Drone Records
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BIOTA - Tumble

Format: CD
Label & Cat.Number: ReR Megacorp ReR BCD
Release Year: 1989
Note: first Biota CD ! (ex MNEMONISTS)
Price (incl. 19% VAT): €14.00


More Info

„Tumble" war die erste CD-Veröffentlichung von Biota. Das Album erschien 1989 auf Chris Cutlers Recommended Records Label und beinhaltet Aufnahmen, die nach den auf "Bellowing Room / Tinct" zu findenden Stücken entstanden sind.
Auch auf "Tumble" findet sich eine recht eigenartige Mischung und Aneinanderreihung von Klang, doch ist diese deutlich eingängiger und leichter verdaulich geraten (mehr oder weniger), als noch auf "Bellowing Room / Tinct". Reichlich seltsam und schräg ist das Ganze allerdings immer noch. Aber auf "Tumble" sind erstmals auf einem Biota/Mnemonists-Album so etwas wie Melodien und Liedstrukturen auszumachen. Zudem hat sich die Gruppe aus Fort Collins hier von den metallisch-industriellen und düsteren Klängen der Vorgängeralben größtenteils verabschiedet und sich folkloristischen Einflüssen zugewandt.
Das Ergebnis klingt über weite Strecken wie ein elektronisch verfremdetes, reichlich schräges Avantgarde-Folk-Durcheinander (Heavy-Dada-Folk? RIO-Elektro-Folk?), welches aber auch Psychedelisch-Meditatives, freie Klangmalereien, lauten Krach und dadaistische Rockfragmente beinhaltet. Hier erklingen unzählige Instrumente, darunter auch Banjo, Akkordeon, Mundharmonika, akustische Gitarren und Flöte, frei aber organisiert durcheinander, unterlegt von einem dichten, elektroakustischen Klangfluss (dessen instrumentalen Ursprünge nicht so ohne weiteres zu erkennen sind), rhythmisch gefügt durch eine Unzahl von perkussiven und basslastigen Sounds und angereichert mit fast solistischen Einlagen an diversen Blasinstrumenten, Violine (in "Shadows Appear To Do") und Piano. Das Ergebnis ist - wie immer bei Biota - ein sehr dichtes, fast zähes, aber gleichzeitig immens beeindruckendes Klangkonglomerat, das mal ausgesprochen wüst und wirr (mitunter dann doch noch industriell-heftig), dann wieder fast elegisch-melancholisch aus den Boxen quillt.
Bei "Ghost Shirt", welches vom Rest des Albums durch 15 Sekunden Stille getrennt ist, handelt es sich um einen Remix von "Operator For Cataract" und eines Fragments aus "Shadows Appear To Do", welcher ausgesprochen heftig ausgefallen ist und noch am ehesten an die elektronischen Maschinenklänge von "Bellowing Room / Tinct" erinnert.
"Tumble" ist ein weiteres, faszinierendes Klangpuzzle aus Colorado, welches Freunden von "anderer" Musik wärmstens empfohlen sei!“ [Achim Breiling / Babyblaue Seiten]

“A 1989 release, their first intended strictly as a CD issue. A loose, studio-only collective from Colorado, Biota's reputation is based on an unparalleled ability to create a reality-shaking wall of dense sound, though they generally limit themselves to acoustic instrumentation ("treated" to devastating levels). Pure sound asthetic and attention to detail dominates every second of their various releases; few American sound artist colletives have ever maintained such sonic integrity for so long. "...where nothing is quite in focus, timing is distinctly idiosyncratic, and landmarks loom in and out of the fog." [label info]