm drones rising and falling, punctured by a faint yet insistant pulsing rhythm. Deep listening in which surface variation is so subtle - getting lost in the recording for hours is almost inevitable IF YOU give it the time. Time well spent.” [press-release].
€10.00

Suspenzia

Format: CD Year: 2005
Hinter "ZAVOLOKA" steckt eine Frau namens KATERYNA ZAVOLOKA aus der Ukraine, die hier sehr spröde und gewagte Elektronik produziert hat, real experimental stuff for explorers, Stimmenexperimente, mad rhythms, Sinuston-Attacken, mal verspielt rhythmisch , mal die-hard digital, schwierig mit irgendwas anderem zu vergleichen..... Dies ist die Re-edition des Debut-Albums CD (vorher auf ZEROMOON erschienen). “ Kateryna Zavoloka is a musician from Kyiv city, Ukraine. This is an extended version of her first release Suspenzia. The sound of Zavoloka is very impuslive mixture of rich and dense however sometimes abstract analogue and digital noises, melodies and idm-like drums. Often unexpected music design and courses create an impression of body motion of a fighter in kung-fu drunken style. This release however called SUSPENZIA (in regards of Natalia Zhizchenko essay) that is "suspension" or "slip" in russian or ukrainian.” [label info]
€10.00
Artist Album Format Description Year Price (incl. 19% VAT)  
BAD ALCHEMY No. 100 (Dezember 2018) mag die Jubiläumsausgabe, Nr. 1 erschien (damals noch mit Cassette) 1985. Herzlichen Glückwunsch! => Freakshow Artrock-Festival 2018, THE INSTANT VOODOO KIT, LOLLIPOPPE SHOPPE, DENIS FRAJERMAN & PSYCH KG., MYSTERY OF THE BULGARIAN VOICES, GEORGISCHE Szene, CRANIOCLAST, GRUENREKORDER, MIKROTON Rec., RUDOLF EB.ER, EMPREINTES DIGITALES, FIREWORK ED., etc.. 88 Seiten, handliches Format, günstig & geistreich! 2018 €4.00 Order it!
BEEQUEEN Sugarbush CD *Überraschung! Nach zwei sehr ruhigen, eher ambient-fokussierten CD's ist nun die dritte Bee Queen erschienen, welche sich weitaus komplexer, konkreter tönend und abwechslungsreicher darstellt als die Vorgänger. Eine Weiterentwicklung zu einer ganz eigenen Form kreativer Soundentwicklung, sprich: Bee Queen haben ihre ganz eigene Dimension geschaffen und es fällt schwer, überhaupt noch Vergleiche mit anderen Gruppen zu praktizieren. Acoustical psychwork!* - BACK IN STOCK last copies!! 1995 €8.00 Order it!
RLW Tonlose Lieder CD 22 Stücke aus der Zeit von 1990/1991, kurz bevor das erste RLW-Album "Acht" erschien. Brilliante (De-)Konstruktionen von instrumentellen + Alltags-Soundquellen (Piano, Gongs, MIDI-Keyboard, Rhythmen, Staubsauger) vermischt mit Sample-Technik, gescratchten Platten, obskuren Feldaufnahmen. Eine unglaubliche Fülle von Ideen wird hier schonungslos umgesetzt - meist sehr dynamisches und vitales Material, zwischen Atonalität und Geräuschimprovisation, no easy listening guaranteered! [Drone Rec] BACK IN STOCK 2004 €13.00 Order it!
Z'EV [ZEV] An Uns Memento CD Re-Release einer Cassette, die 1996 in einer 100er Auflage auf Subterranean erschien. - with booklet, lim. 1000 1999 €13.00 Order it!
15 DEGREES BELOW ZERO Open Doors CD 15 Degrees Below Zero is Mark Wilson, Daniel Blomquist, &Michael Addison Mersereau. The first release by this project was in 2000, so 21 years later we get to see how the project has progressed. Despite this album being started over 10 years ago it fully expresses a great maturity and beautiful diversity of styles. This is a truly epic album and I'm proud to present it to the world along with the members of the project. Mastered by Thomas Dimuzio for full effect as well. https://oxidation.bandcamp.com/album/open-doors "For those unfamiliar with this project, 15 Degrees Below Zero is the work of Daniel Blomquist, Michael Addison Mersereau, and Mark Wilson (who also performs under the name Conure). This project began after the demise of Imperial Floral Assault Unit, and the structured improvisations that they have become known for would continue for the next 20 years. This album has been 10 years in the making. To give you a sense of how long it has been, a live version of "Horizon, Skyline" originally appeared on the Conure/15DBZ split cassette that was released on Danvers State Recordings in 2012. Still, this album still holds up as if it were recorded yesterday. I have often enjoyed 15 Degrees Below Zero’s music because of its cinematic qualities. In previous reviews I've compared it to In The Nursery’s Optical Music series. One of the things that is consistent in 15 Degrees Below Zero is, ironically, their inconsistency. One album kind of reminded me of The Durutti Column with a little bit more of an edge to it. Others have a cinematic quality that sounds like it’s straight out of a soundtrack (they have often referred to their music as “cinematic isolationism”). This one is a slight departure in that the soundtrack would be for a very unhappy post-apocalyptic film where there is no happy ending. If you want a microcosm of this album, you can look no further than the first track Horizon, Skyline. This track begins with lush drone combined with a beautiful harmony. However, just beneath the surface is a wall of static that continually threatens to overrun the track. Toward the end we’ve achieved a kind of uneasy equilibrium with equal parts rumbling static and drone. 15 Degrees Below Zero enjoys messing with the listener and giving us what we don't expect. Just when you think they are moving back into beautiful soundscape territory, we find ourselves being slowly dragged back into a sea of squalling feedback and static. Sometimes the static comes completely to the forefront, as in “The Dead Sea.” In this track, we have high pitched squeal and harsh noise that would be right at home on any noise album. This is unsurprising, as I saw both Mark Wilson’s solo project Conure and Daniel Bloomquist’s solo project at this year’s Northern California Noise Festival. This album is the best of all possible worlds in experimental music. In some ways, there is something for everyone. If you have a friend that wishes that bands like Godspeed You! Black Emperor would let loose and be more experimental and chaotic, hand them this disk. This is what that would sound like. Do you know someone who is not really into harsh noise because they think it all sounds the same, or they simply want something more to it? Hand them this disk. There is all of the noise, but also all of the beauty. That is precisely what makes 15 Degrees Below Zero such an engaging act. You never quite know what you are going to get but you know it's always going to be worth getting. Highly recommended." [Eskaton, Chain D.L.K.] "Eine offene Tür ist ein ausgesprochen vielgestaltiges Symbol, und das erstrecht, wenn es sich gleich um mehrere handelt. Sie zeigen unmissverständlich, dass der vor ihnen stehende weder ein- noch ausgesperrt ist und dass jede Wand, jede Grenze durch sie passierbar ist. Dem Auge jedoch offenbart sich in einer offenen Tür nur ein rahmenhafter Ausschnitt, der meist mehr versteckt als offenbart. Und mit dem, was man durch die Tür zu sehen vermag, steht und fällt jede Hoffnung, die ihre Offenheit suggeriert. Das Ausschnitthafte, Unbestimmte, mitunter Mysteriöse offener Türen ist beinahe ein perfektes Motto für die musikalische Erkundungsreise, die das Drone- und Noise-Trio 15 Degrees Below Zero auf ihrem vor einigen Monaten erschienenen Album „Open Doors“ unternehmen. 15 Degrees Below Zero ist das Projekt der drei Kalifornier Mark Wilson (besser bekannt als Conure), Daniel Blomquist und Michael Addison Mersereau, die in den 90ern bereits unter dem Namen Imperial Floral Assault Unit zusammenarbeiteten, und machte vor allem in den Nullerjahren von sich reden. Nach Wilsons Umzug nach Berlin und der Konzentration der Musiker auf andere Projekte wurden die Aktivitäten irgendwann seltener, und so brauchte es beinahe ein Jahrzehnt, bis „Open Doors“ fertig gestellt wurde. Wenn es einen roten Faden auf „Open Doors“ gibt, dann dass die in den einzelnen Stücken entworfenen, meist düsteren Settings nie klar definiert bleiben, sondern immer wieder ihre Gestalt durch subtile Überblendungen und Verästelungen modifizieren. „Horizon, Skyline“ – der Opener und gleich längste Track des Albums – startet mit verunsichernden Rumpel- und Kratzgeräuschen, eingehüllt in eine mysteriöse Wolke aus dichtem Rauschen. Doch von titelgebenden Horizont dringt bald ein tief erdendes Ambientdröhnen ins Zentrum des Geschehens, intensiviert sich und verdrängt alle Kantigkeit, um am Ende Platz für weitere, perkussive Details zu schaffen, und so entpuppt sich jeder Moment, in dem man verweilen möchte, als vergänglicher Übergang zu weiteren, unbestimmten Orten. Die abgeklärte Desolatheit, die sich bereits hier erahnen lässt, scheint in den folgenden Tracks deutlicher hervor: Im „The 5:15“ betitelten Stück breiten sich rauschende Wellen wie schwerer Atem über monotones Saitenspiel aus und mutieren zu etwas, das an gequälte Stimmen erinnert – alles scheint sich hier auf eine Eskalation zuzubewegen, während das Gitarrenmotiv stoisch unverändert bleibt, bis perkussives Klopfen für etwas Erleichterung sorgt. In manchen Stücken scheint es in emotionaler, atmosphärischer Hinsicht am Ende doch so etwas wie ein kleines Fazit zu geben. Noch weitaus unbestimmter und wechselhafter offenbart sich der Titeltrack, der sich zunächst als knarriger Ambietdowner in die Gehörgänge bohrt. Hat man sich erst einmal eingelebt in seiner resignativen Statik, so sorgen allerhand kleine feine Bewegungen für Erleichterung: Helle Sounds bimmeln wie abstrahierte Glöckchen durch den Raum, doch das wiederum ist nur die Ankündigung für einen durch donnernde Detonationen eingeleiteten Sturm, der viel ungehörtes aufwirbelt. Interessant ist dass all diese gegensätzlich wirkenden Bestandteile der Kompositionen sich nie gegenseitig in Frage stellen, sondern in all ihrer Ambiguität zu koexistieren verstehen – vielleicht ist dies am deutlichsten spürbar in “White Sands”, dessen treibende Dynamik aus dem Hintergrund wirkt und die anrührende Melodie im Vordergrund nie antastet. es ist eines der kraftvollsten Stücke des Albums. So haben letztlich alle Stücke ihre eigene kleine innere Dramatik, ihre eigenen Brüche und Richtungswechsel, und natürlich auch ihre Schwerpunkte. Lässt der nach dem Roten Meer benannte Track eine wuchtige Ambientwelle eine fast meditative Unbewegtheit in dem mit Klappern erfüllten Raum entstehen, so offenbart sein am Ende des Albums verortetes Pendant “The Dead Sea ” die größte Ambiguität zwischen Ruhe und Unruhe, zwischen getriebener Bewegung, schönen Synthie-Soundscapes und einem rabiaten Noise, der von etwas, das an Schreie erinnert, durchzuckt ist. “Open Doors” ist ein ungemein reichhaltiges Album und jedes enthaltene Stück würde den Stoff für einen kongenialen Filmscore abgeben. Wenn die so untermalten Stoffe – mehrere Kollegen schrieben zurecht über postapokalyptische Dystopien – durch zahlreiche Ereignisse und zugleich durch eine nie zu eindeutige Stimmung auffallen würden, wären sie der Musik am ehesten angemessen." [U.S./African Paper] 2021 €13.00 Order it!
ALOG Amateur CD "ALOG zählen seit 1997 zu den besten experimentellen Elektromusikern in Norwegen. Seit ihrem Debüt "Red Shift Swing" sind sie ihrem Label Rune Grammofon treu geblieben, wo die Nachfolger "Duck-Rabbit" und "Miniatures" erschienen. Letzteres gewann 2005 den norwegischen Grammy für den besten Electronica-Release. ALOG reisten für "Amateur" durch Norwegen und nahmen in Musikschulen und Musiksälen von Grundschulen auf, um den Sound eines jeden Instrumentes optimal darstellen zu können, was im Studio dann zu "Amateur" geformt wurde. Das Ziel aller Computersoftware ist es heute, den individuellen Sound eines jeden Musikers zu überdecken und alles gleich klingen zu lassen; ALOG gehen auf "Amateur" den genau entgegengesetzten Weg. // Alog are duo Espen Sommer Eide and Dag-Are Haugan, and this is their fourth full-length release for the Rune Grammofon label. Since forming in 1997, Alog have been among Norway's leading performers of experimental electronic music. They are mainstays at Rune Grammofon and have been with the label since their debut album Red Shift Swing was released in 1999. They have increasingly worked with various acoustic instruments and in collaboration with other musicians for long recording sessions in special locations. Travelling around the west coast of Norway with Nicholas H. Møllerhaug and Nils Økland sidekick Sigbjørn Apeland, they recorded in music schools in an attempt to capture the unique sound of each selection of instruments found. Because of bad weather they could be stuck for days on islands off the wild northern coast recording themselves playing any instruments they could find and building more of their own. These sessions were subsequently worked on in the studio to bring out the unique spirit of this release, characterized by a curious and fresh approach to playing that is often lost in the process of becoming a virtuoso on a singular instrument. The word "amateur" originally denotes a person who is motivated by a passion or love for their activity. It has been the goal of Alog on this album to preserve and enhance this special energy in their songs, and to do this they use their "augmented acoustics" technology and bring out the hidden "amateur" energy of each song." [press release] www.runegrammofon.com "Music by Alog have never ceased to amaze me. The duo of Espen Sommer Eide and Dag-Are Haugan have by now released a bunch of works on Melektronikk, Smalltown Supersound and En/Of, and here return with a strange CD, once again. Apparently 'it was recorded on various locations in the western and northern parts of Norway, often using instruments found or built for the sole purpose of this recording', which is something that is hard to believe. But 'these sessions were subsequently worked on in the studio to bring out the unique spirit of the 'Amateur'. In the post-production world of the studio anything is possible, I then think. To describe the music of Alog is not easy, but 'amateur' is a good description, in the most positive sense of the word. 'Childlike' and 'naive' are two others that fit the description quite well. There are hints of minimal music, microsound, folk and improvisation - and perhaps any category in between these that could be applied to the music of Alog. They play their instruments (whatever lost and found they might be) like children, not banging around but with a curious interest in seeing what a sound does. Carefully as not make too many sounds. Beautiful electronic sound scapes, with interesting electro-acoustic sounds here and there. Very nice. Once again." [FdW / Vital Weekly] 2007 €15.00 Order it!
AMON DÜÜL Disaster (Lüüd Noma) do-LP Im September 1968 spielte AMON DÜÜL bei den "Internationalen Essener Songtagen", dem ersten fünftägigen Rockfestival Deutschlands, das der spätere Ohr-Labelchef Rolf-Ulrich Kaiser initiiert hatte. Der Berliner Musikproduzent Peter Meisel hörte und sah die Band dort und nahm sie spontan unter Vertrag, zusammen mit Tangerine Dream und Birth Control. AMON DÜÜL stand der Berliner "Kommune 1" nahe und entstand zu einer Zeit, da jeder ein Künstler war, der einer sein wollte. Und so konnte auch jeder, der wollte, ein Musiker sein. Zusammen, im Kollektiv, war alles möglich. Angelika und Helge Filanda, Wolfgang Krischke, Ulrich Leopold, Rainer und Ella Bauer, Peter Leopold sowie Uschi Obermaier spielten in Meisels Studio zeitgemäß high in the sky eine Session ein, die alle Regeln durchbrach und alle Hörgewohnheiten auf den Kopf stellte. Die Aufnahmen wanderten zunächst in den Giftschrank, erst ein Jahr später traute sich Meisel, sie unter dem Titel Psychedelic Underground zu veröffentlichen. Hier ist die Fortsetzung: Die Doppel-LP Disaster/Lüüd Noma erschien 1972, als es die Gruppe AMON DÜÜL schon nicht mehr gab, und sie präsentiert weitere Aufnahmen aus derselben Session. Alle Titel sind surreale, unübersetzbare Wortspielereien, die Stücke sind klanglich besser organisiert, weniger fragmentarisch, klarer voneinander abgesetzt und ausgefeilter nachbearbeitet als auf der ersten LP - der ausgenzwinkernd mitgelieferte Hinweis, alle Störungen und Fehler seien beabsichtigt, hat aber gleichwohl einen wahren Kern. Nun sind diese denkwürdigen Aufnahmen wieder zugänglich, remastered von den analogen Originalbändern. Sie sind das Dokument einer Zeitstimmung, die unwiederholbar geblieben ist. Wer sich für die Anfänge des Krautrocks ernsthaft interessiert, kommt an diesem Album nicht vorbei - das Disaster wartet auf Sie! 2023 €26.00 Order it!
ARTIFICIAL MEMORY TRACE (AMT) Calliphon Draft (Sonosketches 1991-1994) CD-R Wiederveröffentlichung eines alten Tapes des tschechischen Concrete Noise / Experimental Ambience-Pioniers (erschien im Original 1998, mit frühen Aufnahmen die 1991-1994 entstanden), sehr aufwendiges Cover im Glassrahmen mit Vollfarbdrucken auf beiden Seiten! Wiegt 400 Gramm pro Kopie, nummerierte Auflage 120 Stück! www.myspace.com/impulsystetoskopu 2008 €12.00 Order it!
ATUM HITWA CD Gespenstischer & sehr dunkel glühender esoterischer dark ambient, mit leichten Folk-Einflüssen. Müsste das vierte Album der Polen sein (nach drei CDRs, die ebenfalls auf Beast of Prey erschienen). Zu entdecken für Fans des Genres! Limitiert auf 444 Exemplaren in grossformatiger Hülle. " - dark ambient with dark post-industrial rhythms - If symbol can be received by senses, then combining with a sound, how much a concept does it make? Is this something more, that can move our imagination a step forward? New album of Polish project Atum is a try in creating such images in our minds. As a guests on the album participated: INFAMIS, DEAD FACTORY i EQUUS. 47 minutes long album of strong dark ambient. Sounds, calm, and growing, pulsing create a grim atmosphere. Album diversified by rhythm loops, industrial hits and also acoustic guitar. Sounds for a Cold Meat fans, something between Desiderii Marginis and Megaptera. Unconventional release in 135mm by 150mm format, printed on a cardboard 45cm long. Folded in three parts, minimalistic graphic form with specially designed symbolics. CD mounted on a rubber dot. All foiled and hand numbered to 444 copies." [label info] www.beastofprey.com 2008 €13.00 Order it!
BAD SECTOR Dolmen Factory CD Re-Release dieses klassischen (zweite CD) BAD SECTOR-Albums aus dem Jahre 2000, damals erschienen auf dem inzwischen längst nicht mehr aktiven MEMBRUM DEBILE PROPAGANDA-Label (basierend auf einer MC Version auf einem italienischen Cassettenlabel von 1997, das Material wurde bereits zwischen 1994-1996 aufgenommen). DOLMEN FACTORY hat all das was BAD SECTOR zu einem ganz besonderen Projekt aus dem "experimentellen drone/ambient" Sektor werden liess: den typischen Synth-Sound, die rauhen Störgeräusche, die endlose Weite & Melancholie, ein industriell-futuristischer "Nährboden".. "Wiederveröffentlichung des raren "dolmen factory" – Tapes, 1997 auf Soffitta Macabra in 60er Auflage erschienen. Hier geht es stark in Richtung "AMPOS", sphärische monumental-distorted Synths, harmonisch und elegisch, dazu " a small set of samples of echocardiogram machine, Stimmen aus dem Nichts... the best synth-music you can get!!!" [Drone Rec. info 2000] "Reprint of the classic Bad Sector release. Harmonic, noisy, emotional electronic tracks set the trademark sound of the one-man project from Tuscany. It includes an unreleased track. Limited edition of 500 pieces, FAR-21, 2008 www.faria.ru" [label info] 2008 €12.50 Order it!
BAKER, AIDAN Gathering Blue do-LP Doppel-LP im Gatefold-Cover, edelst designed von ALAN McCLELLAND. Eine Sammlung von neuem (erste LP) und in Kleinauflagen bereits erschienenem Material (zweite LP), die beiden mCDRs "Cicatrice" (Dreamland, 2003, vier Stücke die alle mit CI beginnen) und "The Taste of Summer on your Skin" (Taalem, 2004), zwei Remixe von BAKER-Stücken von der "Remixes"-CDR (Arcolepsy, 2005) von BUILDING CASTLES OUT OF MATCHSTICKS und TROUM, sowie eine JOY DIVISION-Coverversion von "24 Hours" !! Die Auflage von 444 Stück kommt in insgesamt drei Vinylfarben!! "A work of blissful delight. Aidan Baker provides 4 sides of enchantment in this long-in-the-making 2xLP set. Gathering Blue provides new original material plus a stunning cover of the Joy Division track "24 Hours" as well as an extended work-out of the amazing remix of "The Cicada Sings Our Love Song" by Building Castles Out Of Matchsticks which was originally released in 2005 on the ultra-limited and long-deleted Arcolepsy Records CD "Remixes". This really is Aidan Baker at his very best and a record that is sure to charm. Comes in a gatefold sleeve, numbered card insert and pressed on heavy 180g virgin vinyl in 3 editions (55 copies on black vinyl, 95 on sky blkue vinyl [with white blend] and 294 copies on mottled peacock blue vinyl)." [label info] "It's been a (little) while since we've had some brand new Aidan Baker / Nadja for the store, thankfully this week heralds two new releases. To be reviewed next time, there's long awaited Nadja all- covers disc (which we'll tell you right now is great), and then there's this, a brand new, limited double lp from Baker solo, and as always it's a doozy, sprawling and shimmery and expansive, that sort of blissed out ambient dronemusic he does so well. But it's far from more of the same. The first track we threw on was almost jungle, with skittery beats buried beneath softly undulating layers of warm whir and deep drifts of soft swirling sound. There's also a bit of Spacemen 3 like processed psych guitar, which gives way to some buzzing raga like blur, draped over still more dreamlike dronescapes, although here, it's laced with chunks of processed alien crunch, and weird little bits of scrape and fragmented riffage. Long stretches of underwater Oval-like wooziness, shot through with streaks of space-y effects and muted bits of glitch and buzz, some of the most washed out and wondrous space (not quite) rock ever! Warped warbly organs are stretched and smeared into warped Philip Jeck like doomy drifts, one of which is apparently a cover of Joy Division's "Twenty Four Hours", although we could only tell by the vocals, and even then, they're so hushed and barely there, that any sense of the original seems to melt into a gorgeously oozing expanse of thrum and shimmer and softly warped rumble. Another fantastic and gorgeous and of course WAY too limited chunk of droney dreaminess from Mr. Baker. Released on the always amazing Equation Records, who really go all out with the packaging as well. Thick swirled/splattered blue vinyl, thick full color gatefold jacket, and a printed full color postcard, each of which is hand numbered, LIMITED TO 444 COPIES!" [Aquarius Records review] www.chronoglide.com/equation.html 2009 €24.00 Order it!
BAKER, AIDAN & GARETH DAVIS Invisible Cities II LP AIDAN BAKER (NADJA, B/B/S) and bass clarinetist GARETH DAVIS continue their fruitful collaboration with „Invisible Cities II“ - five new tracks of finest ambient / chamber jazz / subtle drones of a highly meditative quality. Available as 180gr LP and download. 2 years ago, the Canadian guitar player AIDAN BAKER and clarinetist GARETH DAVIS from Belgium released their duo debut „Invisible Cities“ that surprised many by its quiet, even meditative quality. DAVIS had made himself a name in a wide range of fields, from the postrock of A-SUN AMISSA or OISEAUX-TEMPÊTE, new music (PETER ABLINGER, BERNHARD LANG), or experimentation with the likes of ELLIOTT SHARP, MERZBOW or SCANNER, while BAKER is mostly known for his drone / postmetal duo NADJA, but that‘s just one out of several steady projects (e.g.B/B/S with ANDREA BELFI and ERIK SKODVIN aka SVARTE GREINER) and a multitude of solo albums. On „Invisible Cities“ the duo explored the calmer side of things – from chamber jazz to ambient / drone and back, giving much space and air to breathe to their respective instrument. Subtle guitar drones, sonore clarinet sounds, a sonic scenery of peacefullness and meditative introspection – all this you‘ll also find on the new album „Invisible Cities II“ which is an accomplished continuation and refinement of the duo‘s first collaborative effort from 2018. Recorded between 2018 and 2019 in Berlin and Amsterdam, mastered and cut at D&M Berlin by KASSIAN TROYER. https://karlrecords.bandcamp.com/album/invisible-cities-ii "Vor zwei Jahren machten sich der bekannte Gitarrendröhner Aidan Baker und der in Belgien lebende Klarinettist Gareth Davis an die musikalische Umsetzung von Italo Calvinos Roman “Die unsichtbaren Städte” aus dem Jahr 1972. Ohne textliche Referenzen wie Lyrics entstand durch meditative Drones und den orientalisch anmutenden Ornamenten der Bassklarinette eine eher vage Interpretation der semifantastischen Reiseerzählung um den Entdecker und Geschichtenerzähler Marco Polo, bei der einem auch ohne Textkenntnis nichts entging. “Invisible Cities” wurde ein ganz eigener, von der Ausgangsidee unabhängiger Kosmos, der sich soweit verselbständigte, dass die beiden Musiker weiter an den Ideen arbeiteten. Mit “Invisible Cities II” ist nun eine Fortsetzung des Stoffs erschienen, die nahtlos an den Vorgänger anknüpft. Mit stilvollem Rauschen und Knistern, das sich bald als Sendersuche auf einem alten Radio entpuppt, gönnen die beiden sich eine kurze Bedenkzeit, bis der Opener “Hidden” dem Titel entsprechen zunächst versteckt im Hintergrund zu dröhnen beginnt. Über längere Strecken bewahrt der Track seine mysteriöse Aura, lässt das Rauschen gemächlich auf und abebben und bleibt doch vage im Bezug auf die Soundquelle. Sind das die Geräusche einer nächtlichen Landstraße, auf der jemand auf den Spuren des berühmten Entdeckers die Seidenstraße entlang den unsichtbaren Städten entgegenfährt? Die Frage ist interessant, v.a. wenn man sie nicht beantwortet. Mit der Zeit zeichnen sich die musikalischen Strukturen deutlicher ab: von tiefen Klarinettentönen gezogene Kurven in schwermütigem Moll, undefinierte Hochtöner am nächtlichen Firmament, die warme, erdige Dröhnung der angeschlagenen Saiten und einiges mehr. Heller, verhuschter, tremolierender gibt sich die Musik in “Eyes”, wo sich das Blasinstrument langsam vorantastet, als lauere Unheilvolles hinter jeder Biegung des Weges – eine Spannung, die im folgenden “The Dead” bestehen bleibt, dort allerdings eine geradezu trotzige Energie mobilisiert: in rauer, kreisender Dröhung, im Trillern einer imaginären Alarmsirene, im jaulenden Feedback und im Summen des Geigenbogens, der hektisch über Bakers Gitarrenhals fährt. In “Continuity” diffundiert all dies wieder in einen Nebel aus sensiblen Andeutungen, um in der Harmonie von “Names” in friedvolle Ruhe zu münden. Ist das der Sound des Ankommens in den unsichtbaren Städten, oder geht die Fahrt weiter? Wie auf dem ersten Teil hat jedes Stück seine eigenen Geschichte voll stetig wandelnder Stimmungnuancen und subtil eingesetzter Soundideen, die bei dem kleinen Instrumentarium beeindrucken. Ich empfehle beide Teile hintereinader zu hören – auf Vinyl im von üppig duftenden Oud-Kerzen beleuchteten Salon oder als Download auf nächtlicher Fahrt durch die Weiten Zentralasiens. (U.S./African Paper] 2020 €18.00 Order it!
BECUZZI, GIANLUCA & FABIO ORSI Soundpostcards CD Das Cover dieser CD sieht wirklich wie eine "Klangpostkarte" aus, mit verschiedenen atmosphärischen Klangfeldern der Natur darauf. Das melancholische Duo entwirft auf 11 Stücken äusserst fragile, nostalgische, minimal instrumentierte Soundlandschaften, meist auf analogen Synth/Keyboard basierend, aber auch mit sanften field recordings durchsetzt. "Soundpostcards" ist ihre erste Zusammenarbeit von 2004 & 2005, die bisher nur als MP3 erschien... "Sound Postcards is a sound representation of determinated time-space, of its moods and atmospheres, it's a sort of soundpostcard in which the artists portray a familiar and hypothetical landscape. The listener is induced to ''identify'' the represented subjects through interpretative processes which directly compare sound suggestions with subjective/collective imagination. A semanthic game of mirrors reflecting forms in perpetual transition between auditive dimension and symbolic/mnemonic one. "Soundpostcards" is the first collaboration of this two artist, originally releasesd (2004) in two different mp3 work, now reissue for the first time in CD after a been REWORKED and added with an unreleased track. The Sounds is really inmost and peacefully melancholy. Lost and naked melodies (some times near to the feeling of the most dilatated post rock other time much more near to the aesthetics sounds of the avant folk music) on a soft background of field recordings and drones.] *** Since 2004 the italian compositors Gianluca Becuzzi and Fabio Orsi are a strong and stable duo. Gianluca Becuzzi is a very well known character of the Italian experimental scene since the '80s, under many different alias. Fabio Orsi is a young and unexpected talent. After his first album, "Osci", produced by Gianluca Becuzzi, he got a lot of positive feedbacks, worldwide, by the most important international media. The unexpected uncounter between different forces, experiences and visions of this two artists is prefectly melted in their intense and fascinating productions made of guitars, old keyboards, field recordings and sound objects. Compositions where everything plays with big emotions: visionary soundscapes, deep drones and sudden noises." [label info] www.centreofwood.com 2009 €12.00 Order it!
BIOSPHERE Wireless - Live Arnolfini, Bristol CD "Biosphere ist das Hauptprojekt des norwegischen Künstlers Geir Jenssen, der auf eine ansehnlich Discographie zurückblicken kann. "Microgravity" and "Patashnik", zwei weg- und stilbereitende Alben erschienen auf dem legendären R&S-Label in Belgien, prägten in diesem Kontext neben Alben von Aphex Twin, Carl Craig, Sun Electric und Ken Ishii den Begriff "Electronica" maßgeblich mit. Aus dem Album "Patashnik" wurde die Single "Novelty Waves" ausgekoppelt, die auch die Spots einer der Levis TV-Kampagnen untermalte.Remixes für bekannte Künstler wie Nicolette, James oder Frontline Assembly zeigten zwar weiterhin gleichsam das Interesse der Musikszene an seiner Kunst, aber auch Geir Jenssens Willen Musikstücke völlig nach seinen Vorstellungen zu transformieren.Live während des "Arnolfini" Festivals in Bristol, am 27.Oktober 2007 von Chris Watson aufgenommen. Er benutzte hierfür 2x Sony ECM 77s mit einem Nagra P11 Ares Flash Recorder. Gemixt, editiert und gemastered wurde das Stück final von BJNilsen in Berlin im März 2009.Dieses Konzert war Teil des "Touch 25 Live", die auch eine "Storm" Performance von Chris Watson & BJNilsen beinhaltete." [label info / Cargo ] "... What we do know is that 'Wireless' is the first live album by Biosphere, one of the master minds of ambient music. Starting out in ambient techno (releasing a classic with 'Patashnik' in 1994), and then moving out of the techno, deeper into the land of ambient music, leaving off any pulses at some point. On 'Wireless' he returns to use pulses and rhythms: minimal but not in a click n cut sense. Warm, fourth world alike. which guide the soft synths, field recordings and, for the first time around the trumpet of Anders Karlskas. As such this live album is not a distinct break with the 'old' Biosphere, the one calm sound tapestries on 'Substrata' for instance, but it seems to have come to a full circle now. The more simple, rhythmic samples refer to what I can call Biosphere 'mark 1', but not as dance oriented, more trance inducing, lay down, sit back music, whereas the deep atmospheric textures of before are still part of it, that has become a trademark of Biosphere. Changes in the sound of Biosphere are small, but crucial. 'Wireless' is once again a refined ambient from one of the true masters of the genre." [FdW / Vital Weekly] www.myspace.com/biosphereofficial 2009 €16.00 Order it!
BIOTA Fragment for Balance CD After 4 years of work on their 11th release for ReR, this extraordinary, reclusive, and highly individual audio-visual collective continues to evolve through the painstaking accumulation and disposition of a seemingly incompatible range of both exotic and familiar musical languages, instruments, techniques and studio manipulations into one of the few genuinely original bands at work today. It took a long time to refine their unique process of composition to this level of ambiguity and depth and newcomers will wonder how they strayed so far from orthodoxy and yet managed to retain a lucidity and transparency that is quite rare in contemporary music. Timeless, almost weightless - yet teeming with life, motion and complexity - this is a music that suggests an untroubled world in which nostalgia, tragedy and agon, while rudely present, remain subservient to deeper, calmer currents. Sic transit gloria mundi. The bullet points are that Biota is a unique project, defying genre with, like all such cult artists, a small but extremely dedicated public that, over the last 15 years has grown continuously as new listeners discover them. BIOTA Founded in Colorado in the late 1970s, Biota's first recordings were released under the name of the Mnemonist Orchestra who, between 1980 and 1984, released five albums on its own label, before linking up with ReR in 1984. That was also the year in which they split into an independent visual arts collective - retaining the Mnemonist name - and the recording project, Biota. Since then, their releases have presented the work of both groups in tandem. http://biotamusic.com/ https://biota.bandcamp.com/album/fragment-for-balance "Für ihren 11ten bei Recommended Records (oder ReR Megacorp) veröffentlichen Tonträger (EP, LP oder CD) haben sich Biota aus Fort Collins in Colorado wieder etwas mehr Zeit gelassen. Nachdem 2014 "Funnel to a Thread" erschienen war, legte man erst einmal eine längere Pause ein, um dann vom Frühjahr 2016 bis in den Herbst 2018 hinein das neue Album einzuspielen. Das Ergebnis - "Fragment for Balance" - wurde schließlich im Frühling 2019 veröffentlicht. Das Album kommt in einem bunten Digipack, versehen mit einem dicken Beiheft voller expressionistisch-tiefsinniger Bilderwerke. Die ersten 150 Exemplare beinhalten - wenn man direkt beim Label bestellt - zudem einen kleinen Pappschuber, in dem ein originale, von Tom Katsimpalis gestaltete Bildcollage steckt. Sehr edel! Offenhörlich haben Biota ihren Stil gefunden, bewegt sich doch die auf "Fragment for Balance" zu findende Musik in sehr ähnlichen Gefilden, wie die des direkten Vorgängers. Die Besetzung ist zudem identisch. Allerdings scheint mir "Fragment for Balance" etwas homogener und klangvoller voran zu fließen. Eine recht eigenartige folkig-elektronische Kammermusik gibt es auf "Fragment for Balance" zu hören, oder einen seltsamen elektronisch-kammermusikalischen Avant-Folk, bestimmt von filigranem Akustikgitarrengeschrammel, Violinenklängen, allerlei Blaswerk, analog-elektronischen Tastensounds, Piano, Harmonium, Akkordeon und diverser Perkussion. Deren Tonerzeugnisse werden (teilweise effektverfremdet) mit verschiedensten Elektronikgebilden, komplexen Tonskulpturen und prozessierten Klangfragmenten unterlegt, bzw. von diesen verwoben, so dass sich das Album als lange und vielteilige, elektronisch-akustische Suite voran arbeitet, bei der die einzelnen Nummern ineinander übergehen. Über all dem schwebt Kristianne Gales wunderbarer, gälisch-folkiger und ätherisch-luftiger Gesang. Im Vergleich zu früheren Alben, insbesondere denen aus den 80er- und 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts, ist die rezentere Musik von Biota eher ruhig, fast sanft gehalten, wobei dieselbe immer ausgesprochen unkonventionell dahin gleitet. Dies trifft auch auf "Fragment for Balance" zu, welches stilistisch Folk, experimentelle Elektronik, moderne Kammermusik und eine Art von Avantrock zu einem dichten, sehr homogenen und seltsam gewichtslosen Ganzen vereinigt. Sorgfältig geplant und komponiert arbeitet sich die Musik voran, dissonant aber friedlich, gleichzeitig erstaunlich harmonisch, rund und vertraut, dann aber wieder sperrig und ausgesprochen fremdartig. E-Gitarre, Bass und Schlagzeug sorgen dafür, dass es immer mal wieder rockt, doch arbeitet sich der Großteil der Musik eher formlos voran, ohne aber auf Struktur und Zielstrebigkeit zu verzichten. Momente unglaublicher, fast absurder Schönheit wechseln sich mit schrägem Plingen und Hallen ab, mit voluminös-symphonischen Tonschüben, wolkigen Klanggebilden, akustisch-kammermusikalischen Abschnitten, dynamischen RIO-Prog-Momentaufnahmen, repetitiv-minimalistischen Exkursen und wirren Tondurcheinandern. Chris Cutler bezeichnet Biota als eine der 'few genuinely original bands at work today', und dem möchte ich durchaus zustimmen. So wie Biota klingt derzeit keine andere Band auf dieser Welt. Wer progressive Musik in einem folkig-elektronisch-freiformatigen Kontext schätzt, der sollte "Fragment for Balance" (und "Funnel to a Thread") kennen." [Achim Breiling / Babyblaue Seiten] "As obvious as this may sound, the years run way faster as one grows older. When Biota announced the release of Fragment For Balance, my delight in receiving a new bulletin from the collective “after not so long” was soon replaced by the mild shock of realizing that their previous outing Funnel To A Thread had been published in 2014. I wasn’t paying attention to all those months flying away (to paraphrase another title from the group’s discography). Even worse, this period was rendered heavier by two major losses in Biota’s universe. In 2015, visual artist Joy Ann Froding left this planet following the successful surfing of an ocean wave; in 2018, multi-instrumentalist Charles “Chuck” O’Meara (formerly Vrtacek) suffered a heart attack while he was cutting wood to warm his winter. In the sadness, it is somewhat relieving to note the natural ambience of these occurrences, presuming that Froding and O’Meara were in a comfortable place inside when the call from nowhere came. The album is dedicated to them, and the artwork commemorating the pair on the accompanying booklet – a flower and a bird embedded in unique Mnemonists shades – nearly caused this writer’s tired eyes to well up. That ear-gracing piano inevitably puts the soul in “still here with us” mode; Chuck was, and forever will be, a certified Biot. Every single snippet of the multitude of sketches, proposals and fully fledged visions represents a piece of fertile ground for sensible roots. Yet the process of absorption doesn’t really happen through the listener’s mind, exploiting instead the most unconventional features of sympathetic resonance. There’s always been a touch of magic in William Sharp’s slight defacement of arrangement and equalization, be it a chiaroscuro of off-key echoes or the enhancement of quietly intertwining arpeggios. Throughout the 26 (!) consecutive tracks comprised by the program – duration from 0’38” to 9’48” – the achievement of a flawless amalgamation of tunings, melodic intelligibility and aural daydreaming remains at the core. The instruments shine brighter than ever, with particular regard to guitars (Tom Katsimpalis and Mark Piersel) and violin (David Zekman). They seem to trace coordinates and paths to places of blinding light amidst the hand-woven textural patchworks and gentle superimpositions informing the orchestration. Apropos of that, flashes of enlightenment are born from the melting of a larger number of voices (including Kristianne Gale’s apparitions, a singing mermaid in a sea of wistful refractions). Keyboard constructions totally deprived of preset futility lie at the basis of revealing harmonic disseminations, Gordon Whitlow’s accordion and Hammond organ strengthening the sonic tissue with typical wisdom. Also notable is the role of Randy Miotke, his trumpet and flugelhorn supporting the contrapuntal constitution, and its various transmutations. Larry Wilson’s drums emerge in unexpected spots, attributing hues of temporal non-existence to otherwise regular rhythmic cells. And so on and so forth, one would have to conclude. It’s been decades by now, yet attempting to describe the essences emanated by Biota’s garden still makes me feel stupid, or useless, or both. Nevertheless, the sensation of understanding a little morsel every time – of the music itself, of the fight against big-mouthed superficiality, of the painful impossibility of communicating with lesser levels of perception – is incomparable. In less than ten minutes, a track like “Walking Is Missing” teaches much more than the millions of words spewed by cretins most everywhere. When that packet from Colorado materializes, my gradually greying beard doesn’t matter anymore. All it takes is sniffing the cover’s scent, observing once again the profound art of human beings who do not accept commands, or foolish indications, by anyone. And, of course, spinning the disc without putting the finger on the whys and the whos. Just intuiting the actual reasons of aliveness, and envisioning our future merging with the meaningful consequences of the acoustic laws. Or, as good ol’ Chuck would have it, “learning to be silent”." [Massimo Ricci] 2019 €15.00 Order it!
BISCLAVERET Psyche noMine CD Erste "volle" CD für dieses polnische Dark Ambient / Esoteric Drone-Duo, erschienen auf dem israelischen EASTERN FRONT-Label. "... Diese Kompositionen offerieren ein Dickicht aus Synths-Schwaden und einem Gewirr von gesprochenen, geflüsterten oder klagend gemurmelten Stimmen, gelegentlich aufgelockert von Piano-Klängen und dezenten rhythmischen Erschütterungen, und strahlen eine sich langsam verbreitende beklemmende Atmosphäre aus, die insbesondere nach intensivem Rotwein-Genuss ihren Platz beanspruchen kann und auch inhaltlich gestützt wird. Songtitel wie „Ritual of the all-embracing madness“ und „Voices from another state of…mind, heart and body“ dürften insoweit für sich sprechen, mit “Akeldama XIV” wurde zudem Mr. Aleister Crowley vertont. „Psyche noMine“ erscheint auf dem israelischen Label The Eastern Front. Dieses hebräische Bataillon hat keine Kosten gescheut und dem Silberling eine überdimensionierte Pappverpackung mit Einlegekarte und allen Texten spendiert. Es kann also endgültig losgehen für BISCLAVERET, die für 2007 neben einer neuen EP auch noch eine Wiederveröffentlichung ihrer Erstwerke in Planung haben." [Terrorverlag] "Bisclaveret - A Polish dark ambient/dark wave duo presents its album Psyche noMine. It took two years to conceive, resulting in 6 songs (clocking at around 53 minutes). Musically, it's a piece for those interested in moving, yet extraordinary art. Lush strings, industrial rhythms and even noise tones at times summarize the background for Dragos' voice coming from the other, subconscious side of his mind. Lyrically, it's a concept-album of sorts. All the lyrics deal with human sub consciousness. The words on 'Psyche noMine' shows a man entangled in the arcane of the world, somebody who does not notice phenomena around him. The man whose recklessness or even arrogance so natural for him is the cause for him being lost in the surrounding reality. The album's ambiguous title suggests what receivers will deal with when listening to new Bisclaveret album. A must-have album for fans of Nordvargr, Dead Man's Hill and Cold Meat Industry acts, such as In Slaughter Natives & Sanctum." [label info] www.theeasternfront.org 2006 €13.00 Order it!
BLANCO ESTIRA NUESTRO (+), HERMANA HELICE Cylindre / Oeur (S+C) 12 "To show an aeroplane in motion, one should not paint still lives" (*) Kryptische neue VÖ des griechischen Projekts, das ständig den Namen ändert (nach NIXILX.NIJILX und HELICE PIED - als DR-83 auch auf Drone Records verewigt) - und damit wirkliches Neuland betritt, denn der Wiedererkennungswert anhand eines festen Band-/Projektnamens ist wohl der Grundkonsens aller Musikschaffenden. Diese 45rpm 12" enthält 3 Stücke, die alle auf Aufnahmen von Flugzeugen (wahrscheinlich Innenräume) basieren. Dazu kommen absolut undefinierbare rumpelige Klänge und Sirr-Sounds, und diverse kryptische Zitate von MARCEL DUCHAMP(*), ANTONIN ARTAUD, JEAN COCTEAU, ARTHUR RIMBAUD und anderen auf dem Cover. Bestimmte Klänge auf den Stücken sind wiederum verbunden mit vorher erschienenden Tonträgern. Sokratis Martinopoulos produziert keine gewöhnliche Musik, sondern akustische Rätsel. "blanco estira nuestro (+), hermana Hélice is Socrates Martinis’ (1984, Athens, Greece) third pseudonymous project, following nixilx.nijilx and Hélice Pied. This installment, composed in 2006–7 using found sounds and objects, focuses on the sounds and sights of a distant aeroplane, the vanishing drone of which Martinis’ finds to be particularly beautiful. The subject of planes was first explored in Aputi (released by Authorised Version, 2005), the final section of which makes a return appearance here in the .oeur diptych. This piece also reuses a guitar sound from E.2, which originally appeared on the debut nixilx.nijilx CDR published by absurd in 2004. Cylindre. also revisits past recordings, borrowing a bell sound from Conduit no. 2 (Drone Records, 2006). Martinis is also a member of ‘silkworms cannot be confiscated until they’ve become perfect cocoons’ with absurd’s Nicolas Malevitsis. First edition of 200 copies. Co-published with absurd." [label info] 2008 €12.00 Order it!
BOHREN & DER CLUB OF GORE / WALD Schwarzer Sabbat für Dean Martin 7inch "Streng limitierte, remasterte Wiederveröffentlichung der 1995 erstmals erschienenen Konzept-EP als Kollaboration von BOHREN & DER CLUB OF GORE und MARK SIKORAs Musikprojekt WALD als 7“-Single mit 4c-Cover. Die 200 weltweiten Exemplare sind auf dem Etikett der B-Seite leicht angebohrt, das weiße Innersleeve ist mit einer Probe von getrocknetem Laub beklebt. WALD war eine Formation, die neben dem Autor (Spex), Musikvideoregisseur und Grafikdesigner MARK SIKORA aus einer Sängerin und JÖRG FOLLERT (WUNDER) bestand. Auf der A-Seite bearbeiten WALD vier Demosongs des befreundeten Vorläuferprojekts BOHREN, die zwei restlichen Songs sind Akustikversionen, darunter ein AUTOPSYCoversong. Auf der B-Seite sind die Mühlheimer unter dem vollen Namen BOHREN & DER CLUB OF GORE mit dem Song „Schwarzer Sabbat Für Dean Martin Pt. 1&2“ vertreten. Das 4c-Artwork stammt von JÖRG FOLLERT, die Aufnahmen wurden 2014 komplett neu von den Originalbändern gemastert." https://www.youtube.com/watch?v=NQKrfdhFIZY 2020 €17.50 Order it!
BRANCA, GLENN Symphony No. 1 CD BRANCA’s erste Symphonie erschien 1981 – ein Meilenstein des monumentalen Gitarren-Orchester-Minimalismus! Reine archaische Klänge & Rhythmen von ehrfurchtseinflössender Grösse & mit unglaublichen Spannungsbögen! "Mr. Branca's music is an aural hurricane. He has created perhaps the most impressive wall of sound yet heard."[Robert Palmer, New York Times, November 19, 1981] "Symphony No. 1 alternates between relentless thundering guitar chords and primal rhythmic pounding. As instrumental layers build, overtones clash to produce melodies of their own and can trick the listener into hearing instruments that are not there." [Trouser Press Record Guide] 2000 €14.00 Order it!
BRUNNEN The Beekeeper's Dream CD Eine Art Retrospektive von der BEEQUEEN-Hälfte mit seinen melancholisch-süssen, folk-angehauchten Homerecording-Ambient-Songs… einiges davon ist wohl bereits auf anderen Formaten schonmal erschienen, aber vieles scheint auch neues Material zu sein. “Brunnen reveals that part of Beequeen's Freek Kinkelaar which is the strange wandering minstrel/alchemist (half-orc cleric with a +2 mace). If only more records were so cogently perplexing. A slightly cinematically arranged, quasi-psychedelic little dear of a hushed pop song opens the album. Freek's vocals sublimate in a pleasant whisper, not unlike (ahem) a quieter Yo La Tengo song. Freek, perhaps true to his name, does not hesitate to then very, very slowly weave together a spacious tone poem whose initial notes live counties apart, concocting an outré sort of high lonesome that might sonically drift across the same sort of plain as Wenders' Paris, Texas does visually. Kinkelaar's vocal delivery tugs at shirt tails ala Just Drifting era Psychic TV balladry or introspective LPD. Subtly amplified guitars chime quietly against slo-mo keyboards, occasional samples, tablas and air. An understated rave-up of Trust In Me from The Jungle Book is a nice exclamation point. A musical sandwich, really, with the outer psychedelic pop buns keeping the avant-garde middle meat warm.” [label info] 2006 €10.00 Order it!
  The Beekeeper's Dream LP Eine Art Retrospektive von der BEEQUEEN-Hälfte mit seinen melancholisch-süssen, folk-angehauchten Homerecording-Ambient-Songs… einiges davon ist wohl bereits auf anderen Formaten schonmal erschienen, aber vieles scheint auch neues Material zu sein. Diese limitierte Vinyl-Version ist auch gleichzeit Teil 3 der RECORDS ARE NOT FOR BAKING – Serie, die es im Abo auch mit Bonus pic-12“ gibt! “Brunnen reveals that part of Beequeen's Freek Kinkelaar which is the strange wandering minstrel/alchemist (half-orc cleric with a +2 mace). If only more records were so cogently perplexing. A slightly cinematically arranged, quasi-psychedelic little dear of a hushed pop song opens the album. Freek's vocals sublimate in a pleasant whisper, not unlike (ahem) a quieter Yo La Tengo song. Freek, perhaps true to his name, does not hesitate to then very, very slowly weave together a spacious tone poem whose initial notes live counties apart, concocting an outré sort of high lonesome that might sonically drift across the same sort of plain as Wenders' Paris, Texas does visually. Kinkelaar's vocal delivery tugs at shirt tails ala Just Drifting era Psychic TV balladry or introspective LPD. Subtly amplified guitars chime quietly against slo-mo keyboards, occasional samples, tablas and air. An understated rave-up of Trust In Me from The Jungle Book is a nice exclamation point. A musical sandwich, really, with the outer psychedelic pop buns keeping the avant-garde middle meat warm.” [label info] 2006 €17.00 Order it!
CAMBERWELL NOW All's well CD Endlich wieder erhältlich, die CD mit dem Gesamt-Material der THIS HEAT-Nachfolgeband! "1982 lössten sich This Heat auf, bzw. verwandelten sich in Camberwell Now. Gareth Williams hatte die Gruppe verlassen und sich nach Indien aufgemacht, um neue künstlerische Herausvorderungen zu suchen (er starb im Dezember 2001). Bullen und Hayward hielten This Heat danach noch eine Weile am Leben, zeitweilig unterstützt von dem Bassisten Trefor Goronwy. Doch irgendwann stieg auch Bullen, der sich ein eigenes Tonstudio aufgebaut hatte, aus. Damit war das Projekt This Heat beendet. Hayward und Goronwy machten allerdings gleich weiter. Zusammen mit dem Klangkonstrukteur Stephen Richards hoben sie Camberwell Now aus der Taufe, benannt nach dem Wohnort der Gruppe (und auch dem ehemaligen von This Heat), dem Londoner Vorort Camberwell. Camberwell Now haben zwei EPs ("Meridian" von 1984 und "Greenfingers", 1987) und eine LP ("The Ghost Trade", 1986) eingespielt. Alle drei Alben wurden 1992 zur CD "All's Well" zusammengefasst, die beim schweizer RecRec-Label erschienen ist. Zusätzlich wurde noch ein Stück daraufgepackt, welches vorher nur auf einem Kassettensampler veröffentlicht worden war ("Daddy Needs A Throne"). "All's Well" bietet somit das komplette Œuvre der Band. Die Musik von Camberwell Now unterscheidet sich recht deutlich von den Klängen von This Heat, obwohl es gewisse Gemeinsamkeiten gibt. Bizarr und schräg ist die Musik immer noch, der gequälte Gesang von Hayward hat sich auch nicht allzu sehr verändert und auch sein virtuoses Schlagzeugspiel ist sofort wiederzuerkennen. Gab es auf den This Heat-Alben aber rohe Klangexperimente und kaputte Songs zu hören, ist die Musik von Camberwell Now melodischer und musikalischer geworden. Experimentelles Tonschweben, industriellen Krach und bizarre Tonkollagen sucht man hier fast vergebens. Sehr virtuos musizieren Bass und Schlagzeug miteinander, treiben die Musik bestimmt und energiegeladen voran, angereichert mit diversen Sounds und Geräuschen vom Tonband und verschiedenen Keyboards, gelegentlichen Einlagen an der Gitarre und dem sehr eigenen Gesang Haywards. Auf den Stücken von "Greenfingers" gibt es zusätzlich noch Saxophon, Flöte und Viola von Maria Lamburn zu hören. Das Ergebnis sind sehr intensive, meist sehr rhythmische, etwas klaustrophobisch wirkende, schräge Rocksongs, neo-canterbury-artige Artrocker, mit Postpunk-Flair und einer unterkühlten, fast depressiven, stellenweise sehr hektischen Atmosphäre. Reichlich seltsam, rhythmisch und schwebend zugleich, kalt, aber sehr direkt ist diese Musik. Heutzutage würde man diese Klänge wohl in die Postrock-Schublade stecken. Wer This Heat schätzt, insbesondere Haywards Gesang, oder auch die Solo-Scheiben von Robert Wyatt (es gibt da gewisse atmosphärische und stimmliche Ähnlichkeiten), der sollte versuchen sich "All's Well" zu besorgen." [Achim Breiling / Babyblaue Seiten] "After the demise of This Heat, Charles Hayward continued to work with Trefor Goronwy, bassist from the last manifestation of the group, the two of them joining forces with Steve Rickard who, for the new band, designed the cassette switchboard a kind of proto-sampler - but thats not the half of it (Steves article fully explaining the device is reprinted in the new, expanded booklet that comes with the CD). Musically, Camberwell both followed and departed from the style of This Heat. Formally and gesturally there are common elements, but there is far greater transparency and the sound palette is quite different: the music is more placed than grown, as the slow accumulation and evolution of material in This Heat gives way to a more immediate and orderly development of the material in Camberwell Now. The songs - nostalgic, scary, quietly desperate - peer into the future to find harbour but confront only fragments of ruin. Debris and disturbance eat away at the root and corrode each shiny surface (this is mostly the musical work of the cassette switchboard). The juxtaposition of powerful, virtuosic playing and the eerie, often unidentifiable keenings, chords and constant motion of the cassettes is one of the things that make Camberwell Now so expressive of its time - when the whole social and political fabric of a no-longer-great Britain was unravelling. This definitive edition collects the entire released output of the group together (two EPs and an LP) newly re-mastered by the band and repackaged with full notes, lyrics, additional photographs and artwork." [label info] www.rermegacorp.com 2006 €14.00 Order it!
CHRYSAKIS, THANOS ELYTRA CD New insect music release by Greek sound artist Thanos Chrysakis About ΕΛΥΤΡΑ Everyone has heard the marvelous sound of crickets in the summer especially in the countryside. The sound is produced by raising and scraping against each of their protective fore-wings the elytra. Their burrow act as a resonator bringing at times a transcendent quality to the place. The music in this album with myriads of sounds, regular and irregular pulses, unfolds a similar transforming quality. Thanos Chrysakis About Thanos Chrysakis Thanos Chrysakis is a Greek composer, musician, producer and sound-artist. He is best known for his work in electronic and contemporary music, free improvisation, and electro-acoustic music. With several albums to his name his work has appeared in festivals and events in many countries. His music was among the selected works at the International Competition de Musique et d'Art Sonore Electroacoustiques de Bourges 2005, in the category oeuvre d'art sonore électroacoustique, while received an honorary mention in 2006 at the 7th International Electroacoustic Competition Musica Viva in Lisbon (the jury was constituted by Morton Subotnick (USA), François Bayle (France), and Miguel Azguime (Portugal). He operates the Aural Terrains record label since 2007 where he has released part of his work until now, alongside releases by Kim Cascone, Franscisco López, Tomas Phillips, Dan Warburton, Szilárd Mezei, Michael Edwards, Wade Matthews, Dganit Elyakim, Edith Alonso, Christian Skjødt, Luis Tabuenca, Christian Kobi, Jeff Gburek, Steve Noble, and Milo Fine. He has written music for musicians of the Hyperion Ensemble, the Stockholm Saxophone Quartet, the Konus Saxophone Quartett, and the Shadanga Duo among others. Close collaborations with Tim Hodgkinson, Vincent Royer, Chris Cundy, Yoni Silver, Lori Freedman, Jason Alder, William Lang, Wilfrido Terrazas, Philippe Brunet, Wade Matthews, Ernesto Rodrigues, Abdul Moimême, Zsolt Sőrés, Ove Volquartz to name but a few. https://aufabwegen.bandcamp.com/track/tortoise-pilgrimage "Insekten üben seit langem eine (nicht nur) klangliche Faszination aus: Man denke an die vielen Filme, in denen das Zirpen der Zikaden fast schon ein alternativer Soundtrack ist oder an die symbolische Bedeutung der Geräusche der Grillen in einem Stück wie Sam Shephards „True West“. Eine Reihe von Musikern wurden vom Klangpotenzial der Insekten angezogen: 1986 veröffnetlichte Graeme Revell „The Insect Musicians“, sein Versuch einer auf dem Geräusch von Insekten basierenden “micro-musique” (gerade ist das Album auf Old Europa Cafe neu herausgebracht worden), jüngst erschien noch ein Album namens “The Life Of Insects” von der in Berlin lebenden Peruanerin Ale Hop. Der 1971 in Athen geborene Thanos Chrysakis hat zahlreiche Alben veröffentlicht und betreibt das Label Aural Terrains, “a creative space for exploratory contemporary music in its different manifestations”, auf dem er u.a. Alben von Francisco López, Tomas Phillips oder Michael Edwards veröffentlicht hat. Auf “ΕΛΥΤΡ” basieren die Stücke auf dem Klang von Grillen, der für Chrysakis fast eine “transcendent qualitiy” hat. Das das Album eröffnende 8-minütige „Alabaster Tide“ ist eine dichte Klangfläche, die anfangs in ihrer rabiaten Unruhe durchaus an einige der perkussiven Arbeiten von Z’EV denken lässst. Hier fühlt man sich, als befinde man sich geradewegs inmitten zahlloser Insekten. Das Unruhige wird aber im Verlaufe des Stücks zurückgefahren, schließlich hört man ein paar hochfrequentere Passagen und Knirschen. „Coral Aether“ knüpft mit seinem Knistern und Flüstern daran an. „Tortoise Pilgrimage“ besteht aus flirrenden und sirrenden kristallinen Sounds, die gar nicht so weit von einigen Aufnahmen Asmus Tietchens entfernt sind, dann plötzlich meint man, ein Windspiel erklinge. Eine größere Reduktion hört man auf „Tranquil Edge“ mit seinem Knistern, das den Eindruck erweckt, als ob kleine Zweige brechen würden. Dann gibt es „Delphic Maxims“ mit fast schon wasserartigen Sounds oder das Rascheln bei „Pierian Roses, das sich im weiteren Verlauf verdichtet. Schließlich endet das Album mit „ A Shadow’s Dream“ mit erratischen perkussiven Momenten, und dann plötzlich – unerwartet – etwas, das wie ein Piano klingt. Auch ohne die Faszination, die vielleicht vom Ausgangsmaterial ausgeht, ist das ein sehr starkes Album." [MG / African Paper] 2020 €13.00 Order it!
CINDYTALK In this World CD Nach "Camouflage Heart" von 1984 verschwanden CINDYTALK für vier Jahre in der Versenkung, die sie allerdings damit verbrachten, das epische Nachfolgewerk "In This World" zu schreiben und aufzunehmen. "In This World" erschien als zwei separate Vinyl LPs, die beide "In This World" betitelt, aber mit verschiedenem Cover Artwork ausgestattet waren. Die Neuauflage erscheint als Doppel-Vinyl oder einfache CD. "In This World" is a noble venture. It's every inaccessible racket you could imagine but creeps gently in on the delectable title instrumental before kicking you in the navel with a hybrid broth of Motorslug, Swans, Red Lorry Yellow Lorry, and generally alienating cacophonies." [Chris Roberts (Melody Maker)] " So the rumor goes that Gordon Sharp was invited to join Duran Duran after Sharp dissolved his Edinburgh glam-punk band The Freeze in the late '70s. He turned them down. Elizabeth Fraser and Robin Guthrie also put out the request for Sharp to join the Cocteau Twins. After a brief stint accompanying the Cocteau Twins for a Peel Session in 1982 and a guest spot on This Mortal Coil's It'll End In Tears, he opted for his own project -- the obscure, yet majestic Cindytalk. In This World is an opus in every sense of the word. Originally, In This World came out in 1988 as two separate albums under the same name, each with slightly different artwork. One album, a masterpiece of abject post-punk that in all honesty is the closest parallel to Swans' Children Of God; the other, a delicate ambient construct of melancholy piano scarred with surface noice prognosticating pretty much everything that Type Records has released (e.g Machinefabriek, Jasper TX, etc.). It's very good thing that both of these albums have been repackaged into one self-contained object, as the only half of In This World that seemed to be floating around was the piano-laced ambient one. As good as that half is, you need the grit and dirge of its companion album to complete Cindytalk's ideas of grand dualities: heaven / hell, pleasure / pain, holiness / transgression, etc. While billed by Sharp as the 'disgusting' part of the In This World diptych, the first half begins with a lovely tonefloat of scratched violin drones and painterly piano notes. Yet, with the crushing rhythm and noise attack of "Janey's Love," Sharp does not disappoint with his disgusting tag. This is a monstrous industrial dirge with huge monotone slabs of distortion and atonal drones counterpointing Sharp's soaring falsetto. The punk poet Kathy Acker supplies a brief spoken word interlude as the coda to this incendiary number. Immediately hereafter, Cindytalk continue their turgid rhythmic marches with an angular distorted rhythm, slippery bassline mired in audio rust, and twin guitars spitting acid, fire, and brimstone on such tracks as "Gift Of A Knife" and "Circle Of Shit." As the first half of the album progresses, the songs steadily disintegrate as rhythm, song structure, and noise all collapse into a blur of smeared grey that is eerily reflective of William Basinski's Disintegration Loops. The piano which opened In This World becomes the dominant sound in Cindytalk's soundscapes, also marking the delineation between the two halves of In This World. Yes, this is the beautiful side of Cindytalk, coated in ash, snow, bruises, and rust. Gordon Sharp's piano playing comes from Brian Eno's Thursday Afternoon, which in turn came from Erik Satie; and that impressionist sentiment continues forward amidst subterranean drones and field recordings of barren spaces. Sharp's voice is mostly absent from these tracks, although the eponymous finale to the album showcases one of Sharp's most emotive croons. They really don't make albums like this any more, with such attention to detail and dynamics between rage and beauty. Fortunately, both of these records were concise enough that they could both fit onto one CD; and if you've not had the opportunity to hear Cindytalk, please do not let this album and its predecessor Camouflage Heart pass you by!" [Aquarius Records review] 2007 €14.00 Order it!
CLUSTER Grosses Wasser CD "Kammermusikalischer Minimalismus: 1979er-Album des Avantgardeduos. Auftakt einer 23-teiligen Reissue-Serie mit Elektronik-, Ambient- und Krautrock-Alben: 1971 gründeten Hans-Joachim Roedelius und Dieter Moebius Cluster, eine der einflussreichsten deutschen Bands der 70er-Jahre. Cluster zählen zu den Protagonisten der internationalen Elektronik-Avantgarde, gelten je nach Standpunkt als Erfinder der Ambientmusik, als Wegbereiter des Synthiepop, der Industrial-Musik, oder einfach als strahlender Stern im Krautrock-Universum. "Großes Wasser" erschien erstmals 1979, wurde von Peter Baumann (Tangerine Dream) produziert und ist Clusters fünftes Album. Das Cover illustriert seinen Minimalismus, steht für die Konzentration, Transparenz und Abgeklärtheit der Musik, die fast kammermusikalisch anmutet. Mehr als jemals zuvor bei Cluster sind akustische Schallquellen zu hören, allen voran ein sauber gestimmter Steinway-Flügel, aber auch E-Bass, Gitarre, Percussion und Stimme. Das Reissue des Albums ist Start einer 23-teiligen Wiederveröffentlichungsreihe von Elektronik-, Ambient- und Krautrock-Alben der Firma SKY Records. Der Begleittext stammt von Asmus Tietchens." [label info] www.bureau-b.com 2009 €16.50 Order it!
CONTRASTATE 35 Project 10inch "Black Rose Recordings are proud to present the new 10” single from Contrastate containing four brand new tracks. The release will be limited to 250 white vinyl copies and comes in a beautiful gloss finished cover. Active from the late 1980s through to the present day Contrastate have released several critically acclaimed albums. Their early experiments in music were heavily influenced by the industrial and experimental music and art scene of the 70’s and 80’s. Contrastate’s idiosyncratic take on challenging, industrial tinged music has certainly changed and evolved through the years. Their current sound insinuates itself inside the dark ritual ambience of the electronic avant-garde shot through with a vein of experimental noise and stentorian vocals that are strewn amongst touches of industrial surrealism and sonic soundtracks." “Contrastate achieve an amazing equilibrium between organic sound and brooding electronics.” – Heathen Harvest “Contrastate covers a bit of everything in their sound, and that black humor component…makes for a project that I can never predict what they will sound like next, but I know it will be fascinating no matter what” – Brainwashed.com https://www.facebook.com/contrastate/ "Contrastate haben über die Jahr(zehnt)e einen ganz eigenen Klang entwickelt, der sich sicher aus dem reichen Fundus der Industrialculture speist(e), enge Genrekorsetts aber schon früh abstreifte. Sie waren auch vielleicht auf reflektiertere Weise politisch als die an Transgressionen reiche Insustrialszene und klanglich immer im besten Sinne unvorhersehbar. Nach einer etwa zehnjährigen Pause zwischen 2000 und 2010 sind in den letzten Jahren eine Reihe von Aufnahmen veröffentlicht worden. Auf ihrer neuen 10” „35 Project“ finden sich insgesamt vier unbetitelte Stücke. Der erste Track beginnt mit vereinzelten Töne, leichten Dissonanzen, dann setzen melodisch-flächige Sounds ein, die abebben. Eine verfremdete, roboterhafte Stimme deklamiert u.a.: „you do not have the right to physically harm“ oder „you do not have the right to go to war“. Man hört rückwärts abgespielte Stimmen, dunkles Pulsieren und von leichter Unruhe durchzogene ambiente Passagen. Das zweite Stück der A-Seite besteht aus melodischen Flächen und perkussiven Momenten, in Teilen so, als schlage man auf Pauken. Der dritte Track ist von einer melancholischen Melodie durchzogen, in der Ferne tönen Glöckchen, man hört erneut verfremdete Stimmen und dann fast so etwas wie eine opulent klingende verrauschte Orgel. Das letzte Stück ist dagegen treibender und erneut mit verlangsamt-verfremdeter Stimme. Worauf die 10 ” konzeptionell abzielt, bleibt unklar; in einem Promovideo, das die Band anlässlich der Veröffentlichung des Vinyls verfügbar machte, werden Ausschnitte aus Willy Zielkes 1934 erschienenen Film „Das Stahltier“, einem Industrie- und Wirtschaftsfilm über die Reichsbahn, verwendet. Der Film gefiel damals allerdings weder der Reichsbahn noch dem „Dämon aus der Reklame-Abteilung“ (Klaus Mann). „Contrastate’s sound insinuates itself inside the dark ritual ambience of the electronic avant-gard “ heißt es auf ihrer Facebookseite und in der Pressemitteilung wird die Band in einem Spannungsfeld von „dark ritual ambience [und] experimental noise industrial surrealism sonic soundtracks“ verortet. In einem 1991 gemachten Interview meinte Stephen Meixner: „I would like to see Contrastate progressing in new areas with each new release“ – nachträglich kann man feststellen, dass ihm und Contrastate das sicher mehr als gelungen ist und auch diese auf 250 Exemplare in weißem Vinyl limitierte Veröffentlichung bezeugt das." [MG / African Paper] 2022 €16.50 Order it!
COSEY FANNI TUTTI Tutti LP TUTTI is comprised of eight soundscapes: an audio self portrait comprising of manipulated sound recordings from Cosey’s life, music and art: “It’s the only album I’ve made that is an all encompassing statement expressing the totality of my being. A sense of the past in relation to the present and everything in between. TUTTI besteht aus acht Tracks und ist ein Audio-Selbstporträt, das aus manipulierten Tonaufnahmen aus Cosey Fanni Tuttis Leben, Musik und Kunst besteht: "Es ist das einzige Album, das ich gemacht habe, das eine allumfassende Aussage ist, die die Gesamtheit meines Seins ausdrückt. Ein Gefühl der Vergangenheit in Bezug auf die Gegenwart und alles dazwischen." Diese acht Stücke waren ursprünglich als Soundtrack zum autobiografischen Film ,Harmonic Coumaction" konzipiert und wurden im Februar 2017 im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zur Retrospektive über COUM Transmissions live aufgeführt. COUM Transmissions war eine subkulturelle Gruppe von britischen Musikern, Undergroundfilmemachern, Aktions- und Konzeptkünstlern, der Cosey anghörte und die Anfang der 1970er Jahre durch aggressive, provokante und schockierend-verstörende Performances medienpräsent auf sich aufmerksam machte und zu den Wegbereitern des späteren Industrial zählt. ,Harmonic Coumaction" wurde ebenfalls als audio-visuelle Installation bei Cosey Fanni Tuttis Einzelausstellung in der Cabinet Gallery, London, präsentiert. Cosey Fanni Tutti erklärt: "Die Arbeit an der Ausstellung COUM Transmissions fiel auch mit dem Schreiben meiner Autobiografie zusammen - dem Sammeln von Archivmaterial und dem Wiedereinbringen in meine Vergangenheit. Meine Arbeit ist ein Kontinuum, die Vergangenheit speist die Gegenwart und umgekehrt. Das Album ist eine Interpretation meiner Vergangenheit und Gegenwart, meines Verständnisses der wechselnden Wahrnehmungen, wie sie sich gegenseitig beeinflussen. Eine Form, die eine andere durch einen metamorphen Prozess erzeugt." Auf ,TUTTI" wurde die Musik aktualisiert und mit Elementen der Original-Tracks ergänzt, die neu aufgenommen und speziell weiterverarbeitet wurden, um ein einzigartiges eigenständiges Dokument zu erstellen, das von der Live-Performance und Installation getrennt ist. Das in ihrem Studio in Norfolk aufgenommene Album, wie auch ihre Debütveröffentlichung ,Time To Tell" von 1982, verbindet Cosey's künstlerische Aktivitäten mit ihrer Erforschung des Sounds: Das autobiografische Thema des Albums ist nicht an eine bestimmte Zeit oder einen bestimmten Ort gebunden, die "Stimmen", Instrumente und Klänge reichen zusammen über Jahrzehnte ihres Lebens, Musik und Kunst. In diesem Zusammenhang verschiebt sich ihr Name ,TUTTI" von seiner Rolle als Substantiv, um das Konzept des Albums perfekt darzustellen und gleichzeitig als Zeichen für Cosey als Künstlerin zu fungieren. ,TUTTI" ist Cosey Fanni Tutti's einziges Soloalbum seit ,Time To Tell" 1982. Sie ist Mitbegründerin von Throbbing Gristle und des Genres Industrial Music, bekannt für ihre Kunst, ihre Arbeit in der Sexindustrie, für ihren Beitrag zur elektronischen Musik als Teil von Chris & Cosey, Carter Tutti und Carter Tutti Void und für ihr bahnbrechendes Solowerk. Ihr Motto: ,Mein Leben ist meine Kunst, meine Kunst ist mein Leben". Coseys Autobiografie ,ART SEX MUSIC" wurde 2017 von Faber & Faber weltweit mit großem Erfolg veröffentlicht, eine japanische Ausgabe ist gerade erschienen, mit weiteren Übersetzungen und einem Hörbuch, das folgen wird. 2019 €29.50 Order it!
  Tutti CD UTTI is comprised of eight soundscapes: an audio self portrait comprising of manipulated sound recordings from Cosey’s life, music and art: “It’s the only album I’ve made that is an all encompassing statement expressing the totality of my being. A sense of the past in relation to the present and everything in between.” These eight pieces were originally conceived as the soundtrack to the autobiographical film ‘Harmonic Coumaction’, and performed live in February 2017, part of a series of events that accompanied the COUM Transmissions retrospective which opened Hull UK City of Culture 2017. Later that year, ‘Harmonic Coumaction’ was presented as an audio-visual installation for Cosey Fanni Tutti’s solo exhibition at Cabinet Gallery, London. Cosey Fanni Tutti explains: “Working on the COUM Transmissions exhibition also coincided with writing my autobiography - collating archive material and re engaging with my past. My work is a continuum, the past feeding the present and vice versa. The album is an interpretation of my past and present, of my understanding the shifting perceptions of how they inform one another. One form creating another through a metamorphic process.” On TUTTI, the music has been updated and enhanced with elements of the original tracks re-recorded and further processed specifically to create a unique stand-alone document, separate to the live performance and installation. Recorded at Cosey Fanni Tutti’s studio in Norfolk, the album, as on her debut release, Time To Tell, merges Cosey’s art activities with her exploration of sound: The album’s autobiographical theme is not locked into any specific time or place, the ‘voices’, instruments and sounds together span decades of my life, music and art. In this context my name 'TUTTI’ shifts from its role as a noun to perfectly represent the concept of the album, also acting as sign for me the artist. TUTTI is Cosey Fanni Tutti’s only solo album release since 1982’s Time To Tell. Time To Tell was recently given its first release on vinyl, on a long awaited official deluxe edition. The interim years between solo releases has seen a blisteringly prolific output as an artist and musician. Renowned for her art, her work in the sex industry, as co-founder of Industrial music and Throbbing Gristle, and her pioneering electronic music solo and as Chris & Cosey, Carter Tutti and Carter Tutti Void, she has created throughout with the motto “my life is my art, my art is my life”. Cosey’s autobiography ART SEX MUSIC was published to worldwide acclaim by Faber & Faber in 2017, a Japanese edition has just been published with further translations and an audio book to follow. TUTTI TRACK LISTING Tutti Drone Moe Sophic Ripple Split Heliy En Orenda TUTTI besteht aus acht Tracks und ist ein Audio-Selbstporträt, das aus manipulierten Tonaufnahmen aus Cosey Fanni Tuttis Leben, Musik und Kunst besteht: "Es ist das einzige Album, das ich gemacht habe, das eine allumfassende Aussage ist, die die Gesamtheit meines Seins ausdrückt. Ein Gefühl der Vergangenheit in Bezug auf die Gegenwart und alles dazwischen." Diese acht Stücke waren ursprünglich als Soundtrack zum autobiografischen Film ,Harmonic Coumaction" konzipiert und wurden im Februar 2017 im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zur Retrospektive über COUM Transmissions live aufgeführt. COUM Transmissions war eine subkulturelle Gruppe von britischen Musikern, Undergroundfilmemachern, Aktions- und Konzeptkünstlern, der Cosey anghörte und die Anfang der 1970er Jahre durch aggressive, provokante und schockierend-verstörende Performances medienpräsent auf sich aufmerksam machte und zu den Wegbereitern des späteren Industrial zählt. ,Harmonic Coumaction" wurde ebenfalls als audio-visuelle Installation bei Cosey Fanni Tuttis Einzelausstellung in der Cabinet Gallery, London, präsentiert. Cosey Fanni Tutti erklärt: "Die Arbeit an der Ausstellung COUM Transmissions fiel auch mit dem Schreiben meiner Autobiografie zusammen - dem Sammeln von Archivmaterial und dem Wiedereinbringen in meine Vergangenheit. Meine Arbeit ist ein Kontinuum, die Vergangenheit speist die Gegenwart und umgekehrt. Das Album ist eine Interpretation meiner Vergangenheit und Gegenwart, meines Verständnisses der wechselnden Wahrnehmungen, wie sie sich gegenseitig beeinflussen. Eine Form, die eine andere durch einen metamorphen Prozess erzeugt." Auf ,TUTTI" wurde die Musik aktualisiert und mit Elementen der Original-Tracks ergänzt, die neu aufgenommen und speziell weiterverarbeitet wurden, um ein einzigartiges eigenständiges Dokument zu erstellen, das von der Live-Performance und Installation getrennt ist. Das in ihrem Studio in Norfolk aufgenommene Album, wie auch ihre Debütveröffentlichung ,Time To Tell" von 1982, verbindet Cosey's künstlerische Aktivitäten mit ihrer Erforschung des Sounds: Das autobiografische Thema des Albums ist nicht an eine bestimmte Zeit oder einen bestimmten Ort gebunden, die "Stimmen", Instrumente und Klänge reichen zusammen über Jahrzehnte ihres Lebens, Musik und Kunst. In diesem Zusammenhang verschiebt sich ihr Name ,TUTTI" von seiner Rolle als Substantiv, um das Konzept des Albums perfekt darzustellen und gleichzeitig als Zeichen für Cosey als Künstlerin zu fungieren. ,TUTTI" ist Cosey Fanni Tutti's einziges Soloalbum seit ,Time To Tell" 1982. Sie ist Mitbegründerin von Throbbing Gristle und des Genres Industrial Music, bekannt für ihre Kunst, ihre Arbeit in der Sexindustrie, für ihren Beitrag zur elektronischen Musik als Teil von Chris & Cosey, Carter Tutti und Carter Tutti Void und für ihr bahnbrechendes Solowerk. Ihr Motto: ,Mein Leben ist meine Kunst, meine Kunst ist mein Leben". Coseys Autobiografie ,ART SEX MUSIC" wurde 2017 von Faber & Faber weltweit mit großem Erfolg veröffentlicht, eine japanische Ausgabe ist gerade erschienen, mit weiteren Übersetzungen und einem Hörbuch, das folgen wird. http://www.coseyfannitutti.com/content/tutti-lp-resources.html 2019 €16.00 Order it!
CURRENT 93 If a City is set upon a Hill [coloured vinyl] LP "Das neue Current 93-Album verweist mit dem auf den ersten Blick untypischen Fliesen-Artwork, auf denen der Mord Kains an Abel dargestellt ist, auf Current 93s „Rockalbum“ „Aleph At Hallucinatory Mountain“, auf dem es hieß: „In the beginning was the murderer“. Musikalisch-personell knüpft es stark an das 2018 erschienene Album „The Light Is Leaving Us All“ an, wurde „If A City Is Set Upon A Hill“ doch in fast der gleichen Besetzung aufgenommen – im direkten Vergleich ist „If A City“ vielleicht etwas elegischer und mit seinen sieben Stücken und 37 Minuten Laufzeit recht kurz, dabei allerdings nicht weniger gehaltvoll. Schaut man in die Entwicklung Current 93s, dann ist es sicher kein Zufall, dass viele der als Referenzwerke gesehenen Alben aus den 90ern, die nicht unerheblich zum Kultstatus des Projekts um David Tibet beigetragen haben, durch eine relativ stabile Kernbesetzung eingespielt wurden und darüberhinaus eine Vielzahl starker – solch ein Begriff mag bezogen auf Current 93 vielleicht etwas profan anmuten – Songs enthielten. Die Qualität der einzelnen Stücke trug dann auch sicher nicht unerheblich dazu bei, dass das 2018 erschienene „The Light Is Leaving Us All“ das vielleicht stärkste Album seit “Black Ships Ate The Sky” war. Seit “The Light…” erschienen die weitgehend instrumentalen, von Soundscapes durchzogenen Alben „Invocations Of Almost“, „If A Star Turns Into Ashes“ sowie die beiden Soloalben Tibets („Ferelith“ und „Fontelautus“), die in ihrer somnambulen (Alp-)Traumatmosphäre und atmosphärischen Dichte zumindest zum Teil an das Verstörende und Irritierende des Frühwerks anknüpften. Das schon vorab veröffentlichte das Album eröffnende „If A City…“ legt den Ton, die Stimmung fest: Im Zusammenspiel von Drones, Klavier und Geige entsteht ein elegisch-melancholisches Stück und Tibet, der hier – wie schon auf seinen Soloalben – nur noch unter seinem Vornamen firmiert, intoniert: „If under G+D’s Wing/By the JawBone and HeeHaw/The donkey creeps silently/Through the door in the hall/Then plague and mice/And the woodlice stream…“. Wenn man einem Instrument eine tragende und zentrale Rolle zusprechen will, so dann sicher der von Aloma Ruis Boada gespielten Geige, die das gesamte Album prägt. Auf „There Is No Zodiac“ setzt der dezente Einsatz von E-Gitarre leicht dissonate Akzente. Auf dem dann folgenden „Joke Moon“ gibt es ein fantastisches Zusammenspiel von Alisdair Roberts wunderschön gezupfter Gitarre und der Violine. Auch auf „A Column Of Dust“ erzeugen Gitarre und Geige und der dramatische Gesang Tibets eine beeindruckende Atmosphäre – man möchte dem von ihm besungenen “Final Express Train” nicht unbedingt begegnen. „The Child, And Fire” erinnert mit seinen Pianopassagen entfernt an „Soft Black Stars“. Textlich finden sich die thematischen Obsessionen, die das Werk Current 93s seit Jahr(zehnt)en prägen: Apokalyptische Szenarien werden entworfen: „It it rains razors, and murders, and slaughters“, „The Moon is dead now—Joke Moon!“, „A castle or Moloch“, „And the noise in your eyes/Has the rumours of wings/And the fly and the hornet/From the Scorpion RainBow“, „In the walls the colourful cartoons/Are covered with sores“), das Zusammenspiel von Profanem und Erhabenem („In time for tea, in time for end“), Nursery Rhymes („By the butcher, and the baker, /And the candlestick maker“, “Just memories stretched out/From nursery rhymes or spectres”), (der) Gott in all seiner Ambivalenz: „Vengence in His Eye/I AM THE LORD! – THE KILLER AND THE CREATOR“. Muss man beim Titel des Albums vielleicht unweigerlich an die von John Winthrops aus der Bergpredigt (“You are the light of the world. A city set on a hill cannot be hidden“) entlehnte Fortmulierung denken, der so eine zentrale Rolle beim Selbstverständnis der amerikanischen Nation zukommt, denken, erfährt man im Booklet, dass die Inspiration für das Album ein akkadischer Text namens „If A City Is Set Upon A Height“ ist. Passenderweise dankt Tibet im Booklet seinen Hebräisch-, Akkadisch-, Koptisch- und Ugaritischlehrern, erneut sein Interesse an (ur-)alten Sprachen, am logos betonend, der ja “im Anfang” war. Letztlich ist es so erfreulich wie erstaunlich, dass nach dem fast 40-jährigen Bestehen Current 93s, “your favourite hallucinatory skipping-rope”, wie es auf dem Albumcover heißt, noch immer Alben entstehen, die beeindrucken können und beeindruckend sind und ein Spätwerk einläuten, das viel verspricht." [MG, African Paper] 2022 €37.50 Order it!
If a City is set upon a Hill CD "Das neue Current 93-Album verweist mit dem auf den ersten Blick untypischen Fliesen-Artwork, auf denen der Mord Kains an Abel dargestellt ist, auf Current 93s „Rockalbum“ „Aleph At Hallucinatory Mountain“, auf dem es hieß: „In the beginning was the murderer“. Musikalisch-personell knüpft es stark an das 2018 erschienene Album „The Light Is Leaving Us All“ an, wurde „If A City Is Set Upon A Hill“ doch in fast der gleichen Besetzung aufgenommen – im direkten Vergleich ist „If A City“ vielleicht etwas elegischer und mit seinen sieben Stücken und 37 Minuten Laufzeit recht kurz, dabei allerdings nicht weniger gehaltvoll. Schaut man in die Entwicklung Current 93s, dann ist es sicher kein Zufall, dass viele der als Referenzwerke gesehenen Alben aus den 90ern, die nicht unerheblich zum Kultstatus des Projekts um David Tibet beigetragen haben, durch eine relativ stabile Kernbesetzung eingespielt wurden und darüberhinaus eine Vielzahl starker – solch ein Begriff mag bezogen auf Current 93 vielleicht etwas profan anmuten – Songs enthielten. Die Qualität der einzelnen Stücke trug dann auch sicher nicht unerheblich dazu bei, dass das 2018 erschienene „The Light Is Leaving Us All“ das vielleicht stärkste Album seit “Black Ships Ate The Sky” war. Seit “The Light…” erschienen die weitgehend instrumentalen, von Soundscapes durchzogenen Alben „Invocations Of Almost“, „If A Star Turns Into Ashes“ sowie die beiden Soloalben Tibets („Ferelith“ und „Fontelautus“), die in ihrer somnambulen (Alp-)Traumatmosphäre und atmosphärischen Dichte zumindest zum Teil an das Verstörende und Irritierende des Frühwerks anknüpften. Das schon vorab veröffentlichte das Album eröffnende „If A City…“ legt den Ton, die Stimmung fest: Im Zusammenspiel von Drones, Klavier und Geige entsteht ein elegisch-melancholisches Stück und Tibet, der hier – wie schon auf seinen Soloalben – nur noch unter seinem Vornamen firmiert, intoniert: „If under G+D’s Wing/By the JawBone and HeeHaw/The donkey creeps silently/Through the door in the hall/Then plague and mice/And the woodlice stream…“. Wenn man einem Instrument eine tragende und zentrale Rolle zusprechen will, so dann sicher der von Aloma Ruis Boada gespielten Geige, die das gesamte Album prägt. Auf „There Is No Zodiac“ setzt der dezente Einsatz von E-Gitarre leicht dissonate Akzente. Auf dem dann folgenden „Joke Moon“ gibt es ein fantastisches Zusammenspiel von Alisdair Roberts wunderschön gezupfter Gitarre und der Violine. Auch auf „A Column Of Dust“ erzeugen Gitarre und Geige und der dramatische Gesang Tibets eine beeindruckende Atmosphäre – man möchte dem von ihm besungenen “Final Express Train” nicht unbedingt begegnen. „The Child, And Fire” erinnert mit seinen Pianopassagen entfernt an „Soft Black Stars“. Textlich finden sich die thematischen Obsessionen, die das Werk Current 93s seit Jahr(zehnt)en prägen: Apokalyptische Szenarien werden entworfen: „It it rains razors, and murders, and slaughters“, „The Moon is dead now—Joke Moon!“, „A castle or Moloch“, „And the noise in your eyes/Has the rumours of wings/And the fly and the hornet/From the Scorpion RainBow“, „In the walls the colourful cartoons/Are covered with sores“), das Zusammenspiel von Profanem und Erhabenem („In time for tea, in time for end“), Nursery Rhymes („By the butcher, and the baker, /And the candlestick maker“, “Just memories stretched out/From nursery rhymes or spectres”), (der) Gott in all seiner Ambivalenz: „Vengence in His Eye/I AM THE LORD! – THE KILLER AND THE CREATOR“. Muss man beim Titel des Albums vielleicht unweigerlich an die von John Winthrops aus der Bergpredigt (“You are the light of the world. A city set on a hill cannot be hidden“) entlehnte Fortmulierung denken, der so eine zentrale Rolle beim Selbstverständnis der amerikanischen Nation zukommt, denken, erfährt man im Booklet, dass die Inspiration für das Album ein akkadischer Text namens „If A City Is Set Upon A Height“ ist. Passenderweise dankt Tibet im Booklet seinen Hebräisch-, Akkadisch-, Koptisch- und Ugaritischlehrern, erneut sein Interesse an (ur-)alten Sprachen, am logos betonend, der ja “im Anfang” war. Letztlich ist es so erfreulich wie erstaunlich, dass nach dem fast 40-jährigen Bestehen Current 93s, “your favourite hallucinatory skipping-rope”, wie es auf dem Albumcover heißt, noch immer Alben entstehen, die beeindrucken können und beeindruckend sind und ein Spätwerk einläuten, das viel verspricht." [MG / African Paper] 2022 €18.50 Order it!
  Sketches of my Nightmares and Dreams occuring CD "Neben den regulären Studioalben „The Light Is Leaving Us All“ und „If A City Is Set Upon A Hill“, die sicher zum stärksten Material Current 93s seit Jahren zählen, erschienen immer wieder weniger songorientierte Veröffentlichungen, wie etwa „If A Star Turns Into Ashes“ oder auch die zwei Soloalben Tibets. Diese waren geprägt von somnambulen Klanglandschaften, die weitgehend auf Text/Vocals verzichteten. Auch die massive 7CD-Box „The Long Shadow Falls“ knüpfte von der Stimmung her daran an. Über „Sketches Of My Nightmares And Dreams Occuring“ schreibt Tibet: „These scribbles in sound and spellings, trying to make senses of nonsenses that followed the clouds at teatimes, were recorded during the creation of Current 93′s 2025 album“. Das Album, neun unbetitelte Stücke enthaltend, erstmalig auf der kurzen Skandinavientour der Band verkauft und nun regulär erhältlich, beginnt mit leicht sakralen Loops, dann scheint jemand immer und immer wieder einen Würfel zu werfen. Nach etwa einer Minute setzt Tibets Stimme ein, die wenig Frohes verkündet: Er singtspricht von „futile endings“, verkündet „I’m so weary of it all“. Der zweite Track beginnt mit Ballroommusicsamples; hier heißt es zwar auch „the end is drawing nigh“, aber insgesamt ist das Stück eine Liebeserklärung: „I shall love you till I die“. Glocken läuten, am Ende kann man eine Spieluhr hören. Track 3 ist eine Kaskade aus Stimmen und Geräuschen. Das vierte Stück beginnt mit Jahrmarktmusik. „Let us despair pathologies“, hört man da (an Leonard Cohen anspielend), eine E-Gitarre dröhnt im Hintergrund , die Stimme klingt verzerrt und dann geht alles im Fiepen des Feedbacks unter. Im weiteren Verlauf des Albums hört man dramatische Streicher (Track 5), so etwas wie angestrengtes Atmen (6), Tibets Stimme im Schrei endend (8) Der siebte Track enthält die Feststellung: „if hearts could only be content with love and sympathy/how sweetly we could live/we both of us have so much love to give/no matter how our minds conspire imprisoned by our own desire/we are not free to choose what love we gain/what love we lose“. Im Vergleich zu den großen kosmischen Entwürfen, die man auf vielen Current 93-Veröffentlichungen findet, wirkt dieses Album eher auf das (Allzu)Menschliche fokussiert. Erst im letzten Track wird es wieder größer: “in the beginning six faces fell from the unmade sky/no name for this and no face for that”. All das ist untermalt von einer verzerrten E-Gitarre. Das ist ein fragmentarisches (“Sketches”), einer (Alp-)Traumlogik folgendes Album. „These Fragments I Have Shored Against My Ruins“ konnte man erstmalig vor weit über hundert Jahren in Eliots “The Waste Land” lesen und vielleicht ließe sich dies auch unter dieses Album schreiben." [MG / African Paper] 2024 €16.00 Order it!
CYCLOTIMIA Same Time Same Place 10 Gerade erst ist die Debut-CD auf STATE ART erschienen, da kommt auf Blade bereits dieses neue Vinyl der Russen heraus! Hier sind sie überraschenderweise wesentlich melancholischer, songorientierter und elektronischer als auf den eher industriellen vorherigen Releases – aber nicht weniger düster. 7 tracks. First vinyl (as far as we know) for the russian Industrial-project (who just have their debut CD on stateart out) – here they sound much more electronic, melancholic and songoriented, but still very dark. As dark as the russian soul.. as always on Blade Records, strictly limited. [Drone Rec. 2002] 2002 €12.00 Order it!
DAKOTA SUITE The Night just keeps coming in CD "Tieftraurige Melodien und melancholische Schwermut zeichnen den Singer/Songwriter Chris Hooson von Dakota Suite aus. Das waren auch die Hauptanregungen der letzten Platte "The End Of Trying", welche Anfang 2009 erschien. Das Nachfolgealbum "The Night Just Keeps Coming In" wiederum enthält Versionen und Remixe von einer illustren Schar Musikern aus den Bereichen neuer und elektronischer Musik. Auf Hoosons eigenem Label Navigators Yard erschien bereits 2009 eine auf 300 Exemplare limitierte Auflage des Albums. Die Originale erzählen von Kummer und Schmerz des Komponisten aus Leeds. Künstler wie Machinefabriek, Peter Broderick und The Boats hauchen den einzelnen Tracks ein völlig neues Leben ein. Dadurch wirken die einzelnen Lieder graziöser (Jasper Leylands "Hands Swollen With Grace"), tragischer (Hauschkas "A Quietly Gathering Tragedy") und manchmal auch unheimlich wie Elegis "All The Love I Had Was Not Enough". Neben der CD wird es auch eine streng limitierte Vinylauflage geben. *** 01. Machinefabriek „One Day Without Harming You“ // 02. Peter Broderick „This Failing Sea“ // 03. Jasper Leyland „Hands Swollen With Grace“ // 04. Hauschka „A Quietly Gathering Tragedy“ // 05. Elegi „All The Love I Had Was Not Enough“ // 06. Deaf Center „Very Early Morning On Old Road“ // 07. Arve Henriksen „The End Of Trying Part 1“ // 08. Greg Haines „The End Of Trying Part 2“ // 09. Hannu „The End Of Trying Part 3“ // 10. Tape „The End Of Trying Part 4“ // 11. Swod „Een Langzaam Lekkende Wond“ // 12. The Boats „The Night Keeps Coming In“ // 13. Jacaszek „How Could You Let Me Go“ // 14. Emanuele Errante „Second Hand Light“ // 15. Loscil „Things We Lost Along The Way“ // 16. Dakota Suite & Nick Hawley „Z-Cars“ " [label info] 2009 €15.50 Order it!
DAUBY, YANNICK Chant de dune mCDR Endlich wird eines der genialen field recordings von YANNICK DAUBY (gerade als ENTRELACS auf Drone Records erschienen!) einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht – auf CHANT DE DUNE hören wir faszinierende SAND-Geräusche aus der Wüste ! “ Yannick Dauby is a french composer, known for his collaborations with alio die ("descendre cinq voiles à l'ombre d'une voile" cdsingle on amplexus), mnortham (the "entrelacs" project) or thomas köner (the recent "zyklop" 2cd set on mille plateaux). this 3" is a re-release of a piece yannick dauby self-released in 1999, now accompanied by a new piece. deep concrete ambient music... "sounding sands are found in many places in the whole world. this rare natural phenomenon, is represented most of the time by beaches, whose sand is squeaking when it is struck or pushed. however, in some deserts, we meet some large dunes which have a more astonishing activity. sand avalanches, mostly provocated by the wind, create very deep sounds, extremely powerful, accompanied by tremors and lasting for several minutes. unexplained, these singings from the desert are despicted like roarings, voices from surnatural beings or the rumbling of the thunder." (yannick dauby) http://taalem.free.fr/ https://taalem.bandcamp.com/album/chant-de-dune-alm-12 2003 €5.00 Order it!
DEADVERSE MASSIVE Son of Concrete pic-LP Starke 4-track long-play EP einer Art Supergroup des US-amerikanischen Experimental-Dub & Hip-Hop Undergrounds, mit erstaunlichem Ergebnis zwischen melancholischer slow-Dub Ambience und frei flottierenden Experimenten, viel vokales Material & halluzinogene Atmo...und auch ruhig-harmonische parts tauchen auf. Leute von DÄLEK, DESTRUCTO SWARMBOTS, ODDATEE sind beteiligt. Erschien auf dem wahrhaft grenzüberschreitendem Label PUBLIC GUILT aus Baltimore, MD. "The Deadverse Massive 12" picture disc brings together three intense forces in music-- avant hip-hop unit, Dälek, ambient guitarist, Destructo Swarmbots and hip-hop madman, Oddateee. Spontaneity, open-mindedness to the recording process and a collective cohesiveness sprung forth an album that none of them would have every created alone and none of them would have imagined before the moment of creation. Easily, the strangest record any of these artists have ever touched. Artwork from the amazing Paul Romano rounds out the release." [label info] "When hip-hop gets weird, it gets "Deadverse Massive". Mescaline dreams from the deep unconscious rise through psych-ambient guitar drones to meet street socially-conscious poetry and spoken-word in a no less than stellar collision... 8/10 "[Foxy Digitalis] "A stunning mashup of heavy beatscapes, surrealist avant hip hop, and spacey drones from beyond the wall of sleep... a surreal and drifting collage of beats and psychedelic drones, powerful rhymes and voice transmissions, as informed by classic krautrock and cassette experiments as it is by actual hip hop." [Crucial Blast] www.publicguilt.com 2007 €15.00 Order it!
DOCKSTADER, TOD & JAMES REICHERT Omniphony 1 CD „Omniphony 1“ ist die Neuauflage der gleichnamigen, 1966 auf OWL Records erschienenen LP. 1963 komponierte Tod Dockstader eine Reihe von Tonbandstücken, „cells“, bestehend aus natürlichen Klangquellen (Glocken, menschliche Stimmen etc.) und elektronischen Klängen (z.B. Oszillatoren). Der Filmkomponist James Reichert (1932 ¬ 1995) entwarf, der Klangintention der „cells“ entsprechende Orchesterstücke, sogenannte „inparts“, die anschließend nochmals durch Filter und Ringmodulatoren gejagt wurden, um den instrumentalen Klangumfang und die Dynamiken zu verändern. Die anschließende Re-Komposition zeitigte ein sehr homogen angelegtes Ergebnis, das auch heute noch in Erstaunen versetzt. Elekronisches umschwirrt reißend und manchmal ein bischen frech die moog-manipulierten Bläsergruppen. Ständige Wechsel der Dynamik verwirren die Fäden der Klänge so weit, dass Elektronik und konkreter Instrumentalklang jeweils mit der Sprache des anderen zu sprechen scheinen. So wirken manche Stellen glatt wahnwitzig: wenn die kammermusikalischen „inparts“ im Zusammenspiel mit Dockstaders prä-Industrial-elektronischen „cells“ eher Hollywood denn Donau-Eschingen beschwören, werden Bereiche des Grotesken befühlt. Das ist nicht schlimm, sondern erzählt vielmehr von der Besessenheit mit der echte Freaks am Werke waren, um in einem Jahr 100.000 Fuß an Tapematerial zu bearbeiten. Als Bonusmaterial gibt es Dockstaders „Study no.7“ (1961) in einer Stereoversion, sowie seine dringliche „Past prelude“ von 1990. // „Omniphony 1“ is the rerelease of the OWL-LP from 1966. In 1963, Tod Dockstader composed a set of taped sounds which he called „cells“ consisting of natural sounds (bells, wind, voice) and electronically sounds (as from oscillators, recording circuitry, etc.). James Reichert (1932 ¬ 1995) composed a series of orchestrated parts which were based upon the sound intention of Dockstader’s „cells“. Those „inparts“ were transmuted using R.A. Moog music processing equipment to change the instrumental ranges and dynamics. With the following re-composition they produced a very homogeneous result wich is today still amazing. Electronically sounds pungent and sometimes a kind of saucy are flowing through a moog-manipulated brass group. The permanent changing of dynamics entangles the sounds. It seems that electronic and concrete instruments have particular swapped their very own sound. So some parts might have a strange atmosphere: when the chamber music -like „inparts“ together with Dockstader’s prä-industrial-electronically „cells“ evoke Hollywood more than Donau-Eschingen it is getting grotesque. But it is cool, because it tells from the truly obsessive fashion of two music freaks who edited and mixed down over 100.000 feet oftapes for that release. Further bonus tracks are Dockstader’s „study no.7“ (1961) in a stereo version and his „past prelude“ from 1990." [Peter Schlewinski for Drone Records] "In the early 1960's Tod Dockstader was a young maverick composer of electronic 'organised sound', and James Reichert a film composer and music supervisor. They met in New York in 1963, and launched one of the most extraordinary collaborations in modern music, a unique attempt to integrate electronic sounds and the classical orchestra. Unlike Varese's Deserts, and Stockhausen's Kontakte, it does not merely have the orchestra play along with a tape, or even process orchestral sounds live. What makes this project unique is that the orchestra was transformed by electronic processes at a fundamental level, and organically fused with the purely electronic sounds. The completed work is a bizarre blend of Dockstader's fundamentally intuitive approach to sound, and Reichert's more conservatoire-based feeling for melody and orchestration. It often sounds like an unlikely collaboration between Stravinsky and Frank Zappa in avant garde mode, or Stockhausen and his alter-egos, Stock, Hausen and Walkman. Its not simply an important historical document, but an intriguing and entirely convincing listen; a truly extraordinary combination of electronic and orchestral textures, in which the orchestra seems to have been drenched in Technicolor, and dragged through a cartoon sound studio." [label info] 2002 €14.00 Order it!
DREAM WEAPON RITUAL The Uncanny little Sparrows CD "Formed in November 2006, Dream Weapon Ritual is the duo of Simon Balestrazzi and Monica Serra. They play free-form music that draws equally from droning electronica soundscapes and imaginary folk visions. Simon Balestrazzi is an electronic/electroacoustic composer and sound artist active since the 80's. He released many albums and performed live around Europe under various names. Monica Serra is a talented actress whose artistic research led to double as vocalist since 1999. Both are members of the long-lived Italian cult band T.A.C. (Tomografia Assiale Computerizzata). Togheter as Dream Weapon Ritual they released their music through Radical Matters, Old Europa Cafe and Magick With Tears. All music by Dream Weapon Ritual Mastered by James Plotkin Masks by Gabriela Mulas Photos by Franco Casu Artwork by Daniele Serra" "Gut drei Jahre nach „Ebb and Flow“ lassen die beiden Multiinstrumentalisten Simon Balestrazzi und Monica Serra zum fünften Mal von sich hören und erzählen mit allerhand schrägen Ideen im Gepäck die Geschichte einer Gruppe von unheimlichen kleinen Spatzen – das klingt auf den ersten Blick vielleicht nach Ironie und Spielerei, v.a. wenn man von dem hierzulande üblichen Image dieser nicht gerade gruseligen Vogelart ausgeht. Doch „The Uncanny Little Sparrows“ lädt nicht gerade zu letztgültigen Interpretationen seines Inhalts ein, und das ist auch gut so. Bei dem langsam an- und abschwellenden Drone, das an elektrisch aufgeladene Harmoniumklänge erinnert, den trunkenen Echolalien undeutbarer Stimmen, dem Rasseln und Scheppern und den seltsamen Bläserklängen des eröffnenden „Bird Mother“ zeigt sich schnell, dass die beiden sich in grundlegender Hinsicht treu geblieben sind, denn ihre „Freeform-Musik“, die ebenso von dröhnender Elektronik wie von folkigen Spuren durchdrungen ist, bewegt sich in den bekannten Bahnen, die quer durch moderne und primordiale Gefilde führen. In diesem Rahmen kommt es aber zu einigen Verschiebungen, denn auf den neuen Stücken scheint die Musik noch um einiges unregelmäßiger und unruhiger als auf den Aufnahmen zuvor. Kratzige Spielereien, eventuell erzeugt mit dem von Massimo Olla entworfenen [d]Ronin, allerhand Gereusel und geheimnissvolle Perkussion rufen Balestrazzis Projekte Hidden Reverse und A Sphere of Simple Green in Erinnerung, bei der Mischung aus untergründigem Brummen und falsettigen Hochtönereien denkt man vielleicht an so unterschiedliche Musiker wie Ka Baird oder die viel zu wenig beachteten Mailänder Sothiak – Vergleiche, mit denen nur eine vage Richtung angedeutet sein soll. Deutlich erkennbare Vogelstimmen treten erstmals in dem kurzen, in einem seltsam schleppenden Rhythmus hinkenden „Mating Call“ auf den Plan, wo sie sich sanft und verhuscht in mysteriöse Rückwärtspassagen einweben. In dem folgenden Track, der von „zwei kleinen Spatzen, die auf einem Zweig sitzen und auf die Erleuchtung warten,“ kündet, erinnern sie eher an übermütige Spechte. Weiter geht es durch noisige Gefilde, in denen man nicht mit dem Klang orientalischer Flöten gerechnet hätte, hin zu einer Urwald-Kulisse, in der ekstatische Perkussion und tremolierende Stimmen wie das Echo eines schamanischen Rituals wirken. „The One with the Iron Beak“ ist das letzte Stück betitelt, und wieder beschleicht einen der Verdacht, dass all die tiefschürfenden rituellen Elemente, die ebenso wie rhythmische und melodische Pop-Ansätze um jede zweite Ecke lugen, zwar auch, aber nicht nur mit erhabenem Ernst eingebracht werden. Das Album erschien jüngst bei Boring Machines als LP mit achtseitigem Booklet und ist darüber hinaus natürlich in den üblichen digitalen Formaten zu ergattern." (U.S./African Paper] 2018 €16.50 Order it!
DUHKHA Mariyammal LP "Ambient-Puzzle aus Frankreich. Zahlreiche Soundlandschaften von Musikern werden zu einer Fläche verbaut. Organisch und handfest. mit einer ganz besonderen, kränklichen, geheimnisvollen Stimmung und irren Vocals. Achtung Sogwirkung! Vor vier Jahren veröffentlichte der in Berlin lebende Franzose BENJAMIN BEX mit "Rosegger" ein Album auf TREUE UM TREUE / REUE UM REUE. Für seine neue Projektarbeit, zusammen mit befreundeten Musikern als DUHKHA auf IDÉOBLASTE erschienen, übernimmt das Label zwar 'nur' den Vertrieb. "Mariyammal" klingt aber so stark nach der mysteriösen Ambientwelt von TUT / RUR, dass das Album perfekt in die Labelwelt gepasst hätte. (Wer mit der entsprechenden Musik vertraut ist, kann sich den Rest des Artikels theoretisch sparen und blind zugreifen.) Für mich stellt sich die Arbeit von DUHKHA wie ein großes, schönes Puzzle dar, mit BENJAMIN BEX als Chef am Tisch. Er hat sich von befreundeten Musikern Klänge, Töne, improvisierte Tonfolgen, Geräusche et cetera einspielen lassen und diese auf sehr kunstvolle, magische Weise zusammengebaut. Ergänzt durch eigene Beiträge, insbesondere durch bemerkenswerte Gesangsparts. PIERRE GORDEEFF zum Beispiel hat Aufnahmen seiner verrückten Maschinen beigesteuert. Das Turntablism-Projekt VINYL -TERROR & -HORROR lieferte einige Klanglandschaften. Andere Freunde spielten Cello-Improvisationen oder Echtzeit-Soundbasteleien ein. Der ganze Prozess, inklusive des Verwebens der Bestandteile, dauerte rund zwei Jahre. Das ansteigende, dröhnende Rauschen im Opener "Mariyammal" (A1) lässt sich viel Zeit, bevor sich Streicher mit sirenenartigen Sounds einmischen. Eine eigenartige und recht bedrohliche Atmosphäre, die plötzlich umschwingt: Als würden Wolken weggeblasen, taucht der Gesang auf. Verletzlich, hoch, fast Falsett, und dazu ein Kratzen – als ob die Singstimme gleich wieder weggewischt werden sollte. Weitere Zutaten: Arienansätze im Hintergrund und improvisierte Streichertöne. Sehr filmisch und sehr, sehr intensiv. In "Whidama" (A2) stammen die ersten Töne zwar von einer Akustikgitarre (nicht von Streichern), ansonsten bleibt vieles gleich. Die knarzenden, fordernden Sounds, der hohe Gesang (kurze Momente lang erinnert er mich an DAVID TIBET), und später quietscht auch das Cello wieder, zu- und abnehmend. "Teufelssee" (A3) bleibt instrumental, mit bearbeitetem Piano und einem Potpourri aus bisherigen Klängen, etwas enervierend mutet dabei das heftige Vinylknacken an. Die B-Seite startet ("Dans La Nuit Et L'Oubli", B1) mit Gitarrendrones, dem Klirren von Münzen und extrem hingebungsvollem, mystischem und beschwörendem Gesang. Durch längere Instrumentalparts, repetitive Geräusche mit Streicherimprovisation und später wieder dem verrückt machenden Plattenknistern und -knacken ist das Stück zerhackter, collagenartiger als die Tracks auf der ersten Seite. In "De La Lumière Et De La Mémoire" (B2) übt ein ganzes Orchester, mit fanfarenartigen, sägenden Tönen im Vordergrund. Der Gesang: noch höher, lyrisch und manisch, dagegen geschnitten sind ängstliche, fliehende Frauengeräusche und schräge Engelschöre. "Mariyammal" ist ein organisches, handfestes Werk zum Anfassen. Gleichzeitig scheint es mir durchzogen von Vergangenem, Morbidem und erinnert phasenweise an unsaubere, entfernte Schellackaufnahmen. Erstaunlich, dass sich die ungeheure Vielfalt stets zu dieser ganz besonderen, kränklichen, geheimnisvollen Stimmung mischt. Sorgfältig geschichtete Ambientmusik, bei der vor allem die Stimme – im Vergleich zu vielen sonstigen Basteleien auf dem Markt – den Unterschied macht. Achtung Sogwirkung." [Michael We. für nonpop.de ] https://vimeo.com/116551690 2015 €15.00 Order it!
EARTH Angels Of Darkness, Demons Of Light II pic-do-LP "In den selben Sessions in den Avast Studios Seattle, mit Producer Stuart Hallerman (Soundgarden, Mudhoney, Built To Spill und EARTH2) aufgenommen wie das im März 2011 erschienene "AODDOL I" trägt dieses Album die Inspirationen des ersten Teils fort. Wiederum tief inspiriert vom britischen Folk solcher Heroen wie Pentangle und Fairport Convention sowie der Musik der nordafrikanischen Tuareg-Band Tinariwen präsentieren sich EARTH melodischer als je zuvor, ohne dabei an Heavyness einzubüßen. Im Gegensatz zum Vorgänger wagen EARTH hier jedoch den Blick weit über den konstruktivistischen Kontext hinaus und geben Improvisationen Raum wie nie zuvor. Das LineUp besteht abermals neben Adrienne Davies (drums) und Dylan Carlson (Gitarre) aus der Violinistin Lori Goldston (Nirvana, David Byrne, Black Cat Orchestra) und Karl Blau am Bass (K Records, Laura Veirs, Microphones). TRACKLISTING: 01. SIGIL OF BRASS 02. HIS TEETH DID BRIGHTLY SHINE 03. MULTIPLICITY OF DOORS 04. THE CORASCENE DOG 05. THE RAKEHELL" [label info] www.southernlord.com 2012 €30.00 Order it!
EASTLEY, MAX Installation Recordings (1973-2008) do-CD "This 2CD is essentially a retrospective of Eastley’s installation work. As such, it updates and adds many new examples to the 1975 release “New and Rediscovered Musical Instruments”, which was released as a split LP with David Toop on Brian Eno’s Obscure Records. This is Eastley’s first solo CD. Of the 35 tracks, only the last 2 have any guests or ‘playing’ (the most virtuosic moment being George Lewis playing a grass blade). All the other pieces are either powered by the natural forces of wind and water, or else are motor driven gallery installations. The ethereal sounds of the aoelian harp, the haunting aeolian flutes, and the violent tension of his aerophone installations are hallmark Eastley sounds. These sounds, and many others, sit amidst a wide range of acoustic settings, from windy hill tops to quiet brooks, residential street scenes to coastal shores. The indoor recordings are no less varied, ranging across a rich variety of acoustics and gallery spaces from tiny micro sounds to large scale amplification. Wood, metal and stone are brought to life with electricity. Although there are many photos in the 20 page booklet, much is left to the imagination to work out how the sounds are made. With this limited access to the visual, the focus is pulled towards the musicality of the sounds themselves. This musicality is reinforced by the slow crossfades of most of the pieces from indoors to outdoors to form a series of suites. The recordings mostly date from the mid 70s, but there are pieces from later decades. Nearly everything was recorded either to Revox or Uher and occasionally cassette, using what microphones were available at the time. Recent recordings are digital. The varying quality of the recording set-ups across this 2CD adds yet another dimension to the shifting sound fabric of this anthology." [label info] www.stalk.net/paradigm "Max Eastley begann 1972 damit Skulpturen mit Klang zu verbinden, indem er Bewegung und Materialien seiner Skulpturen mit den Grundprinzipien des Instrumentenbaus verband. Dies führt für die vorliegende Retrospektive, die Aufnahmen aus den Jahren 1973 – 2008 auf 2 CDs enthält, notwendig dazu, dass nur Klang dokumentiert wird, doch die ihn erzeugenden Installationen trotz der zahlreichen Fotos nicht adäquat abgebildet werden können. Immerhin kann man auf ihnen die verschiedenen Instrumente zumindest sehen. Die Aerophone sind teilweise sehr schlanke Kreuze, deren Arme im rechten Winkel außen mit Saiten verbunden sind, die im Wind schwingen, und erinnern beinahe an Antennen, in deren Zentrum noch ein Stück bunter Stoff geknotet wurde. Auch an den schmalen dünnen aufrechten Kästen der Aeolian Flutes finden sich diese bunten Bänder wieder, so dass sie an abstrakte Figuren erinnern, deren Schals im Winde wehen. An den Hydrophonen fällt ihre Schlichtheit auf, wie sie als verschieden lange dünne Rohre aus dem sie antreibenden Wasser ragen. Klanglich erinnern die Skulpturen überwiegend an vom Wind betriebene Klangspiele und – meist archaische – Drones sowie verfremdete Tierstimmen und seltener an präparierte Saiteninstrumente. Da bei den Innenraum-Installationen die natürlichen Kräfte fehlen, um sie erklingen zu lassen, wurde auf mechanische Antriebe zurückgegriffen, die jedoch die unregelmäßigen Strukturen natürlicher Ereignisse nachahmen sollen. Nichts desto trotz erinnern einige ihrer Aufnahmen eher an Loops als an Klangereignisse, denen jedes Muster fehlt. Für diese Retrospektive wurden alle Aufnahmen auf „radiotaugliche“ Ausschnitte von oft nur zwei bis fünf Minuten gekürzt. Doch da die kinetischen Installationen keinen kompositorischen Aufbau haben, der einen bestimmten Anfang und Ende „erfordert“, lassen die als einzelne Tracks dokumentierten Ausschnitte fragen, ob eine einzelne Installation auf einer eigenen – dann wohl leider weitgehend unverkäuflichen – CD nicht besser repräsentiert worden wäre, da dies dem fortdauernden Klang einer Installation angemessener wäre. Ohnehin sind die Mehrzahl der Aufnahmen durch Ein- und Ausfaden zu collagenartigen kleinen Suiten arrangiert, was dem Material eine dem bloßen Hören angemessene neue Form gibt. Da die Ebene eines Dokuments, das den für Eastley gleichberechtigten visuellen Teil ausspart, verlassen wird und etwas Neues entsteht. Damit wird ebenfalls deutlich, dass auch eine kinetische Kunst letztlich das Werk eines – oder mehrer – Künstler ist und damit einen sozialen Charakter hat. Leider findet sich dazu nichts in dem 20seitigen Beiheft, das keine konzeptionellen Überlegungen enthält. Mit dieser Eastley-Retrospektive macht Paradigm Disc einmal mehr Musik zugänglich, die sonst kaum auf Tonträgern zu bekommen ist. Denn nach der 1975 auf Brian Enos Obscure Records Label erschienen Split-LP New And Rediscovered Musical Instruments mit David Toop, ist diese Doppel-CD erst die zweite Veröffentlichung, die Eastleys Klanginstallationen dokumentiert. Wer sich für Musik jenseits chromatischer Tonleitern, in der Zufall eine zentrale Rolle spielt, interessiert, dem ist diese Doppel-CD sehr zu empfehlen." [Ingo Techmeier / Bad Alchemy] 2010 €20.00 Order it!
ELIZABETH S. Gather Love CD Elizabeth S., long time contributor/performer with duo Eyeless In Gaza is about to release her first solo album. Happy in the past to remain on the sidelines with her collaborations she is now ready to reveal some of her story. These songs are her personal journey through many stormy years and the development of this work was many years in the making. All the songs were written, performed and produced by her with the only additional contributions being made by Martyn Bates and Alan Trench. In a recent review (www.bigbeautifulnoise.com) Lee Henderson wrote that her work extends from an almost mournful reminiscence to ethereal portraits and symbolic aural illustrations. Elizabeth S. has an approach that combines electronic treatments while having a tight grasp on her early British folk beginnings: this in-depth collection is a beacon on dark and intensely stormy years and yet it still offers a warm invitation to inspire hope and goodness to the human race. Consisting of twelve tracks of such an intimate autobiographical diary this body of work leaves the listener with no doubt that we have been allowed into a very private space inhabited by most of us at some point in our lives - with Elizabeth’s music gently moving from the tender to the abstract, all the while staying firmly rooted within a range of sparse musical arrangements. Elizabeth S. has been likened to a curious hybrid of Dolly Collins, June Tabor, Laurie Anderson and Kate Westbrook – but, it is truly difficult to label her music, and this is a task that we leave to the listener. Full tracklist: 1. Misborn 2. Will Your Love 3. The Carer 4. The Carter Girl 5. Weathered Life 6. Measured Greed 7. The Hill 8. The Long Farewell 9. Wanderlove 10. Gather Love 11. No Rain 12. To. https://www.klanggalerie.com/gg384 "Warum Elizabeth S., langjährige Mitwirkende bei der Band Eyeless in Gaza, erst nach Jahrzehnten ein Album im Alleingang produziert hat, ist nicht weiter bekannt. Schon die ersten beiden Tracks ihres vor kurzem erschienenen Debüts “Gather Love” geben jedoch bereits eine Vorstellung von der enorm aufwühlenden Emotionalität, die sich in unterschiedlichen Facetten durch das ganze Werk zieht. Ein solches Album braucht nicht nur eine Weile, um fertig gestellt zu werden, sondern noch mehr Zeit, um überhaupt als Idee heranzureifen. Ein solches Album ist, so will es die Redensart, keine leichte Geburt, und so beginnt “Gather Love” wie ein Donnerschlag mit dem heftigen “Misborn”, bei dem die Sängerin inmitten einer lärmenden Karambolage aus Drums, Noiserockgitarren und anderen Instrumenten beschwörende Verse anstimmt, während kleine Melodiefragmente auch hier bereits die Sanftheit ahnen lassen, die im weiteren Verlauf immer deutlicher in den Vordergrund treten wird. Alles dreht sich um den titelgebenden Begriff, und es scheint, als wollten Gesang und Lärm durch eine unsichtbare Wand dringen. Hinter der verbirgt sich vielleicht die gelöste, sehnsuchtsvolle Trauer, in die das darauffolgende “Will Your Love” getaucht ist – dieser vielleicht eingängigste Song des Albums, dessen eindringliches Gitarrenspiel und feuriger Gesang die Energie des Folkrevivals der 70er channelt, stellt die Frage nach einer Liebe, die den Tod überdauert. Alles in diesem Stück scheint dem Schmerz abgerungen und ist dabei frei von jeder lieblichen Romantik. Die zwölf Stücke, in denen die oftmals verschwimmenden Klänge von Gitarre, Piano, Melodica, dezenter Elektronik und Streichern den Sound prägen, drehen sich immer wieder um Themen des Verlusts und des Vermissens und strahlen dabei eine große Zärtlichkeit aus, die mehr als alles andere die Wertschätzung des Verlorenen deutlich macht. Der Journalist Lee Henderson, der einiges über die persönlichen Hintergründe des Albums weiß, erwähnt den Bezug einiger der Songs auf die Familie der Sängerin. So enthält das verweht dröhnende “The Carter Girl” eine Tape-Aufnahme, die Elizabeth als Kind von ihrer Mutter, einer Opernsängerin, machte, die später an Alzheimer erkrankte. Andere Songs wie das so entrückte wie exaltierte “Weathered Life” erzählen in ihren Texten von den Herausforderungen, mit denen der Sängerin nahestehende Personen leben und kämpfen mussten. Was die Opulenz der Stücke betrifft, die in ihrem unklaren Ort zwischen dunklen Folkballaden und abstrakteren Soundscapes immer wieder auch an Elizabeths Stammband erinnern, könnte “Gather Love” durchaus das Werk einer Band sein. Und doch bleibt stets der Eindruck einer persönlichen, autobiografischen Stimme, wie sie nur in wirklichen Soloarbeiten sprechen kann – ganz gleich, ob die Sängerin sich dabei wie in dem schleppenden, fast an No Wave erinnernden “No Rain” oder im gemächlich rauschenden “The Long Farewell” eher zurücknimmt und den Instrumenten den vorderen Platz überlässt, oder ob sie auch gesanglich wie in “The Hill” oder dem monumentalen “Measured Greed” alle Barrieren durchbricht und sich in fast wahnhafter Ekstatik Ausdruck verschafft. Zu den gemächlicheren Stücken zählt auch das Mason Williams-Cover “Wanderlove”, bei dem mit Alan Trench (Temple Music, 12 Thousand Days u.v.a.) und Ehemann Martyn Bates auch Gäste mit Drones und begleitendem Gesang zu Wort kommen. In das sanfte Dröhnen mischt sich etwas unruhig drängendes, das sich durch die emotionale Grund-DNA des ganzen Albums zieht, eine sich heftig aufbäumende Eruption, die gleichermaßen rastlos und konzentriert, magisch und kathartisch ist. Erst im kurzen Abspann von “To” glätten sich die Wogen – wie auf der letzten, versöhnlichen Seite einer autobiografischen Erzählung. Zweifelsohne ein mehr als gelungenes Debüt." [U.S./African Paper] 2022 €15.00 Order it!
ELUVIUM Similes CD "Matthew Cooper wurde 2003 zu ELUVIUM und brachte sogleich frischen Wind in eine Ambient Electronic Szene, deren Luft zusehends stickiger geworden war. Beeinflusst von neoklassischen Helden wie Erik Satiey und Philip Glass schmuggelte ELUVIUM emotional mitreißende Melodien ins Auge eines Hurricanes aus Nebel und Fuzz und wurde so eher zufällig zu einem Komponisten, der gern in einem Atemzug mit den Namen seiner Helden genannt wird. Nach "Copia" aus dem Jahr 2007 waren ELUVIUM ein Jahr lang auf Tour unterwegs - oft und gern auf einer Bühne mit den Labelkollegen von EXPLOSIONS IN THE SKY. Doch mitten im Jahr 2008 drängte es Cooper in eine neue Richtung. Nach fünf Alben in ebenso vielen Jahren setzte eine gewisse Selbstzufriedenheit ein. Ein Jahr verging, ohne dass ein neues ELUVIUM Album erschien. Tatsächlich vergingen ganze drei Jahre. In der Zeit veröffentlichte Cooper mit "Miniatures" ein Soloalbum, schrieb den Soundtrack zu dem Kinofilm "Some Days Are Better Than Others" und brachte ein Vinyl Boxset heraus, das jedem Hörer den Atem verschlug. Nachdem "Copia" geschrieben und wieder verworfen wurde, wagte Cooper mit "Similes" den kreativen Quantensprung: erstmalig finden sich hier Percussion, eine Songstruktur und Gesang. "Similes" verschmelzt die typische traumartige Aura von ELUVIUM mit dem lakonischen Gesang von Cooper - als ob sich ein extrem grüblerischer Ian Curtis Gedanken über MAGNETIC FIELDS und Brian Eno macht. www.myspace.com/eluviumtaken " [Label info / Cargo] "The long-awaited follow-up to the acclaimed Copia, ELUVIUM takes a courageous creative leap with Similes, an eight-song album featuring three key musical elements previously uncharted by Eluvium: percussion, a verse-chorus song structure, and singing. For a celebrated experimental musician, it was just about the bravest and scariest direction to go. In this way, Similes is the most truly experimental Eluvium album yet, and also the most accessible. Written, performed and recorded as always by MATTHEW COOPER’s own Watership Sounds studio, Similes marries Eluvium’s trademark dream-like aura with Cooper’s unique, laconic vocals, akin to an especially contemplative Ian Curtis with trace reflections of Magnetic Fields and Brian Eno. It is the most daring—and ultimately most rewarding—work of Eluvium’s impressive and prolific career." [original label info] www.temporaryresidence.com 2010 €13.00 Order it!
FAUST 71 Minutes CD " '71 Minutes' erschien in etwas abgewandelter Form 2001 als Teil der 5-CD-Box "The Wümme Years" mit verändertem Cover (schwarzweiß, anderer Schriftzug) und teilweise anderen Betitelungen der Stücke. Nach den Angaben auf der Website von Faust stammen die Stücke "Munic A" und "Munic B" (in der Wümme-Box heißen sie "Munic/Yesterday" und "Knochentanz") von 1975, die anderen Aufnahmen aus den Jahren 1971-1973. Es handelt sich hier um eine ähnlich kuriose Sammlung wie "The Faust Tapes", vielleicht nicht ganz so wüst und durcheinander. Faust zeigen auch hier wieder ihre Ausnahmestellung in der Krautrockszene, wobei die Musik oft recht wenig mit "Rock" im eigentlichen Sinne zu tun hat. Herausragend sind die beiden Teile oder Variationen von "Munic", vor allem "Munic A". Monoton hämmern sich elektronische Rhythmen, die eher einer Fabrik als einem Instrument entsprungen scheinen, ins Ohr, hämmern sich gnadenlos ins Hirn. Dazu ein ebenso monotones Schlagzeug, seltsame Stimmen und Geräusche - viel mehr passiert eigentlich nicht. Heutzutage würde man so was "Industrial Music" nennen. Ein zeitloses Werk, das man nicht ohne weiteres in die 70er Jahre einordnen würde! Ansonsten gibt es hier seltsame Klangcollagen, gnadenlos sägende Gitarren bis hin zu punkigen Ausbrüchen ("Baby"), aber auch leisere, manchmal geradezu lyrische Stücke wie "Das Meer", "Party 8" oder "Psalter". Insgesamt zeigt sich hier mal wieder, dass der Krautrock nicht einfach nur eine vorübergehende Erscheinung war, sondern die Entwicklung der populären Musik bis heute ganz entscheidend beeinflusst hat. Empfehlenswert!“ [Babyblaue Seiten] “Re-released, now in digipak packaging. Combines the late 80s posthumous 5th & 6th Faust LPs: Munich & Elsewhere/Return Of A Legend LP ("various unreleased tapes intended for release") and The Last LP (the '71 "Faust Party" tapes ). Recordings are from Faust's classic era, 1971-3.” [label info] 1998 €14.00 Order it!
  Faust LP Russische Wiederveröffentlichung des ersten Albums von 1971 (als CD von ReR wiederveröffentlicht) in Reproduktion des Original-Covers auf klarem Vinyl. ".... "Faust", in vielen Discographien auch als "Clear" geführt, erschien auf durchsichtigem Vinyl in einer ebenso durchsichtigen Plastiktasche, auf der das Röntgenbild von "Zappi" Diermaiers Faust neben dem Gruppennamen zu sehen war. Auf einer wiederum durchsichtigen Plastikfolie waren in Rot die Texte und Produktionsdaten abgedruckt. Ähnlich eigenartig wie die Verpackung war (ist) auch die auf "Faust" zu findende Musik. Eine bizarre Mischung aus Psychedelik, 60s-Punk, The Velvet Underground, Pink Floyd, Klangkollagen, Dada-Durcheinender, Elektronischen Sounds, Ton- und Gesprächsfetzen und Musique Concrete setzen Faust hier dem Hörer vor, die ausgesprochen wild, wenn auch nicht sonderlich schräg, laut oder heftig geraten ist. Hauptsächlich herrscht hier ein ziemliches Durcheinander. In Deutschland wurden Faust recht kritisch aufgenommen (sie verkauften weniger als 1000 Kopien ihres Debuts), während die auswärtige Presse meist voll des Lobes war. Bis heute spalten sich wohl die Meinungen über dieses Album. Für die einen ist es einfach nur ein dilletantisches Tohuwabohu, für die anderen ein geniales Klangexperiment, mit dem sich Faust einen Platz in der vorderen Reihe der Rockavantgarde gesichert haben...." [Achim Breiling / Babyblaue Seiten] "Legendary German post-rock band formed in 1971 by undisputed noise pioneer Uwe Nettelbeck, Faust garnered an immediate following due to its artistically extreme experimentations with music cut-ups and other mixed sources hinging on cacophony and distortion. Don't miss their 1971 cult classic debut, now reissued with its original clear printed sleeve on clear vinyl." [label info] 2007 €25.00 Order it!
FEAR FALLS BURNING Woes of the desolate Mourner CD "Ursprünglich als kleine durchsichtige 7″ auf gleichem Label erschienen gibt es Woes Of The Desolate Mourner nun in voller Länge mit Bonusmaterial auf CD. Der Titeltrack, hier nur mit seiner Gesamtspieldauer betitelt und gegenüber der Single eben uneditiert und deshalb um gute fünf Minuten länger rieselt wie feiner Staub von der Decke. Die Drones sind äußerst fein und kaum greifbar: wie aus einer ultrafein eingestellten Spritzdrüse. Sie setzen immer mit einem Sirren ein, einen Anschlag oder einen klar gegriffenen Akkord kann man hier nicht erkennen. Wie eine Farbe wirken die zarten Gitarrenklänge auf ihre Umwelt ein. Sie überziehen alles und verändern den Charakter der materiellen Welt. Litany In A Time Of Plague setzt dem Ganzen die Krone auf. In wahrhaftigen, seufzenden fast schon orgelartigen Klängen schraubt sich eine Spirale empor. Die beklemmende Atmosphäre erinnert an die ersten Synthakkorde auf Coils Astral Disaster Album. Jauchzend, isoliert, düster. Passend zum etwas pathetischen Titel des Tracks. Großartiger Reissue!" [Zipo / Auf Abwegen] www.tonefloat.com 2010 €10.00 Order it!
FEINE TRINKERS BEI PINKELS DAHEIM (F.T.B.P.D.) A Bug's Life CD "Jürgen Eberhard aka Feine Trinkers Bei Pinkels Daheim celebrates 25 years of his artistic activity with the first full-length album on Zoharum entitled "A Bug's Life". keen observers of our activity certainly know his name, for instance from a common vinyl 7-incher entitled "Both Sides of The Looking Glass" shared with Bisclaveret duo or from the composition "Enigmatic Visions", which appeared on a commemorative compilation "07|100|15". "A Bug's Life" is the tenth full-length album in the discography of Feine Trinkers Bei Pinkels Daheim. It was being created, like the previous ones, for several years and is another conscious artistic statement. Seven compositions included here are of a collage nature and combine echoes of post-industrial ambient, drone music, musique concrete, field recordings and even plunderphonics. On his first studio album since "Die Legende vom Heiligen Trinker" from 2011, Jürgen Eberhard consciously continues his sonic quest on a depleted terrain and he manages to avoid traps of empty experiments. "A Bug's Life" is at the same time an atmospheric, and even accessible, album, and sonically elaborate and demanding of the listener." [label info] www.zoharum.com "FEINE TRINKERS BEI PINKELS DAHEIM ist ein Projekt, das ja eher unregelmäßig in der Musiklandschaft auftaucht, dabei aber bereits recht langlebig ist. Das letzte reguläre Album von JÜRGEN EBERHARD unter diesem Banner erschien 2011. „A Bug’s Life“ – so hieß übrigens auch der Pixar-Film „Das große Krabbeln“ im Original – widmet sich dem Namen entsprechend den Geräuschen von Insekten, die Grundlage für die Soundgestaltung des Albums gewesen sein sollen. Hierbei sollte man aber kein dauerndes, möglichst naturnahes Gezirpe oder Gesirre im Kopf haben – quasi ein Field-Recording-Overkill, sondern Klänge, die extrem stark bearbeitet und verfremdet wurden, wobei am Ende dennoch der Charakter von Sounds, die von Insekten erzeugt werden – auch knisternde, schabende Geräusche –, erhalten bleibt. Tatsächlich ist der Sound auf „A Bug’s Life“ aber relativ vielschichtig, teils auch wuchtig und massiv oder mit Drones durchsetzt, sodass das Ganze recht gut funktioniert und eben nicht an einen Abend auf der Terrasse erinnert. Auch Stimmen werden – verfremdet oder nicht – eingesetzt und Abwechslung kommt zusätzlich durch Stücke ins Spiel, die mit weiblichen Gesangslinien, die quasi als Zusatzinstrument fungieren, ausgestattet sind. Hier wäre wohl auch der Punkt, an dem man die Unterstützung von diversen Gästen wie u.a. MISS POLYESTER, FRL. LINIENTREU oder GENEVIÈVE PASQUIER erwähnen könnte. Das Klangspektrum reicht letztendlich von orientalisch angehauchten Sounds inklusive Rhythmus („Metallifekuwagamon“) bis hin zu düsteren Soundcollagen, die auch aufgrund der Bilder, die im Kopf entstehen, Unruhe auslösen können. Somit ist „A Bug’s Life“ eine spannende Sache für Freunde des Ambient oder der experimentellen Elektronik. Idee und Ausführung passen in jedem Fall hervorragend zueinander und die Qualität stimmt hier sowieso." [Tony F. für nonpop.de] "In der Geräuschmusik und überall sonst, wo mit Samples gearbeitet wird, sind Tiergeräusche eine beliebte Soundquelle, und zu den gefragtesten Geräuschproduzenten zählen seit jeher Insekten – was wäre ein sommerliches Kitschkolorit ohne das Zirpen von Grillen und Zikaden, und dass man aus dem Summen fliegender Insekten Noise und elektroakustiche Musik machen kann, ist hinlänglich bekannt. Beliebt sind Feldaufnahmen, bei denen die Sounds weitgehend naturbelassen bleiben und nur gelegentlich etwas Struktur eingebracht wird wie bei Dave Phillips’ und Hasegawa Hiroshis “Insect Apocalypse” oder “The Progeny of Flies” von Daniel Manche und Andrew Liles. Seltener sind Aufnahmen, bei denen die Sounds so stark verfremdet sind, dass man ohne Hintergrundwissen die Quelle kaum erkennen kann. Etwas derartiges hat der feine Pinkel, ähm: Trinker Jürgen Eberhard vor Kurzem unter dem Titel “A Bug’s Life” zustande gebracht. Die komplette CD wirkt wie ein Zoom, bei dem die Kamera dem lebenden Objekt so nah auf den Panzer rückt, dass man nur noch kleinteilige Strukturen in Übergröße erkennt, während größere Zusammenhänge nur noch zu erahnen sind. Vieles klingt wie ins Monströße vergrößert: Maschinell klingendes Summen, dass zeitweise in Noisewände übergeht, Detonationen, verursacht von einem enormen Insekt, das gegen eine überdimensionierte Scheibe knallt. Zirpen und Flattern, das eher nach einem Vogel klingt, und dem Tier, dessen rhythmischer Flügenschlag gegen Ende zu hören ist, möchte ich nicht im Dunkeln begegnen. So furchteinflößend es hier zugeht, hat die bizarre Szenerie auch irrsinnig Komisches zu bieten. Neben all dem gibt es zahlreiche Stellen, an denen kaum zu erkennen ist, ob die Aufnahmen ganz unkenntlich gemacht wurden oder anderen, z.B. elektronischen Ursprungs sind. Dies gilt für geschliffenen Ambientsound und zirkushafte Melodien ebenso wie für den entspannten Ethnosound, der irgendwann ganz überraschend eine Sängerin begleitet (die meisten Stimmbeiträge von Geneviève Pasquier, Allseits vs Troum, Frl. Linientreu und Joke Lanz sind spoken words). Ebenso gilt dies für monströses Brüllen, dass hoffentlich von einem Wirbeltier stammt. Aber warum eigentlich? Im Unterschied zu naturbelassenen Insektensounds lassen die Aufnahmen hier die Tiere enorm groß erscheinen und brechen so mit gänigen Wahrnehmungsgewohnheiten. Die nachhaltige, über den bloßen Schock weit hinausgehende Wirkung, kann im besten Fall in einem veränderten Blick auf das Tierreich münden." [J.G./U.S./African Paper] 2016 €12.00 Order it!
FEINE TRINKERS BEI PINKELS DAHEIM (F.T.B.P.D.) / DER BEKANNTE POST-INDUSTRIELLE TROMPETER (D.B.P.I.T.) Stille Nacht / Dark King 7inch Als Schwester-Release zur doppel-mini-CD erschien diese split 7“ der beiden Projekte mit den wahnwitzigen (und sehr ähnlich aussehenden) Kürzeln! Ähnlich wahnwitzig ist die völlig durchgeknallte & wirklich abgespacete Cover-Version von STILLE NACHT, die DER BEKANNTE POST-INDUSTRIELLE TROMPETER hier beigesteuert hat, während das Stück DARK KING von FEINE TRINKERS eher einen melancholisch-verstörenden Charakter hat... Nummerierte Auflage. “White Rabbit Records is proud to announce this joint release by two of the most intriguing names in the world of music; the Der Bekannte Post-Industrielle Trompeter (the famous post-industrial trumpetplayer) and the Feine Trinkers Bei Pinkels Daheim (fine drinkers at snobs home). This single features tracks, such as DBPIT’s Silent Night and FTBPD’s dark king, which were particularly for this Christmas season, and will absolutely introduce new fire to this winter’s candlelight. Silent Night, a particularly outstanding piece, has all the eerie atmosphere of a David Lynch Noel; while the music of "Der Bekannte" emerges as a brilliant lesson in the proper use of a trumpet! dark king is an experience in gazing through the eclectic eyepiece of an industrial kaleidoscope: a multi-layered sound-collage resounding with textured drones and penetrating rhythms, fused together in a unique (x)MASterpiece. A single you shouldn’t miss for this Xmas season, and a taste of what the New Year promises to bring! "Frohes Fest!" with bugs and toads under the christmas tree. numbered 299 piece (WRR06)” [press release] 2005 €7.50 Order it!
FENNESZ Seven Stars maxi-CD "Der erste Solo-Release von Fennesz nach seinem hochgelobtem Album "Black Sea", das 208erschien, ist die neue 4-Track 10" Vinyl "Seven Stars". Mit elektrischen und akustischen Gitarren, Bass, Synthesizern und Computern fährt er auch dieses Mal damit fort, die Hörer zu fesseln und in seinen Bann zu ziehen. Fennesz selbst schreibt:"seven Stars wurde im Januar 2011 in Wien aufgenommen. Das Album habe ich innerhalb von drei Wochen eingespielt und gemixt. ,Liminal" und ,July" waren bereits bestehende Stücke, die ich weiter bearbeitet habe (Eine erste Version von ,Liminal" entstand 2010 in einem Hotelzimmer auf Bali). Eine andere Version davon spiele ich schon seit einiger Zeit live. Mein Freund Steven Hess, mit dem ich schon vorher zusammenarbeitetet, war zu der Zeit zufällig ebenfalls in Wien, und ich lud ihn ein, zu mir ins Studio zu kommen. Christoph Amann hat mit einer Auswahl großartiger Microphone die Drums aufgenommen, darunter auch sein tolles neues Josephson. Ich wollte eine Platte machen, die eine gewisse Leichtigkeit vermittelt und gleichzeitig neues Terrain betreten, indem ich bei einem Track Drums verwende. Dies könnte ich mir auch in der Zukunft vorstellen." Im September wird ,Seven stars" auch als CD erscheinen. Außerdem wird die dritte Kollaboration von Fennesz mit Ryuichi Sakamoto, Flumina, noch dieses Jahr erwartet." [label info] www.touchmusic.org.uk "Its been indeed a while since we last heard solo music by Christian Fennesz, the absolute genius when it comes to laptop music. His previous release was 'Black Sea' (see Vital Weekly 653) and the new one is a four track 10", recorded earlier this year. Fennesz says he wanted to record something with more lightness and one track he uses drums, played by Steven Hess. Fennesz himself plays acoustic and electric guitars, synth, bass and computers. Fennesz explores the route he choose for 'Black Sea' further. Moving away from the strict laptop music, by incorporating more clearly guitars and bass, which in 'Liminal' goes towards popmusic - although not really of course - and in 'July' makes a dense piece of improvised sounds. 'July' is the most ambient piece, dark but with shimmering lights. 'Seven Stars' is the piece with Steven Hess and has nice acoustic guitars, laidback percussion and fine granular synthesis. Almost a piece of lounge music. Excellent, all four. A pity, only four. Can'twait for the next longplayer." [FdW/Vital Weekly] 2011 €9.00 Order it!
FIESEL, CHRISTIAN The Dark Orb CD-R Christian Fiesel (also known from Modul303 web radio) is an electronic musician, mostly into all kinds of ambient, dark ambient and drone. His work is based on musique concrete, treatments and analogue synthesizer sounds. His approach to creating music is deeply moody, dark, creating small otherworldly spaces within the soundscapes. Having about an hour long, The Dark Orb album is probably the most intense and expressive work from him. It can be described as cinematic dark ambient, with traditional electronic (analogue) music parts that give it a touch of originality and making it also a very enjoyable release. https://essentiamundi.bandcamp.com/album/the-dark-orb-em041 "Christian Fiesels musikalische Produktivität ist schon erstaunlich, ist doch The Dark Orb sein mindestens drittes Album (ich weiß nicht, wie vollständig seine Diskographie auf unseren Seiten ist) im Jahre 2018 - und als es erschien (Ende Mai), war das Jahr nicht einmal zur Hälfte vorbei! Aber wie eine Rezension höher schon zu lesen ist, sind hier Aufnahmen aus den letzten fünf Jahren versammelt. Der Infozettel des Labels bezeichnet die Musik als „cinematic dark ambient“, eine durchaus passende Kategorisierung, bei der das „cinematic“ allerdings meist im Vordergrund steht. Über weite Strecken wirkt die Musik geradezu abweisend, und auch in den Momenten, wo die Musik Form annimmt, sich eine melodische Struktur herausbildet, scheint sie von Einsamkeit und Verlorenheit zu künden. Wie die akustische Umsetzung eines Schneetreibens klingt etwa Of Passing Clock and Time, bei dessen später einsetzender, Oboen-artig klingender, elegischer Melodie über einem stoischen Mellotron-Chor man sich vorstellen kann, selbigem aus einer nicht gut beheizten Hütte heraus zuzuschauen. Und bei den mächtigen, dunkel und drohend wabernden Mellotron-Klängen von Cinematic, die noch von einem klagenden Cello begleitet werden, fühlt man sich endgültig mitten in einer nächtlichen Schneelandschaft. Beide Stücke zeigen übrigens deutliche Reminiszenzen an die frühen Tangerine Dream, also ihrer Prä-Sequenzer-Zeit; diese Einflüsse zeigen sich auf diesem Album immer wieder mal. Gänzlich oder zumindest weitgehend abstrakt wird es in Winds of East II, das phasenweise schon wie eine Geräuschcollage anmutet, wenn sich seltsames Rasseln oder Klackern in den Vordergrund schiebt. Ansonsten steht die Musik im Spannungsfeld zwischen melodischen und Ambient-artigen Klängen, wobei letztere in den drei abschließenden Stücken noch einmal verstärkt zur Geltung kommen. Somit ist The Dark Orb ein schönes Werk elektronischer Musik, das geschickt bis ins Abstrakte reichende Dark-Ambient-Klänge mit Einflüssen aus der Frühzeit deutscher Elektronik verbindet. Auf Bandcamp kann man reinhören und neben der Download-Variante auch die auf 50 (!) Exemplare limitierte CD erwerben." [Babyblaue Seiten] www.babyblaue-seiten.de/album_17436.html 2018 €8.00 Order it!
FIRST HUMAN FERRO Stardust CD "Dedicated to the 50th anniversary of the manned flight into space a Russian label Nitkie presents a new recording by a Ukrainian project First Human Ferro. "Stardust" is an ambient anthem tribute to the scientists, engineers and space pilots who contributed to the remarkable date. Their earthly dust is drifting like particles of god in the infinite space now, endlessly multiplying through the minds eye of the enthusiasts to come and carry the banner of scientific and technological revolution further. The album was recorded in 2004-2010 and featured by collaborations with Claustrum, Oda Relicta, and Louisa John-Krol. Designed by Marcin Lojek the release is limited to 500 copies in a digisleeve." [label info] www.nitkie.ru "Vor einiger Zeit hat OLEGH KOLYADA im NONPOP-Interview Bedenken geäußert, dass ihn sein Studium wohl zukünftig von musikalischen Aktivitäten abhalten würde. Dies scheint nicht der Fall zu sein, denn die Dichte an Veröffentlichungen, die auf den Ukrainer zurückgehen, hat eher noch zugenommen. Immerhin kümmert sich OLEGH mit seinem zweiten Hauptprojekt FIRST HUMAN FERRO nun schon zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit um eines seiner Lieblingsthemen, den Weltraum. Erst vor wenigen Monaten erschien mit "Homo Shargey" (NONPOP-Besprechung) die Hommage an den ukrainischen Raumfahrtvordenker YURI KONDRATYUK, nun folgt mit "Stardust" eine allgemeine Reminiszenz an die bemannte Raumfahrt, die am 12. April 2011 ihren 50sten Jahrestag feierte; JURI GAGARIN umkreiste 1961 als erster Mensch in einem Raumschiff die Erde. Von der Anlage her ist "Stardust" ähnlich wie "Homo Shargey": OLEGH hat Stücke zusammengestellt, an denen er schon seit einigen Jahren arbeitet und die klanglich gut zusammen passen. Die zehn neuen Tracks sind in den Jahren 2004 bis 2010 entstanden, und wie auch auf dem Vorgänger merkt man dem Album diese Zeitspanne nicht an, es klingt wie aus einem Guss. Neu sind dagegen die Gäste: OLEGH KOLYADA war ja schon immer ein Bastler, hat mit seinem anderen Großprojekt ODA RELICTA mehrfach bewiesen, wie er ganz unterschiedliche Puzzleteile zusammenfügen kann. Diese Eigenschaft schlägt nun auch bei FIRST HUMAN FERRO durch, denn "Stardust" ist eine wohldosierte Mischung aus Dark Ambient, majestätisch-sakralen Klängen und einigen weiteren Einflüssen von CLAUSTRUM und LOUISA JOHN-KROL, die – neben dem eigenen Projekt ODA RELICTA – auf dem Cover genannt werden. Mit dem Dark Ambient-Projekt CLAUSTRUM aus Lettland ist es nicht die erste Zusammenarbeit, wohl aber mit der australischen Folk Pop-Nymphe LOUISA JOHN-KROL, die das hier schon häufiger besprochene PRIKOSNOVÉNIE-Programm ziert. Mit den ersten Tönen fängt die Reise an, alles klingt und riecht nach kühlen, fremden Welten und Sternenstaub. Flirrende Synthieklänge werden ab und an unterbrochen von Morsezeichen, später setzen auch bedrohlichere Klänge ein, dröhnend navigiert das Sonar durch unbekannte Sonnensysteme. Überraschend, aber nicht unpassend sind die sich langsam einschleichenden, klassischen Klänge, militärische Bläserfanfaren wie aus einem Filmsoundtrack mit Verweis auf das erste (Marsch)Album von ODA RELICTA (NONPOP-Besprechung). Die Stimmung wechselt im weiteren Verlauf, hinter bedrohlichen Drones lauert ein Knistern und Kratzen, der eingespielte Funkverkehr eines Weltraumspaziergangs mit dem Klassiker "one small step for man" klingt wie ein Original, und die zahlreichen Geräusche symbolisieren perfekt die Zerbrechlichkeit und Gefährlichkeit des Unterfangens. Über klassischen, höhligen und grollenden Dark Ambient arbeitet sich OLEGH in geheimnisvollere Gefilde vor, russischer Funkverkehr kratzt zwischen militärischen Trommeln und weichen, gleitenden Drones, dann dringt "Stardust" endgültig in die unendlichen Weiten vor. Einzelne Signale verschwinden im All, hinterlassen trommelnde Schallwellen. Eines der beeindruckendsten Stücke des Albums ist "Spectra Of Sferics" (08), Weltraumgefühl mit wenigen Mitteln: nur ein leises Knistern, dazu fremde, schöne und schwerelose Töne. Die Feenstimme macht "Of Earth Pristine" (09) zum ätherischsten Stück auf "Stardust"; wenige Keyboarddrones, auf die die Stimme von LOUISA JOHN-KROL vor sich hinsummt. Erinnert ein wenig an JACK OR JIVE. Das eindeutig ergreifendste Stück ist das letzte und längste, "Stars Scattered Pain" (10) zusammen mit CLAUSTRUM. Wunderschön und glänzend wird der Moment im Spacefilm vertont, an dem in der Einsamkeit ein Planet sichtbar wird und die Crew ahnt, dass sie doch nicht den Kältetod sterben muss. Eine langsame und majestätische Melodie, viele Klänge und Geräusche dazugepackt, wie ein 'Best Of' des ganzen Albums. OLEGH kann es halt, so einfach ist das. Seine All-Epen verkörpern immer die richtige Mischung aus Erhabenheit, Melancholie und düsteren Gedanken. "Stardust" sticht dabei noch einmal besonders hervor, weil zusätzliche Elemente beigemischt wurden, die einzelnen Songs – vor allem den drei letzten – ein besonderes Gesicht geben. Feines Album!" [Michael We. für nonpop.de] 2011 €12.00 Order it!
FLYING SAUCER ATTACK Further CD „F.S.A. gelten schon seit Jahren als die Vorzeige Drone-Rocker, die feedbackende Hallwände mit psychedelischen Strukturen zu verbinden wissen... Dieses Album erschien 1994 und vereint zarte Akustik-Gitarren & Gesang mit himmelwärts strebenden sphärischen Gitarrenwänden, was sich mitunter in noisigere Gefilde steigert.. Old Album of the guitar-drone-rock-band from England, who create very sensible, emotional, at times noisy guitar-drones. Gatefold cover.” [old Drone Rec. info] "Wish pulses and wish structure. Make the time to take the time to get stoned on reality." [label info] www.dragcity.com 1995 €14.50 Order it!
FOVEA HEX The Salt Garden III 10inch + CD Janet Records, in association with Headphone Dust and Die Stadt present Fovea Hex The Salt Garden III Cat No HDFH1034 (vinyl) / HDFHCD32 (CD) (Bonus CD Cat. No: HDFHCD33) Shipping Date - 26/11/2019 Ltd Edition - 10" vinyl + CD + bonus remix CD Standard Editions - 10" vinyl + CD / CD / DL "The starlit nocturnes of Fovea Hex bind electronics, drones and voices into song-spells that are untimely in the best possible sense; their intimacy and raw emotional power feel centuries old, but the experimental sound-design can be shockingly modern." Drew Daniels (Matmos) The new EP from Fovea Hex THE SALT GARDEN 3 will be released on November 26th 2019 on Steven Wilson's Headphone Dust label. The Salt Garden 3 is the final word, and the concluding instalment to the critically lauded The Salt Garden Trilogy. Issued in 3 standard editions; 10 inch vinyl + CD, CD only, and Digital Download. There will also be a limited edition release featuring a bonus remix CD by Steven Wilson. The pre-sale for this limited edition, featuring 4 remixes by Steven, presented in individual and combination treatments, will only be available online via Janet Records. The core ensemble of Clodagh Simonds, Michael Begg, Colin Potter, Cora Venus Lunny and Kate Ellis is joined by special guests Guido Zen, and the Medazza and Dote Moss choirs. Critical Reaction to The Salt Garden 1 and 2 5 Against 4 (UK) "Whenever Irish experimental electronic folk group Fovea Hex put out something new, it's not just a cause to rejoice but a guarantee of something unique and indescribably wonderful..." The Wire (UK) "...fragile baroque instruments and synthy atmospheres surround Simonds's singing and songwriting, both on better and less predictable form than ever... A Robert Wyatt's Rock Bottom for the 21st Century: emotionally deepens with extra listens" Brainwashed (US) (Readers Poll Winner: Single of the Year, 2016 for Salt Garden 1) "Another beautiful piece in a flawless catalog..." Igloo (US) "The superlatives left to describe this unique chamber ensemble are fast running out..." Dusted (US) "... a blending of acoustic and electronic that attains a kind of smooth, vatic timelessness. Every element feels precisely placed and oddly haunting... Spellbinding". Subjectivisten (NL) "...an almost indefinable sound...the music is a hybrid of (dark) ambient, experimental music, neoclassical and ethereal folk and yet no label feels completely comfortable. . It is of an unearthly beauty!" Touching Extremes (IT) "no actual comparison is conceivable - sonic poetry" Gonzo Circus (NL) "if you like unique sirens like Nico, Dead Can Dance and This Mortal Coil, you will also unconditionally embrace Fovea Hex." Fovea Hex Background Having first emerged at the tender age of 15 as the main writer behind 70s cult Irish psych-folk band Mellow Candle, and with sessions for both Thin Lizzy and Mike Oldfield under her belt by the age of 21, Irish singer Clodagh Simonds relocated to New York and subsequently "went quiet" for almost two decades, before re- emerging in 2005 with Fovea Hex, supported by an extraordinary assembly of friends and colleagues, including Brian Eno, Robert Fripp, Carter Burwell, Donal Lunny, Roger Doyle, and Steven Wilson. Their first trilogy of eps, NEITHER SPEAK NOR REMAIN SILENT, was, upon its release, greeted by a growing momentum of critical acclaim. Their nascent cult reputation was further affirmed by a personal invitation from David Lynch to perform live in Paris at the Cartier Foundation in Paris as part of his THE AIR IS ON FIRE exhibition. In 2008 a full length album, HERE IS WHERE WE USED TO SING, was released, to yet more glowing reviews. The album made several end-of-year lists and was awarded album of the year in periodicals in the UK, North America and Italy. THE SALT GARDEN 1 was released in 2016 and THE SALT GARDEN 2 in 2017, consolidating and deepening the high esteem and critical regard in which this most beguiling of ensembles continues to be held. The frequently claimed "impossible to categorise" tag applies well to Fovea Hex. The songs are dominated by a voice that's too strong to be deigned ethereal, but remains too otherworldly to file alongside more conventional female singer-songwriters. The pace tends to be languid, the arrangements intricate and fragile. Comparisons have been made to This Mortal Coil, Emily Dickinson, Nico, Dead Can Dance, and even Schubert, but really this music is quite unique, a mix of electronic and acoustic sounds from a palette which ranges from state-of-art to ancient and arcane. "If Emily Dickinson had ever been allowed to make a record, this is probably what it would have sounded like" (The Wire) janetrecords.com/SG3/press-release.html "2019 findet die “The Salt Garden”-Trilogie mehr als zwei Jahre nach Veröffentlichung des zweiten Teils ihren Abschluss. Das Projekt von Clodagh Simonds – die (u.a. mit Mellow Candle) schon in den 60er Jahren Musik machte – kehrt mit „The Salt Garden“ wieder zur kleine(re)n Form der EPs zurück, mit der Fovea Hex in der zweiten Hälfte der 00er Jahre debütierte. Erneut beeindruckend ist die Konsistenz und Kohärenz dieser drei EPs. Anlässlich des ersten Teils der Trilogie wurde Fovea Hex hier attestiert: “[Die] Musik, die Begriffe wie Ambient, Folk oder experimentelle Musik überflüssig erscheinen lässt, ist erdverhaftet und zugleich entrückt, ist ebenso traumwandlerisch wie meditativ. Die meisten der getragenen Stücke haben starke Songqualitäten und sind doch von der verschwimmenden Struktur abstrakter Kompositionen. Und was in dieser Musik emotional passiert, lässt sich besser empfinden als rational erfassen.” Über das 2011 erschienene Langzeitdebüt “Here Is Where We Used To Sing” schrieben wir: „[T]rotz aller hypnagogischen, traumhaften Momente [...] verlier[t] sich [Simonds] nie im Unterholz und inmitten aller getragenen Momente gibt es auch immer die Gewissheit des Gelingens” und diese zumindest vom Rezensenten so wahrgenommene „Gewissheit des Gelingens“ trifft die auf dem dritten Teil von “The Salt Garden” evozierte Stimmung gut. Denn obwohl die Musik wieder getragen und elegisch ist, sollte man die vier Stücke nicht als Soundtrack zu einer Reise in den Untergang verstehen. Sucht man nach (eigentlich unnötigen) Vergleichen, so kommen einem manche Soundtrackarbeiten Hilmar Örn Hilmarssons oder aber (geographisch vielleicht etwas naheliegender) Richard Skeltons immer wieder von Orten und Plätzen geprägten Streicherdrones in den Sinn. Eröffnet wird die EP von „The Land’s Alight“, einem von Keyboarddrones geprägtem Stück, auf dem Simonds singt: “I dreamed I flew, the whole night long…./Ah but the light is on the land/and the hand upon the heart/and the open road is a real thing”. Diese Haltung erinnert an Coils “Bee Stings”, auf dem es heißt: “Don’t believe A.E./See for yourself the summer fields”. Wenn Simonds dann intoniert, “The land’s alight/And this vital eye/and the view…”, dann bekommt ihr Gesang etwas Hymnenhaftes. “Trisamma” ist ein instrumentales Stück, auf dem dezente Klavierpassagen mit Streichern kombiniert werden. „A Million Fires“ ist das vielleicht beeindruckendste Stück: Simonds’ Gesang wird von Harmoniumdrones und den Stimmen des The Date Moss Choir untermalt. Wenn sie singt “glory be upon the hapless writer/ glory be upon the spotless page/to call the woman with the fire inside her/to bring the luminous from age to age”, dann kann man das fast schon programmatisch lesen. Beendet wird diese Veröffentlichung und damit die Trilogie mit “The Given Heat”, auf der traurige Streicher zu hören sind, wobei es am Ende heißt: “suddenly there it is –/ the molten gold on the city street”. Wie auch schon bei allen anderen EPs liegt einer limitierte Version eine Remix-CD bei. Steven Wilson hat unter dem Titel “Is Lanza Light & Given” die vier Stücke zu einem Track verschmelzen lassen und gerade zu Anfang gibt seine Neuinterpretation den Stücken einen leicht entrückteren Charakter." [MG/African Paper] 2019 €17.50 Order it!
  The Salt Garden III CD-EP Janet Records, in association with Headphone Dust and Die Stadt present Fovea Hex The Salt Garden III Cat No HDFH1034 (vinyl) / HDFHCD32 (CD) (Bonus CD Cat. No: HDFHCD33) Shipping Date - 26/11/2019 Ltd Edition - 10" vinyl + CD + bonus remix CD Standard Editions - 10" vinyl + CD / CD / DL "The starlit nocturnes of Fovea Hex bind electronics, drones and voices into song-spells that are untimely in the best possible sense; their intimacy and raw emotional power feel centuries old, but the experimental sound-design can be shockingly modern." Drew Daniels (Matmos) The new EP from Fovea Hex THE SALT GARDEN 3 will be released on November 26th 2019 on Steven Wilson's Headphone Dust label. The Salt Garden 3 is the final word, and the concluding instalment to the critically lauded The Salt Garden Trilogy. Issued in 3 standard editions; 10 inch vinyl + CD, CD only, and Digital Download. There will also be a limited edition release featuring a bonus remix CD by Steven Wilson. The pre-sale for this limited edition, featuring 4 remixes by Steven, presented in individual and combination treatments, will only be available online via Janet Records. The core ensemble of Clodagh Simonds, Michael Begg, Colin Potter, Cora Venus Lunny and Kate Ellis is joined by special guests Guido Zen, and the Medazza and Dote Moss choirs. Critical Reaction to The Salt Garden 1 and 2 5 Against 4 (UK) "Whenever Irish experimental electronic folk group Fovea Hex put out something new, it's not just a cause to rejoice but a guarantee of something unique and indescribably wonderful..." The Wire (UK) "...fragile baroque instruments and synthy atmospheres surround Simonds's singing and songwriting, both on better and less predictable form than ever... A Robert Wyatt's Rock Bottom for the 21st Century: emotionally deepens with extra listens" Brainwashed (US) (Readers Poll Winner: Single of the Year, 2016 for Salt Garden 1) "Another beautiful piece in a flawless catalog..." Igloo (US) "The superlatives left to describe this unique chamber ensemble are fast running out..." Dusted (US) "... a blending of acoustic and electronic that attains a kind of smooth, vatic timelessness. Every element feels precisely placed and oddly haunting... Spellbinding". Subjectivisten (NL) "...an almost indefinable sound...the music is a hybrid of (dark) ambient, experimental music, neoclassical and ethereal folk and yet no label feels completely comfortable. . It is of an unearthly beauty!" Touching Extremes (IT) "no actual comparison is conceivable - sonic poetry" Gonzo Circus (NL) "if you like unique sirens like Nico, Dead Can Dance and This Mortal Coil, you will also unconditionally embrace Fovea Hex." Fovea Hex Background Having first emerged at the tender age of 15 as the main writer behind 70s cult Irish psych-folk band Mellow Candle, and with sessions for both Thin Lizzy and Mike Oldfield under her belt by the age of 21, Irish singer Clodagh Simonds relocated to New York and subsequently "went quiet" for almost two decades, before re- emerging in 2005 with Fovea Hex, supported by an extraordinary assembly of friends and colleagues, including Brian Eno, Robert Fripp, Carter Burwell, Donal Lunny, Roger Doyle, and Steven Wilson. Their first trilogy of eps, NEITHER SPEAK NOR REMAIN SILENT, was, upon its release, greeted by a growing momentum of critical acclaim. Their nascent cult reputation was further affirmed by a personal invitation from David Lynch to perform live in Paris at the Cartier Foundation in Paris as part of his THE AIR IS ON FIRE exhibition. In 2008 a full length album, HERE IS WHERE WE USED TO SING, was released, to yet more glowing reviews. The album made several end-of-year lists and was awarded album of the year in periodicals in the UK, North America and Italy. THE SALT GARDEN 1 was released in 2016 and THE SALT GARDEN 2 in 2017, consolidating and deepening the high esteem and critical regard in which this most beguiling of ensembles continues to be held. The frequently claimed "impossible to categorise" tag applies well to Fovea Hex. The songs are dominated by a voice that's too strong to be deigned ethereal, but remains too otherworldly to file alongside more conventional female singer-songwriters. The pace tends to be languid, the arrangements intricate and fragile. Comparisons have been made to This Mortal Coil, Emily Dickinson, Nico, Dead Can Dance, and even Schubert, but really this music is quite unique, a mix of electronic and acoustic sounds from a palette which ranges from state-of-art to ancient and arcane. "If Emily Dickinson had ever been allowed to make a record, this is probably what it would have sounded like" (The Wire) janetrecords.com/SG3/press-release.html "2019 findet die “The Salt Garden”-Trilogie mehr als zwei Jahre nach Veröffentlichung des zweiten Teils ihren Abschluss. Das Projekt von Clodagh Simonds – die (u.a. mit Mellow Candle) schon in den 60er Jahren Musik machte – kehrt mit „The Salt Garden“ wieder zur kleine(re)n Form der EPs zurück, mit der Fovea Hex in der zweiten Hälfte der 00er Jahre debütierte. Erneut beeindruckend ist die Konsistenz und Kohärenz dieser drei EPs. Anlässlich des ersten Teils der Trilogie wurde Fovea Hex hier attestiert: “[Die] Musik, die Begriffe wie Ambient, Folk oder experimentelle Musik überflüssig erscheinen lässt, ist erdverhaftet und zugleich entrückt, ist ebenso traumwandlerisch wie meditativ. Die meisten der getragenen Stücke haben starke Songqualitäten und sind doch von der verschwimmenden Struktur abstrakter Kompositionen. Und was in dieser Musik emotional passiert, lässt sich besser empfinden als rational erfassen.” Über das 2011 erschienene Langzeitdebüt “Here Is Where We Used To Sing” schrieben wir: „[T]rotz aller hypnagogischen, traumhaften Momente [...] verlier[t] sich [Simonds] nie im Unterholz und inmitten aller getragenen Momente gibt es auch immer die Gewissheit des Gelingens” und diese zumindest vom Rezensenten so wahrgenommene „Gewissheit des Gelingens“ trifft die auf dem dritten Teil von “The Salt Garden” evozierte Stimmung gut. Denn obwohl die Musik wieder getragen und elegisch ist, sollte man die vier Stücke nicht als Soundtrack zu einer Reise in den Untergang verstehen. Sucht man nach (eigentlich unnötigen) Vergleichen, so kommen einem manche Soundtrackarbeiten Hilmar Örn Hilmarssons oder aber (geographisch vielleicht etwas naheliegender) Richard Skeltons immer wieder von Orten und Plätzen geprägten Streicherdrones in den Sinn. Eröffnet wird die EP von „The Land’s Alight“, einem von Keyboarddrones geprägtem Stück, auf dem Simonds singt: “I dreamed I flew, the whole night long…./Ah but the light is on the land/and the hand upon the heart/and the open road is a real thing”. Diese Haltung erinnert an Coils “Bee Stings”, auf dem es heißt: “Don’t believe A.E./See for yourself the summer fields”. Wenn Simonds dann intoniert, “The land’s alight/And this vital eye/and the view…”, dann bekommt ihr Gesang etwas Hymnenhaftes. “Trisamma” ist ein instrumentales Stück, auf dem dezente Klavierpassagen mit Streichern kombiniert werden. „A Million Fires“ ist das vielleicht beeindruckendste Stück: Simonds’ Gesang wird von Harmoniumdrones und den Stimmen des The Date Moss Choir untermalt. Wenn sie singt “glory be upon the hapless writer/ glory be upon the spotless page/to call the woman with the fire inside her/to bring the luminous from age to age”, dann kann man das fast schon programmatisch lesen. Beendet wird diese Veröffentlichung und damit die Trilogie mit “The Given Heat”, auf der traurige Streicher zu hören sind, wobei es am Ende heißt: “suddenly there it is –/ the molten gold on the city street”. Wie auch schon bei allen anderen EPs liegt einer limitierte Version eine Remix-CD bei. Steven Wilson hat unter dem Titel “Is Lanza Light & Given” die vier Stücke zu einem Track verschmelzen lassen und gerade zu Anfang gibt seine Neuinterpretation den Stücken einen leicht entrückteren Charakter." [MG/African Paper] 2019 €10.00 Order it!
FRANKLIN, MARTIN & MICHAEL NORTHAM An Opening of the Earth : recovered CD Remasterte Wiederveröffentlichung dieser Zusammenarbeit von MNORTHAM mit dem TUU-Mitglied MARTIN FRANKLIN, erschien bereits 1991 als MC auf dem legendären SOUNDS FOR CONSCIOUSNESS RAPE, dann 1993 als CD auf SDV Tonträger. Das ganze ist eine improvisierte Aufnahme vom September 1991, die erstaunlich rauh und fast schon ungestüm ausfällt, wenn Drone-Loops auf knirschend-feedbackende Objekt-Sounds stossen, oder obskure Diktaphon- & Cassetten Recorder-Versatzstücke auftauchen.. von der Original 3 Stunden-Session hat FRANKLIN nun die besten Passagen erneut re-mastered, es sind dabei auch vorher ungehörte Sektionen auf diesem Re-Release gelandet, der zudem in typischer FARIA-Manier in einem Hochglanz Klappcover mit 3 Postkarten / Inlays angeboten wird. "...excavating the sonic crust with heavy synthesised drones, trebly buzzes and popping bursts of sound……eerie as hell.” Darren Bergstein, I/E (from review of original release). "An Opening Of The Earth: Recovered" revisits a spontaneous collaboration between the two musicians, captured in the early 90's. Recorded in an obsolete format, no longer playable with today's technology. The old playback device, recovered from dusty storage for one last use, and the recording of this event brought back into the present - recovered once again.At once a sonic artifact of the recent past and a touchstone for contemporary developments in lo-fi electronic sound. Franklin and Northam's original meeting saw them both on the cusp of developments in their own careers. Franklin's seminal Ambient trio, TUU shortly after embarked on an enduring series of CD releases and performances across Europe. Michael Northam's nomadic life as a travelling sound artist continued from this point onward, leaving a trail of recorded evidence from projects in 25 countries. Mythic imagery of man descending into the mysteries of the Inner Earth is conjured in this intense recorded performance.Using lo-fi sampling, eerie drones, percussive metal instruments and effects, the players trace an intuitive path through a midnight electronic improvisation. Snippets of sound from other projects of that time slip in and out of the mix, roughly recorded Theatre rehearsals, and audio of UK street life appear from dictaphone tapes. Like an unearthed archeological find, the recordings of this ritualistic performance tie the pieces to their location, as well as the events of their time. After unearthing the original tapes, Martin Franklin has created all new mixes for this Faria Records release, including previous unheard sections, re-interpreted and enhanced for the 21st Century listener." [label info] "Martin Franklin and Michael Northam began communicating in the early '90s, both engrossed with the realm of possibilities extant in the laboratory that was the experimental cassette culture. At the time, Northam was beginning a career of sound-art globetrotting by way of festivals, residencies, and the generosity of others, having emerged from the Austin, Texas sound community that spawned the likes of John Grzinich, Olivia Block, Rick Reed, and Seth Nehil. Martin Franklin had gone on to form the British ambient ensemble Tuu, with releases through Beyond, Hic Sunt Leones, and Amplexus. It seems that Franklin and Martin enjoyed a single three hour session back in 1991, and out of that session came the original set of recordings which made their way on to a cassette, released by Sounds For Consciousness Rape, and later onto cd by SDV Tontrager. As both the cd and the tape have been long out of print, we can't comment on the differences between the original recording and this 'recovered' remix of the original source material. Franklin and Northam settle organic textures from metal, dirt, and wood clattering against each other and building softened drones amidst the aggregated sounds. It makes perfect sense that Northam would later work with Darren Tate in one of the final Ora recordings, as these sodden ambient passages and quietly gritty noises share plenty of similarities. Northam had also brought to the session a cassette deck rewired to generate feedback systems, and Franklin had a handheld dictaphone with static and white noise broadcasting through the hypercompressed speakers. These elements give the recordings a rough hewn edge which counterpoint Franklin's sinewy ambience and ghostly half-melodies which are evidence of the contemporary remix work. Altogether, this redux has a darkly ritualized feel of isolationist drones divining something tactile out of the void, much like one would expect from the occluded sounds of the recent Drone Records catalogue." [Aquarius Records review] www.faria.ru 2009 €13.00 Order it!
FURUDATE, TETSUO & Z. KARKOWSKI World as Will II CD "Re-Aktivierung des Labels von SCOT JENERIK aus San Francisco, der v.a. als Konzertveranstalter aktiv ist, mit dem zweiten Teil der Zusammenarbeit von Karkowski & Furudate (Teil I erschien auf Staalplaat). In Sachen apokalyptischer, orchestraler, irgendwie „neo-klassischer“ Komposition wohl mit das intensivste und extremste, was es zur Zeit gibt! " [Drone Rec 2002] “Legendary composers Zbigniew Karkowski and Tetsuo Furudate complete their second installment of World As Will. This powerful collaboration results in a furiously intense music with Wagner-esque orchestrations and instrumentation with vigorous electronic manipulations, voice and mastery. A truly epic piece of work.” [press release] "The orchestral madness it evokes makes Laibach (to compare with a group who have used loads of orchestral sounds) into childplay." -Frans de Ward, Vital Weekly, Amsterdam 2002 €14.00 Order it!
GABER, HARLEY The Winds Rise in the North do-CD One long multi-layer drone-minimalism piece (more than 100 minutes, in 4 movements) played on five strings, which reveals lots of inner micro-movements and developments (kind of intense micro-(dis)harmonics) with almost dramatic effects, a great piece by this modern US-composer. Originally released on Titanic Records in 1976 as do-LP. Linda Cummiskey (Violine), Malcolm Goldstein (Violine), Kathy Seplow (Violine), Stephen Reynolds (Viola), David Gibson (Violoncello) " "Natürlich verstehe ich" - so räumte Harley Gaber, der Komponist, ein - "dass dies nicht jedermanns Sache ist". Er meinte sein 1973/74 entstandenes und über hundert Minuten dauerndes Streichquintett "The Wind Rise in the North", dessen magische, rau schimmernde Klangwelt sich in vier Abschnitten nur extrem langsam wandelt - ohne erkennbare temporale Textur, ohne Eindeutigkeit und ohne Ziel. Man könnte beim Hören an das Lied einer verstimmten Äolsharfe denken, die, bespielt vom schroffen Wind an den Klippen Irlands, von den Unendlichkeiten des Meeres singt. Doch wer es versteht, konzentriert lauschend die subtilen energetischen Wandlungsprozesse wahrzunehmen, von denen diese Musik getragen wird, der schult nicht nur sein Ohr, dem fließen vor allem Heiß und Kalt zusammen. Es hat schon seine Richtigkeit, dass vom CD-Cover der geschmackvoll ausgestatteten Produktion flammenden Blickes, mit drittem Auge auf der Stirn, eine Gottheit die Dämonen im Zaum hält. Das gold-braune Thanka-Bild aus dem Umfeld des tibetischen Buddhismus öffnet den Assoziations-Raum, dem die Musik sich verdankt. Gaber selbst erlebte sein Werk als einen "Spiegel, in dem man sich selbst und dann auch dahinter schauen kann". (Kein Geringerer als Pierre Boulez hat übrigens mit Musikern der New Yorker Philharmoniker Teile daraus aufgeführt.) Die 1976 dezidiert nicht in einem Studio entstandene Aufnahme des einzigartigen Quintetts für drei Violinen, Viola und Violoncello erschien nun digital remastered auf einer Doppel-CD bei der Berliner Edition RZ - bei einem Label mithin, das immer wieder für Glanzlichter der besonderen Art zu sorgen weiß. Bewundernswert sind die Konzentration und der Musiziergeist der fünf Interpreten. (Malcolm Goldstein spielt mit, ein Geiger und Komponist, für den John Cage oder Christian Wolff geschrieben haben und dessen Affinitäten zur New York School und der Kunst des Abstrakten Expressionismus evident erscheinen.) Harley Gaber selbst wurde 1943 in Chicago geboren. Er gehört zur bunten Gilde amerikanischer Künstler, die prägende Eindrücke in Europa empfangen haben (in den 60ern u.a. bei Aldo Clementi, Franco Evangelisti, Darius Milhaud) um dann im Zeichen jenes spezifischen Freiheitsgeistes ihrer Heimat neue Wege zu beschreiten. Im New York der siebziger Jahre schien seine Kunstproduktion zunächst zu versiegen, um dann in Kalifornien in den Bereichen Photographie, Malerei, Klanginstallation und Mixed-Media erfolgreich und nachhaltig wieder aufzublühen. Zu seinem Quintett meinte Gaber, man möge es als Ganzes anhören wollen/können oder auch nicht. Ein verkrampftes Durchhalten würde dem Geist des Stückes jedoch nicht entsprechen. Und er gab der Musik einen Text des Dschuang Dsi mit auf den Weg, in dem es fragend heißt: "Die Wolken bewirken den Regen, der Regen bildet Wolken. Wer ist's, der sie hernieder sendet? Wer ist es, der weilt und uns diesen Segensfluss schickt? Der Wind entsteht im Norden. Er weht bald nach Westen, bald nach Osten; bald steigt er auf als Wirbelwind. Wer ist's, der ihn blasen lässt?" [Helmut Rohm, BR-online] " Questions How endlessly the heavens turn. And yet the earth remains at rest. Do the sun and the moon quarrel as to their positions? Who rules over and orders all these things? By whom are they in harmony? Who effortlessly causes and maintains them? Is there, perhaps, some hidden tension that prevents them from being other than as they are? Must the heavenly bodies move as they do, powerless to do otherwise? Look how the clouds drop the rain! And how the rain rises again to form the clouds! Who moves them to this abundance? Who effortlessly produces the primary orb and stimulates it? The winds rise in the north and blow to the east and west. Others move upward uncertainly. Whose breath moves them? Who effortlessly causes them to blow? What is the cause? [Chuang Tzu] " [from the label info] www.edition-rz.de 2008 €21.50 Order it!
GEINS'T NAIT A Consommer Sans Moderation CD Fünfte Folge des Reissue-Projekts auf Klanggalerie mit den französischen Industrial-Pionieren. "A Consommer Sans Moderation" erscheint erstmals überhaupt als CD (remastered, im Digipack). Geins‘t Nait wurde 1986 in Nancy, Frankreich von Thierry Merigout und Vincent Hachet, beide Studenten der dortigen Architekturschule, gegründet. Ein Jahr später trat Laurent Petitgrand der Band bei. Ihr Sound wird oft als Äquivalent zu Acts wie Einstürzende Neubauten, Coil oder Test Dept. bezeichnet, aber Geins‘t Nait ist kein reiner Industrial-Klassiker. Während sie rohe Basistracks als Resultat ihrer Punk-Attitüde produzieren, verfeinert Petitgand sie, und erzeugt innerhalb der postindustriellen Collagen Musikalität, indem er Gitarren, Klavier und klassische Instrumente hinzufügt. Geins‘t Nait und Laurent Petitgand schärfen Klänge, verleihen ihnen eine Art Ausgewogenheit und Dichte und sorgen dafür, dass die musikalische Sprache ein tiefes Erlebnis evoziert. Ihre Musik ist roh und faszinierend und weitgehend von Surrealisten und Situationisten beeinflusst. Während ihre ersten vier Alben vom französischen Label Permis De Construire als Kassetten veröffentlicht wurden, erschien "A Consommer Sans Moderation", ebenfalls als Kassette in den 1980ern auf dem US-Label Subterranean Subliminal Subversion Music, die 14 Tracks wurden für diese erste Neuauflage sorgfältig von Martin Bowes remastert. Unverzichtbar für Genre-Fans! Geins't Naït was founded in Nancy, France, in 1986 by Thierry Merigout and Vincent Hachet, both students at the Architecture School of Nancy. A year later Laurent Petitgrand joined the band. Their sound is often described as an equivalent of bands like Einstürzende Neubauten, Coil or Test Dept., but Geins't Naït is not pure classic Industrial. While Geins't Naït offers rough pieces of music as an extension of its punk attitude, Petitgand refines them to create some musicality within the post-industrial collages, adding guitars, piano, and classical instruments. Geins't Naït and Laurent Petitgand sharpen sounds, giving them a kind of balance and density and ensuring that the musical language evokes a deep experience. Their music is raw and fascinating, and largely influenced by Surrealists and Situationists. Their early albums were released by French label Permis De Construire. A Consommer Sans Moderation was originally released on cassette on American label Subterranean Subliminal Subversion Music and was remastered for CD by Martin Bowes of Attrition. https://klanggalerie.bandcamp.com/album/a-consommer-sans-moderation 2024 €15.00 Order it!
GERRARD, LISA The Mirror Pool CD "Anfang der Achtziger gründete Lisa Gerrard zusammen mit Brendan Perry die legendäre Band Dead Can Dance. Ihre Alben erschienen auf 4AD und prägten den Sound dieses jungen Labels für mehr als eine Dekade. 1995 startete Lisa Gerrard parallel ihre Solokarriere und produzierte "The Mirror Pool" mit Hilfe des Victoria Philharmonic Orchestra. Seither avancierte sie auch zu einer der gefragtesten Soundtrackkomponisten Hollywoods (Ali, Black Hawk Dawn, The Insider, Gladiator, Whale Rider)." [Indigo] www.4ad.com 1995 €10.00 Order it!
GRIM Message LP Grim is the one-man project of Jun Konagaya - formed from the ashes of White Hospital, his legendary early 1980s noise duo with Tomosada Kuwahara - which, accepting a long hiatus in the middle, has bridged the worlds of industrial music, power electronics, and noise for nearly three decades. Belonging roughly to the first wave of Japanese noise, Konagaya is particularly noteworthy among his peers for casting an eye further afield, drawing influences from bands like Whitehouse and SPK, rather than members of his own scene, as well varied reference points as far afield as the traditional folk music of Tibet. That understood, nothing was likely to prepare the context of Japanese noise for what was delivered by his 1987 EP “Message”. It belongs to a body of three releases created by Grim during the 1980s, including the full length, “Folk Music”, issued by Eskimo Records in 1986, and the EP, “Amaterasu”, released by G.A. Propaganda in 1985. While its two predecessors are brilliant and more or less what you might expect from a seminal artist of Japanese noise, “Message” follows a markedly different path, delving toward the realm of pop and folk via a series of six songs that emit a stronger connection to Daniel Johnson, Syd Barrett, Sebadoh, and Tenniscoats than anything the noise scene has ever produced; it feels like walking through an ancient fairy tale forest, all hazy, magical and slightly eerie. Dreamy and meandering, drawing on '60s psychedelia, DIY aesthetics, and folky undercurrents, Grim’s “Message” is a masterstroke in underground Japanese pop, pushing radically forward, while challenging the boundaries of the scene to which the project predominately belongs. Following the album’s original release in 1987, Jun Konagaya followed different paths beyond the world of sound, before unexpectedly relaunching an incredibly prolific career, returning to more explicit territories of noise. As such, “Message” remained a coveted, rare artefact of a road less traveled and a window into the diverse talents and temperaments that rest below all of his output. One of the most distinct and unexpected artifacts of the Japanese scene during the period, rather than the full throttle fury for which it has been widely known, here we encounter the one-man project of Jun Konagaya weaving stunningly beautiful passages within the realm of pop and folk, incorporating elements of '60s psychedelia and Lo-Fi DIY, with Yukio Nagoshi, founding member of the Vasilisk unit, on guitar and percussion and A. Takahashi on vocals, with collaboration and technical support from Tomosada Kuwahara, partner and co-founder with Jun Konagaya of the legendary group White Hospital. First ever reissue of the album furthers these insights, extending the original EP with an entirely new body of noise-oriented reworks by Grim of the original six tracks, effectively doubling in length to a full-length release. https://urashima.bandcamp.com/album/message "Hätten die subkulturellen Phänomene, die irgendwann von Juristen und Journalisten als Wreckers of Civilization oder England’s Hidden Reverse bezeichnet worden sind, ein Pendant in Japan gehabt, dann wäre Jun Konagaya alias Grim wahrscheinlich das zentrale Flaggschiff dieser Bewegung gewesen, denn sein Interesse am Abseitigen hatte – in Ansätzen bereits bei seiner Band White Hospital – Züge des okkult-autistischen Dandyismus, die man häufig bei den englischen Kollegen beobachtete. Nachdem Konagaya bereits einige Erfahrungen mit lärmenden Soundcollagen gesammelt hatte, entdeckte er Mitte der 80er seine Leidenschaft für das Songformat und für eine Art folkigen Pop, der Schrägheit mit gut dosiertem Kitsch verbindet, und so erschien 1986 das heute als heimlicher Klassiker geltende Album “Folk Music” auf Grims eigenem Label Eskimo Records. Zu dessen Nachwehen gehört auch die im Jahr darauf erschienene EP “Message” (ebenfalls Eskimo), die mit einer Handvoll an Gästen eingespielt wurde und jüngst von Urashima Records neu aufgelegt wurde. Während Grims Wurzeln in der Geräuschmusik in “Folk Music” noch deutlicher zu hören waren, könnte man diese in “Message” eher subtil in einer unterschwelligen Unbehaglichkeit aufspüren, denn rein stilistisch bewegen sich die sechs Stücke fast komplett im Bereich poppig angehauchter Folk-Lullabies, in denen sanfte Gitarrenakkorde und dazu passender Gesang, bei dem nicht immer ganz klar ist, ob man gerade eine Sängerin oder einen Sänger hört, das Bild prägen. Der Opener “Heritage” startet gleich mit Picking und lieblichem Gesang, und schon in diesem Stück fällt in der gefühlvollen Mollastigkeit eine galoppierende Euphorie auf, deren verhuschte Exzentrik durch die launige Trompete gegen Ende noch einmal extra unterstrichen wird. Jedes der Stücke hat seine eigenen Marotten: Bei “Deep in Meditation” ist es das Zusammenspiel von Walzertakt und etwas, dass wie eine Melodika klingt, bei “Parable & Cole” das Paradox einer lieblich-pastoralen Monotonie als Kulisse intimer Flüsterstimmen. Bei “Mooncalf’s Walz” der leicht verzerrte Moment zu Beginn, der aber recht schnell einer noch fiepsigeren Lieblichkeit die Tür öffnet. Diese erreicht bei “Klara’s Song” den Höhepunkt an Kindlichkeit, und trotz psychedelischer Twangs schwebt über all dem eine 80er Jahre-Stimmung, die sich neben der rauen und sicher gewollt einfachen Klanggestaltung einem Esprit verdankt, den man nicht künstlich erzeugen kann. Man sollte als weitere Klammer aber auch das leicht unbehagliche Element einmal mehr betonen – eine seltsame Weltfremdheit, die sich in den allzuschönen Arrangements bei genauerem Hinhören offenbart und den Eindruck entstehen lässt, dass dieses Idyll nicht nur von Feen und Folksternchen bevölkert ist, sondern ebenso sehr von dämonischem Gesindel. Heute werden gerne renommierte Sängerinnen und Sänger aus Folk und Psychedelic der Jahre um 1970 genannt, wenn man sich auf Grims hier durchgezogenen Stil einen Reim machen will. Wer allerdings zu Konagayas eigener Generation gehört und mit undergroundigen Songs der 80er und 90er sozialisiert worden ist, hat vielleicht spezifischere Assoziationen, und die können von Strawberry Switchblade über frühe Psychic TV und die Legendary Pink Dots bis zu den ersten folkigen Versuchen von Current 93 oder Death in June reichen – ein merkwürdiges Kuriosum, bei dem ich nie ganz über den Gedanken hinweg komme, wie nah das alles an einem potentiellen Pop-Hype vorbeigeschlittert ist. Interessant und hervorhebenswert ist dabei, das Grim eine solche Musik bereits perfektionierte, als diese auch in Europa erst im Entstehen begriffen war. Der Wiederveröffentlichung, die diese Songs erneut auf Vinyl präsentiert, sind einige Remixe als Bonustracks hinzugefügt – ultranoisige Versionen, die die Spuren späterer Entwicklungen Konagayas tragen, die aber die süßlich säuselnden Stimmen immer noch geisterhaft im von Lärm erfüllten Raum schweben lassen." [U.S./ African Paper] "Returning off the back of an incredible run of deep dives into numerous historical contexts of noise, Urashima brings us the first ever vinyl reissue of Grim's legendary 1987 EP, “Message”, now expanded to a full album's length. One of the most distinct and unexpected artifacts of the Japanese scene during the period, rather than the full throttle fury for which it has been widely known, here we encounter the one-man project of Jun Konagaya weaving stunningly beautiful passages within the realm of pop and folk, incorporating elements of '60s psychedelia and Lo-Fi DIY. This highly sought-after holy grail of the 1980s underground is issued by Urashima in a limited edition of 199 copies, and won't sit around for long. Grim "Message"(LP) Since its founding during the late 2000s, the Italian imprint, Urashima, has become a definitive voice in the landscape of noise, sculpting a singular vision of one of the most vibrant and revolutionary bodies of experimental sound to have graced the globe. Already in 2022, they’ve delivered beautiful, ambitious limited edition releases like Controlled Death’s “Death Synth Box”, Merzbow’s “Collection 001-010” and “Hybrid Noisebloom”, as well as Masonna’s “Masonna Vs. Bananamara” and Hijokaidan’s “Zouroku No Kibyou”. Beginning the label’s final push toward the end of the year is the first ever vinyl reissue of Grim’s legendary, highly sought after 1987 EP, “Message”, now expanded with new material to a full LP in length. An inexplicable hybrid of folk, indie pop, electronic music, and experimentalism, there’s almost nothing like it within the territory and context of sound within in which it rests. A true holy grail of the 1980s Japanese underground, with original pressings commanding crazy money on the collector’s market, this very limited edition of 199 copies is going to be gone in a flash. Don’t sleep! Grim is the one-man project of Jun Konagaya - formed from the ashes of White Hospital, his legendary early 1980s noise duo with Tomasada Kuwahara - which, accepting a long hiatus in the middle, has bridged the worlds of industrial music, power electronics, and noise for nearly three decades. Belonging roughly to the first wave of Japanese noise, Konagaya is particularly noteworthy among his peers for casting an eye further afield, drawing influences from bands like Whitehouse and SPK, rather than members of his own scene, as well varied reference points as far afield as the traditional folk music of Tibet. That understood, nothing was likely to prepare the context of Japanese noise for what was delivered by his 1987 EP “Message”. “Message” belongs to a body of three releases created by Grim during the 1980s, including the full length, “Folk Music”, issued by Eskimo Records in 1986, and the EP, “Amaterasu”, released by G.A. Propaganda in 1985. While its two predecessors are brilliant and more or less what you might expect from a seminal artist of Japanese noise, “Message” follows a markedly different path, delving toward the realm of pop and folk via a series of six songs that emit a stronger connection to Daniel Johnson, Syd Barrett, Sebadoh, and Tenniscoats than anything the noise scene has ever produced. Dreamy and meandering, drawing on '60s psychedelia, DIY aesthetics, and folky undercurrents, Grim’s “Message” is a masterstroke in underground Japanese pop, pushing radically forward, while challenging the boundaries of the scene to which the project predominately belongs. Following the album’s original release in 1987, Jun Konagaya followed different paths beyond the world of sound, before unexpectedly relaunching an incredibly prolific career, returning to more explicit territories of noise. As such, “Message” remained a coveted, rare artefact of a road less traveled and a window into the diverse talents and temperaments that rest below all of his output. Urashima’s first ever reissue of the album furthers these insights, extending the original EP with an entirely new body of noise-oriented reworks by Grim of the original six tracks, effectively doubling in length to a full-length release. Visionary, wild, and weird, this beautifully produced LP is issued in a very limited edition of 199 copies, and is an absolute must for any fan of Grim, Japanese noise, and '80s DIY psychedelic pop." [Soundohm] 2022 €29.00 Order it!
HAFLER TRIO An Utterance of the Supreme Ventriloquist CD Wiederveröffentlichung einer der besten H30-LPs, erschienen 1996 auf Soleilmoon. Auf den beiden Stücken klingt Andrew Mc Kenzie noch weitaus „fordernder“ und elektro-akustisch-experimenteller als auf den heutzutage erscheinenden, eher ruhig-dronigen Werken: minimale elektronische Klangwellen und Pulsationen, dazwischen aber auch immer Breaks & hereinbrechende Soundeffekte, „konkrete“ field-recording-Schnipsel, dabei aber in derart fremdartige Klang-dimensionen vordringenden, dass es (zumindest für uns) eine wahre Freude ist! Geniales Werk in wunderschöner Verpackung !! "An Utterance of the Supreme Ventriloquist was originally issued by Soleilmoon in 1996 in a hand-numbered edition of 451 clear vinyl LPs. Utterance consists of two 21-minute pieces, 'Placing the Seed' and 'Seeding the Place.' It's a psychedelic head-trip that reaches a similar plane of consciousness occupied by Nurse With Wound. The material has been completely remastered for maximum digital appreciation, and is presented in a deluxe embossed folder with lavishly printed inserts, all wrapped in semi-transparent paper, very much in the style of the recent reissues of 'The Sea Org' and 'Mastery of Money.'" [press release] 2005 €15.00 Order it!
HARMONIA & ENO Tracks and Traces CD "...Im Spätsommer 1976 lagen die Dinge allerdings anders, Neu!-Gitarrist Michael Rother verstärkt das Projekt und Brian Eno, der gerade die Arbeit an zwei stilprägenden Klassikern abgeschlossen hatte, (das eigene 'Another Green World' und 'Low' von David Bowie), war noch nicht vom World-Music-Virus infiziert, sondern voll auf einem düster, organisch, minimalistischen Ambient Sound. Was wiederum hervorragend zu Harmonia passte, die auf 'Deluxe' zwar mit echtem Schlagzeug und Gesang experimentiert hatten, in Anwesenheit Enos allerdings schnell und zielstrebig zu den vollelektronischen Tönen ihres Debüts zurückfanden. Und so entsteht ein endlos faszinierender musikalischer Fluss, eine saubere Kreuzung aus der sakralen, instrumentalen Hälfte von 'Low', den pastoralen, spacigen Elementen von 'Musik von Harmonia' und den organisch wuchernden Atmosphären von 'Another Green World'. Die Töne fließen, kreisen, pluckern, tragen den Hörer davon und sind in jeder Sekunde als ein Produkt aus dem Hause Harmonia/ Cluster/ Eno erkennbar. Zentrum ist das fünfzehnminütige 'Sometimes In Autumn', ein bedrohlich tropfendes Kraut- Stück, welches eine eiskalte Weltraumigkeit ausstrahlt und sich gemächlich dreht und windet wie ein Spiralnebel. Kontrastiert wird dieses Monster durch kürzere Tracks, in denen immer wieder wunderbare, seltsam melodiöse Kürzel auftauchen, kurz durch die Boxen wandern und wieder verschwinden. Das Verrückte: Für einen kurzen, schönen Augenblick waren die Herren Rother, Moebius, Roedelius und Eno Kraftwerk um Längen voraus, während deren zeitgleiche Musik mit ihrer teutonischen Statik fest in den Siebzigern verwurzelt ist, könnte 'Tracks And Traces' locker als früher Proto-Techno der Marke Warp durchgehen. Aphex Twin oder Boards Of Canada beispielsweise. Exakt so gut ist dieses Album. Hätte man es 1976 auf den Markt geworfen, wäre es recht schnell zum Klassiker avanciert. So ist es zumindest eine nachträgliche Offenbahrung, remastert und gegenüber der 1997er Ryko CD Version mit drei Bonustracks und neuem Artwork versehen...." [Whiskey-Soda] "Magische Momente entstehen einfach so. Die Musiker von HARMONIA ereilte so ein Moment völlig unerwartet im Spätsommer 1976. Zwei Alben lagen zum damaligen Zeitpunkt hinter der Band, "Musik von Harmonia" (1974) und "Deluxe" (1975). Beide Werke gelten heute als Klassiker des Krautrock und der elektronischen Musik, doch danach endeten die gemeinsamen Planungen. Bis ein gewisser BRIAN ENO auf den Plan trat. Er wusste längst über HARMONIA Bescheid, hatte sich 1974 sogar mal spontan in ein Konzert der Band eingeklinkt. Zwei Jahre später meldete sich Eno bei HARMONIA und schlug eine Zusammenarbeit vor. Er war damals gerade auf dem Weg nach Montreux, um mit David Bowie an "Low" zu arbeiten. "Mit Eno kam ein Geist mit großer Offenheit, unendlicher Spielfreude und einem enormen Fundus an Erfahrungen im Bereich populärer neuer Musik ins Spiel, und das hat offenbar die bereits verschlossene Tür öffnen können", so Roedelius. Trotzdem hat die Öffentlichkeit lange nichts von diesen Aufnahmen gehört, zum Teil deshalb, weil sie nicht für kommerzielle Zwecke bestimmt waren, zum Teil aber auch deshalb, weil die Originalbänder bei Eno lange Zeit als verschollen galten. Zum Glück hatten sich Roedelius und Rother Kopien von den Vierspurbändern gemacht. 1997 erschien aus heiterem Himmel das HARMONIA-Album "Tracks & Traces" mit Ausschnitten aus den sagenumwobenen '76er-Sessions. Roedelius hatte das in seinem Besitz befindliche Material sondiert und in einem aufwändigen technischen Prozess editieren lassen. Die Musik ist wundervoll. Forsch rauscht in "Vamos Compañeros" ein Groove in Gestalt eines sich wiederholenden Dampflok-Sounds heran. Nach dem idyllischen Abstecher "By The Riverside" geht es sogleich in eine experimentell-abstrakte Phase mit düsterem Unterton über. Man hebt den warnenden Zeigefinger: "Don't get lost on Lüneburg Heath!" Nach einem "Weird Dream" hellt sich die Stimmung wieder auf, vernimmt man wärmere, pop-ähnliche Akkorde und die von späteren Arbeiten Enos bekannte, hier jedoch von Rother gespielte Slide-Gitarre. Aber natürlich war das nicht alles. Rother hatte ja auch noch seine Kopie in der Hinterhand, die seit 1976 bei ihm im Studio lag. Eines Tages entschloss auch er sich, die darauf enthaltenen Fragmente, 27 an der Zahl, zu digitalisieren. Daraus ließe sich womöglich ein ganzes Album machen, aber man verständigte sich darauf, drei Stücke als Ergänzung für die Wiederveröffentlichung des 97er Albums zu verwenden. Mit dem Entree "Welcome" und dem anschließenden Track "Atmosphere" baut sich das Album nun langsam auf, bevor es mit "Vamos Compañeros" in der gewohnten Form wieder Fahrt aufnimmt. Am Ende verstärkt "Aubade" den Eindruck eines versöhnlichen Ausklangs. Gut Ding will bekanntlich Weile haben. Nun liegt, 33 Jahre nach Entstehung des Materials, endlich eine rundum befriedigende Version eines lange verloren geglaubten Schatzes aus der Krautrock-Ära vor. Damit dürfte nun auch ein Schlussstrich unter das Kapitel HARMONIA gezogen sein. Die Band war zwar nach Veröffentlichung des gefeierten Konzertmitschnitts "Live 1974" vor zwei Jahren wieder aktiv und hat einige umjubelte Konzerte in Berlin, Großbritannien, USA und Australien gegeben, aber Rother und Roedelius haben übereinstimmend erklärt, dass es keine Fortsetzung der Live-Auftritte geben werde... Gute Musik entsteht ungefiltert aus der Künstlerseele heraus, nicht aufgrund von wie auch immer gearteten Strategien und Gedankenspielen. Und wie man an HARMONIA & ENO '76 - "Tracks and Traces" sieht, verblasst Qualität unter diesen Umständen nicht." [press release] www.groenland.com 2009 €13.00 Order it!
HARTH, ALFRED 23 & WOLFGANG SEIDEL Five Eyes CD "Credits: reeds, trombone, key, misc: Alfred 23 Harth drums, percussion, misc: Wolfgang Seidel vocals: Nicole van den Plas, Bill Shute (04), Boris Stout (06), A23H (08) compositions: Alfred 23 Harth, Wolfgang Seidel-Meissner recorded in Berlin and Seoul produced & mastered by A23H at LaubhuetteStudio Moonsun, Korea, 2014 cover drawing: Wolf Pehlke cover: Robert Schalinski Thanks to Bill Shute from Kendra Steiner Editions for triggering this album. Five Eyes Long Distance Call Seoul und Berlin – das ist weit voneinander entfernt. Bei heutiger Musikproduktion sind geografische Entfernungen kein Hindernis. Und die beiden Komponisten von Five Eyes sind sich zugleich nah und fern, gibt es doch in unseren Biografien trotz unterschiedlicher Wege und Orte immer wieder Punkte, wo wir aus unterschiedlichen Richtungen kommend zu gleichen künstlerischen Fragestellungen gelangt sind. Alfred Harth ist in der Nähe von Frankfurt/Main geboren, wo man in der Philosophie und Kunst nach Westen, nach Frankreich und über den Atlantik blickte. Ich bin im selben Jahr in West-Berlin geboren, das damals eine mit viel Subventionen künstlich am Leben erhaltene Geisterstadt, der Hinterhof der westlichen Welt war. Für Alfred war Jazz die klangliche Verheißung, dass es etwas anderes geben muss, als das verdruckste Nachkriegsdeutschland. Für mich als Hinterhofgöre und in einer Stadt, die keine nennenswerte Jazz-Szene hatte, erfüllte Rock n’ Roll die gleiche Funktion. Für Alfred führte der Weg in die freie Improvisation, seine Gruppe Just Music verkündete Ende der 60er in einem Flyer als Konzept ein „Modell für annähernd herrschaftsfreie Kommunikation und Interaktion“ sein zu wollen. Zur selben Zeit passierte eine ähnliche Entwicklung bei denen, die von der Rockmusik her kamen. In der experimentierfreudigen Phase des Psychedelic Rock lösten sich vorgegebene Strukturen auf. Das brachte uns das erste Mal am gleichen Ort zusammen, in Conrad Schnitzlers Zodiak Free Arts Lab, wo sich für ein knappes Jahr Free Jazz, Happening und das, was später mal Krautrock genannt werden sollte, mischte. Die Sessions mit Conrad Schnitzler, die in eine langjährige Zusammenarbeit mündeten, waren meine erste Begegnung – wie es ein Flyer verkündete – mit „Total freie[r] Musik“. Schnitzler, ein Beuys-Schüler, bezeichnete sich als Intermedia-Künstler, um bewusst alle Kategorisierung und alle Begrenzung auf ein Medium zu vermeiden. Auch wenn Alfred diesen Begriff nie verwendete, würde er auf ihn passen als jemandem, der gleichermaßen in der Musik, Literatur und den visuellen Künsten unterwegs ist. Für beide war Fluxus und die Begegnung mit Künstlern wie Nam June Paik eine Weichenstellung. Den nächsten Schritt vollzogen Alfred und ich von unterschiedlichen Ausgangspositionen in dieselbe Richtung – hin zum gesprochenen oder gesungenen Wort. Ich schloss mich einer Lehrlingstheatergruppe an, aus der dann die Band Ton Steine Scherben hervorging, die Rockmusik und radikale, auf Deutsch gesungene Texte zusammenbrachte und auf deren erster Platte auch ein Stück von Hanns Eisler zu hören ist. Mit dessen Musik und der Verbindung von Musik und Poesie jenseits des Jazz und Lyrik-Klischees beschäftigte sich auch Alfred zusammen mit Heiner Goebbels. Während die Scherben das Straßentheater bald zugunsten der Rock-Bühne hinter sich ließen, gehörten die beiden zu den Mitbegründern des Sogenannten linksradikalen Blasorchesters, das die Musik auf die Straße brachte. Der nächste Schub kam durch Punk und vor allem durch die in dessen Windschatten blühenden Experimente, die Stilmittel der musikalischen Avantgarde, Collage- und Montagetechniken mit der Energie von Rock zusammenbrachte. Für Alfred war das dann unter anderem die Band Cassiber zusammen mit Chris Cutler, Christoph Anders und Heiner Goebbels. Für mich war das in Berlin die Gruppe Populäre Mechanik, die noch als reine Gitarrenband in der Rocktradition begann und sich mehr und mehr Elektronik, als auch durch die Erweiterung mit Bläsern Jazzeinflüssen hin öffnete. Diesmal bewegte sich Alfreds und mein musikalischer Weg so weit aufeinander zu, dass es tatsächlich 1983 zu einem gemeinsamen Konzert kam. Ein Ausschnitt aus diesem Konzert fand dann seinen Weg auf Alfreds Platte Sweet Paris, einer 1990 erschienenen Text- und Musikcollage – ein multimediales Tagebuch, in dem Alfred seinen Briefwechsel mit dem damals in Paris lebenden Maler Wolf Pehlke – er machte die 5E-Coverzeichnung - umsetzte und in das Solos, Fieldrecordings und Ausschnitte aus zahlreichen musikalischen Begegnungen einflossen. Zu Cut-up mit seiner Eröffnung neuer Zusammenhänge und zu Collage, mit der man Realität in die Komposition holen konnte, hatte Alfred vor allem auch über Literatur, über Brinkmann und Burroughs, und seine Arbeit als visueller Künstler gefunden. Die Entwicklung des Samplers machten die vorher ans Studio gebundenen, geduldigen Techniken der Musique Concrète musikalisch handhabbarer und zu einem Ausweg aus einem linearen Zeitbegriff, der sich mit seinem Versprechen einer höheren Ordnung in der Musik immer weniger durchhalten ließ. Für mich führte der Weg von der noch von diesem Heilsversprechen angetriebenen Musik der Scherben, über die Auflösung der Zeit in psychedelischen Krautrock-Erfahrungen in die Fluxus-inspirierte Zusammenarbeit mit Conrad Schnitzler, der Ende der 1970er mehr als ein Dutzend Kassettenrecorder stapelte, mit denen er eigenes und gefundenes Material bei Konzerten mischte. Mit Five Eyes, für die wir monatelang Tracks her- und hinschickten, auseinandernahmen und neu zusammensetzten, konnten wir den Faden wieder aufnehmen – denn nach der Session, die auf Sweet Paris dokumentiert ist, trennten sich die Wege erst einmal wieder. Für mich gab es Ende der 80er mit dem Untergang des alten Westberlins auch persönlich eine Umbruchzeit, die dazu führte, dass die Musik erst einmal weitgehend Pause machte. Als ich dann wieder anfing, aktiv zu werden, sah man sich als Musiker einer veränderten Situation gegenüber. Eine Musik, die sich mehr oder weniger gradlinig auf ein Ziel bewegt, war endgültig obsolet geworden. Die Durchsetzung von There-Is-No-Alternative als herrschender Ideologie brauchte ebenfalls eine musikalische Antwort. Dazu kommt die durch die Digitalisierung gigantisch beschleunigte Bilderflut, in deren Geflicker alle Konflikte dieser Welt gleich aussehen. Die Frage nach Gut und Böse reduziert sich da auf die Frage, welche Seite die emotionaleren Bilder liefern kann, die dann am effektivsten wirken, wenn sie an vorhandenes Ressentiment andocken können. Als dann beim Anschlag auf das World Trade Center etliche Antiimperialisten im Anblick der Katastrophe applaudierten, wurde klar, dass man noch einmal neu nachdenken muss. Alfred zog es nach Südkorea, das in den letzen 100 Jahren von der Geschichte nicht gut behandelt wurde. Japanische Besetzung, Unterdrückung und Ausbeutung, dann der Koreakrieg, in dem das Land nur Figur auf dem Schachbrett des Konfliktes zwischen Ost und West war. Jetzt ist das Land eingezwängt zwischen dem autoritären Nordkorea und dem wirtschaftlich dominierenden Japan, das nie eine Debatte über seine gewalttätige Vergangenheit geführt hat. Ich dagegen brauchte keinen Ortswechsel vorzunehmen. In Berlin wechselte sich der Ort in rasantem Tempo selber aus – zumal aus der Sicht des Westberliners. Aus der verschlafenen Nische wurde eine Wir-sind-wieder-wer-Hauptstadt eines Landes, das ziemlich schnell an seine alten Hegemonialansprüche anzuknüpfen begann. Nach außen wie innen wurde dies zunehmend aggressiv durchgesetzt, begleitet und gefeiert von einem Kulturbetrieb, der mehr und mehr nationales Pathos produziert. Vor ein paar Jahren kam über den inzwischen verstorbenen Conrad Schnitzler der Kontakt zwischen Alfred und mir wieder zustande. Dabei stellten wir fest, dass wir von den beiden Enden der Welt, an denen wir inzwischen gelandet waren, zu ähnlichen Überlegungen gekommen waren. Zumal die Enden der Welt sich immer ähnlicher werden. War in den 60ern ein Lied, dass man gerne sang, Break on through to the other side, ist man heute damit konfrontiert, dass es auf der anderen Seite genauso oder schlimmer aussieht. Die Propaganda für das Bestehende funktioniert heute nicht mehr durch Lügen. Man gibt alle Kritik zu, um dann darauf zu verweisen, dass alles andere schlimmer ist, was durch den tatsächlich stattfindenden Angriff der Barbarei auf das Bisschen erreichten Fortschritts eine fatale Komplizenschaft erzeugt. Wie positioniert man sich als Musiker in einer Welt, die sich gleichzeitig in zwei nur scheinbar entgegengesetzten Richtungen entwickelt? Auf der einen Seite eine fast unendliche individuelle Freiheit, die keine Emanzipation von gesellschaftlichen Zwängen ist, sondern bloßes Selbstunternehmertum in einem Dog-eats-dog-Kapitalismus. Parallel dazu entwickelt sich der Staat, den die neoliberalen Apologeten angeblich mindestens verschlanken, am liebsten aber abschaffen wollen, zu einer immer perfekteren Kontroll- und Repressionsmaschine. Mittlerweile ist eine Generation herangewachsen, die gar keine persönliche Erinnerung mehr daran hat, dass irgendwann einmal etwas Anderes war. Dabei war das Andere nicht automatisch besser, aber allein durch seine Existenz machte es klar, dass die Beschaffenheit der Gesellschaft, in der wir leben, verhandelbar ist. „Herrschaftsfreie Musik“ ist nach wie vor eine mögliche Antwort. Wobei das nicht nur heißt, frei von einer vorgegebenen Komposition oder einer Führungsfigur zu sein. Herrschaft maskiert sich heute vor allem als Sachzwang. Dagegen steht eine Musik, in der die Musiker stets die freie Entscheidung über die Musik und ihre Weiterentwicklung haben, als eine ständige, für den Hörer nachvollziehbare Verhandlung. Die andere Antwort ist das Hereinnehmen und Rekontextualisieren von ausgewählten Klangsplittern als Spuren von Realität, Zitate, Field-Recordings, um das abstrakte Medium Musik mal assoziativ, mal verwirrend und zum Neudenken auffordernd an die umgebende Wirklichkeit anzubinden. Beides kann zu einer Entdeckungsreise werden. Wolfgang Seidel, 23.10.2014" [credits & liner notes] 2014 €15.00 Order it!
HEMATIC SUNSETS Aroma Club Adieu 5 LP + 12inch "Final release by Asmus Tietchens’ death lounge project Hematic Sunsets Farewell greetings by Michael Rother, Felix Kubin, Heinz Funk, Okko Bekker and more The Hematic Sunsets shut down the Aroma Club with a final release. The album “Aroma Club Adieu” features 12 exquisite pieces of death lounge electronic pop performed on electronic organs and entertainment devices of various kinds. Under the moniker Hematic Sunsets, legendary avantgarde composer Asmus Tietchens has explored his love of the Darth Vader organ sound – a cheesy, spooky, deranged but still catchy form of electronic pop. The body of work of Hematic Sunsets stands out as unique, displaced and in a sexy way out of fashion. As a bonus to the final album of the project artist friends of Asmus Tietchens have composed short hommages and farewell greetings that are included here in the form of a single sided 12” on white vinyl. Among those saluting are such illustrious musicians as Heinz Funk, Felix Kubin and Michael Rother." [label info] https://aufabwegen.bandcamp.com/album/aroma-club-adieu "And so it ends for the Aroma Club, adieu, so long and farewell. The fifth album by Hematic Sunsets, with such illustrious members as Hans Tim Cessteu, Assistent Meuch, Titus Mascheens, Suse Mittach sen and Asmus Tietchens. Or if you are clever, just Asmus Tietchens since all the other names are anagrams. Hematic Sunsets, check the anagram, is Tietchens' love for cheesy electronic music, which resulted in five LPs and two Christmas songs. The organ plays an important and I would think one of those organs that people had in the '70s. Well, my cousin had one, complete with a ton of ditto cheesy rhythms and chords and a big speaker below; the easy two-finger method of play. I seem to remember my cousin was pretty apt at it. I'd love to have one. Tietchens loves the sound of such organs as well as other machines that produce similar cheesy stuff. In the early days of his record releasing career, Tietchens did four albums for Sky Records, which had a more poppy electronic streak, and later he decided he enjoyed doing that stuff resulting in the fictitious Aroma Club, which, no doubt, in Tietchens mind was a place where you could drink coffee and smoke your cigarette. In the corner there would be such an organ and someone playing his take on lounge music, But, this is Tietchens, a man with quotes of Cioran on most of his record (replaced by Klopstock on Hematic Sunsets releases), so this Aroma Club is not necessarily full of colour and on second thought the lounge music is not so cheesy and lounge-like at all. It comes with a strange hook, a dark undercurrent, and on this fifth album it all seems a bit darker than before, maybe the dark times we experience and with all clubs closed (well, here in The Netherlands at least). This is, however, still great dark lounge music, with those minimal rhythms, and melodies, ranging from lightweight to almost industrial, showing the veracity of the music. Excellent album, once again. As a bonus, there is a one-sided LP which gives space to friends of Tietchens to say goodbye and bow their heads to the Aroma Club. There is Okko Bekker (owner of the studio in which Tietchens works), Felix Kubin, Michael Rother (early Kraftwerk member, and of Neu and Harmonia), Jetzmann, Heinz Funk, Ebinger, Chestnut Ameis, Maik Willing & Der Botox Lucas Chor and Unknown Singing Objects, who all have their take on Hematic Sunsets; spacious guitars, obviously, for Rother and Kubin with some fun pop song madness, or the super slick jazzy flutes of Ebinger. Maik Willing & Der Botox Lucas Chor tops it all with a schlager (look that up for yourself) going out of control. This is all a fitting tribute to the fun side of Tietchens. It could very well that you think it's stupid, but I think it is great fun." [FdW/Vital Weekly] "Auch wenn fast jede Veröffentlichung Asmus Tietchens von einem Cioran-Zitat begleitet und geziert wird, so hat sich schon immer auch Humor im Werk des Hamburgers gezeigt, was sich u.a. teilweise in der Titelgebung seiner Tracks widerspiegelte, jedoch war dieser Humor nie so dominant wie auf seinem „death lounge project “ Hematic Sunsets (auf dem seine anagrammatischen Mitspieler Achim Stutessen, Assistent Meusch, Hans Tim Cessteu, Mischa Suttense und Tussi Schemante heißen), auf dem Tietchens seiner Liebe zum – wie es in der Pressemitteilung heißt – „Darth Vader organ sound“ frönt; Attribute wie „cheesy, spooky, deranged but still catchy“ zeigen das Spannungsfeld, in dem sich diese Musik situieren lässt. Das erste Album erschien 1998, diese finale Veröffentlichung, auf der jetzt „Adieu“ gesagt wird, besteht aus einer LP mit neuen Kompositionen und einem weiteren, einseitig bespielten Album, auf dem Weggefährten „Tschüss“ sagen, da es sich „Ausgeduftet“ hat, wie es bei Jetztmann heißt. Die Hematic Sunsets-LP ist voller kurioser und zum Teil natürlich durchaus „catchy“ Tracks: Da gibt es die skurril-zerhäckselte Stimme auf „Zum Geleit“, das in TOPY-Diktion betitelte „Thee Church Ov Aroma“ mit seltsamen Stimmen und unheinlichen Flächen, das fast schon zu düster für dieses Album ist. Auf „Ungesungene Tanzrückstände“ hört man monotone hochrfrequente Loops. Es gibt das großartig betitelte „Stuhlwasser“ mit Billigorgel oder die seltsamen Kirmesstimmen bei „Der im Keller“. „Liebelei“ mit cheesy Streichern und Gesang hätte den einen oder anderen Partykeller in den 70ern beschallen können. Auf „Schrittbinder“ hört man kuriose Schellen, „Fiasko“ wäre in einem Paralleluniversum vielleicht ein Soundtrack zu einer Krimiserie gewesen, zu einer Zeit, als es nur zwei Fernsehprogramme gab. Interessanterweise hätte man ein Stück wie „Dem Morgen graut“ durchaus auch auf einer reinen Tietchens-Veröffentlichung der letzten Jahre finden können. Das lapidar betitelte „Das war’s dann“ schließt die erste LP ab. Chestnut Ameis eröffnet das zweite Album mit der seltsamen Kirmesmusik von „Speckpumpe“. Otto Bekkers lässt den Hörenden bei „Peyote-Melodie“ zu Bontempiorgel schunkeln, Unknown Singing Objects, die bisher ein paar Singles veröffentlicht haben, steuern eine seltsame Ballade voll “Blut” und “Knochenmark” bei. Auf “Phantomschmerz” ist Felix Kubin mit Retroscifi Lounge zu hören. Sehr schön ist “Martellato” des 2013 verstorbenen Heinz Funk. Jetztmann „endet lo-fi mit dementen Vocals. Im beiliegenden Blatt wird die Geschichte des Aroma Clubs augenzwinkernd dargelegt. Höhepunke waren etwa „Mikadotanz-Abende“, „Kriechkeller-Parties“ und „Hodenbaden unter der fachkundigen Observanz von Dr. Kurt Euler“ – ob die Liedertafel Margot Honecker dabei Lieder schmetterte, bleibt unerwähnt." [MG / African Paper] 2020 €32.00 Order it!
HENRIKSEN, ARVE Places of Worship CD "Es kann auf viele verschiedene Weisen an den verschiedensten Orten gebetet werden. Musik kann sich überall eine Kirche errichten. Mit "Places Of Worship" bewegt sich ARVE HENRIKSEN endgültig in die erste Reihe der Weltklassemusiker. Der norwegische Trompeter hat seine Duftmarke über einige Jahre hinweg regelmäßig hinterlassen, nicht nur als Bläser für die stetig fordernde und langjährige Gruppe SUPERSILENT, sondern auch als Lieferant exquisiter Soloarbeit, die sich seit 2011 auf vier Soloalben erstreckt, die kürzlich als retrospektives Boxset auf Rune Grammofon erschienen. Tief verwurzelt in der himmlischen Geologie seiner norwegischen Heimat hat sich die Musik von HENRIKSEN zu etwas Wunderschönem entwickelt, das die kosmopolitische Umwelt des 21. Jahrhunderts an natürliche Orte entführt. Auf "Places Of Worship" bewohnt HENRIKSEN beide dieser Welten und versammelt eine Serie von Tondichtungen und Stimmungsbildern, die sich um religiöse Gebäude und Ruinen ranken. // Norwegian trumpet player Arve Henriksen has made his mark over many years, not only as the horn player with the consistently challenging and long lived group Supersilent, but also as the purveyor of exquisite and distinctive solo work. Deeply rooted in the sublime geology of his homeland, Henriksen's music has developed into something beautifully at one with natural habitats and reflecting the hybrid, cosmopolitan environments of the twenty-first century. On 'Places Of Worship' he inhabits the space between these two worlds, in a series of tone poems and mood pieces located around religious buildings and ruins." [label info] www.runegrammofon.com 2013 €14.50 Order it!
  Places of Worship LP "Es kann auf viele verschiedene Weisen an den verschiedensten Orten gebetet werden. Musik kann sich überall eine Kirche errichten. Mit "Places Of Worship" bewegt sich ARVE HENRIKSEN endgültig in die erste Reihe der Weltklassemusiker. Der norwegische Trompeter hat seine Duftmarke über einige Jahre hinweg regelmäßig hinterlassen, nicht nur als Bläser für die stetig fordernde und langjährige Gruppe SUPERSILENT, sondern auch als Lieferant exquisiter Soloarbeit, die sich seit 2011 auf vier Soloalben erstreckt, die kürzlich als retrospektives Boxset auf Rune Grammofon erschienen. Tief verwurzelt in der himmlischen Geologie seiner norwegischen Heimat hat sich die Musik von HENRIKSEN zu etwas Wunderschönem entwickelt, das die kosmopolitische Umwelt des 21. Jahrhunderts an natürliche Orte entführt. Auf "Places Of Worship" bewohnt HENRIKSEN beide dieser Welten und versammelt eine Serie von Tondichtungen und Stimmungsbildern, die sich um religiöse Gebäude und Ruinen ranken. // Norwegian trumpet player Arve Henriksen has made his mark over many years, not only as the horn player with the consistently challenging and long lived group Supersilent, but also as the purveyor of exquisite and distinctive solo work. Deeply rooted in the sublime geology of his homeland, Henriksen's music has developed into something beautifully at one with natural habitats and reflecting the hybrid, cosmopolitan environments of the twenty-first century. On 'Places Of Worship' he inhabits the space between these two worlds, in a series of tone poems and mood pieces located around religious buildings and ruins." [label info] www.runegrammofon.com 2013 €24.00 Order it!
IVERSEN, J-M. Singles CD-R Das norwegischer Explorer-Weblabel TIBPROD wird von JAN-M. IVERSEN betrieben, der zur Generation neuer unabhängiger „Networker“ gehört - seine Welt besteht aus digitalen Medien und ‚freien’ MP3-Releases. Auf SINGLES zeigen 24 Stücke das ganze Spektrum seines « experimental drone« - Sounds auf: alien ambience, minimale GeräuschKonturen, digitale Verfremdungen, sphärisch-sehnsuchtsvolle Flächen...... Widersprüchliches wird vereint. Die tracks hier sind oft bisher nur als MP3-Singles erschienen, Titelnamen entstehen durch Übernahme von nicht-verstehbaren Phrasen aus SPAM-mails. JAN IVERSEN entführt augenzwinkernd in eine autonome Zone freier Experimentierfreudigkeit, obskur und verwunschen, wie geschaffen um neue Erfahrungen mit SOUND zu machen.... 2006 €6.00 Order it!
JACKMAN, DAVID (=ORGANUM) Silence in that Time CD "The follow up to last year's critically acclaimed album HERBSTSONNE (Die Stadt / DS119), SILENCE IN THAT TIME is a direct offshot of the former album, adding more sounds to the overall sound palette. Recorded at RMS Studios South London in 2019, the single 42 min. long track stands as another distinctively beautiful and haunting work in the artist's discography. Artwork by Jonathan Coleclough. Running time: 42:08 Edition: 300 copies, Digisleeve Release date: 09.02.2020" [label info] "Nach dem Organum-Album “Sorow” aus dem Jahr 2010 herrschte erst einmal Stille und David Jackman schien verstummt zu sein. Dann plötzlich erschien 2018 mit „Raven“ ein neues Album und 2019 mit „Herbstsonne“eine Veröffentlichung unter eigenem Namen. Vor ein paar Monaten brachten Siren Records mit dem lapidar betitelten „Electronics“ ein erstaunlich noisiges Organum-Album heraus, das aus den Alben der letzten Jahre herausstach. Das neue auf Die Stadt veröffentlichte Jackman-Album knüpft dagegen (stark) an “Herbstsonne” an: Der ganze 42-minütige Track wird durchzogen von dem kurz angeschlagenen und langsam nach- und verhallenden Klavier, man hört die leicht flirrenden Klänge der Tampura, Orgeldrones und Kirchenglocken, dazu kommt das Rabenkrähen, das auf “Raven” zu hören war. Jackman arbeitet (natürlich wieder) mit der Repetitio, die auch schon die „Holy“-Trilogie prägte, und während des gesamten Stücks fragt man sich immer wieder, ob man leichte (Ver-)Änderungen, Variationen hört. Nach etwa 14 Minuten gibt es eine kurze Pause, nach 27 eine weitere. Wie auch auf fast allen anderen Arbeiten Jackmans finden sich so gut wie keinerlei Hinweise auf eine mögliche (Be-)Deutung. Bezogen auf „Herbstsonne“ hieß es auf diesen Seiten: “Andere haben die Musik der letzten Jahre sicher nicht unzutreffend als Abschiedssoundtracks gedeutet und die Musik auf ‘Herbstsonne’ lässt von der erzeugten Stimmung auch eher an den Herbst des Lebens und die näherrückende Begegnung mit dem Schnitter denken als an die noch wärmende Sonne, die die verfärbten Blätter illuminiert.“ Gerade das Verhallen, das allmähliche Verschwinden der einzelnen Klangquellen und Instrumente könnte auch hier solch eine Interpretation nahelegen. Zudem fällt bei näherer Betrachtung des Artworks auf, dass auf dem Cover von “Herbstsonne” D Jackman zu lesen war, auf “Silence In That Time” nur noch Jackman steht, also scheinbar auch der Künster langsam verschwindet. Hilft es, wenn man nun weiß, dass die titelgebende Formulierung dem Buch Amos (in der Übersetzung aus der King- James-Bible) entnommen ist, in dem der Prophet spricht: „For I know your manifold transgressions and your mighty sins: they afflict the just, they take a bribe, and they turn aside the poor in the gate from their right.Therefore the prudent shall keep silence in that time; for it is an evil time.“ Bezogen auf die “Holy-Trilogie” sagte Jackman in einem seiner seltenen Interviews: “The first two parts of the threesome have an obvious flavour of Christianity, an ambience which probably does not merit much discussion beyond saying that it is an echo from my childhood. One gets old. One considers these things.” Im selben Interview hieß es auch auf mögliche Interpretationen: “I am just making my own music, nothing more. I am not offering a ‘position’. I do get a little tired of saying that. People expect far too much of a few sounds ” Wie auch immer – die “few sounds”, die Jackman auf seinen letzten Veröffentlichungen variiert, schaffen es (immer wieder aufs Neue) den Hörenden in eine ganz eigene, kaum greifbare Welt zu transportieren." (MG/African Paper] 2020 €15.00 Order it!
JULIUS, ROLF Raining CD " "Raining" ist der dritte Teil einer kleinen Musikserie und die erste Veröffentlichung, die nach dem Tod von ROLF JULIUS erscheint. Das Titelstück ,Raining" erschien ursprünglich als Teil der Installation ,Drawing (Dot)" von 2007. Spielt man das Stück mit großer Lautstärke ab, steht der Hörer mitten in einer Welt aus dichtem Regen, windgeschüttelten Bäumen und durchnässten Wiesen voller Leben. Wenn man das Stück jedoch durch den kleinen, flachen Lautsprecher abspielt, den JULIUS für die Installation benutzte, werden die Sounds zu sanften, zyklischen Mustern, wie eine üppige Landschaft, auf die man vom Flugzeug aus herabsieht. Das zweite Stück ,Weitflächig" ist ein Beispiel dessen, was JULIUS ,Musik für eine weite Ebene" nannte - aus einem kleinen Sound eine weite Soundlandschaft zu erschaffen. ,Music For A Glimpse Inward" tauchte ursprünglich 2005 als Teil einer Installation auf. Kleine Lautsprecher wurden am Rand eines sehr großen, leeren Raumes platziert. Die Musik erklang leise und vermittelte dem Betrachter so einen noch stärkeren Eindruck von Raum und Leere. Die Arbeiten von ROLF JULIUS wurden in wichtigen Museen auf der ganzen Welt gezeigt: im PS1 in New York (1983), 1985 auf der Pariser Biennale, auf der 8. Doucmenta in Kassel, im Hamburger Bahnhof, in Berlin (1998), in der Mattress Factory in Pittsburgh 2001, im Pariser Centre Pompidou (2004), in Japan und in den verschiedensten Galerien auf der ganzen Welt. ########################################### Raining is the third installment in the small music series and the first posthumous Rolf Julius release. The title piece “Raining” originally appeared as part of the 2007 installation “Drawing (Dot)". When played on room speakers the piece engulfs the listener in a dense world of rain, wind rattled trees, and soaked pastures full of life. However, when played in the context of the small flat speaker which Julius originally chose for the installation, the sounds become soft and cyclical patterns, similar to a lush landscape being viewed from a plane many miles above. The second piece, “Weitflächig”, is an example of what Julius called “Musik für eine weite Ebene” (Music for a Wide Plain) - a method of "sketching" which allows small sounds to flourish into vast landscapes. “Music for a Glimpse Inward” originally appeared in a 2005 installation. With small speakers placed along the edge of very large empty room, the music played softly, heightening the listener's perception of space and stillness." [label info] www.westernvinyl.com "Western Vinyl occupy themselves with the release of the archive of Rolf Julius. They started doing so when he was alive and continue doing so after his death, last year. This is the first release since then, from his archive. Julius is a man of 'small sounds', making 'small music' in mostly empty spaces with a minimum of equipment. His work could either be installations or compositions. Small speakers in small or large rooms, or even outdoors, using field recordings of say rain, such as the almost fifty-four title piece on this CD. Its very minimal music, of rain sounds and 'something else' which I found very hard to define, but it gives that electronic texture to the piece. That something which I think also very much defines music by Julius. More water like field recordings can be heard in 'Weitflachig' - music for a wide plain. Here too we hear insect like sounds, over water sounds. Are they tape loops, real time recordings? Its hard to say. 'Music For A Glimpse Inward' has insect and bird sounds and was originally a piece for small speakers in a large room. All of these pieces are very minimal, and show hardly any development. But that's hardly the point of Rolf Julius' music. Its more about perceiving space and silence and it works best when played softly in your space. Open up windows - if you are in a quiet surrounding I should think - and have this on repeat for a long time. It will definitely alter your perception of space and time. An excellent release - once again, and hopefully with more to follow." [FdW/Vital Weekly] 2012 €13.00 Order it!
JUPITTER-LARSEN, GX Big Time Crash Bang 2008 LP Passend zur Wirtschaftskrise & Abwrackprämie erschien Anfang 2009 dieses Album von "THE HATERS" G.X. JUPITTER-LARSEN, das komplett aus Sounds von Autounfällen / Crashes komponiert wurde. Das repetitive Gekrache bildet allmählich flirrende Obertöne aus, und erzeugt eine seltsam kathartische Hypnose... Composed entirely of car crashes - tires squeeling, glass shattering, metal crunching, a total wreck. 500 copies - full color printed cover. 'My best LP yet!!!' (GX) [label info] "The next time someone makes that old joke about noise sounding like a car crash can offer this LP as proof: its nothing but the sound of car crashes, all mangled up as only GX can do it -- tires squealing, glass shattering, metal crunching, wrecked, totalled -- SCREEEEEEEEEEEEE SMASH CRASH SCREEEEEEECH SMASH SMASH CRASH -- quite possibly the perfect noise album. GX says its his best LP to date. Im inclined to agree -- wear your seatbelt. 500 copies." [Fusetron] www.rrrecords.com 2008 €15.50 Order it!
KAMMERFLIMMER KOLLEKTIEF Schemen LP 11. Album des einzigartigen Kollektivs: Psychedelia und Free Form Jazz (not Jazz) bilden die Grundlage für ausgedehnte Exkursionen mit eigentümlichen Texturen und drastischen Wendungen. Disloziert dichte Musik voller geheimer Zusammenhänge! Bevor die Vernunft siegt, auf die sich jene berufen, die wollen, dass alles so bleibt wie es ist, unterbricht das Kammerflimmer Kollektief die etablierten Lieferketten der Töne. Es sucht interessantere Wege, sie zusammenzusetzen. Im Vertrauen darauf und besonders im Satthaben dessen, dass sowieso jeder Ton, der noch aus Gitarre und Bass und Harmonium und Schlagwerk und Elektronikapparaturen heraus geschliffen kommt, schon in die Bedeutungsmangel genommen worden ist. Schluss damit. Hier wird nichts mehr erklärt. Hier wird in Schemen gesprochen. Verschliffen und ruckartig. Die Bilder, die das Kammerflimmer Kollektief heraufbeschwört, passieren daher nicht im Fokus des Bewusstseins, sondern in dessen äußeren Bereichen. In jenen, denen man gerade nicht seine volle Aufmerksamkeit schenkt, die aber trotzdem wahrgenommen werden. Wenn beispielsweise im Augenwinkel ein Blatt vom Boden zurück an den Baum fällt und ein Moment entsteht, in dem du das für möglich hälst, bevor du erkennst, es war ein kleiner Vogel, der in den Baum fliegt: In solchen irritierenden Momenten zwischen Wahrnehmung und Erkenntnis findet auch die Kunst des Kollektiefs statt. Wenn nämlich auf »Schemen« vertraute Fragmente sanft um ihren Kern schweben – ein Fender-Rhodes-Ton, eine Bassfigur, ein Gitarrenmotiv, ein meisterlicher Drum-Shuffle, ein dem Harmoniumspiel Christa ›Nico‹ Päffgens entlehnter Moment der eisigen Stase – und dabei kurze Assoziationen triggern, bis sie durch Free-Jazz-informierte Editierarbeit langsam in andere Richtungen abrauschen, dann können ebenfalls solche Zonen entstehen, in denen die Wahrnehmung ein paar Tricks bereit hält und sich früheres Erleben plötzlich ganz anders ins Jetzt bricht. Halb vermutet, halb gesehen. Halb-Musik wie sie auch die Kölner Can – ebenfalls Meister des Impro-Editierens – vor ein paar Jahrzehnten bisweilen in ihren Zwischenmomenten produziert haben. Dort wo gerade nicht der Liebezeitliche Groove den augenblicklich nachvollziehbaren Takt gibt. Die ersten Minuten von »Future Days« etwa, die sich sachte einblenden und von allen Richtungen des Raums aus eine kaum konkret zu greifende Gestalt skizzieren. Auf ähnlich offene Entwicklungsmomente lässt sich auch das Kammerflimmer Kollektief ein. Locker entzieht es sich den ersten prägenden Eindrücken und hält sich für Zeitpunkte bereit, die keiner Verabredungslogik folgen. Diese Lockerheit im Umgang macht das Kammerflimmer Kollektief so fluide hörbar, selbst wenn sich dissonante Spitzen und freies Spiel zeigen. Was für Cans Kompositionsverständnis Karlheinz Stockhausen ist, sind für das Kammerflimmer Kollektief dabei vielleicht die Aufnahmen von The Cocoon. Letzteres eine Zusammenkunft von Garagenpsychedelikern aus dem Raum Hannover mit freien Jazzern der Galaxie Dream Band, dessen 1985 in unbeobachteten Augenblicken aufgenommenes Album »While The Recording Engineer Sleeps« in ganz ähnlicher Weise mit dezentralen Wahrnehmungsambivalenzen operiert und erst vier Jahre später mehr oder weniger heimlich auf Wilhelm Reich Schallspeicher erschienen ist. Andere Spuren von »Schemen« führen zum Debutalbum der Quicksilver Messenger Service. Die ungezwungen auf sich Bezug nehmenden Gitarren von Gary Duncan und John Cipollina sind Anleitungen zum Loslassen. Sie wollen nicht in jeder Note als Solo nachgespürt werden, sondern sie geben ihrer Musik ein Gefühl, dass sich das Wesentliche außerhalb des Zentrums abspielt, im gegenseitigen und intuitiven Beschenken von liebevollen Hinwendungen. Bewusstseinsfrei. Liebevolle Hinwendungen wie diese eine kleine Gitarrenphrase, die wie eine Art Leitmotiv immer mal wieder mehr oder weniger unverändert durch die Alben des Kammerflimmer Kollektiefs geistert. Eine Coricidin induzierte, sehr einprägsame, aus uraltem Æther herausgefilterte Slide-Idee, die – wer weiß – vielleicht sogar schon vor Jahrhunderten ihren Weg von irgendwo nach Amerika fand – das alte, das unheimliche – und von da aus durch die Zeiten weiterwaberte in das südliche Deutschland, in ein verräuchertes Studio in der oberrheinischen Tiefebene. Als eine Erinnerung, von der selbst die Erinnerung nicht mehr weiß, an was sie einmal erinnerte. Ungesagt, dann vergessen. Im Kammerflimmer Kollektief findest du zudem einen Freund sich langsam aufbauender, ungehetzter Musik, die wohl auch der alte Franz Mesmer geschätzt hätte, der vor gut 200 Jahren nach tranquillierenden Behandlungen seinen Patienten manchmal noch ambiente Weisen auf der monströsen Glasharmonika vorzuspielen pflegte. Um sich jedoch nicht vollständig dem Fluss der eigenen Lebensenergie hinzugeben, wie es Mesmers Therapien vorschwebte, legt das Kammerflimmer Kollektief beizeiten noch hektische Spannungen unter, sanft umarmt vom Dröhnen eines Sinusgenerators, als könnte man in Trance noch mal kurz eine Erfrischung nehmen. Dieser alte, analoge Sinusgenerator ist neu im kammerflimmerischen Sortiment der Töne. Die Kunst des Kollektiefs dockt also gerne mal an moderne Zeiten an, während sie Vergangenheit im Schilde führt. Zustände beginnen zu flackern zwischen Einbildung und Gewissheit, zwischen kulturgebundener Kunstäußerung und Zufällen: Ein Krächzen und Schaben kann bei ihnen auch immer einfach nur ein Krächzen und Schaben sein, wie bei Andy Warhol ein Pilzesser einfach nur einen Pilz isst. Heike Aumüllers Cover-Arbeiten, die alle Alben des Kammerflimmer Kollektiefs illustrieren, wirken zusätzlich als Verstärker nicht erklärter Brechungen. Ihr Stil besteht aus Augenwinkel-Kunst, die es auch dann noch bleibt, wenn sie direkt angeschaut wird. Ihre Aufnahmen bleiben unbehaglich, weil sie sich auch im Nachhinein nicht zurecht ruckeln in eine beruhigende Ordnung. Statt sich aber der aufkommenden Angst beim Betrachten durch den Versuch zu entziehen, sich irgendeinen irrationalen Reim darauf zu machen, gilt es sie auszuhalten. Das gilt auch für die Musik. Der Trick besteht darin, Teile Teile sein zu lassen, ohne sie zwanghaft zu in falsche Sicherheit wiegende wahnhafte Muster zu verknüpfen und sich dadurch womöglich selbst etwas vorzumachen. Freiheit bedeutet in diesem Zusammenhang, nicht ängstlich in allem einen herbeifantasierten übergeordneten Sinn sehen zu müssen. »Schemen« wirkt antiverschwörerisch. Liner notes: Werner Ahrensfeld https://karlrecords.bandcamp.com/album/schemen www.kammerflimmer.com 2023 €19.50 Order it!
  Schemen CD 11. Album des einzigartigen Kollektivs: Psychedelia und Free Form Jazz (not Jazz) bilden die Grundlage für ausgedehnte Exkursionen mit eigentümlichen Texturen und drastischen Wendungen. Disloziert dichte Musik voller geheimer Zusammenhänge! Bevor die Vernunft siegt, auf die sich jene berufen, die wollen, dass alles so bleibt wie es ist, unterbricht das Kammerflimmer Kollektief die etablierten Lieferketten der Töne. Es sucht interessantere Wege, sie zusammenzusetzen. Im Vertrauen darauf und besonders im Satthaben dessen, dass sowieso jeder Ton, der noch aus Gitarre und Bass und Harmonium und Schlagwerk und Elektronikapparaturen heraus geschliffen kommt, schon in die Bedeutungsmangel genommen worden ist. Schluss damit. Hier wird nichts mehr erklärt. Hier wird in Schemen gesprochen. Verschliffen und ruckartig. Die Bilder, die das Kammerflimmer Kollektief heraufbeschwört, passieren daher nicht im Fokus des Bewusstseins, sondern in dessen äußeren Bereichen. In jenen, denen man gerade nicht seine volle Aufmerksamkeit schenkt, die aber trotzdem wahrgenommen werden. Wenn beispielsweise im Augenwinkel ein Blatt vom Boden zurück an den Baum fällt und ein Moment entsteht, in dem du das für möglich hälst, bevor du erkennst, es war ein kleiner Vogel, der in den Baum fliegt: In solchen irritierenden Momenten zwischen Wahrnehmung und Erkenntnis findet auch die Kunst des Kollektiefs statt. Wenn nämlich auf »Schemen« vertraute Fragmente sanft um ihren Kern schweben – ein Fender-Rhodes-Ton, eine Bassfigur, ein Gitarrenmotiv, ein meisterlicher Drum-Shuffle, ein dem Harmoniumspiel Christa ›Nico‹ Päffgens entlehnter Moment der eisigen Stase – und dabei kurze Assoziationen triggern, bis sie durch Free-Jazz-informierte Editierarbeit langsam in andere Richtungen abrauschen, dann können ebenfalls solche Zonen entstehen, in denen die Wahrnehmung ein paar Tricks bereit hält und sich früheres Erleben plötzlich ganz anders ins Jetzt bricht. Halb vermutet, halb gesehen. Halb-Musik wie sie auch die Kölner Can – ebenfalls Meister des Impro-Editierens – vor ein paar Jahrzehnten bisweilen in ihren Zwischenmomenten produziert haben. Dort wo gerade nicht der Liebezeitliche Groove den augenblicklich nachvollziehbaren Takt gibt. Die ersten Minuten von »Future Days« etwa, die sich sachte einblenden und von allen Richtungen des Raums aus eine kaum konkret zu greifende Gestalt skizzieren. Auf ähnlich offene Entwicklungsmomente lässt sich auch das Kammerflimmer Kollektief ein. Locker entzieht es sich den ersten prägenden Eindrücken und hält sich für Zeitpunkte bereit, die keiner Verabredungslogik folgen. Diese Lockerheit im Umgang macht das Kammerflimmer Kollektief so fluide hörbar, selbst wenn sich dissonante Spitzen und freies Spiel zeigen. Was für Cans Kompositionsverständnis Karlheinz Stockhausen ist, sind für das Kammerflimmer Kollektief dabei vielleicht die Aufnahmen von The Cocoon. Letzteres eine Zusammenkunft von Garagenpsychedelikern aus dem Raum Hannover mit freien Jazzern der Galaxie Dream Band, dessen 1985 in unbeobachteten Augenblicken aufgenommenes Album »While The Recording Engineer Sleeps« in ganz ähnlicher Weise mit dezentralen Wahrnehmungsambivalenzen operiert und erst vier Jahre später mehr oder weniger heimlich auf Wilhelm Reich Schallspeicher erschienen ist. Andere Spuren von »Schemen« führen zum Debutalbum der Quicksilver Messenger Service. Die ungezwungen auf sich Bezug nehmenden Gitarren von Gary Duncan und John Cipollina sind Anleitungen zum Loslassen. Sie wollen nicht in jeder Note als Solo nachgespürt werden, sondern sie geben ihrer Musik ein Gefühl, dass sich das Wesentliche außerhalb des Zentrums abspielt, im gegenseitigen und intuitiven Beschenken von liebevollen Hinwendungen. Bewusstseinsfrei. Liebevolle Hinwendungen wie diese eine kleine Gitarrenphrase, die wie eine Art Leitmotiv immer mal wieder mehr oder weniger unverändert durch die Alben des Kammerflimmer Kollektiefs geistert. Eine Coricidin induzierte, sehr einprägsame, aus uraltem Æther herausgefilterte Slide-Idee, die – wer weiß – vielleicht sogar schon vor Jahrhunderten ihren Weg von irgendwo nach Amerika fand – das alte, das unheimliche – und von da aus durch die Zeiten weiterwaberte in das südliche Deutschland, in ein verräuchertes Studio in der oberrheinischen Tiefebene. Als eine Erinnerung, von der selbst die Erinnerung nicht mehr weiß, an was sie einmal erinnerte. Ungesagt, dann vergessen. Im Kammerflimmer Kollektief findest du zudem einen Freund sich langsam aufbauender, ungehetzter Musik, die wohl auch der alte Franz Mesmer geschätzt hätte, der vor gut 200 Jahren nach tranquillierenden Behandlungen seinen Patienten manchmal noch ambiente Weisen auf der monströsen Glasharmonika vorzuspielen pflegte. Um sich jedoch nicht vollständig dem Fluss der eigenen Lebensenergie hinzugeben, wie es Mesmers Therapien vorschwebte, legt das Kammerflimmer Kollektief beizeiten noch hektische Spannungen unter, sanft umarmt vom Dröhnen eines Sinusgenerators, als könnte man in Trance noch mal kurz eine Erfrischung nehmen. Dieser alte, analoge Sinusgenerator ist neu im kammerflimmerischen Sortiment der Töne. Die Kunst des Kollektiefs dockt also gerne mal an moderne Zeiten an, während sie Vergangenheit im Schilde führt. Zustände beginnen zu flackern zwischen Einbildung und Gewissheit, zwischen kulturgebundener Kunstäußerung und Zufällen: Ein Krächzen und Schaben kann bei ihnen auch immer einfach nur ein Krächzen und Schaben sein, wie bei Andy Warhol ein Pilzesser einfach nur einen Pilz isst. Heike Aumüllers Cover-Arbeiten, die alle Alben des Kammerflimmer Kollektiefs illustrieren, wirken zusätzlich als Verstärker nicht erklärter Brechungen. Ihr Stil besteht aus Augenwinkel-Kunst, die es auch dann noch bleibt, wenn sie direkt angeschaut wird. Ihre Aufnahmen bleiben unbehaglich, weil sie sich auch im Nachhinein nicht zurecht ruckeln in eine beruhigende Ordnung. Statt sich aber der aufkommenden Angst beim Betrachten durch den Versuch zu entziehen, sich irgendeinen irrationalen Reim darauf zu machen, gilt es sie auszuhalten. Das gilt auch für die Musik. Der Trick besteht darin, Teile Teile sein zu lassen, ohne sie zwanghaft zu in falsche Sicherheit wiegende wahnhafte Muster zu verknüpfen und sich dadurch womöglich selbst etwas vorzumachen. Freiheit bedeutet in diesem Zusammenhang, nicht ängstlich in allem einen herbeifantasierten übergeordneten Sinn sehen zu müssen. »Schemen« wirkt antiverschwörerisch. Liner notes: Werner Ahrensfeld https://karlrecords.bandcamp.com/album/schemen www.kammerflimmer.com 2023 €13.00 Order it!
KEIN ZWEITER Teilstück für totalen Schwung LP & DVDr 10 YEARS LATER - 10 STEPS AHEAD! Above party lines – below the horizon of forgiveness...Kein Zweiter return stronger than ever! 10 years after the „Muskeln + Kraft = Überlegenheit“ album – a new release by Kein Zweiter! And nine pieces that are very difficult to categorize: - electronic music? - dance-able? - strong voices? -still a bit sweat of DAF? - uninspired 1980s pure-cult-machine YES! YES! YES! MAYBE! NO! KEIN ZWEITER STAY AS ORIGINAL AS UNIQUE! “...fantastic, sticky, garish nobleman-fetish-fantasies and pre-communistic oaths of knights take possession of me…" (Felix Kubin) Released as 12“vinyl including the „Eine Richtung – Eine Saat“ video on DVD-R, a postcard and an A4-inlay containing the lyrics & liner notes! Also available on Bandcamp! www.90-prozent-wasser.de "GORT KLÜTH, der Bände sprechende Vokalist und KLAUS-HELENE RAMP, der elektronische Musikverantwortliche, bilden zusammen das Berliner Duo KEIN ZWEITER. Dieses hat dieser Tage ihr zweites Album auf dem Label 90% WASSER herausgebracht. Und das hält sich, was die Aufmachung betrifft, elegant zurück. Das heißt, das mir vorliegende Cover ist schlicht in Pappkarton verpackt, auf dem nur der Bandname und der Titel der Platte aufgestempelt sind. Die Klebchen sind weiß, mit einem stilisierten K versehen. Mehr nicht. Doch mehr braucht es auch nicht ... Gegründet wurde KEIN ZWEITER von den genannten zwei Herren bereits 1989. Allerdings dauerte es nicht allzu lang, bis es wieder still um die beiden wurde. Die Stille währte dann bis 1998. Dann taten sie sich wieder zusammen. Nach mehreren Anläufen inklusive einer unveröffentlichten 7inch begannen sie 2003 damit, ihre erste, hier bereits besprochene LP "Muskeln + Kraft = Überlegenheit" aufzunehmen, die drei Jahre später erschien. Darauf folgt jetzt, etwas verzögert, weil GORT KLÜTH einige Probleme mit der Obrigkeit hatte und deshalb dann und wann in Staatsvoll- bzw. Halbpension war, die zweite "Teilstück Für Totalen Schwung". Und die ist nun noch verstrickter, der Gesamtklang voller, die Arrangements komplexer und die Texte derart hintersinnig aufklärerisch, dass einem die Augen auf- ja übergehen, in Anbetracht bzw. Anhörung dessen, wozu die Sprache fähig ist. Doch zur Sache ... Das Album nimmt sich zunächst, hört man es durch, verstreuter Teilstücke an. Da hören wir etwas vom Glied, von einem Kuchenstück, vom Tanzen, von Fügsamkeit und Widerstand, vom Wegsperren der Mütter und der Befreiung von den Vätern, von wilden Horden und vom Wagenmann, der dem, der sagt: Du sollst oder sollst eben nicht, den Kopf mit dem Hammer einschlägt. Da haben wir National- und auch nur Sozialismus, Aufbau, Zerstörung und Sexualität, die ja in all ihren Ausformungen eigentlich nie wider die Natur sein kann, aber auch schon mal wehtut ... "Genitalmetamorphosenovid", das erste Stück, gibt dabei die Stoßrichtung vor. Da wird der römische Dichter Ovid herangezogen, bzw. wird ihm etwas angehängt, an das er sicher damals nicht dachte. Seine Meatmorphosen, könnte man meinen, bilden dann auch gleich das Album ab. Denn stehen die einzelnen Stücke ähnlich wie die Ovidschen Verwandlungen in keinem direkten Zusammenhang. Man könnte gar meinen, ihre Zusammenstellung wär völlig wahllos. Doch so ist das nicht. Nein. In Wahrheit sind alle Teile sowohl der Metamorphosen als auch die des Albums kunstvoll miteinander verknüpft … “Komm herein” (02) verbindet z.B. gekonnt und mit einem tiefschwarz humorigen Anfang ("ss die wirklichkeit/ die mich von hinten treibt") Faschismus und Homosexualität. (Die ersten zwei Buchstaben werden als Laute gesprochen.) "Die Saat" (03) trägt dann in seiner auf youtube zu bewundernden bildlichen Darstellung Anleihen an den vergangenen Realsozialismus zur Schau. Was dann den im zweiten Stück genannten Faschismus nun wohl um die Dimension des Sozialismus, der die Vorstufe zum Kommunismus sein sollte, reicher macht, also ganz allgemein Diktatur bedeuten dürfte oder repressives System. Sowohl textlich als auch musikalisch kann das mindestens doppeldeutig genannt werden. Und das ist auch gut so. Denn das Eindeutige, bzw. all die Vormünder, die sich stets auf der richtigen Seite wähnen, nerven ob ihres ausschließlichen Hoheitsanspruches enorm. Es bedarf nun mal keiner Oberaufsicht. Das hat sicherlich auch Ovid, als er, so wie GORT KLÜTH, und zwar als das Werk fast abgeschlossen war, in die Verbannung geschickt wurde, gerufen ... Ob die Kunst nun also Kot isst, bleibt eben ihr überlassen … Mit "Kreislauf" (04) holen KEIN ZWEITER dann noch einmal Schwung, um sich im "Tanzlied" (05) dem Tanzen zu widmen … Die B-Seite umfasst dann noch vier weitere Titel. "Endstation Gürtel" (06), "Miteinander" (07), "Der Weg" (08) und "Der Wagenmann" (09) … Oh, der Wagenmann! Der hat es mir nun wirklich angetan. Dieses Stück Musik ist wohl das Epischste, das mir seit Jahren zu Ohren gekommen ist – sagenhaft. Man hört hier sogar einen klassischen Chor, der die Handlung der im Text beschriebenen Tragödie kommentiert ... großartig! Und dann ... dann fällt der Hammer ... Aufgenommen wurde "Teilstück Für Totalen Schwung" zwischen 2007 und 2013 in Morgenitz und Berlin. Die Produktion übernahmen PAUL VIEBEG und JÜRGEN ECKLOFF." [andrewkorsch für nonpop.de] 2016 €17.00 Order it!
KLUSTER Klopfzeichen LP "Angstmusik: Reissue des Debüts der bahnbrechenden deutschen Elektronikband. Kluster war ein kurzlebiges Projekt der drei Musiker, Künstler und Performer Dieter Moebius, Hans-Joachim Roedelius und Konrad Schnitzler. 1970 nahmen sie mit Conny Plank zwei Alben auf, die in ihrer experimentellen Radikalität bahnbrechend waren. Chaotische, apokalyptisch klingende (Geräusch-)Improvisationen (später nannte man diesen Sound Industrial), teilweise angereichert durch rezitierte Texte. Wer heute zum ersten Mal das 1970 auf Schwann AMS Studio (einem Label für Kirchenmusik) erschienene "Klopfzeichen" hört, bekommt Geheimnisvolles und auch nicht einfach zu Entzifferndes aus einer längst vergangenen Zeit mitgeteilt. Die drei "Verfasser" formulierten mit "Klopfzeichen" vor allem eine radikale Forderung: anarchische, völlige Freiheit der Kunst und der Musik. Klopfzeichen war mit Abstand das radikalste Album der frühen deutschen Popmusik-Avantgarde. Kluster-Musik war reine Angstmusik. Die Linernotes des Reissues stammen von Asmus Tietchens, erhältlich als CD, Download und 180g-Vinyl." [label info] www.bureau-b.com 2012 €25.00 Order it!
Zwei Osterei LP "Wiederveröffentlichung des zweiten Albums der Elektronikpioniere. Das 1971 erschienene Album "Zwei Osterei" ist das Ergebnis des zweiten Teils einer legendären Aufnahmesession, die im November 1970 an einem einzigen Tag stattfand. Mit dabei: die drei Musiker, Künstler und Performer Dieter Moebius, Hans-Joachim Roedelius und Konrad Schnitzler sowie Conny Plank als Produzent. Der erste Teil, die Platte "Klopfzeichen", erschien bereits ein Jahr zuvor. Allerdings übertrifft "Zwei Osterei" in seiner Konsequenz, in seiner harschen Geräuschhaftigkeit und seinen brutalen Lärmattacken das vorangegangene Album ganz erheblich. Alles, was an revolutionärer Verve der späten 60er-Jahre noch aktiv war, scheint in dieser Musik brennglasartig konzentriert zu sein: ästhetische Destruktion, um den Kopf und die Ohren freizubekommen für utopische Entwürfe; endgültige Verschmelzung von Kunst und Pop zu etwas völlig Neuem; schrankenlose musikalische Freiheit, gepaart mit der Lust am Geräusch. Alles das ist "Zwei Osterei". Die Linernotes des Reissues stammen von Asmus Tietchens, erhältlich als CD, Download und 180g-Vinyl." [label info] www.bureau-b.com 2012 €25.00 Order it!
Klopfzeichen CD "Angstmusik: Reissue des Debüts der bahnbrechenden deutschen Elektronikband. Kluster war ein kurzlebiges Projekt der drei Musiker, Künstler und Performer Dieter Moebius, Hans-Joachim Roedelius und Konrad Schnitzler. 1970 nahmen sie mit Conny Plank zwei Alben auf, die in ihrer experimentellen Radikalität bahnbrechend waren. Chaotische, apokalyptisch klingende (Geräusch-)Improvisationen (später nannte man diesen Sound Industrial), teilweise angereichert durch rezitierte Texte. Wer heute zum ersten Mal das 1970 auf Schwann AMS Studio (einem Label für Kirchenmusik) erschienene "Klopfzeichen" hört, bekommt Geheimnisvolles und auch nicht einfach zu Entzifferndes aus einer längst vergangenen Zeit mitgeteilt. Die drei "Verfasser" formulierten mit "Klopfzeichen" vor allem eine radikale Forderung: anarchische, völlige Freiheit der Kunst und der Musik. Klopfzeichen war mit Abstand das radikalste Album der frühen deutschen Popmusik-Avantgarde. Kluster-Musik war reine Angstmusik. Die Linernotes des Reissues stammen von Asmus Tietchens, erhältlich als CD, Download und 180g-Vinyl." [label info] www.bureau-b.com 2012 €16.00 Order it!
Eruption CD "Kluster war ein kurzlebiges Projekt von Dieter Moebius, Hans-Joachim Roedelius und Konrad Schnitzler. 1970 erschienen zwei bahnbrechende Alben mit Geräuschimprovisationen: "Klopfzeichen" und "Zwei Osterei". Weil Moebius und Roedelius das finanzielle Risiko, ein drittes Album herauszubringen, zu hoch war, trennten sich Kluster, und Schnitzler veröffentlichte das gemeinsam eingespielte Material auf eigene Kosten. In der offiziellen Werkliste Schnitzlers wird das 1971 erschienene "Eruption" als erstes Schnitzler-Album mit dem Titel "Schwarz" geführt. Tatsächlich ist "Eruption" aber die dritte und endgültig letzte Kluster-LP. Das Album unterscheidet sich dennoch ganz erheblich von seinen Vorgängern. Auf Texte wird verzichtet, die Musik ist nichts weiter als sie selbst, und der Hörer kommt in den Genuss einer puren Geräuschsinfonie, deren geschickte Dramaturgie ihn bis zum Schluss konzentriert zuhören lässt. Kluster sind bei "Eruption" auf dem Höhepunkt ihrer musikalischen Ausdruckskraft. Die LP erscheint auf 180-Gramm-Vinyl, die Linernotes stammen von Asmus Tietchens." [label info] 2012 €16.00 Order it!
  Zwei Osterei CD Das 1971 erschienene Album "Zwei Osterei" ist das Ergebnis des zweiten Teils einer legendären Aufnahmesession, die im November 1970 an einem einzigen Tag stattfand. Mit dabei: die drei Musiker, Künstler und Performer Dieter Moebius, Hans-Joachim Roedelius und Konrad Schnitzler sowie Conny Plank als Produzent. Der erste Teil, die Platte "Klopfzeichen", erschien bereits ein Jahr zuvor. Allerdings übertrifft "Zwei Osterei" in seiner Konsequenz, in seiner harschen Geräuschhaftigkeit und seinen brutalen Lärmattacken das vorangegangene Album ganz erheblich. Alles, was an revolutionärer Verve der späten 60er-Jahre noch aktiv war, scheint in dieser Musik brennglasartig konzentriert zu sein: ästhetische Destruktion, um den Kopf und die Ohren freizubekommen für utopische Entwürfe; endgültige Verschmelzung von Kunst und Pop zu etwas völlig Neuem; schrankenlose musikalische Freiheit, gepaart mit der Lust am Geräusch. Alles das ist "Zwei Osterei". Die Linernotes des Reissues stammen von Asmus Tietchens, erhältlich als CD, Download und 180g-Vinyl. https://kluster-official.bandcamp.com/album/zwei-osterei 2012 €16.00 Order it!
LA STPO (La Société des Timides à la Parade des Oiseaux) Le Combat Occulte CD Rares und live-Material dieser französischen « Avant Post-Punk »-Band, die in ihrer aktiven Zeit ingesamt mehr als 30 Mitglieder hatte!! Anklänge an DDAA (die erste Single von LA STPO erschien übrigens 1986 auf Illusion Production!), VOLCANO THE BEAR, und die wildesten RECOMMENDED RECORDS-Sachen.....Grosse weirde wilde DADA-Energie! “It's strange to think that a score of years ago the world was just emerging from the last of its new wave haze, only to enter a brave new era of over produced, digitally recorded schlock. La STPO was borne into this miasma of mediocrity with knives out. They have remained bastions of outré ever since their bloodied birth. Vive La STPO! To celebrate two decades of one of the finest, most fractured & indefatigable European avant post punk bands, BlRR has nailed together this 11 track retrospective of 7300 days in the life of La STPO. & rather than trying to shape this into some sort of "best of" or "greatest hits," BlRR & La STPO have done the reverse by leaning more heavily in on the group's more exploratory moments. This also makes for a better album that, in its own skewed way, fits together as if all recorded in the same session. As presented here, La STPO are truly Rock In Opposition. Unlike their Zeuhl spewing forbears, however, STPO are not trying to fuse jazz & rock. Their rock is in opposition of all things safely established, including Rock In Opposition. Jagged & bleated arrangements with familiar rock instrumentation clash to form screaming, dada-pregnant, contorted punk concertos. Oddly timed & full of changes, this is music to fall down escalators to. Sometimes this is music to lay at the bottom of escalators to. Just as your fingers begin to snap, STPO leaps off the page into a droning menace. A cadence of broken buzzsaw guitar hums ejaculate into soft & staggering staccato strings. La STPO's propensity for quiet tension gives the tumult of their caterwauls that much more weight. The vocalist is as likely to coo & chirp as he is to chant & caw. Reeds, vibes & trumpets walk freely with the rest, making this as dynamic & interesting a record as one could hope for in this hopelessly metering post rock era. Any group that can take The Ex to task & come out singing an aria afterwards is certainly worth falling down an escalator for.” [label press release] 2005 €10.00 Order it!
Le Combat Occulte LP Stark limitierte Vinyl-Version! Rares und live-Material dieser französischen « Avant Post-Punk »-Band, die in ihrer aktiven Zeit ingesamt mehr als 30 Mitglieder hatte!! Anklänge an DDAA (die erste Single von LA STPO erschien übrigens 1986 auf Illusion Production!), VOLCANO THE BEAR, und die wildesten RECOMMENDED RECORDS-Sachen... Grosse weirde wilde DADA-Energie! “It's strange to think that a score of years ago the world was just emerging from the last of its new wave haze, only to enter a brave new era of over produced, digitally recorded schlock. La STPO was borne into this miasma of mediocrity with knives out. They have remained bastions of outré ever since their bloodied birth. Vive La STPO! To celebrate two decades of one of the finest, most fractured & indefatigable European avant post punk bands, BlRR has nailed together this 11 track retrospective of 7300 days in the life of La STPO. & rather than trying to shape this into some sort of "best of" or "greatest hits," BlRR & La STPO have done the reverse by leaning more heavily in on the group's more exploratory moments. This also makes for a better album that, in its own skewed way, fits together as if all recorded in the same session. As presented here, La STPO are truly Rock In Opposition. Unlike their Zeuhl spewing forbears, however, STPO are not trying to fuse jazz & rock. Their rock is in opposition of all things safely established, including Rock In Opposition. Jagged & bleated arrangements with familiar rock instrumentation clash to form screaming, dada-pregnant, contorted punk concertos. Oddly timed & full of changes, this is music to fall down escalators to. Sometimes this is music to lay at the bottom of escalators to. Just as your fingers begin to snap, STPO leaps off the page into a droning menace. A cadence of broken buzzsaw guitar hums ejaculate into soft & staggering staccato strings. La STPO's propensity for quiet tension gives the tumult of their caterwauls that much more weight. The vocalist is as likely to coo & chirp as he is to chant & caw. Reeds, vibes & trumpets walk freely with the rest, making this as dynamic & interesting a record as one could hope for in this hopelessly metering post rock era. Any group that can take The Ex to task & come out singing an aria afterwards is certainly worth falling down an escalator for.” [label press release] 2005 €16.00 Order it!
  L'Empreinte CD Gatefold card case with 8 page inner booklet Les Liquidateurs : dedicated to the liquidators of Chernobyl and Fukushima Armenian translation : Alice Godjikian Obsküre Mag : 4/1/2019 - Max Lachaud "Un nouvel album de La Société des Timides à la Parade des Oiseaux est toujours une joie : la promesse d’une plongée dans un univers inventif, délirant et poétique." A new release from La STPO is always a joy : the promise of a dive into an inventive, delusional and poetic universe. "Comme d’habitude, la production est impeccable, les graphismes inspirés et les textes toujours aussi énigmatiques. Un très bon cru, donc, et un des plus apocalyptiques." As usual, the production is impeccable, the graphics inspired and the texts always as enigmatic. A very good vintage and one of the most apocalyptic. https://lastpo.bandcamp.com/album/lempreinte "Heimlich, still und leise haben La Société des Timides à la Parade des Oiseaux im Herbst 2018 doch tatsächlich ein neues Studioalbum veröffentlicht. Allerdings haben die auf "L'Empreinte" zu findenden Aufnahmen schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Die vier Tracks waren nämlich schon im Herbst 2012 fertig abgemischt, und sollten eigentlich zeitnah auf CD veröffentlicht werden. Allerdings gab es dann Probleme mit der Plattenfirma (Beta-lactam Ring Records), und das Material landete erst einmal in der Schublade. Ein Teil davon, das lange "Les Liquidateurs", erschien dann 2015 auf LP (parallel zur inzwischen eingespielten nächsten CD "L'imparfait multiple de dieu"). Drei Jahre später haben es La STPO dann mit Hilfe von Azafran Media doch noch geschafft das gesamte Album zu veröffentlichen. "L'Empreinte" kommt in einem platzsparenden, im typischen Stil der Band bunt bedruckten Pappklappcover, in dessen einer Seite die CD steckt. Dieselbe sollte man allerdings vorsichtig herausziehen, um Kratzer zu vermeiden, was sich als gar nicht so einfach erweist. Gut 60 Minuten an Musik ist auf "L'Empreinte" zu finden, wobei das schon erwähnte "Les Liquidateurs" die Hälfte der Spielzeit ausmacht. Dasselbe, zum Entstehungszeitpunk das längste und ambitionierteste Stück der Formation, ist den Liquidatoren von Tschernobyl und Fukushima gewidmet, also den Arbeitern, die bei beiden Reaktorkatastrophen in vorderster Front in den stark verstrahlen Gebäudeteilen gearbeitet und aufräumt haben. Viele von denselben haben ihren Einsatz mit dem Leben bezahlt. Die meisten leiden bis heute an den gesundheitlichen Folgen. Im Zentrum des Stücks steht ein junger armenischer Liquidator, und anhand seines Schicksals werden die Ereignisse von Tschernobyl klanglich (und textlich) nachgezeichnet. Mehr Informationen findet der interessierte Leser hier. Ein dichtes Gemenge an Klang arbeitet sich hier suitenartig aus den Boxen, beginnend mit von einem Cello erzeugten Alarmheulen, hektisch und schräg, bedrohlich brodelnd, sehr abwechslungsreich und farbig, gehalten natürlich im typischen multiinstrumentalen, punkig-sperrigen RIO-Avant-Stil, den La STPO auch sonst pflegen. Dazu gibt es allerlei Text und Gesang, in Englisch, Französisch und offenbar Armenisch. Das Ergebnis wirkt ein wenig wie ein Theaterstück, oder eine Avantprog-Oper (wobei der Gesang natürlich kaum etwas opernartiges an sich hat). Zumindest könnte ich mir das gut in einem multimedialen Gewand bei einer Aufführung vorstellen, als Spectacle (wie man in Französisch sagen würde), begleitet von allerlei Filmmaterial, Projektionen und entsprechenden Kostümen. Die drei kürzeren Nummern bieten musikalisch-stilistisch Ähnliches, kommen aber trotz der auch hier zu findenden exaltierten Vokaldarbietungen Godjikians etwas weniger theatralisch daher. Die für die Band typische, wild-deftige bis klangmalend-hallende Musik wird geboten, bestimmt von der schräg jaulenden Gitarre, umfangreichem Tastenwerk, der kraftvollen Rhythmusabteilung, und verschiedenen weiteren instrumentalen Ergänzungen (Blechgebläse, Klarinettenklänge, Celloeinlagen und allerlei Perkussives). Gegen Ende von "Offre Spéciale de Lancement de la Chute" kommt sogar fast mediävale Stimmung auf, wenn Godjikian madrigal-artig seine Stimme erklingen lässt. "30000 Fois" ist offenbar die älteste Nummer der Sammlung, ist hier doch noch Benoît Delaune an Bass und Cello zu hören, der La STPO 2008 verlassen hat. Mein Lieblingsstück ist aber "La Vallée des Empreintes", das auf beeindruckende Art und Weise zwischen fast lyrischem Klangschweben und heftigen Ausbrüchen hin- und herwechselt. "L'Empreinte" ist ein weiteres hervorragendes Album der Société des Timides à la Parade des Oiseaux, welches allen RIO-Avantprog-Freaks, so sie denn keine Aversionen gegen bisweilen exaltierte menschliche Lautäußerungen haben, sehr viel Spaß machen sollte. Fazit: Besser spät als nie!" [Achim Breiling/Babyblaue Seiten] 2018 €15.00 Order it!
LAINHART, RICHARD White Night CD minimal ambience recorded 1974 ! Edition of 500 Ein wunderschön schimmernder, fast 30minütiger Drone von 1974 offenbart sich auf WHITE NIGHT, der aus vier sich umtänzelnden, schwingenden Tönen besteht. Obwohl hierzu Sinus-Töne auf einem MOOG-Synthesizer kreiert wurden, ergeben sich Obertöne und eine "wavende" Räumlichkeit, die das ganze eher nach Gitarrendrones klingen lassen, wie ihn heutzutage STARS OF THE LID oder ULTRASOUND machen... Erschienen auf dem Label von TOBIAS FISCHER (FEU FOLLET) und MIRKO UHLIG (ex AALFANG MIT PFERDEKOPF). "Back in 1974, one year before Brian Eno’s first landmark in Ambient-music, some young musician from New York wrote down a fragment of beauty’s hidden story with the minimal vocabulary of sine waves on the young black skin of a Moog synthesizer. The first release on CD features Richard Lainhart’s masterpiece in its original 29-minutes-version. There’s no single second to add, after this time everything is told though nothing has been said. Richard Lainhart about the work’s origin: "White Night" was composed and recorded in the late fall of 1974 at the State University of New York at Albany in the Coordinated Electronic Music Studio (CEMS). CEMS was created by my composition teacher Joel Chadabe with design and custom fabrication by Robert Moog and was, at the time, the largest integrated Moog modular synthesizer studio in the world. The piece consists of a dense, continuous four-note chord, each note in the chord recorded in a separate pass to one track on a Scully 4-track studio recorder. Each track consists of a single sine wave oscillator which is frequency modulated by a group of eight additional sine wave oscillators. Those oscillators are all tuned to different tones, each harmonically related to the fundamental chord tone. The amplitude of each harmonic oscillator is continuously varied under the control of an individual sequencer, and each sequencer is free-running - that is, the sequencers are not synchronized to each other, but rather running in their own independent timebases.The result is a continuously-changing complex harmonic waveform which modulates the frequency of the chord tone oscillator, generating a continuously-changing complex timbre based on the fundamental pitch of the note. The center tone of "White Night" is 212 Hz, slightly higher than the G below Middle C. The other notes create a chord consisting of a perfect fifth below the center tone, a major seventh just below the center tone, and a major second above the center tone. "White Night" was composed without reference to the standard A-440 tuning system, as we had no such pitch reference in the studio; I just picked a center tone that felt right, and went from there. As such, "White Night" lives in its own pitch world. The title "White Night" came about so: it was late December in upstate New York when I was finishing the piece, and a blizzard passed through town the night of the final mix. As I sat in the glow of the sequencers and tape decks in the University studio listening to the final version, I looked out the window and saw a security light on a building opposite the studio illuminating the blowing snow as it drifted off the roof. All I could see was the snow swirling in the light against the blackness; a moving painting continually drawn, erased, and redrawn, always changing, but always the same. It may sound bleak, but it wasn't - it was beautiful. It seemed to me that the image of the dancing whiteness perfectly matched the sound of the piece, and so I called it "White Night" to commemorate that evening of wind and snow." [label info] www.exovo.org 2007 €12.00 Order it!
LALI PUNA Our Inventions CD "2004 erschien ihr letztes Album "Faking The Books", dennoch ist Lali Punas Einfluss auf die elektronische Popszene immer noch spürbar. Gemeinsam mit The Notwist zeichnet die Band um Valerie Trebeljahr für moderne, experimentell angehauchte Popmusik verantwortlich. Mit "Our Inventions" rücken sie die Grenzen des Genres wieder mal ein Stück weiter. Der Song "Rest Your Head" schlägt eine souveräne Brücke zur vergangenen Bandhistorie. Hier pulsieren die Keyboards in warmen Wellen und begleiten Trebeljahrs Flüstern mit einlullenden Melodien - bis einen der Drumcomputer aus versponnenen Tagträumen reißt. Während das Vorgängeralbum förmlich auf die Bühne strebte, zeugt "Our Inventions" von intensiver, fast schon introvertierter Studioarbeit. Gleichzeitig unterstreichen Songs wie "Remember" und "Everything Is Always", was Lali Puna so besonders macht: überschwängliche Mitsingharmonien mit Feinschliff, die ihre Seele nicht hinter der Technik verstecken. Das Album schließt mit "Out There", Lali Punas Kollaboration mit Yukihiro Takahashi (Yellow Magic Orchestra). // More than half a decade has elapsed since the release of Faking The Books, Lali Puna's third (and hitherto most recent) long-player, but the band's impact on the climate of electronic rock music remains palpable. Along with sister-group The Notwist, this Weilheim quartet have helped map out the musical landscape for modern, experimentally minded pop music, and Our Inventions finds Lali Puna continuing to push the frontiers of their medium. 'Rest Your Head' serves as a perfectly poised re-introduction to the band and all they've become. Initiated by waves of glassy pulsations and warm, swelling synths, the song has the feel of a reverse-lullaby - gently winding its way through reposeful melodies, guided by the welcoming whisper of Trebeljahr's vocal until the final third kicks in with drum machine hits, and you're wide awake. While Faking The Books, with its vibrant riffs and extrovert tendencies, had the sound of a record begging to be played live, Our Inventions exhibits the hallmarks of an album spun from intensive studio-bound introspection. Two of the most explosive and ebullient songs here - 'Remember' and 'Everything Is Always' - confirm so much of what's special about Lali Puna: all the elements are at once precision engineered and delivered with absolute heartfelt conviction; perhaps never before have such jubilant pop hooks been so meticulously and fastidiously crafted, yet you can always hear the soul behind these machines. This is an album that's made for and about the modern world, concerning itself with the driving forces of progress and technological obsession. Trebeljahr's lyrics are suggestive of alienation and disenfranchisement from nature during the irony-laced title-track: "The birds in the trees/Singing our mobile melodies/What a sweet, sweet world", later stipulating that 'progress' never really gets us anywhere on 'Everything Is Always' ("Nothing new/These days"), while hinting at the ultimate bankruptcy of the all-devouring consumer age during 'Safe Tomorrow': "Never going anywhere/Don't stop by and get to know/Stuff your memory with facts/Save Save Save". The final song on the tracklist is 'Out There', a collaboration with the Yellow Magic Orchestra's Yukihiro Takahashi. The version appearing here is an alternate rendering of the track that appeared on Takahashi's Page By Page album in 2009. Here Trebeljahr addresses the global financial collapse ("Their kingdom's past, their kingdom's gone/Just ruins and plain desert/It's all burnt down, we're left alone"), and sure enough, Our Inventions is a body of work that keenly engages with the concerns of its time, one that confronts the excesses and ever-accelerating pace of modernity. The sublime, virtuoso electronic arrangements of Our Inventions directly lock onto the record's recurrent key themes, depicting a world inundated with technology and consumed by a fixation on progress - simultaneously passing commentary on this state of affairs and overcoming it. When Trebeljahr intones "Things move on/I'm gonna work fast because tomorrow comes quick" it sounds like it's being sung from the perspective of someone who's already there." [label info] www.morrmusic.com 2010 €16.00 Order it!
  Our Inventions LP "2004 erschien ihr letztes Album "Faking The Books", dennoch ist Lali Punas Einfluss auf die elektronische Popszene immer noch spürbar. Gemeinsam mit The Notwist zeichnet die Band um Valerie Trebeljahr für moderne, experimentell angehauchte Popmusik verantwortlich. Mit "Our Inventions" rücken sie die Grenzen des Genres wieder mal ein Stück weiter. Der Song "Rest Your Head" schlägt eine souveräne Brücke zur vergangenen Bandhistorie. Hier pulsieren die Keyboards in warmen Wellen und begleiten Trebeljahrs Flüstern mit einlullenden Melodien - bis einen der Drumcomputer aus versponnenen Tagträumen reißt. Während das Vorgängeralbum förmlich auf die Bühne strebte, zeugt "Our Inventions" von intensiver, fast schon introvertierter Studioarbeit. Gleichzeitig unterstreichen Songs wie "Remember" und "Everything Is Always", was Lali Puna so besonders macht: überschwängliche Mitsingharmonien mit Feinschliff, die ihre Seele nicht hinter der Technik verstecken. Das Album schließt mit "Out There", Lali Punas Kollaboration mit Yukihiro Takahashi (Yellow Magic Orchestra). // More than half a decade has elapsed since the release of Faking The Books, Lali Puna's third (and hitherto most recent) long-player, but the band's impact on the climate of electronic rock music remains palpable. Along with sister-group The Notwist, this Weilheim quartet have helped map out the musical landscape for modern, experimentally minded pop music, and Our Inventions finds Lali Puna continuing to push the frontiers of their medium. 'Rest Your Head' serves as a perfectly poised re-introduction to the band and all they've become. Initiated by waves of glassy pulsations and warm, swelling synths, the song has the feel of a reverse-lullaby - gently winding its way through reposeful melodies, guided by the welcoming whisper of Trebeljahr's vocal until the final third kicks in with drum machine hits, and you're wide awake. While Faking The Books, with its vibrant riffs and extrovert tendencies, had the sound of a record begging to be played live, Our Inventions exhibits the hallmarks of an album spun from intensive studio-bound introspection. Two of the most explosive and ebullient songs here - 'Remember' and 'Everything Is Always' - confirm so much of what's special about Lali Puna: all the elements are at once precision engineered and delivered with absolute heartfelt conviction; perhaps never before have such jubilant pop hooks been so meticulously and fastidiously crafted, yet you can always hear the soul behind these machines. This is an album that's made for and about the modern world, concerning itself with the driving forces of progress and technological obsession. Trebeljahr's lyrics are suggestive of alienation and disenfranchisement from nature during the irony-laced title-track: "The birds in the trees/Singing our mobile melodies/What a sweet, sweet world", later stipulating that 'progress' never really gets us anywhere on 'Everything Is Always' ("Nothing new/These days"), while hinting at the ultimate bankruptcy of the all-devouring consumer age during 'Safe Tomorrow': "Never going anywhere/Don't stop by and get to know/Stuff your memory with facts/Save Save Save". The final song on the tracklist is 'Out There', a collaboration with the Yellow Magic Orchestra's Yukihiro Takahashi. The version appearing here is an alternate rendering of the track that appeared on Takahashi's Page By Page album in 2009. Here Trebeljahr addresses the global financial collapse ("Their kingdom's past, their kingdom's gone/Just ruins and plain desert/It's all burnt down, we're left alone"), and sure enough, Our Inventions is a body of work that keenly engages with the concerns of its time, one that confronts the excesses and ever-accelerating pace of modernity. The sublime, virtuoso electronic arrangements of Our Inventions directly lock onto the record's recurrent key themes, depicting a world inundated with technology and consumed by a fixation on progress - simultaneously passing commentary on this state of affairs and overcoming it. When Trebeljahr intones "Things move on/I'm gonna work fast because tomorrow comes quick" it sounds like it's being sung from the perspective of someone who's already there." [label info] www.morrmusic.com 2010 €16.00 Order it!
LAND:FIRE Shortwave Transmission CD "Ist es wirklich schon fünf Jahre her seit das letzte Land:Fire-Album "Physical : Mental : Psychological" erschien? Ja, das Herbst9-Nebenprojekt von Henry Emich und Frank Merten hat tatsächlich so lang mit neuem Material auf sich warten lassen. Und trotz der grossen Zeitspanne ist das Thema des Albums ähnlich gewählt, geht es wieder um die Auswirkungen radioaktiver Techbologien. "Physical : Mental : Psychological" beschäftigte sich mit den Auswirkungen von 'Trinity', der ersten Atombombe 1945. Land:Fires neues Album "Shortwave Transmission" steckt den Rahmen etwas anders ab und beschäftigt sich mit dem Einsatz radioaktiver Substanzen in der modernen Kriegsführung, vor allem während der Kriege im Nahen Osten gegen Ende des letzten Jahrhunderts und den daraus resultierenden Folgen. Das Duo zeichnet ein apokalyptisches Bild der Welt, das wir uns so kaum vorstellen können, waren diese Kriege doch zu weit weg oder sind schon zu lang her. Da erscheint es fast beschämend, wenn einem die Musik aus "Shortwave Transmission" gefällt. Dieses mit Sprachfetzen aus alten Aufnahmen angefüllte Inferno klingt wie der düstere Nachhall einer Menschheit, die sich selbst vernichtet hat und deren auditives Vermächtnis alles ist, was übrig geblieben ist und nun in Radiowellen transformiert durch den Äther schwebt. Eine verlorene, einsame Melodie hallt knarzend vor sich hin. Bedrohliches Donnern macht Angst, genauso wie starkes, pulsierendes Rauschen. Blubberndes und kratzendes Grollen, von hellen, metallenen Tönen begleitet und mit unkenntlich verzerrten Sprachsamples führt zu einem abrupten Ende. Land:Fires Musik hat aber auch unweigerlich schöne Momente. Trostlosigkeit und Zerstörung sind nicht allumfassend. Der Schrei eines Raubvogels zum Beispiel oder die melancholische aber spärliche Melodie in "Most People Were Silent". Dieses Album ist eine Warnung, eine Aufforderung aufzuhören, bevor uns die Radioaktivität verschlingt. "Shortwave Transmission" ist kein Soundtrack für den Weltuntergang, sondern schon eher ein Nachruf." [Medienkonverter] "Coming back with an all new album after more than 5 years the Alter Ego of HERBST9 delivers another outstanding soundtrack about radiological warfare and it´s debris during the last century. SWT is like a massive energy spike with a surrounding maelstrom of machine noises, rhythms, interferrences and electromagnetic waves. The complex arrangement of technical sounds creates a deadly atmosphere of fallout and devastated landscapes with an apocalyptic aura reflected by dissonant harmonies and deep shimmering ambient scapes. Presented in a 6 panel digipack. Mastered by Andreas Wahnmann." [label info] www.loki-found.de "With a title like 'Short Wave Transmissions', you could perhaps easily think that the album of Land:Fire is along that of S.E.T.I. That is only partly true. There is indeed a lot of talking on this record, snippets from the radio, but the music is somewhat different. Land:Fire is an alter-ego of Herbst9, and it has been five years since he last released a record. This is all about radiological warfare, nuclear fall out and other somewhat unpleasant things in life. Here too we have some analogue synthesizers, computerized effects but also rhythm machines, which create a cold clinical and mechanical sound. That may seem like something negative, but its not. The music is very dynamic, moving back and forth between blocks of synthesized sound and soft spoken ambient textures, all spiced up with radio talk. Its not easy to say wether the music really reflects the radiological/nuclear holocaust theme (would you be aware if it wasn't told?), but there is certainly a spooky atmosphere surrounding this record. Excellent soundtrack to an imaginary film about these kind of subjects." [FdW / Vital Weekly] 2009 €13.00 Order it!
LAST DOMINION LOST Abomination of Desolation CD "Desolation: total, utter, without remit. Departure, loss, absence, yawning valleys of noise. The overture moans from the terminal ward. The humiliation of the cadaver, the scouring of abandoned houses and rubbish heaps, a planet blasted by the fruits of hubris. The last sigh of bathos: "It is finished“. Such is the subject matter and sentiment of this follow-up to the much acclaimed albums “Snowdrops From A Curate's Garden“ and „Towers of Silence“ which put Last Dominion Lost firmly on the throne of post-industrial music. “Abomination of Desolation” is consistent with their development into a dark and profound direction, and yet saturated with the noise and feedback that taps deep into the genre’s conscience: Metallic percussion and the screams of terror, ritual chants and anxious atmospheres, all used and abused in order to create the most accurate soundtrack of desolation. By the fans, “Abomination of Desolation” will be met with mixed feelings – as recordings began with John Murphy in 2015 and through his untimely death that year had to be finished without him, the acknowledged grandsigneur of post-industrial music. The album’s theme and musical approach were originally intended by John for a KRANK release: An electronic album, reflecting on John’s experiences when he was first hospitalized, comatose, and hooked to a breathing machine which was constantly creating bizarre sounds. The result stands as a brief and concise display of the group’s ability to create an unmistakable old school sound with contemporary production value. The album runs for ten tracks clocking in less than 40 minutes total and features new member Till Brüggemann (Gerechtigkeits Liga), as well as guests Nikolas Schreck, Lori Goldston and John Murphy’s beloved wife Annie Stubbs among others. With a firm electronic/analogue backbone, a delicate contrast of percussions of various origins and uncanny vocals, this is a truly dark affair, and while towards the end of the journey some more aggravating feedback loops crawl in, it never gets upfront aggressive. With the crisp mastering job of Hunter Barr it is safe to say that “Abomination of Desolation” will not lag behind its predecessors at all, but forge their deserved status as genre icons." https://epicureanescapism.bandcamp.com/album/abomination-of-desolation "Nachdem der Name Last Dominion Lost ursprünglich rückwirkend für Aufnahmen verwendet wurde, die John Murphy, Jon Evans und Dominic Guerin Anfang der 90er gemacht hatten, wurde in den letzten Jahren aus Last Dominion Lost eine aus Murphy, Evans sowie Julian Percy bestehende und in Berlin ansässige Band, die eine durchaus an den Ursprüngen des Industrials orientierte Geräuschmusik spielte, aber dem 21. Jahrhundert klanglich angemessen agierte. Über „Tower Of Silence“, das eigentliche Debüt, hieß es dann auch auf diesen Seiten, „dass Last Dominion Lost einen transparenten Klang schätzen, keinen Soundbrei, der vielleicht kurzfristig dem Hörer die Ohren zum Klingen bringt, dessen Effektivität sich aber schnell abnutzt.“ und man kann diese Einschätzung auch bzgl. des Nachfolgers – zwischendurch erschien das 2011 aufgenommene Livealbum „Snowdrops From A Curate’s Garden“ – „Abomination of Desolation“ äußern, denn wenn eine Reihe von Vertretern atonaler Geräuschmusik auf maximale Verzerrung und Statik setzen (am offensichtlichsten bei dem selbst so betitelten Wall Noise), beschreiten Last Dominion Lost einen anderen Weg, bei der statt Statik Dynamik oder besser gesagt: Unruhe herrscht – und das ist bei diesem „uneasy listening“ durchaus als Kompliment zu verstehen. Mit einem dem Buch Daniel entliehenen Titel, der auch schon Morbid Angel und Clark Ashton Smith inspirierte, macht die Band deutlich, in welche Richtung das Album geht. Von Labelseite heißt es auch: „Desolation: total, utter, without remit. Departure, loss, absence, yawning valleys of noise. The overture moans from the terminal ward. The humiliation of the cadaver, the scouring of abandoned houses and rubbish heaps, a planet blasted by the fruits of hubris. The last sigh of bathos: “It is finished“.” Diese Sätze scheinen nur auf den ersten Blick hyperbolisch, denn natürlich kann bzw. muss man das Album auch vor dem Hintergrund von John Murphys Tod lesen. Murphy hatte Konzept und musikalische Ausrichtung ursprünglich für sein Projekt Krank angedacht, um seine Krankenhauserfahrungen zu verarbeiten. Beendet wurden diese Aufnahmen von Percy, Evans sowie Till Brüggemann von Gerechtigkeits Liga, der seit einiger Zeit festes Mitglied von Last Dominion Lost ist. Letztlich ist das dystopische Musik, bei auf der der Stimme wenn nicht unbedingt eine zentrale, dann doch nicht zu unterschätzende Rolle zukommt: So etwa die Schreie, die auf „Overture To Desolation“ zu hören sind, während es scheppert und Glas zu zerbrechen scheint. Man hört aggressiv-derangierte Vocals auf „Dimunitive Cruciform“, irrsinnig dämonisches Stimmengewirr auf „Irrumatio Del Mortis“ oder aber im Hintergrund schreiende Personen auf „Bludger’s Kill“. „Devil’s Path, ein fast schon leicht atonales, analoges Ambientstück , wird von Flüstern durchzogen, „Beyond The Valley Of The Flies“ knüpft daran musikalisch an. Auf dem von ritueller Perkussion durchzogenen „Blueprint for Urban Warfare“ erklingen schmerzverzerrte Vocals, die eine psychische wie physische Auflösung zu illustrieren scheinen. Lediglich “Cursed Earth” erinnert vom Gesang an Power Electronics. Das ist vielleicht im positivsten Wortsinn pathologische Musik. In Anlehnung an Throbbing Gristle könnte man auch von einer “Journey through a diseased body” sprechen. Die Landschaften, die hier vor dem Auge des Hörenden entstehen, sind wahrlich (ver)wüst(et). In Klarkash-Tons Prosagedicht “The Abomination of Desolation” heißt es:„Of this horror, many tales are told, and nearly all of the tales are different. Some say that the thing has neither visible form nor audible voice“, Last Dominion Lost haben dem Grauen eine mehr als adäquate Stimme gegeben." [MG/African Paper] 2017 €12.00 Order it!
LASWELL, BILL VS. SUBMERGED Brutal Calling LP "Diese Kollaboration von Bass-Master Laswell mit dem Drum‘n‘Bass-Finsterling und OHM Resistance-Macher Kurt Gluck war 2004 zwischen der Photo Op Before A Long Hard Fuck-Split-10“ (2003) und Todd Bridges On Lockdown (Temulent Remix) / Summery Execution (Corrupt Souls Remix) (2005) als CD beim japanischen Label Avant erschienen und wurde nun durch einen Laswell-Aficionado für Vinyl-Liebhaber neu aufgelegt. Optisch verfinstert mit Totenköpfen Schwarz auf Schwarz, wird nun auch deutlicher sichtbar, dass die beiden New Yorker mit ihren Breakbeats und dem untergründig grollenden Bassbeben einen Nachhall von 9/11 inszeniert hatten. Auf Anschlag, was die Raserei der Beats angeht, hallt in Tracks wie ‚Mass graves‘ oder ‚Decapitation strike‘ Panik wider. Venetian Snares zerrt ähnlich an den Nerven, Brutal Calling greift aber direkter an, durchwegs fiebrig überdreht und bei ‚Lockdown on bridges and tunnels‘ mit einer WahWah-Gitarre, die Hals über Kopf Treppen hinab kreischt und blind nur noch dem Fluchtinstinkt gehorcht. Laswell zeigt hier den zerstörerischen Aspekt Shivas (wie in Chaos Face, Death Cube K, frühe Painkiller, Time Zone), den Crooklyn-Pol der Existenz, zu dem die Deep Vibrations seines Sacred Dub, die Healing Force seiner Ambient-Mantras, Innerrhythms und Space-Psychedelix (Asana, Charged, Divination, Equations Of Eternity, Pete Namlook, Tabla Beat Science, Jah Wobble) die Gegenkraft bilden. Wobei nach Laswells Philosophie wohl nur unterschiedliche Aspekte der gleichen Kraft ihr Spiel treiben. Seine Basslinien pulsieren nämlich hier wie dort mit der gleich sonoren und souveränen Vitalität und Funkiness. Falls Brutal Calling den Fall der babylonischen Türme kommentiert, dann jedenfalls nicht larmoyant. Und wie sehr auch Glucks D’n’BHysterie sarkastisch helterskeltert, durch Laswells Bass werden selbst Kalis Tanzzuckungen auf dem round Zero zu Dynamiken der Transformation." [Bad Alchemy] www.karlrecords.net 2006 €20.00 Order it!
LEGENDARY PINK DOTS (LPD) 10 to the Power of 9 - Vol. 2 LP "This is the Second Volume of a complex story about conspiracy, magic, and spirituality. Minimal synths, guitars, syncopated rhythms that are making weird, psychedelic and transcendental noises which are of course accompanied by the distinctive voice of Ka-Spel. Lying on your sofa, pumping up the volume and just dream away on their ethereal sounds. 10 to the Power of 9 is a dark and exceptional trip into their warped and bizarre musical psyche." [label info] www.rustblade.com "Die Kult-Fomation meldet sich mit dem zweiten Teil der Konzeptreihe über Konspirativität, Magie und Spiritualität zurück, erscheinend auf RUSTBLADE als limitierte Colored-Vinyl-Edition (499 Exemplare, minzgrünes Vinyl)! Selten passt das Attribut legendär so gut wie auf die Gruppe um EDWARD KA-SPEL und PHIL „THE SILVERMAN“ KNIGHT, die seit nun mehr als drei Dekaden für ihren unverkennbaren, einzigartigen Soundkosmos verehrt wird, bei dem Psychedelic- Heads, Dark Waver und Freunde experimenteller (Elektronik-) Klänge gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Vor gut einem Jahr erschien der erste Teil dieser Konzeptserie einer komplexen Story über Konspirativität, Magie und Spiritualität. Minimale Synths, Gitarren, synkopische Beats, die Verwirrung stiften, psychedelische und transzendentale Geräusche, welche wie gewohnt von der charakteristischen Stimme KA-SPELs begleitet werden. „Ten To The Power Of Nine Vol.2“ ist abermals ein dunkler und außergewöhnlicher Trip in die musikalische Psyche der LEGENDARY PINK DOTS, die hier wieder einmal ihren Status als absolut unverkennbare musikalische Ausnahmeerscheinung bestätigen." [Broken Silence info] 2015 €22.50 Order it!
  Come out from the Shadows 4 - Live at Lounge AX Chicago 1993 do-LP BOX COME OUT FROM THE SHADOWS PART 4 Lounge Ax ,Chicago 1993 This is the third and final instalment from The Silverman’s cassette archive which had been gathering dust in a dark cupboard- and it’s a special one, especially for those who hold the "Shadow Weaver" and "Malachai" albums close to their hearts. It’s hard to downplay the importance of the show presented here. Four years earlier, in 1989, The Dots anxiously anticipated their first show in Chicago (a city they viewed as one of the music capitals of The World) only for the date to vanish without explanation. In 1991, they were due to play third on the bill to Einsturzende Neubauten and old friends, Front Line Assembly at The Vic.In a chaotic scenario The Dots played filling in the sandwich between the 2 more famous bands, allowed a mere 15 minutes. It was a fiery show but most of the audience didn’t know who we were, as The Dots’ name was missing from the poster. Consequently this show at Lounge Ax in 1993 felt like our first “real” show in the city. Can you imagine the horror when EK succumbed to a throat infection in Milwaukee a night earlier? That show, in front of 30 people, was curtailed after 30 minutes. It was thanks to Nicoletta Stephanz and her box of medical wonders that the singer found his voice 24 hours later- and we have her to thank for this storming recording. Enjoy. The Silverman-keys,Ryan Moore-bass, Martijn De Kleer-guitars;Niels van Hoorn-horns;Edward Ka-Spel-voice,keys; Ray Steeg-sonix. https://legendarypinkdots1.bandcamp.com/albumcome-out-from-the-shadows-4-live-at-lounge-ax-1993 Erstmalige Veröffentlichung dieses bis dato unveröffentlichten Konzerts (1993, Lounge Ax Club Chicago) der Kultformation LEGENDARY PINK DOTS feat. EDWARD KA-SPEL. Erscheint als limitierte Doppel-CD Version im Digipack, als Doppelvinyl (Gelbes Vinyl, auf 299 Stück limitiert!) sowie als streng limitierte (199 Stk.) 3-LP-Box mit allerlei Gimmicks: Doppel-LP „Lounge Ax Chicago“ in Orange marmoriertem Vinyl, Doppel-CD, Bonus LP „Live in Philadelphia“ und ein Poster!). 1980 in London von EDWARD KA-SPEL und PHIL ‚THE SILVERMAN‘ KNIGHT gegründet, avancierten THE LEGENDARY PINK DOTS mit ihrem unverkennbaren, Genregrenzen überschreitenden Soundmix aus Progressive- / Jazz-Rock, (Dark) Wave, Psychedelia, Folk, Ambient und experimenteller Elektronik zu einer bis heute kultig verehrten Band. Seitdem erschienen von der anglo-niederländischen Formation bis dato neben diversen Singles / EPs und Compilation-Beiträgen mehr als achtzig Longplayer! RUSTBLADE macht nun dieses verloren geglaubte Kleinod erstmalig im Handel erhältlich: Ausgegraben aus dem Bandarchiv und bisher nur für den Eigengenuss der Band und deren Umfeld bestimmt, gibt es nun das komplette Konzert von 1993, aufgenommen im Lounge Ax Club in Chicago, mit allerhand Klassikern der Band (u.a. „Golden Dawn“ & „Maniac“) in drei Ausführungen! 2021 €36.00 Order it!
LINDBLAD, RUNE Death of the Moon CD Obskure historische Aufnahmen von 1953-1960 von diesem sehr unbekannten schwedischen Composer, der ein Pionier war im Gebrauch und Entwickeln von Multimediaeinsatz und –ideen. Seine Musik ist ziemlich strange & surreal, fast unbeschreibbar, field recordings, Radiosounds, Geräusche allerlei Art, ruhige Trompeten, Flöten, geisterhafte Atmos, konkreter Irrsinn...(?) Auf einem Konzert 1957 wurde seine Musik als "pure torture" betitelt. Dies ist eine Wiederöffentlichung einer LP die vorher auf RADIUM erschienen ist. ############# label-website: www.pogus.com 1997 €13.00 Order it!
LUNDVALL, TOR Yule LP "Upstate New York artist Tor Lundvall's music often evokes a sense of soft-focus autumnal melancholia but nowhere is this atmosphere more explicit and evocative than his self-released 2006 holiday album, Yule, newly reissued by Dais Records. Inspired by childhood memories of "cold, dark evenings" waiting for his mother outside shops and supermarkets while seasonal songs drifted faintly on the frozen air, the collection feels appropriately hushed and hypnagogic, half-remembered melodies heard through falling snow. Steady muted rhythmic pulses wind through wintry landscapes of icy synthetic textures, glass bells, and distant metallic echoes, occasionally framed by Lundvall's soft, dazed vocals, narrating scenes of "slushy, illuminated train stations" and "the lonely trees of January, still entangled with blue lights long after the season has ended." It's a music of barren branches, crescent moons, and willowy figures shuffling and shivering on their way somewhere, viewed from a fogged window passing by, or high above. As with Lundvall's signature oil paintings, Yule's sonic vignettes are works of observation, poetic glimpses rendered in gradients of color and quiet. He has referred to his music in the past as "ghost ambient" and, although his songwriting here skews more foreground than background, the phrase aptly captures the haunted, half-light quality of these fragile tracks. 10 miniatures of wreathed streets and silent woods, of twinkling store windows seen from a distance, the sensation of being outside of life looking in - the sentiments that seeded Lundvall's vision remain undimmed: "There was a special melancholic beauty about these moments that has never left me." https://torlundvall.bandcamp.com/album/yule "Das damals noch über World Serpent vertriebene Minilabel des in Neuengland ansässigen Malers und Musikers, auf dem seine frühen Aufnahmen erschienen, trug im Namen schon die Jahreszeit, die am ehesten die von Musik und Bildern Lundvalls hervorgerufene Atmosphäre zu illustrieren schien: Eternal Autumn Editions. Seine visuellen wie auch akustischen Arbeiten strahlten nämlich immer eine gewisse Melancholie aus und auch eine seltsame (un)heimliche Atmosphäre, in der Absenz und Präsenz, „the weird and the eerie“, zusammenkamen. Lundvall selbst sprach vor Jahren einmal von „Ghost Ambient“ zur Beschreibung seiner Musik. „Yule“ erschien ursprünglich 2006 auf dem kurzlebigen nordamerikanischen Label Strange Fortune. Eigentlich eine EP, wurde diese Veröffentlichung schon damals durch die Langversion von „The Falling Snow“ (gekürzt in einer 4-minütigen Version auf dem Eisteddfod-Sampler des französischen Labels Cynfeirdd erschienen) ergänzt. Bezogen auf „Yule“ sagt Lundvall, er habe die „special, melancholic beauty“ der Zeit abseits des Weihnachtsstresses zum Ausdruck bringen wollen (und – möchte man ergänzen – abseits des exzessiven Konsumrausches, der Batailles Überlegungen zum Potlatsch fast ad absurdum führt). Auf „Yule“ finden sich instrumentale Tracks wie „Busy Station“ aus Rauschen, vereinzelten Pianotupfern und seltsamen Geräuschen oder „The Train Home“ mit seinem gedämpften Pulsieren. Auf „12AM“ erklingt perkussives Rasseln, „Snowy Morning“ ist eine verrauschte melodische Fläche und Glocken scheinen zu läuten. Auf „Fading Light“ meint man irgehdwo eine Stimme zu hören. „White On Grey“ klingt fast wie Radiorauschen und ist vielleicht das ambienteste Stück. Es gibt auch Stücke mit Vocals wie „Christmas Eve“: ein Pusieren wie Schritte durch den Schnee, verhallte entfernte Geräusche und eine aus ein paar Tönen bestehende Painomelodie. Dann singt Lundvall mit fragiler Stimme über ein Mädchen „staring at the moon/candle light fills her room“. Auf „Yule Song“ ist die Stadt still und leer. „January“ enthält entrückte Vocal/Choral-Samples und dann heißt es: „Darkness falls early now/The city’s tired“. Zum Schluss bietet dann “The Falling Snow” noch einmal 20 Minuten, die einen tatsächlich glauben lassen, man gehe durch eine schneebedeckte Landschaft, in der schemenhafte Entitäten irgendwo die Tasten eines einsamen Klaviers drücken." [MG/African Paper] 2020 €23.00 Order it!
LUSTMORD [O T H E R] CD Das zehnte Studioalbum »Other« der Elektronik-/Industrial-Musikpioniere Lustmord wurde 2008 veröffentlicht und ist bis heute das einzige Lustmord-Album mit Gitarren, gespielt von Adam Jones (Tool), King Buzzo (The Melvins) und Aaron Turner (Isis). Das Album erschien ursprünglich auf dem unabhängigen Plattenlabel Hydra Head Records, das von Isis-Frontmann Aaron Turner gegründet wurde und früher Bands wie Converge, Pelican, Jesu, Sun O))) oder Boris beherbergte. Wie ein Journalist es damals formulierte, ist »Other« ein "düsteres Beispiel für einen vollendeten Künstler, der genau innerhalb der Parameter arbeitet, die er sich im Laufe der Jahre selbst gesetzt hat." Dieses Album zeigt Lustmord von seiner charakteristischsten Seite, und das eisige, unheilvolle Gitarrenspiel von Jones, Turner und Ozborne fügt sich perfekt in die tiefen Klanglandschaften ein, die diese beängstigende und doch inspirierende Reise ausmachen. Tatsächlich sind die Songs so kraftvoll, dass es Williams dazu bewegte, zwei Ambient-Remix-Versionen und eine Dub-Remix-EP zu erstellen, die die Klänge dieses Albums so weit wie möglich erforschen. Im Jahr 2022 arbeitet Lustmord für The Others (Lustmord Deconstructed) mit Künstlern wie Godflesh, Mono und Zola Jesus, um nur einige zu nennen, an Neuinterpretationen der »Other«-Songs zusammen, die ebenfalls jetzt erhältlich sind. Reissued in all its incarnations plus re-interpreted: Electronic/Industrial music pioneer LUSTMORDs tenth studio album [ O T H E R ], originally released in 2008 and to date the only LUSTMORD album with guitars on it, performed by Adam Jones (TOOL), King Buzzo (THE MELVINS) and Aaron Turner (ISIS). [ O T H E R ] originally came out on independent record label Hydra Head Records, founded by ISIS frontman Aaron Turner and former home of bands such as CONVERGE, PELICAN, JESU, SUN O))) or BORIS. As one journalist put it at the time, [ O T H E R ] is a "grim example of a consummate artist who is working frmly within the parameters that he has laid out for himself over the years." This album shows Lustmord at his most characteristic, and the icy, ominous guitar playing of Jones, Turner and Ozborne resonates perfectly within the deep soundscapes that make up this frightening yet inspiring journey. As a matter of fact, the material on [ O T H E R ] is so powerful that it moved Williams to create two ambient remix versions of it, and one dub remix EP exploring the sounds of this record to the greatest extend of his ability. In 2022, and also available now, LUSTMORD further collaborates with artist such as GODFLESH, MONO and ZOLA JESUS, to name but a few, for THE OTHERS (LUSTMORD DECONSTRUCTED) on re-interpretations on [ O T H E R ] tracks. LUSTMORD is the artistic moniker of Brian Williams. Born in North Wales, he started his musical career in 1980 and soon became a pioneer in the early industrial music scene in the UK. He was a former member of SPK during arguably their most crucial era, and went on to work with THROBBING GRISTLE members Chris & Cosey as well as appearing on early albums by CURRENT 93, NURSE WITH WOUND and others. After relocating to Los Angeles in 1993, Williams worked on dozens of motion picture soundtracks including The Crow, Underworld and Paul Schrader's First Reformed. Additionally he created several video game soundtracks, television scores and solo albums, as well as collaborating with artists as varied as THE MELVINS, CLOCK DVA, JARBOE, John Balance of COIL, Paul Haslinger (TANGERINE DREAM), PUSCIFER, Wes Borland and more, including Grammy Award-winners TOOL on their much acclaimed effort Fear Inoculum. To this day, Lustmord is actively recording and releasing music, his latest release being the collaborative album Alter with Karin Park of A°RABROT, and he is considered to be the founding father of the dark ambient music genre. [press release] 2022 €16.00 Order it!
Much Unseen is also here (col. vinyl) do-LP Dark ambient pioneer, Stygian drone legend and near-mythical entity LUSTMORD pierces the veil once more with ‘Much Unseen Is Also Here’; the artist’s latest, solo full-length release in a formidable, 40-year creative career at the forefront of industrial music. Brian Williams assumed the mantle of Lustmord in 1980 and began working with sound because the music he wanted to listen to simply didn’t exist. Nine years of field-recording experimentation and near-constant collaboration later, Lustmord released his third album, ‘Heresy’, which became a milestone in the industrial scene and is now universally regarded as the origin of the dark ambient genre. 35 years later, ‘Much Unseen Is Also Here’ continues the legacy established by ‘Heresy’ and echoes its enthralling narrative arc. Sequenced in three distinct parts; ‘Much Unseen Is Also Here’ is meant to be listened to in a single, uninterrupted sitting; transporting listeners away to an uncompromising parallel world that only exists within the music, before casting them back out at the end, forever changed. Der Dark-Ambient-Pionier, die stygische Drone-Legende und das fast schon mythische Wesen LUSTMORD durchstößt mit "Much Unseen Is Also Here" einmal mehr den Schleier - die neueste Solo-Veröffentlichung des Künstlers in einer beeindruckenden, 40-jährigen kreativen Karriere an der Spitze der Industrial-Musik. Auf Drängen von Cosey Fanni Tutti und Chris Carter von Throbbing Gristle, Musik zu machen, die seine unverwechselbare Aura einfängt, übernahm Brian Williams 1980 Lustmord und begann mit Sounds zu arbeiten, weil die Musik, die er hören wollte, einfach nicht existierte. Lustmord veröffentlichte 1989 sein drittes Album "Heresy", das zu einem Meilenstein in der Industrial-Szene wurde und heute allgemein als Ursprung des Dark-Ambient-Genres gilt. 35 Jahre später führt Much Unseen Is Also Here" das Vermächtnis von Heresy" fort und knüpft an dessen fesselnden Erzählbogen an. "Much Unseen Is Also Here" besteht aus drei verschiedenen Teilen und ist dazu gedacht, in einer einzigen, ununterbrochenen Durchgang angehört zu werden; es entführt den Hörer in eine kompromisslose Parallelwelt, die nur in der Musik existiert, bevor es ihn am Ende für immer verändert wieder hinauswirft. Lustmord, der seit 1994 in L.A. lebt, hat auch als Komponist und Sounddesigner an der Musik für ikonische Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt, darunter "The Crow", "Strange Days", "From Dusk Till Dawn", "Underworld" und in jüngerer Zeit die FX-Serien "Fear The Walking Dead" und "First Reformed"von "Taxi Driver"-Autor Paul Schrader aus dem Jahr 2017. Immer noch entschlossen, die Grenzen von Sound, Genre und Medien zu erweitern, hat Lustmord auch zu den Soundlandschaften von Videospielen wie Assassin's Creed, League of Legends und, passenderweise, dem von H.R. Geiger inspirierten Survival-Horror-Spiel Scorn von 2022 beigetragen. Other Woes Are Yet To Come Edition (single colored (pink) vinyl, ltd to 220 copies ww) "Im Vorfeld der Veröffentlichung des neuen Abums von Brian Williams wurde ein Vergleich zu dem 1989 erschienenen Album „Heresy“ gezogen: „[Much Unseen Is Also Here“] continues the legacy established by ‘Heresy’ and echoes its enthralling narrative arc“. Das ist natürlich eine ziemliche Ansage, ist doch „Heresy“ der Höhepunkt der prädigitalen Ära Lustmords. Dabei trugen zur (mehr als berechtigten) Auratisierung des Werks sicher auch das apokalyptische das Cover zierende John Martin-Gemälde (das sich jeder Londonbesucher einmal in der Tate ansehen sollte) und vor allem auch die Aufnahmeorte bei: So hieß es doch auf der Rückseite, das Album „utilises subterranean location recordings originated within crypts, caverns, mines, deep shelters and catacombs together with meterial of a seismic and volcanic origin“. Diese Art des Aufnehmens ist lange vorbei und Brian Williams zeigte kurz noch auf seiner Instagramseite ein Bild seiner Soundbibliothek, das deutlich machte, dass für die nächsten Jahrzehnte mehr als genug zu bearbeitendes Material vorhanden ist. In den letzten Jahren gab es das 2016 bei Touch veröffentlichte „Dark Matter“, ein überaus reduziertes Album, “70 Minuten tiefster Schwärzer“ aus den Tiefen des Alls, es erschien mit dem leider nur als Download verfügbaren „Trinity“ Williams’ Auseinandersetzung mit der Atombombe, es gab seinen Soundtrack zu Paul Schraders „First Reformed“ sowie die Kollaborationen mit Karin Park („Alter“) und mit dem Pianisten Nicolas Horvath (das recht atypische „The Fall“). Zuletzt konnte man ihn als Komponisten für das von den Bildern H. R. Gigers inspirierte Horroradventure “Scorn” erleben und hören, wie auf “The Others [Lustmord Deconstructed]” zahlreiche Künstler sich des Albums “[Other]” annahmen. Verglichen mit „Dark Matter“ ist „Much Unseen Is Also Here“ wesentlich opulenter ausgefallen. Der Opener „Behold The Voice Of Thunder“ ist durchzogen von diesem so typischen tiefschwarzen Brummen, dunke, „donnernde“ Schläge sind zu hören. Dann entwickeln sich nach und nach melodische Passagen, die entfernt an Momente auf „The Monstrous Soul“ erinnern. Hier ist fortwährend die Antizipation der (Be-)Drohung, die dann kommen mag. Ein wenig erinnert mich das Ende des Stücks an Simon Boswells Score zu Richard Stanleys „Hardware“. „An Angel Dissected“ ist eine dunkel-melancholische Klage mit einem wellenartigen An- und Abschwellen, vielleicht in etwa so, als habe Williams Steven Stapletons Dronemeisterwerk „Salt Marie Celeste“ geremixt. Auf „A Shadow Cast Upon The Deep“ meint man, die dunklen Drones habe Williams aus Stimmen geschmiedet. „Invocation Of The Nameless One“ beginnt mit melodischen, an ein Blasinstrument erinnernen Sounds, auf „Their Souls Asunder“ meint man, dunkel singende Stimmen zu hören, die dem Stück einen fast sakralen Charakter geben. Die Sounds am Ende lassen dann an „Heresy“ denken. „Hence Shall They Be Devoured All Of Them“ wird mit Glockenläuten eingeleitet, dann klingt es so, als habe ein Cello als Soundquelle gedient. Schließlich lässt „Other Woes Are Yet To Come“ das Album mit einem mehr als wahren Titel enden. Das ist vielleicht das melodischste Lustmord-Album seit langem. Wer aufgrund der Titelgebung und Covergestaltung mit dem aus Wayne Barlowes „Hell“-Serie stammenden Bild „Saragatanas Before The Behemoths“ meint, hier sei ein dunkler Metaphysiker am Werk, dem sei gesagt, dass im Innern des Albums eines der berühmtesten Zitate Epikurs zu finden ist, in dem das Epikureische Paradoxon formuliert wird, das die berühmte Frage nach dem Verhältnis von Güte und Allmächtigkeit von Göttern stellt. Auf einem vor etlichen Jahren erschienen Lustmord-T-Shirt hieß es dann auch passenderweise „The only good god is a dead god“." [MG/African Paper] 2024 €37.50 Order it!
  Much Unseen is also here do-LP https://lustmord.bandcamp.com/album/much-unseen-is-also-here Dark ambient pioneer, Stygian drone legend and near-mythical entity LUSTMORD pierces the veil once more with ‘Much Unseen Is Also Here’; the artist’s latest, solo full-length release in a formidable, 40-year creative career at the forefront of industrial music. Brian Williams assumed the mantle of Lustmord in 1980 and began working with sound because the music he wanted to listen to simply didn’t exist. Nine years of field-recording experimentation and near-constant collaboration later, Lustmord released his third album, ‘Heresy’, which became a milestone in the industrial scene and is now universally regarded as the origin of the dark ambient genre. 35 years later, ‘Much Unseen Is Also Here’ continues the legacy established by ‘Heresy’ and echoes its enthralling narrative arc. Sequenced in three distinct parts; ‘Much Unseen Is Also Here’ is meant to be listened to in a single, uninterrupted sitting; transporting listeners away to an uncompromising parallel world that only exists within the music, before casting them back out at the end, forever changed. Der Dark-Ambient-Pionier, die stygische Drone-Legende und das fast schon mythische Wesen LUSTMORD durchstößt mit "Much Unseen Is Also Here" einmal mehr den Schleier - die neueste Solo-Veröffentlichung des Künstlers in einer beeindruckenden, 40-jährigen kreativen Karriere an der Spitze der Industrial-Musik. Auf Drängen von Cosey Fanni Tutti und Chris Carter von Throbbing Gristle, Musik zu machen, die seine unverwechselbare Aura einfängt, übernahm Brian Williams 1980 Lustmord und begann mit Sounds zu arbeiten, weil die Musik, die er hören wollte, einfach nicht existierte. Lustmord veröffentlichte 1989 sein drittes Album "Heresy", das zu einem Meilenstein in der Industrial-Szene wurde und heute allgemein als Ursprung des Dark-Ambient-Genres gilt. 35 Jahre später führt Much Unseen Is Also Here" das Vermächtnis von Heresy" fort und knüpft an dessen fesselnden Erzählbogen an. "Much Unseen Is Also Here" besteht aus drei verschiedenen Teilen und ist dazu gedacht, in einer einzigen, ununterbrochenen Durchgang angehört zu werden; es entführt den Hörer in eine kompromisslose Parallelwelt, die nur in der Musik existiert, bevor es ihn am Ende für immer verändert wieder hinauswirft. Lustmord, der seit 1994 in L.A. lebt, hat auch als Komponist und Sounddesigner an der Musik für ikonische Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt, darunter "The Crow", "Strange Days", "From Dusk Till Dawn", "Underworld" und in jüngerer Zeit die FX-Serien "Fear The Walking Dead" und "First Reformed"von "Taxi Driver"-Autor Paul Schrader aus dem Jahr 2017. Immer noch entschlossen, die Grenzen von Sound, Genre und Medien zu erweitern, hat Lustmord auch zu den Soundlandschaften von Videospielen wie Assassin's Creed, League of Legends und, passenderweise, dem von H.R. Geiger inspirierten Survival-Horror-Spiel Scorn von 2022 beigetragen. Other Woes Are Yet To Come Edition (single colored (pink) vinyl, ltd to 220 copies ww) "Im Vorfeld der Veröffentlichung des neuen Abums von Brian Williams wurde ein Vergleich zu dem 1989 erschienenen Album „Heresy“ gezogen: „[Much Unseen Is Also Here“] continues the legacy established by ‘Heresy’ and echoes its enthralling narrative arc“. Das ist natürlich eine ziemliche Ansage, ist doch „Heresy“ der Höhepunkt der prädigitalen Ära Lustmords. Dabei trugen zur (mehr als berechtigten) Auratisierung des Werks sicher auch das apokalyptische das Cover zierende John Martin-Gemälde (das sich jeder Londonbesucher einmal in der Tate ansehen sollte) und vor allem auch die Aufnahmeorte bei: So hieß es doch auf der Rückseite, das Album „utilises subterranean location recordings originated within crypts, caverns, mines, deep shelters and catacombs together with meterial of a seismic and volcanic origin“. Diese Art des Aufnehmens ist lange vorbei und Brian Williams zeigte kurz noch auf seiner Instagramseite ein Bild seiner Soundbibliothek, das deutlich machte, dass für die nächsten Jahrzehnte mehr als genug zu bearbeitendes Material vorhanden ist. In den letzten Jahren gab es das 2016 bei Touch veröffentlichte „Dark Matter“, ein überaus reduziertes Album, “70 Minuten tiefster Schwärzer“ aus den Tiefen des Alls, es erschien mit dem leider nur als Download verfügbaren „Trinity“ Williams’ Auseinandersetzung mit der Atombombe, es gab seinen Soundtrack zu Paul Schraders „First Reformed“ sowie die Kollaborationen mit Karin Park („Alter“) und mit dem Pianisten Nicolas Horvath (das recht atypische „The Fall“). Zuletzt konnte man ihn als Komponisten für das von den Bildern H. R. Gigers inspirierte Horroradventure “Scorn” erleben und hören, wie auf “The Others [Lustmord Deconstructed]” zahlreiche Künstler sich des Albums “[Other]” annahmen. Verglichen mit „Dark Matter“ ist „Much Unseen Is Also Here“ wesentlich opulenter ausgefallen. Der Opener „Behold The Voice Of Thunder“ ist durchzogen von diesem so typischen tiefschwarzen Brummen, dunke, „donnernde“ Schläge sind zu hören. Dann entwickeln sich nach und nach melodische Passagen, die entfernt an Momente auf „The Monstrous Soul“ erinnern. Hier ist fortwährend die Antizipation der (Be-)Drohung, die dann kommen mag. Ein wenig erinnert mich das Ende des Stücks an Simon Boswells Score zu Richard Stanleys „Hardware“. „An Angel Dissected“ ist eine dunkel-melancholische Klage mit einem wellenartigen An- und Abschwellen, vielleicht in etwa so, als habe Williams Steven Stapletons Dronemeisterwerk „Salt Marie Celeste“ geremixt. Auf „A Shadow Cast Upon The Deep“ meint man, die dunklen Drones habe Williams aus Stimmen geschmiedet. „Invocation Of The Nameless One“ beginnt mit melodischen, an ein Blasinstrument erinnernen Sounds, auf „Their Souls Asunder“ meint man, dunkel singende Stimmen zu hören, die dem Stück einen fast sakralen Charakter geben. Die Sounds am Ende lassen dann an „Heresy“ denken. „Hence Shall They Be Devoured All Of Them“ wird mit Glockenläuten eingeleitet, dann klingt es so, als habe ein Cello als Soundquelle gedient. Schließlich lässt „Other Woes Are Yet To Come“ das Album mit einem mehr als wahren Titel enden. Das ist vielleicht das melodischste Lustmord-Album seit langem. Wer aufgrund der Titelgebung und Covergestaltung mit dem aus Wayne Barlowes „Hell“-Serie stammenden Bild „Saragatanas Before The Behemoths“ meint, hier sei ein dunkler Metaphysiker am Werk, dem sei gesagt, dass im Innern des Albums eines der berühmtesten Zitate Epikurs zu finden ist, in dem das Epikureische Paradoxon formuliert wird, das die berühmte Frage nach dem Verhältnis von Güte und Allmächtigkeit von Göttern stellt. Auf einem vor etlichen Jahren erschienen Lustmord-T-Shirt hieß es dann auch passenderweise „The only good god is a dead god“." [MG/African Paper] 2024 €31.50 Order it!
M.B. / COALMINER + ALLIES Antimateria LP Allies: GNAW THEIR TONGUES (Netherlands); RICHARD RAMIREZ (USA, founder of Black Leather Jesus); TORTURING NURSE (China) ZENABI (Philippines); GRODOCK (Germany); TOSHIJI MIKAWA (Japan, founder of Incapacitants); MANY BLESSINGS (USA; with Ethan Lee of Primitive Man); UNSIGNIFIED DEATH (Thailand) MAURIZIO BIANCHI is one of the founders of early industrial and noise music and should be familiar to the most. For ANTIMATERIA he contributed two brand new, merging pieces in which he approaches the theme through sounds of iluminescent and rushing keyboard clusters. COALMINER establishes several harshnoise tracks, for which they collaborated with the most diverse artists of the genre, from different countries. in the next few days, the various supporters will be presented here. Art by: Paul van Trigt, M.B. and Bruno Erber https://grubenwehrfreiburg.bandcamp.com/album/antimateria "Schon vor etlichen Jahren haben Kernphysiker verschiedene Untersuchungen zu den Klängen von Antimaterieteilchen durchgeführt. Die Ergebnisse sind mittlerweile vermutlich Legion und mir weitgehend unbekannt. Wenn im Zuge dessen allerdings so etwas wie der Sound auf der vor einigen Monaten erschienenen Compilation “Antimateria” möglich ist, dann wäre ich prinzipiell dafür. Auf der LP “Antimateria”, die wenn man genau sein will ein zwischen Kollaboration, Compilation und Split-Release angesideltes Objekt darstellt, arbeitet auf der ersten Seite das hierzulande hoffentlich bald wesentlich bekanntere philippinische Harsh Noise-Duo Coalminer mit einer Reihe an Acts zusammen, die trivial formuliert fast wie ein Who is Who internationaler Lärmkünste anmuten. Die Resultate offenbaren einen starken verbindenden Rahmen, unterscheiden sich aber im Detail sowohl in der klanglichen Beschaffenheit (Rauheit versus relativ glatte Politur, oder besser leicht abgemilderte Rauheit) als auch in der Struktur (Fluss versus Stakkato und alle Zwischenstufen). Den Auftakt bildet ein Track, den die beiden (wie vermutlich in fast allen Stücken) in Mail Art-Manier zusammen mit der ursprünglich mal als Band gegründeten und heute von Junkie im Alleingang betriebenen Shanghaier Institution Torturing Nurse und dem deutschen Noise- und Experimental-Act Grodock aufgenommen haben. Nach wenigen brummenden Sekunden bricht eine Lawine aus Schutt und Geschrei auf die Ohren nieder, und was anfangs noch eher wie im Fluss wirkt, in welchem man die Schreie von Kindern und Schmerzgeplagten hört, wird irgendwann von einem ohrenbetäubenden Donnern und Rattern und Rumpeln zerstampft. Anschließend geht es in Zusammenarbeit mit Richard Ramirez und dem Landsmann Zenabi zunächst etwas zurückgenommener zur Sache, man hört verhaltenes Brodeln und Kratzen, bei dem sich zum einen die vielzitierte Noise-Wall mit rauer Tapete abzeichnet, aber auch das, was ungeübte Ohren gerne einen “Kaputte Boxen-Effekt” nennen. Das ist aber nur die Kulisse, auf der sich viele andere zum Teil entgrenzte Dinge wie schwindelerregender Drehungen oder höllisches Gekeife aus einem riesigen Mund ereignen. Die qualvollen Schreie zeigen sich am eindrücklichsten in dem Track, den Coalminer zusammen mit dem aus dem experimentellen Black Metal stammenden niederländischen Projekt Gnaw Their Tongues und dem Amerikaner Ethan Lee McCarthy alias Many Blessings aufgenommen hat. Hier mischen sich die Todesschreie in ein furioses ambientes Rauschen, das mit der Zeit immer mehr zu einem kleinteiligen, schnellen Flickerbild mutiert. Zusammen mit Toshiji Mikawa (seines Zeichens Mitgründer der Incapacitants) und dem von Bangkok aus operierenden Polwach Beokhaimook alias Unsignified Death schließt die erste Seite mit einem Track, in welchem eine anfangs fast noch angenehm klingende Wall durch hochtönendes Feedback, beängstigendes Lachen und herausgekotzte Vocals zum Einsturz gebracht wird. So wird Antimaterie zu einem Fest für die Ohren. Zu einem kompletten Tapetenwechsel (ohne Raufaser, pun intended) kommt es beim Auflegen der zweiten Seite, denn die beiden jeweils rund zehnminütigen Stücke, die Maurizio Bianchi hier unter seinem Kürzel M.B. abliefert, könnten zum bisher gehörten kaum eindrucksvoller kontrastieren. Was vom Label als “sounds of iluminescent and rushing keyboard clusters” beschrieben wird, erweist sich als Labsal von flirrender ambienter Struktur, deren helle, obertonreiche Gestalt immer in Bewegung bleibt. Im Verlauf der beiden Stücke entfalten sich – beim zweiten “Yangnay” mehr noch als beim eröffnenden “Gnayang” – leisere und lautere Abschnitte, in denen kleine Unregelmäßigkeiten, die manchmal wie Tonstörungen anmuten, für eine im besten Sinne unspektakuläre Dynamik sorgen. Und durchgehend sorgt eine sonnengeblendete Flimmerästhetik für ein fast nostalgisches Deja-Vu zu klassischen Synthesizer-Kompositionen besserer Zeiten. Weit davon entfernt den Veröffentlichungsturnus v.a. im Harsh Noise zu überblicken schätze ich, dass “Antimateria” zu den herausragenden Releases in diesem Bereich zählt. Das betrifft natürlich primär die Coalminer und seinen Kollegen gewidmete Seite, aber auch in dem hier adressierte Dunstkreis tut ein Blick über den Tellerrand, hinter dem Bianchi seine sanften Keyboardsounds spielt, sicher ganz gut. Tolle Platte, die hoffentlich nochmal neu aufgelegt werden wird." [U.S./African Paper] "First off, this album has six different vinyl versions, ranging from 10 copies in pristine white to 90 copies in red/brown flamed. Some are with additional CDs, some without, but Grubenwehr really put some effort into this release. I give compliments to you guys; your effort and energy paid off. The two sides of this album are unrelated to each other. With this, I mean, it's not artists remixing each other or collaborative work using each other's sounds or so. It's 20 minutes per artist, and I think I have never had a better opportunity to present two fully different definitions of noise music in the same review to you, the reader. First of all, Side A: Coalminer. A duo from Manilla. Philippines, on their four tracks, work together with friends from all over the world. How about (and it's just half of them) Torturing Nurse, Richard Ramirez, Gnaw Their Tongues and Unsignified Death? And the music is so intense!!! I couldn't tell you the content of the lyrics, but the titles kinda imply it. "Dissection", "Gaping Crevice", "Decomposition" and "Electrocution". I mean ... It's probably all lullabies for the sick and twisted (pun intended). The reverse side contains two 10-minute pieces by M.B., a.k .a. Maurizio Bianchi. M.B. started working on his art in 1979 using pre-recorded sounds and, in 1980, worked more with the generation of his own sounds. He is absolutely one of the pioneers of early industrial and noise, and on the two pieces presented here - "Gnayang" and "Yangnay" - he approaches the theme of "Antimateria" through sounds of luminescent and rushing keyboard clusters. How does that translate to sound? Two lengthy pieces in which not much happens but where a lot happens. It sounded like a combination of organs and vocoders and was never-ending, always moving. I had a few moments where I was drawn into the atmosphere of Wendy Carlos works, but then more of a static/non-static drone. IF M.B.'s interpretation of the subject was that while nothing happens, a lot happens, and at the same time, because a lot happens, nothing happens, then he succeeded cum laude. Beautiful works, but in all honesty, It's an acquired taste." [BW/Vital Weekly] 2023 €20.00 Order it!
MACHINEFABRIEK Wendingen CD "A selection of my favorite remixes made between 2005 and 2015. Great to have these copmiled on one disc! Most of these reworking have been released elsewhere, but used here with kind permission." www.zoharum.com "Mit „Wendingen“, wobei ich einmal vermute, dass sich der Name auf das Kunst-Magazin bezieht, das von 1918 bis 1932 in den Niederlanden erschienen ist, veröffentlicht RUTGER ZUYDERVELT unter seinem Projektnamen MACHINEFABRIEK eine Zusammenstellung von Remixen, die er zwischen 2005 und 2015 aus dem Material anderer Künstler angefertigt hat. Die vorgelegte Sammlung macht dabei vor allem auch deshalb Sinn, weil die einzelnen Remixe teilweise nur als Download oder auf Tape oder CD-R veröffentlicht wurden. Die ge-remixten Künstler entstammen zumeist dem experimentellen Musikspektrum, wobei einige Künstler dabei sind, mit denen ZUYDERVELT auch bereits direkt zusammengearbeitet hat, wie DAG ROSENQVIST von DE LA MANCHA oder GARETH HARDWICK. Bekanntere Namen dürften zudem noch AMON TOBIN und DJIVAN GASPARYAN, der an einigen bekannten Soundtracks (u.a. „Gladiator“ und „The Last Temptation Of Christ“) mitgearbeitet hat, sein. Deutlicher Pluspunkt der Zusammenstellung ist die Homogenität des dargereichten Ergebnisses, so dass „Wendingen“ glatt als reguläres Album des Niederländers durchgehen könnte. Gegenüber einem gewöhnlichen MACHINEFABRIEK-Album, das in der Regel stark durchkonzeptioniert ist, zeigen sich hier allerdings größere Spielräume, was den Klang und die jeweilige Herangehensweise an ein Stück betreffen. Von knackiger Elektronik, melodischer Electronica, über schwebende, surrende Drones bis hin zu akustischen Momenten zieht sich dieses Klangbild und doch verbindet ZUYDERVELT diese Elemente atmosphärisch zu einem Gesamtbild, das in sich überraschend stimmig ist und dennoch angenehm abwechslungsreich erscheint. Dabei verzichtet man vor allem auch auf die übliche Sitte, bei einem Remix möglichst alles unter Dance-Beats zu begraben und eine Tanzflächenkompatibilität herzustellen. Lediglich bei dem Remix des AMON TOBIN-Materials sind industrielle Rhythmuselemente vorhanden, die aber auch schon so ähnlich im Original zu finden sind. Somit ist „Wendingen“ ein recht rundes und soundtechnisch spannendes Album, das den originären MACHIENFABRIEK-Veröffentlichungen in nichts nachsteht." [Tony F. für nonpop.de] 2016 €12.00 Order it!
MAXWELL, JULES Cycles / Nocturnes do-LP "Cycles is the latest album of work by Irish composer Jules Maxwell whose music has featured at London's National Theatre, The Royal Opera House, Shakespeare's Globe Theatre and The Roundhouse. Most recently he has been working with the band Dead Can Dance and in 2021 he released an album entitled Burn with singer Lisa Gerrard. Cycles is an exquisite album of meditative instrumental music. It is quiet and circular in nature but deeply atmospheric and dramatic at moments. Cycles will be released on Friday 25th March on Berlin based label Ghost Palace. A limited double vinyl edition will also be available featuring the Cycles album and its predecessor Nocturnes." "Heute morgen, kurz nach fünf, kurz nach Wecker klingeln. Noch ist es verdächtig ruhig und entgegen meiner Gewohnheit, eines jahrelang antrainierten Automatismus folgend, schalte ich nicht erst den Wasserkocher und dann Deutschlandfunk ein. Sondern ich lege, während der Tee vor sich hin zieht, „Cycles“ von Jules Maxwell auf. Genauer gesagt, die erste der Doppel-LPs. Mit dem Opener „Deeper Sleeper“ in den Tag zu starten ist ungewohnt entspannt, denn sogar noisy Kinder und Jugendliche verstummen mit einem „Ohhh“ und bewegen sich auf einmal fast lautlos. Wer hätte das gedacht. Warum ich das jetzt in einer Review erwähne? Weil diese Szene vermutlich am besten beschreibt, was Jules Maxwell auf dieser Platte für eine Stimmung erzeugt. „Cycles“ ist ein ruhiges, meditatives Instrumental-Album, welches mit den ersten Tönen den Pulsschlag entschleunigt. Dennoch schafft es Maxwell Spannung aufzubauen. So, dass der*die Hörer*in ganz bei und in der Musik bleibt. In „A Rose On The Road“ führt ein Klavier, wie ein langsamer, rhythmischer Glockenschlag in den Song ein, im Hintergrund bauen sich sphärische Klänge auf, werden intensiver, dringlicher und bauen eine Dramatik auf, die ab rund dreieinhalb Minuten von einer Geige (oder ist es eine Bratsche, ich tue mich schwer damit das rauszuhören) aufgenommen wird. Nach rund fünfeinhalb Minuten haben sich die Klänge, die Töne, vereint und lösen sich auf, so dass ein sanfter Übergang zum nächsten Song geschaffen wurde. Und das, was ich hier für diesen Song beschrieben und versucht habe in Worte zu fassen, ist exemplarisch und findet auch in den anderen Songs statt. Immer anders, aber dennoch ist das Album eine Einheit und als solches zu hören. Zu hören ist Jules Maxwell zur Zeit auch Live. Er tourt mit Dead Can Dance. Termine findet ihr hier. Doch kommen wir zur zweiten LP, die sich im Gatefoldcover befindet. Hierbei handelt es sich um die, digital schon im März vergangenen Jahres erschienene LP „Nocturnes“. Jetzt auf Vinyl sind „Nocturnes“ und „Cycles“ vereint und auch musikalisch bilden sie eine Einheit. Eventuell ist „Nocturnes“ stellenweise ein wenig verspielter, zum Beispiel in „April 1964“ oder auch „Virgin Territory“ wird im Laufe des Songs verspielter. Grundsätzlich wird aber die Stimmung, die Jules Maxwell auf „Nocturnes“ kreiert hat, in „Cycles“ aufgenommen und intensiviert. Und wer jetzt bei den Stichwörtern meditativ und ruhig denkt, es wäre sicherlich nicht so seine*ihre Musik, dem*der empfehle ich mal reinzuhören. Denn die Platte berührt, egal ob man jetzt vorwiegend Progressiv Rock, Metal oder Radio-Pop hört. Wer’s nicht glaubt, spule nochmal zurück zum zweiten Absatz, oder hört halt mal rein. Erschienen ist das Vinyl auf dem Label Ghost Palace und liegt mir als Testpressung in schwarzem Vinyl vor. [Vinyl Keks] 2022 €26.50 Order it!
MEESE X HELL Hab keine Angst, hab keine Angst, ich bin Deine Angst do-LP STANDARD 2LP VINYL EDITION - LIMITIERT "Geboren 1970 in Tokio, verbrachte Jonathan Meese seine frühe Kindheit in Japan, und kam mit drei Jahren 1973 gemeinsam mit seiner Mutter zurück nach Deutschland. Als Kind sprach er nur japanisch und englisch. 1995-1998 Studium an der HfbK in Hamburg, 1998 Durchbruch als bildender Künstler auf der Berlin Biennale. In seinen Gemälden, Performances und Aktionen thematisiert Meese immer wieder die Rolle Deutschlands und deutsche Mythen. Eine ursprünglich beauftragte Meese-Inszenierung des Parsifal 2016 in Bayreuth wurde 2014 wegen angeblicher Unfinanzierbarkeit gekündigt. Der Münchener Techno- und House-Produzent Hell ist seit zwei Jahrzehnten ein Bewunderer Meeses. Als Hell vor zwei Jahren bei Jonathan Meese anfragte, ob dieser das Cover für Hells neues, kürzlich erschienenes Album House Music Box gestalten wolle, sagte dieser sofort zu. Die Wertschätzung entpuppte sich als gegenseitig. Man verabredete eine experimentelle Studiosession, um auszuloten, ob die polarisierenden Sprachperformances von Jonathan Meese in Verbindung mit Musik von Hell eine eigene Qualität entwickeln würden. 2019 nahmen Hell und Meese zum ersten Mal gemeinsam auf. Meese steuerte Textideen auf Papier bei, Hell hatte Instrumentals vorbereitet, die sowohl Hells stilistische Interessen, als auch Meeses musikalische Vorbilder - von DAF über Sisters of Mercy bis hin zu Kraftwerk - berücksichtigten. Hell: Mir wurde in vielen gemeinsamen Gesprächen klar, wie musikaffin er eigentlich ist und wie viel unterschiedliche Musik er kennt. Und vor allem: Wie sehr die Musik ihm auch in seiner Kunst als Inspirationsquelle dient. Die Sessions - insgesamt drei, davon zwei gemeinsam mit Meeses 91-jähriger Mutter Brigitte - fanden im Trixx-Studio am Berliner Moritzplatz statt. Meese assoziierte Freestyle über Beats und Loops von Hell. Hell: Ich bewundere Jonathan Meese nicht zuletzt als performativen Künstler - und gerade auch seinen stimmlichen Vortrag. Im Studio sang, sprach oder flüsterte er dann seine improvisierten Texte über die Tracks, die ich vorbereitet hatte. https://meesexhell.bandcamp.com 2021 €25.00 Order it!
  Hab keine Angst, hab keine Angst, ich bin Deine Angst (special edition) do-LP & BOOK Limitiertes Hardcoverbook + 2 LP + 24-Seiten Künstlerbuch und Poster! Geboren 1970 in Tokio, verbrachte Jonathan Meese seine frühe Kindheit in Japan, und kam mit drei Jahren 1973 gemeinsam mit seiner Mutter zurück nach Deutschland. Als Kind sprach er nur japanisch und englisch. 1995-1998 Studium an der HfbK in Hamburg, 1998 Durchbruch als bildender Künstler auf der Berlin Biennale. In seinen Gemälden, Performances und Aktionen thematisiert Meese immer wieder die Rolle Deutschlands und deutsche Mythen. Eine ursprünglich beauftragte Meese-Inszenierung des "Parsifal" 2016 in Bayreuth wurde 2014 wegen angeblicher Unfinanzierbarkeit gekündigt. Der Münchener Techno- und House-Produzent Hell ist seit zwei Jahrzehnten ein Bewunderer Meeses. Als Hell vor zwei Jahren bei Jonathan Meese anfragte, ob dieser das Cover für Hells neues, kürzlich erschienenes Album "House Music Box" gestalten wolle, sagte dieser sofort zu. Die Wertschätzung entpuppte sich als gegenseitig. Man verabredete eine experimentelle Studiosession, um auszuloten, ob die polarisierenden Sprachperformances von Jonathan Meese in Verbindung mit Musik von Hell eine eigene Qualität entwickeln würden. 2019 nahmen Hell und Meese zum ersten Mal gemeinsam auf. Meese steuerte Textideen auf Papier bei, Hell hatte Instrumentals vorbereitet, die sowohl Hells stilistische Interessen, als auch Meeses musikalische Vorbilder - von DAF über Sisters of Mercy bis hin zu Kraftwerk - berücksichtigten. Hell: "Mir wurde in vielen gemeinsamen Gesprächen klar, wie musikaffin er eigentlich ist und wie viel unterschiedliche Musik er kennt. Und vor allem: Wie sehr die Musik ihm auch in seiner Kunst als Inspirationsquelle dient." Die Sessions - insgesamt drei, davon zwei gemeinsam mit Meeses 91-jähriger Mutter Brigitte - fanden im Trixx-Studio am Berliner Moritzplatz statt. Meese assoziierte Freestyle über Beats und Loops von Hell. Hell: "Ich bewundere Jonathan Meese nicht zuletzt als performativen Künstler - und gerade auch seinen stimmlichen Vortrag. Im Studio sang, sprach oder flüsterte er dann seine improvisierten Texte über die Tracks, die ich vorbereitet hatte." 2021 €40.00 Order it!
MGR (MUSTARD GAS AND ROSES) Nova Lux LP Solo-Album des ISIS-Gitarristen M. GALLAGER auf dem neuen Berliner Label VIVA HATE, dies ist die lim. Vinyl-Version der bereits auf NEUROT erschienenen CD ! Wenn man MGR zuhört, weiss man wer für die melancholischen Stimmungen bei ISIS zuständig ist. Sehr reduzierte, rein instrumentelle Gitarren-Klänge, die unglaubliche Einsamkeit & Trauer ausstrahlen.... „MUSTARD GAS AND ROSES (kurz MGR) ist das Solo Projekt von ISIS Gitarrist Mike Gallagher, der sich durch den Bandnamen auf Kurt Vonneguts semiautobiographischen Roman ,Slaughterhouse Five" bezieht. Das Album umfasst fünf unbetitelte Stücke mit einer Spielzeit von 52 Minuten. Gallagher wurde bei Track#1 von Greg Burns (RED SPAROWES) am Pedal Steel und bei Track 4 von Octopus (DÄLEK) durch dessen geniale Sampletüftelei unterstützt. ,Nova Lux" schifft sich, nicht untypisch für Neurot, durch eher ruhige Ambient-Post-Rock Gewässer und steht dabei ISIS sehr nahe. Gallagher generiert majestätische Atmosphäre mit telekinetischer Kraft, die auf Gitarrenarbeit basierenden Songs lassen in Verbindung mit Homerecording-Electronica Landschaften erwachsen, die deutlich greifbar auftauchen und sich dann doch wieder in unscharfer Formlosigkeit verlieren...“ [Cargo] "...Okay we blew it. We did. We let this MGR record slip right under our radar. And we regret it. We do. As we've said before, the only thing better than discovering some new record that totally kicks your ass, is discovering some record you ignored or missed for some reason, only to have your ass kicked retroactively. Such is the case with MGR. And to prove just how sorry we are, not only are we listing this disc (a few months late) but we also got a super limited cd-r direct from the band reviewed elsewhere on this list. Not sure why we didn't give this a listen when it first came out, our defense, as flimsy as it may seem, is that we thought MGR was the abbreviation for manager, so we just sort of figured, that was kind of a dumb name so why bother. MGR actually stands for Mustard Gas And Roses and is the work of one M. Gallagher from postrock metal heavyweights Isis, and is actually quite amazing. Imagine Isis with all the bombast stripped away, all traces of metal removed, leaving only sinewy minor key guitars to drift over vast expanses of droning shimmer, skeletal but incredibly lush. Dark, moody, melancholy soundscapes, the background a warm swirl of sound, guitars drifting in the fuzzy haze above, unfurling gorgeously melancholic melodies, while all around huge swaths of sound shimmer and shift. There's some lap steel, but it's just another gauzy layer of sound, there are beats here and there, but those already minimal rhythms are processed into indistinct throbs and minimal shuffles and buried way down in the murk, making those tracks sound like some sort of post rock Gas. So good." [Aquarius Records] 2006 €15.00 Order it!
MIXED BAND PHILANTHROPIST The impossible Humane LP "Limitiertes Vinyl-Reissue des einzigen Albums der Industrial-Kultband. Aufgenommen in den Jahren 1984 bis 1986 ist "The Impossible Humane" das einzige Album von Mixed Band Philanthropist, einem Nebenprojekt der The New Blockaders. Ursprünglich war die Platte 1987 auf dem deutschen Label Selektion erschienen und ist natürlich längst ein begehrtes Sammlerstück. Das Label Staubgold macht dieses Juwel aus Industrial und Musique concrete in einer Kleinauflage wieder erhältlich. Das Reissue enthält zwei Bonustracks, die der 7-Zoll-Single "The Man Who Mistook A Real Woman For His Muse And Acted Accordingly" entnommen wurden. Am Album war das Who’s who der damaligen Industrial-Szene beteiligt, u. a. Nurse With Wound, Organum, Andrew Chalk, The New Blockaders, Etant Donnes, H.N.A.S., P16.D4, Asmus Tietchens, Controlled Bleeding, Smegma und Merzbow. "A totally great listening experience", meinte das Magazin "The Wire". Die Vinyl-only-Produktion ist auf 400 Platten limitiert." [label info] www.staubgold.com "Recorded from 1984 to 1986, "The Impossible Humane" is the sole album by The New Blockaders side project Mixed Band Philanthropist. Originally released on the German Selektion label in 1987 and impossible to find nowadays, Staubgold makes this rare gem of Industrial goes Musique Concrete available again in a strictly limited edition of 400 copies. Furthermore the reissue contains two bonus tracks taken from the 7" single "The Man Who Mistook A Real Woman For His Muse And Acted Accordingly". The album is assembled of exclusive source material by the who's who of the Industrial music scene of the time, including contributions by Nurse With Wound, Organum, Andrew Chalk, The New Blockaders, Etant Donnes, H.N.A.S., P16.D4, Asmus Tietchens, Controlled Bleeding, Smegma, Merzbow and many more. "A classic chunk of destroyed musique concrete. Assembled from a variety of musical and spoken sources, this is a nonstop barrage of genius. Filled with headsnapping changes, sexual innuendo and general confusion, it's a totally great listening experience," said The Wire magazine. Idwal Fisher wrote: "This car crash tape collage still stands today as one of the best examples of the genre. Its perpetual barrage of split-second samples are a dizzying mess of '60's Pop songs, scrapes, industrial whirr, uncategorizeable racket, ghostly voices, electronic beebles and burrs, sped-up records, tape whizz, machine rumble, snatches of Reggae, bucket damage, kazoo farts, Disco spots and about three-thousand or more (I'm guessing) other samples that really shouldn't work but, by some slight of hand or genius, actually do. On paper snatches of steel bands shouldn't be found on the same side of tape as Geordie MCs, Michael Jackson, pneumatic drills, early Merzbow and '50's Doo Wop but here they are and it works. Totally. Then comes the added bonus of being able to listen to this to the point of ad nauseam, mainly due to the fact that there are so few reference points that every listen brings something new." [label info] 2014 €16.00 Order it!
NADJA Skin Turns to Glass CD So ziemlich alles was NADJA in ihre Frühphase jemals herausgebracht haben, wird dieser Tage wiederveröffentlicht, so auch SKIN TURNS TO GLASS; die drei Stücke erschienen 2003 als CDR auf Nothingness Records und präsentiere NADJAs unnachahmlichen "Ambient Metal"-Sound, vom emotionalen Charakter her betrachtet sind das Drone-Stücke mit Hang zum Unendlichen und Dunkel-Kosmischen, als stilistische Mittel werden Metal-Elemente benutzt.. Als besonderes Schmankerl gibt es hier noch einen wunderbaren vierten, unbetitelten Track (fast 30 min lang), der NADJA von ihrer ambient-experimentellen Seite zeigt, mit endlosen Wellen von an- und abschwellenden Soundflächen...... "Dirge-like metal riffs & heavy, minimal percussion w/ ethereal melodicism & something of a shoegazer asthetic, creating a swirling amorphous wall of sound that strives to be both obliterating & uplifting. 3 tracks with a running time of 80 minutes." [label info] "....So why buy this one? Or the two forthcoming releases? Or the 30 or 40 past releases? Well, if you're like us, we can't get enough of the sound of Nadja. And like we mentioned above, we HAVE figured out a way to make this sound go on forever. Each record, takes the dense blissed out buzz, the lurching doomic trudge, the gloriously effulgent majesty of Nadja, and stretches it out just a little bit further. Each time adding something crucial that wasn't there before. On Skin Turns to Glass, the songs are evenmore meditative and repetitive, looped endlessly, the riffs churning mantra-like, a buzzing slow motion hynorock, separated by spaced out stretches of glimmering ambience, and deep cavernous drones. Every Nadja record we're tempted to declare it the best yet, but we'd bet you if we went back to one of the first releases, we'd immediately think that it was in fact the best one. Such is the magic of Nadja, the sound they've created, the soundworld, each piece is as important as any other, the sound wouldn't be complete, in fact can naver be truly complete, until there are no more records, no more songs, no more pieces to add to the ever expanding puzzle. Hopefully that will never happen. Includes an unlisted bonus track, nearly thirty minutes of shimmering doomic minimalism, droning dark bliss, that explodes in the last minute or so, in a flurry of incendiary white noise, a drum damaged blown out psychguitar metallic meltdown, that ends quite abruptly, leaving us to wait patiently for the next movement, coming soon..." [Aquarius Records review] label-website: www.theendrecords.com 2008 €12.00 Order it!
NAM-KHAR & SIELWOLF Oppressfield CD "Ebenfalls mit Sielwolf sind Nam Khar vor etwa zwei Jahren mit „Atavist Craft“ an meinem akustischen Horizont erschienen, an dem sie sich auch mit der Kollaboration mit „Alone in the Hollow Garden“ problemlos halten konnten und an dem sie nun mit „Oppressfield“ erneut erklingen. Mit „Platinum insert“ beginnt das Album zunächst sehr leise, doch etwa in der zweiten Hälfte des Track drängt sich der unbarmherzige Maschinenrhythmus, der zunächst wie entfernt zu hören war, in den Vordergrund, bis er gegen Ende wieder verebbt. Die nun folgenden „Cron tabs“ erinnern mich an einen Dialog zweier Maschinen über eine Klangebene hinweg, die voller elektrischer Spannung zu sein scheint und stellenweise nach den grandiosen „Elph“ klingt. Etwas mehr als sechs Minuten sorgen hier abwechslungsreiche Sounds dafür, dass keine Langeweile, sondern vielmehr fantastische Bilder vor dem vielbeschworenen Auge aufkommen. Der Titeltrack des Albums beginnt wieder leiser und erneut kommt es einen so vor, als geschehe etwas in der Entfernung und womöglich in einer Art Nebel. Dann schneidet sich ein irgendwie ‘nagelnder’, recht schneller Rhythmus durch das Ganze: Weiterhin erklingen klagende (?) Töne in der Entfernung, doch – meditative (?) – Ruhe kann sich beim Hörer hier nur einstellen, wenn er die komplexen werdenden und immer noisigeren Geräusche integrieren kann. Auch diese indes verklingen und der Hörer wird in in die „Failed states“ entlassen: Hier schlagen harte Töne durch eine rauschende, wehende Hintergrundfläche und ich meine sogar, gegen Ende etwas wie Schreie zu hören. Der Titel tut ein Übriges, angenehme wie beunruhigende (Klang-)Landschaften zu evozieren. Der sich langsam entwickelnde und längste Track „Crypt trap“ führt diese Atmosphäre gewissermaßen fort: Es gibt zunächst genug Stille, um auch die leisen Töne zu hören, doch wird man auch immer wieder mit Maschinenklängen konfrontiert: Rituale? Attacken? Irgendetwas scheint sich auch bei „Exorial“ durch eine dystopische Landschaft zu bewegen, Genaueres mag sich jeder selbst vorstellen oder sich auch ganz auf die Musik einlassen. Dazu fordert einen Sielwolf & Nam Khar hier immer wieder auf: Quasi mitzugestalten, wenn sich die Stücke zusammensetzen, hinzuhören, versuchen zu verstehen und sich sicher auch immer wieder auf seine Assoziationen zu verlassen. Kein „easy“, sondern irgendwie „analytical“ listening, dabei nicht nur „oppressive“, sondern „impressive“ und daher Freunden des nicht einlullenden, sondern ansprechenden und aufweckenden „(Industrial) Ambient“ zu empfehlen." [Flake777, Black Mag] 2017 €12.00 Order it!
NIBLOCK, PHILL YPGPN (A young Person's Guide to Phill Niblock) do-CD Wiederveröffentlichung der do-CD, die 1995 auf Blast First erschien und Material des Drone-Meisters von 1978-1994 versammelte. "YPGPN (Young Person's Guide to Phill Niblock) is the long-awaited re-release of a 2 CD-set that was a joint production by the UK based Blast First label and The Wire magazine in 1995. It includes the following works: Held Tones (1982-94) Barbara Held, flute; Didjeridoos and Don'ts (1992) Ulrich Krieger, didjeridu; Ten Auras (1994) Ulrich Krieger, tenor saxophone; Ten Auras Live (1994) Ulrich Krieger, tenor saxophone; A Trombone Piece (1978-94) James Fulkerson, trombone; A Third Trombone (1979-94) Jon English, trombone; Unmentionable Piece for Trombone and Sousaphone (1982-94) George Lewis, trombone and sousaphone. Phill Niblock and his music have been with us now for quite some time. In 1972 he guided an audience that had come to the New York venue the Kitchen for a concert of his compositions, to his loft... Now, some thirty years later, Niblock's work continues to draw new audiences. What is extraordinary about this, is that the principles of his music have not changed much over the years; that with the long timespan covered by each piece and the sparseness of the musical material and its elaboration, one could be forgiven to think that it is at odds with contemporary hasty tastes. In fact, just because of that, it has the power to draw attention to itself. The apparently immobile string of tones that is basic to his compositions, has a singular mesmerizing quality." [Rene van Peer] www.xirecords.org 2002 €18.00 Order it!
NODDING GOD (DAVID TIBET & ANREW LILES) Play Wooden Child LP NODDING GOD were formed 666 years ago by Andrew Liles, David Tibet, and The UnderAge Shaitan-Boy in a Boys-Only preparatory boarding school in Babylon, since shut down by unfortunate events that took place there, in the night, in the dark. Their first album, WOODEN CHILD, is released on House Of Mythology in May 2019. Sung 93% in Akkadian by David, who has studied this language for many years, this New Baby God Who Nods - a Nodding God, a Godding Nod - WOODEN CHILD is powered by Stars and Cuneiform and Pop and Drop and One Thousand Liles In One Thousand Axes. Nodding God’s Virgin Boards Appearance will be at the Islington Assembly Hall on Saturday May 11, where they will PLAY WOODEN CHILD in its entirety; the event is presented by Old Empire & Born Again Concerts, in association with Mythology. Joining Andrew and David on the boards will be Reinier van Houdt and Michael J. York on Analogue Synthesisers and Drone Planks and Organ Lords, with FluorescentFilms by Davide Pepe and Lasers by Rob of StanWaxLasers. The UnderAge Shaitan-Boy is, unfortunately, under Police Curfew and will be unable to attend this time, despite legal representations to the authorities to allow him to appear. https://www.youtube.com/watch?v=62KVH4bEe8k "Die meisten der in den letzten Jahren entstandenen Projekte David Tibets außerhalb von Current 93 – die Zusammenarbeit mit ZU als ZU93 auf dem kammermusikalischen „Mirror Emperor“, das opulenter instrumentierte mit Youth aufgenommene „Create Christ, The Sailor Boy“-Album (beide Alben erschienen ebenfalls auf House of Mythology) oder die Hommage an John Balance zusammen mit James Blackshaw – waren musikalisch sicher nicht so weit von Current 93-Arbeiten entfernt. Anders dagegen verhält es sich bei dem aus Tibet, Andrew Liles und dem anonymen „Shaitan Boy“ (ein anderer Otto Avery?) als Nodding God eingespielten Album – ein Projektname, der auf eine von Tibets frühe(re)n Obsessionen verweist. Schon die Ästhetik macht deutlich, dass die Stimmung eine andere ist: Pazuzu(s) als Springteufel vor pinkem Hintergrund und die Darstellung der drei Beteiligten als Cartoonfiguren. Das spiegelt sich auch in der komplett elektronischen Musik wider. Wie soll man das nennen, was man auf den sieben Tracks hören kann? Retrofuturismus? Progressive auf einem C64 komponiert? Auf dem Opener „Trapezoid Haunting“ hört man Tibets elektronisch verfremdete Stimme, die aus Ištars Gang in die Unterwelt vorträgt (der akkadischen Version der sumerischen Göttin Innana). Dazu erklingen repetetive Synthpassagen, Arpeggios und auch die folgenden sechs Tracks sind ähnlich ausgerichtet. „Natron Skipping Rope“ lässt an Jahrmarktsmusik denken, man hört Lasershots. Auf „Xanthosis Sabbat Clock“ kann man inmitten des Akkadischen englische Wörter erahnen (“quicksilver”, “Mercury”). „Salamander Candy“ wird zwischendurch von seltsamen Schreien durchzogen. Bei aller Verspieltheit haftet manchen der Tracks allerdings durchaus ein Moment des Unheimlichen an, was auch, aber nicht alleinig, an der durch die Bearbeitung so nichtmenschlich klingenden Stimme liegen mag. Sucht man im umfangreichen Werk Tibets nach (muikalischen) Referenzen, so kommt einem vielleicht noch am ehesten entfernt der „Love Dance Of The Nodding Folk“ in den Sinn, aber letztlich wird auf “Play Wooden Child” eine ganz eigene Welt entworfen. Tibets Arbeiten waren/sind häufig geprägt von einem Kontrast(ieren) von Erhabenem und Profanem: Zum 5-Uhr-Tee erscheint Pazuzu an der Tür. Der Gegensatz zwischen der ausgestorbenem akkadischen Sprache, von der auch Linguisten nicht genau sagen können, wie sie ausgesprochen wurde, und der pinken Ästhetik und der Musik könnte wahrscheinlich nicht größer sein. In einem anlässlich der Veröffentlichung gemachten Interview fasst es Andrew Liles vielleicht auch ganz gut zusammen: “For me Akkadian just sounds great, otherworldly, something Christopher Lee would recite at some nefarious ritual in a Hammer movie. High camp or high art – it’s all interchangeable for me.” Wer das Album direkt beim Label bestellt hat, bekommt eine Zwei-Track-CD, auf der neben der Albumversion von “Calcination Totem Station” noch ein Remix des Tracks namens “In A Foreign LandScape” zu finden ist. Diese etwas dunklere Version wurde für den Soundtrack von “In A Foreign Town” komponiert, einem 11-minütigen Kurzfilm, der eventuell zu einer auf Kurzgeschichten Thomas Ligottis basierenden Anthologieserie ausgeweitet wird." [Michael Göttert / African Paper] 2019 €29.50 Order it!
NORTHAM, MICHAEL [MNORTHAM] Memory of A mCD-R Ungefähr zur gleichen Zeit wie die SUHINA 10" in unserer SUBSTANTIA INNOMINATA-Reihe erschien diese mini-CDR bei TAALEM. Enthalten ist ein ca. 21minütiger one-tracker mit röhrenden, fast mechanischen Drones, die er auf einem "tubular zylophone" einspielt; die Statik des Beginns ist aber nur eine scheinbare, wenn sehr schön schwingende metallische Obertöne dazukommen, wallende organ-drones und sich fast auflösende rauschender Regenklänge... ein sehr feines Stück!! "Micheal Northam travels a lot and presents here a work that was recorded in India in december 2007, with his microtuned tubular zylophone along with winter rain. Its unclear what (or if at all) he has done with the recordings, but its a pretty neat work. Maybe a bit more rougher than usual, but the various shifting tones of the metallic object he is playing, along with the processed field recordings make this a slow yet always evolving piece of work. A classic Northam piece of drone like acoustic sounds and field recordings. " [FdW / Vital Weekly] "artwork: delphine ancelle-b. based on cassette recordings on a microtuned tubular zylophone while under an unusual winter rain at the adishakti center, vazhakulam, pondicherry, india (december 2007). mixed at the hobbit hole, kreuzberg, berlin (july/aug 2008. michael northam could be considered as much as a sound artist as a world traveller... his work is the continuation of more than fifteen years of visiting, working with and learning from over ninety artists (jgrzinich, yannick dauby, loren chasse, martin franklin, francisco lopez or hitoshi kojo/spiracle to name a few) over fifty locations in twenty-five countries! a perfect example is this piece recorded in india then mixed in germany, probably rawer and rougher than some of his other works..." [label info] www.taalem.com 2009 €5.00 Order it!
NOSTALGIE ETERNELLE Sans Fin LP "NOSTALGIE ETERNELLE (,ewige Sehnsucht") (NE) wurde im Oktober 1986 von Stefan Heinze und Dieter Mauson in Leer / Ostfriesland gegründet. Dieter hatte zuvor in diversen NoWave und PostPunk-Bands Bass gespielt. Stefan hatte schon über längere Zeit Elektronikmusik gemacht und seit 1982 einige Tapes in geringen Auflagen veröffentlicht. In der ersten Zeit spielte NE vor allem auf diversen Festivals in Ostfriesland. 1987 begann die Band erste Aufnahmen im ,Heimstudio' zu machen, die dann auf Cassettensamplern zuerst in Deutschland, dann in ganz Europa und später in Japan und den USA veröffentlicht wurden. Verbreitet durch Fanzines, Flyer und Briefe bestand in den 80ern eine riesige internationale Cassettenszene. NE wurde ein Teil von ihr. Viele Freundschaften entstanden, die teilweise bis heute bestehen. Die Szene veranstaltete Festivals - vor allem in den Niederlanden und Belgien. Im Sommer 1991 verlies Dieter Mainz und kehrte in den Norden zurück. Er zog nach Hamburg und gründete dort eine Familie. Zunächst glaubten Stefan und Dieter über die Distanz mit NE weitermachen zu können. Es entstand ein letztes Tape (COURAGE AND DESPAIR) das einzige Studiosolotape. Danach stellte NE seine Aktivitäten ein, doch die Freundschaft zwischen Stefan und Dieter blieb. Über die Jahre redeten Inox und Dieter immer von einem Neuanfang von NE. Und 2009 trafen sich die beiden, 18 Jahre nach ihrer letzten Aufnahmesession, wieder im Studio von INOX in Wespbaden. Die ersten neuen Stücke entstanden. Im Januar und Februar 2011 wurde weiteres Material im neuen Heimstudio von Dieter in Hamburg-Altona aufgenommen. In diesen Sessions in 2009 und 2011 entstanden die Stücke für das Vinylalbum SANS FIN (,ohne Ende"), dass nun - im Januar 2012 - auf HAFENSCHLAMMREKORDS in Hamburg erschienen ist. Im Juni 2011 war bereits NE-Archive-Material auf einer Vinyl-EP auf dem belgischen Label EE-Tapes, sowie auf einer CD mit dem Namen NOTRE DEBUT auf FINAL MUZIK in Italien erschienen. Ein weiteres Doppelalbum mit Musik von 1988 bis 1991 ist auf dem französischen Label INFRASTITION in Arbeit. NOSTALGIE ETERNELLE is back!" [label info] 2012 €14.00 Order it!
ONODERA, YUI Entropy CD Wiederveröffentlichung des ersten ONODERA-Albums von 2005 (als CDR erschienen auf seinem eigenen kleinen Label), zu dem wir vermerkten: "A new project from Tokyo with minimal “concrete” & drone-compositions....extremely nice & dense......hyper-subtle stuff.... ..derived from field recordings, guitar-sounds, electronics. Definitely Recommended ! 10tracks/total time 47m11s." "A new label from Japan, this Trumn and the presentation is nice: sturdy card stock, like a small folder. The first one is by Yui Onodera, no stranger in the land of the weekly (see for instance the weeklies 590, 608 and 611), with his carefully constructed sonic silence. He uses field recordings, electric guitars and computer processing for his music - lots of computer processing. The result is a work in ten parts, all untitled, all flowing right into eachother. Each is a block by itself - static without many moving around and each has a similar built up, fade in, fade in and stays where it is, so small gaps of silence appear between the songs, but essentially, I think, its a one unified work. Highly microsound, and nothing new as such in that particular line of music, but Onodera does things pretty well, I think. 'Entropy', in all its silence-ness is a great work." [FdW / Vital Weekly] www.trumn.com 2009 €13.00 Order it!
ORGANUM ELECTRONICS Quietude CD "Organum Electronics ‘Quietude’ is another intense aural experience. A dense work, consisting of buzzing washes of electronic sounds, reminiscent of the very first Organum recordings. In common with other recent works, the piece uses a carefully chosen set of sound sources, overlaid and structured to form a tapestry of shifting textures. Recorded in 2021 and edited by Alan Jones at RMS Studios South London, the CD comes in a 4-panel Digisleeve with graphic artwork by Jonathan Coleclough. UK-based composer and visual artist David Jackman began his career in the late 1960s in the experimental group Scratch Orchestra, co-founded by Cornelius Cardew. He started recording solo work in the late 1970s, mostly on self-released cassettes in very small numbers. In the early 1980s he established his main project, Organum, which evolved into a new version under the name Organum Electronics in 2019. Five OE albums have been released by Japanese imprint Siren Records. ‘Quietude’ (DS128) is the first OE release on Die Stadt.. This is the second of seven albums scheduled for release on Die Stadt up until the end of 2024. As well as several albums under the OE moniker these will include works under David Jackman’s own name." [press release] "David Jackman sprach einmal bzgl. seiner sogenanten „Holy“-Trilogie davon, diese Arbeiten seien geprägt von „a lot of repetition; more accurately, near repetition. It is a quality which I find most elegant.“ Dieses Motiv der (Fast-)Wiederholung zeigte sich auch auf Alben wie dem 2018 erscheinenen Organum-Album „Raven“ oder auf den unter eigenem Namen erschienenen Alben „Herbstsonne“ und „Silence In That Time“. Die dort zu hörenden verhallenden Klavierakkorde, manchmal mit Glockenläuten, Orgeldrones oder dem Krähen von Vögeln, waren eine fast schon zirkuläre, vielleicht auch meditative Musik. Dann erschien plötzlich mit Organum Electronics 2019 ein Album, das dieses Zurückhaltende, Meditative rabiat beendete. Über den Nachfolger „Stilness“ aus dem Jahr 2020 konnte man hier lesen: „Frühere Organumaufnahmen (z.B. die auf L.A.Y.L.A.H.) waren geprägt von einer Unruhe, die neuen Aufnahmen sind auf gewisse Weise etwas statischer, ganz so, als wolle Jackman seine eigene Interpretation von Wall Noise spielen. Auf 35 Minuten wird der Hörende von einem massiven Drone umgeben.“ Hier klang Jackman plötzlich wieder, wenn auch unter „elektronischer“ Fokussierung, so „noisy“, wie auf seinen frühe(re)n Aufnahmen. Nach insgesamt fünf Alben unter diesem Projektnamen auf Siren Records kündigte Die Stadt aus Bremen vor einiger Zeit eine umfangreiche Reihe mit weiteren Veröffentlichungen an: Im Abstand von drei bis vier Monaten werden bis 2024/2025 insgesamt sieben Jackman/Organum-Alben (von denen zwei Doppel-CDs sind) veröffentlicht werden. Gerade erschienen sind die ersten zwei Alben dieser Reihe: Die Tradition der (manchmal kurios geschriebenen) Einworttitel fortführend, sind „Quietude“ und „Darcknes“ – natürlich, möchte man sagen – von Ästhetik wie auch vom Klang sehr eng miteinander verbunden: Auf „Quietude“ gibt es einen langen Track (hier 40 Minuten lang), der den Hörer unter sich zu begraben droht (ganz im Gegensatz zu der im Titel angesprochenen „Ruhe“). Es gibt immer wieder leichte (Ver-)Änderungen, kaum wahrnehmbare Verschiebungen in der Textur, so dass diese Lärmwand – das Label spricht nicht unzutreffend von „buzzing washes of electronic sounds“ – sich durchaus (ver-)ändert. Was im Gegensatz zu den fünf vorhergegangenen Alben auffällt, ist, dass tatsächliche neue (bzw. alte) Elemente hinzukommen. Plötzlich tauchen auf „Quietude“ nämlich inmitten des Surrens und Dröhnens Glocken auf, die auf früheren Aufnahmen zu finden waren. Das gleichzeitig veröffentlichte Album „Darcknes“ besteht aus einem 48 Minuten langen Track, auf dem neben dem Läuten von Glocken auch noch das Krähen von Raben zu hören ist. Es ist mit Hinblick auf David Jackmans Zurückhaltung hinsichtlich öffentlicher Äußerungen letztlich müßig, herauszulesen zu wollen, was seine Konzeption hinter diesen Aufnahmen ist, aber letztlich spielt das auch keine Rolle, schließlich sagte er selbst einmal vor vielen Jahren in einem Interview mit Paul Lemos: “Really, there’s no mystery to the music; I just make it because I want those sounds to exist. There’s no other reason.” Ich habe in einer früheren Besprechung von Jackmans Arbeit einmal – in Anlehnung an eine Studie zum literarischen Expressionismus, in der u.a. die Prosa Benns dieses Attribut bekam – diese als “absolut” bezeichnet. Man kann gespannt sein, was die nächsten Veröffentlichungen bringen werden." [MG / African Paper] "It's never easy to review music by David Jackman, not work under his own name, or work as Organum, or as it is these days, Organum Electronics. He used the latter on five releases by Siren Records, and when they announced the fifth would be the last, I assumed (for no particular reason) that would be the end of that name. Maybe because Die Stadts hasn't been too active with new releases, I didn't realise they could release more work, as basically it's the other go-to place for Jackman to release his music. They announced a series of seven works by Jackman, and their announcement didn't say whether they'll all be by Organum Electronics. The first two are. I didn't return to the five previous albums, partly out of the usual lack of time and maybe because I thought of this as making a fresh start. Listening to these two new releases, I remember what the previous ones sounded like. Here also comes what I find 'difficult' about reviewing Jackman's work, and that's a lot of it is very similar, but then, if you see the cover, four panels with the band name and the title, and nothing else, you know the man likes repetition. And yet, most curious indeed, one is never too sure if the repeat is a one-on-one copy or a slight variation thereof. These two works may sound the same, but they aren't. In 'Darckness', some field recordings pop up, church bells, among the dense mass of electronic sound, whereas 'Quietude' seems all electronic throughout. Both seem to have been cut from more extensive work, ending quite abruptly. The overall sound design is quite similar in both pieces, and they share a general grimness about these works, as with many of his works. Think of this as being locked up in a factory, with sounds buzzing everywhere, and reminding me of the early harshness of Organum, sans electronics: dense, minimal and dark. Can I finish with 'another excellent work'? It's most likely I have used that before in connection with Jackman's work, and I will probably repeat that in the future." [FdW / Vital Weekly] 2023 €15.00 Order it!
PALO ALTO Difference and Repetition - A Musical Evocation of GILLES DELEUZE do-LP "This new album (the tenth in their discography) was born from two ambitions: to pay tribute to Soft Machine's Third on form (4 sides / 4 titles) and to philosopher Gilles Deleuze (Difference and Repetition is the title of his thesis) on the contents. The 4 long pieces of this double concept album were developed over 2 years and each has a different style and climate. Bold and kaleidoscopic, Difference and Repetition perfectly synthesizes the musical and literary obsessions of Palo Alto. Palo Alto Formed in Paris in 1989, Palo Alto released his first album (a cassette) on the Italian label Old Europa Cafe in 1990. The year 2020 is therefore an opportunity to celebrate the 30th anniversary of this first stone, the founder of a discography rich with 10 albums. The band is now composed of Jacques Barbéri (also a science fiction author), Laurent Pernice (ex-member of the French industrial band Nox) and Philippe Perreaudin (also coordinator of several compilations and reissues: Legendary Pink Dots, Un Département, Nino Ferrer Revisited, Ptôse, Hardy Fox…). Literature, and particularly science fiction, is a leitmotiv in the band's work. Antoine Volodine, Thomas Pynchon, Philip K. Dick, Lewis Carroll or J. G. Ballard have been invoked many times. In recent years, Palo Alto has multiplied musical collaborations with, among others, The Residents, Ptôse, Klimperei, Tuxedomoon... From industrial music to inextricable electronic ramifications, by making a detour through improvisation, the musical universe of Palo Alto is multifaceted. Their new album is no exception to this rule… " https://subrosalabel.bandcamp.com/album/difference-and-repetition-a-musical-evocation-of-gilles-deleuze "Palo Alto aus Paris gibt es seit 1989 und mit "Le Clos" erschien 1990 ein erstes Album (auf Tonbandkassette), dem bisher ein gutes Dutzend weitere gefolgt sind. Das Projekt um Jacques Barbéri nennt als Einflussgeber Tuxedomoon, Art Zoyd, The Legendary Pink Dots, Coil, The Residents, Can und Cabaret Voltaire, und betätigt sich vornehmlich in experimentell-elektronischen Gefilden, verunreinigt seine Musik aber auch mit Punkig-Schrägem, New-Wave-Artigem oder Modern-Kammermusikalisch-Klassischem. Ich machte erstmals mit dem 1998 beim Musea-Unterlabel Gazul Records erschienenen Album "Transe Plan" Bekanntschaft mit der Formation, und auf jenem geht es auch weitestgehend elektronisch und experimentell zu. Zum 30sten hat man dann das wohl bisher ambitionierteste Projekt verwirklicht. Ein Doppelalbum hat man sich vorgenommen, von der Form her wie "Third" von Soft Machine, also mit vier seitenlangen Nummern, welches sich mit dem Werk des 1995 durch Selbstmord verstorbenen französischen Philosophen Gilles Deleuze befasst. Dazu hat man sich einige musikalische Gäste gesucht: Den von Deleuze beeinflussten SF-Schriftsteller Alain Damasio als Vorleser, Richard Pinhas, der einstmals bei Deleuze studiert hat, an der E-Gitarre, Thierry Zaboïtzeff am Cello und Rhys Chatham an der Trompete. Das fertige Werk wurde schließlich Ende 2020 vom Belgischen Label Sub Rosa als 2xLP oder CD veröffentlicht. Mit Soft Machine hat die Musik eher wenig gemein. Aber, es ging ja auch nur darum ein ähnlich ausladendes und gestaltetes Album zu veröffentlichen. Ein paar jazzig-rockige Spuren sind auf "Difference And Repetition - A Musical Evocation Of Gilles Deleuze" aber auch auszumachen. Ansonsten ist dies eine Art von elektronischer Musik, oft rhythmisch voran schreitend, bestimmt von programmierter Perkussion, vornehmlich aber dominiert von allerlei Synthesizererzeugnissen und bisweilen heftigst verfremdeten Saxophonklängen, in die je nach Stück weitere Blasinstrumente, Cello, Bass, E-Gitarre und Textrezitationen eingewoben wurden. Vor allem im dreiteiligen "Triptych" verliest Damasio Texte, einen eigenen bisher unveröffentlichten über Deleuzes Tod (der auch im Inneren des Digipacks abgedruckt ist), aus Deleuzes Buch "Capitalisme et Schizophrenie" (1980) und aus seinem Roman "Les Furtifs" (2019), durchaus engagiert und intensiv, ganz im Stile des "Concerto Delle Menti" von Pholas Dactylus. Man kann, auch wenn man den französischen Text kaum folgen kann, nur gebannt zuhören. Die restlichen Stücke sind vorwiegend instrumental gehalten, nur im einleitenden "The Tears of Nietzsche" wird kurz ein Text von Richard Pinhas’ verlesen (aus "Les Larmes de Nietzsche – Deleuze et la musique“, 2001), und sind recht stark von den jeweiligen Gastsolisten geprägt. Im eben genannten ersten Track ist Pinhas’ E-Gitarre klangbestimmend und die Nummer klingt dann über weite Strecken wie das recht typische Gitarrendröhnen, welches auch auf den Soloalben des Franzosen meist zu hören ist. Palo Alto, insbesondere Berberis Sax, sorgen aber für eigenen Charakter. In "Rhizom" knarzt Zaboitzeffs Cello erst bedächtig, dann immer wüster, eingebettet in eine hypnotisch dahin schreitende Space-Elektronik, in der das 'Tibetanische Horn' Barberis aber auch exotische Akzente setzt. Im abschließenden Titelstück ist dann Rhys Chatham tonangebend, allerdings nicht an der E-Gitarre, sondern mit einer heiser-krächzenden Trompete, übrigens oft begleitet von einem Damenchor (genannt 'Les Bottines'), der stellenweise fast für Zeuhl-Atmosphäre sorgt. Eine recht schwer zu kategorisierende Musik ist auf "Difference And Repetition - A Musical Evocation Of Gilles Deleuze" zu finden. Als dynamischen Avant/Kammerprog, dröhnenden E-Gitarren-Elektrorock, krautige Elektronik oder als pulsierendes Electronicagemenge könnte man das bezeichnen, oder als eine dichte Verschmelzung dieser Ingredienzien, angereichert mit allerlei freiem Klangbasteln. Das Ergebnis ist jedenfalls reichlich originell, intensiv, voluminös, packend und auf jeden Fall sehr progressiv. Ich denke einmal, dass Avantprog-Freaks bzw. Zaboitzeff- und/oder Pinhas-Fans, die zudem die weiter oben genannten Vorbilder (oder einige derselben) schätzen, von "Difference And Repetition" (übriges auch ein Buchtitel Deleuzes) begeistert sein sollten. Ein später Höhepunkt des Progjahres 2020!" [Babyblaue Seiten] 2021 €20.00 Order it!
PHALLUS DEI Black Dawn CD "Ein in dichte, undurchdringliche Dunkelheit gehülltes Szenario, in welchem sich nur schemenhaft kleine Details zu erkennen geben. Erst mit der Zeit scheint sich das Dunkel etwas zu lichten, nach und nach geben sich immer mehr Gegenstände zu erkennen, die langsam aber merklich in Bewegung geraten. Und doch bleibt all dies so rätselhaft und unklar wie zuvor, und ganz auflösen wird sich das Dunkel ohnehin nicht. Was bleibt ist der Eidruck einer diffusen Bedrohung. So in etwa könnte man sich eine schwarze Morgendämmerung oder ein schwarzes Erwachen vorstellen. Phallus Dei haben für ihr neues Album einen wahrlich passenden Titel gewählt. Phallus Dei besteht als Projekt bereits seit Ende der 80er – damals noch als Solo-Projekt von Oliver St. Lingam, doch bald kamen andere Musiker hinzu, und seit langem bilden Lingam, Marc Ernsting und Richard Van Kruysdijk eine feste Band, die sich aber immer wieder Gassänger und andere Kollaborateure aus ganz unterschiedlichen Ecken ins Boot holt. Dies und ein wahrscheinlich ohnehin recht breit gefächertes Interesse an Musik sorgt bis heute dafür, dass die Gruppe ihren stilistischen Ort auf fast jedem Release immer wieder neu definiert hat, und so kann man auf Phallus Dei-Platten phasenweise rituellen Industrial, Ambient, Crossover oder, wie zuletzt bei „A Day in the Life of Brian Wilson“ melancholische Songs in teilweise akustischer Instrumentierung hören. In einer schwer zu definierenden düsteren Verschrobenheit findet man erst mit der Zeit ein vage verbindendes Element. Das vor kurzem wieder beim alten Stammlabel Dark Vinyl erschienene „Black Dawn“ wirkt von der musikalichen Gestalt her wie eine radikale Antithese zum besagten Vorgänger, denn während „A Day in the Life of Brian Wilson“ äußerst eingängig war und einen leichten, luftigen Sound hatte, findet sich auf dem aktuellen Longplayer die schwerste Dröhnung, die man von der Band bislang zu hören bekam. Gleich das eröffnende „Slewed“ besteht vordergründig betrachtet aus einer tonnenschweren, statischen Klangdecke von zähem, klebrigem Material. Assoziationen zu mittlerweile klassischen Sunn O)))-Alben oder deren Zusammenarbeit mit Boris liegen nahe, auch wenn man aus Distinktionsgründen sicher obskurere Vergleiche finden könnte. Doch Phallus Dei klingen elektrifizierter, schaffen ein meliertes Amalgam aus Gitarrendöhnen, Beckenrauschen und Elektronik. Am interessantesten jedoch sind die vielen Beigaben, die die vermeintliche Statik durcheinanderbringen und immer wieder für Dramatik sorgen: kurze, hektische Rhythmen, die so schnell von der Bildfläche verschwinden, wie sie erschienen sind, eine Schuttlawine aus bedrohlich heranrollenden Sounds, desolates, rituell angehauchtes Pochen, seltsame Hochtönereien. Ist „Slewed“ noch mehr „black“ als „dawn“, so ändert sich dies zumindest bei den nächsten beiden Tracks, bei denen sich die einzelnen Komponenten weit mehr an die Oberfläche wagen. Bei „Starman“ ist dies – nach einem längeren Vorlauf aus verrauschtem Pulsieren und hypnotischem Celloeinsatz – das Tenorsaxophon keines Geringeren als Peter Brötzmann, dessen Spiel perfekt mit dem Rest interagiert und zugleich für die emotional entfesseltsten Momente sogt. Das Cellospiel von Jacqueline Hamelink prägt auch das folgende „Zauberwald“, das mit seiner beklemmenden Atmosphäre fast einen Gegenpart bildet. Durchgehende Rhythmen und die einzigen Sprachfetzen auf dem Album geben diesem Stück vorübergehend die Klarheit eines luziden (Alb-)Traums. Das fast zwanzigminütige „Krieger“, das Phallus Dei wieder im Alleingang bestreiten, knüpft in seinem zähen Bombast an den Opener an. Würde das Album nach der ersten Hälfte des Songs enden, hinterließe es den Eindruck eines äußerst fatalistischen Zyklus, doch entrückt über der Dröhnung schwebende Synthies und das Hauchen einer sanften Stimme lassen schon ahnen, dass die doomige Schwere nur ein retardierendes Moment darstellt – eine Erwartung, die sich im kraftvollen Drumeinsatz erfüllt. „Stigmata“ (das auf der mir vorliegenden CD-Version enthalten ist, auf der 2LP-Version findet ich stattdessen der Track „Corpus“) sorgt mit dem tiefen, ornamentalen Saxophonspiel Niels van Hoorns und verspielter Elektronik für einen ereignisreichen Abschluss. Letzteres stammt aus der Ideenschmiede Merzbows, der dem Charakter des Stücks jedoch keinen derart individuellen Stempel aufdrückt wie die anderen Gastmusiker. „Black Dawn“ ist ein ungemein intensives Album, das garantiert ganz unterschiedliche Hörergruppen jenseits von Genregrenzen zu begeistern versteht, wenn es denn die entsprechende Verbreitung erfährt. Sanfte Gemüter, die beim Vorgängeralbum gerade die relativ leichte, stellenweise fast poppige Gestalt mochten, sollten sich diesen Brocken jedoch mit einer festen Grundlage im Magen zu Gemüte führen. (U.S.)" [African Paper] 2017 €13.00 Order it!
PICK-UP Mouthless LP "... So hat FdW neuerdings mit Martin Luiten, der vorher mit Girlfriends aktiv war, einen neuen Partner für ein weiteres Projekt namens PICK-UP, von dem nun gleich zwei Tonträger Kunde geben. Das Debut Mouthless (imprec 123, LP) erschien bei Important Records in Newburyport, MA, einem Label, das mit seinem Faible für Psychedelic, Noise, Avantness und Orginalität Daniel Johnston, Jad Fair, Kimya Dawson, Diane Cluck, Merzbow, Acid Mothers Temple, Fe-Mail, Larsen, Angels Of Light, Kluster, Pauline Oliveros, Grails und Conrad Schnitzler zu Bettgenossen machte und auch schon einiges von Beequeen herausgebracht hat. Luiten spielt Gitarre & Electronics, so dass FdW, der diese Klänge, ein Fahey‘eskes Twanging und Picking, an seinen Laptop verfüttert, um gitarristische Loops und elektronische Drones mit zusätzlicher Modulation und Ornamentierung aufzumischen, quasi an sein Gitarrenprojekt Shifts anknüpft. Bei ‚Klemmend‘ vibrieren Stimmengewirr und Beifallklatschen als klickernder Rauschvorhang hinter Luitens countrybluesigem Strumming." [Bad Alchemy] "Pick-up is a new duo of Frans de Waard (Beequeen) on laptop and Martin Luiten (Girlfriends, Uw Hypotheek Advies) on guitar. Limited edition of 300. Hand made cover artwork. This is the 9th release in our Arts & Crafts series which pairs music with handmade artwork by the artists responsible for the recordings." [label info] "Hot on the heels of their first album comes this bright orange-colored vinyl follow up. 'Mouthless' however was recorded prior to their first release, so this is really - with some delay - Pick Up's debut. The concept of Pick Up is simple; the music is based upon the (resonator) guitar playing by Martin Luijten, which is reworked via Frans de Waard's laptop. At times field recordings are added. 'Mouthless' contains 4 long tracks. The title tracks opens the proceedings with gentle John Fahey-ish picking. Luiten uses a resonator guitar (also known as a Dobro) on this album. The body of this guitar contains one or more metal cones, instead of wood, which makes the sound louder and gives the guitar a distinctive blues-grass sound. The style of Luiten's fingerpicking is friendly and traditional, using the occasional slide. After a while looping and gentle feedback sets in, which makes 'Mouthless' a wonderful, restrained track. In contrast, the second track 'Klemmend' is far more chaotic with dominant field recordings of what sounds like a kindergarten. In the background the guitar is fighting to be heard. Side two opens with 'Magnifying Glasses', which features reflective guitar playing by Luiten only, showing his versatile skills. Very nice. If you like this sort of guitar picking I can highly recommend any of the early Takoma LP's by John Fahey. On the second track, 'Tracing', the electronics set in again with looping. A mirror image of side two, here too the sound is less structured. As a whole, this is a very fine album (with an original combination of electronics and resonator guitar), even though you could argue that it would have been an idea to put the two more quiet tracks on one side and the more chaotic tracks on the other. But that is just a thought. Packed in two heavy cardboard sheets (like the previous Pick Up album) with a hand-colored paste-on sheet, this looks very sturdy indeed. And, if you're lucky, you will find the album in luminous orange vinyl (the first 100 of a total of 300 copies) inside." [FK, Vital Weekly] 2009 €15.00 Order it!
POST SCRIPTVM Raspad CD "Post Scriptum fiel mir zuerst mit einer CD auf dem französischen Label Hermetique auf, das vor allem durch die Veröffentlichungen der Powerelektroniker Propergol bekannt sein dürfte. Bereits auf dem ersten Album waren dick verwobene Schichten von atmosphärischem Noise und gelegentliche energetische Ausbrüche zu verzeichnen, man hatte jedoch etwas das Gefühl, hier halte sich jemand bewusst zurück. Die aktuelle CD "Raspad", die nun auf dem Industrial-Kultlabel Tesco erschienen ist, knüpft stilistisch an das Debüt an, erscheint jedoch etwas differenzierter und dramaturgisch raffinierter. Man ist bei der bräunlich-monochromen Covergestaltung geblieben, die auf dem matten Digipak zu voller Geltung kommt. Der zunächst verhaltene Aufbau der Soundscapes erscheint hier als Methode, um eine fast nervenzerrende Spannung aufzubauen. Manche Störfrequenzen werden lange durchgehalten, so dass sie langsam ins Unterbewusstsein des Höreres einsickern. Vor allem das erste lange Stück 'crepusculum' erinnert so an die Hohphase von Schloss Tegal: morbid, befremdlich, düster. Wer mit Propergol nicht nur die krachigen Tanzflächenfeger kennt, wird die Verbindung zwischen beiden Projekten erkennen. In beiden Fällen geht man fast cinematografisch vor, was u.a. durch den massiven Einsatz von Samples bedingt ist. Auch sind die Strukturen von Post Scriptum nicht unbedingt immer repetitiv, wie man es von Postindustrial gewohnt ist, sondern abwechslungsreich, voller Entwicklungen. Positiv fallen die gelegentlich eingesetzten apokalyptisch-rauhen Metalperkussions auf, die man länger nicht vernommen hat in diesem Bereich. In Track 5 'Exacerbation' kommt dann alle aufgestaute Energie zum Ausbruch: mit flirrenden Hochfrequenzen, pumpenden Subbässen, Ethnosamples und verzerrt-aggressiven Vocals erinnert man hier zeitweise gar an Genocide Organ. Zugleich sorgten Propergol hier für ein kraftvolles Mastering, das die zahlreichen Stereoeffekte gut herausstellt. Es erscheint also wenig erstaunlich, dass Post Scriptum den Schritt in den größeren Aufmerksamkeitsbereich geschafft haben, denn 'Raspad' ist ein geschlossenes und stilistisch überzeugendes Album, das zahlreiche Hörer verdient." [IKONEN] "Raspad is Russian for disintegration-zerfall. This is the third full length album by Post Scriptvm. It was mastered by Jerome Nougaillon(Propergol) Dense, thickly-layered industrial ambient music, exploring the abysmal pathology of modernity--illusion of progress, dissolution of memory, abandonment of higher meaning and paralysis of the will. The advanced lethargy of human spirit. Rich structure of music plays subtle tricks on the listener's subconsciousness, and the mood slowly drifts from quiet melancholy to visceral intensity. An example on how to use analog and digital equipment in creating a special way of sound, a brilliant example of innovative music outstanding form the mass of releases." [label info] 2006 €15.00 Order it!
  Gauze LP "LP reissue of the first full-length album by Post Scriptvm, recorded in late 2001 and originally released as CD-r. Unlike the project's later works that are characterized by subtlety and meticulous production, Gauze is an unvarnished, gritty 4-track recording of lo-fi death ambient from the wasteland of southern Brooklyn, NYC, enshrouded in the lingering haze of razed buildings and burnt human remains. The boundary between what is considered normal everyday life and sheer insanity, carnage, personal and social collapse-true horrible face of humanity-is but an ephemeral layer of gauze that can be torn in a heartbeat, throwing reality out of balance, violently and irrevocably. "This game is prompted by a rip in the fabric of life." [Gauze] has the same hypnotic and overwhelming power as a strong fever dream. It hauls you into a contorted world of loose association, an industrial landscape in which humans lose their form and randomly merge with animals and bizarre machinery, where perception is warped and hours flicker by in an instant. -Nulll Oppressive drones and bleak atmospheres, interjected with twisted samples and cavernous, haunted basement noises. [Gauze] has a very cool old school feel to it that's been sadly missing within the 'death industrial' genre. -Jason Mantis/Malignant Records "Gauze" is a hazy swirl of dark ambient, subtle ritual elements, esoteric samples and mild death industrial textures. The deep tones and the cryptic vocals samples and chants combine to make some truly eerie atmospheres. -Scott Candey/Worm Gear "Gauze" sounds quite a bit like a live recording, like being immersed in a real-time psychosis simulation. -Industrial.org Post Scriptum construct their pieces from a varied mixture of drones, analogue sounds, post-industrial samples, strongly maintaining a claustrophobic atmosphere at the same time...thick with an uneasy sense of a catastrophe about to happen. -Corridor of Cells Ragged dark ambience full of trepidation and strangeness, as scratched into the flesh of weird, dimly lit corners of aural resonance. -SEVEN Tracklist: Cunctator Trepan On the brink Pore The Binding Vox Calamantis Gentle Diversions." www.tesco-germany.com "Gerade hat Kollege ENDSAL die aktuelle Live-Werkschau "Séance" (Besprechung) des russischen Industrial-Duos POST SCRIPTVM gewürdigt. Nun möchte ich noch ein paar Infos zu "Gauze" nachschieben, um die Diskografie komplett zu machen. Es handelt sich um die allerersten Aufnahmen von POST SCRIPTVM, die ursprünglich im Jahr 2001 auf CDR erschienen sind. TESCO ARCHAIC DOCUMENTS, eine Serie des Mannheimer Industrial-Labels TESCO, presst hier ältere – teils auch unveröffentliche oder live entstandene – Werke auf Vinyl, und so ist auch "Gauze" als nicht mehr erhältlicher Baustein des Gesamtwerkes nun als LP wieder zugänglich. Womit wir auch wirklich alle Veröffentlichungen der in den USA lebenden Russen auf NONPOP geehrt hätten. "Cunctator" (01) startet mit einem höhligen, gefährlichen und vibrierenden Drone. Dumpf klingende Sprachsamples und ein kratziges Geräusch ergänzen den Track, ab der Mitte tauchen sporadisch sakrale Mönchsgesänge auf; eher Atmosphäre als Musik, sehr stimmungsvoller Dark Ambient. Das Frickeln und Bratzeln in "Trepan" (02) formt sich nach und nach zu Frequenzdonner. Auch hier tönt eine Sprech- und später schamanische Singstimme aus der Gruft. Mit metallenem Scheppern ergibt sich auch ein erster Ansatz von Rhythmus, der in "On The Brink" (03) weiter verfolgt wird. Gelooptes Kratzen hält Drones zusammen, später übernimmt diese Funktion ein Herzschlag – das Stück ein geisterhaftes Schweben. "Pore" (04) besteht aus weitem, maschinellem Rumpeln und Dröhnen, dezent von noisigen Sounds unterstützt, die in "The Binding" (05) zunehmen: Zwischen Weltuntergangs-Blitzen ruft eine russische Frauenstimme ganz sicher den Notfall aus. Wasserplätschern, Wind und schwimmende Drones lassen "Vox Calamantis" (06) ruhiger wirken, in wiederholende Loops fügt sich eine nachdenkliche, mahnende russische Stimme ein. Und zum Schluss besteht "Gentle Diversions" (07), ganz klassisch, überwiegend aus rotierendem Dröhnen zwischen Noise und Industrial. Für mich sind POST SCRIPTVM einer der besten und intelligentesten Industrial-Acts auf dem Markt. "Gauze" hat bereits alle Grundbausteine für die spätere Entwicklung. Klanglich noch recht roh und rau, man könnte auch sagen 'old school', wirkt das Album fast wie eine Liveaufnahme. So unmittelbar und direkt. Ich habe permanent das Gefühl, mich in einem dunklen Schiffsbauch zu befinden, schwankend, zwischen stampfenden Maschinen. Diese LP gehört natürlich, wie alle anderen Veröffentlichungen von POST SCRIPTVM auch, in den Plattenschrank. Nicht nur als abzuhakendes Frühwerk, sondern als spannender Ausgangspunkt für folgende Meilensteine." [Michael We. für nonpop.de] 2016 €23.00 Order it!
PRIME / PREVOST / O'ROURKE Alpha Lemur echo two CD Auf MICHAEL PRIME’s Label erschien diese CD mit zwei langen, älteren Mitschnitten: LEMUR wurde 1994 in London aufgenommen und zeigt O’ROURKE, PREVOST und PRIME bei der „Arbeit“, bei ALPHA haben O’ROURKE und PRIME noch Verstärkung von ADAM BOHMAN und ANDY HAMMOND, aufgenommen 1991 in Catford. Improvisierte Musik mit verschiedenensten Elementen vermischt mit minimal-droniger Ästhetik.. Strong CD on Michael Primes own label, with two live-recordings. 2001 €13.50 Order it!
PROPERGOL Paradise Land CD "new propergol...spec.pack. - incl. 3 postacrds ...A deaf & sepulchral sound // The door suddenly opens A voice announces : it's ongoing // Preparations in silence There will be no good bye // Defective electrical installations direction : airport // Anxiety-provoking situation Flight-plan : Direction> PN - (48° 52' 36'' S 123° 23' 36'' W) Feverous take-off then cruising phase // Engine shutdown... Silence... Fly over & scope of the disaster // In top view, mankind tears away A rupture, a break with civilization // Separation / isolation - arrival Final approach phase - Stabilization - Ejection... .. . What happens now? ----------------------------------------------------------------- end of transmission." [label info] www.tesco-germany.com "Allein, dass PROPERGOL ein neues Album veröffentlicht, geht fast schon als Überraschung durch. Liegt das letzte offiziell gelistete doch schon sechs Jahre zurück. Zwischendurch hat sich JÉRÔME NOUGAILLON mal um die Klänge von Kollegen (wie zum Beispiel POST SCRIPTVM aus Russland) gekümmert, aber ansonsten musikalisch recht zurückgezogen gelebt, 2012 immerhin ein Stück zu einem Sampler beigesteuert und den 25sten Geburtstag von TESCO – siehe Video unten – mit einem Liveauftritt gewürdigt. Nun ist eben "Paradise Land" erschienen, das aktuelle Werk des Ein-Mann-Projektes, schön verpackt im Din A5-Format, quer, edel und mit drei ästhetischen Postkarten. Die eigentliche Sensation ist aber der radikale Stilwechsel. Weder Power Electronics noch aggressive Noiseorgien, sondern überwiegend angenehmer und warmer Ambient! Stimmsamples, die nach Quietschen und animalischem Knurren einsetzen, spielen eine wichtige Rolle auf "Paradise Land" und tauchen deshalb gleich zum Beginn im Opener "Running Scored" (01) auf. Wehende Geräusch-Drones sorgen – hier wie auf dem gesamten Album – für eine sehr räumliche Atmosphäre, die Collagen – vor allem aus vielen Stimmen – und andere, meist natürliche Elemente wie zum Beispiel Uhrticken sorgen für Bezug zur Realität. "911 Dispatche" (02) verstärkt den Eindruck von Ambient; die wabernden, angenehmen, synthetischen Drones haben etwas Strahlendes, Kosmisches. Dazu stoßen weitere Stimmsamples, die für mich stets wie Bahnhofs- oder Flughafendurchsagen tönen, sowohl vom Klang als auch vom Stimmduktus her. In "Ymene" (03) steht längere Zeit eine Art Unterhaltung mit hallenden Stimmen im Raum, durchbrochen nur von wenigen Sounds, und geht über in eine lange Ambientfläche. Etwas bedrohlicher nun liegen wie Insekten vibrierende Drones über einem Grundbrummen. Regen und gewitterähnliche Klänge ("Torquenada", 04) bilden den Übergang zu sehr maschinellen, kurzatmigeren Gebilden aus Tönen. Es folgen mal mehr geräuschorientierte, mal mehr flächige Ambientstrukturen, zwischendurch auch (wenige) noisige Elemente wie Pfeifen und Fiepen mit entsprechenden Verzerrungen. Rhythmische Strukturen hat sich PROPERGOL für "Bushman" (08) und "Impossible Landing" (09) aufgehoben, dann aber richtig losgelegt. Diese beiden Tracks sind als 'Songs' zu bezeichnen, haben etwas Technoides, bilden das Vorspiel zu einem nie einsetzenden Rhythmusgewitter mit tuckerndem Beat – groovender Minimal-Techno! Das längste Stück am Ende ("Bleu Nuit", 10) mischt noch einmal Vieles: eine verfremdete Stimme (die an Sprachausgaben alter Computer erinnert), Geräusche wie schweres Atmen (der Monolog eines Sterbenden?), weitere Solostimmen und Bahnhofsatmosphäre, um dann in angenehme und erneut rhythmische, federnde Ambientmusik überzugehen. Es fehlen zwar inhaltliche Infos zum Album, woher zum Beispiel die Stimmen kommen und was genau die Thematik ist. Macht aber nichts. Die Klangmalerei funktioniert so gut, dass jeder Track ein Gemälde ist und eine Reihe von Assoziationen zulässt. Ich stelle mir ein Kontrollzentrum vor, und zwar in allen Facetten, mit Kommunikation, dem Raum selbst und den Informationen, die durch Leitungen übertragen werden. Einige dezente Hinweise (durch Titel und die knappe Labelinfo) könnten auch so verstanden werden, dass sich der Hörer an Bord eines 9/11-Fluges befindet. Dafür ist "Paradise Land" aber musikalisch fast zu gut verdaulich. Streckenweise könnten auch die Belgier von KRAKEN mit ihren Unterwasserthematiken Pate gestanden haben. Sehr elegante, kluge und erzählende Ambientmusik mit vielen Stimmen und Field Recordings. Sticht in diesem Genre deutlich aus der Masse der Veröffentlichungen heraus. Fans älterer Alben sollten nur wissen, dass dieses ganz anders, viel weniger brutal klingt." [Michael We., NON-POP] 2012 €14.50 Order it!
RESIDENTS Meet the Residents CD "Re-Issue des Klassikers von THE RESIDENTS, der ursprünglich 1974 auf Ralph Records erschien. Der komplette, abgefahrene RESIDENTS Trip begann mit diesem Debüt! In den riesengroßen Sound-Fleischwolf wurden seinerzeit Versatzstücke von FRANK ZAPPA über CAPTAIN BEEFHEART und RAYMOND SCOTT bis zu SUN RA geworfen. Dieses Release ist der beste Ort, um die wilde und wundervolle Welt der RESIDENTS zum ersten Mal zu betreten. www.myspace.com/theresidents " [label info] 2011 €12.50 Order it!
  Sam's Enchanted Evening do-CD The Residents are an American art collective best known for their over 60 studio albums that were recorded over a period of over forty years. They also created some outstanding multimedia works, mainly three CD ROM projects and ten DVDs. Working as an anonymous collective, their identitites were kept secret until in 2017 Hardy Fox revealed himself as their primary composer. Hardy died in October 2018, but the group continue to record and perform. Sam's Enchanted Evening is a theatrical performance by Randy Rose, lead singer of The Residents. It was performed between October 2011 and March 2012 in Berkeley, California and New York City. Rose's only companion on stage was long-time Residents collaborator Joshua Raoul Brody on piano. A one-man cabaret performance consisting largely of re-interpreted renditions of popular songs from the mid-to-late 20th century, interpreted by Rose in the guise of "Sam the Stranger", it was the first Residents-related performance piece to be credited to an individual member of the group. Full tracklist: 1. Introduction 1 2. The Ballad Of Davy Crockett 3. Sam's Opening Monolog 4. Teddy Bear's Picnic 5. Monolog - Favorite Songs 6. September Song 7. Sixteen Tons 8. Monolog - The Nightgown/The South 9. Ode To Billy Joe 10. Ring Of Fire 11. Monolog - I Got Married 12. True Love Never Runs Smooth 13. I'm So Lonesome I Could Cry 14. Monolog - Creosote 15. Willow Weep For Me 16. Monolog - Little Sam 17. Livin' La Vida Loco 18. Introduction 2 19. Who Do You Love 20. Moon River 21. Walk On By 22. Tracks Of My Tears 23. Monolog . Duane & Ronnie 24. Born To Be Wild 25. Monolog - Drafted 26. Chinatown By Chinatown 27. Mack The Knife 28. Monolog - Vietnam 29. Paint It Black 30. Monolog . Torture 31. The Windmills Of Your Mind 32. End Monolog 33. Happy Trails 34. I'm So Lonesome I Could Cry (Rehearsal). Soloperformance von Residents-Leadsänger Randy Rose als CD im Digipack auf Klanggalerie. In San Francisco beheimatet und seit Ende der sechziger Jahre aktiv, zählen The Residents, deren Mitglieder ihre wahre Identität seit Anbeginn geheim hielten und sich dabei stets in bizarren Kostümierungen präsentierten, zu den experimentierfreudigsten Formationen der zeitgenössischen Musikszene, die ihre Veröffentlichungen zudem auf dem bandeigenen Label Ralph Records präsentierten. So erschienen von der für ihren höchst eigenwilligen Mix aus Experimental-Rock, Elektronik und Avantgarde / E-Musik bekannten Band, die 1974 mit „Meet The Residents“ ihr wegweisendes Albumdebüt vorlegte, bis dato mehr als sechzig Studioalben (mit zumeist gesamtkünstlerischem Konzept). „Sam‘s Enchanted Evening“ ist eine Performance von Randy Rose, dem Leadsänger von The Residents. Zwischen Oktober 2011 und März 2012 in Kalifornien und New York City aufgeführt, war Roses einziger Begleiter auf der Bühne dabei der langjährige Residents-Mitarbeiter Joshua Raoul Brody am Klavier. Die Ein-Mann-Kabarettaufführung bestand größtenteils aus neu interpretierten populären Liedern des 20. Jahrhunderts und wurde von Rose in der Gestalt von „Sam the Stranger“ vorgetragen. https://www.klanggalerie.com/gg449 2024 €19.50 Order it!
REYNOLS Fire Music Reloaded CD Fire Music Reloaded, by REYNOLS Fire Music was composed by Reynols in 2002 with fire recordings made at Tigre (Río Capitán) and different locations in Buenos Aires city and around. With some of this material, a CD EP appeared in Japan in 2002 through the Digital Narcis label, however the complete version of this piece remained unreleased for decades. In a recent research the masters of the whole work were found and rescued from the group's archives. So twenty years later, finally the full version of this piece is now ready to see the light on a brand new CD album carefully released by German label Aufabwegen. Fire Music Reloaded stands on the most conceptual side of Reynols' catalogue, along with works such as: 10.000 Chickens Symphony, Whistling Kettle Quartet, Computer Music, Gordura Vegetal Hidrogenada or Blank Tapes. In its four parts journey, the group explores a wide range of frequencies coming from fire as the only sound source. A release which pays tribute to the igneous aurality. Let your ears get on fire! REYNOLS Reynols is one of the most notable experimental music groups to ever emerge from Argentina. The band started in 1993 in Buenos Aires and was formed by Miguel Tomasín, Roberto Conlazo, Pacu Conlazo and Alan Courtis. The project counts over 150 releases by labels from Japan, Europe, USA, Oceania and Latin America. Reynols has been tagged as a “cult group” by British magazine The Wire, while the French festival Sonic Protest proclaimed it as groupe phare (lighthouse group) of inclusive music. Throughout 2003, Reynols occupied the 1st place on the “Top 10 Downloads” section of former website Space-Rock (UK). A year later, their song “Manisero Mufuso” was #1 on Larry “Fuzz-O” Dolman’s Blastitude Top10 (USA). Japanese magazine Studio Voice included Reynols’ album Barbatrulos in their “Best 100 Western Alternative Music Records” ranking, and Reynols/No Reynols among the “300 Legendary Discs” of all times, while The Wire ranked their boxset Minecxcio Emanations 1993-2018 in their 2019 Top50.Reynols has appeared in countless exhibitions, radio shows, TV shows, magazines, newspapers, books and documentary films from around the world. Reynols has collaborated live and in studio with acclaimed artists such as Pauline Oliveros, Lee Ranaldo, The Nihilist Spasm Band, Damo Suzuki, Paul Dutton, John Oswald, Michael Snow, Alan Licht, Birchville Cat Motel and Acid Mothers Temple, amongst others https://aufabwegen.bandcamp.com/album/fire-music-reloaded "Die aus Argentinien stammende und seit der ersten Hälfte der 90er aktive Band Reynols hat ein umfangreiches Werk veröffentlicht, das zwischen Stilen und Genres hin- und herspringt: Von skurillem Noise-/Anti-Rock bis zu Drone. Das jetzt auf Auf Abwegen erschienene Album „Fire Music Reloaded“ ist eine vollständige Version der 2002 auf dem japanischen Label Digital Narcis Corporation,. Ltd. erschienenen 20-minütigen EP „Fire Music“. Vielleicht spielt die sehr niedrige Auf Abwegen-Katalognummer auf das Alter der Aufnahmen an. Reynols bearbeitete -wie der Titel vermuten lässt – den Klang von Feuer; insofern knüpft diese Veröffentlichung mit der Konzentration auf ein Ausgangsmatrial an die „10.000 Chickens’ Symphony“-7” auf Drone oder etwa „Whistling Kettle Quartet“ an. Der erste kurze Teil mit seinem helllen und transparenten Klang lässt einen denken, ein knisterndes Feuer brenne im Raum und hier wirkt das Ausgangsmaterial (scheinbar) wenig bis gar nicht bearbeitet. Teil 2 dagegen ist eine dichte wie verdichtete Klangwand, in der man zwischendurch immer wieder das Knistern von Flammen hört. „Fire Music Part III“ ist wieder fragiler, hier lässt das Knistern der Flammen an einen Gang durchs Unterholz denken oder an das Zirpen von Zikaden. Darauf folgt Teil 4 als dunkles Dröhnen und Brummen: das ist ein zähflüssiger Klangsud, so als lausche man dem Ächzen eines Gletschers und man fühlt sich durchaus an den frühen Thomas Köner erinnert. Die neun Minuten von „Fire Music V“ sind hektisch, während Teil 6 das Album fast schon mit einer Art Noisestück beendet: Der Track ist eine Kakophonie, bei der man sich vorkommt, als stünde man in einer Turbine. Diese nun vollständige “Fire Music” ist sowohl in ihrer konzeptionellen Konsistenz als auch in ihrer (zumindest partiellen) Heterogenität beeindruckend." [MG / African Paper] 2022 €13.00 Order it!
ROEDELIUS Jardin au fou CD "Anmutig, entrückt und friedlich: das 1979er-Album des Krautrock-Pioniers; plus Bonus. Eines der bemerkenswertesten Alben aus dem sogenannten Krautrock-Umfeld ist das 1979 erschienene "Jardin au Fou" von Hans-Joachim Roedelius (Cluster, Harmonia). Bemerkenswert, weil es rein gar nichts mit dem zu tun hat, was man sich damals unter Avantgarde-Elektronik oder gar Krautrock vorstellte. Roedelius setzt mit großem Vergnügen ein Karussell von Kirmesorgeln, knallenden Flaschenkorken, Walzern und süßen Melodien in Gang. Rhythmusmaschinen, Sequenzer und abstrakte Sounds fehlen fast völlig. So entstand eines der schönsten, anmutigsten, entrücktesten und friedlichsten Alben der deutschen Rockgeschichte. Produziert hat "Jardin au Fou" Peter Baumann, kurz nachdem dieser Tangerine Dream verlassen hatte. Das französische Plattenlabel EGG hatte ihn mit drei Produktionen aus der deutschen Avantgardeszene beauftragt: Alben von Konrad Schnitzler, Asmus Tietchens und eben "Jardin au Fou" von Roedelius. Asmus Tietchens schrieb auch die Linernotes dieser Reissue, die als CD sechs Bonustracks enthält: drei Remixe, drei neu eingespielte Titel." [label info] 2009 €16.00 Order it!
  Jardin au fou LP "Anmutig, entrückt und friedlich: das 1979er-Album des Krautrock-Pioniers; plus Bonus. Eines der bemerkenswertesten Alben aus dem sogenannten Krautrock-Umfeld ist das 1979 erschienene "Jardin au Fou" von Hans-Joachim Roedelius (Cluster, Harmonia). Bemerkenswert, weil es rein gar nichts mit dem zu tun hat, was man sich damals unter Avantgarde-Elektronik oder gar Krautrock vorstellte. Roedelius setzt mit großem Vergnügen ein Karussell von Kirmesorgeln, knallenden Flaschenkorken, Walzern und süßen Melodien in Gang. Rhythmusmaschinen, Sequenzer und abstrakte Sounds fehlen fast völlig. So entstand eines der schönsten, anmutigsten, entrücktesten und friedlichsten Alben der deutschen Rockgeschichte. Produziert hat "Jardin au Fou" Peter Baumann, kurz nachdem dieser Tangerine Dream verlassen hatte. Das französische Plattenlabel EGG hatte ihn mit drei Produktionen aus der deutschen Avantgardeszene beauftragt: Alben von Konrad Schnitzler, Asmus Tietchens und eben "Jardin au Fou" von Roedelius. Asmus Tietchens schrieb auch die Linernotes dieser Reissue, die als CD sechs Bonustracks enthält: drei Remixe, drei neu eingespielte Titel." [label info] 2009 €19.50 Order it!
RUIZ, MIGUEL A. Grosor CD MIGUEL A. RUIZ gehörte zu den aktiven spanischen Experimental-Komponisten der 80er & 90er Jahre und betrieb das TORACIC-Tapelabel. GROSOR besteht aus 14 Stücken düsterer Sample-Elektronik, die eine postindustrielle, apokalyptische Atmosphäre heraufbeschwören. Erinnert durchaus an z.B. ASMUS TIETCHENS. Ein Teil des Materials erschien 1991 auf der “Encuentros en la Tercera Edad” LP. MONOCHROME VISION ist ein russisches Label, das sich auf die Wiederzugänglichmachung vergessener Klassiker spezialisiert hat! “This is the new, remastered version of classic material recorded back in 80s, next to postindustrial aesthetics priority in electronic music. Rigorous and austere, ascetic but dynamic, this music rearranges everyday being into mindchallenging imagination, reserving the leading parts for the habitual processes and domestic objects. From the deep underground of Spanish industrial music, it comes to be rediscovered after 15 years. Release date is 10 December 2005. Limited edition of 500” [label info] 2005 €13.00 Order it!
SCIAJNO, DOMENICO & RALF WEHOWSKY Gelbe Tupfen CD Zum Weihnachtsfest 2003 erschien in der (Anti)-Xmass-7"-Reihe von Meeuw Muzak eine kleine wahnsinnige Single von RALF WEHOWSKY mit Bearbeitungen von IHR KINDERLEIN KOMMET, basierend auf Original-Aufnahmen des RLW-Töchterchens Sonja. Dies führte dann sukzessive zu weiteren Bearbeitungen anderer Klangforscher (und zur RLW-CD "I.K.K.-Purpur" auf SIRR) und einem sehr langen (34.30min) Stück des italienischen Bassisten DOMENICO SCIAJNO, welches hier verewigt ist. SCIAJNO hat das Material bis zur Unkenntnlichkeit auseinandergenommen und ein spannendes Geräuschmusikstück kreiert, welches durch stete Wechsel der "Weite" der Klangräume, von ganz nahen konkreten granularen Sounds bis hin zu weitflächigen dreidimensionalen Hallen, besticht. RLW führt in der nachfolgenden Bearbeitungen das ganze noch weiter, wenn er sich selbst bei der Bearbeitung des Stückes im Studio aufnimmt und dieses wieder einarbeitet - einen endlosen Zirkel von Rückbezüglichkeit schaffend. Seine 22 Minuten (in 3 Teilen und mit einem Schlussteil) präsentieren feinste "RLW"sche konkret-Atmosphären mit unglaublichem Detailreichtum, das gebanntes Lauschen fast erzwingt. Wieder ein Geniestreich von einem von Deutschlands kreativsten Klangbastler, der nie ohne hintersinnige Konzepte agiert ! TIP ! "A work is never finished. Last week we noted that the 'self-remix' by Norbert Möslang that is an act that is hardly done these days, but that Ralf Wehowsky makes this stock trade and takes matters always further. This new CD with Domenico Scianjo is another aspect of life started with the release of his Christmas 7" for Meeuw (which is dutch and not belgium, as its wrongly noted on the cover) and that was recently continued with a CD on Sirr-ecords. On that CD, various composers take their hands on the original 7" (which was composed by Christoph Schmid in 1794 and sun by Wehowsky's daughter) material, but perhaps the piece that Domineco Scianjo was either too long or it arrived too late? His piece is thirty-four minutes and is entirely made with self-made Max/msp patches, which transform the original sounds into a big electro-acoustic cloud of sound. None of the original is to be recognized here. Scianjo recommends headphones here and normally I wouldn't bother with that, but I must admit that the stereo field is wide apart, which, played with headphones adds a rather hallucinatory effect to the piece. It moves away from Scianjo's previous noise related works into the world of serious, almost academic sounding pieces. As such it's one of the best pieces I heard from him. Wehowsky of course is also present here with another piece, 'based on sound fragments from I.Dk.Sk, a recording of my myself sitting in the studio and working on the piece, plus some new transformations of Sonja's original take'. This piece is shorter and focusses more on RLW's recent interest of drone like material, that is of course RLW's private version of drone music. Sounds are clustered together until they form densely patterns, of sound blocks that glide together until the collide onto eachother and they start moving in separate directions. It's drone music that is based on collage methods, but that form a homogeneity through the piece. A captivating piece with a funny coda at the end." [FdW / Vital Weekly] 2006 €13.00 Order it!
SEETYCA Mbira CD-R "mbira ist seetycas beytrag zum label-jubileum und rein technisch gesehen eyn gigantischer remix von verschiedenen auf mbira records bisher erschienenen tracks, verwoben zu etwas ganz neuem. vielleicht erkennt wer was wieder? eyn paar neue sounds sinds auch darunter. aufgenommen und geremixt im frühjahr und sommer 2015 im mbira v.08 mit unterstützung von artin mucht und dr. dipl.-ing. johann e. mildenberg." [label info] www.seetyca.org 2015 €12.00 Order it!
SERAPHIM Sacrificium Intellectus 7 Sehr neoklassisch angehauchte Stücke von einem frischen Projekt (bisher nur eine CDR erschienen) auf dieser neuen 7“ des Berliner Labels, man denke an IN THE NURSERY oder bombastischere RAISON D’ETRE. Neoclassical influenced pieces from this new project on the dark symphonic ambience label from Berlin, reminds on IN THE NURSERY or more bombastic RAISON D’ETRE. Eternal Soul - website: www.eternal-soul.de 2003 €7.50 Order it!
SILVERMAN State of Union CD Wiederveröffentlichung der CDR die 2001 auf dem LPD eigenen "Terminal Kaleidoscope"-Label erschien, jetzt mit 21minütigen Bonus-Track, in der schönen "Black Series" von Beta-Lactam. "The Silverman is one of the two remaining founding fathers of The Legendary Pink Dots and this release serves partly as a sketch book of ideas and stuff he did on a solo tour with the addition of a new 20 minute bonus track. The music by The Silverman only has a far away resemblance of the Legendary Pink Dots, like just one layer is distilled and used as the backbone of an entire new world. It could be described by that dreaded term ambient, but it doesn't justify it. The sounds inside this release are at times far too alien to be filled under ambient. It moves along many different territories, ambient, cosmic, but it takes out the best elements and it is presented in a rather own way. Music that is like a disturbing dream, not a nightmare but a surrealistic dream." [FdW / Vital Weekly] www.blrrecords.com 2007 €15.00 Order it!
SKULLFLOWER / MASTERY split LP "SKULLFLOWER presents a trinity of sombre meditations evoking Europe after the rain, drowned ruins, sunken dreams: spiders run across harpsichords in deserted schlosses and chateaus, doors slam and phantom demon choirs are summoned at seances by Blatavskian crones, whose impenetrable china blue dolls eyes open onto Tibetan vistas, terrible, ancient and remote… MASTERY is improvised one man cosm(ag)ick from Ephemeral Domignostika. Total berzerker black metal, rooted in the tradition of true grim blackness, but filtered through Mastery’s cracked perception, transforming this into something beyond true; a droned out and damaged, outsider blackness, that sounds pretty much unlike almost any other black metal. Ltd x 500 copies. Standard edition: 400 copies on purple vinyl. Special edition: 100 hand-numbered copies on green vinyl through Cold Spring mailorder only!" [label info] " 'We offer an invocation to, and an evocation of the hidden, averse, heathen power that seethe within our native soil. Come leave your timid gelded civilised masks, bow down and rise up, reborn, within our whirlwind', schreibt SKULLFLOWER-Mastermind MATTHEW BOWER unter der Überschrift „Skullflower: What we are ...“ in seinem Blog und vermittelt so eine Ahnung des – ich nenn' es mal – ganzheitlichen Aufforderungscharakters, den er mit der Musik seiner, 1987 gegründeten und 1988 mit der 12'' Skullflower-Birthdeath/release/142281">"Birthdeath" auf BROKEN FLAG debütierenden Band verbindet. Kurzum, der Mann hat Sendungsbewusstsein, und das nicht ohne Grund. Bis zum, durch interne Streitigkeiten zwischen den Mitgliedern verursachten Bruch im Jahre 1996 handelte es sich bei SKULLFLOWER, ungeachtet ihrer Einbindung in die klassische englische Industrial-Szene der frühen 80er Jahre, um eine Band im engeren und bei ihrer Musik um Noise Rock, im – nun ja – sehr weiten Sinne. Dies änderte sich, als Gründungsmitglied MATTHEW BOWER SKULLFLOWER 2003 als Quasi-Soloprojekt ins Leben zurück rief. Zwar umfasst das derzeitige Line-Up immer noch die Mitstreiter SAMANTHA DAVIES und LEE STROKE, man tut den beiden aber sicherlich kein Unrecht, wenn man in ihnen eher Begleitmusiker für die Realisierung von Visionen sieht, die in allererster Linie BOWER'scher Provenienz sind. Der Sound verschob sich von Album zu Album nachdrücklicher in den Bereich des Noisig-Atonalen, bisweilen auch Dronigen – wobei man sich das, was hier behelfsmäßig als "Drone" bezeichnen wird, im Falle von SKULLFLOWER selbstverständlich dezidiert unbehaglich vorzustellen hat. Den bisherigen Gipfelpunkt dieser Entwicklung bezeichnet zweifellos das, 2011 bei COLD SPRING erschienene Album "Fucked On A Pile Of Corpses", mit dem BOWER ein infernalisches Noise-Monster abgeliefert hat, das sich in der Brutalität und Kompromisslosigkeit seiner musikalischen Umsetzung dem überaus charmanten Albumtitel als absolut ebenbürtig erweist. Umso überraschter – und das durchaus positiv – ist man nun, auf der vorliegenden, ebenfalls auf COLD SPRING veröffentlichten Split-LP wieder eine Rückwendung in vergleichsweise strukturiertere musikalische Territorien zu verzeichnen. Der Begriff skullflowertruth.blogspot.de/2012/07/black-psychedelia-one-of-these-days-im.html">"black psychedelia", den BOWER in seinem Blog auf das Side-Project VOLTIGEURS anwendet, scheint mir für die Beiträge auf der vorliegenden Split-LP wahrlich nicht minder passend: Was für ein Getöse! Was für eine Wucht! Wer den jüngeren Output bis hin zum besagten, Nerven und Gehör gleichermaßen zerschreddernden Meisterwerk von 2011 ebenso zu schätzen weiß wie ältere, tendenziell „rockigere“ (Anführungszeichen sind hier durchaus angebracht) Veröffentlichungen wie Skullflower-Obsidian-Shaking-Codex/master/54292">"Obsidian Shaking Codex" von 1993, der wird von diesen drei Stücken begeistert sein. Zur Darbietung gelangt eine Melange aus den beiden zentralen stilistischen Betätigungsfeldern der umtriebigen Band aus London – das Beste aus beiden Welten sozusagen. Wie auf den meisten späteren SKULLFLOWER-Veröffentlichungen kommt man komplett ohne den Einsatz von Drums bzw. ganz generell ohne irgend einen Beat aus: Der Sound baut sich alleine aus schneidend-knirschenden, durch Verzerrer und Effektgeräte gemarterte, im aktuellen Fall – passend zum compagnon de guerre auf der B-Seite – ziemlich Black-Metal-lastig tönenden Gitarrenriffs auf, die in der Gesamtschau etwas generieren, das man wohl am treffendsten als apokalyptisches Noisedronehochamt umschreiben könnte. Letztlich mündet der Versuch einer konkreteren Charakterisierung der Musik von SKULLFLOWER fast zwangsläufig in ein Ringen um wohlfeile Worte, denn seit die Band nach ihrer Interimsauflösung im Jahre 1996 und der Wiederauferstehung im Jahre 2003 wieder auf Kurs ist, oszilliert der "typische" SKULLFLOWER-Sound irgendwo im Niemandsland zwischen Gitarrenwänden, Feedbackexperimenten und brutalem Noise – und ist überdies immer im Fluss, will heißen, der Schwerpunkt, um den herum sich die Musik jeweils kristallisiert, ändert sich von Veröffentlichung zu Veröffentlichung. Die Atmosphäre der drei Stücke der Split-LP ist getragen, man könnte sie schon fast ein wenig pathetisch – nicht im abwertenden Sinne – nennen, doch mag das der Thematik geschuldet sein, die sie laut Promotext umkreisen, es handelt sich nämlich um "a trinity of sombre meditations evoking Europe after the rain, drowned ruins, sunken dreams". Im Übrigen darf es, wer für einen derartigen Alleszermalmer wie das mehrfach angesprochene Vorgängeralbum verantwortlich zeichnet, guten Gewissens mal ein wenig ruhiger und getragener angehen – gar kein Problem. Das sei MATTHEW BOWER und uns, dem enthusiasmierten Publikum, von ganzem Herzen gegönnt. Zumal "ruhig" in diesem Fall ohnehin nur sehr, sehr bedingt etwas mit dem landläufig üblichen Verständnis von ruhig zu tun hat. Langer Rede kurzer Sinn: Großartiger Beitrag – Musik, die im Raum steht wie ein schwarzer Monolith. Und damit kommen wir zur B-Seite und ... äh ... MASTERY. – Vorweg sei das Eingeständnis ausgesprochen, dass ich mich in der schillernden Welt des Black Metal keiner allzu fundierten Sachkenntnis erfreue, obgleich ich dem Genre im Laufe der letzten Jahre zunehmend mehr Sympathie entgegenbringe. Der geneigte Leser möge meine folgenden Worte also als subjektive Meinung eines Interessierten und keinesfalls als kanonisches Urteil eines Eingeweihten – oder eines solchen, der sich dafür hält – interpretieren. Denn in der Tat: So lange ich mich bei der A-Seite aufgehalten habe, so kurz kann ich mich bei der B-Seite fassen: Laut discogs handelt es sich bei MASTERY um ein, seit 2005 aktives Ein-Mann-Black-Metal-Projekt aus der Gegend um San Francisco; die Musik beschreibt der Promotext als "[t]otal berzerker black metal, rooted in the tradition of true grim blackness, but filtered through Mastery's cracked perception […]; a droned out and damaged, outsider blackness, that sounds pretty much unlike almost any other black metal." Nun ja. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach wäre hier ein wenig mehr Bescheidenheit unbedingt am Platze gewesen: "Blood Electric" ist summa summarum eine ebenso brutale wie uninteressante Uptempoprügelnummer, dominiert von einer Stimme, die irgendwo zwischen genretypischem BM-Krächzgeschrei und Death-Metal-Gegrowle changiert. Und aufregend, geschweige denn "droned out and damaged outsider blackness", geht nun wirklich anders. Nicht nur, dass man dergleichen schon x-mal anderswo und obendrein besser gehört hat – wenn auch nicht unbedingt auf knapp 18 ununterbrochene und mit Fortschreiten der Laufzeit zunehmend nervigere Minuten ausgedehnt. Man fragt sich zudem, worin eigentlich das verbindende Glied zwischen SKULLFLOWERs grandiosem Opus auf der A-Seite und diesem mediokren Gekloppe bestehen soll – und zwar ebenso in qualitativer wie in stilistisch-formaler Hinsicht. Ich jedenfalls bin einigermaßen davon überzeugt, dass so ziemlich jeder, der – mit absoluter Berechtigung! – von der SKULLFLOWER-Seite begeistert ist, die MASTERY-Seite mit einem Gähnen quittieren wird – et vice versa. Doch sei's drum: Allein für den beispiellosen musikalischen Furor, den SKULLFLOWER auf der A-Seite entfalten, lohnt sich die Anschaffung allemal." [Endsal für nonpop.de] 2013 €23.00 Order it!
STRAFE F.R. (STRAFE FÜR REBELLION) Soundless Sphere CD New album Soundless Sphere by avantgarde veterans Strafe F.R. Soundless Sphere is the all new album by Duesseldorf duo Strafe F.R. It contains eight pieces combining treated vocals, multidimensional rhythmic structures and heavy electronics forming a bright and lively sonic landscape. The album also emanates a sense of urgency fitting for our times. Soundless Sphere was mastered by Kai Blankenberg. A sister release with different and yet amazing unheard sounds, entiteled Octagon Sphere, will be released later this year by aufabwegen as a vinyl LP. STRAFE FÜR REBELLION (or STRAFE F.R.) STRAFE FÜR REBELLION was founded in 1979 in Düsseldorf by the two artists Siegfried Michael Syniuga and Bernd Kastner. Conceived as an experimental project rather than a band, the duo is active since the early 1980s, they continue to work together to this day. They demonstrated their subtle abilities in numerous performances and concerts. The members of STRAFE FÜR REBELLION see themselves as researchers on different visual and acoustic levels; they always make use of their idiosyncratic and unusual humor. The duo emphasize that they not only explore the world of music, but also incorporate elements of knowledge, and thus all usable influences, into their experiments. Working plans, storyboards, and compositional schemas usually serve as the basis for new musical projects. Their texts reflect their interest in science, history, philosophy, as well as everyday phenomena, mass media, and popular culture: in their experimental sound experiences, performances, and installations STRAFE FÜR REBELLION are absolutely avant-garde, working at the forefront of research-performatively, acoustically, visually, and in a variety of media. Their motto always remains aesthetically uncompromising with serious pleasure. Gregor Jansen Kunsthalle Düsseldorf https://aufabwegen.bandcamp.com/album/soundless-sphere "Es gibt Namen, die man gefühlt seit Ewigkeiten kennt. Das aus Bernd Kastner und Siegfried Michail Syniuga bestehende Düsseldorfer Duo begann 1979 unter dem damals noch längeren Namen Strafe Für Rebellion und brachte bis Mitte der 90er eine Reihe von Arbeiten heraus, bevor es still wurde. Seit 2014 sind einige Alben erschienen und nach dem jüngst veröffentlichten “Soundless Sphere” soll im Laufe des Jahres ein so-betiteltes “sister release” namens “Octagon Sphere” erscheinen. Oftmals ist davon die Rede, Strafe F.R. seien schwer kategorisierbar, ließen sich keinen Genre zuordnen, was sicher meistens als Lob zu verstehen ist. Und tatsächlich: “Soundless Sphere”, von Touch-Designer Jon Wozencroft gestaltet, ist ein im besten Wortsinne eigenwilliges Album: Der Opener„Cannot“ mit seltsmen perkussiven Loops und Samples von Frauengesang (dem auf dem gesamten Album eine zentrale Rolle zukommt) erinnert entfernt an Coil in ihrer mittleren Schaffensphase. „Silver Attack“ knüpft etwas daran an. “Black Camel” ist ein hektisches technoides Stück mit bizarren Stimmsamples (“A gorilla is an animal. Gorillas are black. Have you ever seen an elephant?”). “Twenty Two Steps” wird durchzogen von (retro-)futuristischen fiependen Sounds, während “Nox Piano” anfangs eher ambienten Charakter hat. Was bei allen acht Stücken auffällt, ist ein Moment des Skurrilen, des leichten Augenzwinkerns und zudem eine Fülle, ein Füllhorn an Brüchen und ganz eigenen Sounds. Wenn es wenn es von Labelseite heißt, die Band forme „a bright and lively sonic landscape”, dann möchte man uneingeschränkt zustimmen, denn im Gegensatz zu vielen anderen aus dem (weiten Feld des) Postindustrial stammenden Künstlern wohnt der Musik von Strafe F.R. tatsächlich etwas Leichte(re)s inne." [MG / African Paper] 2022 €13.00 Order it!
TABOR RADOSTI Delog CD Sechstes Album der tschechischen Dark Ambient / Ritual-Band als CD im Digipack auf Klanggalerie. Schon 2001 erschien das erste Werk von Tabor Radosti als selbstvertriebene CD-R, seit dem 2016 erschienenen "Egregor" veröffentlicht das geheimnisvolle Duo auf dem Wiener Label Klanggalerie. Der einzigartige Sound aus Drones, Stimmen und Samples enthält auch Beats und analoge Instrumente, die okkulten Themen der Lyrics finden in beeindruckenden Licht- und Videoinszenierungen bei den Liveauftritten ihre beeindruckende Ergänzung. Der tschechische Sprechgesang erinnert willkürlich an die frühen Laibach, genauso wie die elektronischen Beats an die heutige Inkarnation der Ikonen aus Slowenien. Acht Jahre nach "Egregor" präsentieren Tabor Radosti elf neue Tracks, im gewohnt erstklassigen klassischen Industrial / Ambient-Style. https://klanggalerie.bandcamp.com/album/delog Tábor Radosti is a fantastic band from the Czech Republic. Their debut album came out in 2001 as a self-released CDR that is now totally impossible to find. Tábor Radosti have created a very unique sound that includes drone, voice, samples, but also beats and analogue instruments. Their visuals and lyrics are very much centered around occult themes, if you have ever seen them live you will have been stunned. The vocals are spoken in Czech - to Western European or American ears there is a certain similarity to early Laibach, they share the same roughness, but Tabor Radosti also include electronic beats which again is reminiscent of present day Laibach. We at Klanggalerie stumbled across Tabor Radosti at Castle Festival in Moravia and were so impressed by their performance that we signed them immediately. Delog is the new album a after a long break, again centered about occult themes and in their classic Industrial style. 2024 €15.00 Order it!
TARKATAK I II III IIII CD Die 4 Titel auf / // /// //// sind in ihrem Ursprung auf Reisen entstanden, an unterschiedlichen Orten oder auf dem Weg. Dann weitergeführt in unterschiedlichen Situationen an diesem festen Ort hier bis sie eine endgültige Form angenommen haben, die sich aber erst nach vielen Stimmungsschwankungen gefunden hat. Ein manchmal langer Weg dessen Resultat nur aus der Stimmung entscheidet, die die Musik in diesem Moment entgegenbringt. Tarkatak Ende 1981 war der Anfang: Punk und die Kassettenszene machten alles möglich. Unter dem Namen „Der Pilz“ erschienen die Geräusch-Collagen aus selbst geschnittenen Tonband-Loops und Kassetten-Overdubs. Das Harsche blieb bei „Der Pilz“, das Ruhige wurde zu „Tarkatak“, mit der ersten Kassette „slow“ (1999). Die Quellen und Wege blieben gleich (hören, sammeln, schneiden, unkenntlich machen), das Medium wurde Digital, obwohl es oft noch immer nach Kassette rauscht. Und immer wieder geht es tief in das dunkle, zähe Unbekannte – um sich dann vom Klang irgendwo erfüllt und umschlossen zu verlieren. Neben zwei Kassetten, einer LP, div. 7“s bei Drone Rec. (z.T.Features mit Klangwart und Deep), CD/Rs (u. a. zusammen mit Anemone Tube und Florian Filsinger) und ein bisschen Digitales, gab es Konzerte oder Live-Kollaborationen mit Troum, A Thousand Vows, Melt Banana, Christina Kubisch, Kapotte Muziek, EA 80 etc." https://aufabwegen.bandcamp.com/album/i-ii-iii-iiii "You could think that is a label that hands me two new CDs, and one of these is new work by Asmus Tietchens, that would be the one first to hear. But a new CD by Tarkatak! Hold on. I can't remember I last heard or reviewed his music. I have known the musical project from Lutz Pruditsch since he started it in 1992. Before that, he had a cruder, industrial act, Der Pilz. As Tarkatak, he plunges into the world of ambient and industrial. 'I II III IIII" is his first release since the 2007 release 'Mormor' (not reviewed). There are four long pieces on this CD: ' I', 'II', etc. The pieces are from 2011, 2012, 2015 and 2017/2021. I have no idea what kind of instruments Tarkatak uses; only the piano is recognizable in 'IIII'. Otherwise, I think he uses electronics, effects, guitars, synthesizers and such. There is a robust drone approach in these pieces, of slowed-down tapes and rusty sounds, slowly evolving. With pieces between thirteen and twenty minutes, there is enough time to let them grow and develop naturally. This works best in the longest of the four pieces, 'II'. Tones arrive from nowhere, make a few slow and majestic moves and then disappear, replaced by new ones. The resulting music is dark, atmospheric and ambient. It ticks all the right boxes for me; I have been a fan since the early days, even when I am ashamed to say I haven't played many in recent years. Oddly enough, the one that didn't work well for me was 'IIII', with the piano sounds. Whereas the other was akin to amorphous clouds, the musical element of the piano, slightly unorganized, banging out slow tones against a drone background, became after a while a bit boring. But a good hour of great music has passed by then, so nothing to complain about. Let's hope we don't wait another fifteen years for the next album." [FdW / Vital Weekly] " „I II III IIII“ ist das erste neue Album von Tarkatak seit dem 2007 erschienen Album „Mormor“ auf Genesungswerk. Ende 2021 erschien ein starker Track auf einer Compilation. Die hier enthaltenen Aufnahmen entstanden zwischen den Jahren 2011 und 2021, geremixed wurden sie im Frühjahr 2021. Lutz Pruditsch, dessen Werk in den 80ern/90ern als Der Pilz stark von der Industrial Culture beeinflusst war und der das kleine Label Trümmer Kassetten betrieb, macht als Tarkatak eine ziemlich variantenreiche Musik, die sich im Drone verorten lässt. Konzipiert während des Reisens und Unterwegsseins, bekommt man vier lange Tracks, die sich fortwährend entwickeln: So kommen auf “I” im Laufe der 16 Minuten zu dem in der Ferne anschwellenden Drone immer weitere Elemente hinzu, die sich nach und nach verdichten. Das ist eine sich langsam entwickelnde, aus zahlreichen Schichten bestehende Musik: Zwischendurch wird man an eine Sirene erinnert, Dissonanzen tauchen auf, es pulsiert, brummt und irritiert (und das ist durchaus positiv zu verstehen). “II” wirkt anfangs von der Stimmung wesentlich positiver, weniger dunkel. Man kann sich diesen weitgehend sehr melodischen Track zur Untermalung eines Sonnenaufgangs vorstellen. In der Ferne erklingen Pianotöne, die verhallen, im Rauschen gerade noch erahnbar sind. Dann glaubt man, Wellen schlügen gegen das Ufer, dann setzen dunkle, unheilschwangere Drones ein, um dann am Ende doch hoffnungsvoll zu enden. “III” ist wesentlich reduzierter, beginnt fast unhörbar, dann kommen seltsam-melodische Passagen dazu. Dem Track haftet ein Moment des Mysteriösen an, bevor der Rest Schweigen ist. Der das Album abschließende Track “IIII” beginnt dunkel, tastend, dann kommen Klavierpassagen dazu, die wesentlich dominanter als zuvor sind. Diese vier langen, organisch wirkenden Tracks loten aus, was der Drone alles kann. Sehr schöne, auf 200 Exemplare limitierte Veröffentlichung mit einem zum Poster ausfaltbaren Siebdruckcover." [MG / African Paper] "An edition of 200 copies only in silk-screened hand numbered poster-cover sounds nice and lovely but is in fact a bit unhandy, the poster folds out to more of the organic structure in bronze / brown / black. Thankfully a regular booklet is included here so at least some basic infos can be gained from the artwork. Tarkatak is actually no new name to me, it's a project by Lutz Prueditsch (who was active as Der Pilz, run his experimental tape label Trümmer Cassetten and later Dachstuhl a.o. activities) I've listened to in awe years ago already when his album 'Mormor' appeared on the much missed Genesungswerk label, in a cardboard box with a CD on felt. Ambient drones for the thinking man or something like that I wrote back then. At least back then he gave the tracks some titles but for this collection, recorded between 2011 and 2021 and finally mastered in 2021 even those have left and the tracks are titled as the release, just four numbered sections. Well, freedom of speech, association or of thought or both this is. The most recognizable instrument used here in small doses is a piano, spreading a few melodic highlights throughout these organic drones, built from field recordings and found but altered sounds and voices. Reworked over and over again the continuos movement and the flow hardly ever stops until everything is dissolving. The mood is shifting from brooding to wallowing in various stages of post-romantisicm not completely unlike contemporaries Troum (f.e. with 'Mare Morphosis'). Maybe also reflection of a period of travels and changes in the artists life. A pleasure to listen to. Dreamy Movements in a deep wakefulness sleep." [CHAIN D.L.K.] 2022 €13.00 Order it!
THE [LAW-RAH] COLLECTIVE & CINEMA PERDU Invocation CD "in our lives we meet various people and we get to spend some quality time with a couple of them. depending on who we spend our time with and in what state of mind the time together is spent, we talk about friendship. and the more honest and unconditional this friendship is, the more it adds to the quality of our respective lives. it's a rare thing when you meet someone and right from the first moment you know you add to each others lives. it only happens a few times - and maybe not even that often - but we have all been there and we all recognize those moments; as well as the people it concerns. and yes, those times bring back a warm and fuzzy feeling. but then there are the many ways a friendship can end: a wrongfully interpreted word, a misunderstood thought, incompatible visions or simply because it started to cost more energy then it gave back. as incomprehensible a friendship can begin, it can also end. sadly there are also true and deep friendships that have never ended, even when said friend has left this dimension. the feeling that we're left with is just about the worst feeling ever ... with 'invocation' the [law-rah] collective and cinema perdu present a split album with personal views and interpretations of the emptiness that remains. finding closure in a process of grief. not the most happy of feelings, but it's a feeling we all recognize, an emotion we can all relate to and maybe the one thing we all have problems with giving it a place in our lives. the process of composing, writing, producing and finishing 'invocation' has helped us seeing things in perspective again after loosing loved ones. 'invocation' - simply to have that final conversation, to share that final drink, or just to say you care ..." [label info] "So today we will be looking at (and listening to, of course) some darkly pulsing ambient and asking, “just what is it about this music that makes it so great for processing inarticulate emotions?” Well before I answer that, and while I try not to ‘zone out’ entirely, let me just articulate my feelings right now by saying: This... Is... Great. And, furthermore, it pulses darkly and in all the right places. Ahhh… It’s a collaborative effort, this, between The [Law-Rah] Collective (Bauke van der Wal) and Cinema Perdu (Martijn Pieck) -- each performing and contributing two individual tracks and a fifth track wherein they combine their compositional efforts. Opening track, ‘1’, by [Law-Rah], pleasantly and gently throbs like the aural equivalent of a deep red Rothko painting. For musical touchstones, think Nurse With Wound and Locust. His second individual track, ‘5’, drones slightly more ominously and is accompanied by a glitchy ‘popping’ sound which is not unlike that made earlier when we were preparing the post here at Norman and a trolley rolled over a long sheet of bubble wrap. These sounds phase in and out and pan woozily to leave the listener a little disorientated. Cinema Perdu similarly explores the empty psychological spaces which remain once you are all cried out. Really, this is perfect for the final part of the day when this reviewer has precious little more strength to muster. The two tracks Martijn Pieck brings to this disc are as sublime as the previous two by Bauke, in that the music is the contemplative, irresistible, seemingly boundless evocation of space, of internal conflicts easing and resolving themselves outside of time. Plus, his second track features metallic chiming under mallets. I’m a sucker for resonating metal and mallets. Martijn and Bauke’s collaborative track, ‘4’, is possibly the most affecting of all. What sounds like a sample from a long lost choral masterpiece is used as a bed for found sounds and plucked electroacoustic instruments, with an industrial throb underpinning it all… there’s an organ playing. For a minute there, I thought it was coming from the cathedral in my mind. Then silence. The CD whirrs its death throes and I feel a little more alive." [Norman Rec.] "THE [LAW-RAH] COLLECTIVE ist ein mehr oder weniger loser Zusammenschluss von Künstlern rings um den niederländischen Musiker BAUKE VAN DER WAL, der das Projekt mit dem enigmatischen Namen um das Jahr 2000 herum gründete. Bevorzugt tummelt man sich im Experimental-, Drone- und Dark Ambient-Sektor, zeigt aber auch keine Berührungsängste mit harscheren, ja dezidiert noisigen Spielarten, was exemplarischen Ausdruck in Kollaborationen mit NAVICON TORTURE TECHNOLOGIES (Box Edition von "The Gospels Of The Gash" und "Your Suffering Will Be Legendary") findet. Überhaupt ist man, was die stilistischen Details betrifft, um relativen Abwechslungsreichtum bemüht, und so reicht das bei discogs aufgespannte Genre-Spektrum von "Elektronik, Pop" über "Experimental, Abstract" bis hin zu "Dark Ambient, Drone". Seiner Grundrichtung bleibt das Kollektiv nichtsdestoweniger treu; nicht umsonst hat man schließlich – nomen est omen – der eigenen Homepage die Adresse "darkambient.net" verpasst. Entsprechend gerne arbeitet man freilich mit stilistisch benachbarten Künstlern wie CISFINITUM oder eben CINEMA PERDU zusammen. Der Mann dahinter, MARTIJN PIECK, ist langjähriger Freund VAN DER WALs, seit 2008 Vollmitglied von THE [LAW-RAH] COLLECTIVE und seit 2011 unter dem nom de guerre CINEMA PERDU aktiv, unter dem er bislang mehrere Alben im File- und Tape-Format veröffentlicht hat. Die vorliegende CD "Invocation" ist nach dem gemeinsamen Split mit WOODBNDR, "Blue Ruins Under Yellow Skies" von 2014, die zweite dezidierte Zusammenarbeit mit CINEMA PERDU und folgt stringent jener kontemplativen Drone-Programmatik, die im Großen und Ganzen das Leitmotiv für die Arbeit VAN DER WALs mit dem [LAW-RAH] COLLECTIVE abgibt, hier allerdings in ganz besonders vielschichtiger, facettenreicher Form zelebriert wird. Das Thema der CD fordert eine gewisse Besinnlichkeit freilich nachgerade heraus, beschäftigt sich die inhaltliche Ebene von "Invocation" doch mit dem Zerbrechen, Erlöschen, in jedem Fall aber mit dem Ende intensiver Freundschaften und enger Beziehungen, sowie insbesondere mit jener gähnenden Leere, die eine solche, mehr oder weniger gewaltsame Trennung einer tiefen emotionalen Verbindung nach sich zieht – egal, ob sie "nur" einem menschlichen Zerwürfnis, einer individuellen, existenziellen Krise oder gar dem physischen Ableben eines der Beteiligten geschuldet ist: "Invocation" versteht sich, so führt der Promotext aus, als "split album with personal views and interpretations of the emptiness that remains. Finding closure in a process of grief." Vor diesem Hintergrund erschließt sich denn auch ganz zwanglos der Hintersinn jener Sentenz, die sich auf der Innenseite des CD-Kartonschubers findet: "Some things were never meant to change but here we are" ... Das beim Berliner RAUBBAU-Label erschienene Album enthält sechs unbetitelte, lediglich durchnummerierte Tracks zwischen knapp acht und knapp zwölf Minuten Länge – etwas Zeit, Muße und Geduld sollte der interessierte Hörer also schon mitbringen, möchte er sich mit dieser, ohne Worte auskommenden, "conversation about what really matters" auseinandersetzen. Wer nun allerdings vom leidlich bekannten, sich über die komplette Laufzeit spannenden, mediokren Einheitsgebrumme ausgeht, das so betrüblich oft unter der Bezeichnung "Dark Ambient" firmiert, wird erfreulicherweise eines besseren belehrt: Lediglich das erste und das letzte Stück, beide von THE [LAW-RAH] COLLECTIVE eingespielt, präsentieren sich als ausgesprochen dronige, tiefenentspannte, einzig durch allerlei Rascheln, Knistern und anderweitige Störfrequenzen in minimale Regung versetzte, dabei jedoch niemals langweilige Soundmeditationen, während die von CINEMA PERDU beigesteuerten Beiträge 2 und 3 deutlich experimenteller und collagenhafter daherkommen – streckenweise fühlte sich der Rezensent durchaus ein wenig an NURSE WITH WOUND erinnert. Die eigentliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Outfits, Track Numero 4, gibt denn auch das interessanteste Stück des Albums ab und entwickelt sich, ausgehend von einem sakralen, durch rotorartiges Flattern fragmentierten Choraleinstieg, hin zu einem, schon fast treibend-rhythmischen Mittelteil, um schließlich in einem amorphen, alle Strukturen wieder einschmelzenden Klangbad zu verhallen. Nicht alles auf "Invocation" ist also gar so meditativ, wie es auf den ersten Eindruck und nach Lektüre des zitierten Begleittextes scheinen mag – nach einigen Hördurchgängen entpuppt sich das versammelte Material in der Gesamtschau vielmehr als erfreulich abwechslungsreich und immer wieder für das eine oder andere überraschte "Oho!" gut. Fazit: THE [LAW-RAH] COLLECTIVE & CINEMA PERDU legen mit "Invocation" ein rundum gelungenes Werk vor, das routiniert mit den Genregrenzen spielt, sie ausweitet und bisweilen beinahe transzendiert, ohne dabei jemals bemüht zu klingen, sich in Beliebigkeiten zu verheddern oder in akademischen Frickeleien zu verlieren. Beide Projekte interagieren perfekt miteinander und realisieren so ein bemerkenswertes, ebenso meditativ-hypnotisches wie dramatisch dichtes Album, das durch seine implizite Programmatik und die unprätentiöse Art & Weise, in der diese präsentiert wird, noch zusätzlich punktet: "the process of composing, writing, producing and finishing 'invocation' has helped us seeing things in perspective again after loosing loved ones. we hope it can do the same to you." – Irgendwie ist die ganze Veröffentlichung ... einfach ... sympathisch. Und wer kann schon etwas gegen sympathische Musik haben? Der Autor dieser Zeilen jedenfalls nicht." [Endsal/NON-POP] 2016 €13.00 Order it!
THIGHPAULSANDRA Acid & Ecstasy do-LP Thighpaulsandra is a veteran of many music worlds, and displays it on his kaleidoscopic multi movement tracks. With his first album in six years, Acid & Ecstasy, he whizzes through a particularly electrifying set of stylistic left turns. ‘Princess Margaret’s Mellotron’ starts off with guttural spiritual ambience before swerving into a twisted rock ‘n’ roll breakdown. A tripped out, irreverent take on the 2020s Britpop re-revival powered ultimately by a vast array of electronics and Coily industrialism, the track somehow expertly blends trickling gamelan polyrhythms, marching band brass, and murky ambience into a genre defying art rock mixture. Acid & Ecstasy" ist das neunte Soloalbum des musikalischen Provokateurs Thighpaulsandra (u.a. ex-COIL/SPIRITUALIZED/JULIAN COPE) und seine erste Veröffentlichung seit dem 2019 erschienenen Album Practical Electronics. Willkommen zu einem weiteren tiefen Tauchgang in Thighpaulsandras anzüglicher Klangwelt, welche sich keinem Genre zuordenen lässt. Ein Doppelalbum, das eine Vielzahl von immersiven Soundscapes, rauen Rockmomenten und lyrisch geschärften Balladen enthält, die wir alle von diesem unruhigen Troubadour erwarten, plus eine Menge fleischiger Überraschungen. Sieben gewichtige Tracks, die dich auf die beste Art und Weise verwirren und dich durch einen eklektischen Zirkus von unverfälschter Genialität chauffieren. Verdränge den Unglauben und kreuzigen die Neugier, du wirst nicht enttäuscht. Erhältlich auf Doppel-LP und Einzel-CD. ##################### no bandcamp, sorry ###################### "If like me you loved Thighpaulsandra‘s debut or the panoramic nature of his Golden Communion album, I’m glad to report the big-band sound is back with a vengeance on this new offering. As sprawling as it is provocative, this beast is an accomplished double helping that happily mingles menace with glitzy pop-tastics skewered in plenty of Stockhausen detours and atonal splurges. A largely song-based soiree, dashes of black humour and grandiose synth work abound, each track never starting where it finishes, its malleable betweens mood-swinging like a tree-skipping gibbon, grinning with mischievous intent. The orator’s words shine, scenic playthings perversely weaselled, poking fun at the righteous. The music, just as anarchic, obsessively delighting in blushes of prog-like excess, scooping up funky spandex grooves or taut totem riffs beset with a warble of classical delicacies, suddenly slamming you unexpectedly into a host of bent-up and crumpled trauma. Bold and marauding, it’s an entertaining ride that draws you into its theatrics askew, starfishes you back from the wreckage on a refreshed stream of consciousness piggybacking on a grinding bassline and creamy wizardry – psychedelically triggered melodics and adrenalined rushes that push intriguing holes through the fabric of its own reality. The jazzabelled tribal mantra of “The Curtain” erased into an ECM coma to comb-over a lush Spanish guitar and flourished balladry. A Julian Cope-like cadence chasing slippery abstracts and trickling diodes. The songwriting free-flow doesn’t disappoint, pillows with possibility, offset in ovalling obliques and star-clustered satellites, leaping headlong into some weirded-out Cardiacs-like operatics. In anybody else’s hands this might fall foul, flounder messily; but Thighpaulsandra’s trip marvels with the improbable, alchemises the errant with seamless ease. The debauched hilarity of “Princess Margaret’s Mellotron” (bringing to mind Double Vulgar‘s ode to her royal highness) meal-worms the ridiculous, all raspberried and choral-tapered, “Sliding down the corridors of powerrrrr” skilfully subverting with toe-tapping tautness and genre-bending fluidity. That multifaceted voice plucking charismatic to later turn despotic on “Cattle Truck”, the music souring to blunted blows disembarking into some head-nodding wrongness and a zero-gravity suspense outage of rumble-roasted layers. I can’t begin to imagine the amount of work involved creating something this complex and widescreen, but my ears are enjoying every twist and turn. As the album ends on the sticky avant-garden of “The Brown Hare Remains”, I’m reminded again of Thighpaulsandra’s genius in conjuring a rarefied atmosphere. An oddly shimmering creature of a track, stabbed in reverbed-glowing rhythmics and gong-like metallics to skitter on an aftersun of chilled poetics slivering between French and English on this dusky purple pulse. A lilting ambience that tessellates like a slo-mo of broken petals wistfully lost to the gathering silence. Acid And Ecstasy is another extravagant triumph that I’m going to be listening to for years to come. [Michael Rodham-Heaps/FREQ] 2025 €35.00 Order it!
THIS HEAT Deceit CD Re-issue from second regular LP from 1981. Remastered 2001. A milestone of experimental music. "...Im Vergleich zum Debut ist "Deceit" - was Betrug oder List bedeuten kann (Melodieselige und Neoprogger also vorsicht!), aber auch, wenn man den Titel ein paarmal schnell hintereinander auspricht, den Bandnamen ergibt - etwas songorientierter und weniger laut geraten. Um Betrug geht es in der Tat auf dieser Scheibe, zumidest stellenweise. So thematisiert "Makeshift Swahili" z.B. (unter anderem) die Vertreibung der nordamerikanischen Indianer und um die davor gemachten Versprechen. In "Independence" wird der Text der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung "kritisch" vertont. Zeitkritik unter dem Motto "history repeats itself" - der Anfang von "Cenotaph" - steht hier im Mittelpunkt, auch außermusikalisch, so ist z.B. "Suffer Bomb Disease", der Titel des letzten Tracks, in japanischen Schriftzeichen abgedruckt. Ansonsten sind die Texte recht kryptisch und mitunter schwer zu enträtseln, wie auch die dazugehörige Musik. Im Vergleich zum Erstling ist "Deceit" also nicht mehr so extrem und laut, ist reduzierter, dafür aber subtiler. Die industrialartigen Momente sind nicht mehr vorhanden, oder besser, sie sind verändert worden. Klang es auf "This Heat" mitunter nach einem Dampfhammer, so erweckt die Musik auf "Deceit" eher den Eindruck eines Uhrwerks, ein rhytmisch-monotones Klappern und Klopfen, das in seiner repetitiven Motorik am ehesten noch an Can erinnert ("Paper Hats" z.B., das nicht nur vom Titel her Erinnerungen an "Paperhouse" von "Tago Mago" weckt). Für diesen Effekt ist einmal mehr Haywards metronomenhaftes, aber gleichzeitig unglaublich vielseitiges und abwechslungsreiches Schlagzeugspiel verantwortlich. Dazu kommen Bullen und Williams, die hauptsächlich Töne, die ihren Ursprung in Gitarre und Bass haben, beisteuern, verfremdet, mehrfachst übereinandergelegt und durcheinander gemischt. Aber auch Klarinetten- und Keyboardklänge gibt es hier zu hören, ebenso fast unkenntlich gemacht, zusammen mit einer Myriarde anderer Sounds, Sprachfetzen und Geräusche, deren Ursprung kaum zu erahnen ist. Bullen und Hayward besingen die Stücke oft gemeinsam, in gleich - oder auch gegenläufigen, einander kontrastierenden Gesangslinien. Auch die Art und Weise zu singen ist sehr verschieden. Bullen singt die Texte recht emotionlos-gleichförmig vor sich hin, während Hayward durchaus Melodien von sich gibt, mitunter aber sehr schräg und fast verzweifelt kreischt ("Paper Hats", "Makeshift Swahili"), damit aber unglaublich intensive Emotionen freilegt. "Radio Prague", "Triumph" und "Suffer Bomb Disease" sind reine, minimalistische Klangkreationen, fast zerbrechliche Music-Concrete-Experimente. Alles auf dieser Scheibe ist schräg und seltsam, gibt aber das Zeitgefül der frühen 80er eindringlich wieder. Aber diese Musik ist zeitlos; wäre das Album 15 Jahre später erschienen, hätte es wohl unter Post-Rock-Freaks für Aufsehen gesorgt. So tat dies die Scheibe in New Wave-Kreisen. "Deceit" ist eine der wichtigen Scheiben der 80er, mit progressiver Musik einer Avantgarde-Formation, die sich, wie z.B. auch Art Zoyd, Univers Zero, Present, Shub Niggurath oder Fred Frith (und die diversen Formationen, mit denen er tätig war), erfolgreich von ihren 70er-Prog-Wurzeln gelöst hatten, um etwas wirklich Neues zu machen." [Babyblaue Seiten] 2006 €14.00 Order it!
same CD Endlich wieder erhältlich, die erste LP (1979) der wegweisenden britischen Avantgarde-Band. Bis heute lässt sich ihr Stil nicht wirklich schubladisierend fassen, es ist halt THIS HEAT und nix anderes ! Auch in der gerade erschienenen „Out of Cold Storage“-Box enthalten! Eine bekannte Mainzer Buchreihe hat sich übrigens nach dem Intro dieser LP - TESTCARD - benannt. „Was diese so Band so ausnehmend macht und selbst unter heutigen Maßstäben so ungemindert bestechend, ist in meinen Ohren der Thrill zwischen schwebenden Momenten, in denen die Musik die Luft anzuhalten oder garottiert zu werden scheint und sich enorme Energie aufstaut, und den unglaublich intensiven Eruptionen in Gestalt des ostinaten Drummings und sich ins Gehirn fressender Loops. Dazu kommt dann noch an besonders sublimen Momenten HAYWARDs Gesang mit einem Timbre, das einem die Kehle zuschnürt durch den wehen Ton und mit heißkalter Dringlichkeit die Schädeldecke aufstemmt....“ [Bad Alchemy #51] “A landmark recording by one of most important British bands, full stop. this, their first release, tore up the book and laid new rules for band composition and performance. First, the music: without precedent, then, the musicians: all extraordinary, all uncompromisingly radical, then the way it was all put together: endlessly surprising, hammeringly intense, and the sound: hard, radical, crafted, rich, with complete control of the frequency range. Beautifully recorded, radically mixed, this was breathtakingly present. Stripped back to the bone but never simplified. And it hasn't aged. this is deep, complex work that creates its own world, anticipating much that was to follow in the next 15 years. A luminous release out of print (for almost a decade?). Re-mastered by the group for this re release.“ [label info] 2006 €14.00 Order it!
  Health & Efficiency maxi-CD CD Re-issue of the genius 12" from 1980, re-mastered ! "1980 veröffentlichten This Heat die hier besprochene 12"-EP (oder Maxi-Single), die 1998 von These Records als Mini-CD wiederaufgelegt wurde. Gleichzeitig erschien das Material zusammen mit den Stücken von "Repeat" auf einer Doppel-LP (mit dem Titel "Health & Efficiency / Repeat"). "Graphic/Varispeed" ist zudem auch auf der "Repeat"-CD zu finden. Zwei sehr unterschiedliche Stücke haben This Heat hier auf die beiden Seiten der EP pressen lassen. Das Titelstück stellt ein Destillat der Musik der drei Engländer dar, eine energiegeladene Zusammenfassung ihrer musikalischen Ideen in 8 Minuten, ein dichtes und spannendes Konglomerat aus schrägem Song, Tonbandeffekten, RIO-Krach, Schlagzeug-Freakouts, quasiindustriellen Klängen, wavigem Rock, Canterbury-Rudimenten und nervösem Tonschweben. "Health & Efficiency" ist meiner Meinung nach das beste Stück, dass This Heat je gemacht haben. Wer sich nur eine Nummer der Gruppe antun möchte, sollte sich dieses Stück anhören. Genial! "Graphic/Varispeed" bietet dann, mehr oder weniger, nichts. Ein ewigliches, einförmiges Tonschweben kommt hier aus den Boxen, mal lauter mal leiser, mal hoch mal tief, mal weich mal hart. Wenn man das Brummen eines alten Kühlschranks aufnehmen würde, wäre das Ergebnis wohl ein ähnlich abwechslungsreiches Stück "Musik". Das Ganze ist eine extreme Minimal-"Kunst", die man wohl mit einem verblüfft-verständnislosen Lächeln hinnehmen muss. Man kann den Nichts-Effekt übrigens noch steigern, wenn man die EP bei 33 rpm abspielt ... den Besitz der Vinylversion vorausgesetzt (diese langsame Version der Nummer ist übrigens auf "Repeat" zu finden). Trotzdem, das Titelstück sollte man kennen (wenn man denn die beiden Studioalben von This Heat schätzt)!" [Achim Breiling / Babyblaue Seiten] www.rermegacorp.com 2006 €9.50 Order it!
TIETCHENS, ASMUS Biotop CD Zweiter re-release in der Serie von Wiederveröffentlichungen des TIETCHENschen Oeuvres – BIOTOP erschien 1981 und ist pure analoge Elektro-Pop-Musik mit nicht zu vernachlässigem Obskur-Faktor, klingt nach 80ern wie irgendwas ! „Second in the rerelease series presenting the first of four albums that were issued by Sky Music in the early 80's. Incl. 2 unreleased bonus tracks. 1000 copies with poster booklet in jewel case. Playing time: 51:34 min.” [press release] “ With the release of this album, a 3 year interlude began which was dominated by the use of Roland 'CompuRhythm' drum-machine. In addition, I discovered new sounds and playing possibilities on the Moog which considerably expanded my creative armoury. I also added a conceptual self-limitation: no track should be more than four minutes long. In the end, the majority of the pieces on the first two Sky albums actually clocked in at under three minutes each. In the opinion of my musical mentor Okko Bekker, their sparseness and short lenght evoked the impression of radio time-signals (Radio-Zeitzeichen), a form of acoustic station identification which was already obsolete by then. This reference provided me with the name for my accompanying orchestra, which consisted solely of musicians from the experimental music scene in Hamburg. Because of the total absence of bass lines the commercial potential of the pieces was virtually non-existant. The album was recorded on an 8-track Otari tape-machine. The Eventide digital harmonizer and the Ursa Major 'Space Station' reverb-machine also played a part. All of the pieces were recorded in 1980. They were not commissioned by any label, the contact with Sky Records only happening in 1981. The two bonus tracks from 1979 mark a decisive break with previous work ('Nachtstücke'). 'Futurum Drei' was recorded between 6th and 9th of July 1979. 'Fast Food' came three weeks later. While the first of the pair does not totally make the break with the old way of working, the second points clearly into a new direction. I would particularly like to thank Günter Körber (Sky Records) for his kind permission to re-release 'Biotop' and the three other Sky albums, and for allowing me to use the orignal labels in facsimile.” [from the liner notes - Asmus Tietchens] 2003 €15.00 Order it!
Notturno CD Schon die 10te CD in der DIE STADT-Reihe mit Wieder-veröffentlichungen früher TIETCHENS-Werke. NOTTURNO erschien im Original 1987 und schaffte eine ganze eigene, verstörende "Alien"-Atmosphäre, recht schroff & konkret mit viel verfremdeten Klaviermaterial und wieder bemerkenswerten Titeln wie "Halbe Tanzmusik" - wie auch "Formen letzter Hausmusik" eines der frühen Meisterwerke auf denen sich der hier schon unverkennbare TIETCHENS-Stil deutlich niederschlug. "Tenth part in the ongoing re-release series of all early Tietchens albums between 1980-1991. Notturno was originally released by Spanish label Discos Esplendor Geometrico in 1987 and also by Barooni on CD in 1992. Remastered version in a first edition of 600 copies in jewel case with full color artwork and poster booklet also featuring the original front and back cover. By the time Studie für Klavier (Formen Letzter Hausmusik, DS84) was released, it actually wasn't my first attempt to use the piano as a sound source. Various pre-studies came before this, but all which either were not characterized as such in their title or simply didn't make it onto record. I was intrigued by the great range of sounds it offers in general, but also by the multiple possibilities to produce sounds inside of the piano. Of course I was fully aware that these techniques had already been used by other composers like Henry Cowell and John Cage in the past. Not only could I make use of a grand piano in 1986, I also had the technical equipment at hand which didn't leave nothing to be desired. I wasn't quite precise calling these pieces Studien für Klavier (Piano) by the way, as I was actually using a flügel (grand piano). I began preparing the strings in an almost old fashioned way, also producing sounds with unusual aids (electric gastr beater, wire brush, coins and others). Then in another step, with the help of the studio, I carefully started working on the recorded sounds. While doing this, I wasn't even afraid of using some good old avant-garde tricks, by the way. But I won't tell. The fact that Notturno was released by an industrial label, shows how much the interest in unusual electro-acoustic music had grown at the time. In fact, Notturno is nothing less than an industrial album. To my own delight and to the delight of the listeners as well, I used techniques which were introduced in the field of new music since several years already. As a result, Notturno can be seen as a cross between musical styles. On one hand it sounds academic, but in fact it isn't. But the question whether this was U (popular) or E (serious) was obsolete anyway, as electro-acoustic experiments didn't exclusively belong to the circle of serious composers anymore. Of course I wasn't the first or only non-academic composer who produced music, which couldn't be categorized easily then, and maybe even still not until today. As a result, the exchange of these new aesthetic strategies with other musicians and listeners in the mid-'80s, further encouraged the musicians to produce such music, and as a result, labels such as Discos Esplendor Geometrico could be sure to sell a small edition of 500 copies in a fairly short time. The ears had opened up for this genre-crossing music and the heads were ready to accept. We had succeeded breaking new ground." [label info / liner notes] "....Following 'Formen Letzter Hausmusik' and 'Hydrophonie', 'Notturno' was the third 'serious' attempt in composing more serious electro-acoustic music, and Tietchens limits himself to using the (grand) piano. In a good tradition, say starting with Cage's prepared piano, Tietchens treats the inside and outside of the piano with objects, like an electric gastr beater, wire brush, coins and others, but unlike Cage it's for Tietchens only a starting point. The recordings are processed in the studio, in no doubt true Tietchens style. Looping the sounds around, filtering through sound effects and synthesizers, after which they finally find their form in neatly constructed pieces of music. To use loops as to the extent that Tietchens does is something that sets him aside from the regular musique concrete composers. At the time for many, yours truly included, this was the first introduction to the more academic music, while now, we hear a record that is certainly a great one but perhaps not so academic as we thought back then. 'Notturno' is one the best Tietchens works that one can encounter and the mastering is much improved over the first edition on CD. While many seem to think that Tietchens music is quite distant and cold, 'Notturno' combines playful melodies and sturdy processing of the material. Certainly one to get if you are only remotely interested in his work." [Vital Weekly] www.diestadtmusik.de 2007 €15.00 Order it!
Das Vieh und sein Vater CD Irgendwie sind uns nochmal einige Kopien dieser "rare tracks"-Zusammenstellung von 1996 in die Hände gefallen, erschienen auf einem Label das schon längst nicht mehr existiert. 18 Stücke sind hier enthalten, die von 1981 bis 1995 (bis auf 3 Stücken aber alles aus den 80ern) auf MC und LP-Compilations erschienen, das meiste davon ist rar & jetzt nirgendwo anders erhältlich. Einige Beispiele: "TINA, ICH LIEBE SIE!" von "Sex & Bestiality" 4 x MC (Bain Total, 1984, das DIE FORM-Label); "TRIUMPH DES WILDEN" von "Alternative Funk 1" MC (Audiologie 2, 1995), "KRYPTO-PHONOPHONIE" von "Captured Music" (Selektion 1987), etc. etc. 1996 €13.00 Order it!
Der fünfte Himmel CD Asmus Tietchens ist einer der bekanntesten deutschen Künstler im Bereich der abstrakten Musik. Anfang der 1980er-Jahre nahm er eine Handvoll Avantgarde-Synthiepop-Alben auf, auf denen er einen unnachahmlichen Mix aus stolpernden Beats und schrägen Harmonien zum Besten gab, was der Musik die Gattungsbezeichnung Pseudo-Pop einbrachte. "Der fünfte Himmel" versammelt Liegengebliebenes, Verworfenes, Unpassendes und Unerwünschtes aus jener Frühphase des Künstlers. Zu hören sind Arbeiten, die auf den originalen LPs der Jahre 1980 bis 1983 nicht erschienen, aber in den unmittelbaren Werkkontext gehören. Dabei blieben die Stücke nicht aus qualitativen Erwägungen, sondern aufgrund ihres teils exzentrischen, teils schlicht entlegenen Charakters im Archiv. Ferner enthält "Der fünfte Himmel" jene Stücke, die für ein weiteres Album für das Label Sky infrage gekommen wären. https://asmustietchens.bandcamp.com/album/der-f-nfte-himmel 2014 €10.00 Order it!
Seuchengebiete 4 CD "Seuchengebiete 4, the continuation of Asmus Tietchens' almost legendary series of treated water sounds, consists of six Hydrophonies. The sonic palette ranges from deep gurgling bass pulses to fragile movements of showering bright particles. The overall mood is ernest, contemplative and dark. Seuchengebiete 4 is perhaps the ultimate soundtrack for our crises-ridden times." [press release] https://aufabwegen.bandcamp.com/album/seuchengebiete-4 "Der Hamburger Asmus Tietchens schätzt Serien, man denke etwa an die auf inzwischen sieben Teile angewachsene Mengenreihe. Auf den Alben der “Seuchengebiete”-Serie finden sich sogenannte Hydrophonien, Stücke, deren Basis das Geräusch von tropfendem Wasser ist. Der erste Teil erschien 1985, sechs Jahre später folgte Nummer zwei, 1997 auf Donna Klemms Label Artware Nummer drei. Schon in einem Interview im Jahre 2007 sprach Tietchens davon, an neuen Hydrophonien für einen vierten Teil zu arbeiten, jetzt erscheinen sechs neue Aufnahmen auf Auf Abwegen. Auf„Hydrophonie 21“ scheint Wasser in einer Höhle zu tropfen und zu (ver)hallen, im Vordergrund blubbert es, während im Hintergrund seltsam-melodische Flächen zu hören sind. Dann scheint Wasser ausgeschüttet zu werden und zu fließen. Dem Track wohnt eine leichte Unruhe inne. Die nicht nur numerisch, sondern auch auf dem Album darauf folgende Hydrophonie nimmt diese Bewegung zurück, ist tastender, reduzierter, minimalistischer. Zum Teil klingt das Fallen der Tropfen so, als zupfe jemand einen akustischen Bass. “Hydrophonie 24″ hat einen leicht metallischen Klang, ist vielleicht- etwas verkürzt gesagt- mit durchaus dissonanten Momenten das industriellste Stück auf diesem Album. Dagegen scheint “Hydrophonie 26″ zurückhaltender und weniger unruhig zu sein. “Hydrophonie” 32 hat einen leicht ambient-sakralen Charakter und ist der vielleicht atmosphärischste Track auf diesem Album. “Hydrophonie 27″ beginnt fast kaum wahrnehmbar, dann hört man entfernte, kristalline Momente, als würden Vögel zwitschern.Was klar gewoden sein sollte, ist, wie unterschiedlich trotz gleichen Ausgangsmaterials die einzelnen Stücke sind. Über die Jahre ist Tietchens immer sehr konsistent darin gewesen, wenn er über die (nicht vorhandene) “Botschaft” seiner Musik gesprochen hat. Schon 1991 meinte er: „I don’t try to create moods with my music, and I don’t try to tell stories, and my music doesn’t carry any message except an aesthetic one (now and then). Mostly my pieces are formalistic exercises, or better, the results of formalistic exercises. Music shall be no more than itself. Absolute Music.“ In einem jüngst erschienen Interview wird diese Haltung noch einmal klar artikuliert: “’Absolute Music’ is not connected with any political, spiritual, ideological or educational intention. The listener is totally free for his own impressions, feelings, possible pictures and thoughts when listening to ‘Absolute Music’. To me that is total freedom of perception. I am no teacher, no philosopher, no scientist – why should I intrude my thoughts on any other human being? I always try to let the music speak for itself. That should be enough.“ Dennoch darf auch auf diesem Album das obligatorische Cioran-Zitat natürlich nicht fehlen: “Der zügellose Optimismus hält der geringsten und bedeutungslosesten Offenbarung der menschlichen Natur nicht stand.” [MG / African Paper] "In the 80s, there was a small list of very hard to obtain records, records of the kind that everybody wanted. Among them was Seuchengebiete' by Asmus Tietchens, released by A-Mission Records. That label vanished quickly, and the records too. I am sure I traded some obscure Gerogerigegege LP for it, but it was worth the trade. I may have told this story when I reviewed the CD re-issue back in Vital Weekly 504. On 'Seuchengebiete', Tietchens explores the sound of water dripping in his studio sink. It was the first record on which Tietchens explored the quieter side of music. Later on, there were more volumes of this approach (although never called 'volume 2' etc.). The second volume was in 1991 (reviewed in Vital 23, when it was a paper fanzine; see advertisement elsewhere), and '3' was in Vital Weekly 121. I mentioned for the latter that I didn't get the design of the release, which is, maybe oddly, also the case here. As this CD arrived on Saturday, I took a whole Sunday off to play all four 'Seuchengebiete' instalments. Over the years, some things have changed in the music of Tietchens. It was the first 'Seuchengebiete', one of his first quiet works; these days, his music is soft. Many of his musical compositions contain sounds beyond recognition, but in this case, it is pretty clear what the source material is. The dripping of water can be recognized, but it is transformed in various ways, from delightful high-end splashes to low-end bass sounds; some of this sounds like it is changed with granular synthesis, but no doubt there is also another technology at work here. There is something profound about the music, slow, contemplative; maybe the music is a sign of the sorry state of our times. Perhaps it is the association I have with the water sounds here; that of leaky pipes in an abandoned industrial landscape. The soundtrack for a worse tomorrow? I am sure that is not what Tietchens put into his music, as I would think there is very little meaning put in by him, but it is all about the listener's associations. This time, Tietchens applies his current composing techniques to an older idea, working wonderfully well." [FdW / Vital Weekly] 2021 €13.50 Order it!
  Conclusio CD From the label : New album by German sound veteran Asmus Tietchens and a return to his more industrial music roots, typefied by the title of the albums opening track ‘German Angst’. Edition of 300 copies . Digipak cover. no Bandcamp! "Die Stadt hatte zwischen 2003 und 2022 eine umfangreiche, aus insgesamt 18 Alben bestehende, Wiederveröffentlichungsreihe des Frühwerks Asmus Tietchens’ gemacht. Nun erscheint mit „Conclusio“ neues Studiomaterial auf dem Bremer Label. Während auf dem kürzlich hier besprochenen Album „Lichthöfe“ Tietchens mit Thorsten Soltau zusammenarbeitete und dessen Ausgangsmaterial seinen Bearbeitungen unterzog, ist “Conclusio” wieder eine reine Soloveröffentlichung, was heißt, dass sich – der Tradition gehorchend – wieder ein Zitat des großen rumänischen, schlaflosen Pessismisten E. M. Cioran findet. Diesmal kann man lesen: „Alles steuert der Hässlichkeit und dem Gangrän entgegen: Dieser Erdball – er eitert, und die Lebenden stellen dabei ihre Wunden zur Schau, auf die die Strahlen des Leuchtgeschwürs herabfallen.“ Wer wolle angesichts des (nicht nur) gegenwärtigen Irrsinns da widersprechen? Oft finden sich bei Besprechungen des Werks des Hamburgers Wörter wie „Abstraktion“ (etwa hier), er selbst verwendet einen Begriff, den ich in einem leicht anderen Kontext einmal bzgl. des Werks von David Jackman verwendet habe: Absolute Musik. In einem Interview meinte Tietchens einmal: „’Absolute Music’ means that it contains no message except an esthetic one. ‘Absolute Music’ is not connected with any political, spiritual, ideological or educational intention. The listener is totally free for his own impressions, feelings, possible pictures and thoughts when listening to ‘Absolute Music’. To me that is total freedom of perception. I am no teacher, no philosopher, no scientist – why should I intrude my thoughts on any other human being? I always try to let the music speak for itself. That should be enough“. „German Angst“ eröffnet das Album mit unruhigen, leicht hektischen Klängen, denen durchaus (insbesondere im Verlauf des Stücks) ein Moment des Bedrohlichen innewohnt. Der binnengereimte Track „Die Schwere der Leere“ beginnt ruhiger, erzeugt dann aber eine ähnliche Unruhe. Anfangs meint man, auf „Lammkopf im Ofen“ würden Bleche über den Boden gezogen, dann klingt es zwischendurch, als solle hier kurzzeitig eine E-Gitarre s(t)imuliert werden. Dagegen wirkt „Imperial Logistics“ mit einzelnen stampfenden Passagen reduzierter. „Organischer Restbestand“ ist melodischer, gegen Ende wird man an Streicher erinnert. Die ersten Minuten des minimalistisch-rauschenden „Kotbeutel über Korea – hurra!“ lassen fast an Ambient denken, bevor ein Loop einsetzt, der an demente Zirkusmusik denken lässt. Das Titelstück erweckt des Eindruck, in einem Schneegestöber aufgenommen worden zu sein. Von den zuletzt erschienenen Alben Tietchens’ klingt „Conclusio“ in besonderem Maße unheimlich, ist durchzogen von einer Atmosphäre des Irritierenden. Das im Innern der CD abgebildete Gesicht einer Person, deren Mund zum Schrei geweitet ist, das karge Interieur des Covers und das die Rückseite zierende Bild mit dem Wort “Auflösung” tragen ihr Übriges dazu bei, ein Schaudern auszulösen." (MG / African Paper] 2025 €15.00 Order it!
TIETCHENS, ASMUS & DAVID LEE MYERS Flussdichte CD DAVID LEE MYERS ist auch als ARCANE DEVICE bekannt und hat v.a. Anfang der 90er unter diesem Namen hochinteressante Feedback-Musik veröffentlicht. Diese dritte Zusammenarbeit mit A.TIETCHENS nach „Speiseleitung“ (auf Raum 312) dringt in einem Mikrokosmos aus geheimnisvollen elektronischen Sounds ein, die sich schnell verändern und stets Spannung aufrechterhalten... erschienen auf einem neuen Hamburger Label. “ The artist's work consists of creating original circuitry that forces electronic effects devices to generate their own tones and patterns, often in unpredictable ways that are hard to tame. Myers fed his music to electro-acoustic artist Asmus Tietchens (aka Hematic Sunsets) who shaped it into strange soundscapes that could belong as much to Luc Ferrari and Pierre Henry as to modern sound artists like Koji Asano or Rafael Toral. Their soundscapes often hold a dark, almost Gothic atmosphere -- the resonances of electronic cathedrals. Although process-generated (at least in its initial stage), the music never sounds like a calculated exercise. Each piece has been carefully shaped, composed. The sound palette is varied, but always remains close to vintage musique concrète. If track titles like "T29:M5/3" or "T31:M5/10" are not very talkative, the album title already states the best description possible: a dense, rich electrical flux, sculpted with art. Recommended. [Francois Couture | ALL-MUSIC GUIDE] 2001 €14.00 Order it!
TIETCHENS, ASMUS & E.M. CIORAN Leere und Zerfall CD Asmus Tietchens: Leere und Zerfall Sechs Lesungen aus Lehre vom Zerfall von E. M. Cioran Catalog-Nr.: PLUS 101 Format: CD, Digipak Country: Germany Tracklist 01 Wir Troglodyten 02 Genealogie des Fanatismus 03 Mittel zur Selbstvernichtung 04 Aspekte der Dekadenz 1 05 Aspekte der Dekadenz 2 06 Bildnis eines Bösen Die Glockenspiele aller Denkerschulen läuten Sturm bevor sie platzen. Ditterich von Euler- Donnersperg, Pelzwurstlieder, drittes Buch Notes Aufgenommen im Audiplex Studio E, Hamburg Produktion: Okko Bekker Gestaltung: Robert Schalinski Lehre vom Zerfall (Zitate) Meine Abkehr von der Philosophie geschah in dem Augenblick, da ich die Unmöglichkeit erkannte, bei Kant auch nur die geringste menschliche Schwäche, auch nur den leisesten Akzent wahrer Trauer zu entdecken. Um Alles bringt uns diese Welt mit ihren Fesseln und ihrer stickigen Luft: außer um die Freiheit, Hand an uns zu legen; und diese Freiheit flößt uns eine derartige Kraft und einen solchen Stolz ein, daß wir der Last, unter der wir stöhnen, schließlich Herr werden. Im grunde sind alle Ideen falsch und absurd. Es bleiben nur die Menschen, so wie sie sind ... ich bin von jeder Ideologie geheilt. Wir haben sämtliche Wahrheiten gegen uns. Aber wir setzen unser Leben fort, weil wir sie einfach hinnehmen und uns weigern, die nötigen Schlüsse zu ziehen. Emil Cioran wird am 8. April 1911 in Răşinari (Siebenbürgen) als zweites von drei Geschwistern geboren. Der Vater Emilian praktiziert im Dorf als orthodoxer Priester. Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums Colegiul National Gheorghe Lazăr in Hermannstadt begann er siebzehnjährig das Studium der Philosophie und Ästhetik an der Universität Bukarest. Von 1933 bis 1935 hielt sich Cioran in Berlin auf. 1937 zog er nach Paris, wo er den Rest seines Lebens im Quartier Latin, ab 1960 in einer kleinen Dachgeschosswohnung, wohnte.1946: Sagt sich von jeglichem politischen Engagement los. Beschließt, nur noch auf Französisch zu schreiben. Die Exercices négatifs entstehen, eine erste Fassung der Lehre vom Zerfall, die 1949 erscheint.Er wählt für seine Autorschaft die Initialen „E.M.“ anstelle seines Vornamens. Etwa zu dieser Zeit verfaßt er Mon pays (posthum 1996 publiziertes Fragment), die Absage an sein einstiges pro-„gardistisches“ Denken.- Befreundet u.a. mit Gabriel Marcel , Arthur Adamov, Samuel Beckett, Henri Michaux, S. Mattá. 1995: Er stirbt am 20. Juni im Pariser Broca-Krankenhaus. Asmus Tietchens (* 3. Februar 1947 in Hamburg; Pseudonyme Hematic Sunsets und Club of Rome) ist ein deutscher Komponist elektronischer Musik und Klangkünstler. Mit zehn Jahren lernte er Musique concrète und elektronische Komposition durch das Nachtprogramm des Norddeutschen Rundfunks kennen. 1964 begann er eine Ausbildung als Reedereikaufmann und Schiffsmakler, allerdings arbeitete er anschließend nie in diesem Beruf. Stattdessen war er ab 1968 als Werbetexter tätig. Seit 1975 ist er freier Musiker; 1980 erschien sein erstes Soloalbum. Daneben ist er Teil von Radio Gagarin, einer Sendung im Freien Sender Kombinat Hamburg. Von 1989 bis 2009 lehrte er Klangforschung und Sounddesign an der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften, von 2010 bis 2013 Sounddesign an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.[1] Er lebt und arbeitet in Hamburg. Einige der Alben Asmus Tietchens' können auch dem Industrial bzw. der Noisemusik zugerechnet werden. Neben seinen Soloarbeiten hat er zahlreiche Kollaborationen mit Komponisten wie Merzbow oder Arcane Device (David Lee Myers) veröffentlicht. Tietchens' Arbeit ist ein skeptischer Gestus zu eigen, der sich nicht zuletzt in den regelmäßigen Zitaten des Philosophen E. M. Cioran auf seinen Tonträgern zeigt. Er hat sich mehrfach in Essays zu seiner Arbeit und dem entsprechenden musikalischen Umfeld geäußert (z. B. in Bekenntnisse eines ehemaligen Soundscapers, 2005). PLUS 101 | 2018 2018 €15.00 Order it!
TIETCHENS, ASMUS + ALICE FRESHMOUTH Lumieres CD listen: https://klanggalerie.bandcamp.com/album/lumi-res Kooperationsalbum der beiden lange befreundeten Hamburger Klangkünstler und Avantgardisten als CD im Digipack auf Klanggalerie. Asmus Tietchens ist Klangkünstler und Komponist aus Hamburg. Sein Interesse für Musique Concrete entdeckte er bereits im Alter von 10 Jahren als er eine deutsche Radiosendung hörte. Ab 1965 begann Tietchens mit Tapeloops zu experimentieren und daraus musikalische Collagen zu erstellen. Bald kam der Einsatz von Synthesizern hinzu. 1980 erschien sein Debütalbum “Nachtstücke”, produziert von Peter Baumann (Tangerine Dream). Es folgte eine Reihe von Alben mit elektronischer Popmusik für das Label Sky, Heimat vieler berühmter Krautrock-Bands. Tietchens verwendet für seine Kompositionen oft Klangquellen wie Wasser, menschliche Stimmen oder Papier. Auf Labels wie United Dairies, Esplendor Geometrico oder Dom Records vertreten, ist er mit der Industrial-Musikszene verbunden. Tietchens hat keinerlei akademischen Hintergrund, alles was er tut, ist autodidaktisch erlernt. Trotzdem war er viele Jahre Professor für Sounddesign in Hamburg (FH für Gestaltung). Tom Fleischauer aka. Alice Freshmouth ist als Musiker, Komponist, Engineer und Produzent seit Jahrzehnten im Hamburger Underground und darüber hinaus bekannt. Seit 40 Jahren miteinander befreundet, haben beide Musiker hier erstmals zusammengearbeitet, die elf Tracks bilden eine ideale Schnittmenge ihrer unterschiedlichen musikalischen Universen. Asmus Tietchens is a sound artist and composer from Hamburg, Germany. He got interested in Musique Concrete by listening to a German radio programme when he was 10 years old. In 1965, at the age of 18, Asmus started experimenting with tape loops and turned them into musical collages. Soon, the use of synthesizers was added. In 1980 his debut album Nachtstücke was released, produced by Peter Baumann of Tangerine Dream. This was soon followed by a series of albums of electronic pop music for the Sky label, home of many Krautrock bands. Tietchens often uses special source materials for his compositions such as water (Seuchengebiete), human voices (Von Mund zu Mund), paper (Papier ist geduldig). He is associated with the Industrial music scene through his collaborations and releases on labels such as United Dairies, Esplendor Geometrico or Dom Records. Tietchens never studied composition, he has no academic background, everything he does is self taught or learnign by doing. Nevertheless, he was professor for sound design in Hamburg in recent years. Alice Freshmouth is an anagram project by Tom Fleischhauer. Tom plays guitar and bass and has worked as producer, live sound engineer, booker, promoter and composer. Him and Asmus have been friends for over 40 years, they regularly meet in Hamburg, either as musicians or attending concerts. When Tom played Asmus his most recent musical compositions, the two decided that their work was not completely compatible, but shows enough similar approach to start a spontaneous collaboration. Soon afterwards first ideas were exchanged and half a year later an album was born. Both musicians think that there is equal measure of each of them to be heard on this CD. Full tracklist: 1. Courbé 2. Drone Léger 3. La Lueur 4. Bruit De Nuages 5. Sombre 6. Long Souffle 7. Sous La Lumière 8. À Partir De 9. Lune Souriante 10. Blanche 11. Claire. https://www.klanggalerie.com/gg482 "Let’s assume Asmus Tietchens needs no introduction; in about 1000 podcasts (yes, a small celebration coming up in Vital Weekly 1470), he appears 48 times. It’s also no secret I love his work very much. In recent years, Tietchens has worked with many people, mainly by exchanging sound files through the Internet. I am unsure if that’s also the case of Alice Freshmouth, which is an anagram of Tom Fleischhauer. I had not heard of him, but he’s a guitar and bass player and has worked as a producer, live sound engineer, booker, promoter, and composer. More importantly, he’s been friends with Asmus for 40 years, and they meet regularly at concerts. They believe their current work could have been more compatible, but a similar approach led to a spontaneous collaboration. Ideas were exchanged, and only a little later, there was an album. It could be like Tietchens’ approach to the studio-as-instrument that he could work with anybody. Yet, this album’s music also sounds a bit different from other recent Tietchens collaborations. The typical Tietchens sound he gets with the sort of processing he does is part of this, but unlike many other times, it’s embedded in whatever Fleischhauer brings. It is hard to say what that is, but the music sounds more musical or less abstract than what we usually hear from Tietchens (with or without guests). It is sometimes industrial or ambient, but always with that vague notion of a melody, or at least a trace. Also, there seems to be a greater diversity of sounds in the music here, with more field recordings, straightforward drone sounds, and vaguely industrial soundscapes. It is a vastly varied release, so it’s somewhat surprising. Indeed, this is the most different of his recent collaborations. Suppose what I suspect is accurate, and they recorded this together in the studio or sat together while working on the final mix. In that case, this might mean Tietchens should, perhaps, let more people in the studio and change his modus operandi, as these results are excellent. Following a string of re-issues, this is an all-new work for Tietchens on the Klang Galerie label." [FdW/Vital Weekly] 2024 €15.00 Order it!
TIETCHENS, ASMUS + CV LIQUIDSKY Monoposto CD 17th and final part in the re-release series of all early Tietchens albums between 1980-1991 Originally released on Dragnet, Dom Elchklang in 1991. This new version incl. 3 Bonus tracks and is another joint release by German labels Die Stadt and aufabwegen. Jewel case with full color artwork and poster booklet also feat. the original front and back cover. First edition of 600 copies. Track listing: 1. 'Junge Hoden' 3'01 2. 'Drangsal am Hauptbahnhof' 3'09 3. 'Der Appelbeker Kreis' 3'14 4. 'Schlotzen' 2'47 5. 'Mit dem Zombiebus ins Totenreich der Killermumien' 10'07 6. 'DDR' 4'01 7. 'Frauenhygiene' 3'12 8. 'Vergessene Jungens' 3'40 9. 'Einfach Helden' 3'09 10.'Aus heiterem Himmel'2'07 Bonus tracks: 11. 'Prinzip Hoffmann' 2'49 12. 'Schwachholz vorsetzen' 2'06 13. 'Liquidsky spricht' 0'22 Asmus Tietchens + CV Liquidsky 'MONOPOSTO' (Dragnet & Dom Elchklang, Dradomel 03) 1991 It was just before the end of the so called heroic times when CV Liquidsky and I decided to record a studio album together. Almost a bit late considering that Liquidsky had already lived and worked in Hamburg since 1979. Our ways had crossed many times and a mutual friendship developed. Actually we discussed a possible collaboration several times. Liquidsky was a graphic designer, journalist, musician and someone who really moved things in all these areas. I got to know Liquidsky's musical side as him being one half of the industrial music duo 'Cinema Verite', and at the same time through his journalistic skill's, writing excellent reports about the Hamburg and International music and cultural scenes. As a trained artist he also did record covers and posters, illustrated Fanzines and created some disturbing free works. It was no secret that his chosen artist name derived from both ,Cabaret Voltaire'(CV) and 'Liquid Sky'(Liquidsky). His real name was Andreas Hoffmann. The recordings for 'Monoposto' were made between 1988-1990. The mention of the years 1981-1990 on the cover was deliberately misleading. Our work scheme was to try and record one track per nightly session, and when ever we met in the studio we clung to this strict working method. It was our intention to avoid making a perfect studio album. Improvisation, chance, errors and spontaneous decisions were the game plan. After a track was recorded it was mixed the same night or even early the next morning, so it was finished. No softening out and no corrections were made, no matter if the raw diamonds we created started to shine or not. It was Liquidsky (the "mover") who persuaded me to accept this almost Dadaistic concept, as I'm basically someone who takes longer to create a track. He concentrated on his guitar and myself on the electrical treatments. Later a good friend of ours described the music as a mixture of apathy and ecstasy, beauty and ugliness. In fact I never worked on an album with such a melancholic note before or ever after. The cover was created by Liquidsky within a couple of hours. The word 'Monoposto' has actually no meaning. It's a Blindtest to show the actual look of a certain typography common in the analog world back then. Liquidsky was fast and he always stood on the right side. Andrea Hoffmann died on 6th of September 1998. Editorial notes: All recordings were transferred from the original tapes, but in a different order than on the LP. The title 'Mit dem Zombiebus ins Totenreich der Killermimen' on the original album is actually written incorrectly. The corrected title is 'Mit dem Zombiebus ins Totenreich der Killermumien'. The track 'Liquidsky spricht' was taken from the compilation 'Das digitale Vetrauen' (Soleilmoon, SOL 54)." [label info] diestadtmusik.de/DS120.html "Die große, 2003 begonnene 18-teilige Wiederveröffentlichungsreihe von Asmus Tietchens’ früheren Arbeiten kommt mit Nummer 17 langsam an ihr Ende; in einer erneuten Zusammenarbeit veröffentlichen Die Stadt und Auf Abwegen das mit CV Liquidsky zwischen 1988 und 1990 entstandene und ursprünglich 1991 erschienene Album „Monoposto“. In den Linernotes schreibt Tietchens, dass er Andreas Hoffmann, so der bürgerliche Name des 1998 verstorbenen Musikers, Journalisten und Graphikers, schon lange kannte, bevor sie sich endlich dazu entschlossen, ein gemeinsames Album aufzunehmen. Es sei nicht darum gegangen, ein „perfektes Studioalbum“ aufzunehmen, sondern „Improvisation, Zufälle[...], Fehler[...] und spontane[...] Entscheidungen“ hätten eine wichtige Rolle gespielt. Das führte dazu, dass die einzelnen Stücke recht schnell entstanden und noch in der gleichen Nacht gemischt wurden. Nichts weiter wurde mit den Aufnahmen gemacht. Das Zusammenspiel von Liquidskys Gitarre und der elektronischen Bearbeitung von Asmus Tietchens führt “ zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Insgesamt ist „Monoposto“ allerdings ein stark von Wiederholung geprägtes Album, wie gerade der fast schon rhythmische Opener „Junge Hoden“ mit seinen immer nur leicht variierten Loops zeigt. Ähnlich konzipiert scheint „Drangsal am Hauptbahnhof“, das mit seltsamen kreischenden Passagen im Hintergrund etwas düsterer und variabler ist. „Mit dem Zombiebus ins Totenreich der Killermumien“, vielleicht der Titel eines verlorengegangen Drehbuchs von Don Swan, ist eine anfangs verrauschte, fast schon nach Ambient klingende Nummer mit dunklem Dröhnen und leichtem Pochen. Auf dem verglichen damit profan betitelten Track „DDR“ hört man Loops, Heulen und Dröhnen, seltsame Stimmen und im Hintergrund eine Hymne. “Fraueninnenhygiene” hat eine merkwürdige Westernatmosphäre, „ Auf „Einfach Helden“ glaubt man ein dissonantes Klavier zu hören und das Stück „Aus heiterem Himmel“ ist ein Cover von Neil Youngs „My my, hey hey (Out of the blue)“, das im Original die legendäre Zeile „It’s better to burn out/Than to fade away “ enthält. In Tietchens’ und Liquidskys Interpretation lässt sich das Original durchaus noch erahnen, von der Herangehensweise passt es aber gut zum Rest des Albums. Stampfende, primitive Rhythmik hört man auf den Bonustracks „Prinzip Hoffmann“ und „Schwachholz vorsetzen“ und gerade diese Tracks situieren dieses in Passagen monotone und ruppige Album durchaus an den Rändern des Industrials. (MG) 2020 €15.00 Order it!
TREPANERINGSRITUALEN Kainskult CD https://trepaneringsritualen.bandcamp.com/album/kainskult »Fratricide! Fratricide! Fratricide!« On Kainskult — the follow-up proper to 2014’s much praised Perfection & Permanence — we find Trepaneringsritualen at its most visceral; utterly devastating in its feral ferocity, and utterly demented in its elemental ecstasy. Kainskult will undoubtably stand as a cornerstone album both in the T × R × P canon, and in the industrial scene at large. In their animalistic frenzy and emotional intensity, these nine songs immediately envelop the listener and threaten or promise to drive you to the brink of madness. Kainskult keeps all the basic building blocks of Perfection & Permanence: the tribal drumming, the atavistic propulsion, the clattering metal percussion, and the abysmal growls. But somehow it reaches a new level of intensity, both sonically and lyrically. The latter read like a hallucinatory celebration of Kain, the Original Heresiarch. He is cast in the role of archetypal transgressor; the brother to all who wage war against the tyranny of Yaldabaoth. He raises the stone above His head, and with one willful strike slays His brother, the cowering slave. Through this one action He draws the Mark upon his skin, and sets in motion a series of events that will ultimately lead to the dissolution of the created worlds. »Ravage Me! Death & Ecstasy« Kainskult was channeled by ᚦᛟᚦ ⅩⅠⅩ at the 63rd Link, 21 XII 2014—21 VI 2017 e.v., with assistance by Kim Sølve, Lina Baby Doll, Veil of Light, Nordvargr, Idlu Lili Regulus, Michael Idehall, Kim Larsen, Thomas Bøjden, Joachim Nordwall, Peter Bjärgö, DE · TA · US · TO · AS, Antti Litmanen, Daniel Hofmann, Aaron Turner, Fredrik Bergström, David S. Herrerías, Alone in the Hollow Garden. Vocals recorded at the 63rd Link by Dag Rosenqvist. Mixed by Peter Johan Nijland. Mastered by Linus Andersson at Element Studios. ########################################## Der postmoderne Apostat präsentiert sein schwarzes Kronjuwel "Eins, zwei, drei, im Sauseschritt, läuft die Zeit – wir laufen mit", reimte Wilhelm Busch einstmals so treffend, und in der Tat ist es kaum zu glauben, aber dennoch wahr: Über drei Jahre sind seit dem letzten "vollwertigen" Studioalbum von TREPANERINGSRITUALEN bereits wieder ins Land gegangen – 2014 löste das bei COLD SPRING erschienene Album "Perfection & Permanence“ mit seinem schmissigen Ritual-Death-Post-Industrial-Sound Begeisterungsstürme bei Kritik wie Publikum gleichermaßen aus. In der Folgezeit tourte THOMAS MARTIN EKELUND fleißig in der Weltgeschichte umher, veröffentlichte diverse, genretranszendierende Split- und Minialben und baute das Renommée seines Projektes kontinuierlich aus, um nun beim Mannheimer Traditionslabel TESCO mit einem zünftigen, vielsagend "Kainskult" betitelten, musikalischen Rundumschlag nachzulegen. Und ja, auch wenn der manisch kreative Schwede die Latte mit dem – nomen est omen – nahezu perfekten Vorgänger bereits bemerkenswert hoch gelegt hat, bekommt er dennoch das Kunststück hin, sie mit dem Nachfolger noch einmal souverän zu überspringen, denn wie der Promotext schon recht treffend formuliert, weist "Kainskult" zum einen zwar all die liebgewonnenen, konstitutiven Merkmale von "Perfection & Permanence" auf – "the tribal drumming, the atavistic propulsion, the clattering metal percussion, and the abysmal growls" –, hebt diese zudem aber auf ein "new level of intensity", will heißen, die Stücke sind noch dichter, energiegeladener druckvoller und atmosphärischer, das Ganze noch kohärenter und konsistenter – kurz gesagt: hier hat einer seine Hausaufgaben verdammt gründlich und dabei keine Gefangenen gemacht. Für die Realisierung des Ganzen hat sich der umtriebige EKELUND die Unterstützung diverser Zunftgenossen gesichert, und so liest sich deren Auflistung wie ein Who Is Who der skandinavischen Post-Industrial-Szene: PETER BJÄRGÖ (SOPHIA), THOMAS BØJDEN (DIE WEISSE ROSE), MICHAEL IDEHALL, KIM LARSEN (:OF THE WAND & THE MOON:), LINA BABY DOLL (DEUTSCH NEPAL) oder auch NORDVARGR, um nur einige zu nennen. Und das hört man denn auch, jedenfalls trumpft das neue Werk wieder mit maximalem musikalischen Facettenreichtum auf, wenn der grundlegende musikalische Kurs von TREPANERINGSRITUALEN auch um kein Jota verändert, sondern konsequent beibehalten wird. Thematisch bewegt man sich in den üblichen mystizistischen bzw. quasi-magischen Gefilden mit Einflüssen aus allen möglichen Kulturen von Ost nach West und Süd nach Nord, m.a.W.: MARTIN EKELUND fröhnt unbeirrt seinem leidenschaftlichen okkulten Eklektizismus, der von Runen-, Sigillen- und Sexualmagie über kabbalistische Theoreme und gnostische Modelle so ziemlich alles umfasst, was die globale Kult-Grabbelkiste so hergibt. Einen irgendwie chaosmagischen Ansatz hätte man da früher wohl diagnostiziert. Nachdem der Rezensent mit dergleichen exzentrischen Interpretationen von Welt & Wirklichkeit mittlerweile aber nicht mehr allzuviel am Hut hat, möchte er sich an dieser Stelle einer weitschweifigen Besprechung der zur Verwendung kommenden Einzelelemente diskret enthalten und im fraglichen Zusammenhang lediglich Friedrich Nietzsches bemerkenswerten Gedanken in den Raum stellen, "wir" seien "das erste studirte Zeitalter in puncto der „Kostüme“, ich meine der Moralen, Glaubensartikel, Kunstgeschmäcker und Religionen, vorbereitet wie noch keine Zeit es war, zum Karneval grossen Stils, zum geistigen Faschings-Gelächter und Übermuth, zur transscendentalen Höhe des höchsten Blödsinns und der aristophanischen Welt-Verspottung". Denn auch, wenn "Kainskult" auf den ersten, oberflächlichen Blick durchaus grimmig, ziemlich obskurantistisch und reichlich morbide daherkommt, so kann man sich angesichts des aufgebotenen Sammelsuriums interkultureller, -kultischer und -mythologischer Bezüge des Eindrucks eines da & dort aufblitzenden, ironischen Augenzwinkerns nicht gänzlich erwehren; exemplarisch sei auf das Titelbild des beiliegenden Booklets verwiesen, das EKELUND mit beidhändig über den Kopf gestemmtem Felsbrocken in der Pose des biblischen Kain just im Moment des schicksalsträchtigen Brudermordes zeigt – und insbesondere der irgendwo zwischen grinsend und animalisch grimassierend irrlichternde Gesichtsausdruck verleiht dem Foto eine gewisse, subtil ironische Brechung und damit ein ganz besonders charmantes G'schmäckle. Freilich auch nicht auszuschließen, dass der Rezensent sich das alles nur einbildet und der nihilistische Derwisch in der speckigen Lederjoppe das alles tatsächlich buchstäblich und bierernst meint ... – Doch was soll's: Uneindeutigkeit ist sexy! Nach dem einleitenden, hinsichtlich der Vocals fast ein wenig, ja: bluesig wirkenden "Death & Ecstasy" startet mit "Maðr Malformed" gleich der erste massive Kracher, der, ebenso wie der nicht minder druckvolle Folgetrack "All Flesh Has Corrupted", von der ebenso bewährten wie wohltemperierten Kombination aus archaischer Percussion und EKELUNDs unverwechselbarem, gutturalen Gegrowle lebt. Das unmittelbar anschließende "ᚲ ∴ ᚲ ∴ ᚲ" ist vergleichsweise schleppend und bedient eher das kontemplativ-rituelle Spielfeld, wenn auch in einem dezidiert unbehaglichen, durch & durch chthonischen Sinne, ist insofern also eher nicht für die sanfte Entspannungsmaßnahme zwischendurch geeignet. Die folgende, brandneu abgemischte Version des, ursprünglich 2014 auf der 7“ "Papist Pretender" erschienenen TREPANERINGSRITUALEN-Gassenhauers "Feral Me" weiß mit diversem Sturmglockengeläut, deutlich brachialerer Metallpercussion und einem absolut mitreißenden Gesamtaufbau noch mehr zu überzeugen als das an sich schon grandiose Original, und zählt zusammen mit dem anschließenden "Serpents Seed" wohl zu den unumstrittenen Hits des Albums, wenn es mit der beatlastigen, ohrwurmartigen Schmissigkeit in letzterem Fall auch fast ein wenig zu weit getrieben wird, was das Stück aber andererseits definitiv zu einer sicheren Bank für's genreaffine Tanzvergnügen macht. Mit dem Folgetrack "An Immaculate Body Of Water" betreten wir wieder besinnlicheres, wenn auch nicht minder mitreißendes Terrain, arbeitet sich EKELUNDs Organ im Verlauf dieser Hymne an Opfer und Urflut doch mit nachgerade beispielloser Intensität in immer schwindelerregendere Untiefen hinab und verleiht dem Stück dergestalt eine atmosphärische Dichte, wie man sie in dieser Formvollendung im Werk von TREPANERINGSRITUALEN bislang noch nicht kennenlernen durfte – close to perfection, so ist man ergriffen zu flüstern geneigt. Schließlich und endlich haut auch der, nach Ansicht des Rezensenten mit Vocals von MICHAEL IDEHALL unterfütterte, Abschlusstrack "V ∴ V ∴ V" bei leicht gehobenem Tempo und deutlich ausgeprägterer Ferozität noch einmal in dieselbe Kerbe und bildet so einen thematisch passenden und qualitativ würdigen Abschluss für ein rundum überzeugendes Album, das über brachiale Gewalt, abgründige Sinnlichkeit und kontemplative Tiefe gleichermaßen verfügt. – Nörgeln zwecklos, "Kainskult" ist schlichtweg ohne Fehl und Tadel. Was bleibt dem Rezensenten nach dieser, mit Überzeugung und Sendungsbewusstsein vorgetragenen Jubelarie noch Substanzielles hinzuzufügen? Wenig. Allenfalls dieses: "Kainskult" kommt selbstverständlich auch optisch wie haptisch so hochwertig unter die Leute, wie man das von Produkten aus dem Hause TESCO gewohnt ist. Die auf jeweils 250 Stück limitierte Vinylversion gibt’s in weiß oder schwarz im schnieken, in punkto Gestaltungselementen stilvoll reduzierten, dezent fast durchweg in Schwarzweiß gehaltenen Cover mit 12-seitigem Lyrics-Booklet; die CD ist unlimitiert, in einen edel anmutenden 6-Panel-DigiPak aus spürbar hochwertigem Karton gebettet und mit demselben Booklet in entsprechender Größe ausgestattet. – Im Grunde gibt es für "Kainskult" schlechterdings keine Ausrede: Wer TREPANERINGSRITUALEN ohnehin mag, kommt sowieso nicht drumherum, wer im speziellen "Perfection & Permanence" mochte, wird "Kainskult" zweifellos lieben, und für den, der TREPANERINGSRITUALEN noch nicht kennt, aber kennenlernen möchte, ist definitiv kein besserer Einstieg denkbar als dieses – ja, nennen wir das Kind ruhig mit gebührendem Pathos beim Namen: schwarze Kronjuwel im bisherigen Gesamtwerk des postmodernen Apostaten aus Göteborg. In diesem Sinne alle Daumen steil nach oben und ein dreifach donnerndes: "I am spirit, light, and flesh / And my seed shall know no death"! - Sela. [Endsal / NONPOP] 2017 €14.00 Order it!
TROUM Symballein CD Sechs Stücke aus der Frühphase von TROUM, erschienen auf obskuren & raren Compilations im Zeitraum 1997 - 1999; dunkel, dronig-morastig, tieffrequent, von massiver Konsistenz, post-industriell, jenseitig ...am ehesten zu vergleichen mit der ebenfalls damals erschienenen Debut-CD RYNA. "...alle sechs sind gute beispiele für die "kl_F/B-S/comp-Theorie", bilden trotzdem ein fast perfektes gesamtwerk und zeigen troum durchweg von ihrer düsteren seite; kavernenartig, rhythmen durch meterdicke wände gefiltert, stimmen aus der zwischenwelt. ein stärkerer kontrast zur aktuellen, dagegen fast leichten A.I.W.S. erscheint kaum möglich...... ps: die "kl_F/B-S/comp-Theorie", deren erste erwähnung hier nicht mehr eruiert werden kann, stellt die (unbewiesene) vermutung in den raum, dass bands kleinere Formate/B-Seiten/compilation-Beiträge gerne dafür nutzen, ein wenig abseitigere tracks zu platzieren. neben dem wunsch, auch mal über die eigenen stränge schlagen zu können, der experimentierlust zu frönen, wird vermutet, dass zum teil auch stücke dergestalt eine heimat finden, die aufgrund von laufzeitbeschränkungen der veröffentlichungsmedien in vorhergehenden releases gekippt werden mussten. psps: und des wird zeit, endlich einmal small voices aus italien zu loben; allgemein + besonders und jetzt besonders wegen der coverartworks: hier strukturpappe-aufklapper mit schlitz zur cd-aufnahme: eine weitere perfekte annäherung an das lp-cover als die sowieso perfekte verpackung." [n, Unruhr.de] "Symballein" is the second TROUM releases on SmallVoices label after the well ... "Autopoiesis" LP picture disc (SVV001) actually SOLD OUT. This album is a collection of very rare material, from the very beginning of Troum (period: 1997 - 1999). As Troum meaning the music is dreamy... The concept of the ‘Dream’ is the common thread running through Troum; the name, the music and the philosophy. For not only is TROUM the old German word for "DREAM" but, according to their website, ‘the dream, seen as a central manifestation of the unconscious, symbolizes the aim of TROUM to lead the listener into a hypnotizing dream-state of mind, a pre-verbal and primal consciousness sphere. TROUM uses music as the direct path to the Unconscious, pointing to the archaic "essence" of the human’s inner psyche. TROUM tries to create music that works like a direct transformation of unconscious matter’. In Symballein dreams are obscure and indecipherable..., in one word nightmares; the music is archaic and droney, with multi-layered guitar drones..., oneiric ambient industrial nearly to Maeror Tri best releases. The disc in packaged in a elegant and luxurious embossed cardboard digi-sleeve. Symballein: "perceivable & non-perceivable things fall into one" [label press release] 2007 €10.00 Order it!
  Ljubimaya / Daur CD CD-Wiederveröffentlichung zweier bisher nur als 10" Vinyl erschienenen Mini-Alben; DAUR ( 3 tracks) erschien 1998 auf dem KIRCHENKAMPF-Label COHORT und enthält allerfrühestes TROUM-Material bzw. Aufnahmen aus der Zeit entstanden "zwischen" MAEROR TRI und TROUM als der weitere Status des Projekts noch unklar war. Von DAUR gab es 300 Kopien auf blauen Vinyl in einem merkwürdigen Kork- & Alu-Cover, ein kleiner Teil der Auflage (24 Stück) kam in einem Aluminium-Gitter Cover. LJUBIMAYA war eine frühe WAYSTYX-Veröffentlichung (2003( mit ebenfalls drei Stücken... für das re-issue gibt es eine neue Coverartwork von HUM, Auflage 500 Stück. "Reissue of two 10" from the years 1998 and 2003. Daur is the very first release of TROUM and it resents very post-rock sounding material wth a lot of decipherable guitar parts and good drive. Ljubimaya was released by the Russian label Waystyx and carries you towards lyrical and touchy eternity of everbeginning melodies without an end, into emptiness of existence with all the uterine roar provided by YEN POX project in one of the tracks. The covers uses psychodelic image manipulations by Dmitri "HUM" Chistov" [press-release] "Troum means dream, and dream is a symbol for unconscious. Just like a daydream, this music can drive us to very deep, out of mind control domains from emotional side. Floating, blurred soundscapes takes you to the limits of everyday life. The enigmatic non-being, unreacheable ultimate harmony is far from mind capabilities and refuses to be rationally analyzed. This minialbum is the first vinyl release of Moscow based label Waystyx, and it remember us about russian tour of the legendary duo, which took place about a year ago. Dense and spheric, their sound progressed to the more subtle, fine aesthetics, carrying slightly minor intonations through all three pieces of this album, creating the wonderful shapes out of massive noise foundament. Especially speaking of “Meerestraum” (“The Sea Dream”), which is majestically eminent, enchanting your perception, drilling the dusky space of unconscious chaos, it fulfill your soul with confusion and yearning for mysteries and unknown places....." [Dmitry Vasilyev, IEM Magazine] 2009 €12.50 Order it!
TUNNELS OF ĀH (TUNNELS OF AH) The Smeared Cloth do-CD "The Smeared Cloth" is a double CD compilation containing the TUNNELS OF ĀH recordings from 2012-2018, which have not yet been published on any medium. The first disc is filled with compositions from the period before the debut in Cold Spring and outtakes from the sessions for "Thus Avici", the next album for the British label. The second disc contains tracks recorded during and between the sessions for "Surgical Fires" and "Charnel Transmissions". Although they were created as loose compositions, out of the concepts clearly outlined on each of the mentioned albums, they sound incredibly coherent, giving impression of being part of a concept release, this makes them a pleasure to listen to; especially when we get carried away in the world created by Stephen Ah Burroughs with the sounds characteristic of his work. Sometimes they evoke associations with ancient rituals, intensifying the impression of Egyptian darkness, the feeling of coldness and emptiness coming as if from a deep dungeon, and with them an echo. All this is a superstructure for the 21 tracks filling both discs, outlined and maintained, in a convention that allows them to be stylistically located somewhere between isolating dark ambient and death industrial, where the gloom aura and dense, mechanical structures coexist as if in symbiosis, thanks to which the balance between building the atmosphere and reflecting the true nature of the industrial collision. This release is undoubtedly a must-have for TOĀH fans, but it can also delight those who appreciate death industrial at a high level. The album's released on two CDs folded in a six-panel ecopack. Tracks 1-11 taken from "The Smeared Cloth" CD1 Tracks 12-21 taken from "The Smeared Cloth" CD2 https://zoharum.bandcamp.com/album/the-smeared-cloth-2012-2018-unearthed "In den frühen 80ern gründete Stephen R. Borroughs zusammen mit Justin Broadrick und Dave Cochrane das Trio HEAD of David, das einen der noisigsten Grundsteine dessen legte, das später Industrial Metal genannt werden sollte. Im Lauf der Jahre konzentrierte er sich mehr und mehr auf Soloprojekte, und neben Frag war dies seit etwas über zehn Jahren Tunnels of Āh, mit dem er einen Ritualkosmos von fast räudiger Abgründigkeit entstehen ließ. Dass Tunnels of Ah trotz der starken Abstraktion seiner ästhetischen Konzepte ein konsequent verfolgtes atmosphärisches Thema hat, wird bereits deutlich, wenn man die mittlerweile sechs Alben, die seit 2013 auf Cold Spring und zuletzt Hypershape erschienen sind, im Vergleich hört, denn da fallen die verbindenden Elemente sehr deutlich ins Auge. Mehr noch beeindruckt einen die musikalisches Stringenz angesichts der jüngst auf Tape und Doppel-CD erschienenen Compilation “The Smeared Cloth 2012 – 2018 Unearthed”, denn hier lassen frühe Stücke und Outtakes aus verschiedenen Albumsessions ein überraschend zusammenhängendes Bild entstehen. “The Smeared Cloth” ist nichts für Hörer, die Probleme mit Beklemmung, Dunkelheit und niederdrückender Schwere haben. Eine finstere, bedrohliche Stimmung zieht sich durch die oft kreisenden Soundgebilde, lassen durch ambiente Dröhnung, Saitenrasseln oder sirrende Streichersounds filmreife Phasen der Spannung und durch paukende und prasselnde Takte und plötzliche Schuttlawinen aufwühlende Momente entstehen, steigern sich vom subtilen Hauch eines – nur oberflächlich sanft wirkenden, in Wirklichkeit höllischen – Windes zu infernalischen Szenen von hochtönendem, schleifenden Lärm. Klangfarben von Stein und noch stärker Metall prägt das Gesamtbild, doch ist in gewissen Abständen auch immer die Illusion des Organischen spürbar, als würde das harte und kalte Material mit dürren Reiserbesen und ähnlichem traktiert. Auch die entmenschlichte menschliche Stimme ist gelegentlich zu hören, mal in Rezitation, mal als finsteres Growlen und Keifen, mal in Form eines sakralen Gesangs. Wenn man in den 20 Stücken die Kohärenz betont, sollte man hinzufügen, dass in ihnen natürlich auch Raum für Variation ist. Sollte ich einige herausragende Stücke betonen, dann wären es wahrscheinlich “Keys King At Womb Door Again”, in welchem sich ein anfangs kaum spürbares lykanthropisches Hecheln langsam zu etwas (noch) Monströse(re)m steigert – eine Entwicklung, die vielleicht etwas vorhersehbar ist, doch die urige Soundgestaltung, die durchweg an etwas Altes, seit Urzeiten Verschüttetes denken lässt, fällt weitaus stärker ins Gewicht. Ferner “Fountain of Life”, das nach gängigem Verständnis wohl eher wie das Gegenteil seines Titels klingt und an einen zerbrochenen Brunnen erinnert, dessen Wasser ein paar Erdklumpen mit sich reißt und am Ende im Schlamm versiegt. Nicht zuletzt auch der Titeltrack, dessen Spoken Word-Passage wie das Monument eines sinnlosen Aufwands vor infernalischer Kulisse am Ende von einer Schuttlawine geschluckt wird. Nach den über zwei dystopischen Stunden scheiden sich wahrscheinlich die Geister: Während die einen fürs erste genug gelitten haben, sind die anderen nun gewappnet für die regulären Alben des Projektes, und “The Smeared Cloth” gibt da tatsächlich einen großartigen Einblick in einen Kosmos, den ich allen empfehlen kann, die frühe Coil, alte Broken Flag-Releases und ausgewählte Death Industrial-Platten nebeneinander im Regal stehen haben." [African Paper] "Eager to get back into the Tunnels. Not long ago, I gave 'Deathless Mind' another spin, and I had been looking forward to some new material from Burroughs. Still.. two whole CDs, dearie me. I'm curious if I can make it through in one go. Also, it is not exactly 'new' material, but rather excerpts and unused tracks from two distinct periods: the first CD collects all discards from the Lost Corridors and Thus Avici era; the second contains material from the period between Surgical Fires and Charnel Transmissions - compiled into this 2,5-hour lasting tour de force. Me, oh my. Though branded as 'dark ambient' on Discogs, we've come to know Tunnels of Āh for industrial ambient landscapes and complex saturated loops and textures that range timbrally from (seemingly) acoustic in origin to overtly synthetic. Also, the 'loops' here should mostly be taken less literally; there are elements that seem to repeat, but for the most part, the chopped-up complexity of the textures ensures we won't have the typical 'looper' kind of experience in which repetition is often an easy way of tricking our brain into believing it is listening to something musical. On CD 1, many sounds seem to have acoustic sources, which is much more noticeable than on the more recent albums. We also seem to get a lot more vocal delivery than usual, making tracks like 'Brute World' and 'To the Pschal Victim' almost have an early Current 93 or 'ambient Test Dept kind' of ring to them. It is also completely dissimilar in many ways, e.g., production-wise, but for fans of those bands, these tracks may be the right point of entry into the Tunnels. The vocals are often mixed in quite deeply, so you won't be listening to poetry with a noisy background. With the choppy granulated ambient of 'Lost Corridors', a track that did not feature on the eponymous 2013 album, there seems to be somewhat of a 'natural' ending to the first part of the first CD. The subsequent ambient track 'Fountain Of Life' ramps the intensity again with its swirling vortex of delayed grit. Both 'Great Darkness' and 'The Cloth is Smeared' really stand out as two of the more memorable pieces. Disc 2 starts with the interesting combination of 'To the Paschal Victim' and 'Circumcision', which seem to be variations on the same bass riff/loop - though the latter track slides off into a murky bass swamp about halfway through. 'Red Distribution' and 'White Distribution' wrap this disc up in a manner that reminded me of Charnel Transmissions. There is a certain kind of dense lo-fi elegance to them, which also made me fall for that album when it first came out. I've said this before, and I'll repeat it: What I love about Tunnels Of Āh is that though it is clearly tarnished with the brush of industrial and perhaps even reminiscent of some noise - due to its complex textures, it never becomes too harsh or punishing, which given the length of most tracks may be a very deliberate choice either during mastering or in the composition process. Moreover, a wise one, since especially with a leviathan of this length, balance is a thing to aim for. Does it work as an album, though, or is this merely a release for us to be complete? Tough question. The first CD is consistent, albeit on the long side. With 77 minutes, it is about half an hour longer than any Tunnels release on average, and I definitely had to listen to the whole release in phases. That said, when it comes to textures and intensity, there seems to have been some thought put into the dynamic distribution of the tracks and though longer than usual, I would say both these discs work as stand-alone albums. Another keeper in a long line of excellent works from the Tunnels." [LdW / Vital Weekly] 2023 €17.00 Order it!
V.A. (VARIOUS ARTISTS) (COMPILATIONS) Tel Aviv Aftermath CD "Auch in ISRAEL formiert sich eine Post-Industrial / Elektronik / Experimental / Ambient – Szene, und diese erste VÖ von THE TOPHETH PROPHET bringt einen ersten Überblick auf CD. Enthalten ist hier Material von GRUNDIK + SLAVA, IGOR18 (gerade auf Pre-Feed veröffentlicht, siehe CDRs), CHAOS AS SHELTER (bekannt von der Drone EP und einigen CDs), SCREENING, FORMA, HU (die sich mit „Cryptoacoustics“ beschäftigen), VECTOR SCOPE, AGNIVOLOK (von ihnen erschien gerade eine LP auf StateArt), THE CROSSFISHES, und einem Collaborationsprojekt von IGOR18 und CAS. Hier gibt es einiges zu entdecken." [Drone Rec. 2002] “The Topheth Prophet is a new label aimed to reveal the most kept secret in Israel, the Industrial \ Dark \ Experimental music scene. Tel Aviv Aftermath is our first release , it is a compilation cd , a collection of ten tracks , each has a special idea and unique sound , each was carefully chosen , each represents a different aspect of the current experimental doing in Israel.” [from the press release] 2002 €8.00 Order it!
Text-Sound Compositions. A Stockholm Festival 5 x CD-Box Re-Release von den lange vergriffenen FYLKINGEN-LPs die zwischen 1968 und 1977 erschienen sind und die Stockholmer TEXT-SOUND COMPOSITION-Festivals dokumentiert haben. Experimental sound poetry and beyond ! “Fylkingen Records in collaboration with the Swedish Radio released a series of LP records with text-sound compositions between the years of 1968-77. All of these were documentations of the international festival text-sound Compositions-Stockholm Festival, which Fylkingen presented in Stockholm several times during these years. Most of the LPs were only pressed in batches of about 400-500 records, and most of the LPs sold out during the festivals. A re-release had long been planned, and this 5 CD box marks the complete re-release of the complete recordings. Apart from the 5 CDs with in all ca 6 hours of material, the CD box contains a 60 page booklet with essays by Teddy Hultberg and Sten Hanson, as well as historical photographs taken by Lütfi Özkök during the festivals. The term text-sound composition was coined in 1967 in Sweden by the composers writers Lars-Gunnar Bodin and Bengt Emil Johnsson, and was meant to serve to name a genre that was a vital art form in the no man's land between sound, poetry, and music. text-sound compositions had influences from previous modernistic waves such as futurism, dadaism, lettrism, etc., but perhaps the most important influence was the Swedish poet and visual artist Öyvind Fahlström, who had just over a decade earlier coined the term concrete poetry. The term concrete poetry related to Pierre Schaeffer's concrete music, and it is somewhere between concrete poetry and concrete music that text-sound compositions appear. The birth of the electronic music studio and concrete music's idea that every sound can be freed from its original context and given a new meaning when it is reworked and put together with other sounds in the electronic music studio became the catharsis for text-sound composition. In the electronic music studio, voice and language sounds can be broken down, unleashed, and then fused together to become a poetry that had never been heard before. Certain text-sound composers would come to work only with pure lingual sounds, but most eventually came to integrate lingual sounds with other sounds, both concrete and electronic. The CD box contains works by the following text-sound composers and sound poets: Charles Amirkhanian, Lars-Gunnar Bodin, Svante Bodin, Henri Chopin, Bob Cobbing, François Dufrêne, Gust Gils, Jarl och Sonja Hammarberg-kesson, Sten Hanson, Bernard Heidsieck, C. Christer Hennix, Ake Hodell, Bengt Emil Johnsson, Sandro Key-berg, Bengt af Klintberg, Ilmar Laaban, Annea Lockwood & Harvey Matusow, Arrigo Lora-Totino, Ghérasim Luca, Arne Mellns, Franz Mon, Ladislav Novák, Diter Rot & Emmet Williams, Erik Thygesen, Paul de Vree.” [press release] 2005 €45.00 Order it!
A tribute to the wor(l)ds of Jhonn Balance CD Die Popularität von COIL wird eindrucksvoll deutlich, wenn man sich nur die vielen "tribute" Compilations anschaut, die nach dem Tode von JHONN BALANCE erschienen sind. Dabei gibt es inzwischen ein grosses Spektrum, das sich v.a. regional aufteilen lässt (zwei russische Comps, eine französische, etc.); dies hier ist jetzt die "italienische" Version, eher elektronisch - rhythmisch - technoid ausgerichtet, aber auch dark wavige und experimentelle Stücke sind vorhanden, fokussiert sich insgesamt stark auf die lyrischen Aspekte von COIL. BLACK SUN PRODUCTIONS dürfen nicht fehlen, aber auch Projekte wie CORPOPARASSITA, CROPCIRCLE, unser neuer Geheimtip SELAXON LUTBERG, und WERTHAM sind dabei. "We start off with Black Sun Productions and their 'A List of Wishes' is very intense and convincing. Next up is Snuff 066. 'Blood from the Air' is a bit too simple for me and the beats sound somewhat cheap. Corpoparassita and Mariae Nascenti quickly recover the mood with their spherical tracks. PostmoRder[n]XS and Endtransmission continue this nice ambience. Mekhate's contribution awakes the listener from the quite dream with painful screeching noises. DBMG/RAF brings another more uptempo track. Two of the highlights are the contributions of Cropcircle and most certainly Selaxon Lutberg. 'Broccoli' is really very nicely built up and very convincing. Wertham shakes your bones one last time with 'Boy In A Suitcase'. In Broken Fields ends this all with 'The Sea Priestess' and gives the listener a modest but alienated feeling. My conclusion is: if you want a good compilation concerning the life, works and thinking of Jhonn Balance, then buy “X-Rated: The Dark Files”. If you already have this one and want more, then definitely try “A Tribute to the Wor(l)ds of Jhonn Balance". The contributions of Black Sun Productions, Mariae Nascenti, Selaxon Lutberg and In Broken Fields, among others, really make this a special tribute." [Gothtronic] www.creativefields.net 2007 €12.00 Order it!
Dark Ambient Radio Volume 2 CD "This compilation is the result of almost one year of careful design and polishing of cutting-edge dark ambient songs, good cooperation, and intense competition. After already releasing a very good compilation with Vol.1, Dark Ambient Radio managed to raise the level with this superb collection of dark ambient music. This is not a big surprise since the 11 songs on the CD were selected out of 26 quality tracks that have been submitted during 2008 and would have been sufficient to release a good 2CD compilation. The selection of the tracks was a painful but fair process as the participating artists voted for the tracks individually and the agglomerated rating decided which tracks ended up on the compilation. So you can be sure that there is no weak track on the CD. All tracks have been done exclusively for this compilation. Das Genre 'Dark Ambient' ist eine Randerscheinung einer Randerscheinung. Das liegt zum einen daran, dass im Gegensatz zur populären Ambient-Musik nicht auf Easy-Listening-Qualitäten gesetzt wird, sondern im Gegenteil das psychoaktive Potential der Vorarbeiten von innovativen Ambient-Künstlern wie z.B. Brian Eno bis in den letzten dunklen Winkel ausgelotet wird (ohne aber zu sehr in Noise- oder Industrial-Gefilde zu geraten bzw. sich in abstrakten Genüssen wie Minimalismus oder der meisten Elektroakustik zu ergehen). Zum Anderen fehlt dieser Art von experimenteller Musik eine angemessene Öffentlichkeit, etwa eine Club-Szene. Letzterer Mangel wurde allerdings mit der Gründung des Dark Ambient Radio ein wenig gelindert. Die 2. Compilation, die aus dem Umfeld dieses Web-Radio Projekts hervorging, ist Resultat eines rigiden Auswahlprozesses: Nicht weniger als 33 Acts aus dem Bereich Drone, Ritual, Black & Dark Ambient wollten wissen, wer der Beste ist und haben sich fast ein ganzes Jahr Zeit genommen, um an ihren Tracks zu feilen. Die elf besten Stücke wurden mit Hilfe eines Ratings der Künstler untereinander bestimmt. Schwache Tracks sucht man deshalb auf dieser Zusammenstellung vergeblich. Vertreten sind Künstler aus Argentinien, Bulgarien, Deutschland, Kroatien, Norwegen und Polen. 74 Minuten internationaler Underground-Ambient at its best! Wer jetzt noch nicht den Mut geschöpft hat, sich eine einmalige Sammlung zu zu legen, kann vielleicht erst einmal über das Internet auf Dark Ambient Radio hineinschnuppern. Aber vielleicht es doch der beste Weg, sich anhand einer repräsentativen Genre-Compilation einen Musikstil an zu eigenen... Manchmal ist es eben wie beim Kaffeetrinken: Zuerst das Sahnehäubchen -- das schmeckt am Besten! Künstler-Info: Tholen ist das Dark Ambient Projekt des leipziger Multi-Genre-Künstlers Eisen. Mit Sternklang hat er mit Sicherheit eines der besten Dark Ambient Alben des Jahres 2007 veröffentlicht. Mit dem grandiosen Auftakt-Stück auf Vol.2 lässt er erahnen, auf was wir uns beim 2. Tholen-Album, das demnächst bei Cyclic Law erschein, freuen dürfen. Inner Vision Laboratory ist das ambitionierte Dark Ambient Projekt des polnischen Musikers Karol Skrzypiec. Mit Arkhitektur Noir führt George Georgiev die Tradition der Beteiligung bulgarischer Künstler an DAR Compilations fort. THERRADAEMON ist das neueste Projekt des norwegischen Ambient-Künstlers Hærleif Langås, besser bekannt durch sein Vorgängerprojekt Northaunt. Aspectee ist das Solo-Projekt des kieler Musikers Michael Frenkel. Das Aspectee Debut-Album ist November ’09 bei First Fallen Star erschienen. Es ist das Nachfolge-Projekt von Evoke Scurvee, eines inzwischen (zu unrecht) in der Versenkung verschwundenen Elektronik-Projekts, das Ende der 90er aktiv war. Phelios scheint im Moment eines der rührigsten Dark Ambient Acts zu sein. Der wuppertaler Musiker hat in den letzten Jahren neben drei Alben und zahlreichen Compilation-Beiträgen vor allem live eine außerordentliche Präsenz gezeigt, u.a. auf dem WGT, in der Wuppertaler Schwebebahn oder als Initiator des Phobos-Festivals. Aktuell erscheint ein Vinyl-Split zusammen mit Kammarheit bei Loki Foundation. Ein weiteres Album wird demnächst bei Malignant Records (USA) erscheinen. CrepusculaR ist ein das Projekt des argentinischen Musikers Angel Jose Lozano. Dies ist seine erste Veröffentlichung auf Polycarbonat. Nagual Art ist das Dark Ambient Projekt des Freiberger Musikers Andreas Kantner, der mit diesem Projekt bereits mehrere Alben erschuf, die allesamt als freie MP3-Downloads verfügbar sind und von der Qualität her allemal eine CD-Veröffentlichung wert wären. Die Beschränkung auf Internet-Downloads hängt vielleicht mit seiner Funktion als Chef seines Netlabels Paralucid zusammen. Das bremer Duo Troum bedarf als Drone Ambient Urgestein sicher keiner weiteren Beschreibung. Phobos ist das elektronische Sammel-Projekt des kroatischen Musikers Petar Sakic, dessen Tracks sich auf zahlreichen Compilations tummeln, u.a. auch auf den zwei existierende DAR Volumes. False Mirror ist wiederum ein reines Dark Ambient Projekt. Der Ulmer Musiker Tobias Hornberger war - wie bei Vol.1 so auch bei Vol.2 - prädestiniert für den Schluss-Track mit seinen filigranen und extrem trance-induzierenden Kompositionen. Die ausgefeilte Technik und originelle Sound-Designs sind wohl seiner Experimentierfreudigkeit bei der Klangerzeugung, u.a. selbstgeschriebenen Soft-Synthies und deren Kopplung an optische Sensoren, zu verdanken. Auf Vol.2 kommt aber auch akustisches Instrumentarium zum Zug. Der vorliegende Compilation-Beitrag ist eine gute Einstimmung auf das demnächst auf Malignant Records erscheinende neue Album Derelict World." [full release info] www.darkambientradio.de 2009 €13.00 Order it!
DRONE-MIND // MIND-DRONE Vol. 8: AUME, K. ISHIGAMI, HIROSHIMABEND, BALDRUIN LP Four "Drones" on one record! Volume EIGHT (MIND-08) is OUT NOW (11/2021) feat.: KAZUYA ISHIGAMI ҉ AUME ҉ HIROSHIMABEND ҉ BALDRUIN Drone on! We're finally back with a more 'pulsative' and post industrial-influenced issue, presenting the following artists: KAZUYA ISHIGAMI (*1972 / Osaka / Japan) is a prolific composer, engineer, sound designer and performer active for many years (also under the name DARUIN), with broadcasts of his works around the globe. His track 'Clean2020' works on the theme of 'memories" and is based on the idea to accept and acknowledge even the painful memories to reach a state of ease and to transform the subjective past... AUME is the duo of SCOT JENERIK (23five Inc. / Mobilization Records) and ALEPH OMEGA (ex CHROME), from the US west coast, both also active in F-SPACE before, creating stunning audio-visual 'immersion dark ambience" with true archaic energy.. HIROSHIMABEND (aka 'puppy38') hails from Austin, Texas but has been based in Vienna for many years now, and has impressed with many long-form works in the field of electronic / esoteric emanations, mostly self-released via Opiumdenpluto. He is also active as a visual and mastering artist...- "Listening to the music of hiroshimabend has been likened to swimming in a milky lake of black ink." BALDRUIN is a German project with a very electronic and musical edge. His pieces appear to be like excursions into a (bad) fairy-tale world.. - "well constructed cosmic ambient-scapes with a dark psychedelic / cinematic / surrealistic touch; when strange voices, subtle percussion and whistling noises enter the scenery.." Let your MIND be surrounded by adventurous sonic landscapes - organic repetitions as coming from a ghostly otherworld, oriental field recordings, layers of pipe organ-like drones, mysterious electric ether-potentials etc..- "Vier feine Synapsenputzer machen einem mal wieder so manches klar.." [Bad Alchemy} cover-art & mastering by puppy38 using two paintings by British artist PETE GREENING https://www.saatchiart.com/Pete_G Edition of 400 copies on VELVET PURPLE (solid purple and solid red mixed) coloured VINYL. listen: soundcloud.com/drone-records order: www.dronerecords.de basic concept: DRONE-MIND // MIND-DRONE - Volume 8 LP The series shows the various sides of today's experimental drone-music This LP-series from Drone Records is dedicated to the Drones of the World, and the Drones of our Minds. A kind of continuation of the Drone 7"-series, with artwork based on paintings by British artist PETE GREENING. Drone Music is seen as more than a mere 'music style', it expresses an approach to perceive and understand the world. DRONE-MIND and MIND-DRONE build a circle of diverse inter-relations. The Drone as a metaphor for everything that vibrates, that releases energy - from atoms and elementary particles to the hum of the earth and the universe. The Drone as an entity that connects everthing that exists within our own "mind-space", perception and self. ######################################### "Würden Drone Records den Begriff, der von Beginn an so etwas wie ihr Motto werden sollte, enger fassen, dann wäre ihre Reihe “Drone-Mind // Mind-Drone” wahrscheinlich auf viel weniger Interesse gestoßen und vielleicht sogar eine kurzweilige Angelegenheit geblieben. Stattdessen setzte das Bremer Label von Beginn an auf eine Idee des Drone, die, wie es in einer früheren Besprechung bereits zitiert wurde, pars-pro-toto für verschiedene Arten der Vibration und der Freisetzung von Energie im buchstäblichen wie im übertragenen Sinne stand. Und so sind auch auf dem gerade erschienenen achten Teil der Reihe wieder vier Geheimtipps aus drei Kontinenten vertreten, die die Dröhnung als eine Art verbindendes Element gemeinsam haben, diese jedoch in ganz unterschiedlichem Maß und auf unterschiedliche Art mit anderen Aspekten verknüpfen. Bereits in der Ankündigung hieß es, dass die neue LP pulsierender ausfallen und Einflüsse des Post-Industrial aufweisen sollte, und den Opener “Clean2020″ des aus Osaka stammenden Sound Designers Kazuya Ishigami kann man da bereits exemplarisch anführen. Der Track, der sich mit dem Thema (auch schmerzhafter) Erinnerugen und ihrer Akzeptanz befasst, entwift ein über zwölf Minuten langes, ansatzweise episodisches Narrativ, das mit Samples und zahlreichen Effekten ein veränderliches Stimmungsbild entwirft. Das an Zikaden (vielleicht nicht nur) erinnernde Zirpen zu Beginn zieht sich durch weite Teile des Stücks, lässt ein durchaus angenehmes Alltagskolorit entstehen, doch ein zwiespältiges Gemisch anderer Sounds – mechanisch anmutendes Klappern, beklemmende Hochtöner, Vögel, das Dudeln einer versteckten Melodie – kommt hinzu, und da die eizelnen Sequenzen in ihrer Dauer und Veränderlichkeit kaum vorhersehbar wirken, ist eine der zentralen Stimmungskomponenten Spannung. Ein ähnlich veränderliches Soundpanorama entwirft das amerikanische Duo Aume – namentlich Scot Jenerik und Aleph Omega aus dem F-Space-Umfeld. Ihr Beitrag wirft die auditiven Antennen mit rauem Knarren in die Mitte eines Geschehens, dessen Richtung man in den Sprachsamples und dem industriellen Hantieren zunächst noch nicht ausmachen kann. Während es unablässig reibt und schabt und knackt und ein unterschwelliges Dröhnen immer mehr anschwillt und irgendwann den ganzen Raum ausfüllt, treiben die Stimmen einen merkwürdigen Schabernack, scheinen wie Schafe zu blöken, bis alles in Kriegsgeschrei mündet. Doch in der zweiten Hälfte bekommt der Track noch einmal eine überraschende Wendung und prescht mit monoton-rhythmischer Perkussion dem Horizont entgegen. Insgesamt ist die zweite Seite um einiges “schöngeistiger”. “Puppy38″ des in Wien lebenden Amerikaners Hiroshimabend beginnt mit entrückten Orgelsounds, in die sich ein undefinierbares Summen mischt. Just wenn sich eine hypnotische Wirkung einstellt, setzt eine eindringliche Melodie ein und entführt den entsprechend angefixten auf einen Trip durch einen imaginären Raum voll mit plastischen, knisternden, vibrierenden Sounds und etwas, das wie menschlicher Atem klingt. Hier scheint jede Raumwahrnehmung (bzw. Projektion) so unsicher, das sich kaum sagen lässt, ob die so entrückt anmutenden Sounds nicht doch der Sog eines abgründigen Höllenschlundes sein könnte. Rituelles Pochen holt den Hörer zurück auf vertrauten Boden, wo ein beruhigender Abspann erfolgt. Baldruin ist das Projekt des deutschen Künstlers Johannes Schebler, der auch musikalisch – sowohl solo als auch mit seiner Band Diamantener Oberhof – sehr umtriebig ist. Seine drei etwas kürzeren Track offenbaren eine Schlagseite in Richtung Psychedelic und World Music eine weitere Facette offenbaren. Fast wie eine perfekte Miniatur führt das mit mollastigen Bläsersounds (einer Duduk?) beginnende “Die Katakomben von Tesco Libra” mit entspannten Handdrums zu einem kleinen Höhepunkt hin, kein Ton ist hier zu viel. Elektronischer und von einer gefahrvollen Spannung durchzogen mutet “Verstecken” an. Die schöne Loungemelodie, die einen mit Lärm, basslastigem Knarren, fiesen Hochtönern und Stimmen gefüllten Raum in einen Traum aus Plastik verwandelt, reizt fast zu einem NWW-Vergleich. Das abschließende “Klima und Psyche” dagegen zeigt Baldruin hier von seiner folkigsten Seite und lässt die Sammlung mit tremolierenden Bläsern, Saitenpicking und klapperden Handdrums in wehmütiger Heiterkeit – falls es so etwas gibt – ausklingen. Es scheint, als würde dem Phänomen Drone vielerorts eine große Ausschließlichkeit angedichtet: Musik ist entweder Drone oder nicht, und wenn, dann ist sie nur dies. Tatsächlich aber kann Drone sehr unterschiedliches bedeuten und in sehr unterschiedlicher Musik eine Rolle spielen – eine Rolle, die keineswegs an Bedeutung einbüßt, wenn sie ein Aspekt unter mehreren ist. Drone kann den Aufbau einer Musik gestalten, ihre Materialität prägen, eine Musik hypnotischer machen und ihr Rückgrad verleihen, und immer besteht eine starke Wechselbeziehung zwischen dem Dröhnen und dem suchenden, repziperenden und interpretierenden Geist. Dies unter der Formel “Drone-Mind // Mind-Drone” zu vereinen, ist auch beim achten Teil ein starkes Argument gegen alle, die behaupten, Drone hätte sich über die Jahre totgedröhnt." [U.S. / African Paper] 2021 €16.00 Order it!
  DRONE-MIND // MIND-DRONE Vol. 9 LP listen to extracts: https://soundcloud.com/drone-records DRONE-MIND // MIND-DRONE Vol. 9 LP - new entries into the worlds of drones, and into the droning of your minds:: feat: DAINA DIEVA (deep emotional drone-poesis from Lithuania) - LIVING TEMPLES (shamanic tunes made in connection wtih the Curonia landscape) - ADRIANO ZANNI (spatial electroacoustic drones derived from field recordings + electronics. Italy) - ARE MUNDAL (surrealistic, phantasmagoric drones from Norway). Mastering: PETER ANDERSSON, Artwork by CHRISTIANO DEISON based on two paintings from PETE GREENING. comes on three colour vinyl "GREEN LEAVES" "Den achten Teil der seit 2011 bestehenden „Drone-Mind // Mind-Drone“-Reihe von Drone Records, die unter dem Motto „This series is dedicated to the Drones of the World, and the Drones of our Mind“ steht, hatten wir hier Ende 2021 besprochen, gerade ist der neunte Teil erschienen, auf dem erneut vier verschiedene Künstler ihre Version des, ihre Herangehensweise an den Drone zeigen. Bezüglich des achten Teils hieß es hier: „Drone kann den Aufbau einer Musik gestalten, ihre Materialität prägen, eine Musik hypnotischer machen und ihr Rückgrad verleihen, und immer besteht eine starke Wechselbeziehung zwischen dem Dröhnen und dem suchenden, repziperenden und interpretierenden Geist. Dies unter der Formel ‘Drone-Mind // Mind-Drone’ zu vereinen, ist auch beim achten Teil ein starkes Argument gegen alle, die behaupten, Drone hätte sich über die Jahre totgedröhnt.“ Gleiches lässt sich nun über Teil 9 sagen. Daina Dieva stammt aus Litauen und wurde auf diesen Seiten u.a. als Gastsängerin von Ô Paradis und als Mitglied des Projekts Calitys, das letztes Jahr auf Cyclic Law debüttierte, wahrgenommen. Dieva ist mit zwei eigentlich recht unterschiedlichen Stücken vertreten: „My Eyes Become Night“ besteht aus rauschigen, ziemlich dunklen Drones. „Budesiu“ scheint anfangs daran anzuknüpfen, entwickelt sich aber schnell zu einem deutlich melodischeren Stück, auf dem Dievas Gesang eine zentrale Rolle zukommt, der von so etwas wie Harmoniumdrones untermalt wird. Von der erzeugten Atmosphäre erinnert das Stück entfernt an getragenere Stücke von Dead Can Dance. Living Temples sind mit einem anlässlich der Frühlingstagundnachtgleiche live im Studio aufgenommenen Stück vertreten: „The Slaying Of The Serpent“ ist ein langer, sich langsam entwickelnder Track aus melodischen Flächen und in der Ferne rumpelnden und schabenden Sounds, die sich immer stärker perkussiv verdichten (passenderweise heißt es in den Credits „archaic shamanic instruments“ seien zum Einsatz gekommen). Adriano Zanni aus Italien arbeitet u.a. mit Feldaufnahmen, was besonders beim ersten Stück deutlich wird: „Melissophobia Hypnotherapy“ beginnt mit dem zunehmenden Summen von Insekten und dunkel hallenden Drones. „Exercise In Listening“ hat Passagen, auf denen man meint, eine E-Gitarre komme zum Einsatz, es gibt melodische flächige Sounds, die im Rahmen dieser Veröffentlichung fast schon bombastisch klingen. Das norwegische Projekt Are Mundal wird von Labelseite mit „surrealistic, phantasmagoric drones“ beschrieben, was sicher nicht falsch ist, beginnt das lange „Rustic Movement For An Accordeon“ mysteriös, dunkel-dröhnend, man hört einen Loop eines seltsamen Geräuschs, das eine Stimme sein könnte. In den Credits gibt es noch den Hinweis neben elektrischer Violine, bearbeitetem Klavier und einigem mehr seien „other curiosities“ zum Einsatz gekommen. Mit all diesen Kuriositäten erzeugt Mundal eine im doppelten Wortsinne unheimlich atmosphärische Musik, auf der im letzten Teil auch mal plötzlich seltsame, kaum zu lokalisierende Stimmen auftauchen können. Das ist vielleicht mein Favorit auf dieser an starken Tracks nicht armen Veröffentlichung." [MG / African Paper] 2024 €18.00 Order it!
VOLCANO THE BEAR The Mountains among us CD Die bereits 200ste Katalognummer des Portlander Labels ist für VOLCANO THE BEAR reserviert, und diese präsentieren hier ganz besonderes Material, 2 urlange Stücke mit sehr geräuschhaften Instrumental- Drones & field recording-Quellen, sehr frei & voller überraschender Wendungen und wunderbarer dunkler Parts. Das Album weist mitunter fast schon neo-klassische Qualitäten auf, ist überraschend atmosphärisch, dabei aber von unheimlicher Stringenz. Unser definitiver Lieblingsrelease der britischen Band! Anklänge an NOISE MAKERS FIFES, ZEITKRATZER, MORPHOGENESIS.... erschien übrigens vor einigen Jahren bereits auf Beta-Lactam als LP in einer Auflage von nur 100 Stück! "Die wohl beste Band des CTM Festivals 2006 mit zwei über 20 Minuten langen Tracks in oberdickem und teurem Pappcover. Natürlich werden VTB in keinem Weird Folk Artikel erwähnt, dafür sind sie viel zu weit draußen, zu windig, hölzern, befremdlich und abseits von allem. Es blasen alte, nach Gauklerfest klingende Tröten, aber nur selten zum Tanz oder Marsch. Streicher werden gekappt und geschnitten, Vögel und ein anonymes Publikum schauen teilnahmslos zu, an der Harfe wird semi-improvisiert, Gesang in die Länge gezogen etc etc. Trotz aller Experimentierfreude an den Instrumenten steht deutlich VTBs famose Studioarbeit im Vordergrund. Alle Spuren sind meisterhaft abgemischt, so dass klar der Eindruck des steten Machens über dem der fertigen Arbeit steht. Unheimlich, mysteriös und spitzengut." [Ed Benndorf / DE BUG] "First edition of 500 numbered copies in a full color book bound cd case. This year sees the eruption of the Volcano with a myriad of releases leaving the town folk covered in a fine and mysterious silt of musical entropy. The limited release of "Mountains" finds our boy’s spelunking the creepiest of dream spawned caves, excavating crystalline fragments along the way, which are then set in beautiful mental jewelry appropriate for any formal occasion. Arpeggiated blurs and disinterred voices snap, crackle and pop as an unnamed rusted hulk is slowly pushed across an ever morphing open landscape. More accurately still, it's like that weird wind harp record from the 70's with a mid period NWW and Mauve Sideshow marching up opposite sides of the hill to claim the giant harp. And that's just in the first 19 minutes!. Afterwards, there is a slo-mo interlude battle between rarified VTB brand chamber music and the sounds of...things. As promised, the denouement is a brief, dare I say, pretty little whisper of pizzicato and drone. So pretty and little, in fact, that it caught the attention of my otherwise weirdness deaf partner. A real symphony of the spheres that showcases this Volcano's ability to blow its top and rain sweet tweeky kittens on the valley below." [label info] www.blrrecords.com 2008 €15.00 Order it!
VON EULER-DONNERSPERG, DITTERICH / FELIX KUBIN NNOI#01 LP NNOI#... In this series, the recordings and documents of the actors of the NNOI Festival gather and reveal the primitive anatomy of the NNOI that sinks onto the frosted glass of nature, like the printing ink unconscious in the letters of the newspaper. The design of the entire series is based on drawings by Frank Diersch - made for this project. forthcoming: NNOI#2: Rashad Becker & Robert Schalinski, NNOI#3: Asmus Tietchens & Frieder Butzmann, NNOI#4: Air Cushion Finish D.v. Euler-Donnersperg - side: unreleased tracks from his wild beehive. Felix Kubin - side: Felix Kubin accompanies René Clair‘s silent film »Entr’acte« from 1924 live with a new electro-acoustic soundtrack, which refers to the surreal choreography, the contrasts in content and the fast editing sequences of the film in rhythmic cut-ups. Rene Clair‘s film „Entr‘acte“ from 1924 is a real jewel of surrealism and is largely unknown to this day. The director radically experiments with cinematographic effects, provokes absurd exaggerations, which sometimes take on blasphemous proportions, and is not afraid to commit violence. The staff of actors is made up of famous artists such as Erik Satie, Francis Picabia and Marcel Duchamp, who, quite self-ironically, bounce through the image rather than stride. Men and women roles are reversed, a death procession turns into a roller coaster ride. The bizarre humor of the film also testifies, among other things, to the artistic daring of its time. Ditterich von Euler-Donnersperg »I hate long announcements now. Everyone writes something and brags about all kinds of information (especially celebrity names). Something has become completely uniform over time. I hate that. Simply state briefly: „The old gray gurnard from the Waterkant creaks and growls its funny and less funny ways ..“ GLÜCKAUF! Felix Kubin„I am a child living in the body of Juri Gagarin. He is empty like a corpse. His eyes move slowly like radars. First comes the idea then the technology. Children are angels, sometimes they fall into nothingness. I am Juri‘s ventriloquist.“ Felix Kubin, messenger of exploding lungs, lives and works against gravitation. At the age of 12 he started composing electronic 4-track music. His activities comprise futurist pop, electroacoustic and chamber orchestra music, radio plays, lectures, workshops and his label Gagarin Records. He has been involved with the noise project Klangkrieg, the communist singing group Liedertafel Margot Honecker and the tetchy teenage bands Die Egozentrischen 2 and x2. Frank Diersch - a German draftsman and painter. NNOI - festival for 12,756 tone music, obscure teaching & organ of the world-ventriloquist-lodge. https://www.facebook.com/donnersperg/ www.frank-diersch.de/ www.felixkubin.com www.nnoi.de https://www.youtube.com/watch?v=4YxuYqL52is https://www.facebook.com/nnoi.festival/ NNOI - festival for 12,756 tone music, obscure teaching & organ of the world-ventriloquist-lodge "In der NNOI Festival-Reihe werden Aufnahmen von Künstlerinnen und Künstlern veröffentlicht, die auf dem gleichnamigen Festival , “für 12,756 Tonmusik, obskure Lehren & Organ der Weltbauchrednerloge”, gespielt haben (u.a. werden noch Asmus Tietchens und Frieder Butzmann folgen). Den Auftakt macht eine Split-Veröffentlichung: Ditterich von Euler-Donnersperg, Sachwalter des Werkbunds, selbst so titulierter „Knurrhahn“ hat mit den zwischen 1996 und 2014 erschienenen “Pelzwurstliedern”, sogenannten „Reimdichtungen im Geiste Klopstocks mit elektronischem Zuspielband“, originellste, kaum kategorisierbare und von beißendem Humor durchzogene Lyrik herausgebracht. Felix Kubin hat neben zahllosen musikalischen Veröffentlichngen, auf denen auch immer ein absurder Humor deutlich wurde (im Presseinfo heißt es: „„I am a child living in the body of Juri Gagarin.“), eine ganze Reihe von Hörspielen produziert. Auf der ersten Seite befinden sich acht bisher unveröffentliche Stücke von Euler-Donnersperg, bei denen sich das Ausgangsmaterial, was bearbeitet wurde, nur erahnen lässt: „Krebs im Schlafrock“ beginnt mit einem ratterndem Loop, man hört zerhäckselte Stimmen. Einem Teil der Stücke haftet etwas Fragementiertes an. So auch bei „Kleiner Irrtum“ mit den hektischen Wassersounds, flirrenden Tönen und dann so etwas, das sich wie ein Echolot anhört. Auf „Mit geknickten Dichterschwingen“ hört man einen Loop, der an Jahrmarktsmusik erinnert, auf „Ein letzter großer Seher“ muss man zwischenzeitlich an Vogelkreischen denken. Die drei dann folgenden Stücke nehmen das Hektisch-Fragentierte zurück: „Verlangen, den Regenbogen zu fangen“ ist von ruhigen, kristallinen, flächigen Sounds durchzogen, die teilweise an ein Theremin denken lassen. Auf „Verknausertes Korn“ dröhnt und knistert es. Bei „Angenehm müde“ meint man das Ticken eines Metronoms zu hören, am Ende scheint eine bearbeitete Stimme aufzutauchen. Kubins Beitrag ist ein langes Stück, das als neuer Soundtrack für den 1924 entstandenen Stummfilm “Entr’acte” von René Clair konzipiert ist. Bei dem Film wirkten damals Erik Satie, Francis Picabia und Marcel Duchamp mit und gerade durch Clairs Einsatz von Effekten wie Zeitlupe und Überblendungen (ein Gesicht starrt einen aus dem Wasser an, ein Papierboot durchpflügt die Dächer von Paris) erzeugt Clair eine durchaus kurios-absurde Atmosphäre (Puppen verlieren ihre Köpfe, der Rock einer Tänzerin scheint eine Blume zu sein, ein Zauberer entsteigt einem Sarg). Der Track beginnt mit kuriosen Knarzen, Brummen, Loops, Fiepen, am Ende meint man ein Sample aus Coils “Things Happen” zu hören – in Passagen ist das durchaus nicht so weit entfernt von manchen Arbeiten Steven Stapletons und von der Stimmung und Herangehensweise ist das ein mehr als passender Soundtrack zu “Entr’acte”." [MG / African Paper] 2020 €20.00 Order it!
VROMB Jeux de Terre CD Das erste VROMB – Album erschien 1993 auf Tesco und wird inzwischen zurecht als Klassiker betrachtet – irgendwo in der Grauzone zwischen dunklem ambient Industrial und rhythmisch-futuristischer Elektronik siedelte VROMB seinen ureigenen Stil an.. "until 1993, hugo girard's only appearance on record had been on a canadian compilation cd (adolphe présente), but these new ambient industrial sounds caused enthusiastic reactions in europe and canada. the first full length release was a canadian / german label collaboration: 'jeux de terre' . this cd was beautifully packaged in a 7"x10" cover and the disc was in a hand numbered paper sleeve. also included was a postcard and several large prints of nicely drawn insects - the text was in both french and english. the original 'jeux de terre' has been deleted for years. now there is the opportunity for vromb addicts to get it again. this re-release is in celebration of the ten year anniversary of vromb. the concept behind 'jeux de terre' (earth plays) was of a journey through an imaginary world of insects. insects that had not been identified yet - as you can now read in english for the first time. 'insects, go for food or discovery, warzone, life purpose at the insect dimension' as girard explains it. the sound on this disc is less beat oriented than later vromb releases, but nevertheless it is partly rhythmic. drones and basses create a hypnotic and sometimes threatening atmosphere. you might seem to hear natural, even sampled, insect sounds but there were no samplers used. just 'strictly analog and digital synthesis'. you can hear what makes vromb's music unique even on his debut. a soundtrack to a film yet completed. the ant-zen re-release contains one unreleased extra track which was intended for the original version and an 8 page booklet which includes a modified version of the original artwork." [label info] 2003 €13.50 Order it!
WISHART, TREVOR Journey into Space CD Wiederveröffentlichung einer obskuren do-LP von 1973, die in unbekannter Höhe erschien. Vor allen Dingen werden hier field-recordings und found sounds (Alltagsgegenstände, konkrete Materialien) verarbeitet, um eine sound-allegorische Reise des Menschen hin zur Selbst-Bewußtwerdung zu symbolisieren: Der Mensch wacht auf wie aus einem Traum und begibt sich auf eine Reise, an deren Ende eine weitere Geburt steht...(deshalb auch die drei Teile BIRTH DREAM, JOURNEY und ARRIVAL).. aufgenommen im „Electronic Music Studio“ der Universität von York zwischen Jan. 1970 un Dez. 1972. Sehr außergewöhnlich, detailreich und schön !!! Re-release of an obscure do-LP from 1973, in which WISHART wants to symbolize the journey of man from a dream-like state into a higher sphere of self-realization (at the end there’s a new birth). “ York University's music department houses one of the UK's first ever electronic music studios, and during the early seventies it was a hotbed of creative activity. Much of the released output from the studio at this time revolved around the work of the dynamic composer Trevor Wishart. Journey Into Space was his first release, composed between 1970 and 72, and was privately pressed (shortly before the formation of YES records), as two separate LP's in 1973. (The CD cover amalgamates the 2 original designs). Along with other early private releases of experimental music in the UK (ie the LP of sound poems by Cobbing/Jandl, or the LP of musique concrète by Desmond Leslie), this record is also a total anomaly in the canon of British experimental music and has little to do with the current, or even subsequent work by Wishart. The vast length of this piece has many different styles. There are acoustic sections, mostly of junk and toys (bike bells, squeeze horns, bottles, metal tubes, combs etc.) as well as flute and brass sections that are used as raw material. There are also sections of everyday field recordings, scraps of NASA Apollo transmissions, as well as plenty of multitracking, editing, vocal acrobatics and musique concrète.” [from the label press release] 2002 €15.00 Order it!
  Machine CD Endlich wiederveröffentlicht, das erste grössere Werk des britischen Elektronikers von 1971, erschienen zuerst als Teil der "Electronic Music from York" 3LP-Box 1973. Bearbeitete Field Recordings von Maschinen und Fabriken kombiniert er mit "spoken word" und Chor-Elementen, "echte" Instrumente kommen gar nicht zum Einsatz! "Although Machine was completed in 1971 it was not released until 1972, shortly after the release of Journey Into Space. Machine is therefore the first major composition by Trevor Wishart. It was composed at York University and was originally issued on vinyl as 3 sides of a highly adventurous 3LP box set called Electronic Music From York, released by the University's own record label. In common with Journey Into Space (also on Paradigm Discs), Machine makes use of a large number of volunteer contributors, mostly from the student body at York. With this recording, however, there are no instruments used. Instead, the music of Machine is made up entirely from a combination of spoken text and carefully directed improvising choirs that take their lead from prerecorded factory sounds. These are extensively mixed and edited with yet more collected Machine sounds and other sources of musique concrète, as well as occasional use of basic electronic sources. The scale of this work, and the degree of preparation involved in scoring it, seem to have more resonances with the world of theatre or film rather than tape composition. Much of Wishart's early work involved the use of musicians and artists being directed to perform in new ways, outside of their usual remit. A combination of late 60s openness, detailed scores that provide frameworks for improvisation and slavish editing have resulted in an incomparable sound work. With a continuous playing time of one hour, the wild and previously unexplored terrain covered by this pioneering work of British experimental music moves in turn through the full range of possible audio landscapes from the oceanic calm of the doldrums to earsplitting factory mayhem. Jewel case cd with 12 page booklet." [label info] 2008 €13.00 Order it!
Z'EV / DAVID LINTON Untitled CD Diese CD erschien zum Anlass des - leider sehr mässig - besuchten Konzertes in Bremen am 11.November 2006, wo die Besucher Zeuge eines fantastischen DAVID LINTON-Konzertes werden durften. Auch die CD überzeugt mit 4 Stücken: ein kurzer obskurer Z'EV live-Mitschnitt mit cut-up voices aus London vom April 1990, ein exzellentes fast 20minütiges neues Power-Ätherdrone-Stück (Zusammenarbeit von LINTON und Z'EV), ein Live-Mitschnitt einer LINTON-Performance (New York Mai 2006), und ein ebenfalls sehr frischer Remix von LINTON von Z'EV source-Material. Ein kleiner, fast unauffälliger Release, der dem geneigten Drone-Fan aber sehr ans Herz gelegt sei!! "A four track CD released in conjunction with a live concert on the 11. November 2006 in the 'Lagerhaus' Bremen, feat. Exclusive tracks by Industrial Music legend Z'EV and New York based percussionist and multimedia artist DAVID LINTON who has worked with among others: Lee Ranaldo, Glenn Branca, Rhys Chatham, Diamanda Galas, Christian Marclay and Elliot Sharp. Each artist is featured with a solo track plus a remix of the other artists material. Limited edition of 500 numbered copies. Playing time: 60:36 min. Track listing: 1. Z'EV 'Soliloquy #1' 11'11 2. Z'EV 'Not Nil' 19'58 3. DAVID LINTON 'Emerald Portal Excerpt - Part 1' 22'27 4. DAVID LINTON '7/11 elective-RE:mix_Z'EV' 7'00" [label info] 2006 €12.00 Order it!
ZAMMUTO Solutiore of Stareau: Disc One CD Ungewöhnlicher minimal/digital-Ambient auf einem neuen Label der RIOUXS-Betreiber! Dies ist die Wiederveröffentlichung einer CD eines ursprünglich als 3 xCDR erschienenen Werkes, mit warmen Klangfarben & -flächen, die aber stark fragmentiert werden durch klicks & cuts, immer wieder gibt es kleine Veränderungen im Sound, trotzdem „fliesst es“ sehr eindringlich, und Harmonien tauchen aus dem Untergrund auf.. entspannend und beruhigend und doch nicht gewöhnlich oder langweilig.. “This disc one is a quiet atmospheric minimal soundscape. Distant radio waves floating in the night, warm drones rising and falling, punctured by a faint yet insistant pulsing rhythm. Deep listening in which surface variation is so subtle - getting lost in the recording for hours is almost inevitable IF YOU give it the time. Time well spent.” [press-release]. 2001 €10.00 Order it!
ZAVOLOKA Suspenzia CD Hinter "ZAVOLOKA" steckt eine Frau namens KATERYNA ZAVOLOKA aus der Ukraine, die hier sehr spröde und gewagte Elektronik produziert hat, real experimental stuff for explorers, Stimmenexperimente, mad rhythms, Sinuston-Attacken, mal verspielt rhythmisch , mal die-hard digital, schwierig mit irgendwas anderem zu vergleichen..... Dies ist die Re-edition des Debut-Albums CD (vorher auf ZEROMOON erschienen). “ Kateryna Zavoloka is a musician from Kyiv city, Ukraine. This is an extended version of her first release Suspenzia. The sound of Zavoloka is very impuslive mixture of rich and dense however sometimes abstract analogue and digital noises, melodies and idm-like drums. Often unexpected music design and courses create an impression of body motion of a fighter in kung-fu drunken style. This release however called SUSPENZIA (in regards of Natalia Zhizchenko essay) that is "suspension" or "slip" in russian or ukrainian.” [label info] 2005 €10.00 Order it!