Drone Records
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SUNN O))) - Monoliths & Dimensions

Format: CD
Label & Cat.Number: Southern Lord SUNN100CD
Release Year: 2009
Note: 7th studio album - special jewel-case cover with "velum o-card" and 24 p booklet
Price (incl. 19% VAT): €13.00


More Info

"Das Korsett, das sich SUNN o))) mit der ursprünglichen Vision ihrer Musik geschnürt haben, mag für Außenstehende wie eine Sackgasse wirken, ein Weg, der immer derselbe ist. Aber nicht nur mit dem letzten Album "Black 1", das diesen Titel absolut zurecht trägt und der Kollaboration "Altar" mit BORIS, sowie der vielen Projekte der letzten Jahre, wie das superbe Livealbum "Domkirke" belegen, dass Dröhnen mehr sein kann, als die simple Erzeugung tiefer Töne. "Monoliths & Dimensions" geht noch weiter. Das erste offizielle Studioalbum seit dreieinhalb Jahren der beiden Doom-Innovateure ist so sehr Avantgarde, wie keines Ihrer Werke zuvor.

Wieder haben sich Stephen O´Malley und Greg Anderson Hilfe von zahlreichen bekannten und unbekannten Musikern geholt und haben dieses Mal eine wahre Armada an Künstlern parat, die hilft ein breites Spektrum an Emotionen und Atmosphären zu erschaffen. Als könnten die beiden Köpfe von SUNN o))) nicht mehr ohne. Dieses Zugeständnis an sich selbst und ihre Kunst rettet die Kreativität ihrer Band und ihre Daseinsberechtigung. Was dramatisch klingt, wird klar, wenn das Album mit "Agartha" recht typisch beginnt. Eben mit ultratiefem Dröhnen im Zeitlupentempo. Aber was SUNN o))) dieses Mal daraus machen ist unglaublich. Während die Mitwirkung von Oren Ambarchi und Attila Csihar fast schon zur Grundvoraussetzung wurde, ist dank Komponist Eyvind Kang der Weg frei für eine Art Drone-Soundtrack, der die schönsten Albträume zu untermalen vermag.

"Agartha" wird nach einiger Zeit zu einem sehr orchestralen Elebnis, in das geschickt klassische Streich- und Blasinstrumente, sowie ein schwer klingender Flügel eingebaut wurden und mit einem Hydrophon geradezu alchimistisch klingt. Die Formeln, die Attila dazu von sich gibt, lassen dieses Drone-Abenteuer wirken, wie einen uralten Beschwörungsritus. "Big Church" hingegen lässt mich an "Rosemarys Baby" und den dazugehörigen Soundtrack denken, warum weiß ich auch nicht. Fakt ist, dass der sich hier befindende Sopran- und Altchor das Stück über das normale Niveau von SUNN o))) erhebt. Die Mischung aus diesem Teufelschor und den unkontrolliert ausbrechenden Drone-Angriffen schlagen schwer auf den Magen. "Hunting & Gathering (Cydonia)" ist das gewöhnlichste Stück auf "Monoliths & Dimensions", auch trotz dem schauerlichem Männerchor und den Bläsern, die nach der epischen Seite von NILE klingen. Ebenfalls ein aufregendes Stück Musik.

"Alice" verzaubert den Hörer dann aber endgültig. Der einzige Song, der ganz ohne die Stimme von Attila auskommt beginnt im Stil der neueren EARTH-Alben, steigert sich dann ins Unermessliche, in eine Schlacht aus postmodernem Drone Doom und neoklassischen Soundtrack-Welten, die gegen Ende beruhigend und wunderschön wirken. Als hätte es die albtraumhaften Minuten zuvor niemals gegeben. Der bisher beste und innovativste Song von SUNN o))), zweifellos. Und somit ist auch der Gesamteindruck dieses Werkes phänomenal. Von der unbequemen, oberflächlich simpel erscheinden Musik bis hin großartigen, detailverliebten Artwork gibt es hier eine Welt zu erleben, die in den verschiedensten Schwarztönen schimmert und immer wieder auf ein Neues spannend und unberechenbar bleibt.

Die vielen Gastauftritte auf "Monoliths & Dimensions" verwässern die Kompositionen nicht im geringsten, SUNN o))) sind vielleicht ein wenig zugänglicher geworden und auch für Hörer interessant, die mit experimenteller Musik können, aber für die Drone zu eintönig ist. Hervorzuheben sind hier Eyvind Kang, Steve Moore und Dylan Carson von EARTH und Joe Preston. Aber jede einzelne Note, jeder Ton, jeder persönliche Beitrag macht "Monoliths & Dimensions" zu dieser derart außerweltlichen Erfahrung. Dass dieses Erlebnis essentieller Natur ist, ist geradezu selbstverständlich." [Vampster]

"Ist La bas, tief unten, eine Dimension? Bis zum Hals im Abgrund lassen Stephen O‘Malley und Greg Anderson Gitarre und E-Bass knurren, massiv unterstützt von Oren Ambarchi mit Effekten & Oszillator. Dazu raunt Attila Csihar vom uralten Bewusstsein des Gesteins, dem Kontinentalverschiebungsdruck und Megatonnen Wasserlast in die Adern gepresst sind. Schwerkraft droht jede Vorstellung von Himmel, von Wolken, von neuer Welt zu zerdrücken. Das ist ‚Agartha‘ (17:34), ein dunkler Monolith, von Wasser umlappt, in den knarrende Kontrabässe, schimmernde Strings (Eyvind Kang & Timb Harris) und das Röhren von Muschelhörnern und weiterem Gebläse mit eingebacken sind. ‚Big Church‘ (9:43) lässt einen
Frauenchor zwischen sich auftürmenden Gitarrenwänden ziehen wie die Israeliten durchs Rote Meer. Röhrenglockenschläge setzen Schnitte, Orgel und Korg MS20 verstärken die grollenden Walls of Sound, Posaune, Trompete und Viola gehen darin unter. Nur die Frauenstimmen schweben unberührt dahin, während Csihar als Moses seine meerspaltenden Zaubersprüche murmelt. Mit Verzerrungen nähern sich die anbrandenden Wellen von ‚Hunting&Gathering (Cydonia)‘ (10:02). Csihar gurgelt auf Ungarisch, im Traum erscheint ihm Cydonia, das ‚Mars-Gesicht‘. Bläser schallen erhaben über dunkles Riffing hinweg. Dann setzt ein Männerchor (mit Daniel Menche) ein, zu weiteren Hornstößen und Basswellen, dick wie der Behemoth. ‚Alice‘ (16:21) schließlich, ohne Stimmen, entwickelt aus dem langsamen Call & Response zwischen dem schweren Kerntrio und einem ebenso schweren Klangkörper aus 3 Kontrabässen und 6 Bläsern (darunter Julian Priester und Stuart Dempster) und einem Schweif aus hellen Strings erhabenen Einklang. Deep, very deep Listening, mit dem Ohr am Karnickelloch. Ist das Wunderland irgendwo da drunten? Aber die Bläser breiten melodiös die Schwingen, schwerelos wie ein Riesenrochen, eine Harfe blinkt und flirrt. Und ganz unvermutet wird Sunn O))) ganz heliotrop, entschwebt up up and away und lässt die schwerfälligen unter ihren Adepten konsterniert am Boden zurück." [Bad Alchemy]


"SUNN O))) is proud to present their 7th studio album, after 10 years of existence, entitled Monoliths & Dimensions. The album showcases the core guitar duo - Stephen O’Malley and Greg Anderson - incorporating influences from a plethora of guest musicians, bringing the SUNN O))) sound to epic new levels. The band also collaborated with composer Eyvind Kang (notable for his work with John Zorn, Marc Ribot, Bill Frisell, etc.) on various acoustic ensembles, in addition to the Helios fueled electric guitars and basses. Key players on the album include Australian guitar genius Oren Ambarchi, enigmatic Hungarian vocalist Attila Csihar (Mayhem, Tormentor, etc.) and slow music godfather Dylan Carlson (Earth), as well as a brass section: Steve Moore (of Earth), Julian Priester (worked with Sun Ra in the 50s, John Coltrane’s African Brass band, and Herbie Hancock’s Sextant band) and new-music horn player Stuart Dempster. There’s also an upright bass trio, French & English horns, harp & flute duo, piano, reed & strings ensembles, and a Viennese woman’s choir led by Persian vocal savant Jessika Kenney. The album is not “SUNN O))) with strings” or “metal meets orchestra” material. The band took an approach concentrating on more of allusion toward the timbre of feedback and the instruments involved, so the piece is really illusory, beautiful and not entirely linear, stating that the end product is “the most musical piece we’ve done, and also the heaviest, powerful and most abstract set of chords we’ve laid to tape” The album was recorded and mixed by Randall Dunn & Mell Dettmer at various points over the last 2 years." [label info]